Die Gesellschaft und Freiheiten

Benutzer151038  (44)

Ist noch neu hier
Hallo,

ich stelle mir immer und immer wieder die Frage, was wohl passieren muss, dass ein Mensch seine Persönlichkeit, seine Vorstellungen einfach so leben und nach außen tragen kann, ohne dass er / sie ständig begafft oder hinterücks betuschelt wird.

Es ist doch leider selbst in einer so fortschrittlichen Gesellschaft, welche sich selbst als offen und frei bezeichnet und auch als eine solche angesegen werden mag, verwunderlich, dass Individuen welche sich selbst leben und dies auch zeigen von der Gesllschaft an sich nicht akzeptiert werden sondern mit seltsamen BLicken und getuschel begleitet werden. Dabei spielt es keine große Rolle um was es sich handelt.

Nehmen wir mal einen Gothic, einen Punk oder jemanden der sich "komsich" kleidet, sicher schaut man solchen Personen hinterher aber leider ist es nciht in Ordung wenn man nicht Mainstream gekleidet ist oder mit seiner Kleidung in der Gesellschaft als "unnormal" angesehen wird. Der Gothic welcher sich gerne dunkel kleidet wird meist mit Verachtung gstraft, der Punk mit seinen Klamotten als "Assi" oder "fauler Hund" betitelt.
Wenn man in der heutigen Zeit keinen Kult um sich aufbaut und diesen medial verbreiten oder öffentlich machen kann, wird man immer als Außenseiter abgestempelt.
Jeder weiß, dass es Transvestiten gibt, aber ist ein Transvestit nicht medienstark vertreten, wie z.B. Olivia Jones, Lilo Wanders oder eben die absolute Ausnahmeerscheinug C. Wurst, dann wird man nicht bejubelt sonder eher ausgepfiffen.

Das glieche gilt eben auch für die öffentliche auslebung der Sexualität, Hetro Paare sind etwas völlig normales, Schwulen- oder Lesbenpärchen werden in meinen Augen nochmals unterschieden, Schwule haben es meiner Ansicht nach deutlich schwerer Akzeptanz zu finden wie lesbische Paare. Warum? Stehet es nicht jedem zu zu lieben wen man will?
Hat nicht jeder das Glück verdient, dass man so dein darf wie man ist? NEIN denn es ist nicht gesellschaftsdienlich.
Jeder hat in der breiten Masse akzeptiert zu werden. Nicht weil man sich dies selbst auferlegt nein weil es einem Aufgezwungen wird.
Warum ist es den für Homosexuelle immer ein so harter und schwerer Schritt sich zu "Outen" schon dieses Wort ist eine Kränkung finde ich? Warum muss man sich den nach außen Stellen um zu sich zu stehen?
Ja sicher man kann alles auf die Goldwaage legen aber dennoch finde ich dies schon sehr grenzwertig.

Wenn eine Frau einkaufen geht, ist es fast jedem egal was sie sich kauft, ob sie sich einen Anzug kauft oder den Herrenpulli weil er ihr gefällt das Paar Herrenschuhe geht auch noch mit, das alles wird Wortlos hingenommen.
Kauft sich jedoch ein Mann mal ein Damenteil und trägt dieses in der freien Wildbahn ( Fussgängerzohne ) ist er zum Abschuss freigegeben, von Schuhen mit einem Absatz höher 3 cm wollen wir da gar nciht erst reden, denn dies sind eindeutig DAMENSCHUHE und werden somit auch nur an diesen Füßen akzeptiert.
Warum dies so ist kann ich nicht sagen, ich finde jeder soll das tragen was ihm gefällt und es sollte da keine einschränkungen geben.

Ich finde jeder sollte sich selbst so definieren dürfen wie er es gerne mag und wenn es mit einem Anzug und High Heels an Mann ist oder als Frau, hmmm als Frau ist man irgendwie Regelfrei oder nicht?


So ich hoffe ich habe das richtige Forum getroffen mit diesem Beitrag ansonsten verschiebt es einfach.

Ansonsten verbleibe ich mit offenen Grüßen

Ich bin für ein klares Umdenken und wenn nicht wir damit anfangen werd denn dann?

Vielseitig
 

Benutzer6874  (35)

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Ich kann nur ganz provisorisch antworten. Denn ich bin nicht Philosoph.
Aber ich erlebe selber die Grenzen, die mir gesetzt sind.

Wenn ich nach den Gründen suche, dann sehe ich vor allem den Wunsch der Leute nach Sicherheit, und nach Orientierung und Leitplanken. Alles was abweicht wird als Herausforderung empfunden, wenn nicht sogar als Bedrohung.
Dann heisst es: "Darf der das? Warum erlaubt die sich so etwas? Da könnte ja jeder kommen!"

Nehmen wir zum Beispiel die "Schwulen". Sie zeigen dass auch Liebe zum gleichen Geschlecht möglich ist. Das macht manche unsicher. Bin ich am Ende auch...?
Es ist auch die Angst dahinter, selber anders zu sein. Ausgrenzung der Abweichenden schafft dann Geborgenheit.

In unsicheren Zeiten verstärkt sich diese Haltung noch. Manche sind eben lieber ein kleines Würmchen in einer grossen Masse, als allein für seine Lebensweise hinzustehen.

Dann kommt auch Konformitätsdruck von der Werbung dazu. Alternative Menschen sind nicht unbedingt gute Konsumenten.

Ich muss noch ergänzen, dass es tatsächlich asoziales Verhalten gibt. Das zu Recht verpönt ist. Nur richtet sich der Druck dabei fast einzig gegen unten. Wer aus Eigennutz eine Firma runiert steht besser da als wer 50 Cent Flaschendepot unterschlägt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer137374  (49)

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Ich bin für ein klares Umdenken und wenn nicht wir damit anfangen werd denn dann?
Vielseitig
Ich vermisse bei Deinem Beitrag die konkrete Frage und teile auch Deine Einschaetzung nicht. Den meisten Personen sind ihre Mitmenschen schlicht egal. Man muss sich schon sehr eigenartig auffuehren, damit andere darueber im Alltag urteilen. Oder man lebt in einem Dorf. Was konkret ist Dein Problem? . Gothic, schwul, alles kein Problem. Wer nicht extra provoziert oder sich bizarr zurschau stellt, wird ignoriert.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich vermisse bei Deinem Beitrag die konkrete Frage und teile auch Deine Einschaetzung nicht. Den meisten Personen sind ihre Mitmenschen schlicht egal. Man muss sich schon sehr eigenartig auffuehren, damit andere darueber im Alltag urteilen. Oder man lebt in einem Dorf. Was konkret ist Dein Problem? . Gothic, schwul, alles kein Problem. Wer nicht extra provoziert oder sich bizarr zurschau stellt, wird ignoriert.
Das ist mir doch zu sehr alf die Grossstadt bezogen. Ich erlebe das nicht mal in Zürich so :zwinker:
Erst ab einem bestimmten Status können einem die anderen egal sein.
 

Benutzer137374  (49)

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Das ist mir doch zu sehr alf die Grossstadt bezogen. Ich erlebe das nicht mal in Zürich so :zwinker:
Erst ab einem bestimmten Status können einem die anderen egal sein.

Ich habe das anders gemeint. Du bist anderen egal. Es interessiert keine Sau, ob Du gothic oder schwul bist, insofern Du Dich nicht extrem auffuehrst, um zu provozieren. Schweizer sind ja bekanntlich etwas eigen, aber so anders duerfte es da auch nicht sein. Wenn Fritz meint, einen Rock oder Stoeckelschuhe tragen zu wollen, guckt vielleicht mal jemand ein bisschen irritiert, aber grundsaetzlich kann jeder machen, was er will. Wobei man ja mal die Frage zulassen koennte, warum man keine andere Sorgen als solchen Spinnkram hat.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Nur mal ein kleiner Hinweis: Grade Punks geht es doch darum, sich vom Establishement und vom Mainstream abzugrenzen. Würden diese nun völlig normaler Teil der Gesellschaft sein und genauso gesehen werden wie der Banker im Anzug - dann wäre ein wichtiger Faktor der Punk-Bewegung doch vollkommen weggebrochen.

Dass die Akzeptanz von Homosexualität deutlich zu wünschen übrig lässt in vielen Teilen der Welt, damit stimme ich überein.

Aber meiner Meinung und Erfahrung nach trägt man in Punkto "ungewöhnliche Kleidung/Optik" doch zumeist mehr zur Akzeptanz oder zumindest zu Kommentarlosigkeit bei, wenn man dies völlig selbstbewusst und selbstverständlich trägt als wenn man darum noch ein Tamtam veranstaltet.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Naja, ich glaube offene Diskriminierung erlebt man in Mittel- und Westeuropa heutzutage kaum noch - aber komische Blicke, Spott und Tuscheln hinter dem Rücken sind vermutlich immer noch Gang und Gäbe. Auch wenn es sicherlich schon deutlich besser geworden ist als es mal war, baut das bei vielen nach wie vor Angst auf.

Vielleicht ist es einfach eine Frage der Zeit... allerdings glaube ich, dass sich sowas nie ganz abschalten lässt. "Anders" wirkt schnell bedrohlich.
 
B

Benutzer

Gast
Dazu sage ich nur:
Die breite Masse besteht zu 80% aus Idioten.
Mir ist egal, was Idioten denken. Deshalb ist mir auch egal, ob sie mich akzeptieren, oder nicht.
Das hat das Leben mich zumindest gelehrt.
Ach, wenn es doch nun so einfach wäre! Leider ist man schon allein durch Beruf und Freundesfreunden von "Idioten" abhängig und hierdurch indirekt dazu verpflichtet, sich "akzeptabel" zu verhalten.

Zum Beitrag selbst: Ich kann dir nicht widersprechen, habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Getuscheln und Angestarrtwerden nicht immer von Abneigung zeugt. Für die Leute hat ein gelebter, vom Mainstream abweichender Lebensstil nun mal etwas Exotisches an sich. Manchmal bedeuten die Blicke auch, dass man fasziniert ist und auch Austausch darüber beweist ja, dass man sich Gedanken macht und neugierig ist. Offene Ablehnung dagegen zeugt von schlechten Manieren und Mangel an Respekt. Das tut weh und ich will es auch gar nicht verharmlosen, aber es wurde schon sehr viel besser und dafür bin ich dankbar.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß nicht so recht... So eine absolute Toleranz unter den Menschen fände ich nicht nur unnatürlich, sondern auch langweilig. Ich sehe den Handlungsbedarf nicht wirklich.
 

Benutzer150273  (28)

Benutzer gesperrt
Dieses Problem kenne ich auch und mir ist es zwar auch ein Dorn im Auge, aber trotzdem lass ich mich von sowas nicht unterkriegen. Ich werde auch zB pausenlos kritisiert, weil ich ein paar "spezielle" Angewohnheiten habe oder ich mich ein bisschen anders kleide, vor allem aber von meinem Vater. Ihm passt es nicht (also nicht nur ihm aber er ist halt die Person, die es am Meisten kritisiert), wenn ich mir einen Hut anziehe, wenn ich einen Mantel anhabe, wenn ich Damenhandschuhe aus Leder anhab, einfach wenn irgendwas nicht nach seinem perfekten Bild eines Sohnes ausschaut, wird ständig gemeckert. Und ich weiß, dass das auch einige andere Menschen denken und ich versteh nicht wieso, nur dass die es meist hinterrücks bemängeln.

Viele Leute wollen mich gern anders haben, mich in eine Rolle schieben in der ich mich nicht wohl fühle. Und das ist etwas, was mich an den meisten Menschen so ankotzt. Immer muss bzw. soll man gewisse Rollen erfüllen und wenn man das ununterbrochen zu hören bekommt, obwohl man gegenteiliger Meinung ist, kann das auch irgendwann an Einem nagen.

Das Einzige was Einem übrig bleibt ist eben, seinen eigenen Weg trotzdem zu gehen und auf die Anderen einen Scheiß zu geben. Fällt mir persönlich auch nicht immer leicht ehrlich gesagt, aber man kann es einfach nicht jedem recht machen. Man kann nicht tausende von Menschen ändern, deswegen muss man die eigene Herangehensweise irgendwie verbessern und sich nicht unterkriegen lassen.
 

Benutzer137773 

Öfter im Forum
Was würde es bringen, aus dem "Mainstream" auszubrechen, wenn das niemandem auffallen würde. Das hat wenig mit Angst oder Abneigung zu tun (natürlich mit Ausnahmen), sondern einfach mit Wahrnehmen der, üblicherweise gewollten (oder zumindest gewollt vermittelten) Andersartigkeit.
Und wenn es nicht um echte Anfeindungen geht, ist das halt der unvermeidliche Preis des Ausbrechens aus dem Mainstream. Ohne das gäbe es kein Ausbrechen, sondern alles wäre halt Mainstream.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
es steht doch jedem frei,nichts auf das dumme gerede von fremden leuten zu geben.somit ist mMn jeder selbst schuld,wenn er sich aus freien stücken einschränkt und nicht so lebt,wie er gern leben will (ohne anderen lebewesen unnötig zu schaden,versteht sich).
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich habe das anders gemeint. Du bist anderen egal. Es interessiert keine Sau, ob Du gothic oder schwul bist, insofern Du Dich nicht extrem auffuehrst, um zu provozieren. Schweizer sind ja bekanntlich etwas eigen, aber so anders duerfte es da auch nicht sein. Wenn Fritz meint, einen Rock oder Stoeckelschuhe tragen zu wollen, guckt vielleicht mal jemand ein bisschen irritiert, aber grundsaetzlich kann jeder machen, was er will. Wobei man ja mal die Frage zulassen koennte, warum man keine andere Sorgen als solchen Spinnkram hat.
Es entspricht einfach nicht meiner persönlichen Erfahrung. Wenn ich schon nur dran denke wie ich meine langen Haare immer rechtfertigen musste. "Willst du wirklich wie ein Mädchen aussehen?" -> was soll ich drauf antworten? Nein, will ich nicht, aber mir gefallen lange Haare! Man stösst eben immer wieder mit Normen und festen Vorstellungen und No-Go's zusammen. Mit Leuten die ein dumpfes Wissen darüber haben, wie die Welt auszusehen hat.
Lange Haare sind en harmloses Beispiel, Doch wie ist es mit dem Kampf um die gleichgeschlechtliche Ehe?

Es stimmt, manchen Leute sind die andern egal. Aber nur als Menschen sind sie ihnen egal, beobachtet und kommentiert und runter gemacht werden sie trotzdem. Andere Leute schlecht machen kann man ja nur wenn sie einem egal sind. Natürlich KANN einem das dann auch wieder egal sein. Aber das hängt dann doch sehr davon ab wie sicher man sich fühlt. Und wie viel Energie man aufwenden kann und will um sein eigenes Leben zu führen.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, das find ich auch immer herrlich. "Scheiss Kommerz!" - und zack, Schuhe für nen Hunni gekauft.
Oh, da müsstest Du erstmal die Ultras vom HSV und St. Pauli kennenlernen... Beim HSV herrschte unter einigen von denen so eine wunderbare "Europapokal, aber mit Freizeitkickern und Feierabendpräsidium"-Mentalität. :schuettel:
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Es entspricht einfach nicht meiner persönlichen Erfahrung. Wenn ich schon nur dran denke wie ich meine langen Haare immer rechtfertigen musste. "Willst du wirklich wie ein Mädchen aussehen?" -> was soll ich drauf antworten? Nein, will ich nicht, aber mir gefallen lange Haare! Man stösst eben immer wieder mit Normen und festen Vorstellungen und No-Go's zusammen. Mit Leuten die ein dumpfes Wissen darüber haben, wie die Welt auszusehen hat.
Lange Haare sind en harmloses Beispiel, Doch wie ist es mit dem Kampf um die gleichgeschlechtliche Ehe?
Es stimmt, manchen Leute sind die andern egal. Aber nur als Menschen sind sie ihnen egal, beobachtet und kommentiert und runter gemacht werden sie trotzdem. Andere Leute schlecht machen kann man ja nur wenn sie einem egal sind. Natürlich KANN einem das dann auch wieder egal sein. Aber das hängt dann doch sehr davon ab wie sicher man sich fühlt. Und wie viel Energie man aufwenden kann und will um sein eigenes Leben zu führen.
Dann muss das bei Euch anders sein. Waehrend meines Studium trugen viele Maenner lange Haare. Kein Mensch waere auf die Idee gekommen, sich daran zu stoeren. Ich kann nicht fuer jede Omi sprechen, aber zumindest habe ich nie etwas mitbekommen. Waere ja auch eigenartig. Wenn man so schlimm gemobbt wird, weil man lange Haare hat, dann wuerde man sie wohl abschneiden. Die gleichgeschlechtliche Ehe bzw homosexuelle Partnerschaften waren frueher ein Problem. Heute sehe ich da keine (kaum) Vorurteile mehr. Ich wuerde unsere Gesellschaft als tolerant bzw gleichgueltig beschreiben. Auch durch die mediale Vielfalt kriegt man so viele Extreme zu sehen, dass das alltaegliche "etwas anders" gar nicht mehr auffaellt.
 

Benutzer121793 

Benutzer gesperrt
Manchmal dauert es auch etwas länger ,bis die Gesellschaft "umdenkt"
So war noch bis zum 11.Juni 1994 Homosexualität ein Straftatbestand in Deutschland!:confused:
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Manchmal dauert es auch etwas länger ,bis die Gesellschaft "umdenkt"
richtig.sowas ist eben ein lang andauernder prozess.und den treibt man nun mal nicht voran,wenn man wegen der meinung der "leute" seine bedürfnisse und seine persönlichkeit unterdrückt.
 
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