Die Emanzipation des Mannes - Illusion oder Wirklichkeit?

Benutzer85323  (31)

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Ich finde, um darüber reden zu können, muss man erstmal "Emanzipation" definieren! Viele haben da nämlich eine unterschiedliche Meinung zu.
Für mich ist Emanzipation der Prozess hin zu dem Ziel, dass sich jede/r frei entfalten kann und frei wählen kann, was er/sie wie machen möchte.
Klar werden auch Männer benachteiligt, vor allem jene, die für "zu weiblich" gehalten werden. Aber fragen wir doch mal nach der Ursache: Männer tun weibliche Dinge - geht gar nicht
Frauen tun männliche Dinge - super
So sieht es die Gesellschaft. Ob das nun eine Benachteiligung für Männer oder Frauen ist, muss jede/r für sich entscheiden, aber merkwürdig ist schon, dass typisch weibliche Dinge anscheinend weniger wert sind als typisch männliche.
Genauso ist es mit Hausmännern: meistens bleibt der-/diejenige zuhause, der/die weniger verdient, was meist die Frauen sind. Es müsste jedem/-r bekannt sein, dass Frauen gerade in Deutschland weniger verdienen als Männer.
Und seien wir doch mal ehrlich: Die meisten Männer wollen hochbezahlte Jobs, während Frauen eher niedrigbezahlte annehmen. Leider ist das immer noch so...
Was ich damit sagen will: Wir müssen die gegebenen
Voraussetzungen ändern, erst dann können wir von Emanzipation sprechen.
LG

P.S.: Emanzipation behauptet nicht, dass Männer und Frauen gleich sind und möchte das auch nicht erreichen! Sollen Mädchen doch mit rosa Barbies spielen und Jungs mit Autos, solange es ihnen gefällt!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Natürlich. Aber ich finde es total blöd diese Dinge dann als geschlechtsspezifisch abzustempeln.
Jeder hat halt seine persönlichen Vorlieben und versucht diese dann umzusetzen. Ganz einfach.:zwinker:
Das habe ich ja auch nie als etwas dargestellt, das unbedingt geschlechtsspezifisch ist... auch wenn es einige praktische Dinge gibt, die doch häufig geschlechtsspezifisch sind (z.B. dass Männer rein körperlich doch oft für grobe Arbeiten, die viel Kraft benötigen, besser geeignet sind als Frauen).

Ich wollte damit nur auf die pauschale Aussage reagieren, dass man sich in einer Beziehung nicht bräuchte, um als Team vollständig zu sein. (Denn da finde ich doch, dass das Teamwork in einer Beziehung zumindest ein äußerst positiver Nebeneffekt und keineswegs total unwichtig ist.)
 

Benutzer85323  (31)

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Off-Topic:
Ich kanns nicht mehr hören, daß Frauen weniger als Männer verdienen würden.
Auch wenn man etwas falsches hundertmal wiederholt wird es nicht richtiger.
Es wird ja von offizieller Seite bestätigt, daß dem eben nicht so ist:

Die SPD-Politikerin Renate Schmidt (ehemalige Bundesministerin für Frauen) sagte bereits:

„Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt. ... Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.“

Interessant, dass Renate Schmidt der Ansicht ist, jede Frau habe die besten Chancen solch eine Klage zu gewinnen! Klar, nur wer redet heutzutage schon über Geld? D.h. ich weiß gar nicht, wie viel mein Kollege verdient, kann ergo nicht klagen. Zudem wäre es nicht rechtens, wenn mein/e Chef/in mir das Gehalt meines Kollegens sagen würde, somit leider wieder keine Klage möglich.
Vor allem: woher nimmt Frau Schmidt diese Weisheit? Ich lese die Emma (oh, ich habe mich geoutet, steinigt mich!) und da kann ich dir ganz viele Gegenbeispiele von Frauen zeigen, die geklagt haben, jetzt ohne Job dastehen und erstmal die Verhandlung abwarten müssen bzw. kein Recht bekommen haben.
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Im Gesetz steht auch, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, ich denke das muss ich nicht näher ausführen.
Schön, wie die weltfremden Politiker/innen sich immer alles so einfach machen. :angryfire
Und zu dem Thema ungleiche Bezahlung: in Deutschland verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit, etc. ca. 20% weniger als Männer. Dazu habe ich neulich einen Beitrag bei der Tagesschau gesehen. Das also zu dem Thema.
 

Benutzer44072 

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Ich bin aber auch der Meinung, dass Frauen und Männer einen biologischen, natürlichen Unterschied darstellen, und so auch behandelt werden sollten, anstatt einer synthetischen Gleichmacherei unterworfen zu werden.

...

Es ist z.b. erwiesen, dass Frauen schneller frieren als Männer, dass sie körperlich in der Regel nicht die gleiche Leistung bringen können, weil sie vielleicht dehnbarer aber nicht ebenso muskulös sein können wie Männer

Das ist einer der Hauptpunkte den man diskutieren muss, weil der wahrscheinlich die meisten Missverständnisse verursacht.

Männer und Frauen sind unterschiedlich, das kann man gar nicht wegdiskutieren. Will man aktuell auch gar nicht, sondern im Gegenteil hat diese Auffassung Hochkonjunktur und wird gern mit dem in den letzten Jahren so beliebten Thema "Gene" erklärt. Mag durchaus zutreffen oder auch nicht.

Jedenfalls fördern die Statistiken signifikante Unterschiede zu Tage.

Um mal das Beispiel körperliche Anlagen aufzugreifen, ist es im Sport einfach so, das Männer und Frauen unterschiedliche Bestleistungen erzielen. So liegt der Marathonrekord bei 2:03:59 für die Männer und mit einem sehr deutlichen Abstand bei 2:15:25 bei den Frauen.

Solche Unterschiede lassen sich zu Hauf in den unterschiedlichsten Gebieten finden. Das sind einfach unbestrittene Tatsachen die den Unterschied der Geschlechter belegen.

Der Unsinn sind die Schlussfolgerungen die daraus gezogen werden:

Frauen und Männer müssten aus diesen Gründen unterschiedlich behandelt werden und wären für verschiedene Dinge mehr oder weniger gut geeignet. Diese Folgerung darf man keinesfalls aus den Statistiken entnehmen, die ist unsinnig!

Nach dieser Logik wäre Paula also beispielsweise nicht dafür geeignet Marathon zu laufen, sie schafft im Gegensatz zu den besten Männern ja nur in 2:15 Die Eltern hätten sie also lieber zum Ballet schicken sollen.

Klaus XY ist natürlich hervorragend für das Laufen geeignet, der ist schließlich ein Mann und die sind schneller. Er kommt sogar auch im Ziel an (nach 4:40). :ratlos:

Fazit: Wenn die Unterschiede zwischen den Individuen um ein vielfaches größer sind, dann tut man wohl gut daran, aus den Statistiken der Unterschiede keine konkrete Handlungsanweisungen abzuleiten!

Männer und Frauen sind unterschiedlich, aber nicht so unterschiedlich wie die einzelnen Individuen.

Auch diese Aussage, dass man, wenn die Rollenstereotypen aufgebrochen werden, zu irgendeinem weichgespülten Einheitsbrei kommt bei dem man Frauen und Männer nicht mehr unterscheiden kann erschließt sich mir nicht so richtig. :ratlos: Warum sollte das so sein?

Wenn man den den Kindern/Jugendlichen mehr Wahlmöglichkeiten lässt, wieso werden sie dann eher gleich? Da gibt es doch eher eine größere Vielfalt, weil der Junge z.B. Ballet machen könnte und gleichzeitig im Harley-Club ist, statt mit zig anderen jeweils nur rollenspezifischen Aktivitäten nachzugehen.
 

Benutzer40041 

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Ich finde, um darüber reden zu können, muss man erstmal "Emanzipation" definieren! Viele haben da nämlich eine unterschiedliche Meinung zu.
Für mich ist Emanzipation der Prozess hin zu dem Ziel, dass sich jede/r frei entfalten kann und frei wählen kann, was er/sie wie machen möchte.
Klar werden auch Männer benachteiligt, vor allem jene, die für "zu weiblich" gehalten werden. Aber fragen wir doch mal nach der Ursache: Männer tun weibliche Dinge - geht gar nicht
Frauen tun männliche Dinge - super
So sieht es die Gesellschaft. Ob das nun eine Benachteiligung für Männer oder Frauen ist, muss jede/r für sich entscheiden, aber merkwürdig ist schon, dass typisch weibliche Dinge anscheinend weniger wert sind als typisch männliche.
Genauso ist es mit Hausmännern: meistens bleibt der-/diejenige zuhause, der/die weniger verdient, was meist die Frauen sind. Es müsste jedem/-r bekannt sein, dass Frauen gerade in Deutschland weniger verdienen als Männer.
Und seien wir doch mal ehrlich: Die meisten Männer wollen hochbezahlte Jobs, während Frauen eher niedrigbezahlte annehmen. Leider ist das immer noch so...
Was ich damit sagen will: Wir müssen die gegebenen
Voraussetzungen ändern, erst dann können wir von Emanzipation sprechen.
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P.S.: Emanzipation behauptet nicht, dass Männer und Frauen gleich sind und möchte das auch nicht erreichen! Sollen Mädchen doch mit rosa Barbies spielen und Jungs mit Autos, solange es ihnen gefällt!

Eine sehr interessante Diskussion.

Ich finde nicht, dass Emanzipation bedeutet, dass eine Einzelperson sich gegen die Gesellschaft stellt. Es ist eher so, dass Emanzipation einen gesellschaftlichen Umbruch darstellt. Dieser Umbruch ist auf Seiten der Frauen in den späten 60er Jahren angefangen worden. Die ersten Emanzen standen sowohl bei den damaligen Frauen und Männern in der Ungunst. "Emanze" ist auch heute eher ein Schimpfwort.
In den vergangenen 30 Jahren hat sich aber nicht nur das gesellschaftliche Bild, sondern auch die politische Haltung geändert. Und dass die Emanzen bei Ihrem Bestreben um Gleichberechtigung lange (und oft auch heute noch) um die Adaption der Vorteile bei Ablehnung der Nachteile gekämpft haben, kann man ihnen nicht einmal vorwerfen.

Der Mut der einzelnen Person kann Emanzipation nicht ausmachen. Denn dann wäre der Ansatz "Frauenquote" oder "Girlsday" nicht notwendig. Hierbei sollen Frauen von außen extra gefördert werden. Mädchen werden offen ermutigt, klassische Männerberufe zu ergreifen. Jungs, die Friseur, Krankenpfleger, Kindergärtner, ... werden wollen, werden dagegen nicht unterstützt. Im Gegenteil, sie werden noch immer belächelt.
Ich habe mich jüngst auf eine Stelle beworben, bei der in der Stellenanzeige steht: "bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt." Na toll, da ist die weibliche Emanzipation über's Ziel hinausgeschossen. ^^

Die männliche Emanzipation ist auch nicht die Elternzeit für die Männer. Das zähle ich zur weiblichen Emanzipation, da es der Forderung der Frauen entspringt, sich bei der Erziehung mehr einzubringen. Kurzzeitig gab es sogar die Vorderung, dass Väter Elternzeit nehmen müssen. Müssen=Zwang widerspricht eindeutig der Freiheit, die eine Emanzipation mit sich bringen würde.

Eine männliche Emanzipation wäre in meinen Augen ein gesellschaftlicher Prozess, bei dem Männer sich freier für irgendetwas (klassisch männlich oder weiblich) entscheiden können. Ganz so, wie es in vielen Bereichen der weiblichen Emanzipation bereits gang und gebe ist.

Ich finde, man sollte die Emanzipation nicht in männlich und weiblich aufteilen. Ich bekomme dabei den Eindruck, als wären es sich bekämpfende Lager und nicht ein geimeinsames Ziehen an einem Strick...

So, genug Stuß gelabert. :smile:
 

Benutzer20758 

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Männer werden belächelt, wenn sie weinen, nicht ernst genommen wenn sie Elternzeit (oder gar die ersten 3 Jahre nach der Geburt eines Kindes zu Hause bleiben, während Frau arbeitet) nehmen wollen.
Wo bleibt die emanziapation der modernen Männer?
Ganz vereinzelt tauchen sie auf, die sympathischen Kerle die zb als Erzieher im Kindergarten auftauchen-leider viel zu selten.
Warum?
Wollen wir Frauen so etwas nicht?
Wollt ihr Männer nicht?
Beherrscht die traditionelle und für mich total blödsinnige Rollenverteilung immer noch unsere Gesellschaft?

Männer, haltet ihr euch für emanzipiert? Warum, oder warum auch nicht?
Was zeichnet den emanzipierten Mann aus?

oben ist ja schon eine ganz spannende diskussion angebrochen, was emanzipiert eigentlich meint bzw. wie es zu definieren ist. und die gesamte diskussion erinnert mich zu dem an eine aus dem philosophieunterricht vor vielen jahren: "leben wir in einem aufgeklärten zeitalter?" (aufklärung im sinne der epoche)

ich glaube, dass erziehung nur einen bestimmten anteil an den späteren interessen beeinflusst und dass einem viel in die wiege gelegt wird. ich weiß, dass ich nie ärger bekommen habe, wenn ich mal mit puppen gespielt habe. ich hatte alle freiheiten und hatte schon vor ewigkeiten, weit bevor ich lesen konnte, ein unstillbares interesse an naturwissenschaften. und ich glaube - kann aber nicht beweisen -, dass es da durchaus geschlechtsspezifische angeborene unterschiede gibt. ich behaupte, eine total demokratische erziehung würde bei frauen trotzdem kein großen wissendurst in technischen berufen auslösen.
mir fällt auf, dass frauen babys viel früher süß finden als männer. erst seit ich onkel bin hab ich total den draht zu den kleinen monstern, den hatten einige mädels in der ausprägung schon mit 16. mutterinstinkt? --> erzieherischer beruf?

belächelt wurde ich noch nie, als ich geweint habe. es kommt selten vor. ich bin bemüht, in heiklen situationen souverän zu bleiben, damit andere sich an mir festhalten können. hab aber kein problem aus mitgefühl auch mal mitzuweinen.
ich freue mich auf meinen vaterurlaub. ich werde ihn in anspruch nehmen und wer mir da blöd kommt ist mir egal. nur eine gewisse rollenverteilung wird immer bestehen. und ich finde diese auch nicht schlimm und das kann ich begründen:

letzten endes ist eine beziehung doch immer ein kooperatives probleme bewältigen. ich werde die wasserkästen schleppen, sie wird das blumenbeet gestalten. vll ist sie kräftig und unkreativ. dann trägt sie die kästen und ich gestalte das blumenbeet.
was ich damit sagen will: dieses "alles muss gleichberechtigt sein, jeder beruf muss ne 50:50 durchmischungsquote haben", ist in meinen augen eine getarnte form des klischeedenkens der erzwungen gleichheit.
muss gerade an die szene aus hancock denken... wo die superfrau ihren mann das marmeladenglas aufmachen lässt, damit er sich stark fühlt, weil er ja nichts von ihren kräften weiß. ich glaube wenn emanzipation die totale gleichverteilung meint lebe ich lieber ein wenig unemanzipiert und bin stolz, wenn ich zur bewältigung einer klischeehaften aufgabe zur hilfe gerufen werde :smile:
 

Benutzer420 

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Ich sag dir mal was ein emanzipierter Mann u.a. für mich ist:
-er kümmert sich mit dem gleichen Elan um Haushalt und Kinder wie die Frau
-er ist bereit Elternzeit zu nehmen (warum soll das immer an uns hängen bleiben? Wir "dürfen" unseren Job an den Nagel hängen oder schaun, wie wir alles unter einen Hut bringen).
[/B]

Und die Konsequenzen:
Immerhin wird fast jede zweite Ehe geschieden (und die meisten Scheidungsanträge werden von den Frauen eingereicht). Es sind die Frauen, die dann ihre Kinder mitnehmen, ganz egal, wie sehr sich vorher der Vater um die Kinder bemüht hat. Kennst Du irgend ein Beispiel in Deinem Bekanntenkreis, wo ein Mann nach der Scheidung seine Kinder gegen den Willen der Mutter behalten durfte? Ich nicht.

Zwei typische Beispiele kann ich aber nennen: In einem Fall war die Rollenverteilung "klassisch". Er verdiente das Geld, sie war mit den Zwillingen zu Hause. Im Urlaub lernte sie ihren Traumann kennen, wollte die Scheidung und durfte gegen den Willen des Vaters die Kinder mitnehmen.

Im anderen Fall kümmerte er sich um die Kinder, die Frau machte Karriere, bis sie auf einer Betriebsfeier ihren neuen geliebten kennenlernte. Auch hier wollte sie die Scheidung und die Kinder mitnehmen. Der Richter gab ihr Recht: Sie hätte immerhoin einen eindrucksvollen Beruf, sei ein gutes Vorbild für die Kinder. Bei ihm könnten sie nicht bleiben, er sei kein gutes Vorbild, schließlich hätte er ja noch nicht einmal einen richtigen Beruf.

Im Ergebnis ist es so: Im klassischen Fall behält er den Job und zahlt Unterhalt und sie behält die Kinder. Im anderen Fall behält sie alles und er verliert alles.

Anders als in vielen anderen Ländern bedeutet Emanzipation leider häufig, dass Frauen die Vorteile der Männer haben wollen, aber nicht bereit sind, ihre eigenen abzugeben.

Typisches Beispiel: Die Wehrpflicht.
Früher war die Rollenfestlegung klar: Der Mann kann Soldat mit der Waffe werden, ergo darf er auch gegen seinen Willen von der Bundeswehr eingezogen werden. Bei einer Frau fand man das widernatürlich, wenn sie eine Waffe in der Hand hält. So musste sie zwar nicht zum Wehrdienst, durfte aber auch dann keine schießende Soldatin werden, wenn sie das wollte.

Heute ist das anders: Frauen dürfen Soldatinnen werden, auch Offizierin oder Generalin. Was jedoch nicht möglich ist: Sie zu einem Dienst zu zwingen, den sie nicht wollen. Das kann weiterhin nur den Männern passieren.

Fällt dir was auf?
 

Benutzer75021 

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Ich sehe auch, das Emanzipation und nicht gleich machen soll und kann.
Es wird immer Unterschiede zwischen Mann und Frau geben-schon allein körperlich. Und klar, wenn mein Freund mir anbietet die Getränke und Katzenstreu zu besorgen (was er immer tut), dann sag ich nicht nein und freue mich darüber denn dann brauch ich nicht schleppen. Ich bügel auch gern sein Hemd oder bemuttere ihn wenn er krank ist. Das alles passiert aber einfach so, ohne das einer es vom anderen erwartet.
Somit passen wir manchmal in dieses traditionelle Rollenklischee hinein.
Bei einer Frau ist es egal ob sie Hausfrau ist und bei den Kindern bleibt, ob sie Teilzeit oder Vollzeit arbeiten geht, ob sie Karriere macht oder nicht, oder in einem "Mannerberuf" arbeitet. Sie wird eher anerkannt als ein Mann, der Hausmann ist oder nur Teilzeit arbeiten geht um sich mittags um die Kinder zu kümmern oder in einem "Frauenberuf" (Erzieher, Altenpflege etc) arbeitet. Er wird oft nur müde belächelt und nicht ernst genommen. Und diese Tatsache finde ich nicht gerecht.
Deshalb trauen sich viele Männer auch erst gar nicht in Frauendomänen einzubrechen. Sie werden dann gleich als Weichei und "ach wie süß" abgestempelt. Ein Mann, der in einem Kindergarten als Erzieher arbeitet ist für mich nicht süß, sondern stark und selbstbewusst denn er macht was er will, scheiß drauf was andere von ihm denken und erwarten.
Ein Mann der seinem Kumpel sagt "ich komm heut nicht, weil ich mich um die Kinder kümmere oder etwas mit der Familie unternehme", der hat in meinen Augen mehr Respekt verdient als der, der sich abends in der Kneipe die Kante gibt und sich nicht um Beziehung oder Familie kümmert.

Mein Vater ist Dachdecker und war damals selbstständig. Ich hab am WE oft geholfen und bin mit den Männern auf dem dach rumgekraxelt, um mir Geld neben der Schule dazu zu verdienen.
Meine Freundinnen und Freunde haben mich beneidet und fanden das alle toll.
Welcher Mann würde seinem Kumpel der als Krankenpfleger arbeitet, dafür anerkennend auf die Schulter klopfen?
Ganz genau. Und hier sehe ich nachholbedarf.
Jeder, ob Mann oder Frau, sollte doch so leben wie er/sie möchte-ohne dabei dumm angeschaut zu werden!

Ich sehe aber auch die Schuld bei vielen Frauen, man muss ja nur mal in den Thread über "weinende Männer" schauen. Warum sind denn so viele Frauen dagegen das Männer weinen? Männer müssen nicht weinen-Frauen auch nicht (ich mag auch keine Heulsusen, weder männlich noch weiblich), aber wenn einem nach heulen zumute ist,d ann sollte Mann/Frau das auch tun.

Es sind die Frauen, die dann ihre Kinder mitnehmen, ganz egal, wie sehr sich vorher der Vater um die Kinder bemüht hat.
Zwei typische Beispiele kann ich aber nennen: In einem Fall war die Rollenverteilung "klassisch". Er verdiente das Geld, sie war mit den Zwillingen zu Hause. Im Urlaub lernte sie ihren Traumann kennen, wollte die Scheidung und durfte gegen den Willen des Vaters die Kinder mitnehmen.
Klar, sie hat sich um die Erziehung der Kinder gekümmert, war die ersten jahre bei ihnen also haben die Kinder wohl auch einen engere Bindung zur Mutter.
Im anderen Fall kümmerte er sich um die Kinder, die Frau machte Karriere, bis sie auf einer Betriebsfeier ihren neuen geliebten kennenlernte. Auch hier wollte sie die Scheidung und die Kinder mitnehmen. Der Richter gab ihr Recht: Sie hätte immerhoin einen eindrucksvollen Beruf, sei ein gutes Vorbild für die Kinder. Bei ihm könnten sie nicht bleiben, er sei kein gutes Vorbild, schließlich hätte er ja noch nicht einmal einen richtigen Beruf.

Das finde ich allerdings ungerecht! Wenn der Vater sich um die Kinder gekümemrt hat, während Mutter nur arbeiten war-dann haben die Kinder ein engeres Verhältnis zum Vater.
Wenn eine Frau nach der Scheidung von Hartz4 leben muss (gibt es oft genug), dann ist das ja auch in ordnung. Hiermit hast du also vollkommen Recht!


Anders als in vielen anderen Ländern bedeutet Emanzipation leider häufig, dass Frauen die Vorteile der Männer haben wollen, aber nicht bereit sind, ihre eigenen abzugeben.

Typisches Beispiel: Die Wehrpflicht.
Früher war die Rollenfestlegung klar: Der Mann kann Soldat mit der Waffe werden, ergo darf er auch gegen seinen Willen von der Bundeswehr eingezogen werden. Bei einer Frau fand man das widernatürlich, wenn sie eine Waffe in der Hand hält. So musste sie zwar nicht zum Wehrdienst, durfte aber auch dann keine schießende Soldatin werden, wenn sie das wollte.

Heute ist das anders: Frauen dürfen Soldatinnen werden, auch Offizierin oder Generalin. Was jedoch nicht möglich ist: Sie zu einem Dienst zu zwingen, den sie nicht wollen. Das kann weiterhin nur den Männern passieren.

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Auch hier muss ich dir Recht geben, gleiches Recht/Pflicht für alle. Entweder den Wehrdienst komplett abschaffen und Frauen sowie Männer können freiwillig hin (und es gibt genug die das wollen) -oder Frauen und Männer können eingezogen werden. Auch das ist ungerecht!
 
D

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Gast
Na, wenn es jetzt doch Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein gibt (und die nicht nur körperlicher Natur sind) und die auch weiterhin bestehen bleiben dürfen oder jeder die noch weiter ausprägen darf, dann liegen unsere Standpunkte schon nicht mehr soweit auseinander.

Sicher gibt es auch Klischeedenken bei Männern, welche Beruf denn jetzt der männlichere ist (...ich selbst würde eher über einen Banker als einen Krankenpfleger ablästern). Aber ich denke nicht, dass das Klischeedenken eine herausragende große Rolle spielt, dass sich Männer nicht in die Berufe trauen, wenn sie den inneren Wunsch danach hätten.
 

Benutzer75021 

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Na, wenn es jetzt doch Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein gibt (und die nicht nur körperlicher Natur sind) und die auch weiterhin bestehen bleiben dürfen oder jeder die noch weiter ausprägen darf, dann liegen unsere Standpunkte schon nicht mehr soweit auseinander.

Sicher gibt es auch Klischeedenken bei Männern, welche Beruf denn jetzt der männlichere ist (...ich selbst würde eher über einen Banker als einen Krankenpfleger ablästern). Aber ich denke nicht, dass das Klischeedenken eine herausragende große Rolle spielt, dass sich Männer nicht in die Berufe trauen, wenn sie den inneren Wunsch danach hätten.
Ich habe nie abgestritten, das es Unterschiede gibt.
Ich habe am Anfang irgendwo geschrieben, das ich denke Gewisse Dinge sind tatsächlich veranlagt (habe Beispiele von meinen Kindern gebracht).
Ich denke nur nicht, man alle Verhaltensweisen als "typisch Frau/Mann" darlegen sollte. Sowas ärgert mich einfach.

Da ich zwei Kinder habe (Tochter und Sohn) konnte ich jedoch auch andere Dinge beobachten.
Mein Sohn hat von mir als Kleinkind eine Puppe bekommen, die hat ihn absolut nicht interessiert, wogegen er Autos von Anfang an spannend fand. Das war sehr merkwürdig, denn wir haben ihm das nicht "anerzogen". Meine Tochter fand Puppen von Anfang an viel interessanter. Also scheint es ein wenig in den Genen zu liegen, man kann das jedoch entweder total unterstützen oder dem Kind auch andere Wege öffnen.
Eines Tages stand mein Sohn plötzlich im Kleid (mit Krönchen und geschminkt) vor mir. Anstatt ihn auszulachen habe ich ihm gesagt wie hübsch das aussieht und wie toll er sich geschminkt hat.
Seitdem spielt er manchmal mit seiner Schwester Prinzessin, die beiden verkleiden sich und rennen dann als Prinzessinen in rosa Kleidern durch die Gegend.
Ich zitiere mich mal eben selber.
Du siehst, meine Kinder haben von klein auf typisch männliche/weibliche Interessen.
Aber, ich dränge sie nicht in die Richtung-das kam von alleine (in sehr jungen jahren, als sie noch nicht im Kindergarten waren und vo keinen Medien beeinflusst wurden).
Von daher denke ich, das manches wirklich angeboren ist.
Aber, ich erziehe sie nicht typisch mädchen/jungenhaft.
Mein Sohn hüpft hier im rosa Kleid rum, wenn er dazu Lust hat und meine Tochter wird nicht betüddelt wenn sie (für mich grundlos) weint. Ich mache in der Erziehung der beiden keinen Unterschied.
 

Benutzer22200  (35)

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Ich zitiere mich mal eben selber.
Du siehst, meine Kinder haben von klein auf typisch männliche/weibliche Interessen.
Aber, ich dränge sie nicht in die Richtung-das kam von alleine (in sehr jungen jahren, als sie noch nicht im Kindergarten waren und vo keinen Medien beeinflusst wurden).
Von daher denke ich, das manches wirklich angeboren ist.

Na ja, zu sagen "das ist angeboren" nur weil du es ihnen nicht anerzogen hast, ist ein ziemlicher Trugschluss.

Du wirst ja wohl nicht abstreiten können, dass deine Kinder kontakt mit der Aussenwelt haben, oder anderswo typische Rollenverteilung kennen lernen und aus diesen Erwartungen möglicherweise durch Beobachtungslernen, etwas in ihr eigenes Verständnis der Welt mit einpflechten, oder?
 
D

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Ich habe nie abgestritten, das es Unterschiede gibt.
...
Ich mache in der Erziehung der beiden keinen Unterschied.

Und das ist so ziemlich der Knackpunkt der ganzen Diskussion, da ich das für widersprüchlich halte.

Für mich folgt aus den Unterschieden (zwischen Männlein und Weiblein), dass es auch eine männliche, individuelle Entwicklung sowie eine weibliche, individuelle Entwicklung von Kindern gibt. Und wenn man sein Kind in der Entwicklung fördern will, dann auch in ihrer Individualität und als Unterpunkt dazu in ihrer geschlechtspezifischen Individualität.
 

Benutzer75021 

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Na ja, zu sagen "das ist angeboren" nur weil du es ihnen nicht anerzogen hast, ist ein ziemlicher Trugschluss.

Du wirst ja wohl nicht abstreiten können, dass deine Kinder kontakt mit der Aussenwelt haben, oder anderswo typische Rollenverteilung kennen lernen und aus diesen Erwartungen möglicherweise durch Beobachtungslernen, etwas in ihr eigenes Verständnis der Welt mit einpflechten, oder?
Ich weiß nicht, ob ein Kind von einem Jahr sich das schon in der Aussenwelt abgeguckt haben kann.:ratlos:
Will ich nicht abstreiten.

Und das ist so ziemlich der Knackpunkt der ganzen Diskussion, da ich das für widersprüchlich halte.

Für mich folgt aus den Unterschieden (zwischen Männlein und Weiblein), dass es auch eine männliche, individuelle Entwicklung sowie eine weibliche, individuelle Entwicklung von Kindern gibt. Und wenn man sein Kind in der Entwicklung fördern will, dann auch in ihrer Individualität und als Unterpunkt dazu in ihrer geschlechtspezifischen Individualität.
Das halte ich nicht für widersprüchlich.
Man erzieht das Kind nach seinen persönlichen Interessen und Vorlieben und nicht nach geschlechtsspeziefischen Merkmalen.
Wenn mein Sohn Beispielsweise nächstes Jahr Ballett tanzen will, dann würde ich ihn darin unterstützen-auch wenn es nicht zur männlichen Entwicklung gehört.
Ich sehe bei meinen Kindern typisch männliche/weibliche Vorlieben (Autos, Ritter, rosa, Barbie zb)-aber ich sehe keine typisch männlichen oder weiblichen Verhaltensweisen :ratlos:
Mein Sohn ist sensibel, schüchtern, weint eher, legt jedes Wort auf die Goldwaage, hat Probleme im Rechnen aber sprachlich (lesen-schreiben) liegt er ganz weit vorn und er ist sehr fantasievoll (denkt gern nach und philosophiert).
Meine Tochter ist taff, selbstsicher, weiß was sie will und setzt das auch durch, praktisch veranlagt und motzt eher stur rum (zieht sich zurück) wenn sie sauer ist als das sie weint.

Also, wie sollte man da deiner Meinung nach erziehen? Das Mädchen weicher machen, obwohl es nicht ihrer Natur entspricht? Den Jungen härter erziehen, obwohl er nun mal weich und sensibel ist?
Das wäre ja eine typisch geschlechtsspeziefische Erziehung. Aber nicht das richtige!
 
D

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Naja, ich habe geschrieben, dass die geschlechtsspzifische Entwicklung ein Unterpunkt der individuellen Entwicklung ist und daher nicht allein ausschlagebendes Erziehungskriterium ist, aber dennoch wichtig und unverzichtbar ist.

Ich will da jetzt nichts sagen, aber
1. ist es deine Meinung und da sieht man gerne, was man sehen will
2. ist die Rollenverteilung in deiner Beziehung nahezu gegensätzlich, (zumindest wurde es so dargestellt)
3. ist die Rollenverteilung deiner Kinder nahezu gegensätzlich (zumindest wurde es so dargestellt)
Da werd ich nicht versuchen argumentativ gegen anzugehen.

Ich verlange nicht, dass du deine Kinder jetzt charakterlich auf links drehst. Dennoch sollten geschlechtspezifische Merkmale -wie auch immer sie sich äußern- gefördert werden.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Und das ist so ziemlich der Knackpunkt der ganzen Diskussion, da ich das für widersprüchlich halte.

Da ist keinerlei Widerspruch. Sweety unterliegt meiner Meinung nach einfach nur nicht den Trugschlüssen, die viele aus den Unterschieden zwischen Frauen und Männern ziehen.

Für mich folgt aus den Unterschieden (zwischen Männlein und Weiblein), dass es auch eine männliche, individuelle Entwicklung sowie eine weibliche, individuelle Entwicklung von Kindern gibt. Und wenn man sein Kind in der Entwicklung fördern will, dann auch in ihrer Individualität und als Unterpunkt dazu in ihrer geschlechtspezifischen Individualität.

Mein Beispiel von oben führt zwar den Sport an, aber gilt genauso für tausend andere Bereiche. Was nutzt es wenn der Durchschnitt der Frauen sprachlich begabt ist, aber ein bestimmtes Mädchen eben nicht?

Wenn man einer genügend großen Stichprobe von Jungen anbietet Ballett zu machen oder Fussball zu spielen wird sich die Mehrzahl für Fussball entscheiden. Mädchen andersherum.

Aber Sweetys Kinder sind keine Stichprobe und es entscheiden sich auch nicht x% ihrer männlichen Kinder Fussball zu spielen. Sie hat ja nur einen Jungen. :zwinker: Entweder spielt der gerne Fussball oder tut es eben nicht.

Wenn man versucht das von vornherein auf eine "geschlechtsspezifisch individuelle Entwicklung" festzulegen und zu begrenzen, dann kommt doch nur Gleichmacherei raus.

Wenn Sweety den Kindern die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten offen lässt, dann können sie individuell ihre Interessen und Stärken verwirklichen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit werden sie damit dem geschlechtsspezifischen Bild entsprechen, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit wird das nicht so sein. Beides ist ok.
 

Benutzer75021 

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2. ist die Rollenverteilung in deiner Beziehung nahezu gegensätzlich, (zumindest wurde es so dargestellt)
3. ist die Rollenverteilung deiner Kinder nahezu gegensätzlich (zumindest wurde es so dargestellt)
Aber du kannst mir erklären, wie du das meinst...??
Off-Topic:
ist schon spät und da bin ich leider nicht mehr so aufnahmefähig :tongue:

Ich verlange nicht, dass du deine Kinder jetzt charakterlich auf links drehst. Dennoch sollten geschlechtspezifische Merkmale -wie auch immer sie sich äußern- gefördert werden.
Das sehe ich anders. Man sollte die Vorlieben der Kinder fördern, ob nun geschlechtspeziefisch oder nicht (und gerade wenn sie nicht geschlechtsspeziefisch sind, finde ich). Denn dadurch haben die Kinder eine größere Möglichkeit sich so zu entwickeln, wie sie es wollen und nicht wie es von der Gesellschaft erwartet wird. Meine Meinung!

Wenn man versucht das von vornherein auf eine "geschlechtsspezifisch individuelle Entwicklung" festzulegen und zu begrenzen, dann kommt doch nur Gleichmacherei raus.

Wenn Sweety den Kindern die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten offen lässt, dann können sie individuell ihre Interessen und Stärken verwirklichen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit werden sie damit dem geschlechtsspezifischen Bild entsprechen, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit wird das nicht so sein. Beides ist ok.
Ganz genau.
Ich fördere die Kinder lieber individuell und lasse ihnen alles offen. Was sie dann später draus machen, das liegt nicht in meiner Hand.
Aber ich bekomme garantiert keine Vorwürfe von meinem Sohn: "Ich musste zum Fussball. Du hast mich nie getröstet sondern gesagt `Jungs weinen nicht`.Ich wollte so gern reiten lernen, aber du hast es mir verboten."
Oder meiner Tochter: "Ich wollte nicht tanzen sondern Karate lernen. Scheiß rosa Kleider, ich wollte in Jeans im Dreck buddeln. Ich durfte nicht so lange raus, wie mein Bruder."
Nur dumme Beispiele, mir fiel grad nix besseres ein. :grin:
Ich mache in der Hinsicht keinen Unterschied.
 

Benutzer31113  (34)

Verbringt hier viel Zeit
(...)Deshalb trauen sich viele Männer auch erst gar nicht in Frauendomänen einzubrechen.(...)

Ich will eigentlich gar nicht in Frauendomänen einbrechen, die gefallen mir nämlich kein Stück. Von "trauen" kann da nicht die Rede sein. Bei meinen Freunden sieht das ziemlich ähnlich aus... und mit Freunden meine ich Männer, mit denen ich eigentlich alles bereden kann, ohne ausgelacht zu werden.

Sind zwar jetzt nur wenige Beispiele aus meinem Freundeskreis und damit natürlich nicht repräsentativ, aber ich frag mich ehrlich gesagt manchmal, wer auf die Idee gekommen ist, dass Männer in Frauendomämen wollen.

Nur mal so meine wenigen Gedanken zu dem Thema.:zwinker:
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
Sind zwar jetzt nur wenige Beispiele aus meinem Freundeskreis und damit natürlich nicht repräsentativ, aber ich frag mich ehrlich gesagt manchmal, wer auf die Idee gekommen ist, dass Männer in Frauendomämen wollen.

Es gibt schon welche. Es gibt ja auch heute schon Männer, die Kranken- oder Altenpfleger sind, und auch ein paar ganz wenige Grundschullehrer oder Kindergärtner. Ich denke schon, dass es "von Natur aus" weniger Männer als Frauen gibt, die diese Berufe ausüben möchten, aber nicht SO viel weniger, wie das aktuell der Fall ist. Die aktuelle extreme Schieflage ist denk ich zum großen Teil durch "niederes Ansehen" (nicht "männlich") und geringere Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten ausgelöst.


Ich als Frau wunder mich auch, dass es allen Ernstes Frauen gibt, die freiwillig zur Bundeswehr gehen. :zwinker: Es gibt aber eben doch einige, die das gern tun möchten, auch wenn es für mich persönlich der absolute Horror wär. Genauso gibts eben auch Männer, die gern in "Frauenberufen" arbeiten würden, auch wenn das für andere Männer kaum vorstellbar ist.
 
M

Benutzer

Gast
Ganz genau.
Ich fördere die Kinder lieber individuell und lasse ihnen alles offen. Was sie dann später draus machen, das liegt nicht in meiner Hand.

Ist genau die richtige Methode, meiner Ansicht nach.

Ich fand im Dreck buddeln auch viel toller als mich als Prinzessin zu verkleiden. Und ich hab lieber "Männermusik" gehört, als irgendwelche Boybands.

Meine Eltern haben mich in die Richtung sehr unterstützt, dafür bin ich heute sehr dankbar.

Ich glaube aber, dass es für Frauen leichter ist, in einen Männerbereich "einzudringen" als umgekehrt. Zumindest was das soziale Ansehen angeht.
Denn Frauen wirken in "Männerberufen" eher als emanzipiert, stark und mutig, wogegen Männer in "Frauenberufen" schnell als verweichlicht abgestempelt werden.
 

Benutzer42813 

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Für mich wirken Männer stärker und damit männlicher, die auch zu ihrer sanften Seite stehen können...

Gerade, weil sie stark sind und über Rollenklischees stehen, finde ich sie sexy!
 
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