Die deutsche Bahn

Seit ihr zufrieden was die deutsche Bahn angeht?

  • Ja

    Stimmen: 24 33,8%
  • Nein

    Stimmen: 47 66,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    71

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Naja, die Privatbahnen sind nicht besser als die DB. Bei der DB erhalte ich sofort Taxigutscheine, wenn ich meinen letzten Zug wegen Verspätung verpasst habe. Bei der ODEG muss ich das Taxi selbst bezahlen und die Quittung einschicken, damit eingeschätzt wird, ob mir das Geld zusteht. :mad:
So pauschal kann man aber auch nicht sagen, dass die Privatbahnen schlechter als die deutsche Bahn sind.
Die Bahnlinie durch meine Heimatstadt wurde in den 60er Jahren von der Bahn wegen fehlender Rentabilität stillgelegt.
Nach der Wiederinbetriebnahme der Strecke durch einen privaten Betreiber in den 90er Jahren boomt diese Bahn trotz unverschämt hoher Fahrpreise regelrecht.
Die optimistisch prognostizierten Fahrgastzahlen werden inzwtischen um ein Vielfaches überschritten, die Bahnsteige wurden verlängert und trotzdem platzen die Züge aus allen Nähten, so dass ernsthaft über einen richtig teuren Ausbau der Strecke nachgedacht wird, um einen 15-Minuten-Takt zu ermöglichen.
 

Benutzer96881 

Benutzer gesperrt
Die letzten Male, als ich mit der Bahn gefahren bin, war ich sehr zufrieden. Keine Verspätungen, keine überfüllten Züge, alles super.
Leider fahre ich nicht mehr so oft, weil es für meinen normalen Arbeitsweg keine Bahnverbindung gibt. Wenn es möglich wäre, würde ich aber ohne zu zögern von Auto auf Zug umsteigen. Nervig ist beides, aber die Zeit im Zug kann ich zum Lesen oder Schlafen nutzen, die Zeit im Auto ist dagegen einfach nur weg. :-(
 

Benutzer85637 

Meistens hier zu finden
Also, da ich den direkten Vergleich habe, kann ich sagen, dass die DB doch meist recht pünktlich ist und man in den meisten Fällen über Verspätungen, Ausfälle etc. ganz gut informiert wird. Außerdem sind die Züge doch recht komfortabel! Die Züge in Polen sind laut, manchmal steht nicht mal das Ziel dran, man wird bei den "besseren" Zügen zu einer Reservierung gezwungen (ich weiß, ist auch anderswo so, aber da war es eindeutig weniger unangenehm für mich...), die Züge sind lahmarschig (alle!) und die Klos sind 10x schlimmer als in deutschen Zügen.

Dafür betragen die Preise nur etwa 1/2 des deutschen Preises. Es hat alles Vor- und Nachteile :zwinker:
 

Benutzer54534 

Meistens hier zu finden
Ich muss zum Glück keine Bahn fahren. Da lob ich mir doch die Sitzheizung im Auto. :grin:
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
So pauschal kann man aber auch nicht sagen, dass die Privatbahnen schlechter als die deutsche Bahn sind.

Das habe ich nicht behauptet, ich habe geschrieben, dass sie nicht besser als die DB sind, also: gleich gut/schlecht.

Ich würde es übrigens sehr begrüßen, wenn bei uns eine stillgelegte Strecke durch eine Privatbahn wieder in Betrieb genommen wird. Leider sinkt bei uns in Sachsen die Einwohnerzahl drastisch, d.h. weniger Fahrgäste. Die Folge sind Busse statt Züge, einschl. viel längerer Fahrzeiten und Kürzungen abends bzw. am Wochenende. :cry:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde es übrigens sehr begrüßen, wenn bei uns eine stillgelegte Strecke durch eine Privatbahn wieder in Betrieb genommen wird. Leider sinkt bei uns in Sachsen die Einwohnerzahl drastisch, d.h. weniger Fahrgäste. Die Folge sind Busse statt Züge, einschl. viel längerer Fahrzeiten und Kürzungen abends bzw. am Wochenende. :cry:
Ohne ausreichende Nachfrage gibt es eben auch kein entsprechend gutes Angebot.
Selbst die erfolgreich reaktivierte Bahn in meiner Gegend überlebt nur, weil sie von den angeschlossenen Gemeinden und Landkreisen finanziell unterstützt wird. - Und das, obwohl die Fahpreise extrem hoch sind (der zweit-teuerste Verkehrsverbund in ganz Deutschland) und die Züge tagtäglich in den Stoßzeiten extrem überfüllt sind. Wer soll dann bitteschön eine Bahn irgendwo in Sachsen finanzieren, mit der nur eine Hand voll Leute fährt?!?
Freue dich lieber darüber, dass es immerhin eine Busverbindung gibt, obwohl diese höchstwahrscheinlich auch nicht rentabel ist.
 

Benutzer123157 

Klickt sich gerne rein
Ist das ne Fangfrage?

Man kann nur unzufrieden sein mit der Deutschen Bahn! Wenn man sich in anderen Ländern umsieht, da komme ich von Birmingham nach London für 20 Pfund (Hin und Zurück) oder fahre in Frankreich von Lyon nach Paris für 25 - 30 EUR. Warum zahlen wir in Deutschland das Dreifache, außer wir verplempern den halben Tag mit Bummelzügen, Umsteigen und mehrstündigen Bahnhofsaufenthalten?

Die Antwort ist denkbar einfach: Die Strukturen der Bahn in Deutschland sind veraltet, es gibt keine Innovationen, keine Verbesserungen. Alles ist, wie es in den 50er Jahren aufgebaut wurde. Die Technik mag sich verändern, aber Zulieferer, Werke, Arbeitsweisen, Denkweisen sind nach wie vor die gleichen.

Das Problem ist, dass die Bahn keine wirkliche Konkurrenz hat (wie in England) und auch niemanden, der Druck macht (wie in Frankreich und Österreich).
So nach dem Motto: Nicht sie sind froh, dass sie Kunden haben. Sondern wir können froh sein, dass wir überhaupt Bahn fahren können.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Freue dich lieber darüber, dass es immerhin eine Busverbindung gibt, obwohl diese höchstwahrscheinlich auch nicht rentabel ist.

Stimmt, die Busse sind oft leer. Es fahren nur Schüler und Rentner am Tage mit, daher streicht man die für mich wichtigen Abendverbindungen. :cry:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Stimmt, die Busse sind oft leer. Es fahren nur Schüler und Rentner am Tage mit, daher streicht man die für mich wichtigen Abendverbindungen. :cry:
Warum sollte auch nur für dich und evtl. noch 2-3 andere potentielle Fahrgäste ein Bus fahren? - Das wäre doch extrem unwirtschaftlich.

Wenn du großen Wert auf abendliche Mobilität legst (was ich sehr gut nachvollziehen kann), musst du dir eben ein Auto zulegen oder in eine dichter besiedelte Gegend mit besserer Infrastruktur und insbesondere besserem ÖPNV ziehen.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Wenn du großen Wert auf abendliche Mobilität legst (was ich sehr gut nachvollziehen kann), musst du dir eben ein Auto zulegen oder in eine dichter besiedelte Gegend mit besserer Infrastruktur und insbesondere besserem ÖPNV ziehen.

Naja, ich will eigentlich ohne Auto auskommen. Und wegziehen? Ich liebe meinen Job und meinen Freundeskreis. Nicht einfach. :rolleyes:
 

Benutzer123396 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ständig diese Verspätungen und dann weiß nicht mal einer was Sache ist. Beispiel stand ich letztens am Bahnhof und dann hieß es Zug hätte Verspätung aus was für Gründen auch immer und nach über einer Stunde hieß es dann die Bahn fällt komplett aus. Keiner wusste warum und Schienenersatzverkehr?-Fehlanzeige! Alle mussten rasu aus der Bahn und draußen warten. Es war mega kalt und alle waren schlecht drauf und dann nach einer weitern Stunde hieß es dann plötzlich die Bahn würde doch fahren. Dafür das ewige warten ohne Grund?Das Warten draußen in der kält. ( Dazu muss man sagen es war sehr spät und die Geschäfte im Bahnhof hatten zu und man konnte nirgend rein zum aufwären)

ICH HASSE ES!
 

Benutzer32430  (35)

Meistens hier zu finden
Frankreich von Lyon nach Paris für 25 - 30 EUR.

Also Normalpreis kann das irgendwie nicht sein, da kommt man eigentlich immer bei ~60+ Euros raus. Angebote will ich nicht abstreiten, aber die gibts hier genauso.


Warum zahlen wir in Deutschland das Dreifache, außer wir verplempern den halben Tag mit Bummelzügen, Umsteigen und mehrstündigen Bahnhofsaufenthalten?

Fahren zum Normalpreis ist teuer, das stimmt zweifelsohne. Allerdings kommt man da sehr häufig drum herum.

Und welche Verbindung, außer in der tiefsten Nacht, hat denn mehrstündige Aufenthalte? Bin gespannt!


Alles ist, wie es in den 50er Jahren aufgebaut wurde.

Bahnreform verschlafen?

Die Technik mag sich verändern, aber Zulieferer, Werke, Arbeitsweisen, Denkweisen sind nach wie vor die gleichen.

Dass sich die Technik entwickelt, ist ja schonmal nicht ganz unwesentlich :zwinker:
Welche Zulieferer, Werke, Arbeits- und Denkweisen stören dich denn ganz konkret - und wie sähen diese Zustände in deiner Vorstellung aus? Das würde mich wirklich interessieren!

Das Problem ist, dass die Bahn keine wirkliche Konkurrenz hat (wie in England) und auch niemanden, der Druck macht (wie in Frankreich und Österreich).

Keine Konkurrenz?? Schonmal gemerkt, wie viele unterschiedliche Anbieter es im Nahverkehr gibt? Bzw. dass Nahverkehrsstrecken ausgeschrieben werden, weißt du?
Im Fernverkehr hast du Recht, da es da für Fremdanbieter einfach schwer ist, da Fuß zu fassen.
----------------------

Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Es stört mich lediglich die mäßige Pünktlichkeit im Fernverkehr, so wie die mangelnde, systembedingte Flexibilität (z.b.: Uuuups, es ist Freitagnachmittag vorm langen Wochenende! So ein Zufall! Hätten wir das ahnen können, hätte es einen Verstärkungszug gegeben! :zwinker: ).
 

Benutzer123157 

Klickt sich gerne rein
Also Normalpreis kann das irgendwie nicht sein, da kommt man eigentlich immer bei ~60+ Euros raus. Angebote will ich nicht abstreiten, aber die gibts hier genauso.

http://www.voyages-sncf.com/billet-train/resultat?hid=PWV

Jetzt gegen Weihnachten wird es natürlich wieder teurer, aber schaut man mal ca. 4 Wochen im Voraus bei "Standardmonaten" kriegt man häufig was bei 25 oder 40 EUR. Für 390km Luftstrecke bei 2h Fahrt. Irgendwelche besonderen Berufspendler-Rabatte (die gibt es) oder Angehörigen-Rabatte von Vielfahrern (die gibt es auch) gar nicht mit einbezogen. Den UK und AT Vergleich kannst du ja auch machen, wenn du immer noch glaubst, dass die Deutsche Bahn im internationalen Vergleich gut abschneidet.

Fahren zum Normalpreis ist teuer, das stimmt zweifelsohne. Allerdings kommt man da sehr häufig drum herum.

Und welche Verbindung, außer in der tiefsten Nacht, hat denn mehrstündige Aufenthalte? Bin gespannt!

Du spielst auf die Bahncard an? Die nach ich weiß nicht mehr wie vielen Jahren immer noch potentiellen Kunden wie Jesus-liebt-dich-Flyer hinterher geschmissen werden? Und mit dem "Schönes-Wochenende-Ticket" bzw. den Ländertickets kann man sehr wohl Aufenthalte von über einer Stunde haben - morgens wie mittags wie nachts. Einmal 400km können da gern mal 6h dauern. Der halbe Tag ist weg.

Und dass ich ganz sicher nicht bei 60,- EUR Einmalstrecke-Gebühren zum Berufspendler werde, sondern bei Vielfahren einen gewissen Rabatt erwarte, ist selbstverständlich. Und keine großzügige Sache. Man muss aber so oft fahren, bis es sich lohnt, dass es trotzdem schonwieder teuer wird. Irgendwo - finde ich - ist da der Wurm drin, bei den BahnCard-Angeboten.

Bahnreform verschlafen?

Die Bahnreform 1994 regelte nur die Übergabe der Bahn von Staats- in Privateigentum sowie die Öffnung des Marktes für private Eisenbahnunternehmen. Tochtergesellschaften heißen nun DB Regio AG statt UB Nahverkehr und DB Cargo AG statt UB Güterverkehr, aber an der Arbeitsweise und den Strukturen hat sich nichts geändert. Der eine oder andere wird vielleicht mal mit DB Schenker in Berührung gekommen sein und mir sicherlich recht geben, dass die sowas von nicht zeitgemäß arbeiten. Grad so, dass sie keine 100 Leute mit Schreibmaschinen mehr da sitzen haben.
Wer etwas mehr mit der Branche zu tun hat, wird feststellen, dass es allgemein eher ein Altherrenverein ist mit extrem gesetzten Strukturen, die nur den Zweck haben, sich selbst zu erhalten. Das gilt im Güterverkehr vielleicht etwas mehr als im Personenverkehr, zieht sich aber durch die gesamte Branche in Deutschland.

Dass sich die Technik entwickelt, ist ja schonmal nicht ganz unwesentlich :zwinker:
Welche Zulieferer, Werke, Arbeits- und Denkweisen stören dich denn ganz konkret - und wie sähen diese Zustände in deiner Vorstellung aus? Das würde mich wirklich interessieren!

Dass sich die Technik weiterentwickelt, ändert aber leider nicht die Sachlage, wie sie es in vielen anderen Branchen tut (Automobilindustrie, Luftfahrt, Logistik, Pharma, Lebensmittel, ...).
Konkret ins Details gehen möchte ich hier gar nicht, schließlich lesen hier auch andere außer uns beiden mit, aber stell dir diesen Markt als sehr stark definiert und aufgeteilt vor. Waren, Zulieferer, Prozesse, Arbeitsweisen sind schon seit einem halben Jahrhundert immer die gleichen. Selbst wenn man Umstrukturieren und auf Effizienz trimmen wollen würde, stößt man immer wieder auf Barrieren, die einfach dadurch entstanden sind, dass alles schon so lange gleich geblieben ist. Also bleibt alles wie es ist. Und wird teurer.

Keine Konkurrenz?? Schonmal gemerkt, wie viele unterschiedliche Anbieter es im Nahverkehr gibt? Bzw. dass Nahverkehrsstrecken ausgeschrieben werden, weißt du?
Im Fernverkehr hast du Recht, da es da für Fremdanbieter einfach schwer ist, da Fuß zu fassen.
Die einzige Konkurrenz, die die Bahn hat, sind Fernbusse.
Alles andere fährt auf den Streckennetzen der Bahn und zahlt entsprechende Pachtgebühren für die Nutzung. Die Züge werden häufig auch von der Bahn gekauft und umlackiert, sowie in Werken der Bahn instandgehalten (große Ausnahme: Siemens. Aber die sind noch teurer, also geht man doch lieber zur DB wo man die Möglichkeit hat, Siemens zu vermeiden). Es ist für die Bahn eher ein Geschäft, als eine Konkurrenz im marktwirtschaftlichen Sinne, andere Anbieter auf ausgewählten Strecken zu haben.
Viele Preise im Hintergrund werden nach wie vor von der Bahn vorgegeben, da sie quasi alles wesentliche ist, was es da im Hintergrund gibt.

--------------------------------
Hoffe, du kannst meine Aussagen dadurch besser nachvollziehen.

Ich denke, in einem dürften wir uns alle einig sein:
Ein Hoch auf die Mitfahrgelegenheiten! :bier:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer32430  (35)

Meistens hier zu finden
Danke für deine ausführliche Antwort!

Alles andere fährt auf den Streckennetzen der Bahn und zahlt entsprechende Pachtgebühren für die Nutzung.:bier:

Stimmt, aber Trassengebühren zahlt die Bahn genauso. DB Netz hält da immer die Hand auf, egal wer fährt. Das ist zwar irgendwie Inzest, aber nun gut.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Naja, ich will eigentlich ohne Auto auskommen. Und wegziehen? Ich liebe meinen Job und meinen Freundeskreis. Nicht einfach. :rolleyes:
Dann musst du eben abwägen, was dir wichtiger ist... Ohne Auto auskommen, in der Gegend bleiben und abendliche / wochenendliche Mobilität schließen sich hier einfach aus und du musst überlegen, wo du am ehesten dazu bereit bist, Abstriche zu machen.

Aber du kannst einfach nicht erwarten, dass die Allgemeinheit für dich einen Zug oder Bus finanziert, der dich auch abends und am Wochenende bequem und für wenig Geld überall hin bringt.
 

Benutzer89563 

Meistens hier zu finden
@martigan: Das mit der Bahncard verstehe ich nicht. Im Prinzip ist das ein Rabattsystem, und mit 25-50% ein ziemlich vorteilhaftes obendrein.

Bei den Kurzstrecken muß man sicher lange fahren (und auch erstmal aus dem Verkehrsverbund raus kommen), aber bei Langstrecken wie den von dir erwähnten 400km lohnt sich die BC25 schon ab 2 Hin- und Rückfahrten. Wobei sich die BC50 dann schon ab 4-6 Fahrten lohnt.

Es stimmt natürlich, die Standard-Tickets sind nicht billig, dafür hast du für die Rückfahrt 1 Monat Zeit (OK, da fragt man sich schon, wer nen ganzen Monat Flexibilität braucht), und kann an 2 aufeinander folgenden Tagen zurück fahren.



Aber ja. Daß der Zug auf meiner Standard-Trecke eine eingebaute Verspätung von mindestens 20min hat, und man besser keine Strecken bucht, auf denen man umsteigen muß, muß man anscheinend einfach akzeptieren. Was auch nervt: Ich bin mir manchmal recht sicher, daß die nicht direkt die wahre Verspätung angeben, sondern die immer schön in 5min-Schritten erhöhen. Wenn ich fies wäre, würde ich sagen, 10min Verspätung der Regionalbahn rechtfertigen nicht die Nutzung des ICs,der 5min später fährt. Wenn die 10min dann auf 30min aufgestockt werden, ist der IC schon längst weg.
 

Benutzer15875 

Meistens hier zu finden
Jedes Mal, wenn ihr wegen Verspätung/Zugausfall auf die Bahn schimpft, heißt das nicht dass der gesamte Bahnverkehr in Deutschland lahm liegt. Genausowenig fallen in allen ICEs auf einmal die Klimaanlange oder Heizungen aus, noch fallen bei Schneefall alle Züge im Gebiet aus in dem es schneit.

Man sollte von solchen "Einzelfällen" nicht auf das Gesamtsystem "Deutsche Bahn" schließen. Selbst wenn in 5 ICEs gleichzeitig die Klimaanlagen ausfallen, 3 Züge Verspätungen von mehr als 1 Stunde haben und 2 Züge wegen technischer Defekte ganz ausfallen, ist das auf das Gesamtnetz der Bahn gesehen noch eher gering. Ihr bekommt halt nur die Verspätung mit die euch betreffen und reagiert dann dementsprechend genervt, gereizt, sauer, traurig, enttäuscht etc.

Fakt ist auch, dass wir Menschen lieber unseren Unmut über etwas mitteilen wollen, als unsere Zufriedenheit. Es ist ja mit den Fluggesellschaften nicht anders und wenn ich mir so Airline-Bewertungsportale im Internet anschaue, zweifel ich arg am objektiven Urteilsvermögen einiger Leute.

Im Grunde funktioniert die Bahn insgesamt gesehen recht gut, die Verspätungen und Zugausfälle werden halt durch Medien und so nur zu sehr gepusht und dass die restlichen 95% des Bahnverkehrs normal ablaufen, bleibt unerwähnt.

Es gibt bei der Bahn ja auch die Sparpreise, die sich auch mit dem Bahncardrabatt kombinieren lassen. Natürlich sind diese Angebote begrenzt, zug- und streckengebunden und müssen eine gewisse Zeit im Voraus gebucht werden, aber es gibt sie. Dass die "Normalpreistickets" quasi "offen" sind, ist doch eigentlich eine schöne Sache, weil sie ja nur auf einer Strecke in bestimmten Zuggattungen für einen bestimmten Zeitraum gelten. So sind auch Zwischenstopps erlaubt und ich kann z.B. auf dem Weg von Hamburg nach München einen Stadtbummel in Köln machen.

In der Luftfahrt gibt es solche Tickets kaum noch bzw. sind sehr teuer, war in den 70er Jahren aber normal. Das Ticket galt schlicht und einfach auf der Strecke von bis und das bei allen auf dieser Strecke fliegenden, der IATA zugehörigen Airlines gleichermaßen. Auch wenn z.b. über Lufthansa gebucht wurde, der LH Flug wegen Wetter, technischer Probleme ausfiel (auch in der Luftfahrt gibt es mal Verspätungen und Ausfälle, für die nach Ansicht vieler Rechtsanwälte und Richter zu 90% die Airline "Schuld" ist und der Fluggast Anrecht auf "Ausgleichszahlungen" hat.), konnte man diesen Flug problemlos auf eine andere Airline umbuchen. Das ging damals scheinbar ohne Betreuungsleistungen und Ausgleichszahlungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer89563 

Meistens hier zu finden
Naja, aber eine planmäßige Verspätung von über 20 Minuten auf einer großen Hauptstrecke, und das seit über 5 Jahren würde ich schon nicht mehr als Einzelfall bezeichnen. Die Frage ist, wie relative Verspätungen überhaupt berechnet werden. Anzahl verspäteter Züge / Gesamtzahl der Züge? Anzahl Passagiere mit Verspätung / Gesamtzahl Verspätung? Da kann man sehr schnell die Zahlen schön rechnen..
 

Benutzer15875 

Meistens hier zu finden
Es geht nicht ums schön rechnen sondern um eine objektive Betrachtungsweise. Ich streite nicht ab, dass die Bahn nicht auch mit Problemen, Ausfällen, Defekten, Verspätungen zu kämpfen hat, aber ich denke nicht dass man das verallgemeinern kann. Zur "Pünktlichkeitsberechnung" würde ich die pünktlichen und unpünktlichen Ankünfte und Abfahrten ins Verhältnis setzen. Ob man jetzt Fern- und Nahverkehr getrennt betrachtet oder alles in einen Topf schmeißt, weiß ich nicht und wie weit dann auch private Regionalpartner mit einfließen.

Ich finde Bahn fahren auch gar nicht so schlecht. Bin zwar nicht drauf angewiesen, aber bei größeren Entfernungen neben dem Flugzeug eine sehr angenehme Alternative zum Auto. Natürlich sollte man dann mindestens die Zuggattung InterCity nehmen, weil in Regionalzügen von Hamburg nach z.B. München eher nicht so angenehm ist.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Jedes Mal, wenn ihr wegen Verspätung/Zugausfall auf die Bahn schimpft, heißt das nicht dass der gesamte Bahnverkehr in Deutschland lahm liegt. Genausowenig fallen in allen ICEs auf einmal die Klimaanlange oder Heizungen aus, noch fallen bei Schneefall alle Züge im Gebiet aus in dem es schneit.

Man sollte von solchen "Einzelfällen" nicht auf das Gesamtsystem "Deutsche Bahn" schließen. Selbst wenn in 5 ICEs gleichzeitig die Klimaanlagen ausfallen, 3 Züge Verspätungen von mehr als 1 Stunde haben und 2 Züge wegen technischer Defekte ganz ausfallen, ist das auf das Gesamtnetz der Bahn gesehen noch eher gering. Ihr bekommt halt nur die Verspätung mit die euch betreffen und reagiert dann dementsprechend genervt, gereizt, sauer, traurig, enttäuscht etc.
Es wäre schön, wenn es sich bei solchen Dingen wirklich um seltene Einzelfälle handeln würde... aber dem ist einfach nicht so.
Oder handelt es sich wirklich um Einzelfälle, wenn ich knapp ein Jahr lang mindestens ein mal alle 2 Wochen verspätungsbedingt meinen Anschlusszug verpasse und jeden zweiten oder dritten Tag aus dem selben Grund zum anderen Bahnsteig sprinten muss (was ältere Leute, Behinderte, Leute mit Kinderwagen, usw. überhaupt nicht können und den Zug somit dauernd verpassen)?

Handelt es sich um Einzelfälle, wenn die Bahn jedes Jahr vom Wintereinbruch dermaßen überrascht wird, dass viele Züge ausfallen - obwohl klar ist, dass es in jedem Jahr auch eine Jahreszeit namens Winter gibt, in der es kalt ist, in der gefrorenes Wasser vom Himmel fällt, usw.?

Für meinen Geschmack gibt es bei der Bahn viel zu viele "bedauerliche Einzelfälle", um diese noch als bedauerliche Einzelfälle ansehen zu können.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren