Dicksein; selber schuld?

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Auch auf Gefahr hin mich wieder unbeliebt zu machen, aber wer mit 20+ immernoch irgendetwas auf die elterliche Erziehung von früher schiebt, hat wirklich ein gewaltiges Problem, welches aber weniger mit der Ernährung zusammenhängt.
Entschuldigung Herzchen, aber das ist völliger Blödsinn :mad_alt:
Die Hirnreifung ist mit rund 16 Jahren weitgehend abgeschlossen. Natürlich lässt sich auch danach noch einiges ändern, wir lernen ja auch als Erwachsene noch dazu. Aber was vorher war, prägt einfach enorm - Wille und Disziplin hin oder her.
Natürlich ist "bin halt so erzogen worden" trotzdem keine Entschuldigung für eigenes Fehlverhalten - egal obs jetzt ums Essen oder um gravierendere Sachen wie zum Beispiel Gewalt gegen Kinder etc geht.
 

Benutzer43129  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Entschuldigung Herzchen, aber das ist völliger Blödsinn :mad_alt:
Die Hirnreifung ist mit rund 16 Jahren weitgehend abgeschlossen. Natürlich lässt sich auch danach noch einiges ändern, wir lernen ja auch als Erwachsene noch dazu. Aber was vorher war, prägt einfach enorm - Wille und Disziplin hin oder her.
Natürlich ist "bin halt so erzogen worden" trotzdem keine Entschuldigung für eigenes Fehlverhalten - egal obs jetzt ums Essen oder um gravierendere Sachen wie zum Beispiel Gewalt gegen Kinder etc geht.

Und wo siehst du dann den Blödsinn wenn du meine Aussage quasi nur bestätigst - Herzchen? :zwinker:
20+ übrigens weil die meisten hier wohl im Alter um die 20 und etwas darüber liegen.

Also mal so am Rande.. ich kenne schon ein paar Leute die viel Gemüse essen und wenig Fett usw. und trotzdem bringen sie einige Kilos zu viel auf die Waage..

manche Menschen haben eben so nen Stoffwechsel an dem man net wirklich was machen kann..

Es gibt von jeder Art welche und die Gegenseite die Entschuldigungen nicht als Entschuldigung ansieht- weil sie es ja auf anderem Wege geschafft haben, eben dass die Diät funktionierte oder eben dass sie noch nie abnehmen mussten..

Ich find diese Abstempelung auf "selbst schuld und nicht schuld" ziemlich dämlich..

So, generell kann ich die Brigitte Diät empfehlen :smile:

vana

Und schon sind wir bei der nächsten Ausrede. Zuerst die "Veranlagung", dann die Erziehung und jetzt der Stoffwechsel. Fehlt ja nurnoch der Punkt mit dem Frustfressen! :cool1:

Stoffwechsel hin oder her, wenn mein Stoffwechsel ein Sesselfurzer ist, muss ich eben zusehen das ich selber dafür Sorge das der Gesamtumsatz an Energie zunimmt. Sprich: Bewegung!
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Und wo siehst du dann den Blödsinn wenn du meine Aussage quasi nur bestätigst - Herzchen? :zwinker:
20+ übrigens weil die meisten hier wohl im Alter um die 20 und etwas darüber liegen.
Den Blödsinn seh ich darin, dass du denen, die sich auf ihre Erziehung berufen, ein "gewaltiges Problem" unterstellst.
Ob man sich damit zufrieden gibt und sich sagt "ist halt so, bin halt so (dick)" oder ob man bereit ist, gegen die antrainierten falschen Essgewohnheiten anzugehen - das ist dann Sache jedes Einzelnen.
Aber Fakt ist, dass die Erziehung uns auch als vermeintlich Erwachsene noch stark beeinflusst - wer das leugnet, hat ein Problem :zwinker:
 

Benutzer15353 

Verbringt hier viel Zeit
Der Threadtitel ist ja schon komplett daneben!

Alternativ koennte ich einen Thread oeffnen:

Lange Haare, selber schuld?

Obwohl sich diese Frage kaum verneinen laesst, klingt sie doch recht merkwuerdig.


Haben Dicke irgendwelche Schuld auf sich geladen, die sie suehnen muessen?

Ich komme mir bei einigen der Postings hier vor, als wuerden 12 Geschworene ueber schuldig oder nicht debattieren.

Lasst doch jeden nach seiner eigenen Facon gluecklich werden!
Mir persoenlich ist eine 90kg Frau, die zufrieden mit sich selbst ist, als Partnerin jedenfalls 1000x lieber, als eine 60kg Frau, die andauernd jammert, weil sie sich zu fett findet.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Daß einen Erziehung (und auch Erfahrung) WEIT über die 20 hinaus prägt, dürfte doch wohl niemand bestreiten. Und auch nicht, daß diese Prägung tiefer ist als vieles, was man mit "Wollen" erreichen kann.

Ich hatte mal eine Freundin, die von ihren Eltern regelrecht zur Duckmaus erzogen wurde. Sie hatte ein enormes Problem damit, ihre Meinung deutlich zu sagen oder sich durchzusetzen, weil sie es von zu Hause nicht anders kannte. Ihr Vater war der Patriarch, was er sagte, war quasi Gesetz, auf Fragen nach dem "Warum" eines Verbots gab es nur noch strengere Regeln und ein "weil ich das sage". Deshalb war sie es nicht gewohnt, zu diskutieren, selbstbewußt aufzutreten, geschweige denn vor anderen ihre Meinung zu vertreten. Sie war einfach so geprägt. Und da würde wohl auch niemand behaupten wollen, daß ein einfaches "dann streng dich eben an und sei selbstbewußt!" da reichen würde, um sie zu einer aufgeschlossenen, selbstbewußt auftretenden Frau zu verändern. Mittlerweile ist sie auch über 20, und ich bin mir sicher, in der Hinsicht hat sie sich immer noch nicht sehr verändert.

Und selbst WENN man es schafft, unabhängig von der Erziehung seinen eigenen Weg zu gehen - ein Rest bleibt immer zurück.

Ansonsten, was die Frage nach der "Schuld" bei Übergewicht angeht: Wer da immer anklagend auf die fehlende Selbstdisziplin bei Übergewichtigen hinweist, der sollte sich mal vor Augen führen, daß es auch sehr viele Nicht-Übergewichtige gibt, denen diese Eigenschaft fehlt - die aber einfach das Glück haben, einen anderen Stoffwechsel zu haben. Insofern entscheidet sich die Frage, ob jemand dick ist oder nicht, oft nicht an der Selbstdisziplin, sondern am Stoffwechsel. Und der ist nunmal angeboren. Soviel zum Thema "Schuld".

Ich denke auch, niemand, der selbst nie übergewichtig war, kann nachvollziehen, wie sich das anfühlt. Und daß sich "dann nimm eben ab, iß eben weniger" auch nicht so simpel umsetzen läßt, wie viele Normalgewichtige sich vorstellen.

Sternschnuppe
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Haben Dicke irgendwelche Schuld auf sich geladen, die sie suehnen muessen?

Ich komme mir bei einigen der Postings hier vor, als wuerden 12 Geschworene ueber schuldig oder nicht debattieren.

Lasst doch jeden nach seiner eigenen Facon gluecklich werden!
Mir klingt es aber danach, als ginge es nicht um Dicke allgemein, sondern speziell um die, die über ihr Gewicht meckern bzw unglücklich damit sind, die aber offenbar nichts tun, um es zu ändern. Es gibt ja nicht nur die "glücklichen Dicken", sondern ich schätze mal die meisten sind damit unzufrieden ... und e sgeht dann eher darum, inwieweit das Argument, dass sie nicht abnehmen könen oder es zu schwer ist, zählt.

Natürlich kann man von einem erwachsenen Mensch verlangen, dass er sich darum bemüht, sein Ziel zu erreichen, man kannnicht ewig alles auf die Eltern und die Erziehung schieben. Aber wie gesagt, erstens sind viele dick weil sie deprimiert sind und ihr Leben lang Essen immer als Trost genommen haben -das ist ein Jahre langer Mechanismus, für den es logischerweise ebenso lange brauchen kann, bis man ihn durchbricht. Und zweitens die Leute, die immer schon dick waren durch ihre Eltern und die erstmal lernen müsen, umzuschalten. Dazu kommt, dass man in einem Teufelskreis steckt: Man fühlt sich zu dick, will abnehmen, aber je mehr man gehänselt wird und Sprüche zu hören bekommt, desto hoffnungsloser wird man. Manche Dicken machen dann Sport, bemühen sich, und kriegen dann von Passanten hämische Sprüche zu hören. Ergebnis, sie gehen nach Hause und essen noch mehr aus Frust. Ess-Sucht ist eine Sucht wie jede andere und Essen nur als Nahrungsaufnahme und zum Genuss, aber nicht zum Katalisator für alles zu verwenden, muss erstmal gelernt werden.

Wofür ich nur wenig Verständnis habe, ist, wenn man es gar nicht versucht. Also wenn sich ein Übergewichtiger, der abnehmen will, nicht im Internet oder durch Bücher informiert, wie man abnimmt, wieviel Kalorien was hat, wie gesunde Ernährung aussieht und jeder körperlichen Arbeit aus dem Weg geht. Das finde ich dann auch sehr faul, denn von nichts kommt nichts. Aber ich habe nunmal einige Dicke erlebt, die immer wieder Anläufe genommen haben und für die es sichtlich schwer war. Da hab ich schon Verständnis, wenn es nicht auf Anhieb klappt und jemand verzweifelt.

Ironischerweise wird gerade immer auf den extrem Dicken herumgehackt - dabei sollte doch jedem klar sein, dass gerade jemand mit massivem Übegewicht, also richtiger Fettsucht, divese psychische Probleme haben muss, denn ohne Grund misshandelt man seinen Körper nicht so. So jemand hat bestimmt nicht einfach nur Freude am Essen, der ist nicht weniger krank als ein halb verhungerter Magersüchtiger, der auch nicht einfach zu faul zum essen ist ...
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren