Deutsche Wörter für Anglizismen

Benutzer78036 

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Off-Topic:
an alle die der meinung sind, dass anglizismen gut sind: ich denke, dass es gut und wichtig ist, dass unsere sprache erhalten wird, denn die sprache ist das einzige, das jedes land noch für sich hat.
viele traditionen und feste sind gleich, warum müssen wir dann auch noch eine einheitliche sprache haben? finde ich panne


letztens hab ich im fernsehn eine sendung gesehen, in der man menschen auf der straße nach übersetzungen für englische begriffe hat suchen lassen (ich meine es wäre mit sebastian sick gewesen) - kaum einer konnte das, wusste wohl demnach auch gar nicht so recht was er mit den anglizismen redete ^^
ich finde kavalier für gentleman toll :smile:
und klapprechner für laptop benutze ich schon länger.
nur: was machen wir dann mit der "off-topic-location"?
 

Benutzer83195 

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Haaah das ist mein Thread - äh...Faden :grin:

Ich kann mich auch jedesmal über unnötige (!) Anglizismen aufregen. In bestimmten Bereichen wie in wissenschaftlichen Disziplinen seh ich es durchaus ein, englische Begriffe zu gebrauchen. Einfach deswegen weil Englisch da die Sprache Nr. 1 ist, es etablierte Fachbegriffe gibt, und man bestimmte Dinge einfach auf Deutsch nicht so prägnant ausdrücken kann.

Aber unmöglich finde ich, die Alltagssprache durch "Denglisch" zu verunstalten, nur weil es moderner klingen soll. Ich erinnere mich an die Phase, als sämtliche Markennamen einen englischen Slogan hatten (man denke nur an das "Come in and find out" von Douglas, was viele Kunden als "Komm rein und finde wieder raus" missinterpretiert hatten :tongue: ). Was Slogans angeht, ist glaube ich sogar wieder eine gewisse Rückkehr zum Deutschen zu verzeichnen.

Ich wäre jedenfalls für die Änderung von
Coffee to go -> Kaffee zum Mitnehmen
Sale -> Schlussverkauf; Reduzierte Preise
Meeting -> Treffen, Besprechung
...
 

Benutzer62713 

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Also wenn ich ganz ehrlich bin:

Coffee to go und Sale hören sich für mich besser und verlockender an als Kaffee zum mitnehmen und Reduzierte Preise....

Ich such die ganze Zeit nach Anglizismen in meinem Umfeld, aber mir fällt partout nichts ein!! *grüüüüüübel*
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Bei Gentleman würde ich jetzt als deutsche Übersetzung einfach mal in etwa Kavalier anbieten :smile:
Für Meeting könnte man Konferenz verwenden.

Gentleman = Edelmann, wenn schon (Kavalier ist ja auch nicht grad von echt deutschem Stammbaum :tongue:)

Meeting kann auch mal Treffen oder Schau heissen, wenn es um Sport oder Aviatik geht.

Das Englische kennt übrigens seinerseits viele Fremdwörter aus den Alten Sprachen. Die haben den grossen Vorteil, dass sie international verständlich sind. Ein einziges Beispiel: Geography . Da verstehe ich nicht, warum man auf Deutsch dann unbedingt Geografie schreiben und damit einen Unterschied zu Griechisch, Englisch und Französisch schaffen muss...
 

Benutzer28114 

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Powerpoint -> Kraftpunkt
Software -> Weichware
Walkman -> Gehmann (Hörgerät? :grin:)
Motherboard -> Mutterbrett
Joystick -> Freudenstock

Naja ernsthaft:

Computer -> Rechner
Handy -> Telefon
Award -> Auszeichnung
Event -> Veranstaltung

Aja, die deutsche Sprache versumpert, aber nicht durch englische/internationale Vokabeln sondern durch die Art und Weise wie wir sie benutzen.
 
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Benutzer

Gast
Beispiele waren "Hotline" und "Check-in". Ich mußte auch erst mal nachdenken, und mir erschienen schließlich "Kundentelefon" und "Flugkartenkontrolle" als Möglichkeiten.

Für Check-In finde ich die bereits genannte (Passagier-)Abfertigung recht akzeptabel.

Für Hotline gibt es im Deutschen den "heißen Draht". Als Redewendung kennt man das auf jeden Fall und seinen Ursprung hat diese gerade in der Hotline.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Für Check-In finde ich die bereits genannte (Passagier-)Abfertigung recht akzeptabel.

Ab und fertig

Möchtest du wirklich abgefertigt werden?

Für Hotline gibt es im Deutschen den "heißen Draht". Als Redewendung kennt man das auf jeden Fall und seinen Ursprung hat diese gerade in der Hotline.

Der heiße Draht sollte dann auch wirklich heiß sein. Hotlines sind meistens kalt, oder halb tot :grin:
 
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Gast
Ganz schlimm finde ich NoGo, gerne ohne Artikel verwendet: "Gestreiftes T-Shirt zu karierter Hose ist absolutes NoGo." Das umgangssprachliche "Das geht ja gar nicht!" klingt in diesem Fall schon fast wie Schriftdeutsch.

BABY_TARZAN_90 schrieb:
Möchtest du wirklich abgefertigt werden?

Naja, was ist denn ein Check-In anderes als eine Abfertigung? Oder wirst du da mit Handschlag und Namen gegrüßt?

twinkeling star schrieb:
völlig sinnfrei ist aus häppchen - finger food zu machen.

Dazu fiel mir noch ein: Aus Häppchen wurden zuerst Snacks und dann Finger Food. Da wurde also ein Anglisizismus durch einen anderen ersetzt. :ratlos:
 

Benutzer24409 

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Powerpoint -> Kraftpunkt
Handy -> Telefon

Hi,

das Wort "Handy" existiert zwar im Englischen, bedeutet dort aber "hilfreich", "praktisch" oder "dienlich". Es hat nichts mit dem AE "Cellphone" bzw. BE "Mobile" zu tun! Von daher würde ich "Handy" als deutsches Wort sehen wollen.

Anglizismen sehe ich allgemein als nicht problematisch, solange sie verständlich sind. Sie dienen meistens als schlichte Abkürzung (bsp. Event vs. Veranstaltung), und das ist für mich persönlich ok. Lächerlich wird es nur, wenn aus einem "Müllmann" auf einmal der "Waste Manager" wird, nur, um eine subjektive Aufwertung zu erreichen. Aber da sind wir wieder bei der Theorie, dass ein Wort im Laufe seines Gebrauchs vom Positiv-neutralen ins Negative übergeht - siehe z.B. Altenheim (heute: Seniorenresidenz) oder Lehrling (heute: Azubi). Folgt man dieser, wird klar, dass manche Begriffe dann gerade im Zuge der stetig externen Einflüsse auch mit Anglizismen ersetzt werden - leider nicht immer glücklich.

Im Übrigen klauen wir nicht nur im Englischen, das Englische bedient sich auch im Deutschen :zwinker: Die Amis haben das Wort "ultra" überreizt - es war lange das Wort für die höchste Steigerungsform, z.B. "ultra-precision", "ultra-fast", "Ultra Low Cost Car". Mittlerweile ist das abgenutzt, weswegen man sich heute desöfteren dem deutschen Wort "über" bedient - allerdings ohne ü, sondern mit u, also "uber". So gibt es dann bizarr anmutende Wortschöpfungen wie "ubertrendy" :zwinker:

Sprachen sind lebendig, sie entwickeln sich. Und da wir mehr und mehr globalisiert sind, globalisieren sich auch unsere Sprachen - das wird nicht zu verhindern sein, und es ist fraglich, ob wir es zwanghaft verhindern sollten und müssen. Aber das geht jetzt schon wieder vom eigentlichen Thema ab, sorry...äh...ich bitte um Verzeihung :zwinker:

Beste Grüße
Tric
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Warum ist es bescheuert? Airbag ist inhaltlich sogar falsch, da keine normale Luft, sondern Stickstoff blitzschnell das Kissen "aufbläst".
Und ein Laptop ist ein Rechner, den man aufklappt, wenn man ihn benutzen will -> Klapprechner. Sicherlich ist es auch eine Frage der Gewohnheit...wenn wir von Anfang an diese beiden "neuen" Begriffe benutzt hätten, würde "Prallkissen" keinem mehr auffallen.

Gibt es eigentlich ein deutsches Wort für "one night stand"?

klapprechner...

auf so einem niveau sollte man fragen mit vorhandener daseinsberechtigung (wie die frage nach gscheiter sprachpflege) nicht angehen.

es geht nicht darum, auf zwang für alles deutsche begriffe zu finden, da kommt dann eben klapprechner raus, oder "prallkissen". ja, und wenn dieser hund der einzige hund auf der welt wäre, würde er vielleicht sogar als "schön" gelten.
erstmal: mehr verhältnismäßigkeit und akzeptanz gegenüber der tatsache, dass vokabel-anleihen aus dem wortschatz anderer sprachen absolut normal sind, in jeder sprache vorkommen, und eine bereicherung darstellen können. hotline, airbag, check-in sind sicher kein problem.

die probleme liegen wo anders. grauenhaft ist z.b. das dialektsterben. dialekte werden nicht mehr gepflegt und sterben in ihrem detailreichtum und ihrer ausdifferenziertheit ersatzlos aus. was überbleibt ist plastik-hochdeutsch-umgangssprachliches, in dem einem dann anglizismen vielleicht noch fremdkörperartiger erscheinen. viele sagen das liegt daran, dass die menschen nicht mehr viel miteinander reden, nicht mehr vornehmlich lokal und regional ihren "kulturinput" kriegen, nicht mehr interagieren und ihre kultur mitgestalten, sondern inzwischen viel eher konsumieren, viel eher kulturell gleichgeschaltetes fernsehen schauen, jedes jahr in dieselben, generischen filme gehen, ..

das problem mit den anglizismen, wenn es überhaupt eins ist, ist "systemisch", einerseits ist sprache einfach grundsätzlich nichts "fixes", andererseits sind die leute, die so etwas wie die originäre deutsche sprache vertreten - nämlich wir alle - wie gesagt nicht in einer großartig gestalterischen position, wenn wir dauernd nur konsumieren. wenn wir uns wieder selbst mehr einbringen, wird auch der eindruck zurückgehen, dass uns unsere kultur und sprache in einer tour abhanden kommt, und anglizismen werden nicht mehr so das schreckgespenst sein, sondern eine bereicherung.

wenn unsere sprache wirklich einmal ein paar anglizismen nicht aushalten sollte, ist ihr mit ein paar grauslichen kunstworten an deren stelle (die einen eigentlich mit ihren stummen augen anschreien, ihnen den gnadenschuß zu geben) und pseudosprachhygienischer maßregelei sicher auch nicht mehr zu helfen. die leut reden, wie ihnen der schnabel gewachsen ist und daran ist nicht zu rütteln.

Ganz schlimm finde ich NoGo, gerne ohne Artikel verwendet: "Gestreiftes T-Shirt zu karierter Hose ist absolutes NoGo." Das umgangssprachliche "Das geht ja gar nicht!" klingt in diesem Fall schon fast wie Schriftdeutsch.

während die grammatikalische finesse hinter "das ist absolutes nogo" (also da den artikel wegzulassen) ja aus der deutschen hochsprache kommt. dahinter steckt auch dialektsterben und nicht das böse "nogo".
 
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Benutzer

Gast
Leute, könnt ihr denn nicht den ersten Beitrag zur Kenntnis nehmen? Da steht doch klipp und klar, was gerade nicht Gestand dieses Threads sein soll, nämlich ausufernde Diskussionen über das Für und Wider von Anglizismen.
 

Benutzer81662 

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Screenshot-- schwierig-- Bildschirmfoto, Bildschirmabdruck

Laptop- tragbarer Rechner

HAndy- Mobiltelefon

Airbag- Sicherheitskissen

mir fallen grad keine englischen Wörter zum Übersetzen ein
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Möchtest du wirklich abgefertigt werden?

Wo ist das Problem? Das Kabinenpersonal (wird da auch genau so genannt, und die heißen dann auch nicht Stewards und Stewardessen, sondern FlugbegleiterInnen) einer Fluggesellschaft, die mal mein Servicekunde war, spricht auch von Abfertigung am Schalter und nicht vom Check-In am Counter. Nur die wirklichen Fachbegriffe, die im Luftfahrtterminus eindeutig definiert sind, werden im Englischen verwendet. "Excess Baggage" zum Beispiel.
 
L

Benutzer

Gast
Off-Topic:
xela schrieb:
Leute, könnt ihr denn nicht den ersten Beitrag zur Kenntnis nehmen? Da steht doch klipp und klar, was gerade nicht Gestand dieses Threads sein soll, nämlich ausufernde Diskussionen über das Für und Wider von Anglizismen.

Es war von Anfang an klar, dass es so laufen würde. Polarisierendes Thema.
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
möp. total falsch, hab ich aber oben schon geschrieben.
frag doch mal einen engländer nach seinem handy, der wird dich dann dumm anschauen.
den begriff handy gibt es im englisch, aber das bedeutet handlich, praktisch, griffig.

mobiltelefon = mobile, mobile phone (brit.) oder cell phone (amer.) etc.

der check in, ist die abfertigung. bzw. korrekterweise fluggastabfertigung und dieser begriff wird auch häufig verwendet. und ich persönlich find das auch nciht schlimm.

edit: da war jemand schneller *g*
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Zum Thema Abfertigen statt Check-In

Ich hätte kein Problem damit. Welches hättest du?



Um 1900. Kunde am Schalter der Reichspost, wartend:
- Wann wird man hier endlich bedient?
Beamter, schnarrend:
- Hier wird nicht bedient, hier wird abgefertigt!


Ein kleiner Unterschied, zugegeben. Aber vor 100 Jahren war er noch eine Karikatur im Simplicissismus wert...

Natürlich habe ich kein Problem damit, da stehe ich dann doch darüber :grin:
Aber wenn die Weltsprache freundlicher tönt als die Muttersprache, bin ich gegen Eindeutschung
 

Benutzer11947 

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"Public viewing" klingt zwar nett und richtig, bedeutet aber eigentlich so viel wie "öffentliche Aufbahrung". Man sollte also nur noch von "Fanmeile" sprechen (ist dann halb englisch :zwinker: ).
 
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