Der 'nette Kerl' kriegt keine Frau - Klischee?

Der 'nette Kerl' kriegt keine Frau?

  • m: Ja, genau! Nur der Arschloch-Macho kriegt die Frau

    Stimmen: 148 45,5%
  • m: Stimmt nicht, nur ein dummes Klischee

    Stimmen: 70 21,5%
  • w: Richtig, keine Frau steht auf Warmduscher

    Stimmen: 17 5,2%
  • w: Dummes Klischee, mir ist ein Frauenversteher lieber

    Stimmen: 90 27,7%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    325

Benutzer31535 

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Hmm, meine jetzige Ex hatte laut ihrer Aussage mit meinen Vorgängern großes Pech gehabt. Es waren wohl auch Arschloch-Typen. Einer wollte plötzlich nichts mehr von ihr wissen, einer ist fremdgegangen und der letzte hat sie mit einem Haufen Schulden sitzen gelassen. Als wir uns kennen lernten hatte sie riesige Angst, dass ich ihr etwas Ähnliches antun, sie verlassen und ihr Herz brechen könnte. Auch deshalb war ich immer besonders nett zu ihr und zeigte ihr, dass sie mir vertrauen kann. Und was ist passiert? SIE hat mit mir Schluss gemacht. SIE hat mich nur noch wie Dreck behandelt. SIE begleicht ihre Schulden bei mir nicht. Und vor allem war ich ihr von heute auf morgen völlig egal. Egal wie schlecht es mir bei der Sache ging.

Ich habe in diesem Zusammenhang schon häufig den bekannten Spruch gebracht: "Je öfter man einen Hund schlägt, desto treuer wird er." Und ich denke, dass genau dieses Phänomen eine ganz große Gemeinsamkeit zum Arschloch-Typ-Ding hat. Irgendwie muss es eine große Anziehungskraft auf diese Frauen üben, wenn sie um den Mann kämpfen müssen oder was auch immer.
 

Benutzer29410 

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"Je öfter man einen Hund schlägt, desto treuer wird er."

Ein normaler Hund wird dir was husten wenn du ihn schlägst. Wenn du sein Vertrauen verloren hast, kriegst du es nie wieder zurück.

Irgendwie muss es eine große Anziehungskraft auf diese Frauen üben, wenn sie um den Mann kämpfen müssen oder was auch immer.

"Lovers equation: Naked need in one breeds dispassion in the other." (Helen Gurley Brown)

Natürlich ist das was sich einem nicht gleich zu Füßen legt und mit dem Schwänzchen wedelt für viele interessanter. Das gilt aber für Männer und für Frauen (zumindest selbstbewusste). Ich kenne keinen hübschen, selbstbewussten Mann, der es besonders anziehend findet, eine klettende, über-anhängliche Freundin zu haben die ihm ihr Leben zu Füßen legt. Diese Damen haben nämlich genauso wenig das Kleingedruckte gelesen wie sich ähnlich benehmende Männer.

Warum hat deine Freundin denn mit dir Schluss gemacht? Ist es vielleicht auch möglich, dass dir die Anzeichen der Entfremdung im Vorfeld entgangen sind? Man entliebt sich gewöhnlich nicht von heute auf morgen.
 

Benutzer31535 

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Piratin;4201082 schrieb:
Ein normaler Hund wird dir was husten wenn du ihn schlägst. Wenn du sein Vertrauen verloren hast, kriegst du es nie wieder zurück.
Ich kenne mich ehrlich gesagt mit Hunden nicht aus. Aber diesen Spruch gibt es -ob zutreffend oder nicht. Ich denke, du weißt was gemeint ist, oder?
Piratin;4201082 schrieb:
Natürlich ist das was sich einem nicht gleich zu Füßen legt und mit dem Schwänzchen wedelt für viele interessanter. Das gilt aber für Männer und für Frauen (zumindest selbstbewusste). Ich kenne keinen hübschen, selbstbewussten Mann, der es besonders anziehend findet, eine klettende, über-anhängliche Freundin zu haben die ihm ihr Leben zu Füßen legt. Diese Damen haben nämlich genauso wenig das Kleingedruckte gelesen wie sich ähnlich benehmende Männer.
Klar, das ist dann auch wieder ein Extrem, wenn man klettet oder gar unterwürfig ist. Und sicherlich wirkt das dann nicht anziehend. Aber ich vermute, dass vielen Männern diese Eigenschaften zu unrecht unterstellt werden. Wie ich ein paar Posts zuvor durch Beispiele schon verdeutlichen wollten, fühlen viele sich gleich durch in meinen Augen "normales" freundliches Benehmen angegriffen oder wittern Charakterschwächen, die eigentlich STÄRKEN sind.
Ich hatte mal ein Mädel in das ich verknallt war ins Kino eingeladen und später hieß es dann "ich lass mich nicht kaufen". Nein, ich wollte nicht mit ihr in die Kiste an dem Tag.
Piratin;4201082 schrieb:
Warum hat deine Freundin denn mit dir Schluss gemacht? Ist es vielleicht auch möglich, dass dir die Anzeichen der Entfremdung im Vorfeld entgangen sind? Man entliebt sich gewöhnlich nicht von heute auf morgen.
Das frage ich mich auch -bis heute:
https://www.planet-liebe.com/vbb/showthread.php?t=192064
Es geht aber gar nicht mal um das Schlussmachen. Es geht um die Art und Weise, wie sie sich mir gegenüber davor und danach verhalten hat. Aber das hat jetzt wahrscheinlich nur noch indirekt mit dem Thema zu tun.
 

Benutzer29410 

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Ich kenne mich ehrlich gesagt mit Hunden nicht aus. Aber diesen Spruch gibt es -ob zutreffend oder nicht. Ich denke, du weißt was gemeint ist, oder?

Das trifft aber nur auf ganz schlimm (psychisch) verkrüppelte oder geschädigte Leute zu, die aufgrund schlimmer Erfahrungen in der Kindheit ein so negatives Selbstbild haben, dass sie Liebe nur in Termini emotionaler Misshandlung oder Abweisung verstehen können. Du wirst doch nicht das Gros der GFrauen da einordnen wollen?
 

Benutzer31535 

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Das trifft aber nur auf ganz schlimm (psychisch) verkrüppelte oder geschädigte Leute zu, die aufgrund schlimmer Erfahrungen in der Kindheit ein so negatives Selbstbild haben, dass sie Liebe nur in Termini emotionaler Misshandlung oder Abweisung verstehen können. Du wirst doch nicht das Gros der GFrauen da einordnen wollen?
Es geht natürlich nur um die Analogie und nicht wirklich ums geschlagen werden (owohl man ja auch immer wieder von Frauen hört, die sich jahrzehntelang nicht aus gewalttätigen Ehen lösen. Das sind sicherlich Ausnahmen).

Wie gesagt, ich maße es mir nicht an alle Frauen über einen Kamm zu scheeren. Dafür kenne ich sicherlich zu wenige. Und es geht hier ja auch nur um Tendenzen. Wie in jedem Klischee wird auch in diesem Arschloch-Typ-Phänomen ein wahrer Kern enthalten sein. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, führten jedenfalls dazu, dass mein Frauenbild leider negativ geprägt ist. Und ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, das lag nicht an mir. Dem Arschloch-Typen rennt frau hinterher und kämpft um seine Beachtung, den netten Gentlemen nimmt sie für selbstverständlich und glaubt, um seine Liebe müsse sie nicht kämpfen oder weiß sie nicht zu schätzen. Wie gesagt, meine persönliche Beobachtung/Erfahrung, aber glaub mir, ich wäre überglücklich, wenn sich dieses Bild wieder ändern würde und ich etwas Positiveres sagen könnte.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Dazu möchte ich mal sagen. Es ist in Ordnung, wenn man das was ich sage kritisiert aber ich habe die Frauen nie als "unverbesserliche bösartoge Idiotinnen" bezeichnet. Genauso habe ich Männer nicht als "Arschlöcher" bezeichnet.

Das hast Du in der Tat nicht. Aber Du hast geposteten Texten und anderen Usern zugestimmt, die das tun.

Es ist in Ordnung mich zu kritisieren aber ich finde es unnötig, dass subjektive Sachen als falsch hingestellt und Sachen interpretiert werden, die ich gar nicht so gesagt habe. Das macht einfach kein gutes Gesprächsklima auch wenn viele anderer Meinung sind als ich.

Du hast Dich hier in eine Diskussion eingebracht, die seit jeher in zwei Lager gespalten ist. Wenn Du Dich entsprechend einbringst, musst Du eben damit rechnen, dass Deine Thesen angegriffen werden. Das hat rein gar nichts mit Deinen persönlichen Schwierigkeiten bei der Partnerfindung zu tun, die mit Sicherheit in einem anderen Thread besser aufgehoben wären, falls Du eben diese diskutieren wölltest.

Hier in diesem Thread geht es natürlich auch um einen Schlagabtausch zwischen sehr allgemein gehaltenen Thesen. Es ist eine Sache, die sportlich zu sehen ist und keinesfalls persönlich.

Und auch klar, wer selbst das Problem nicht hat denkt anders und kann sich in diese Lage einfach nicht versetzen.

Woher erkennst Du denn, wer hier Probleme beim finden einer geeigneten Partners hatte und wer nicht? Das lässt sich doch überhaupt nicht erkennen!

Ich kann Deine Schwierigkeiten verstehen und mir ist auch klar, dass es nicht einfach ist die richtige Partnerin zu finden und dann eine Beziehung mit Erfolg zu führen. Wer ein wenig die Augen offen hält, wird das doch überhaupt nicht leugnen können und wollen. Und es ist definitv in den letzten Jahren schwieriger geworden, aber auf gar keinen Fall aus den Gründen die "ihr" hier anführt, sondern genau aus dem Gegenteil! Denn es ist unklarer denn je, wie ein Partner sein muss. Das ist nicht nur von Mensch zu Mensch höchst verschieden, sondern auch noch von Situation zu Situation.

Es ist eben nicht gefragt prinzipiell ein "netter Kerl" zu sein und es ist auch nicht prinzipiell gefragt ein "Macho" zu sein, sondern man erwartet heute ein mit viel Gespür situativ angepasstes Verhalten. Kein Mensch sagt, dass das leicht ist. Aber mit den Plattitüden die hier im Thread geäußert werden, wird diese Sache noch viel mehr in den Hintergrund gerückt und statt Bemühungen die eigene Situation zu verbessern stehen unnütze Anklagen im Vordergrund.

Genauso beschränke ich meinen Charakter nicht auf nur nett. Unter der Bezeichnung "netter Kerl" stecken ohnedies wieder viele andere Eigenschaften, die einen netten Kerl ausmachen.

Warum identifizierst Du Dich denn überhaupt mit diesem Klischee?

Du gehst leider nur auf einen kleinen Teil meiner Beiträge ein, eigentlich gibt es da interessantere Stellen. Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass Du Dir vielleicht aus meinen Beiträgen die ein oder andere nützliche Anregung ziehen kannst, auch wenn ich nicht auf Kuschelkurs mit den von Dir vertretenen Thesen bin.

Unbestritten kannst Du diese "Erfahrungen" als wahr betrachten, ich hatte das ja schon ein wenig verdeutlicht, wo die Denkfehler dabei liegen. Beziehungen werden nun mal auf Millionen Weisen geführt und Menschen haben ganz unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale. Klar kann da jeder das drin sehen, was er gerne sehen möchte und was seine Erwartungen bestätigt. Aber inwieweit das tatsächlich auch aus der Sicht von anderen Menschen zutrifft, ist höchst diskussionswürdig.

Wer Menschen und Partnerschaften nach den Kategorien "Macho/Arschloch" vs. "netter Kerl" einteilt, wird natürlich ständig eben diese beiden Kategorien antreffen. Die wirklichen Zusammenhänge und auch die wirklichen Probleme sind viel viel komplexer.

Wo sind denn die ganzen anderen Dinge, die für viele Partnerschaften eine Rolle spielen? Da kann man doch auf Anhieb hunderte nennen:

sportlich<>gemütlich
unternehmungslustig<>nicht unternehmungslustig
eifersüchtig<>offen und gelassen
politisch konservativ<>links
naturverbunden<>Stadtkind
an lifestyle interessiert<>"natürlich"
Raucher<>Nichtraucher
sozial engagiert<>egozentrisch
materialistisch<>nicht an Geld interessiert
nachdenklich<>Labertasche

und endlos so weiter.

Es kann doch niemand im Ernst meinen, das macho<>"nett sein" wirklich diese Bedeutung hat, die diesen Verhaltensweisen in diesem Thread angedichtet werden. Sorry, falls das wieder jemand als Angriff missverstehen sollte, aber das ist doch einfach unglaublich naiv!
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
ich glaube nicht, dass jemand der "nett" ist, einen Nachteil hat, eher im Gegenteil. :zwinker:
Aaaaaaaaber: Viele dieser "Netten", die ich kenne, sind superlangweilige Leute, z.B formelles, zurueckhaltendes Auftreten statt ein wenig Humor und Charme oder auch nur Interesse am Gegenueber, hilflos gekleidet, die Hose bis zum Bauchnabel hochgezogen, geben sich keine Muehe, ein wenig gut zu wirken...und fragen sich dann, weshalb, obwohl sie doch nett sind, kein Supermodel bei ihnen anklopft.

Nett vertraegt sich tiptop mit ein wenig frischen, frechen Auftreten...und das, denke ich, kommt super gut an.
 

Benutzer80996 

Verbringt hier viel Zeit
OMG, was für ein genialer Abend und an dieser Stelle ein großes Dankeschön an den TS, denn sonst wäre das vielleicht anders ausgegangen ^^

Also passiert ist folgendes:

Ich war mit einem Kumpel in der Stadt unterwegs -um ehrlich zu sein, wir hatten eigentlich die Absicht, Mädels kennenzulernen :zwinker: - aber es hat sich nicht wirklich etwas ergeben. Und als wir wieder Heim wollten und auf die U-Bahn warteten haben wir uns über das eine Mädel unterhalten, von dem ich schon seit Ewigkeiten schwärme. Er hat mir eben diverse Tipps gegeben (oder zumindest versucht, allzu viel Ahnung hat er nämlich auch nicht :grin: ) und irgendwann meinet er eben "Du solltest dich auch ein bisschen wie ein Arschloch verhalten, da hast du bessere Chancen". Natürlich hatte ich noch diesen Thread im Kopf und habe ihm gesagt, dass das so nicht stimmt. Er war aber eben anderer Meinung.

Wie dem auch sei, die U-Bahn kommt und wir setzen uns hin. Bei der nächsten Station steigt plötzlich ein hübsches Mädel ein und setzt sich neben mich. Und dann kam mir wieder ein anderer Thread in Erinnerung, wo einer sagte, er versuche, seine Schüchternheit zu überwinden indem er einfach fremde Leute anspricht und ihnen belanglose Fragen stellt. Da ich schon länger mit meiner Schüchternheit kämpfte, erkannt ich meine Chance und warf meinem gegenüber sitzenden Kumpel einen viel sagende Blick zu. Dann wandte ich mich dem Mädel zu und sagte "Hey, ich hab da ein kleines Probelm. Mein Freund da behauptet, Frauen würde mehr auf Arschlöcher stehen und als solches hätte man bessere Chancen beim anderen Geschlecht. Ich halte das natürlich für totalen Schwachsinn aber ich denke mir, es wäre nicht verkehrt, eine weibliche Meinung dazu zu hören"- Sie stieg sofort auf das Gespräch ein und meinte eben, Arschloch nicht direkt, vielleicht ein bisschen Arroganz aber auf jedenfall Selbstbewusstsein. Sie fragte mich dann eben, warum wir das überhaupt ausdiskutiert haben und so entwickelte sich ein tolles Gespräch, sind mit ihr zusammen durch die Stadt gegangen und haben schlussendlich ihre Telefonnummer bekommen. Also unterm Strich hat der Abend beschissen angefangen aber super geendet :grin:

Und mal abgesehen davon, dass ich mich endlich überwinden konnte, ein Mädel anzusprechen, hab ich noch eine ordentliche Portion Mut getankt um die eine aus meiner Schule anzusprechen. Besser gehts kaum :smile:
 

Benutzer29410 

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Ich hatte auch schon viel Spaß mit diesem Thread, den ich meinem eigenen Schatz aus Jux gestern von vorn bis hinten vorgelesen habe. :grin: Sein lakonischer Kommentar: "Schöne Frauen stehen auf Arschlöcher sagt der? Hmmmm.....du bist ne wunderschöne Frau, also muß ich wohl logischerweise ein Riesenarschloch sein. Arme Süße! Ich hoffe, ich trampel schon genug auf dir rum, oder soll ich das noch ein bisschen steigern?"

*lööööööööli* :grin:

Es geht natürlich nur um die Analogie und nicht wirklich ums geschlagen werden (owohl man ja auch immer wieder von Frauen hört, die sich jahrzehntelang nicht aus gewalttätigen Ehen lösen. Das sind sicherlich Ausnahmen).

ich habe auch nicht von körperlicher Gewalt sondern von emotionaler Kälte/Misshandlung und Abweisung gesprochen.

Wie in jedem Klischee wird auch in diesem Arschloch-Typ-Phänomen ein wahrer Kern enthalten sein

Männerstehen auf dumme Blondinen mit Riesentitten.

Und, ist in diesem Klischee ein Fünkchen Wahrheit enthalten? Bei einigen ja, bei den meisten nein. Wenn man aber der FESTEN ÜBERZEUGUNG ist, dass Männer auf dumme Blondinen mit Riesentitten stehen, dann wird man das überall sehen (können). Da hilft es auch alles nichts, dass etliche mit schwarzhaarigen kjleinbrüstigen Intelligenzbestien zusammen sind - das sind dann Ausnahmen, bzw. ist der Betreffende davon überzeugt dass auch dieser Mann sich eigentlich ne dumme Blondine mit Riesentitten wünscht. DAS ist das Gefährliche an Klischees, die als Ventil für den eigenen Frust gebraucht werden. Irgendwann kommt man aus seiner eigenen Geistesfalle nicht mehr raus.

Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, führten jedenfalls dazu, dass mein Frauenbild leider negativ geprägt ist. Und ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, das lag nicht an mir. Dem Arschloch-Typen rennt frau hinterher und kämpft um seine Beachtung, den netten Gentlemen nimmt sie für selbstverständlich und glaubt, um seine Liebe müsse sie nicht kämpfen oder weiß sie nicht zu schätzen.

Hm, irgendwie stört mich dieses "Ich würde der Frau so gut tun, wenn sie mich nur lassen würde" Denken. Im Grunde heißt ein solches Denken doch im KLartext, dass es den "netten" Männern vor allem selber gut tun würde, wenn sie die Frau lieben dürften. Frauen entscheiden schon sehr klar, was ihnen gefällt und was nicht. Das junge Mädchen da zuweilen noch etwas unsicher sind (genauso wie junge Männer), gehört zum Leben dazu. Jeder (bis auf die wenigen die schon mit 15 den Partner für`s Leben gefunden haben) muss doch ersteinmal herausfinden, was er/sie mag und womit sie auf Dauer glücklich wird, und womit nicht.

Und ich sage es immer wieder: die schönen, selbstbewussten, beliebten Mädchen, die viele Freunde und ein buntes Privatleben haben stehen auch bei den netten Jungs wesentlich höher im Kurs als die frustrierten Mauerblümchen die ihre Seele dem Teufel verkaufen würden um einen Freund zu kriegen.
 

Benutzer78935  (46)

Benutzer gesperrt
Aber Du hast geposteten Texten und anderen Usern zugestimmt, die das tun. Du hast Dich hier in eine Diskussion eingebracht, die seit jeher in zwei Lager gespalten ist. Wenn Du Dich entsprechend einbringst, musst Du eben damit rechnen, dass Deine Thesen angegriffen werden.

Es ist genau dieses Lager-Denken, das jede ernsthafte Diskussion mit dir und anderen deiner Art unmöglich macht.

Ich hatte auch schon viel Spaß mit diesem Thread, den ich meinem eigenen Schatz aus Jux gestern von vorn bis hinten vorgelesen habe. :grin:

Habt ihr nicht besseres zu tun?

Außerdem habe ich ohnehin den Eindruck, daß es nicht dein Freund ist, der in eurer Beziehung das "Arschloch" ist. :tongue: :grin:
 

Benutzer81170 

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Woher zum Teufel sollen ihre "Gene wissen" was ein 911er ist, so viele tausend Jahre gibt es das Auto ja nicht. Wieviel Erfolg hat ein stark behaarter, spärlich mit Fellen bedeckter, sehr kräftiger und nach Schweiß riechender Mann in einer heutigen Disco? Er sollte sich, hat er doch mit Sicherheit mehr Jagderfolg als ein Maschinenbauingenieur oder ein Stockbroker, vor Frauen gar nicht retten können, die ihr steinzeitliches Partnerfindungsprogramm nicht unterdrücken können.

Das möchte ich mal kommentieren, allerdings ohne für eine Ansicht Partei zu ergreifen.

Das Ganze stellt mitnichten überhaupt keinen Widerspruch dar. Die Triebe haben sich nämlich nicht geändert, sondern bloß die Ansichten. Die Ideale aus der Zeit der Jungsteinzeit gelten nicht mehr, sie wurden durch modernere Ideale ersetzt, die allerdings zum gleichen Resultat führen.

Der Trieb behauptet bloß, dass ein hünenhafter Kerl keine schlechte Wahl ist. Er kann im Notfall beschützen, genießt Ansehen und dass er abends was essbares besorgt, steht auch außer Frage. Früher machte man derartige Eigenschaften sicherlich am Aussehen fest; dicke Muskeln und eine große Erscheinung waren vorteilhaft. Das hat sich ja teilweise bis heute gehalten.

Der Schweißgeruch, damals ein Zeichen der getanen anstrengenden Arbeit, gilt heute eben nicht mehr als attraktiv — das hat sich nunmal während der Jahrhunderte geändert. Das Ideal erfolgreicher Arbeit definiert der Geist heute über ein teures Auto und ein hohes Einkommen, der Körper ist darum auch eher für solche Männer empfänglich.
 

Benutzer78935  (46)

Benutzer gesperrt
Das Ganze stellt mitnichten überhaupt keinen Widerspruch dar. Die Triebe haben sich nämlich nicht geändert, sondern bloß die Ansichten. Die Ideale aus der Zeit der Jungsteinzeit gelten nicht mehr, sie wurden durch modernere Ideale ersetzt, die allerdings zum gleichen Resultat führen.

Genau, "Survival of the fittest" heißt nämlich durchaus nicht "Überleben des Stärksten". Es heißt korrekt übersetzt "Überleben des am besten Angepaßten".

Was früher der dicke Arm, ist heute das dicke Auto: Ein Zeichen dafür, daß der Mann sich der herrschenden Gesellschaftsordnung erfolgreich angepaßt hat.

Und genau das wirkt auf Frauen anziehend.
 

Benutzer72912  (34)

Meistens hier zu finden
Genau, "Survival of the fittest" heißt nämlich durchaus nicht "Überleben des Stärksten". Es heißt korrekt übersetzt "Überleben des am besten Angepaßten".

Was früher der dicke Arm, ist heute das dicke Auto: Ein Zeichen dafür, daß der Mann sich der herrschenden Gesellschaftsordnung erfolgreich angepaßt hat.

Und genau das wirkt auf Frauen anziehend.
Auf angepasste Frauen, ja.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Das Ganze stellt mitnichten überhaupt keinen Widerspruch dar. Die Triebe haben sich nämlich nicht geändert, sondern bloß die Ansichten. Die Ideale aus der Zeit der Jungsteinzeit gelten nicht mehr, sie wurden durch modernere Ideale ersetzt, die allerdings zum gleichen Resultat führen.

Ich sehe in keiner Form, wie Du die Widersprüche aufgelöst haben willst. Selbstverständlich geht es nicht um Ideale. Soweit ich das verstanden habe, geht es um ererbtes Verhalten, dass angeblich unabhängig von der modernen Sozialisation und von aktuellen Lernprozessen und von rationalen Überlegungen abläuft.

Der Trieb behauptet bloß, dass ein hünenhafter Kerl keine schlechte Wahl ist. Er kann im Notfall beschützen, genießt Ansehen und dass er abends was essbares besorgt, steht auch außer Frage.

Das ist soweit ja vollkommen nachvollziehbar. Aber was ich nach wie vor nicht kapiere ist, wie die Leute die solche Dinge auf das heutige Leben übertragen die Lücke füllen.

Die Theorie besagt ja, dass aufgrund von Erfahrungen die über jahrtausende gesammelt wurden, eine Art automatisches Programm entwickelt wurde, dass hünenhafte starke Männer als gute Partner identifiziert. Es soll eben über Instinkte völlig unbewusst ablaufen und ist angeblich auch kaum beeinflussbar.

Jetzt sind wir gemessen an solchen Zeiträumen einen kurzen Augenblick später und angeblich braucht es jetzt keine tausend Jahre mehr um etwas anzupassen, sondern nur einen winzigen Bruchteil der Zeit.

Das ist doch ein Widerspruch. Denn wo ist der Zusammenhang zwischen einem hünenhaften guten Jäger und einem schmächtigen Typ mit Haarausfall in einem Porsche?

Dann ist die Umwelt einfach wahnsinnig viel komplexer geworden. Ein guter Jäger ist eine sinnvolle Sache, da gibt es keinen Zweifel.

Aber wie hat sich der Typ den Porsche verdient? Vielleicht ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann, vielleicht steht er aber auch schon mit einem Bein im Gefängnis, was ja für die Ernährung der Kinder nicht wirklich vorteilhaft ist. Vielleicht hat er ihn sich mit hochspekulativen Termingeschäften verdient und springt nächste Woche aus seinem Büro im 23. Stock.

Der Schweißgeruch, damals ein Zeichen der getanen anstrengenden Arbeit, gilt heute eben nicht mehr als attraktiv — das hat sich nunmal während der Jahrhunderte geändert. Das Ideal erfolgreicher Arbeit definiert der Geist heute über ein teures Auto und ein hohes Einkommen, der Körper ist darum auch eher für solche Männer empfänglich.

Warum wird dieser Instinkt, dieses Programm plötzlich geändert, während viel ältere Programme noch unverändert weiterlaufen sollen?

Wie machst Du den Sprung zwischen der Statur, die einfach offensichtlich ist und so einem komplexen Sachverhalt wie "Einkommen". Wie entscheidet die Frau denn, ob ein Lehrling mit 800 Euro die bessere Wahl ist oder ein Maschinenbaustudent ohne eigenes Einkommen?

Warum standen in den Jahren nach 68 Männer hoch im Kurs, denen Geld verdienen völlig schnurz war und die Sinn für soziales Verhalten gezeigt haben (wenn zum Teil auch nur in Worten)?

Und warum scheinen die archaischen Programme nur für Frauen zu gelten, während Männer davon völlig losgelöst handeln. Die Evolution treibt die ja wohl kaum in Massen zu den superschlanken Frauen.
 

Benutzer81170 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist soweit ja vollkommen nachvollziehbar. Aber was ich nach wie vor nicht kapiere ist, wie die Leute die solche Dinge auf das heutige Leben übertragen die Lücke füllen.

Die Theorie besagt ja, dass aufgrund von Erfahrungen die über jahrtausende gesammelt wurden, eine Art automatisches Programm entwickelt wurde, dass hünenhafte starke Männer als gute Partner identifiziert. Es soll eben über Instinkte völlig unbewusst ablaufen und ist angeblich auch kaum beeinflussbar.

Jetzt sind wir gemessen an solchen Zeiträumen einen kurzen Augenblick später und angeblich braucht es jetzt keine tausend Jahre mehr um etwas anzupassen, sondern nur einen winzigen Bruchteil der Zeit.

Ich hatte mich da nicht besonders glücklich ausgedrückt. Meiner Ansicht nach — du kannst sie teilen oder ablehnen oder mich anders überzeugen — lässt sich die Evolutionstheorie nicht einfach auf irgendwelche Sachverhalte aufdrücken. Ich — oder besser gesagt, „wir“, denn ich hatte den Kram in zwei Jahren Philosophie nicht alleine verbrochen — hatten das so gelöst, dass wir diese Problematik in einen sogenannten Trieb und ein sogenanntes Ideal trennen.

Der Trieb ist das, was die Evolution uns leider Gottes eingepflanzt hat. Er macht uns Sex schmackhaft, damit wir nicht lange überlegen müssen, wie wir unsere eigene Art am Leben erhalten. Und er sagt uns unter anderem auch, dass wir unserer eigenen Art etwas gutes tun, wenn wir uns zum Sex Partner aussuchen, die eine Aufwertung unserer Art (unseres Gen-Pools) garantieren.

An dieser Stelle setzt das Ideal an: es definiert, was denn als gute Partnerwahl gilt. Da das Ideal im Geist sitzt und bloß mittelbar von unseren genetischen Eigenschaften beeinflusst wird, ist eine Anpassung nicht bloß binnen Jahrhunderten, sondern auch in Stunden oder Minuten möglich.


Aber wie hat sich der Typ den Porsche verdient? Vielleicht ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann, vielleicht steht er aber auch schon mit einem Bein im Gefängnis, was ja für die Ernährung der Kinder nicht wirklich vorteilhaft ist. Vielleicht hat er ihn sich mit hochspekulativen Termingeschäften verdient und springt nächste Woche aus seinem Büro im 23. Stock.

Das braucht uns aber im Zuge dieser Theorie nicht zu kümmern, denn schließlich geht es nicht darum, den Damen hellseherische Fähigkeiten anzudichten.

Der Typ, den wir abends an der Bar beim Flirten beobachten, kann auch charmant und ein Gentleman der alten Schule sein. Und dennoch wissen wir über ihn, dass sein Vermieter ihn heute morgen aus der Wohnung geworfen hat, weil er infolge seines verlorenen Arbeitsplatzes die Miete nicht zahlen konnte. Aber jetzt gerade verlässt er die Bar mit einer eingehakten Frau in Richtung seines Sportwagens.

Augenscheinlich hat er sich besser verkauft, als es seine momentane Situation — rational betrachtet — zugelassen hätte.


Warum wird dieser Instinkt, dieses Programm plötzlich geändert, während viel ältere Programme noch unverändert weiterlaufen sollen?

Das ist wahrlich etwas zu komplex, um es jetzt auszuführen (eigentlich wollte ich mich heute ausgiebig auf mein Abitur vorbereiten), aber es gibt eben Eigenschaften, die sich bis heute gehalten haben und Eigenschaften, die eine Lebensdauer von nur ein paar Jahren haben.

Welche Eigenschaften schlussendlich das Ideal formen, lässt sich schließlich kaum erfassen. Dort fließen Umwelteinflüsse, Erziehung und persönliche Einstellungen mit ein, teilweise auf solch subtile Art, dass man sie kaum zu erkennen vermag.


Wie machst Du den Sprung zwischen der Statur, die einfach offensichtlich ist und so einem komplexen Sachverhalt wie "Einkommen". Wie entscheidet die Frau denn, ob ein Lehrling mit 800 Euro die bessere Wahl ist oder ein Maschinenbaustudent ohne eigenes Einkommen?

Ausprobieren. Wir können und wollen nicht hellsehen.

Gehen wir mal nur vom Einkommen aus, so hat der Student sicherlich die besseren Aussichten, während der Lehrling momentan die Nase vorn hat. Nun kommt es darauf an, ob im Ideal einer Frau die Aussicht auf den aus dieser Situation zu vermutenden höheren Erfolg schwerer wiegt als der momentane Erfolg des Lehrlings. Wenn sie mit ihrer Wahl schließlich auf die Nase fliegt — vielleicht findet der Student keine Anstellung oder der kommt abends nörgelnd nach Hause, weil seine Arbeit anspruchslos ist — wird sie ihr Ideal anpassen oder es bleiben lassen.


Und warum scheinen die archaischen Programme nur für Frauen zu gelten, während Männer davon völlig losgelöst handeln. Die Evolution treibt die ja wohl kaum in Massen zu den superschlanken Frauen.

Ich weiß, womit du mit „superschlank“ anspielst. Früher war eine schlanke Figur zweifellos der Tod, weil sie zu angreifbar für Umwelteinflüsse war. Ich gehe davon aus, dass Männer damals auf etwas molligere Frauen standen. In bestimmten Kulturen gilt oder galten besser beleibte Frauen vor noch gar nicht so allzu langer Zeit als unglaublich attraktiv.

Das hat sich eben heute geändert. Heute steht das Überleben des nächsten Tages nicht mehr primär im Vordergrund, so dass sich im Ideal die Prioritäten verschoben haben. Stattdessen achten Männer auf eine schöne Figur oder dicke Titten — augenscheinlich kommt man in der heutigen Zeit mit solchen Merkmalen weiter.
 
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