Der Hauskauf-Plauderthread

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ist ja auch so eine Sache mit den bezahlten Angeboten. Bei Küchen ist es ja z.B. üblich, dafür kein Geld zu nehmen, dafür wird aber, gerade von den größeren Anbietern auf dem Markt teils ein absurder Aufwand getrieben, um Angebote nicht vergleichbar zu machen (Handelsmarken, seltsame Preiszusammensetzung über "Blöcke", "Rabatt nur noch heute!", ohne Unterschrift nur Herausgabe eines sehr rudimentären Angebots usw.). Kleine Anbieter sind da teils besser.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Dafür ist mein Lohn halt hinterher höher, sodass ich mir das Geld wieder reinhole.
Dafür musst du den Auftrag aber hinterher auch kriegen :zwinker:
Ich kann wieder nur vom KFZ Bereich sprechen, aber es gibt Kunden die lassen sich ein Angebot machen, damit sie dann die genaue Aufstellung haben was gemacht werden muss und gehen damit zu einem billiganbieter. Der muss die Diagnose dann nicht mehr kalkulieren, hat ja ein anderer schon gemacht, und kann damit viel billiger anbieten. Das gibt es auch in anderen Bereichen.
Ich weiß nicht was du machst, ich meine aber was im kreativen Bereich? Wenn es bei dir öfter vorkommt das sie dich ein grobes Konzept, auf dem dein Angebot beruht, entwickeln lassen. Sich aber in Wirklichkeit nicht für das Angebot, sondern für das Konzept interessieren, um es dann von nem Kunststudenten für einen Bruchteil dessen was du nehmen müsstest umsetzen zu lassen, würdest du dir vermutlich auch was einfallen lassen müssen.
Könnte mir vorstellen das es auch darauf ankommt wie verbreitet das in der Region bzw. Branche ist.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Das man sich mindestens zwei Angebote holt bei Gewerken die jetzt so spezialisiert nicht sind ist doch aber normal? Ich habe mich auch schon für das teurere Angebot entschieden wenn der Rest besser gepasst hat :zwinker:
Dann seid ihr eine rühmliche Ausnahme. Der Großteil der Bauherren, egal ob öffentlich oder privat, guckt ausschließlich auf den Preis.
Mein Mann kotzt auch regelmäßig ab, wenn er x Stunden in ein kompliziertes Angebot steckt, das sauber ausarbeitet und dann geht der Auftrag an einen, der halt 20 oder 30% billiger schafft, auch wenn klar ist, dass das Humbug ist. Gute Arbeit kostet.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
ich hab mir das "explizite, ausformulierte angebote schreiben" einfach komplett abgewöhnt. das ist einfach nur arbeit fürn arsch, und dafür zu zahlen sehen die meisten eben nicht ein. zumal eben, wie schon anderweitig erwähnt, in meinem fall da auch schon eine menge echter arbeit und planung drinsteckt, die ich ganz sicher nicht kostenlos rausgeben will, damit wer anders (basierend auf meinen ideen) das ganze erledigt.

faktisch lehne ich auch aufträge ab, wo der auftraggeber sagt "ich hab da schon ein angebot vorliegen, geht das bei ihnen günstiger" oder mir die planung eines anderen auftragnehmers vor die nase hält damit ich dadraus was mache. sowas finde ich asi, das sage ich auch, und für solche menschen arbeite ich nicht.

ich unterhalte mich da mit dem kunden ne stunde oder zwei drüber, was er sich so vorstellt - das kostet auch zeit, aber ich will ja eh wissen für was für einen menschen ich da arbeite - und gebe eine ganz grobe preiskalkulation ab. der rest wird step by step im laufenden projekt abgesprochen.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Dafür ist mein Lohn halt hinterher höher, sodass ich mir das Geld wieder reinhole.

Was null Transparent ist. Es geht ja nicht darum den Kunden ab zu zocken oder seine Kosten galant zu verschleiern. Sondern um einen offenen Dialog. Natürlich kann man auch einfach die Handwerkerstunde für 75/80 Euro anbieten (netto). Das Gejaule über den teuren Handwerker höre ich jetzt schon. Es ist ja nun mal so, dass ein Handwerksbetrieb nur mit produktiven Stunden kostendeckend arbeiten kann. Heißt Büro, Verwaltung, Lager usw sind alles nur Kostenverursacher aber keine Stellen mit der ich Gemeinkosten decken kann. Es wäre wünschenswert, wenn man auch mit Jenen GK decken kann. Aber man sieht es hier ja, wie hoch die "Bereitschaft" ist. Dem Handwerker spielt nur die eigene Verknappung in die Karten den Kunden dahin zu drücken wo er ihn haben will. Wer dann als Kunde nicht mit macht, darf zur Resterampe der produktiven Pfuscherei.

Ein Anwalt, ein Arzt, ein Architekt alle rechnen ihre "Gedankenarbeit" in Honorarordnungen ab. Nur der doofe Handwerker kuscht immer noch vor dem Endkunden als die billige Preishure wo es Leistung ohne Bezahlung gibt.
[doublepost=1528803505,1528803165][/doublepost]
Was halt - aus Bauherrensicht - doof ist, ist Interesse bekunden, kommen, drei Monate später ein Angebot schicken und sich dann ärgern das es inzwischen obsolet ist. Auf manche Gewerke kann ich so lange nicht warten.

Das sind aber in der Regel auch eher nicht organisierte Betriebe :zwinker: Wenn ich Zusage, dann kommt auch das Angebot. Ein Wort, gleich eine Tat. Man muss da aber auch mal sehen was der Chef, gerade in kleinen Betrieben, so am Tag leisten muss. Neben der Mitarbeit draußen, ist dann auch noch das Büro/Verwaltung zu machen und irgendwann will der auch noch mal Zeit für die Familie haben. Da wird es halt gnadenlos, wenn du nicht organisiert bist. Das ist halt der Nachteil an der Einzelvergabe, bei einem GU/GÜ kannst aber auch nicht sicher sein das alles toll wird.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Der Lehmbauer ist fleißig bei diesem Schietwetter. Ist schon irgendwie spannend so die Fortschritte zu sehen.

42034449294_ec6fca555f_z.jpg
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Ein Anwalt, ein Arzt, ein Architekt alle rechnen ihre "Gedankenarbeit" in Honorarordnungen ab. Nur der doofe Handwerker kuscht immer noch vor dem Endkunden als die billige Preishure wo es Leistung ohne Bezahlung gibt.
Das ist aber in vielen Bereichen so, nicht nur beim Handwerker :zwinker: Nimm mal zB die Hochzeitssängerin - waaaas, 200 Euro für ein oder zwei Liedchen?! :nope: Dass die Dame auch Anfahrt hat, die komplette Zeit in der Trauung sitzt, Noten besorgen muss, das Stück üben muss und auch regelmäßige singen muss, um ihre Stimme auf Trab zu halten, sehen die Leute nicht. Und das sind nur die Dinge, die mir spontan einfallen, bin ja keine Sängerin :grin: Ich glaube, es sind eher die wenigsten Berufe, wo man alles abrechnen kann.
Leider.
[Ist in meinem Job übrigens auch nicht so...]
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Das ist aber in vielen Bereichen so, nicht nur beim Handwerker :zwinker:

Sicherlich. Ich denke aber dass die Sängerin ein überschaubares Risiko trägt. Es ist halt einfach absurd sich die Menge an Arbeit nicht vom Kunden vergüten zu lassen. Wie viele Baunormen gibt es? 1000, 10000? Irgendwas dazwischen sicherlich. Allein für meinen Bereich sind locker 150 Normen relevant und das sind ja nun echt keine Taschenbücher. Trotzdem müsste ich quasi alle auswendig kennen, denn ich schulde Werkerfolg und der definiert sich im Juristen deutsch darin. Das Werk frei von Sach- oder Rechtsmängel zu erstellen. Dann taucht da noch so ein toller Begriff wie anerkannte Regeln der Technik auf. Der zwar nicht genau definiert ist, der aber für den Werkerfolg unverzichtbar ist.

Heißt vereinfacht gesagt, ich muss sämtliche DIN/ EN, Regelwerke, Merkblätter, Herstellervorschriften im Blick haben und innerhalb meiner Planung abwägen. Mache ich ein Fehler, stehe ich ohne jegliche Haftung vor dem Scherbenhaufen meiner Existenz. Wäre vermutlich so, als würde man deiner Sängerin bei der falschen Noten einen Finger abschneiden. Geld verdienen wird dann vermutlich schwierig.

Es sollte halt einfach dazu übergegangen werden, das erst die Planung zu erstellen und zu bezahlen ist und danach die Ausführung an die Reihe kommt. Dann gibt es auch weniger Pfusch und dann schaffen es vielleicht auch die Dösköppe mal ihr veraltetes Wissen aufzufrischen.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Gibt's für handwerker keine Haftpflicht? Kann ich mir nicht vorstellen.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Gibt's für handwerker keine Haftpflicht? Kann ich mir nicht vorstellen.

Es gibt sicherlich eine Betriebshaftpflicht die lässt sich aber nicht erweitern. Heißt das alle Handlungen, die rein auf "Planung" abzielen nicht abgedeckt sind. Bedeutet für den Endkunden auch, dass im Falle des Schadens man drauf sitzen bleiben wird.

Die normale Betriebshaftpflicht sichert nur ausführende Tätigkeit oder reine Planungstätigkeiten ab. Im letzteren Fall muss man sich einer "Architekten" Haftpflicht als HW bedienen, die recht hohe Versicherungsbeiträge verlangen. Wenn überhaupt müsste man sein Betrieb in zwei separate aufteilen.

Also ja, es gibt keine die den Fall mit berücksichtigt falsche Planung abzusichern. Ich mache mal ein einfaches Beispiel:

Du beauftragst mich ein Angebot für eine Dachsanierung zu machen. Dann wird in dem Falle für die üblichen Arbeiten die Betriebshaftpflicht einspringen. Jedoch nicht, wenn ich z. B. bauphysikalische falsche Berechnungen - die ich ohne Zweifel zu erstellen habe - anstelle und die Hütte nach 5 Jahren Abrissreif ist.

Das meint die Planung. Es geht also nicht darum, dass ich weiß wie ich einen Latthammer halten soll, sondern viel mehr geht es darum die weichen Faktoren richtig zu bemessen. Ja, bei derartigen Aufträgen ist das Potenzial sehr groß Schiffbruch zu erleiden und das alles völlig kostenfrei für den Kunden, weil gehört sich ja so :zwinker:
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Sicherlich. Ich denke aber dass die Sängerin ein überschaubares Risiko trägt.
Ich habe mich schlicht auf dieses Zitat bezogen:

Ein Anwalt, ein Arzt, ein Architekt alle rechnen ihre "Gedankenarbeit" in Honorarordnungen ab. Nur der doofe Handwerker kuscht immer noch vor dem Endkunden als die billige Preishure wo es Leistung ohne Bezahlung gibt.

Und da schreibst du, dass halt "nur" der "doofe Handwerker" seine Gedankenarbeit nicht abrechnet, aber das stimmt einfach nicht :smile: Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen. Denn viele sind nicht gewillt, die Zusatzkosten der Sängerin zu tragen, auch in diesem Sektor gibt es "Lohndumping" durch "billige" Kräfte, die diese "Gedankenarbeit" nicht abrechnen. Und das war nur ein Beispiel, da gibts noch viele andere Felder.
Ich sage nicht, dass das gut ist. Ich sage nur, dass die Handwerker nicht die einzigen sind.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Ich sage nur, dass die Handwerker nicht die einzigen sind.

Welche Relevanz hat das jetzt? Es ging hier nicht um Jammern, sondern um Darlegen von Tatsachen, den sich vermutlich 99% der hier Schreibenden nicht bewusst sind. Mir ist das "Dumping" persönlich egal, denn nicht nur der Kunde entscheidet, wer mein Kunde ist :zwinker:

Mein Vergleich zielte auf die Honorarordnung ab und auf dem Bau zu bleiben - HOAI. Die anderen Berufsgruppen nannte ich nur dem Verständnis wegen, weil mit der HOAI wird hier auch kaum einer was Anfangen können. Wenn ich also das gleiche "gedanklich" leisten muss, wie ein Architekt, wenn er mit etwas beauftragt wird, müsste mir theoretisch auch das Recht zu stehen nach Honorarordnung abrechnen zu können. Dann wären wir aber weit von den 100 Euro weg.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Die relevanz ist, dass du gesagt hast, dass das nur den handwerker betrifft und das eben nicht stimmt :rolleyes: nicht mehr und nicht weniger. herrje...
 

Benutzer109783 

Beiträge füllen Bücher
Wir hatten auch grosse Probleme mit Fachleuten, weil keiner Interesse hatte. Da kam dann immer: "Lohnt sich nicht für uns". Kann ich auch verstehen, weil wir z.B. nur mal Fliesen im Flur legen lassen wollten oder so, aber doof ist es dennoch, weil wir schlichtweg nicht die Zeit und Lust für all das hatten (abgesehen vom Können :grin:).
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Off-Topic:
Stimmt ich vergaß, das auf PL ja immer alles ernst genommen wird und es auch total naheliegend ist über andere Berufsgruppen zu diskutieren, wenn das Thema sich um Hauskauf/bau dreht. Also liebe Berufsgruppen, wenn ihr Euch nun von mir unberücksichtigt gefühlt habt, dann tut mir das total leid... :rolleyes:
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Das ist schön, diese liebevolle Entschuldigung nehme ich gerne an :smile:
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Off-Topic:
Keine Angst, in keinem denkbaren Szenario würde ich mich für etwas entschuldigen, dass ich nicht getan habe. Vor allem für was? :grin: Wer mich missverstehen möchte bitte, ich kenne das Forum ja lange genug und die Uneigenheiten *hust*
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Kurzer zwischenstand bei uns.

Werden die fliesen wohl doch rauskloppen und dann darauf neuen Boden verlegen. Haben es mal bei 1-2 probiert und die gingen recht gut aus. Woran sieht man denn ob noch “zu viel“ fliesenkleber übrig ist? Bzw brauch man immer zwingend ne Ausgleichsmasse bevor man vinyl verlegt ? Reicht nicht auch ne Folie oder so drunter ?

Morgen kommt ein Malermeister und schaut sich die holzdecken an. Ich hätte gerne einen Kostenvoranschlag und viel leicht traut er sich auch an die Küche. Ist Alles Echtholz Buche und ich hätte das gerne weiss gestrichen mal sehen was er sagt.

Hach ich freu mich :smile:
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Ein Hauskauf/-bau steht in naher Zukunft bei uns auf keinen Fall an. Mittelfristig (in den nächsten 2-5 Jahren) sind wir aber schon am überlegen ob das für uns in Frage kommt.
Wie lange im Voraus habt ihr euch denn Gedanken darüber gemacht? So Sachen wie Eigenkapital ansparen etc. braucht ja schon auch ein bisschen Vorlaufzeit.

Edit: Ich hoffe die Frag passt hier, auch wenn sie nicht direkt zum Kauf/Bau gehört :smile:
 

Benutzer1680  (40)

Verbringt hier viel Zeit
Meiner Meinung nach sollte das ansparen vom Eigenkapital so nebenbei erfolgen. Wenn man auf Sachen absichtlich verzichten muss um was anzusparen wird es später mit nem 300.000 € Kredit auch nicht einfach haben. Und nur wegen eines Hauses 20 Jahre auf Reisen, essen gehen, Kino, Technik, Klamotten, ... zu verzichten wird nur in den seltesten Fällen klappen wenn man vorher alles hatte bzw. gemacht hat.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren