Der Fußball im Wettsumpf

Benutzer9319 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich mir den folgenden Artikel von SPIEGEL ONLINE durchlese, wundere ich mich nicht mehr über einige Ergebnisse der Bundesliga:

Fußball-Wettskandal

Nationalspieler gerät unter Verdacht

Der Skandal um manipulierte Fußballspiele hat die Niederungen der Regionalliga verlassen. Mittlerweile sind auch Bundesliga- und sogar ein Nationalspieler in Wettschiebereien verwickelt. Für Aufsehen sorgen Geständnisse eines Informanten aus der Wettszene.

Hamburg - Das ARD-Magazin "Plusminus" berichtet, dass jetzt sogar ein Auswahlspieler in den neuen Skandal verwickelt sein soll und beruft sich dabei auf "Insiderinformationen, die der Redaktion vorliegen". Unklar ist, ob es sich dabei um einen deutschen Nationalspieler handelt. "Also, ich kann es mir nicht vorstellen", sagte Franz Beckenbauer, der Chef des WM-Organisationskomitees. Wie auch immer: "Es wird natürlich um die Welt gehen", sagte Beckenbauer, "es ist natürlich für unsere Organisation nicht gerade förderlich." Beckenbauer gab auch zu bedenken, dass ein ein deutscher Nationalspieler eigentlich genug Geld verdienen müsste, "um auf solche Wett-Abenteuer zu verzichten".

"Plusminus" liege die Aussage eines Informanten aus Wettkreisen vor, der persönlich bei einem Anwerbegespräch mit einem Erstligaprofi dabei gewesen sein will. "Da hat ein Bundesligaspieler gesagt: 'Wir werden morgen verlieren.' Und dann hat er noch selber 10.000 Euro gegen seine eigene Mannschaft gesetzt. Ich habe das alles mitgehört."

Die neuen Verdachtsfälle betreffen offenbar nicht mehr Südwest-, sondern Süddeutschland. Denn bisher wurden die Ermittlungen vom Frankfurter Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel geleitet, mittlerweile hat sich auch sein Münchner Kollege Anton Winkler in den Fall eingeschaltet. Zu Verdächtigungen gegen Bundesliga- und Nationalspieler sagte der Jurist dem TV-Sender N24: "Wir haben in den letzten Tagen diese mittlerweile bekannten Manipulationsvorwürfe erfahren. Wir sammeln derzeit die Informationen diesbezüglich und werden sie auswerten. Und dann werden wir weitersehen. Wir führen derzeit noch keine Ermittlungen, sondern wir prüfen erstmal."

Erstaunlicherweise hat Winkler von Journalisten über Informationen auf verdächtige Spitzenspieler erfahren. Weitere Angaben machte der Oberstaatsanwalt nicht. "Wir stehen noch am Anfang unserer Erkundungen." Auch auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE wollte Winkler weder bestätigen noch dementieren, dass es sich bei dem verdächtigen Nationalspieler um einen deutschen Profi handelt.

Laut "Plusminus"-Informationen sei die Wettmafia europaweit vernetzt. Der Informant habe der Redaktion berichtet, dass er alle Beteiligten kennen würde. "Der Hoyzer und der Ante S. (die Hauptbeschuldigten im Fall des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer, d. Red.) sind da nur ganz kleine Fische. Auch bei dem Wettskandal in Belgien, wo jetzt gerade die belgische Polizei ermittelt, haben wir alles gewusst. Da hat ein Spieler von St. Truiden den Tipp gegeben. Und dann wurde bei uns gesetzt. Über 400.000 Euro sind da allein bei einem Wettanbieter gewonnen worden."

Der "Stern" berichtet, dass ein in Malaysia geborener Chinese einer der vier Hauptverdächtigen der Wettschiebereien ist. Dieses Quartett aus dem südwestdeutschen Raum sitzt bereits in Untersuchungshaft. Dabei soll es sich laut "Stern" auch um William Bee Wah L. aus Bad Dürkheim handeln, der unter dem Namen "Wong" aufgetreten sein soll. Dieser habe Trainer und Spieler mit Prämien zwischen 5000 und 15.000 bestochen, damit diese Spiele manipulieren.

Der "Stern" schreibt, dass L. den 23 Jahre alten Libanesen Sayed G., ein Asylbewerber aus Bad Dürkheim, eingesetzt haben soll, um vor allem mit ausländischen Spielern aus der Regionalliga Süd in Kontakt zu treten. Dabei seien den Akteuren hohe Summen geboten worden, damit diese kein gutes Spiel machen. Die Wett-Mafia soll auch versucht haben, die österreichische Erstliga-Begegnung zwischen Graz und Austria Wien zu beeinflussen. Dieses Vorhaben sei aber gescheitert. Sayed G. sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.

Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,406072,00.html
 

Benutzer48572 

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Naja die würden auch genauso mies spielen, wenn sie nicht betrügen würden.
Was mich daran wirklich ankotzt: Diese ganzen Ballschubser da kriegen 6 oder 7stellige Gehälter in ihren Vereinen, ziehen dann ins Ausland um keine Steuern zu zahlen und wenn irgendwelche Kriminellen kommen und die bestechen wollen, nehmense das Geld auch noch mit.
Mir kann doch kein Fußballer der Bundesliga erzählen, er hätte das Geld nötig.
Als Konsequenz sollte man den Kommerz im Fußball ganz einfach stoppen, die Spieler kriegen keine Millionen mehr nachgeworfen, TV-Lizenzen werden gestrichen etc.....

Aber danke, dass solche Kriminellen vielleicht sogar unsere Nationalmannschaft unterlaufen.
 
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