Studium Der Doktoranden-Thread

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Welche Nachteile denn? Der einzige, der mir einfällt, ist dass man beim Notar mit "Dr." unterschreiben muss.
Gefühlt sind Rechnungen der Autowerkstatt teurer geworden. Bestätigen mir auch Kollegen.
Vorteile hat man aber definitiv bei der Wohnungssuche.
Und beim Arzt wird man öfter gefragt, ob man auch Arzt ist... Nein, richtiger Doktor. :zwinker:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Gilt natürlich nicht nur für Doktorarbeiten...

Plagiate: Berliner Gericht verschärft Zitierregeln

In einem Buch oder Aufsatz findet man ein schönes, übernahmefertig eingebettetes Zitat, zu dem auch die Originalquelle angegeben ist. Darf man dann das Zitat und den Verweis auf die Originalquelle übernehmen, die auch „Letztquelle“ genannt wird? Nein, sagt nicht nur jeder seriöse Wissenschaftler, sondern nun auch das Berliner Verwaltungsgericht
(..)
Damals ging es allerdings nur um eine studentische Hausarbeit, die mit „durchgefallen“ bewertet wurde.
(..)
„Dieses Vorgehen verstößt nicht nur gegen die elementaren Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens, sondern stellt – in Prüfungsarbeiten – auch eine Täuschung dar.“
(..)
Studenten müssen sich noch mehr bemühen, die seit Jahrzehnten geltenden Grundsätze wissenschaftlichen Zitierens einzuhalten. Denn nicht die Regel hat sich geändert, sondern nur die Tatsache, dass ihre Einhaltung von den Gerichten auch akribisch überprüft wird.


Als ich mit dem Lesen des Artikels anfing, dachte ich mir: "Was ist denn das für eine Haarspalterei?" Aber wurde dann schnell klar: Man soll einfachen schauen, ob andere korrekt zitierten - bzw. wenn man das nicht kann, die Fundstelle korrekt kennzeichnen.

Paßt.
 

Benutzer146280 

Verbringt hier viel Zeit
Gilt natürlich nicht nur für Doktorarbeiten...

Plagiate: Berliner Gericht verschärft Zitierregeln

In einem Buch oder Aufsatz findet man ein schönes, übernahmefertig eingebettetes Zitat, zu dem auch die Originalquelle angegeben ist. Darf man dann das Zitat und den Verweis auf die Originalquelle übernehmen, die auch „Letztquelle“ genannt wird? Nein, sagt nicht nur jeder seriöse Wissenschaftler, sondern nun auch das Berliner Verwaltungsgericht
(..)
Damals ging es allerdings nur um eine studentische Hausarbeit, die mit „durchgefallen“ bewertet wurde.
(..)
„Dieses Vorgehen verstößt nicht nur gegen die elementaren Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens, sondern stellt – in Prüfungsarbeiten – auch eine Täuschung dar.“
(..)
Studenten müssen sich noch mehr bemühen, die seit Jahrzehnten geltenden Grundsätze wissenschaftlichen Zitierens einzuhalten. Denn nicht die Regel hat sich geändert, sondern nur die Tatsache, dass ihre Einhaltung von den Gerichten auch akribisch überprüft wird.


Als ich mit dem Lesen des Artikels anfing, dachte ich mir: "Was ist denn das für eine Haarspalterei?" Aber wurde dann schnell klar: Man soll einfachen schauen, ob andere korrekt zitierten - bzw. wenn man das nicht kann, die Fundstelle korrekt kennzeichnen.

Paßt.
So schwer ist es ja auch nicht ein paar Paper selbst zu lesen die man zitiert. :smile:
 

Benutzer149155 

Sehr bekannt hier
Ich grätsche mal als Nicht-Doktorandin rein...

Was ich an dem Urteil problematisch finde, ist, dass man als Verfasser einer Hausarbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit dennoch versehentlich plagiieren kann: Man stelle sich vor, man liest das "Original" und gibt den Inhalt in eigenen Worten wieder, zitiert mit "vgl.". Und dann läuft die Arbeit elektronisch durch den Plagiatsscan und das Ding "springt an", weil man wortwörtlich oder nahezu wortwörtlich dasselbe sinngemäße Zitat wählte wie ein Mensch davor.

Dann wird mir ja potentiell ein Plagiat vorgeworfen, weil ich nicht jede Sekundärliteratur zu Thema X gelesen habe, und das fände ich schon sehr abstrus.
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Ich grätsche mal als Nicht-Doktorandin rein...

Was ich an dem Urteil problematisch finde, ist, dass man als Verfasser einer Hausarbeit, Masterarbeit, Doktorarbeit dennoch versehentlich plagiieren kann: Man stelle sich vor, man liest das "Original" und gibt den Inhalt in eigenen Worten wieder, zitiert mit "vgl.". Und dann läuft die Arbeit elektronisch durch den Plagiatsscan und das Ding "springt an", weil man wortwörtlich oder nahezu wortwörtlich dasselbe sinngemäße Zitat wählte wie ein Mensch davor.

Dann wird mir ja potentiell ein Plagiat vorgeworfen, weil ich nicht jede Sekundärliteratur zu Thema X gelesen habe, und das fände ich schon sehr abstrus.

Die Arbeit geht ja nicht nur durch das Programm. Danach wird natürlich noch einmal manuell geprüft.
Wenn dabei rauskommt, dass man einen fremden Gedanken versehentlich nicht als solchen deklariert hat, heißt das auch, dass man die Literatur nicht sorgfältig ausgewertet hat, sonst würde ja wenigstens irgendeine Quelle dran stehen.
Vielleicht gilt das nicht für alle Geisteswissenschaften, aber bei mir wäre das unsauberer Arbeit geschuldet gewesen. Und ja, ich hatte es, dass ich wusste, dass ich „das irgendwo gelesen habe“ und dann erstmal tagelang wieder suchen musste, weil ich es damals noch unerheblich fand :censored:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
So schwer ist es ja auch nicht ein paar Paper selbst zu lesen die man zitiert. :smile:
Der verlinkte Artikel erklärt's doch: Ich lese einen Text zum Thema, in dem ein Zitat auftaucht, daß ich passend/hilfreich finde. Wenn ich es wie folgt verwende, ist alles OK:

Liegt die Originalquelle nicht vor, muss er kenntlich machen, dass er nur die Zwischenquelle zitiert, also: „(Luhmann 1990, S. 12, zitiert nach Mustermann 2000, S. 99)

Dann wird mir ja potentiell ein Plagiat vorgeworfen, weil ich nicht jede Sekundärliteratur zu Thema X gelesen habe, und das fände ich schon sehr abstrus.
Das mag passieren können - aber wenn Du die Originalquelle zitiert hast, kann ja jeder nachschauen wo's herkommt. Ich mag mich irren - aber mehr als einen Fehlalarm kann ich mir in dieser Konstellation nicht vorstellen. Die ist ja nicht neu - das sollten Plagiatssoftware und spätestens menschliche Prüfer erkennen.
 

Benutzer149155 

Sehr bekannt hier
Wenn dabei rauskommt, dass man einen fremden Gedanken versehentlich nicht als solchen deklariert hat, heißt das auch, dass man die Literatur nicht sorgfältig ausgewertet hat, sonst würde ja wenigstens irgendeine Quelle dran stehen.

Nein, mir ging es nicht darum, das vollkommen ohne Zitat zu belassen, sondern um die Situation, dass man die Originalliteratur paraphrasiert, das entsprechend mit "vgl. <Originalliteraturzitat>" kenntlich macht und einem dann vorgeworfen wird, man hätte die Paraphrasierung von wo anders abgeschrieben, obwohl man dieses eine Werk gar nicht kennt. In manchen Bereichen gibt es so viel Literatur zu einem Thema, dass man unmöglich neben der ganzen Primär- auch noch sämtliche Sekundärliteratur gelesen haben kann, vor allem, wenn es sich bspw. nur um eine Hausarbeit handelt, die mit vielleicht 3 ECTS honoriert wird.
 

Benutzer177465  (36)

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
und alle Patienten so "Alter, mir doch egal wie er oder sie zitiert.. the fuck? Ich gehe doch mit meinem Schnupfen nicht zum Schriftsteller"
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Off-Topic:
und alle Patienten so "Alter, mir doch egal wie er oder sie zitiert.. the fuck? Ich gehe doch mit meinem Schnupfen nicht zum Schriftsteller"
Vollkommen richtig, aber dann soll der Mediziner eben keinen wissenschaftlichen Titel erwerben wollen. Wobei da eh die Frage ist, inwiefern eine Doktorarbeit im medizinischen Bereich vergleichbar zu geisteswissenschaftlichen Doktorarbeiten ist.
 

Benutzer146280 

Verbringt hier viel Zeit
Ich vermute mal, dass es bei einer reinen Literaturarbeit auch darum geht geeignet zu priorisieren was man liest und zitiert.
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Nach meinen Verständnis geht es bei Plagiaten doch ohnehin ganz vorrangig nur um Primärquellen.
Da darf man nix klauen, aber wenn man einen der 19, die diese schon mal zitiert haben vergisst... naja..
Hatte ich Primärquellen, habe ich sogar weitestgehend auf weitere Abgaben verzichtet, soweit die sekundärQuellen nur deren Inhalt wiedergegeben haben. Ist ja keine reine Fleißarbeit :zwinker:
 
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