Der Absolute-Beginners-Thread

  • Themenstarter Unerfahrener Romantiker
  • Erstellt am
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Basierend auf einer Idee von G glux und da es in letzter Zeit immer mehr Mitglieder mit einem ähnlichen Anliegen gab, dachte ich mir, diese Diskussion zu starten. Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben. Ich bin gespannt, wohin sich dieser Thread entwickelt:smile:
 
G
Benutzer226102  (40) Öfter im Forum
  • #2
: - )
 
G
Benutzer226102  (40) Öfter im Forum
  • #3
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #4
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
Vielen Dank für die lieben und verständnisvollen Worte :smile:
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #5
Ich lese interessiert mit.
Ich date ja gerade einen unerfahrenen Mann und freue mich über Einblicke, die vielleicht mein Verständnis und Einfühlungsvermögen schärfen können.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #6
Ich gehöre dann wohl auch in diesen Thread.

Ich bin Ende 30 und AB.
Aber ich weiß nicht, was man darüber großartig diskutieren könnte.
Dass so ein unterkuscheltes Leben ohne Liebe und Sex im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigend ist, dürfte ja klar sein.
Leute, die mich noch nicht so lange kennen und erfahren, dass ich AB bin, sind davon meistens überrascht. Und so manche durchaus attraktive (aber natürlich vergebene) Frau fragte sich schon, wie ein Mann wie ich so lange keine Partnerin finden könne. (Siehe z.B. hier und hier, wo ich sogar von einer ziemlich coolen Frau als attraktiver Mann bezeichnet wurde...)

Letztendlich geht das aber ganz einfach, wenn man zu blöd für die Partnersuche und Beziehungsanbahnung ist.
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd. Signale, die als Wink mit dem Zaunpfahl gedacht sind, nehme ich bestenfalls als ganz subtiles Zeichen wahr. Und dann vertraue ich dieser Wahrnehmung nicht mal.
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren. Rational lässt sich das wohl kaum erfassen. Einen intuitiven Zugang dazu habe ich einfach nicht. Und für einen trial and error-Ansatz fehlt mir der Mut und vor allem auch die nötige Skrupellosigkeit, um Dinge auszuprobieren, ohne wirklich einschätzen zu können, ob sie für mein "Objekt der Begierde" vielleicht irgendwie unangenehm sein könnten. Und den Zeitraum, in dem man vielleicht noch mit einem Hauch von Toleranz und Verständnis für dumme Anfängerfehler durch jugendlichen Leichtsinn und fehlende Erfahrung rechnen kann, habe ich auch schon sehr lange hinter mir gelassen.
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #7
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd.
Sehr spannend: ich habe tatsächlich umgekehrt das Gefühl, dass Verliebtheit wunderschön ist und mir zu selten passiert.
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #8
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren.
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #9
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
 
U
Benutzer222092  dauerhaft gesperrt
  • #10
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
Niemand wird mit dem "Wissen" geboren.
Ein bisschen Mut, etwas versuchen, nach den ersten Versuchen nicht entmutigen lassen, und dann klappt das schon.
(Falls Du ungepflegt oder abgefuckt rumrennst, (oder ähnlich) das erst in Ordnung bringen, und gute Kommunikation kannst auch mit Freunden lernen, bzw. sie vielleicht für Feedback zu Deinen Interaktionen fragen.)
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #11
U Urwaldheini
Auch wenn ich davon ausgehe, dass dein Beitrag gut gemeint ist, finde ich die Annahme, ABs wüssten nicht, was Körperpflege ist, doch ziemlich anmaßend.
Nur weil man ewig Single ist, ist man noch lange kein komischer Waldschrat, der irgendwo unter einem Stein lebt und nur ein mal im Schaltjahr duscht. Und auch so Allgemeinplätze, wie "Mit ein bisschen Mut klappt das schon" habe ich (wie vermutlich auch fast jeder AB) schon mindestens drölfzig mal gehört und gelesen. Aber so einfach ist das nicht für Jeden. Von daher finde ich solche Beiträge ehrlich gesagt überhaupt nicht hilfreich.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #13
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
Ich habe es eigentlich als allgemeine Diskussion verstanden:

Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben.
:smile:
 
Geo3412
Benutzer175723  (31) Meistens hier zu finden
  • #14
Ich war oft an dem Punkt an dem zu vermuten ist, dass die Frau erwartet hat, dass ich einen Schritt weiter gehe und die körperliche Nähe suche. Dahingehend hatte ich zu dem Zeitpunkt aber keine intrinsische Motivation, weil ich mich gestresst fühlte bzw innerlich halb in Panik war. Äußerlich war das zwar trotzdem durch Freude und Aufmerksamkeit erkennbar, jedoch war/bin ich durch Scham innerlich blockiert.
Durch meine psychische Krankheit bin ich momentan sehr erschöpft was über meine Pflichten des Alltags hinausgeht.
Ich lächle oft Menschen an, allerdings wenn ich im selben Moment mein Gesicht in einem Spiegel sehe, ist ein trauriger Mann zu erkennen. Ich möchte kein grießkrämiger Partner sein und kann mir vorstellen, dass ich dadurch sehr stark abschrecke. Selten gelingt es mir einer Frau ein Lächeln ins Gesicht zu Zaubern. Wenn es mir gelingt, muss ich oft Weinen.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #15
Leider erkennt man den inneren Vibe, egal wie "gekonnt" man diesen versteckt. Gerade, wenn man dann noch lächelt, könnte das mixed singnals senden und zusätzlich verwirren.
 
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P
Benutzer230635  (31) Ist noch neu hier
  • #50
ich bin 31 und habe auch meine erste längere Beziehung mit einer Frau weil ich immer die gleichen Zweifel hatte, wie viele andere auch. Am Ende hatte nur eins geholfen, ich musste meine Angst überwinden und bei einer Verabredung irgendwann mal auch körperlichen Kontakt herstellen. Es begann mit einer Umarmung zur Begrüßung, bis zum Händchenhalten, über den ersten Kuss bis das erste Mal sich vor einer Frau Nackt ausziehen bis zum Sex. Jedes für sich war ein einzelner Schritt oder eine Art Gedankliche Hürde, die man überwinden musste. Ich habe mal einen Spruch gelesen der mir geholfen hat. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern zu handeln obwohl man Angst hat. Irgendwann kommt man an dem Punkt wenn man wirklich eine Beziehung eingehen will wo man handeln muss unter Inkaufnahme, dass Man auch scheitern könnte.
 
Maifeld
Benutzer155728  Beiträge füllen Bücher
  • #51
Ich kann die Ängste und Bedenken gut nachvollziehen, ging mir tatsächlich früher sehr ähnlich und ich konnte bis ich 21 oder 22 war, keinerlei Beziehungserfahrung und nur einen mehr als ungeschickten Versuch, Sex zu haben, sammeln. Ich war immer nur heimlich und unglücklich verknallt und habe mich nie näher herangetraut. Erst viel später habe ich zufällig von zumindest zwei Frauen erfahren, dass sie tatsächlich an mir interessiert gewesen wären, nur hatte ich so gar keine Antennen dafür gehabt.

Irgendwann habe ich tatsächlich meine Bedenken und Ängste überwunden und mich getraut. Auf die Gefahr hin, wie ich damals glaubte, mich lächerlich zu machen. Auf die Gefahr hin, zurückgewiesen zu werden. Auf die Gefahr hin, verletzt zu werden.
Aber ohne das hätte es vermutlich nie funktioniert.

Denn was man nie vergessen darf: Es ist ja nicht so, dass man in solch einer Situation der Einzige mit Bedenken, Ängsten etc. ist. Das geht doch der anderen Person mehr oder weniger genauso. Man wird unwahrscheinlicherweise komplett in seiner sicheren Komfortzone bleiben können und der oder die andere geht "all-in". Wenn man darauf wartet, kann das recht sicher vergeblich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
montagfreitag
Benutzer135188  (27) Meistens hier zu finden
  • #56
Also ich hatte meine ersten sexuellen Erfahrungen mit 21/22 (keine Ahnung, ob ich damit schon AB war) und kann mich eigentlich Maifeld Maifeld anschließen. Mir haben auch vollkommen die Antennen für das Signalisieren von Interesse gefehlt bzw wenn ich es doch irgendwie wahrgenommen habe, war ich, auch durch die von Maifeld Maifeld geäußerten Bedenken, überfordert. Mir hat geholfen, mich langsam voranzutasten:

Also erstmal, wie unterhält man sich (damit meine ich nicht, "Sag xy und sie wird dir verfallen", sondern, vor allem zu Beginn, auch Unverfängliches).

Signale erkennen: Wenn sie Single ist, dir sagt/schreibt, dass sie dich gut findet und ihr euch zu Hause zum Film schauen trefft, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie dich nicht von der Bettkante schubst.

Dann Körperliches: Also das klassische Ausstrecken und den Arm um sie legen, Händchen halten, im Club miteinander tanzen und irgendwann dann eben der Kuss und mehr. Lustigerweise, und das habe ich auch schon von vielen gehört, sind viele Gedanken und Bedenken, die man bezüglich dieses "mehr" hat, oft unbegründet und es läuft dann doch sehr "natürlich" ab (ob es dann z.B. mit der Standfestigkeit klappt, ist nochmal eine andere Frage).

Letztendlich, und das habe ich dann nach meiner ersten Freundin, bei der die Beziehung ziemlich Mist war, gelernt, lag mein Fokus damals vor allem auch auf unerreichbaren Personen. Das war gewissermaßen Selbstschutz, weil ich ja dann mehr oder weniger "sicher" war und den Zustand schon kannte. Wenn dann wirklich mal eine Frau Interesse gezeigt hat, konnte oder wollte ich es nicht erkennen. Das würde ich auch jedem AB raten: Also zu schauen, ob wirklich niemand Interesse zeigt oder ob ich mir nicht doch immer die Unerreichbaren raussuche, weil ich da "sicher" bin.

Was mir geholfen hätte? Gute Frage. Ich denke schon, dass die Frauen damals, zumindest rückblickend, deutlich ihr Interesse gezeigt haben, es lag halt einfach an mir, dies nicht angenommen zu haben. Ob es anders gewesen wäre, wenn sie mich offen darauf angesprochen hätten, weiß ich nicht. Vielleicht wäre es mir auch peinlich gewesen und ich hätte versucht, es zu überspielen. Letztendlich glaube ich, dass die wichtigste Änderung in mir stattfinden musste.

Off-Topic:
Deshalb denke ich auch nicht Tu me manques Tu me manques , dass du dich dämlich anstellst. Ich drücke dir/euch jedenfalls die Daumen. Denk an deine Signatur :grin::rose:
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #68
Kleines Update von mir: Der unerfahrene Mann und ich daten weiterhin und haben uns inzwischen auch körperlich angenähert.
Und ich dachte, ich teile mal meine Erfahrungen als erfahrenere Datingpartnerin.

Ich glaube, es wäre hilfreich, wenn man sich als AB bewusst macht, dass sich Unsicherheit überträgt. Wenn er sich nicht traut, mir sein Interesse zu signalisieren, dann fällt es mir natürlich entsprechend schwer, es als solches zu erkennen. Und selbst wenn ich vermute, dass er auch möchte, erfordert es natürlich sehr viel mehr Mut, den ersten Schritt zu machen, wenn so viel Unsicherheit im Raum schwebt.
Das muss aber nicht den Todesstoß für ein weiteres Kennenlernen bedeuten. Wichtig wäre nur, dass man einen Weg findet, das eigene Interesse zu kommunizieren. In unserem Fall lief es letztendlich über Gespräche. Flirten kann er nicht, Körperkontakt aufzubauen hat er sich nicht getraut. Aber sowohl schriftlich als auch mündlich hat er mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass sein Interesse nicht nur platonisch ist. Und sein Verhalten mir gegenüber sprach auch Bände (er ist verbindlich, aufmerksam und sucht kontinuierlich den Kontakt). Das war wichtig für mich. Sonst hätte ich wahrscheinlich irgendwann das Handtuch geworfen.

Nachdem ich mich dann irgendwann getraut habe, ihn zu küssen, fand ich auch sehr gut, dass er seine Zurückhaltung (im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙃) abgelegt hat und proaktiv mitgemacht hat. Das war ebenfalls wichtig. Ich will mich von einem Mann begehrt fühlen und nicht das Gefühl haben, dass ich ein Kind bei allem an die Hand nehmen muss. Oder schlimmer - dass ich dem anderen etwas aufzwinge, was nicht enthuasiastisch erwidert wird. Mein Tipp wäre also, auch aktiv Schritte auf den/die Datingpartner/in zuzumachen. Do it scared, but do it. Lieber etwas tun und dabei unsicher wirken, als gar nichts machen.

Und zu guter Letzt: nicht aufgeben! Es ist auch mit Ü30 noch möglich, tolle Frauen kennen zu lernen und (hoffentlich) positive Erfahrungen zu sammeln. :tentakel:
 
Milk&Apple
Benutzer200985  Öfter im Forum
  • #82
Bei der nächsten Begegnung gab's zur Begrüßung wieder nur eine Umarmung
Mein jetziger Freund ist tatsächlich der erste, den ich zur Begrüßung und Verabschiedung küsse. Das ging von ihm aus und für ihn gehört es dazu, denn "Umarmen machst du ja auch mit Freunden, Küssen nur mit mir". Also hat es sich bei uns etabliert. Ich persönlich brauche es aber nicht unbedingt. Mit meinen vorherigen Partnern habe ich mich in der Regel zur Begrüßung und Verabschiedung umarmt. Ich habe erst in meiner jetzigen Beziehung gemerkt, dass das wohl nicht so der Standard ist und Küssen unter Beziehungspartnern oder sich datenden Personen viel weiter verbreitet ist. Ich persönlich empfinde aber eine Umarmung aber als viel inniger und vertrauter als einen kurzen Begrüßungskuss.

Lange Rede, kurzer Sinn: "Nur" eine Umarmung würde ich nicht sagen, denn für manche Menschen ist das ein besserer/schönerer Weg um z.B. Freude über ein Wiedersehen auszudrücken. Und es hat auch nicht unbedingt etwas mit nicht gerne küssen zu tun, ich küsse sehr gerne, aber mag es in solchen Kontexten einfach lieber, die Person in meine Arme zu schließen. Ist mir heute wieder aufgefallen, mein Freund und ich haben uns länger nicht gesehen und ich habe ihn direkt ganz stürmisch umarmt, er wiederum wollte mich küssen und sein Kuss ist an meiner Wange gelandet 😃🙈

Nicht, dass ich denke, ihr hättet meine Tipps nötig (läuft ja anscheinend bei euch und ihr habt euren Weg bezüglich Körperkontakt gefunden), wollte nur klarstellen, dass Menschen da echt unterschiedlich ticken und es kein Zeichen von Zurückhaltung oder mangelndem Interesse sein muss.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #106
Der Bindungstyp erklärt sich durch die Genetik
Nein, es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bindungstypen ausschließlich genetisch festgelegt sind.
Die Forschung spricht für ein Zusammenspiel aus genetischen Einflüssen, Temperament, frühen Beziehungserfahrungen und späteren Lebenserfahrungen.
Mehr als Genetik spielt folgendes eine Rolle: Qualität der frühen Beziehungen zu den Bezugspersonen, emotionale Verfügbarkeit der Eltern, traumatische Erfahrungen, frühere Partnerschaften, Charakter und soziales Umfeld.
 
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banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #109
Ich frage mich, ob ich selbst auch als AB gelte?
Ich habe ABs bisher als Menschen ohne jegliche Beziehungs- und Sexerfahrung in einem Alter, in dem man solche Erfahrungen üblicherweise längst gemacht hat, verstanden.
Aber das heißt ja nicht, dass Menschen mit sehr wenig Erfahrung in einem oder vielleicht auch beiden Bereichen deshalb in einer völlig anderen Welt leben würden und keine ähnlichen Gedanken, Gefühle, Bedenken, oder was auch immer haben könnten und dürften, wie die "echten ABs". - Vor allem, wenn man auch noch bedenkt, dass auch die "echten ABs" keine homogene Gruppe ist, in der Alle die gleichen Einstellungen, Gedanken, Gefühle, usw. haben.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass meine Welt plötzlich ganz anders aussehen würde, wenn ich durch eine glückliche Gelegenheit jetzt ein oder zwei mal unverbindlichen Sex hätte. Natürlich wäre das eine spannende Erfahrung, die ich gerne mal machen würde, wenn es sich ergeben sollte.
Ich glaube, eine Beziehung hätte schon deutlich größere Auswirkungen auf mein Leben, als ein Haken im Feld "hatte schon mal Sex" auf der imaginären Checkliste des Lebens.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #110
Off-Topic:
Bei einem AB ist der erste Schritt erst mal überhaupt einen Partner kennen zu lernen. Wie soll jemand, der noch nie eine Partnerschaft gehabt hat beurteilen können, was für ein Bindungstyp er ist. Wie soll er sein Verhalten in einer Partnerschaft kennen, wenn er noch keine hatte?
Der Bindungstyp ergibt sich nicht aus einer Partnerschaft - alleine schon deshalb nicht, weil man hierbei lediglich eine Dynamik beobachten kann, die ja auch durch den anderen maßgeblich mitgestaltet wird und der Bindungsstil eines Menschen keine fixe Konstante ist.

Ein sicherer Typus kann durch einen unsicheren Typus in der Beziehung zu ihm selbst unsicher werden.

Der Bindungsstil lässt sich in Form eines halbstrukturierten Interviewverfahrens herausfinden (AAI) und dabei spielen die Erzählungen über Beziehungen zu den Eltern eine wesentliche Rolle. Man bittet die Leute darum, spontan fünf Adjektive zu nennen, die jeweils die Mutter und den Vater beschreiben sollen. Dann bittet man sie im nächsten Schritt, dazu passende Erinnerungen zu schildern.

Und hierbei spielt es gar keine Rolle, ob jemand eine schöne oder eher unschöne Kindheit gehabt hat, sondern ob die Erzählungen kohärent sind.

Daraus ergibt sich nämlich, ob die gemachten Erfahrungen integriert und damit stimmig sind = die aktuelle psychische Repräsentanz.

Wenn jemand z.B. erzählt, dass er eine schöne Kindheit gehabt hätte, aber wenn man mal genau nachfragt und es kommen nur belanglose und lose Erinnerungsfetzen, dann weiß man, dass hier jemand idealisierst (= anklammernd).

Genauso aber bei Menschen, die ihre Eltern bis ins hohe Erwachsenenalter verteufeln - die haben ihre Erfahrungen ebenso nicht verarbeiten und sich damit lösen können (=unsicher-verstrickter Bindungsstil).

Bindungsunsicherheit ist eine Form von Spaltung, bei der das semantische (= wie wird etwas kognitiv eingeordnet) und das episodische (= wie war das Gefühl dazu) Gedächtnis nicht im Einklang sind.

Und wenn man das jetzt mal aufs Dating überträgt, dann kann es sich so zutragen, dass eine Person zwar sagt, sie wolle ja eine Beziehung (= kognitive Einordnung), sich dann aber distanziert oder ambivalent verhält (= das Gefühl dazu).

Und gewinnen wird immer das Gefühl, weil das zu großen Teilen mein Handeln bestimmt.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #122
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.
Ich habe mir das Buch jetzt mal zu Gemüte geführt und fand es ziemlich schwach.
Kurz zusammengefasst haben sich ein paar ABs geäußert - über ihr AB-Dasein, über ihren Umgang damit, ihre Ideen, woran es liegen könnte, ihre Hoffnungen, Vorstellungen und auch Wünsche an die Gesellschaft. Dabei stehen in einem Kapitel nacheinander die Äußerungen aller ABs. In anderen Kapiteln werden die Aussagen dann noch mal wiederholt, zusammengefasst und eingeordnet, was den spärlichen Inhalt auf 200 Seiten aufbläht.
Wenig überraschend kam dabei raus, dass Männer und Frauen mit unterschiedlichen Charakteren und Biographien AB sein können und dass es nicht den einen typischen AB gibt. Ebenso wenig überraschend ist, dass einige (aber nicht alle) ABs insgesamt nicht gerade die sozialsten Menschen sind, irgendwie mal Außenseiter waren oder sind, Probleme in Zusammenhang mit ihrem Aussehen hatten (Hänseleien wegen Übergewicht, o.Ä.) oder als Scheidungskinder die schlechten Seiten der Beziehung ihrer Eltern miterlebt haben.
Frauen scheinen insgesamt etwas entspannter und optimistischer mit ihrem AB-Status umzugehen, während es für viele Männer das allergrößte, lebensbestimmende Thema zu sein scheint. (Mit dieser Dramatisierung der Männer kann ich mich nicht wirklich identifizieren.) Dass es für die meisten insgesamt ein sehr wichtiges Thema zu sein scheint, überrascht nicht, da sich diese Menschen wohl am ehesten melden, wenn gefragt wird, ob sie an so einem Buch beteiligt sein wollen.
Das einzige, was mich wirklich überrascht hat, war die größte Gemeinsamkeit fast aller ABs, die sich in diesem Buch äußern - nämlich dass sie den AB-Status als sehr stigmatisierend empfinden und ihn entweder komplett verheimlichen, oder sich maximal gegenüber wenigen ausgewählten Vertrauenspersonen "outen". Das finde ich sehr befremdlich, da es doch extrem schwer ist, so was zu verheimlichen, wenn man gute, langfristige zwischenmenschliche Beziehungen pflegt - sei es ein gutes Verhalten zu den Eltern oder Freundschaften, die seit der Kindheit oder Jugend bestehen. Die bekommen doch mit, dass bei einem unviel bis wenig im Beziehungsleben läuft und können sich oftmals denken, dass man nicht der Typ für unverbindliche Bettgeschichten ist. Und ob da jetzt wirklich überhaupt nichts lief, oder ob man irgendwann mal mit einer Urlaubs-Bekanntschaft im Bett gelandet ist (was manche Leute ihrem Umfeld als Lüge auftischen, um sich nicht als AB outen zu müssen), macht doch auch keinen großen Unterschied.
Und auch in meinem nicht so engen Umfeld habe ich keine schlechten Erfarhungen mit meinem offenen Umgang mit meinem AB-Status gemacht. Ich binde das nicht Jedem auf die Nase. Aber ich verheimliche nicht, dass bei mir in Sachen Liebe nichts läuft und wenn jemand fragt, ob ich überhaupt Erfahrung habe, habe ich kein Problem, das wahrheitsgemäß zu beantworten. Die Reaktionen sind teilweise mehr und teilweise weniger überrascht, teilweise mit ein wenig Unverständnis, wie es denn sein kann, dass bei jemandem wie mir überhaupt nichts gelaufen ist, das man durchaus als Kompliment auffassen kann (weil ich durchaus tageslichttauglich und nicht ganz unsympathisch bin und mich nicht im Keller verkrieche). Aber ich habe beim besten Willen nicht den Eindruck, dass ich deshalb insgesamt weniger geschätzt oder ernst genommen werde.

Dazu kommen noch ein paar abgedroschene Allgemeinplätze und Ansätze, was man vielleicht tun könnte, um aus dem AB-Dasein rauszukommen, die jeder AB längst kennt, der auch mal nach halbwegs seriösen Dingen sucht und nicht nur in den dunkelsten Ecken der Manosphere oder so verschwindet - und schon sind 200 Seiten voll.

Wenn das ein gutes Buch über ABs sein soll, will ich gar nicht wissen, wie schlechte Bücher zu diesem Thema aussehen.
Letztendlich hätte ich mir die Lektüre auch sparen können.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #132
Eine Frau die freiwillig Single ist wird als stark und selbstbewusst wahrgenommen
Jain, würde ich sagen. Es gibt ja immer noch dieses pseudo Schreckensbild der alten Katzenlady und auch immer wieder diese übergriffige Frage nach Kindern, mindestens bis Frau 40 ist.

Was du vielleicht als stark und selbstbewusst wahrnimmst ist, dass Frauen/ Mädchen tendenziell von Anfang an dazu sozialisiert werden, ihre Freundschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen und über ihre Gefühle zu reden. Sie haben dadurch ein besseres Unterstützungsumfeld und sind weniger allein, auch als Single. Bei Jungs/ Männern geht es ja eher um stark sein, bloß keine Gefühle zeigen, etc.
Ich sage tendenziell, betrifft natürlich nicht alle gleichermaßen, aber ich sehe auch eher feministische Männer in meinem Umfeld darunter leiden.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #147
Ich finde es ja schon ganz schön, zumindest in einem Umfeld unterwegs zu sein, in dem man sich auch unter Männern zur Begrüßung oder zum Abschied umarmt und die eine oder andere platonische Freundin zu haben, die einen schon mal etwas fester und länger in den Arm nimmt, als die üblichen, oberflächlichen, kurzen, fast schon distanzierten Begrüßungs-Umarmungen.

Und ich übe eine Sportart aus, bei der es auch um Körperkontakt und gegenseitiges Vertrauen geht und bei dem auch das Thema Konsens ernst genommen wird. (Stellt euch so was, wie Acoryoga vor.)
(Und natürlich habe ich die Sportart nicht nur wegen dem Thema Körperkontakt ausprobiert und Ausgewählt. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass dieser Faktor dabei keine Rolle gespielt hat.)

Ach ja... und irgendwie genieße ich es auch, dass es in meinem Umfeld zwei total liebe und streichelbedürftige Hunde mit super weichem Fell gibt...

Natürlich ist das alles kein Ersatz für wirklich intensives kuscheln und so. Aber es ist wohl das Maximum, das mir für Single-Männer erreichbar scheint.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #148
Warum bin ich eigentlich schon so ein alter Sack?!?
Seit ein paar Monaten gibt es in meinem Acroyoga-Kurs eine neue Teilnehmerin. Sie ist einfach eine total sympathische und süße junge Frau.
Nachdem sie am Anfang ziemlich ängstlich war (was für Anfänger in diesem Sport ganz normal ist), baut sie gerade immer mehr Vertrauen zu mir auf und es macht richtig Spaß, mit ihr zu trainieren, da wir sportlich immer besser harmonieren. Und auch abseits der sportlichen Ebene gibt es zwischen uns definitiv eine gegenseitige Sympathie. Wir schreiben ein wenig und haben kürzlich überlegt, gemeinsam zu einer Veranstaltung in der Stadt zu gehen, was dann zeitlich leider nicht geklappt hat.
Wäre ich 10 Jahre jünger, hätte ich mich längst Hals über Kopf in sie verliebt. Aber angesichts unseres Altersunterschieds von ca. 15 Jahren (sie Mitte 20, gerade frisch fürs Masterstudium nach Deutschland gekommen, ich Ende 30 und seit fast 15 Jahren kein Student mehr) fühlen sich amouröse Ambitionen einfach nicht richtig an..
Ich genieße den Kontakt mit ihr trotzdem und freue mich auf jedes gemeinsame Training.

Aber warum ist mir so was nicht vor 10 Jahren passiert? Bzw. warum habe ich keine so schönen Kontakte mit altersmäßig besser passenden Single-Frauen? Das ist doch zum Mäuse melken.
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  Team-Alumni
  • #149
Aber warum ist mir so was nicht vor 10 Jahren passiert?
Ganz ehrlich: ich glaube, weil du dich weiterentwickelt hast, und zwar gar nicht so wenig. Ich kann das jetzt nicht unbedingt an was konkretem festmachen, aber ich habe den Eindruck du hast für dich in zumindest einigen Lebensbereichen schon irgendwie mehr dein Ding gefunden. Und vermutlich ist es kein Zufall, dass das heute passiert ist und nicht vor zehn Jahren.

Und klar, ich kann mir voll die Enttäuschung vorstellen, dass halt in der Liebe schon viele Dinge passend zusammen kommen müssen, und es dann immer wieder aus diesem oder jenem Grunde nicht klappt.

Aber die Entwicklung die du gemacht hast, ist doch was Gutes, und dass du solche Bekanntschaften machst - auch wenn es in dem Fall nicht passt - ist doch ein gutes Zeichen. Das ist doch eindeutig was für die Haben-Seite, nicht die Soll-Seite!
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Meistens hier zu finden
  • #150
Wäre ich 10 Jahre jünger, hätte ich mich längst Hals über Kopf in sie verliebt. Aber angesichts unseres Altersunterschieds von ca. 15 Jahren (sie Mitte 20, gerade frisch fürs Masterstudium nach Deutschland gekommen, ich Ende 30 und seit fast 15 Jahren kein Student mehr) fühlen sich amouröse Ambitionen einfach nicht richtig an..
Aber warum ist mir so was nicht vor 10 Jahren passiert? Bzw. warum habe ich keine so schönen Kontakte mit altersmäßig besser passenden Single-Frauen? Das ist doch zum Mäuse melken.
Ich find das zu verkopft (sagt der Richtige, haha). Aber ernsthaft: Meine letzte Ex war 11 Jahre jünger, mein jüngster Sexpartner 25 Jahre jünger. Wenn ich wirklich gecatched bin, überwiegt das etwaige Bedenken. Und ich bin alles andere als ein Absolute Beginner. Kann es in dem Fall nicht ev. sogar eine Chance sein? Aber das musst Du natürlich wissen und es kann sich für Dich anders darstellen.
Was genau fühlt sich denn nicht richtig an?
 
mozillafox
Benutzer69465  Meistens hier zu finden
  • #151
Wäre ich 10 Jahre jünger, hätte ich mich längst Hals über Kopf in sie verliebt. Aber angesichts unseres Altersunterschieds von ca. 15 Jahren (sie Mitte 20, gerade frisch fürs Masterstudium nach Deutschland gekommen, ich Ende 30 und seit fast 15 Jahren kein Student mehr) fühlen sich amouröse Ambitionen einfach nicht richtig an..
Ich bin jetzt mal der Advocatus Diaboli (und glaube ich hab dir sowas schonmal bei einem ähnlichen Fall geschrieben): Ja der Altersunterschied ist schon deutlich und könnte auch einige Komplikationen mit sich bringen. Aber sieh es mal so: Wenn die Frau Mitte 20 ist, seid ihr beide was Beziehungserfahrungen und "allgemeine Lebenssituation" angeht, vielleicht noch nicht so weit außeinander, wie wenn du was mit einer geschiedenen 40-jährigen Frau mit zwei Kindern anfängst. Du hast 0 Beziehungserfahrung, die Frau mit Mitte 20 vermutlich ein paar Erfahrungen mehr. Eine Frau "in deinem Alter" hat vermutlich viel mehr Erfahrung und Vorgeschichte, was die Sache für dich auch nicht unebdingt leichter machen muss. Könnte sein, dass es mit einer Frau mit 40 überhaupt nicht harmoniert, weil die ganz andere Erwartungen und Ausgangssituationen hat als du. Klar bist du was akademische und berufliche Erfahrung angeht deutlich weiter als die junge Frau, aber da ist bei dir doch auch gerade vieles im Umbruch...

Was ich damit sagen will: Vielleicht seid ihr auch was die Lebensphase angeht, garnicht mal sooo weit auseinander. Lern sie doch einfach entspannt besser kennen und zerbrich dir nicht schon vorher über ungelegte Eier den Kopf. Das ist vielleicht auch eine Form von Selbstsabotage. (Auch wenn ich sie nachvollziehen kann, ich würde mir vermutlich dieselben Gedanken machen wie du)
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #152
Ganz ehrlich: ich glaube, weil du dich weiterentwickelt hast, und zwar gar nicht so wenig. Ich kann das jetzt nicht unbedingt an was konkretem festmachen, aber ich habe den Eindruck du hast für dich in zumindest einigen Lebensbereichen schon irgendwie mehr dein Ding gefunden. Und vermutlich ist es kein Zufall, dass das heute passiert ist und nicht vor zehn Jahren.

Und klar, ich kann mir voll die Enttäuschung vorstellen, dass halt in der Liebe schon viele Dinge passend zusammen kommen müssen, und es dann immer wieder aus diesem oder jenem Grunde nicht klappt.

Aber die Entwicklung die du gemacht hast, ist doch was Gutes, und dass du solche Bekanntschaften machst - auch wenn es in dem Fall nicht passt - ist doch ein gutes Zeichen. Das ist doch eindeutig was für die Haben-Seite, nicht die Soll-Seite!
Natürlich ist das etwas auf der Haben-Seite. - Genau wie die ganzen positiven Veränderungen der letzten Jahre im Privat- und Sozialleben. Das genieße ich auch total. (Wenn da nur nicht das Damoklesschwert der beruflichen Zukunft über mir schweben würde... aber das ist ein anderes Thema. :ratlos:)

Irgendwie habe ich einfach einen Narren an dieser Frau gefressen. So was hatte ich schon ewig nicht mehr. Aber gleichzeitig findet mein sowieso immer zweifelnder Kopf gleich wieder Gegenargumente mit Gründen, die echt nicht von der Hand zu weisen sind.

Ich find das zu verkopft (sagt der Richtige, haha). Aber ernsthaft: Meine letzte Ex war 11 Jahre jünger, mein jüngster Sexpartner 25 Jahre jünger. Wenn ich wirklich gecatched bin, überwiegt das etwaige Bedenken. Und ich bin alles andere als ein Absolute Beginner. Kann es in dem Fall nicht ev. sogar eine Chance sein? Aber das musst Du natürlich wissen und es kann sich für Dich anders darstellen.
Hm... Ja. Ich kann halt einfach nicht anders, als verkopft zu sein und zu zweifeln.
Es wäre bestimmt besser, wenn ich es schaffen würde, locker durch die Hose zu atmen und das alles auf mich zukommen zu lassen.
Es gibt ja nicht nur die große Liebe für den Rest des Lebens oder gar nichts, sondern auch viele andere Konstellationen, die Spaß machen können. Einer meiner Kumpels hatte vor einer Weile auch ein kleines, aber feines Techtelmechtel mit einer deutlich jüngeren Frau, bei dem die Initiative klar von ihr ausging. Er hätte sich wegen dem Altersunterschied wohl eher nicht getraut, die Initiative zu ergreifen, obwohl er auch total scharf auf sie war. Und am Ende war es eine kurzzeitige Geschichte, die er sehr genossen hat.
Ich denke viel zu wenig an solche Möglichkeiten und bin mal wieder gedanklich in einem ziemlich bescheuerten alles, oder nichts-Modus.

Ich muss echt versuchen, das locker auf mich zukommen zu lassen.

Was genau fühlt sich denn nicht richtig an?
Gute Frage. Ich weiß einfach nicht so richtig, in welcher Rolle ich ihr gegenüber stehe.
Dadurch, dass ich im Leben einfach schon einige Schritte weiter und auch sportlich deutlich erfahrener bin, als sie, fühlt sich manches zwar nicht väterlich, aber schon eher so in Richtung großer Bruder an, als nach gleicher Augenhöhe.
Andererseits hat mozillafox mozillafox natürlich recht, dass ich ihr in mancherlei Hinsicht deutlich näher und ähnlicher bin, als einer geschiedenen Mutter mit zwei Kindern, die in meinem Alter ist.

Und ich bin auch selbst nicht wirklich glücklich mit mir, weil mich die politische und gesellschaftliche Situation in Kombination mit meiner Arbeitslosigkeit schon irgendwie ein Stück weit zu einem pessimistischen, desillusionierten Stinkstiefel gemacht hat - auch wenn man mir das an meinem Wohlfühlort, an dem auch der Sportkurs stattfindet, nicht so stark anmerkt, wie in anderen Situationen und Umgebungen.
Und da frage ich mich dann eben schon, was so eine süße, junge Frau mit so einem Stinkstiefel, wie mir anfangen soll. :seenoevil:
 
Milk&Apple
Benutzer200985  Öfter im Forum
  • #153
Das, was mozillafox mozillafox geschrieben hat. Außerdem ein kleiner Schwank aus meiner Beziehung: Mein Freund und ich sind quasi gleich alt, aber aufgrund meines ungewöhnlichen Lebenslaufs sind auch wir in unterschiedlichen Lebensphasen: Er seit 10 Jahren mit dem Studium fertig und fest im Arbeitsleben als gutverdienende Führungskraft, ich immer noch im Studium (wenn auch mit etwas Berufserfahrung) kurz vor meinem Masterabschluss und Berufseinstieg. Daher sehe ich dieses "Man muss in einer Lebensphase sein" etwas anders (auch wenn ich den Gedanken grundsätzlich nachvollziehen kann), da man eben auch im gleichen Alter in unterschiedlichen Lebensphasen sein kann, hat nun mal jeder ein anderes Tempo. Und es KANN trotzdem gut funktionieren. Klar, nicht ganz vergleichbar, da wir in anderen Bereichen ähnlich erfahren sind. Dennoch.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #154
Milk&Apple Milk&Apple
Danke für die Perspektive!
Ich bin leider viel zu gut darin, zu zweifeln und Gründe zu finden, warum so was sowieso nichts werden kann. Da sind solche Beiträge echt hilfreich, um lockerer und optimistischer an die Sache ran zu gehen und das alles mehr zu genießen.
 
mozillafox
Benutzer69465  Meistens hier zu finden
  • #155
DAS sollte das Stichwort sein! Gerade als AB, der überhaupt nicht in dieser Dimension denkt, sondern vielleicht eher dazu tendiert, bei vielen passenden Frauen sofort zu überlegen "Wird das vielleicht meine erste Freundin!? :whoot: Oder gar meine Frau fürs Leben!? Die Mutter meiner Kinder!?!?!?!?!?"

Da kann man vielleicht mal versuchen, den "Normalo-Modus" reinzuhauen und sich wie ein solcher zu verhalten. Und eben vom nettem Gespräch, der Runde zusammen Eis essen gehen bis hin zu den richtig "spannenden" Dingen wie einem Kuss oder gar mehr mitzunehmen 🤷‍♂️ Und wenn es nicht dazu kommt oder irgendwann nicht weitergeht, ja mei, man hat halt an positiven Dingem mitgenommen, was man konnte und hoffentlich eine gute Zeit gehabt.

Nicht an den ganzen "Ich bin ein AB omgomg"-Bullshit denken. Das steht dir nicht auf der Stirn. :tentakel: Ich erinnere mal an meine Frau KUS. Die meinte hinterher zu mir, als ich ihr "gebeichtet habe" (Monate nachdem wir uns näher gekommen waren), dass ich noch nie eine Freundin hatte und auch sonst "von Tuten und Blasen" keine Ahnung habe, dass sie sich das garnicht vorstellen kann und sie absolut nix von meinem "erfahrungslos sein" gemerkt hat.

Also ganz wichtig: Kopf ausmachen.
Mach das Ding aus! :anbeten:
 
Zuletzt bearbeitet:
Mirella
Benutzer136760  Beiträge füllen Bücher
  • #156
angesichts unseres Altersunterschieds von ca. 15 Jahren
Wenn es nicht das Alter wäre, wäre es was anderes.

Du wärst nicht der erste Mann, der was mit einer Jüngeren anfängt. Go for it und hör auf, Ausreden zu suchen :zwinker:
 
mozillafox
Benutzer69465  Meistens hier zu finden
  • #157
Off-Topic:

Ich google gerade nichts ahnend, was denn bitte Acroyoga ist...

Jetzt bin ich baff. Das sieht für mich nicht nach einem Sport aus, zu dem sich der "typische AB" verirren würde :tongue: :eek: Oder ein Typ, der sich bzgl. Frauen einen Kopf macht. Alles richtig gemacht, banane0815 banane0815

Sieht nach reichlich jungen Frauen mit guter Figur und viel Körperkontakt aus. Huiuiui.
Wenn du sowas machen kannst (wo du sicher auch den Kopf ausschalten musst), bin ich sicher, du kannst auch in der sonstigen Interaktion mit der Frau den Kopf ausschalten :thumbsup:
 
K
Benutzer171331  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #158
Wäre ich 10 Jahre jünger, hätte ich mich längst Hals über Kopf in sie verliebt. Aber angesichts unseres Altersunterschieds von ca. 15 Jahren (sie Mitte 20, gerade frisch fürs Masterstudium nach Deutschland gekommen, ich Ende 30 und seit fast 15 Jahren kein Student mehr) fühlen sich amouröse Ambitionen einfach nicht richtig an..
Ich genieße den Kontakt mit ihr trotzdem und freue mich auf jedes gemeinsame Training.
die Gedanken kenne ich bzw. die kommen auch immer auf wenn mir hier die Studentinnen über den Weg laufen (obwohl es da noch mehr als 15 jahre sein dürften :zwinker:). aber ich wurde auch sagen...egal.
Gibt so viele Beziehungen wo sie deutlich jünger ist, der Klassiker sozusagen. Klar, hatte das früher auch noch andere Gründe bzw. wirtschaftliche, aber sicher oft auch beide wirklich was füreinander empfunden haben. Du kannst es ja locker laufen lassen, gucken ob sich mehr entwickelt, vielleicht mal auf nen Kaffee einladen oder so. Ich drücke die Daumen.

DAS sollte das Stichwort sein! Gerade als AB, der überhaupt nicht in dieser Dimension denkt, sondern vielleicht eher dazu tendiert, bei vielen passenden Frauen sofort zu überlegen "Wird das vielleicht meine erste Freundin!? :whoot: Oder gar meine Frau fürs Leben!? Die Mutter meiner Kinder!?!?!?!?!?"
jo...dazu tendiere ich leider auch meist. Ja, es sind genau diese Gedanken. "Was soll das denn nun werden?" "Wird das nun meine Freundin?" usw... dadurch entsteht oft auch eine Art Unwohlsein, dass ich das vielleicht gar nicht will, da man sich eben in diesem Leben als Single / AB schon so eingerichtet hat. Das strahle ich dann sicher auch aus.

Ich denke auch viel mehr den Moment genießen ist schon das Richtige.
 
W
Benutzer180521  Sehr bekannt hier
  • #159
Und da frage ich mich dann eben schon, was so eine süße, junge Frau mit so einem Stinkstiefel, wie mir anfangen soll. :seenoevil:
Und wenn sie sich Gedanken macht, dass sie dich toll findet, aber sich fragt, was ein gestandener Mann an ihr jungem naivem Hüpfer finden können sollte?
 
H
Benutzer237480  (31) Ist noch neu hier
  • #160
Art Unwohlsein, dass ich das vielleicht gar nicht will, da man sich eben in diesem Leben als Single / AB schon so eingerichtet hat. Das strahle ich dann sicher auch aus.
Da schließe ich mich gerne an.

Ich hab es mir nach dem beruflichen Drama nun auch für mich passend eingerichtet und kann mir überhaupt nicht vorstellen mich an jemand anzupassen. Mein Job ist okay, meine Freizeit gut gefüllt mit Aktivitäten die mir Spaß machen und Urlaub alleine empfinde ich mittlerweile auch deutlich stressfreier als mit Freunden.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #161
DAS sollte das Stichwort sein! Gerade als AB, der überhaupt nicht in dieser Dimension denkt, sondern vielleicht eher dazu tendiert, bei vielen passenden Frauen sofort zu überlegen "Wird das vielleicht meine erste Freundin!? :whoot: Oder gar meine Frau fürs Leben!? Die Mutter meiner Kinder!?!?!?!?!?"

Da kann man vielleicht mal versuchen, den "Normalo-Modus" reinzuhauen und sich wie ein solcher zu verhalten. Und eben vom nettem Gespräch, der Runde zusammen Eis essen gehen bis hin zu den richtig "spannenden" Dingen wie einem Kuss oder gar mehr mitzunehmen 🤷‍♂️ Und wenn es nicht dazu kommt oder irgendwann nicht weitergeht, ja mei, man hat halt an positiven Dingem mitgenommen, was man konnte und hoffentlich eine gute Zeit gehabt.
Da hast du absolut Recht.
Ich weiß nicht, ob das eine typische AB-Sache ist... aber ich denke da tatsächlich oft viel zu ergebnisorientiert nur an das große Ziel einer festen Beziehung.
Dabei vergesse ich gerne, dass auch der Prozess Spaß machen kann - selbst wenn er vielleicht nicht zum großen Ziel führt. Es soll ja durchaus Leute geben, die Spaß am kennenlernen und am Dating haben, während ich das immer als total belastend und überfordernd wahrgenommen habe.
Und auch so was, wie deine Geschichte mit Frau KUS oder das kurze Techtelmechtel meines Bekannten mit der jungen Frau, die sich mal seine Briefmarkensammlung anschauen wollte und die etwas später studienbedingt weggezogen ist, können ja durchaus schöne Erlebnisse sein.

Vielleicht ist es da echt ein guter Anfang, dass der Sport mit dieser jungen Frau so viel Spaß macht.

Nicht an den ganzen "Ich bin ein AB omgomg"-Bullshit denken. Das steht dir nicht auf der Stirn. :tentakel: Ich erinnere mal an meine Frau KUS. Die meinte hinterher zu mir, als ich ihr "gebeichtet habe" (Monate nachdem wir uns näher gekommen waren), dass ich noch nie eine Freundin hatte und auch sonst "von Tuten und Blasen" keine Ahnung habe, dass sie sich das garnicht vorstellen kann und sie absolut nix von meinem "erfahrungslos sein" gemerkt hat.
Das stimmt. Meine ehemalige Lieblingskollegin und eine Frau aus meinem Freundeskreis waren ja auch total überrascht, als sie erfahren haben, dass ich AB bin und konnten kaum glauben, dass das bei jemandem, wie mir der Fall sein kann.

Wenn es nicht das Alter wäre, wäre es was anderes.

Du wärst nicht der erste Mann, der was mit einer Jüngeren anfängt. Go for it und hör auf, Ausreden zu suchen :zwinker:
Klar. Ich weiß ja selbst, dass mein Kopf gut darin ist, das Haar in der Suppe zu suchen.

Irgendwie haben solche Beziehungen mit großem Atlersunterschied für mich oft ein Geschmäckle - mal in Richtung Machtgefälle, mal in Richtung "der macht sich an das junge, naive Gemüse ran, weil Frauen in seinem Alter reif genug sind, um zu erkennen, was für ein Depp er ist". Aber vermutlich sind das auch eher blöde Vorurteile, von denen ich mich verabschieden sollte, weil sie einfach nicht zutreffen müssen. Auch hier im Forum gibt es ja die Person, die in einer Beziehung mit großem Altersunterschied ist, die sich nicht nach einem dieser Vorurteile anhört.

Und vor allem sollte ich echt versuchen, den ganzen Prozess zu genießen, statt mir so viele Gedanken über ungelegte Eier zu machen. Das ist ja alles noch ganz am Anfang und könnte zu allem oder nichts führen.

Off-Topic:

Ich google gerade nichts ahnend, was denn bitte Acroyoga ist...

Jetzt bin ich baff. Das sieht für mich nicht nach einem Sport aus, zu dem sich der "typische AB" verirren würde :tongue: :eek: Oder ein Typ, der sich bzgl. Frauen einen Kopf macht. Alles richtig gemacht, banane0815 banane0815

Sieht nach reichlich jungen Frauen mit guter Figur und viel Körperkontakt aus. Huiuiui.
Wenn du sowas machen kannst (wo du sicher auch den Kopf ausschalten musst), bin ich sicher, du kannst auch in der sonstigen Interaktion mit der Frau den Kopf ausschalten :thumbsup:
Ich sehe das ähnlich, wie beim tanzen, wo Nähe und Körperkontakt auch nicht unbedingt eine sexuelle oder amouröse Komponente haben müssen, sondern einfach dazu gehören - z.B. wenn ein vergebener Mann mit einer anderen Frau und nicht mit seiner Partnerin tanzt.

Trotzdem wurde mir immer wieder das Tanzen als gute Kennenlern-Möglichkeit empfohlen (u.A. von meiner Lieblingskollegin, die darüber ihren Mann kennengelernt hat). Und als ich den Acroyoga-Kurs entdeckt habe, hatte ich den Eindruck, dass das besser zu mir passt, als ein Tanzkurs, da ich einfach kein gutes Rhythmusgefühl habe.


die Gedanken kenne ich bzw. die kommen auch immer auf wenn mir hier die Studentinnen über den Weg laufen (obwohl es da noch mehr als 15 jahre sein dürften :zwinker:). aber ich wurde auch sagen...egal.
Gibt so viele Beziehungen wo sie deutlich jünger ist, der Klassiker sozusagen. Klar, hatte das früher auch noch andere Gründe bzw. wirtschaftliche, aber sicher oft auch beide wirklich was füreinander empfunden haben. Du kannst es ja locker laufen lassen, gucken ob sich mehr entwickelt, vielleicht mal auf nen Kaffee einladen oder so. Ich drücke die Daumen.
Genau das werde ich versuchen - also einfach mal laufen lassen und versuchen, etwas außerhalb des Kurses mit ihr zu unternehmen. (Sie hat mich ja sogar schon gefragt, ob ich zu einer Veranstaltung mitkommen will. Aber da hatte ich leider keine Zeit.)
Und ich weiß ja noch nicht mal, ob ich wirklich eine Beziehung mit ihr will. Ich mag sie und finde sie süß und attraktiv. Und ich genieße es, dass sie mich auch zu mögen scheint. Aber es ist nicht so, wie mit meiner Traumfrau vor vielen Jahren, bei der ich schon vom vollen Programm von Beziehung mit allem drum und dran geträumt habe, während ich mich vor lauter Überforderung nicht an sie ran getraut habe.
Vielleicht ist es wirklich besser, das alles irgendwie lockerer und ergebnisoffen anzugehen.

jo...dazu tendiere ich leider auch meist. Ja, es sind genau diese Gedanken. "Was soll das denn nun werden?" "Wird das nun meine Freundin?" usw... dadurch entsteht oft auch eine Art Unwohlsein, dass ich das vielleicht gar nicht will, da man sich eben in diesem Leben als Single / AB schon so eingerichtet hat. Das strahle ich dann sicher auch aus.
Ich habe mich natürlich auch irgendwie in meinem Single-Leben eingerichtet und versuche, es so schön, wie möglich zu gestalten. Aber ich denke schon, dass ich im Fall der Fälle gerne dazu bereit wäre, einiges davon umzukrempeln, wenn es endlich die Möglichkeit einer Beziehung geben sollte.

Und wenn sie sich Gedanken macht, dass sie dich toll findet, aber sich fragt, was ein gestandener Mann an ihr jungem naivem Hüpfer finden können sollte?
Das könnte natürlich auch der Fall sein. 😎
 
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