Der Absolute-Beginners-Thread

  • Themenstarter Unerfahrener Romantiker
  • Erstellt am
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Basierend auf einer Idee von G glux und da es in letzter Zeit immer mehr Mitglieder mit einem ähnlichen Anliegen gab, dachte ich mir, diese Diskussion zu starten. Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben. Ich bin gespannt, wohin sich dieser Thread entwickelt:smile:
 
G
Benutzer226102  (41) Öfter im Forum
  • #2
: - )
 
G
Benutzer226102  (41) Öfter im Forum
  • #3
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #4
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
Vielen Dank für die lieben und verständnisvollen Worte :smile:
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #5
Ich lese interessiert mit.
Ich date ja gerade einen unerfahrenen Mann und freue mich über Einblicke, die vielleicht mein Verständnis und Einfühlungsvermögen schärfen können.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #6
Ich gehöre dann wohl auch in diesen Thread.

Ich bin Ende 30 und AB.
Aber ich weiß nicht, was man darüber großartig diskutieren könnte.
Dass so ein unterkuscheltes Leben ohne Liebe und Sex im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigend ist, dürfte ja klar sein.
Leute, die mich noch nicht so lange kennen und erfahren, dass ich AB bin, sind davon meistens überrascht. Und so manche durchaus attraktive (aber natürlich vergebene) Frau fragte sich schon, wie ein Mann wie ich so lange keine Partnerin finden könne. (Siehe z.B. hier und hier, wo ich sogar von einer ziemlich coolen Frau als attraktiver Mann bezeichnet wurde...)

Letztendlich geht das aber ganz einfach, wenn man zu blöd für die Partnersuche und Beziehungsanbahnung ist.
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd. Signale, die als Wink mit dem Zaunpfahl gedacht sind, nehme ich bestenfalls als ganz subtiles Zeichen wahr. Und dann vertraue ich dieser Wahrnehmung nicht mal.
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren. Rational lässt sich das wohl kaum erfassen. Einen intuitiven Zugang dazu habe ich einfach nicht. Und für einen trial and error-Ansatz fehlt mir der Mut und vor allem auch die nötige Skrupellosigkeit, um Dinge auszuprobieren, ohne wirklich einschätzen zu können, ob sie für mein "Objekt der Begierde" vielleicht irgendwie unangenehm sein könnten. Und den Zeitraum, in dem man vielleicht noch mit einem Hauch von Toleranz und Verständnis für dumme Anfängerfehler durch jugendlichen Leichtsinn und fehlende Erfahrung rechnen kann, habe ich auch schon sehr lange hinter mir gelassen.
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #7
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd.
Sehr spannend: ich habe tatsächlich umgekehrt das Gefühl, dass Verliebtheit wunderschön ist und mir zu selten passiert.
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #8
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren.
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #9
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
 
U
Benutzer222092  dauerhaft gesperrt
  • #10
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
Niemand wird mit dem "Wissen" geboren.
Ein bisschen Mut, etwas versuchen, nach den ersten Versuchen nicht entmutigen lassen, und dann klappt das schon.
(Falls Du ungepflegt oder abgefuckt rumrennst, (oder ähnlich) das erst in Ordnung bringen, und gute Kommunikation kannst auch mit Freunden lernen, bzw. sie vielleicht für Feedback zu Deinen Interaktionen fragen.)
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #11
U Urwaldheini
Auch wenn ich davon ausgehe, dass dein Beitrag gut gemeint ist, finde ich die Annahme, ABs wüssten nicht, was Körperpflege ist, doch ziemlich anmaßend.
Nur weil man ewig Single ist, ist man noch lange kein komischer Waldschrat, der irgendwo unter einem Stein lebt und nur ein mal im Schaltjahr duscht. Und auch so Allgemeinplätze, wie "Mit ein bisschen Mut klappt das schon" habe ich (wie vermutlich auch fast jeder AB) schon mindestens drölfzig mal gehört und gelesen. Aber so einfach ist das nicht für Jeden. Von daher finde ich solche Beiträge ehrlich gesagt überhaupt nicht hilfreich.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #12
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #13
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
Ich habe es eigentlich als allgemeine Diskussion verstanden:

Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben.
:smile:
 
Geo3412
Benutzer175723  (32) Meistens hier zu finden
  • #14
Ich war oft an dem Punkt an dem zu vermuten ist, dass die Frau erwartet hat, dass ich einen Schritt weiter gehe und die körperliche Nähe suche. Dahingehend hatte ich zu dem Zeitpunkt aber keine intrinsische Motivation, weil ich mich gestresst fühlte bzw innerlich halb in Panik war. Äußerlich war das zwar trotzdem durch Freude und Aufmerksamkeit erkennbar, jedoch war/bin ich durch Scham innerlich blockiert.
Durch meine psychische Krankheit bin ich momentan sehr erschöpft was über meine Pflichten des Alltags hinausgeht.
Ich lächle oft Menschen an, allerdings wenn ich im selben Moment mein Gesicht in einem Spiegel sehe, ist ein trauriger Mann zu erkennen. Ich möchte kein grießkrämiger Partner sein und kann mir vorstellen, dass ich dadurch sehr stark abschrecke. Selten gelingt es mir einer Frau ein Lächeln ins Gesicht zu Zaubern. Wenn es mir gelingt, muss ich oft Weinen.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #15
Leider erkennt man den inneren Vibe, egal wie "gekonnt" man diesen versteckt. Gerade, wenn man dann noch lächelt, könnte das mixed singnals senden und zusätzlich verwirren.
 
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Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #68
Kleines Update von mir: Der unerfahrene Mann und ich daten weiterhin und haben uns inzwischen auch körperlich angenähert.
Und ich dachte, ich teile mal meine Erfahrungen als erfahrenere Datingpartnerin.

Ich glaube, es wäre hilfreich, wenn man sich als AB bewusst macht, dass sich Unsicherheit überträgt. Wenn er sich nicht traut, mir sein Interesse zu signalisieren, dann fällt es mir natürlich entsprechend schwer, es als solches zu erkennen. Und selbst wenn ich vermute, dass er auch möchte, erfordert es natürlich sehr viel mehr Mut, den ersten Schritt zu machen, wenn so viel Unsicherheit im Raum schwebt.
Das muss aber nicht den Todesstoß für ein weiteres Kennenlernen bedeuten. Wichtig wäre nur, dass man einen Weg findet, das eigene Interesse zu kommunizieren. In unserem Fall lief es letztendlich über Gespräche. Flirten kann er nicht, Körperkontakt aufzubauen hat er sich nicht getraut. Aber sowohl schriftlich als auch mündlich hat er mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass sein Interesse nicht nur platonisch ist. Und sein Verhalten mir gegenüber sprach auch Bände (er ist verbindlich, aufmerksam und sucht kontinuierlich den Kontakt). Das war wichtig für mich. Sonst hätte ich wahrscheinlich irgendwann das Handtuch geworfen.

Nachdem ich mich dann irgendwann getraut habe, ihn zu küssen, fand ich auch sehr gut, dass er seine Zurückhaltung (im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙃) abgelegt hat und proaktiv mitgemacht hat. Das war ebenfalls wichtig. Ich will mich von einem Mann begehrt fühlen und nicht das Gefühl haben, dass ich ein Kind bei allem an die Hand nehmen muss. Oder schlimmer - dass ich dem anderen etwas aufzwinge, was nicht enthuasiastisch erwidert wird. Mein Tipp wäre also, auch aktiv Schritte auf den/die Datingpartner/in zuzumachen. Do it scared, but do it. Lieber etwas tun und dabei unsicher wirken, als gar nichts machen.

Und zu guter Letzt: nicht aufgeben! Es ist auch mit Ü30 noch möglich, tolle Frauen kennen zu lernen und (hoffentlich) positive Erfahrungen zu sammeln. :tentakel:
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  Team-Alumni
  • #149
Aber warum ist mir so was nicht vor 10 Jahren passiert?
Ganz ehrlich: ich glaube, weil du dich weiterentwickelt hast, und zwar gar nicht so wenig. Ich kann das jetzt nicht unbedingt an was konkretem festmachen, aber ich habe den Eindruck du hast für dich in zumindest einigen Lebensbereichen schon irgendwie mehr dein Ding gefunden. Und vermutlich ist es kein Zufall, dass das heute passiert ist und nicht vor zehn Jahren.

Und klar, ich kann mir voll die Enttäuschung vorstellen, dass halt in der Liebe schon viele Dinge passend zusammen kommen müssen, und es dann immer wieder aus diesem oder jenem Grunde nicht klappt.

Aber die Entwicklung die du gemacht hast, ist doch was Gutes, und dass du solche Bekanntschaften machst - auch wenn es in dem Fall nicht passt - ist doch ein gutes Zeichen. Das ist doch eindeutig was für die Haben-Seite, nicht die Soll-Seite!
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #221
Ich bin auch draufgekommen, was mir nicht guttut: ich habe alle möglichen Ressourcen im Internet (also Ratgeber + KI) recherchiert, um dem Problem nahezukommen. Jetzt habe ich gespürt, dass mich abgesehen von dieser Seite das alles in einen ziemlichen Strudel befördert hat, der den Beziehungswunsch erst zu so einem großen Problem gemacht hat. Ihr könnt euch sicher an meine Postings erinnern, wie ich hier angefangen habe: die waren zwar voller Sehnsucht, aber deutlich positiver in die Zukunft gerichtet und nicht so deprimiert. Erst das viele Suchen im Internet nach Gründen und Lösungen hat mich so traurig gemacht und jetzt, wo ich das gemerkt habe, geht es mir deutlich besser, auch wenn ich durch diese Erfahrung etwas erschöpft bin. Ich bin froh, dass ich da draufgekommen bin:smile:
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #237
Stimme ich dir zu. Man kann Liebe aus so viele Quellen empfangen, durch sein geliebtes Tier, Freunde, Familie und auch entscheiden in welche nicht-romantischen Konstrukte ich meine Emotionen investiere.
Auch wenn ich keine Beziehungserfahrung habe, kann ich mir schlecht vorstellen, dass solche Dinge einen adäquaten Ersatz für romantische Liebe darstellen können.

Ja, natürlich ist es nicht möglich, sowas komplexes wie Liebe und Lebensglück in Zahlen darzustellen. War auch nur ein Versuch, aufzuzeigen, dass "Ich habe eine Torte und will die Kirsche trotzdem" und "Mir fehlt was, und ich sehne mich danach" zwar nicht gleich, aber auch nicht komplett entgegengesetzt sind.
Da war der Vergleich der Summen- und Produkttheorie hilfreich, jetzt verstehe ich es besser.

Das finde ich extrem traurig und gleichzeitig erklärt es gut das Mindset, das hier manchmal durch die Beiträge schwirrt. Ich hoffe sehr, dass man aus dem Glauben an diese Theorie herauswachsen kann und bin froh, dass diese absolute Abhängigkeit von den einzelnen Faktoren bei mir nicht gegeben ist.

Das wäre dann ja wiederum eher die Summentheorie.
Natürlich ist es nicht möglich, so etwas komplexes mit einer Zahl zu beschreiben.
Ich glaube, mein Wortverständnis entspricht am ehesten der nachgereichten Abitur-Theorie - also dass man das Abi nur bekommt, wenn man einerseits in Summe eine gewisse Punktzahl erreicht und andererseits in keinem Prüfungsfach glatte null Punkte erreicht.
Es muss also nicht in allen Lebensbereichen perfekt laufen, um mich insgesamt als glücklich zu bezeichnen. Aber es darf eben auch kein grundlegendes Bedürfnis komplett unbefriedigt sein, weil das von anderen Lebensbereichen einfach nicht kompensiert werden kann.

Wenn mir also jemand sagt, ich solle doch mein restliches Leben möglichst schön gestalten, um auch bessere Chancen bei der Partnersuche zu haben, erscheint mir das plausibel. Und es ist eine Aussage, die mich durchaus dazu motiviert, Defizite in den anderen Lebensbereichen anzugehen und mein Leben zu verbessern.

Nur die absolute Aussage "Solange du mit deinem Leben nicht glücklich bist, wirst du keine Partnerin finden" empfinde ich durch mein Verständnis von einem glücklichen Leben als anmaßend und demotivierend, weil es letztendlich bedeutet, dass weder eine Chance auf eine Beziehung, noch eine auf ein insgesamt einigermaßen glückliches Leben habe, so dass ich mich eigentlich auch gleich hinter den abgefahrenen Zug werfen könnte.
Und ich kann mich durchaus noch an frühere Diskussionen hier im Forum erinnern, in dem andere unfreiwillige Singles ähnliche Probleme mit so einer absoluten Aussage hatten.
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Verbringt hier viel Zeit
  • #276
Hättest du da vielleicht einen Rat? Mir fällt es nicht ein🙈
Die Frage war nicht an mich gerichtet, aber ich wiederhole trotzdem immer wieder:

Jeder Flirt beginnt mit Augenkontakt, dann muss bei beiden ein Lächeln folgen.

Kommt von einer Seite kein Lächeln, ist es kein Flirt und wird in diesem Moment auch keiner mehr werden.

Trotzdem sind Augenkontakt und Lächeln eine notwendige, aber nicht hinreichende Grundlage für ein Fortsetzen des Flirts, denn auch die Kellnerin im Restaurant wird dich (professionell) anlächeln.

Deswegen musst du dann in eine Form von Kommunikation gehen. Wenn du sie dann "Frollein!" nennst und sie antwortet: "Ihre Bestellung bitte?" dann ist es kein Flirt mehr.

Es ist nicht ganz einfach...
 
O
Benutzer207972  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #494
Wie oft habe ich mir so ein Geheule angehört und war der Verständnisvolle. Ich habe mir das angetan, weil ich gehofft hatte daraus was zu lernen. Und im ein oder anderen Fall anfangs auch aus der Hoffnung raus, dass da vielleicht was entstehen könnte. Nein, nicht in Erwartung einer Gegeleistung! Ich war froh, das Vertrauen zu haben.
Das zeigt ja schon, dass du Beziehungen zu Menschen irgendwie als Transaktion siehst. Dass du dich nicht aus Empathie und echtem Interesse an Nähe einer anderen Person zuwendest, sondern um daraus eigene Vorteile zu ziehen (was lernen, Hoffnung auf "mehr"). In deinem Wording ("Geheule") schwingt eine gewisse Abwertung mit — dass du "der Verständnisvolle" warst, klingt wie eine Rolle und dein aufrichtiges Interesse und Zuhören damit eher nicht authentisch. So kann natürlich keine echte Nähe und ergo keine Beziehung entstehen. Wer geliebt werden will, muss lieben. Das erfordert Augenhöhe und Verletzlichkeit. Kein Kalkül.
 
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A
Benutzer218895  (44) Öfter im Forum
  • #519
Ich kann mir schon vorstellen, dass im Falle Knoppers eine Abstumpfung eingetreten ist. Er betreibt seit Jahren Onlindedating und muss jedes Mal den Bittsteller spielen
Aber was genau ist denn hier das, was den "Bittsteller" ausmacht? Wonach "bittet" er in einer Date - Situation? Warum muss er das "spielen"? Ich versteh dieses Gefühl nicht, wenn mans mal genauer hinterfragt, klingt es eher nach Bockigkeit.
und sich auf jede Frau neu einlassen,
Joah, das ist doch aber immer so, wenn man Menschen kennenlernt?
immer die gleichen Themen abhaken und bei Dates immer die gleichen Fragen stellen. Ich stelle mir das sehr anstrengend vor und irgendwann resigniert man. Darauf hätte ich gar keine Lust. Der Gedanke daran, 100 Frauen meine Lebensgeschichte erzählen zu müssen, wirkt abschreckend.
Na dann müsste man eben vielleicht wirklich mal die eigene Strategie wechseln. Wenn das Date nur aus Fragenstellen und Lebensgeschichte besteht, dann wär mir das auch zu langweilig. Es gibt doch 100000 Themen, über die man sich unterhalten kann? Also ne richtige Unterhaltung und kein Fragenstellen. Ich hab auch schon viele Onlinedates gehabt, und bei keinem einzigen hab ich irgendnen Fragekatalog bearbeiten müssen oder meine Lebensgeschichte erzählt.

Kann es vielleicht sein, dass Leute, denen es schwerfällt, für andere interessant zu sein, genau mit dieser Vorstellung in das Date reingehen? Man müsse seine Lebensgeschichte erzählen und Fragen wie im Vorstellungsgespräch stellen und beantworten?
Da bleibe ich lieber allein.
Naja, das ist ja dann zwangsläufig so.
 
O
Benutzer207972  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #527
Bittsteller im Sinne davon, dass der Mann der Frau den Hof machen muss, bzw. er um die Gunst der Dame ringt und er von ihrem Wohlwollen abhängig ist. Er hat doch selbst mehrfach durchscheinen lassen, dass es normal sei, dass der Mann zeigen muss, dass er sich die Frau verdient hat, also sich quasi feilbietet und hofft, dass er auserwählt wird.
Also sorry, aber dass das mit so nem Mindset nichts wird, ist doch absolut nicht verwunderlich. Das trieft vor Opfer-Mentalität gemischt mit einer wirklich noch abtörnenderen Objektifizierung der Frau. Komplett paradox. Die Frau ist auf der einen Seite eine Art Trophäe (= lebloses Objekt), die der Mann sich verdienen muss (um gesellschaftliche Anerkennung zu bekommen, dass er es geschafft hat, "eine Frau zu bekommen") und auf der einen Seite wird sie überhöht zu einer machtvollen Mutter-Figur, von deren Heben oder Senken des Daumens das fragile Selbstbewusstsein des Mannes abhängt. Ich lese außerdem schon den kindlichen Frust raus — und die Wut darüber, wenn er nicht "auserwählt" wird.

Man kann Frauen nicht als Objekte, Statussymbole, überhöhte Wesen, Quelle für den eigenen Frust sehen — und sich dann wundern, dass die Frauen, die reale Menschen sind, die sich eine tiefe emotionale Beziehung auf Augenhöhe wünschen, darauf keinen Bock haben.

Und man kann das eigene Selbstwertgefühl nicht in die Hände einer völlig überhöhten und idealisierten, gefürchteten Projektionsfläche legen — und gleichzeitig den Anspruch haben, doch bitte von der Frau als sexuell reizvoll gelesen zu werden. Das ist kindisches, emotional unreifes Verhalten. Und alles andere als anziehend.

Ich beobachte immer wieder, dass anstatt an der eigenen emotionalen Reife zu arbeiten, sich aber konstant nur an der gefürchteten Projektionsfläche abgearbeitet wird, die nichts mit der Realität zu tun hat. Und hier kommt ins Spiel, was hier als "Frauenhass" bezeichnet wird. Frauen werden hier nicht als emotionale, gleichwertige Menschen mit wichtigen Bedürfnissen und auf Augenhöhe wahrgenommen. Sondern im Wechsel idealisiert, zum Objekt gemacht und abgewertet. Dabei geht es nicht um individuelle Menschen — das ist emotional unreifes Abarbeiten der eigenen Probleme auf höchst unergiebige Art, die nicht zu einer Lösung des Problems führt — sondern nur zu mehr Frust. Es wäre viel hilfreicher, diese Energie mal in Arbeit am eigenen Ich in Form einer Therapie zu stecken.

Zumindest Knopper hat Dates mehrfach als Vorstellungsgespräch bezeichnet, in dem diverse Standardfragen immer abgearbeitet werden. Fragen nach dem Job, wie lange man schon Single sei, Zukunftsvorstellungen, Gehalt etc.
Hier schwingt schon wieder dieses Bild vom hilflosen Opfer mit. Aber niemand ist schlechten Dates ausgeliefert. Niemand ist gezwungen, langweilige Standard-Fragen abzufeuern. Niemand muss über Gehalt sprechen, wenn er das nicht will.

Die Lösung liegt in der Änderung dieses inneren Bildes, der übermächtigen Frau ausgeliefert zu sein. Nimmt man die andere Person als Mensch wahr, dem man intellektuell und emotional nahe kommen will, dann sind das keine "Standard-Fragen" — und wenn doch, dann kann man selbst doch andere, bessere Fragen stellen. Aber solange ich mein Gegenüber als Objekt und Projektionsfläche sehe, will ich ja gar nicht wirklich näher kommen. Denn dann läuft da gerade mein eigener Film, der nichts mit meinem Gegenüber zu tun hat.

Es erfordert innere Arbeit, am besten im Rahmen einer Psychotherapie, an diesen inneren Überzeugungen und an den "eigenen Filmen" zu arbeiten und wirklich zu fühlen, dass man der Welt und anderen Menschen nicht ausgeliefert ist. Dass man nicht hilflos ist. Dass man das eigene Leben und auch Dating-Situationen frei gestalten kann. Und dass einem da nicht eine übermächtige Mutter-Idealisierung gegenübersitzt, sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen, Perspektiven, Schwächen und Stärken. Aber diese Nähe — die muss man halten können. Und dazu muss man aus dem eigenen Film raus und einen stabilen Standpunkt erarbeiten, von dem aus ich in Kontakt mit anderen Menschen gehen kann, ohne mich selbst zu verlieren oder ausgeliefert zu fühlen.

Aber man kann nicht in dieser kindlichen, hilflosen Haltung gefangen bleiben und sich dann darüber aufregen, von erwachsenen Frauen, die einen Partner auf Augenhöhe und mit ähnlicher emotionaler Reife suchen, nicht begehrt zu werden.

Zur Klarstellung: Ich beziehe mich nicht auf K knopper84 — sondern auf diese "Übersetzung" und die Formulierungen von A Aldebaran84 , die mir sehr klassisch und typisch vorkommen und die ich deswegen mal auseinandernehmen wollte.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #600
Ein Mensch der "funktioniert" ist - nach meiner Lesart - wie eine Maschine:
Für mich funktioniert ein Mensch und sein Leben ERST wenn man mit sich im Reinen ist. Zensur ist eben etwas gegenteiliges davon.
Nach meinem bisherigen Verständnis ist es keine gute/gewünschte Eigenschaft, wenn man über jemanden sagt, dass der "emotional" ist
Interessant. Für mich ist keine gute Eigenschaft kalt, emotionslos und aalglatt zu sein.
Man muss doch nicht alle seine "Macken" akzeptieren
Ich schrieb von Facetten. Wie kommst du jetzt auf Macken?
Wer alle seine Emotionen ungebremst auslebt, wird der nicht zum Choleriker
Ist deine Welt immer so schwarz-weiß oder lässt du auch Schattierungen zu? Zwischen Emotionen ungebremst ausleben und sie panisch zu zensieren gibt es nämlich etwas wunderbares - normale, menschliche Reaktionen.
Oder zur Heulsuse, die wegen jedem Dreck jammert und lamentiert! Klar, alles zu unterdrücken ist sicherlich nicht gut,
Hat man dir das als Kind übermittelt? Irgendwo muss deine Angst vor Emotionen her kommen?
Selbstbeherrschtheit" empfand ich in der Vergangenheit jetzt keine schlechte Eigenschaft!?
Ist es das? Ich erlebe Menschen die alles unterdrücken als tickende Bomben.🙈
als "ruhender Pol" bezeichnet wurde, der in aller Hektik ruhig bleibt und noch überlegt handeln kann
Du zeigst keine Emotionen, nicht = du hast keine. Und diese zu verstecken macht dich nicht zu einem besseren Menschen.
Und so geht es mir eben auch in der Beziehung, wenn ich mal wieder "Blitzableiter" bin und angeschnauzt werde, obwohl ich für eine bestimmte Situation gar nichts kann. Ich weiß doch, dass es maximal 12
Käme nie auf die Idee meinen Partner wie einen Blitzableiter zu behandeln, denn in dem Fall würde ich jeden Respekt seiner Person gegenüber verlieren. Ich führe eine Beziehung auf Augenhöhe oder ich führe keine.
Sie ist für die Emotionen zuständig, also
Solange nicht beide dafür "zuständig" sind, wird es nie zu echter Nähe und Verbundenheit kommen.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #661
Hier ist von mehreren Seiten gegen die Netiquette verstoßen worden. Beleidigungen und abwertende Aussagen sind zu unterlassen!
 
F
Benutzer206083  (59) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #676
Wäre auch mein Vorschlag, mach einfach Kraul, da strampelt man mit den Beinen und muss nur die Arme und die Atmung koordinieren.

Aber ich denke, dass da ein motorisches Problem vorliegt. Also quasi das Gehirn eben diese Koordinationsleistung der Gliedmaßen nur begrenzt aufbringen kann. Hm. Schade ist das. Schwimmen können rettet im Ernstfall Leben.

Bewegungslegastheniker nenn ich es. Koordinationsprobleme eben. Deshalb auch kein Talent bei Ballspielen, von Tanzen ganz zu schweigen. Versager in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen. Und einfach nicht genug Ehrgeiz.
 
F
Benutzer206083  (59) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #677
Man muss das eben auch wirklich glauben können, dass es so sein KÖNNTE.
Eben. Daher finde ich es etwas albern, wenn man hier erzählen soll, was in der Vorstellung passiert. Ist das eine Aufforderung sich der Lächerlichkeit Preis zu geben, oder soll es ein Abschätzen des Realitätssinn sein. Dazu kennt man sich doch aber gegenseitig viel zu wenig.
 
H
Benutzer237480  (31) Ist noch neu hier
  • #678
Ich war paar Wochen nicht hier und wollte ein kurzes Update geben.

Die Hochzeit als Trauzeugin habe ich im wahrsten Sinne des Wortes überstanden. Es war ein schöner Tag aber ich war trotz der vielen Menschen unglaublich einsam. Für meine Freundin freue ich mich total und es überwiegt die positive Erinnerung an den Tag.

Das Einsam-Fühlen hat mich dazu gebracht mir zu überlegen woher und wieso das kam. Es war ja schon im Vorfeld Thema… Tatsächlich komme ich zum Schluss, dass ich mich zu wenig gegen die gesellschaftlichen Vorstellungen von außen abnable. Es ist in meinem Umfeld ganz normal in einer Beziehung zu sein und wer nicht in einer ist, ist auf der Suche.

Mir fiel es auf als ich mit Freunden ein Wochenende weg war und abschließend zu diesem Thema die Frage war: was müsste nach den ganzen Veränderungen bei dir dein Wunsch-Mann aktuell mitbringen?
Ehrlicherweise konnte ich es gar nicht beantworten. Meine Wünsche sind alles nichts was irgendwie eine Beziehung nötig macht. Ich freue mich wenn jemand mit mir was unternimmt, Interessen teilt und das war es auch schon. Das erfüllt mir bereits mein engster Freundeskreis. Mein Einsam-Gefühl kam eher von außen denn von mir.

Das einzige was mir schon etwas fehlt sind körperliche Bedürfnisse und da bin ich leider zu unsicher um es einfach auszuprobieren. Ich weiß dass ich viel Vertrauen bräuchte und traue mich deshalb nicht einfach unverbindlich Erfahrungen zu sammeln. Das ist der einzige Punkt, der bei mir für eine Beziehung spricht.

Um mit etwas positivem abzuschließen: Nach dem Chaos letztes Jahr war mein Ziel einen Alltag zu finden und in die Spur zu kommen. Das habe ich definitiv erreicht.
Ich glaube mein nächstes Ziel wird doch noch einmal ein Jobwechsel. Meine Arbeitszeiten sind manchmal nicht so gesellschaftsfähig und ich bin schon traurig wenn ich was absagen muss weil ich am Wochenende Dienst habe.
 
Geo3412
Benutzer175723  (32) Meistens hier zu finden
  • #679
Ich weiß dass ich viel Vertrauen bräuchte und traue mich deshalb nicht einfach unverbindlich Erfahrungen zu sammeln.
Ich dachte ja ich könne einfach so unverbindliche Erfahrungen sammeln, aber ich muss mir eingestehen, dass ich das nicht kann. Ich habe es probiert, aber es sind ja mehrere Schritte dafür nötig und an irgendeinem Punkt sabotiere ich mich selbst. Deshalb schaue ich aktuell nur nach Menschen zu denen ich eine gute Verbindung aufbauen kann. Ob das dann unter dem Label Beziehung oder nicht klappt ist mir egal.
 
Maifeld
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  • #680
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Benutzer206083  (59) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #681
Mir fiel es auf als ich mit Freunden ein Wochenende weg war und abschließend zu diesem Thema die Frage war: was müsste nach den ganzen Veränderungen bei dir dein Wunsch-Mann aktuell mitbringen?
Ehrlicherweise konnte ich es gar nicht beantworten. Meine Wünsche sind alles nichts was irgendwie eine Beziehung nötig macht. Ich freue mich wenn jemand mit mir was unternimmt, Interessen teilt und das war es auch schon. Das erfüllt mir bereits mein engster Freundeskreis. Mein Einsam-Gefühl kam eher von außen denn von mir.

Das einzige was mir schon etwas fehlt sind körperliche Bedürfnisse und da bin ich leider zu unsicher um es einfach auszuprobieren. Ich weiß dass ich viel Vertrauen bräuchte und traue mich deshalb nicht einfach unverbindlich Erfahrungen zu sammeln. Das ist der einzige Punkt, der bei mir für eine Beziehung spricht.
Same here. Nur wusste ich nicht, was Ursache, was Wirkung war, denn ich habe ca. 15 Jahre durchgearbeitet. Und damit meine ich durchgearbeitet. Wochenenden gab es nicht, Urlaub war nicht nötig, da ja eh allein. Mein Job macht(e) mir tierisch Spaß und wenn im Betrieb von Papa arbeitet und für alles Technische zuständig ist, dann gibt es da immer was zu tun. Selten, dass da mal eine Woche unter 80 Stunden war.
Ab und zu mal mit ein paar Bekannten (die ich immer hatte) auf einen Weihnachtsmarkt, ein Dorffest o.ä. Wirklich fehlen tat mir ab und zu jemand zum "runterkommen", also reden, wenn ich mich wegen irgendwas aufgeregt habe und mit diesem Groll dann heim gegangen bin... Z,B, als mich meine Schwester (auch im Betrieb tätig) mich gebeten hat, abends/nachts etwas ferig zu machen wofür sie eigentlich eine Woche Zeit hatte, aber Welpenkurs, die Hühner & Co. wichtiger war. "Weißt du, auf dich wartet ja niemand!" war ihre Begründung.

Also ist doch die Frage, war die Arbeitswut Ursache oder Wirkung?

Vermissen tat ich tatsächlich auch eher körperliche Bedürfnisse, ohne zu wissen was eigentlich genau, denn ich hatte derartiges ja noch nicht erlebt, dachte nur, dass das ja toll sein muss, wenn es alle Welt tut. Also die 3 K (Küssen, Knutschen, Kuscheln).
Sex, ja, da war ich schon sehr neugierig. Es ging mir aber da wie dir, ich konnte nicht einfach zu ner "Professionellen" gehen, da fehlte einfach das Vertrauen und ich stellte mir das irgendwie erniedrigend für beide Seiten vor. Dinge wie ONS waren Utopie.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #682
Also ist doch die Frage, war die Arbeitswut Ursache oder Wirkung?
Naja, ein Vater der zusieht wie sein Kind 25 Jahre lang nichts anderes als arbeitet statt auf deine Wochenenden zu achten…ist kein guter Vater. Geschweige denn Vater, sorry.

Und bei so viel Arbeit kommt man ja auch nicht zum nachdenken übers eigene Leben, ob nun gewollt oder ungewollt.
 
F
Benutzer206083  (59) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #683
Naja, ein Vater der zusieht wie sein Kind 25 Jahre lang nichts anderes als arbeitet statt auf deine Wochenenden zu achten…ist kein guter Vater. Geschweige denn Vater, sorry.

Und bei so viel Arbeit kommt man ja auch nicht zum nachdenken übers eigene Leben, ob nun gewollt oder ungewollt.
Er war ähnlich drauf wie ich.... Bei ihm (als "Flüchtling" ) bestand die wirtschaftliche Notwendigkeit. Daher vermutlich auch meine Einstellung, dass Fleiß irgendwann "belohnt" wird.
Hat ja keiner wissen können, dass die Politik einem einen so fetten Strich durch die Rechnung macht.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #684
Off-Topic:

Daher vermutlich auch meine Einstellung, dass Fleiß irgendwann "belohnt" wird.
Verstehe, die Einstellung kenne ich leider selbst 🌷 Mein Vater hatte einen ähnlichen Vater wie du (es wurde nur über die Arbeit und nichts anderes geredet) und hat das auch so für sich übernommen. Er war deswegen auch kaum präsent als Vater und reden konnte ich mit ihm auch nur über Leistung/ Arbeit.
Vielleicht reagierte ich deswegen auch so doof darauf, ich bin leider die erste Generation die das Workaholikerdasein zu durchbrechen versucht.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #686
Naja, ein Vater der zusieht wie sein Kind 25 Jahre lang nichts anderes als arbeitet statt auf deine Wochenenden zu achten…ist kein guter Vater. Geschweige denn Vater, sorry.

Und bei so viel Arbeit kommt man ja auch nicht zum nachdenken übers eigene Leben, ob nun gewollt oder ungewollt.
Off-Topic:
Ich finde es sehr schwierig, das pauschal abzuwerten. Wenn du dir für dich etwas anderes wünscht (oder dir mehr bedingungslose Liebe und Aufmerksamkeit von deinem Vater gewünscht hättest) ist das vollkommen legitim. Nur ticken nicht alle Menschen gleich und es existieren da draußen sehr viele Menschen, die dasselbe über deinen Werdegang denken, weil sie mir dir nicht tauschen wollen würden.

Den Königsweg fürs subjektive Glück, den gibt es nicht. Das ist eine höchst individuelle Angelegenheit.

Außerdem würdigt man seine Abwehrmechanismen, weil sie wichtig sind für die eigene psychische Stabilität. Wer weiß, wie sich z.B. ein Flitzer entwickelt hätte, wenn er keinen Halt in seiner Arbeit gefunden hätte. Da wären noch ganz andere Szenarien möglich gewesen.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #687
Off-Topic:

Ich finde es sehr schwierig, das pauschal abzuwerten.
Hab ich ja einen Beitrag danach auch gemerkt und mich bedauernd und selbstkritisch geäußert, oder?
Dadurch, dass F Flitzer133 darauf so offen geantwortet hat, fand ich es einfacher mich und meine Reaktion zu hinterfragen als im Vergleich mit deinem Beitrag.
Zumal du dich auch häufiger als eine Person der starken Meinungen ohne viel Spielraum für andere Perspektiven zeigst. Ich denke wir alle sind Menschen und reagieren nicht immer optimal.
 
F
Benutzer206083  (59) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #688
Also werden Singles nicht müde und brauchen keine Erholung. Auch als Single reiste ich gleich viel wie in einer Parterschaft.

So hat man eine perfekte Ausrede um nicht über sein Leben nachdenken zu müssen.
Eben!
Erholung? Die Wochenenden waren für mich "Erholung"! Endlich alleine arbeiten und bestimmte Dinge mal testen, Vorrichtungen bauen, wofür im Alltag keine Zeit ist, Maschinen um Funktionen erweitern, Abläufe verbessern..... es gab so viel zu tun.

Teilweise habe ich dieses Verhalten auch heute noch. War vorhin im Fitnessstudio und heute früher dran, weil ich mit einer Bekannten dort war. Danach nochmals zur Arbeit und habe an einer Maschine einen Fehler behoben, der seit Jahren immer mal wieder sporadisch auftrat wenn es warm wurde. Dazu muss man den entdecken, und das geht nur, wenn man seine Ruhe hat.
Das ist einfach meine Leidenschaft, das verstehen die Wenigsten.
Kennt jemand die "Autodoktoren"? Die haben manchmal auch solche Momente, die tief befriedigen, wenn man einen Fehler endlich entdeckt hat.
Genau so ging es mir eben!

Ja, ich bin Nerd!

Und ja, auch ich habe inzwischen das Reisen entdeckt....
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #689
Zumal du dich auch häufiger als eine Person der starken Meinungen ohne viel Spielraum für andere Perspektiven zeigst. Ich denke wir alle sind Menschen und reagieren nicht immer optimal.
Off-Topic:
Ich habe ein reges und funktionierendes Sozialleben und derartige Rückmeldungen habe ich noch nie erhalten - eher dass ich zu viel Verständnis für die meisten Positionen aufbringen könnte.

Ich habe den Eindruck, dass du Schwierigkeiten damit hast zwischen dir und anderen zu unterscheiden und wenn jemand für sich eine klare Position vertritt, siehst du deine als nicht ausreichend validiert und akzeptiert an, wenn die davon abweicht. Merkt man ja auch an deiner Kommunikation.

Daher mein Kommentar: nicht die eigene Geschichte und Unzulänglichkeiten auf andere projizieren.

Und auch hier: nimm nicht alles persönlich, weil um dich persönlich ging es gar nicht.
 
H
Benutzer237480  (31) Ist noch neu hier
  • #690
Ob das dann unter dem Label Beziehung oder nicht klappt ist mir egal.
Mir ist das Label auch völlig egal. Die Formulierung war ungeschickt von mir, weil es eben im Gespräch folgend auf das Thema Wunsch-Mann kam.
 
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