Der Absolute-Beginners-Thread

  • Themenstarter Unerfahrener Romantiker
  • Erstellt am
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Basierend auf einer Idee von G glux und da es in letzter Zeit immer mehr Mitglieder mit einem ähnlichen Anliegen gab, dachte ich mir, diese Diskussion zu starten. Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben. Ich bin gespannt, wohin sich dieser Thread entwickelt:smile:
 
G
Benutzer226102  (41) Öfter im Forum
  • #2
: - )
 
G
Benutzer226102  (41) Öfter im Forum
  • #3
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #4
Ich werfe den Namen "Maja Roedenbeck" an dieser Stelle nochmal in die Runde - von der hatte ich mal ein gutes Buch mit außergewöhnlich klugem Zugang zur Thematik in der Hand.

Zum immer wieder auftauchenden Fragenbereich "Liebe, Beziehung, Sexualität? - also wie ist denn das SO WIRKLICH, wie kann ich mich durch eine Idee davon auf diese Dinge ein bißchen vorbereiten?
Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning.

Und dann möchte ich meine Empfehlung wiederholen, (auch) nach Frauen/Männern zu suchen, die ebenfalls kaum Erfahrungen haben in diesem Lebensbereich:

Ist nämlich genau die Situation, die halt Teenager haben rund um Liebesbeziehung & Sexualität leben - "Wir können und hatten das noch nicht, wollen es aber erfahren und lernen - also tun wir beide erstmal bissl unbeholfen herum, bevor wir gemeinsam erfahrener und sicherer werden." Mit einem anderen AB-Menschen hätte man die Chance, ganz einfach gemeinsam eine natürliche Entwicklung nachzuholen.

Und schlußendlich freu ich mich über diese Threaderöffnung, weil ich denke: Dieser kann wohl sehr sinnvoll und hilfreich sein - schließlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, und auch die jeweilige Ursachen- und Lösungssuche ist wohl nicht so sehr individuell verschieden wie manche vielleicht annehmen!

Warum äußere ich mich immer wieder zu dieser Thematik? Weil ich vor Jahrzehnten zufällig drübergestolpert bin, sie sehr interessant fand - und mich daher dann auch etwas damit beschäftigt habe.
Und weil ich finde, wenn man im Laufe seines Lebensweges in den "AB-Zustand" hineingeraten ist, dann muss man darin nicht quasi einzementiert bleiben - man kann da auch HINAUSTANZEN ...

In diesem Sinne: Viel Erkenntnis, Veränderungsmöglichkeiten und vor allem Bereicherung wünsche ich euch durch diesen gemeinsamen Threadweg!
Vielen Dank für die lieben und verständnisvollen Worte :smile:
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #5
Ich lese interessiert mit.
Ich date ja gerade einen unerfahrenen Mann und freue mich über Einblicke, die vielleicht mein Verständnis und Einfühlungsvermögen schärfen können.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #6
Ich gehöre dann wohl auch in diesen Thread.

Ich bin Ende 30 und AB.
Aber ich weiß nicht, was man darüber großartig diskutieren könnte.
Dass so ein unterkuscheltes Leben ohne Liebe und Sex im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigend ist, dürfte ja klar sein.
Leute, die mich noch nicht so lange kennen und erfahren, dass ich AB bin, sind davon meistens überrascht. Und so manche durchaus attraktive (aber natürlich vergebene) Frau fragte sich schon, wie ein Mann wie ich so lange keine Partnerin finden könne. (Siehe z.B. hier und hier, wo ich sogar von einer ziemlich coolen Frau als attraktiver Mann bezeichnet wurde...)

Letztendlich geht das aber ganz einfach, wenn man zu blöd für die Partnersuche und Beziehungsanbahnung ist.
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd. Signale, die als Wink mit dem Zaunpfahl gedacht sind, nehme ich bestenfalls als ganz subtiles Zeichen wahr. Und dann vertraue ich dieser Wahrnehmung nicht mal.
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren. Rational lässt sich das wohl kaum erfassen. Einen intuitiven Zugang dazu habe ich einfach nicht. Und für einen trial and error-Ansatz fehlt mir der Mut und vor allem auch die nötige Skrupellosigkeit, um Dinge auszuprobieren, ohne wirklich einschätzen zu können, ob sie für mein "Objekt der Begierde" vielleicht irgendwie unangenehm sein könnten. Und den Zeitraum, in dem man vielleicht noch mit einem Hauch von Toleranz und Verständnis für dumme Anfängerfehler durch jugendlichen Leichtsinn und fehlende Erfahrung rechnen kann, habe ich auch schon sehr lange hinter mir gelassen.
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #7
Das Gefühl von Verliebtheit finde ich total unangenehm und überfordernd.
Sehr spannend: ich habe tatsächlich umgekehrt das Gefühl, dass Verliebtheit wunderschön ist und mir zu selten passiert.
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #8
Und ich verstehe einfach nicht, wie Annäherung und Beziehungsanbahnung funktionieren.
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #9
Was denkst du, was dir helfen würde, um die Beziehungsanbahnung angenehmer zu machen und vielleicht sogar die bestehende Blockade bei dir zu lösen?
Denkst du, es gibt etwas, was eine Frau tun könnte?
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
 
U
Benutzer222092  dauerhaft gesperrt
  • #10
Gute Frage.

Ich fange mal mit einer Sache an, die definitiv kontraproduktiv ist und mich nur verunsichert: "vornehme Zurückhaltung", oder gar irgendwelche "hard to get"-Spielchen. Ich bin sowieso schon total unsicher. Da brauche ich definitiv nichts, was meine Unsicherheit verstärkt. Und diesen "Jagdinstinkt", der dadurch getriggert werden soll, habe ich einfach nicht.
Im Gegensatz dazu profitiere ich von ehrlichem, positivem Feedback, von aktivem mitspielen, bzw. im besten Fall auch von Initiative von ihrer Seite. Und es hilft mir, wenn sie klar und deutlich Interesse an mir zeigt.

Ich hatte mal ein paar Dates mit einer Kommilitonin. Auch wenn insgesamt nicht viel passiert ist, weil wir beide extrem verkopft waren, fühlte sich der ganze Prozess zumindest nicht so unangenehm an, wie andere Versuche, einer Frau näher zu kommen. Es gab für mich als Overthinker einfach keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch an mir interessiert ist.
Sie zeigte im Gespräch Interesse an mir und hat auch aktiv das Gespräch gesucht, wenn wir uns in der Uni begegnet sind.
Wenn ich z.B. gefragt habe, ob sie Lust hat, mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in der nächsten Woche stattfindet, kam von ihr gleich der konkrete Terminvorschlag - also so was, wie "Ja. Gute Idee! Wie wäre es am Dienstag nach der Vorlesung?". Und dann kam auch mal eine Idee für ein Treffen von ihr und der Terminvorschlag von mir. Und wenn sie mal keine Lust auf meinen Vorschlag hatte, sagte sie das offen und ehrlich, aber machte gleich einen Gegenvorschlag, so dass klar war, dass es nicht am Interesse an mir mangelt und tatsächlich um den Vorschlag der konkreten Aktivität geht. - Also so was, wie "Schön, dass du fragst. Aber diese Veranstaltung ist nicht so mein Fall. Aber wie wäre es, wenn wir in nächster Zeit mal XYZ machen?".
Insgesamt hatte ich zum ersten und wohl auch einzigen mal das Gefühl, dass wir uns gegenseitig einen Ball zuspielen.
(Letztendlich wurde trotzdem nicht mehr aus der Sache - einerseits, weil niemand den Mut hatte, einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Körperkontakt zu suchen, einen Kuss zu initiieren, oder so was in der Art und andererseits, weil sich im Laufe des kennenlernens gezeigt hat, dass wir abgesehen von unserem Studium nur wenige Gemeinsamkeiten haben.)

Ach ja... Geduld und ein gewisses Verständnis für einen übersehenen Wink mit dem Zaunpfahl, für die verpasste Chance, in einer vermeintlich offensichtlichen Situation den nächsten Schritt zu machen und Ähnliches ist sicherlich auch hilfreich.
Ich hatte auch mal vor ewigen Zeiten ein Date, bei dem mir erst am nächsten Tag klar wurde, dass ich da in einer Hollywood-Schnulzen-Situation war, in der mich jeder Zuschauer am liebsten geschüttelt hätte, um mir zu sagen, dass ich doch jetzt verdammt noch mal endlich die offensichtliche Einladung zum Aufbau von Körperkontakt annehmen soll. Aber in der aufregenden Situation erschien mir das alles nicht so klar und ich habe nichts gemacht, weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Ich hätte trotzdem Lust auf ein zweites Date gehabt - und damit auf die Chance, auf die viel zu späte Erkenntnis Taten folgen zu lassen. Sie leider nicht.

Aber ich weiß nicht, ob das wirklich reicht, weil ich bei allen folgenden Schritten total ahnungslos bin.
Niemand wird mit dem "Wissen" geboren.
Ein bisschen Mut, etwas versuchen, nach den ersten Versuchen nicht entmutigen lassen, und dann klappt das schon.
(Falls Du ungepflegt oder abgefuckt rumrennst, (oder ähnlich) das erst in Ordnung bringen, und gute Kommunikation kannst auch mit Freunden lernen, bzw. sie vielleicht für Feedback zu Deinen Interaktionen fragen.)
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #11
U Urwaldheini
Auch wenn ich davon ausgehe, dass dein Beitrag gut gemeint ist, finde ich die Annahme, ABs wüssten nicht, was Körperpflege ist, doch ziemlich anmaßend.
Nur weil man ewig Single ist, ist man noch lange kein komischer Waldschrat, der irgendwo unter einem Stein lebt und nur ein mal im Schaltjahr duscht. Und auch so Allgemeinplätze, wie "Mit ein bisschen Mut klappt das schon" habe ich (wie vermutlich auch fast jeder AB) schon mindestens drölfzig mal gehört und gelesen. Aber so einfach ist das nicht für Jeden. Von daher finde ich solche Beiträge ehrlich gesagt überhaupt nicht hilfreich.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #12
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #13
Evtl. wäre es hilfreich zu wissen, ob hier eine allgemeine Diskussion ok ist oder ob es primär um den Austausch unter ABs gehen soll?
Ich habe es eigentlich als allgemeine Diskussion verstanden:

Einerseits soll dieser Thread ein Platz sein, wo alle Unerfahrenen sich austauschen und über ihre Sorgen schreiben können. Andererseits soll hier auch die Möglichkeit bestehen, dass Leute, die in einer ähnlichen Situation waren, ihre Erfahrungen teilen. Selbstverständlich dürfen auch alle anderen an dieser Diskussion mitwirken und ihr Wissen weitergeben.
:smile:
 
Geo3412
Benutzer175723  (32) Meistens hier zu finden
  • #14
Ich war oft an dem Punkt an dem zu vermuten ist, dass die Frau erwartet hat, dass ich einen Schritt weiter gehe und die körperliche Nähe suche. Dahingehend hatte ich zu dem Zeitpunkt aber keine intrinsische Motivation, weil ich mich gestresst fühlte bzw innerlich halb in Panik war. Äußerlich war das zwar trotzdem durch Freude und Aufmerksamkeit erkennbar, jedoch war/bin ich durch Scham innerlich blockiert.
Durch meine psychische Krankheit bin ich momentan sehr erschöpft was über meine Pflichten des Alltags hinausgeht.
Ich lächle oft Menschen an, allerdings wenn ich im selben Moment mein Gesicht in einem Spiegel sehe, ist ein trauriger Mann zu erkennen. Ich möchte kein grießkrämiger Partner sein und kann mir vorstellen, dass ich dadurch sehr stark abschrecke. Selten gelingt es mir einer Frau ein Lächeln ins Gesicht zu Zaubern. Wenn es mir gelingt, muss ich oft Weinen.
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Meistens hier zu finden
  • #15
Leider erkennt man den inneren Vibe, egal wie "gekonnt" man diesen versteckt. Gerade, wenn man dann noch lächelt, könnte das mixed singnals senden und zusätzlich verwirren.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
Maifeld
Benutzer155728  Beiträge füllen Bücher
  • #51
Ich kann die Ängste und Bedenken gut nachvollziehen, ging mir tatsächlich früher sehr ähnlich und ich konnte bis ich 21 oder 22 war, keinerlei Beziehungserfahrung und nur einen mehr als ungeschickten Versuch, Sex zu haben, sammeln. Ich war immer nur heimlich und unglücklich verknallt und habe mich nie näher herangetraut. Erst viel später habe ich zufällig von zumindest zwei Frauen erfahren, dass sie tatsächlich an mir interessiert gewesen wären, nur hatte ich so gar keine Antennen dafür gehabt.

Irgendwann habe ich tatsächlich meine Bedenken und Ängste überwunden und mich getraut. Auf die Gefahr hin, wie ich damals glaubte, mich lächerlich zu machen. Auf die Gefahr hin, zurückgewiesen zu werden. Auf die Gefahr hin, verletzt zu werden.
Aber ohne das hätte es vermutlich nie funktioniert.

Denn was man nie vergessen darf: Es ist ja nicht so, dass man in solch einer Situation der Einzige mit Bedenken, Ängsten etc. ist. Das geht doch der anderen Person mehr oder weniger genauso. Man wird unwahrscheinlicherweise komplett in seiner sicheren Komfortzone bleiben können und der oder die andere geht "all-in". Wenn man darauf wartet, kann das recht sicher vergeblich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #68
Kleines Update von mir: Der unerfahrene Mann und ich daten weiterhin und haben uns inzwischen auch körperlich angenähert.
Und ich dachte, ich teile mal meine Erfahrungen als erfahrenere Datingpartnerin.

Ich glaube, es wäre hilfreich, wenn man sich als AB bewusst macht, dass sich Unsicherheit überträgt. Wenn er sich nicht traut, mir sein Interesse zu signalisieren, dann fällt es mir natürlich entsprechend schwer, es als solches zu erkennen. Und selbst wenn ich vermute, dass er auch möchte, erfordert es natürlich sehr viel mehr Mut, den ersten Schritt zu machen, wenn so viel Unsicherheit im Raum schwebt.
Das muss aber nicht den Todesstoß für ein weiteres Kennenlernen bedeuten. Wichtig wäre nur, dass man einen Weg findet, das eigene Interesse zu kommunizieren. In unserem Fall lief es letztendlich über Gespräche. Flirten kann er nicht, Körperkontakt aufzubauen hat er sich nicht getraut. Aber sowohl schriftlich als auch mündlich hat er mir immer wieder zu verstehen gegeben, dass sein Interesse nicht nur platonisch ist. Und sein Verhalten mir gegenüber sprach auch Bände (er ist verbindlich, aufmerksam und sucht kontinuierlich den Kontakt). Das war wichtig für mich. Sonst hätte ich wahrscheinlich irgendwann das Handtuch geworfen.

Nachdem ich mich dann irgendwann getraut habe, ihn zu küssen, fand ich auch sehr gut, dass er seine Zurückhaltung (im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙃) abgelegt hat und proaktiv mitgemacht hat. Das war ebenfalls wichtig. Ich will mich von einem Mann begehrt fühlen und nicht das Gefühl haben, dass ich ein Kind bei allem an die Hand nehmen muss. Oder schlimmer - dass ich dem anderen etwas aufzwinge, was nicht enthuasiastisch erwidert wird. Mein Tipp wäre also, auch aktiv Schritte auf den/die Datingpartner/in zuzumachen. Do it scared, but do it. Lieber etwas tun und dabei unsicher wirken, als gar nichts machen.

Und zu guter Letzt: nicht aufgeben! Es ist auch mit Ü30 noch möglich, tolle Frauen kennen zu lernen und (hoffentlich) positive Erfahrungen zu sammeln. :tentakel:
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  Team-Alumni
  • #149
Aber warum ist mir so was nicht vor 10 Jahren passiert?
Ganz ehrlich: ich glaube, weil du dich weiterentwickelt hast, und zwar gar nicht so wenig. Ich kann das jetzt nicht unbedingt an was konkretem festmachen, aber ich habe den Eindruck du hast für dich in zumindest einigen Lebensbereichen schon irgendwie mehr dein Ding gefunden. Und vermutlich ist es kein Zufall, dass das heute passiert ist und nicht vor zehn Jahren.

Und klar, ich kann mir voll die Enttäuschung vorstellen, dass halt in der Liebe schon viele Dinge passend zusammen kommen müssen, und es dann immer wieder aus diesem oder jenem Grunde nicht klappt.

Aber die Entwicklung die du gemacht hast, ist doch was Gutes, und dass du solche Bekanntschaften machst - auch wenn es in dem Fall nicht passt - ist doch ein gutes Zeichen. Das ist doch eindeutig was für die Haben-Seite, nicht die Soll-Seite!
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #221
Ich bin auch draufgekommen, was mir nicht guttut: ich habe alle möglichen Ressourcen im Internet (also Ratgeber + KI) recherchiert, um dem Problem nahezukommen. Jetzt habe ich gespürt, dass mich abgesehen von dieser Seite das alles in einen ziemlichen Strudel befördert hat, der den Beziehungswunsch erst zu so einem großen Problem gemacht hat. Ihr könnt euch sicher an meine Postings erinnern, wie ich hier angefangen habe: die waren zwar voller Sehnsucht, aber deutlich positiver in die Zukunft gerichtet und nicht so deprimiert. Erst das viele Suchen im Internet nach Gründen und Lösungen hat mich so traurig gemacht und jetzt, wo ich das gemerkt habe, geht es mir deutlich besser, auch wenn ich durch diese Erfahrung etwas erschöpft bin. Ich bin froh, dass ich da draufgekommen bin:smile:
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #237
Stimme ich dir zu. Man kann Liebe aus so viele Quellen empfangen, durch sein geliebtes Tier, Freunde, Familie und auch entscheiden in welche nicht-romantischen Konstrukte ich meine Emotionen investiere.
Auch wenn ich keine Beziehungserfahrung habe, kann ich mir schlecht vorstellen, dass solche Dinge einen adäquaten Ersatz für romantische Liebe darstellen können.

Ja, natürlich ist es nicht möglich, sowas komplexes wie Liebe und Lebensglück in Zahlen darzustellen. War auch nur ein Versuch, aufzuzeigen, dass "Ich habe eine Torte und will die Kirsche trotzdem" und "Mir fehlt was, und ich sehne mich danach" zwar nicht gleich, aber auch nicht komplett entgegengesetzt sind.
Da war der Vergleich der Summen- und Produkttheorie hilfreich, jetzt verstehe ich es besser.

Das finde ich extrem traurig und gleichzeitig erklärt es gut das Mindset, das hier manchmal durch die Beiträge schwirrt. Ich hoffe sehr, dass man aus dem Glauben an diese Theorie herauswachsen kann und bin froh, dass diese absolute Abhängigkeit von den einzelnen Faktoren bei mir nicht gegeben ist.

Das wäre dann ja wiederum eher die Summentheorie.
Natürlich ist es nicht möglich, so etwas komplexes mit einer Zahl zu beschreiben.
Ich glaube, mein Wortverständnis entspricht am ehesten der nachgereichten Abitur-Theorie - also dass man das Abi nur bekommt, wenn man einerseits in Summe eine gewisse Punktzahl erreicht und andererseits in keinem Prüfungsfach glatte null Punkte erreicht.
Es muss also nicht in allen Lebensbereichen perfekt laufen, um mich insgesamt als glücklich zu bezeichnen. Aber es darf eben auch kein grundlegendes Bedürfnis komplett unbefriedigt sein, weil das von anderen Lebensbereichen einfach nicht kompensiert werden kann.

Wenn mir also jemand sagt, ich solle doch mein restliches Leben möglichst schön gestalten, um auch bessere Chancen bei der Partnersuche zu haben, erscheint mir das plausibel. Und es ist eine Aussage, die mich durchaus dazu motiviert, Defizite in den anderen Lebensbereichen anzugehen und mein Leben zu verbessern.

Nur die absolute Aussage "Solange du mit deinem Leben nicht glücklich bist, wirst du keine Partnerin finden" empfinde ich durch mein Verständnis von einem glücklichen Leben als anmaßend und demotivierend, weil es letztendlich bedeutet, dass weder eine Chance auf eine Beziehung, noch eine auf ein insgesamt einigermaßen glückliches Leben habe, so dass ich mich eigentlich auch gleich hinter den abgefahrenen Zug werfen könnte.
Und ich kann mich durchaus noch an frühere Diskussionen hier im Forum erinnern, in dem andere unfreiwillige Singles ähnliche Probleme mit so einer absoluten Aussage hatten.
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Verbringt hier viel Zeit
  • #276
Hättest du da vielleicht einen Rat? Mir fällt es nicht ein🙈
Die Frage war nicht an mich gerichtet, aber ich wiederhole trotzdem immer wieder:

Jeder Flirt beginnt mit Augenkontakt, dann muss bei beiden ein Lächeln folgen.

Kommt von einer Seite kein Lächeln, ist es kein Flirt und wird in diesem Moment auch keiner mehr werden.

Trotzdem sind Augenkontakt und Lächeln eine notwendige, aber nicht hinreichende Grundlage für ein Fortsetzen des Flirts, denn auch die Kellnerin im Restaurant wird dich (professionell) anlächeln.

Deswegen musst du dann in eine Form von Kommunikation gehen. Wenn du sie dann "Frollein!" nennst und sie antwortet: "Ihre Bestellung bitte?" dann ist es kein Flirt mehr.

Es ist nicht ganz einfach...
 
caotica
Benutzer68775  (41) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #330
Ich glaube, ich fühle mich in diesem Umfeld so wohl, weil es da völlig normal ist, nicht diesen klassischen Lebensentwurf mit Ehe, Kindern, Eigenheim und beruflicher Stabilität zu leben.
Ich denke, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, gesellschaftliche Erwartungen, mit denen man als "das macht man so" aufgewachsen ist, von dem zu trennen, was eigentlich EIGENE Erwartungen sind.

Und wenn das Umfeld einem dann immer noch irgendwie suggeriert, man ist nicht da "wo doch alle sein wollen" (oder sein wollen sollten) fühlt sich das wie ein Versagen an. Für mich war der Schlüssel zum echten Ankommen die Erkenntnis, überhaupt erst mal zu wissen wo ICH SELBST denn ankommen will. Manchmal habe ich den Verdacht, dass viele, bei denen es so gar nicht klappen will, vielleicht einer Vorstellung von etwas nachjagen, die nicht ihre eigene ist?

Und dieses "Nachjagen" scheint in der Genetik angelegt zu sein, denn Fun Fact "angekommener Freundinnen" die alles haben, was man mit Anfang 40 haben sollte - guten Job, eigenes Haus, gesunde Kinder, nette Hobbies, Freundeskreise - deren Gefühl des "Fehlens" beruht auf der "war das jetzt schon alles??" Frage. Und macht absolut nicht weniger unglücklich.

Off-Topic:
Was den Bogen zieht zu meinen früheren Posts und der Postulation, dass gefühltes Glück und inneres Ankommen nicht von äußeren "Erfolgen" abhängen sollte, weil man sonst immer eine Entschuldigung hat, nicht glücklich zu sein, deren Verantwortung irgendwo im Außen liegt.


Ich bringe keine eigenen Erfahrungen zum Thema "AB" ein - und finds schon irgendwie bescheuert, dass es diese Schublade so überhaupt gibt (kommt mir immer vor wie der Vergleich ehrgeiziger Mütter in der Krabbelgruppe, welches Kleinkind schon wie gut laufen kann^^) als gäbe es allgemeine Zielvorgaben mit Deadline im Lebensverlauf und als hätte nicht jeder eigene Wege und Geschwindigkeiten diese zu gehen - aber zum Thema unkonventionelle Lebensentwürfe kann ich viel beitragen :zwinker:
Warum lässt man sich einreden, zu "versagen", wenn man nicht tut, was viele um einen rum tun? Wer verteilt da die Gewinnerpunkte? Wer entscheidet, welche und wie viele man braucht um nicht hinterherzuhängen?

Wenn man diese Entscheidungen - und damit die Verantwortung für das eigene Glücksgefühl - so selbstverständlich auslagert, dann macht man es sich wirklich schwer.
Klar, wenn man sich SICHER ist, man will den sesshaften "white picket fence" Lebensentwurf wirklich aus SICH heraus, weil man sich eben genau das wünscht - dann ist authentisch und es ist sehr schade, wenn man das passende Gegenstück nicht findet. Aber man sollte sich halt sicher sein, dass das eigene Wünsche sind und nicht welche, die man gelernt hat, dass man sie haben sollte, weil sonst etwas mit einem nicht stimmt.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
O
Benutzer207972  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #494
Wie oft habe ich mir so ein Geheule angehört und war der Verständnisvolle. Ich habe mir das angetan, weil ich gehofft hatte daraus was zu lernen. Und im ein oder anderen Fall anfangs auch aus der Hoffnung raus, dass da vielleicht was entstehen könnte. Nein, nicht in Erwartung einer Gegeleistung! Ich war froh, das Vertrauen zu haben.
Das zeigt ja schon, dass du Beziehungen zu Menschen irgendwie als Transaktion siehst. Dass du dich nicht aus Empathie und echtem Interesse an Nähe einer anderen Person zuwendest, sondern um daraus eigene Vorteile zu ziehen (was lernen, Hoffnung auf "mehr"). In deinem Wording ("Geheule") schwingt eine gewisse Abwertung mit — dass du "der Verständnisvolle" warst, klingt wie eine Rolle und dein aufrichtiges Interesse und Zuhören damit eher nicht authentisch. So kann natürlich keine echte Nähe und ergo keine Beziehung entstehen. Wer geliebt werden will, muss lieben. Das erfordert Augenhöhe und Verletzlichkeit. Kein Kalkül.
 
A
Benutzer218895  (44) Öfter im Forum
  • #519
Ich kann mir schon vorstellen, dass im Falle Knoppers eine Abstumpfung eingetreten ist. Er betreibt seit Jahren Onlindedating und muss jedes Mal den Bittsteller spielen
Aber was genau ist denn hier das, was den "Bittsteller" ausmacht? Wonach "bittet" er in einer Date - Situation? Warum muss er das "spielen"? Ich versteh dieses Gefühl nicht, wenn mans mal genauer hinterfragt, klingt es eher nach Bockigkeit.
und sich auf jede Frau neu einlassen,
Joah, das ist doch aber immer so, wenn man Menschen kennenlernt?
immer die gleichen Themen abhaken und bei Dates immer die gleichen Fragen stellen. Ich stelle mir das sehr anstrengend vor und irgendwann resigniert man. Darauf hätte ich gar keine Lust. Der Gedanke daran, 100 Frauen meine Lebensgeschichte erzählen zu müssen, wirkt abschreckend.
Na dann müsste man eben vielleicht wirklich mal die eigene Strategie wechseln. Wenn das Date nur aus Fragenstellen und Lebensgeschichte besteht, dann wär mir das auch zu langweilig. Es gibt doch 100000 Themen, über die man sich unterhalten kann? Also ne richtige Unterhaltung und kein Fragenstellen. Ich hab auch schon viele Onlinedates gehabt, und bei keinem einzigen hab ich irgendnen Fragekatalog bearbeiten müssen oder meine Lebensgeschichte erzählt.

Kann es vielleicht sein, dass Leute, denen es schwerfällt, für andere interessant zu sein, genau mit dieser Vorstellung in das Date reingehen? Man müsse seine Lebensgeschichte erzählen und Fragen wie im Vorstellungsgespräch stellen und beantworten?
Da bleibe ich lieber allein.
Naja, das ist ja dann zwangsläufig so.
 
O
Benutzer207972  (36) Verbringt hier viel Zeit
  • #527
Bittsteller im Sinne davon, dass der Mann der Frau den Hof machen muss, bzw. er um die Gunst der Dame ringt und er von ihrem Wohlwollen abhängig ist. Er hat doch selbst mehrfach durchscheinen lassen, dass es normal sei, dass der Mann zeigen muss, dass er sich die Frau verdient hat, also sich quasi feilbietet und hofft, dass er auserwählt wird.
Also sorry, aber dass das mit so nem Mindset nichts wird, ist doch absolut nicht verwunderlich. Das trieft vor Opfer-Mentalität gemischt mit einer wirklich noch abtörnenderen Objektifizierung der Frau. Komplett paradox. Die Frau ist auf der einen Seite eine Art Trophäe (= lebloses Objekt), die der Mann sich verdienen muss (um gesellschaftliche Anerkennung zu bekommen, dass er es geschafft hat, "eine Frau zu bekommen") und auf der einen Seite wird sie überhöht zu einer machtvollen Mutter-Figur, von deren Heben oder Senken des Daumens das fragile Selbstbewusstsein des Mannes abhängt. Ich lese außerdem schon den kindlichen Frust raus — und die Wut darüber, wenn er nicht "auserwählt" wird.

Man kann Frauen nicht als Objekte, Statussymbole, überhöhte Wesen, Quelle für den eigenen Frust sehen — und sich dann wundern, dass die Frauen, die reale Menschen sind, die sich eine tiefe emotionale Beziehung auf Augenhöhe wünschen, darauf keinen Bock haben.

Und man kann das eigene Selbstwertgefühl nicht in die Hände einer völlig überhöhten und idealisierten, gefürchteten Projektionsfläche legen — und gleichzeitig den Anspruch haben, doch bitte von der Frau als sexuell reizvoll gelesen zu werden. Das ist kindisches, emotional unreifes Verhalten. Und alles andere als anziehend.

Ich beobachte immer wieder, dass anstatt an der eigenen emotionalen Reife zu arbeiten, sich aber konstant nur an der gefürchteten Projektionsfläche abgearbeitet wird, die nichts mit der Realität zu tun hat. Und hier kommt ins Spiel, was hier als "Frauenhass" bezeichnet wird. Frauen werden hier nicht als emotionale, gleichwertige Menschen mit wichtigen Bedürfnissen und auf Augenhöhe wahrgenommen. Sondern im Wechsel idealisiert, zum Objekt gemacht und abgewertet. Dabei geht es nicht um individuelle Menschen — das ist emotional unreifes Abarbeiten der eigenen Probleme auf höchst unergiebige Art, die nicht zu einer Lösung des Problems führt — sondern nur zu mehr Frust. Es wäre viel hilfreicher, diese Energie mal in Arbeit am eigenen Ich in Form einer Therapie zu stecken.

Zumindest Knopper hat Dates mehrfach als Vorstellungsgespräch bezeichnet, in dem diverse Standardfragen immer abgearbeitet werden. Fragen nach dem Job, wie lange man schon Single sei, Zukunftsvorstellungen, Gehalt etc.
Hier schwingt schon wieder dieses Bild vom hilflosen Opfer mit. Aber niemand ist schlechten Dates ausgeliefert. Niemand ist gezwungen, langweilige Standard-Fragen abzufeuern. Niemand muss über Gehalt sprechen, wenn er das nicht will.

Die Lösung liegt in der Änderung dieses inneren Bildes, der übermächtigen Frau ausgeliefert zu sein. Nimmt man die andere Person als Mensch wahr, dem man intellektuell und emotional nahe kommen will, dann sind das keine "Standard-Fragen" — und wenn doch, dann kann man selbst doch andere, bessere Fragen stellen. Aber solange ich mein Gegenüber als Objekt und Projektionsfläche sehe, will ich ja gar nicht wirklich näher kommen. Denn dann läuft da gerade mein eigener Film, der nichts mit meinem Gegenüber zu tun hat.

Es erfordert innere Arbeit, am besten im Rahmen einer Psychotherapie, an diesen inneren Überzeugungen und an den "eigenen Filmen" zu arbeiten und wirklich zu fühlen, dass man der Welt und anderen Menschen nicht ausgeliefert ist. Dass man nicht hilflos ist. Dass man das eigene Leben und auch Dating-Situationen frei gestalten kann. Und dass einem da nicht eine übermächtige Mutter-Idealisierung gegenübersitzt, sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen, Perspektiven, Schwächen und Stärken. Aber diese Nähe — die muss man halten können. Und dazu muss man aus dem eigenen Film raus und einen stabilen Standpunkt erarbeiten, von dem aus ich in Kontakt mit anderen Menschen gehen kann, ohne mich selbst zu verlieren oder ausgeliefert zu fühlen.

Aber man kann nicht in dieser kindlichen, hilflosen Haltung gefangen bleiben und sich dann darüber aufregen, von erwachsenen Frauen, die einen Partner auf Augenhöhe und mit ähnlicher emotionaler Reife suchen, nicht begehrt zu werden.

Zur Klarstellung: Ich beziehe mich nicht auf K knopper84 — sondern auf diese "Übersetzung" und die Formulierungen von A Aldebaran84 , die mir sehr klassisch und typisch vorkommen und die ich deswegen mal auseinandernehmen wollte.
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #548
Ich glaube, Regeln war der falsche Begriff. Natürlich funktioniert das zwischenmenschliche nicht einfach nach irgendwelchen wenn-dann-Regeln.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass meine Art, mit Frauen umzugehen auf der platonischen Ebene ganz gut funktioniert. Und ich habe keine Ahnung, ob es in einer Beziehung auch funktionieren würde.
Aber zur Beziehungsanbahnung muss ja irgendwas passieren, um über die platonische Ebene hinaus zu gehen. Und ich glaube, dass mir diese Fähigkeit einfach fehlt.
Ich habe ja bekanntermaßen nicht die allermeisten Erfahrungen (mit unterschiedlichen Männern), aber ich kann zumindest von meiner Seite sagen, dass für mich der Großteil einfach Anziehung war und wirklich sehr viel weniger irgendwelche Skills.
Mein Partner beispielsweise war schüchtern, konnte weder geschickt flirten noch hat er irgendwie offensiv irgendwelche Skills gehabt, die mich überzeugt hätten. Der hat einfach geatmet :grin:. Na ja, er war einfach interessant für mich. Er wirkte vor allem lieb, hatte eine für mich anziehende Stimme und Art, sich zu bewegen, hat gut gerochen... Das war echt zu großen Teilen Biochemie, der Rest kam dann später. Aber er war mega unerfahren mit Frauen, hatte nicht mal weibliche Freunde, war zu dem Zeitpunkt Geek und Nerd durch und durch...
Will damit sagen: Besondere Fähigkeiten auf dem Gebiet der Partnersuche hatte er nicht. Dafür ein wirklich schönes Lächeln 🥰. Ich wusste nach unserem ersten Treffen gar nicht mehr genau, wie er aussah. Aber an seinen Geruch und an sein Lächeln hab ich mich erinnert.

Ich glaube zwar schon, dass man es leichter hat, wenn man geschickt im Flirten ist und einfach locker in dieser Hinsicht. Aber ich würde mir jetzt an deiner Stelle nicht einreden, dir fehle was Entscheidendes.
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #549
Ich habe ja bekanntermaßen nicht die allermeisten Erfahrungen (mit unterschiedlichen Männern), aber ich kann zumindest von meiner Seite sagen, dass für mich der Großteil einfach Anziehung war und wirklich sehr viel weniger irgendwelche Skills.
Mein Partner beispielsweise war schüchtern, konnte weder geschickt flirten noch hat er irgendwie offensiv irgendwelche Skills gehabt, die mich überzeugt hätten. Der hat einfach geatmet :grin:. Na ja, er war einfach interessant für mich. Er wirkte vor allem lieb, hatte eine für mich anziehende Stimme und Art, sich zu bewegen, hat gut gerochen... Das war echt zu großen Teilen Biochemie, der Rest kam dann später. Aber er war mega unerfahren mit Frauen, hatte nicht mal weibliche Freunde, zu dem Zeitpunkt Geek und Nerd durch und durch...
Will damit sagen: Besondere Fähigkeiten hatte er nicht. Dafür ein wirklich schönes Lächeln 🥰. Ich wusste nach unserem ersten Treffen gar nicht mehr genau, wie er aussah. Aber an seinen Geruch und an sein Lächeln hab ich mich erinnert.

Ich glaube zwar schon, dass man es leichter hat, wenn man geschickt im Flirten ist und einfach locker in dieser Hinsicht. Aber ich würde mir jetzt an deiner Stelle nicht einreden, dir fehle was Entscheidendes.
Bei mir ist wirklich der Mangel an (romantischer!) körperlicher und emotionaler Nähe das Problem. Ob ich durch meine fehlende Erfahrung etwas unbeholfen wirke, ist mir zum Beispiel egal🙈
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #550
Interessanterweise fühle ich mich dann schlechter, wenn auf der Arbeit weniger los ist🙈
Es heißt ja nicht, dass wenn auf der Arbeit weniger los ist, dein System nicht im Stressmodus sein kann. Bei mir dauert es immer ein wenig, bis ich mich dann reguliert habe. In den Phasen, wo ich nach Stress zur Ruhe komme, ist es am schlimmsten. Weil ich noch Stresshormone im Körper habe, aber keine Ablenkung da ist. Da hätte ich dann gern jemand, der mir hilft, mich zu regulieren, durch Gespräche und Körperkontakt.
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #551
Ich habe ja bekanntermaßen nicht die allermeisten Erfahrungen (mit unterschiedlichen Männern), aber ich kann zumindest von meiner Seite sagen, dass für mich der Großteil einfach Anziehung war und wirklich sehr viel weniger irgendwelche Skills.
Mein Partner beispielsweise war schüchtern, konnte weder geschickt flirten noch hat er irgendwie offensiv irgendwelche Skills gehabt, die mich überzeugt hätten. Der hat einfach geatmet :grin:. Na ja, er war einfach interessant für mich. Er wirkte vor allem lieb, hatte eine für mich anziehende Stimme und Art, sich zu bewegen, hat gut gerochen... Das war echt zu großen Teilen Biochemie, der Rest kam dann später. Aber er war mega unerfahren mit Frauen, hatte nicht mal weibliche Freunde, war zu dem Zeitpunkt Geek und Nerd durch und durch...
Will damit sagen: Besondere Fähigkeiten auf dem Gebiet der Partnersuche hatte er nicht. Dafür ein wirklich schönes Lächeln 🥰. Ich wusste nach unserem ersten Treffen gar nicht mehr genau, wie er aussah. Aber an seinen Geruch und an sein Lächeln hab ich mich erinnert.
Dem schließe ich mich an. Wenn Anziehung da ist, muss man nicht überzeugen. Das ist aber eine Vorstellung die man ganz ganz oft liest bei AB-Männern, dass sie denken, eine Frau überzeugen zu müssen oder irgendwas ganz Besonderes leisten müssen.
Ich denke, es ist einfach Offenheit und seine eigenen Gefühle zuzulassen und zuzulassen, dass Begehren bemerkt wird. Glaube, das ist eine sehr unbewusste Sache, wo der Körper und das Nervensystem viel automatisch steuern. Ich kann ja mal einen kleinen Schwank erzählen.
Ich war auf einer Party und da war ein Mann, den ich ganz attraktiv fand und er mich scheinbar auch. Er hat meine Nähe gesucht und sich viel mit mir unterhalten und das gefiel mir auch. Auf einmal machte er den Move, dass er seine Hand auf meinen Rücken legte und ich fror in dem Moment reflexartig ein. Er hat das gemerkt und das war es dann. Er ist dann mit einer anderen nach Hause gegangen an dem Abend. Was nicht schlimm war, weil ich eh keine Lust auf einen ONS gehabt hätte, aber es zeigt halt, wie unbewusst solche Dinge ablaufen. Mir war ja in dem Moment noch gar nicht klar, dass er auf einen ONS aus war, ich habe das also null gesteuert.
Anderes Beispiel in die umgekehrte Richtung: Ich gehe aus dem Haus und da sind Handwerker zugange. Jemand erklört mir irgendwas hinter meinem Rücken und als ich mich umdrehe blicke ich in ein mega attraktives Gesicht und wunderschöne, strahlende Augen. In dem Moment veränderte sich meine Mimik und meine Stimme und es war als habe jemand Glitzer von Himmel gestreut. Dass das Ganze auf Gegenseitige beruhte habe ich gesehen, am Gesichtsausdruck des Mannes (Lächeln, große Pupillen...). Da war nichts gesteuert, sonst hätte ich mich das nicht getraut.
Ich glaube zwar schon, dass man es leichter hat, wenn man geschickt im Flirten ist und einfach locker in dieser Hinsicht. Aber ich würde mir jetzt an deiner Stelle nicht einreden, dir fehle was Entscheidendes.
Locker ja. Aber Männer die zu offensichtlich flirten, verunsichern mich sogar eher.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #552
Interessanterweise fühle ich mich dann schlechter, wenn auf der Arbeit weniger los ist🙈
Bei mir ist es ein Zwischending: Langeweile tut genau so wenig gut, wie Überlastung.
Was dagegen gut tut, ist etwas zwischen diesen Extremen - also eine Tätigkeit, die mich fordert und auch irgendwie befriedigend ist.

Ich habe ja bekanntermaßen nicht die allermeisten Erfahrungen (mit unterschiedlichen Männern), aber ich kann zumindest von meiner Seite sagen, dass für mich der Großteil einfach Anziehung war und wirklich sehr viel weniger irgendwelche Skills.
Mein Partner beispielsweise war schüchtern, konnte weder geschickt flirten noch hat er irgendwie offensiv irgendwelche Skills gehabt, die mich überzeugt hätten. Der hat einfach geatmet :grin:. Na ja, er war einfach interessant für mich. Er wirkte vor allem lieb, hatte eine für mich anziehende Stimme und Art, sich zu bewegen, hat gut gerochen... Das war echt zu großen Teilen Biochemie, der Rest kam dann später. Aber er war mega unerfahren mit Frauen, hatte nicht mal weibliche Freunde, war zu dem Zeitpunkt Geek und Nerd durch und durch...
Will damit sagen: Besondere Fähigkeiten auf dem Gebiet der Partnersuche hatte er nicht. Dafür ein wirklich schönes Lächeln 🥰. Ich wusste nach unserem ersten Treffen gar nicht mehr genau, wie er aussah. Aber an seinen Geruch und an sein Lächeln hab ich mich erinnert.

Ich glaube zwar schon, dass man es leichter hat, wenn man geschickt im Flirten ist und einfach locker in dieser Hinsicht. Aber ich würde mir jetzt an deiner Stelle nicht einreden, dir fehle was Entscheidendes.
Hm... Ja. Mein bester Freund (wenn ich ihn noch so bezeichnen will... aber das ist ein anderes Thema) hat auch eher nur existiert und nicht nein gesagt, als er von seiner (inzwischen Ex-)Freundin geangelt wurde. :ninja:
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass in vielen anderen Kennenlernprozessen der Mann eine etwas aktivere Rolle gespielt, bzw. den Prozess häufig aktiv vorangetrieben hat.

Zum Schwank von Topfrose Topfrose fällt mir ein anderer Schwank von mir ein:
Ich war mal vor einer halben Ewigkeit als Student bei der Party einer anderen Fachschaft. In der langen Warteschlange vor der Garderobe kam ich mit der mäßig kreativen Bemerkung "Es kann sich nur noch um Stunden handeln..." mit einer Frau ins Gespräch, die vor mir stand. Sie wirkte sehr "flirty" und machte im Gespräch den Eindruck, als wolle sie diese Party definitiv nicht alleine verlassen. Ich war damit ziemlich überfordert und absolut nicht dazu fähig, bei diesem Flirt mitzuspielen. Also endete die Konversation mit der Abgabe der Jacken.
Später sah ich sie wieder, als sie ziemlich wild mit einem anderen jungen Mann rumgemacht hat. Sie erblickte mich, sah meinen wohl etwas enttäuschten Gesichtsausdruck und warf mir einen Blick zu, der auf mich irgendwie mitleidig oder vielleicht auch entschuldigend wirkte.
Ich denke schon, dass ich auch ein Kandidat zum rummachen und zum gemeinsamen Verlassen der Party hätte sein können, wenn ich dazu in der Lage gewesen wäre, auf ihren Flirt einzusteigen und zumindest aktiv mitzuspielen.
Auch wenn ich mich nicht mehr an alle Details von damals erinnern kann, glaube ich schon, dass sie ziemlich viel versucht hat, um mich aus der Reserve zu locken... aber ich war einfach nicht dazu fähig, ihre Steilvorlage irgendwie zu nutzen.
 
Lotusknospe
Benutzer91095  Team-Alumni
  • #554
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass in vielen anderen Kennenlernprozessen der Mann eine etwas aktivere Rolle gespielt, bzw. den Prozess häufig aktiv vorangetrieben hat.

Wenn du in meinem Bekanntenkreis schauen würdest, sieht es genau andersrum aus. Die erfolgreichen Beziehungen sind die, wo der Mann von der Frau ausgesucht wurde und sich quasi nicht gewehrt hat.
 
U
Benutzer233458  (23) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #555
Wenn du in meinem Bekanntenkreis schauen würdest, sieht es genau andersrum aus. Die erfolgreichen Beziehungen sind die, wo der Mann von der Frau ausgesucht wurde und sich quasi nicht gewehrt hat.
Das wäre für mich aber blöd, ich wurde nämlich noch nie ausgesucht😕
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #556
Wenn du in meinem Bekanntenkreis schauen würdest, sieht es genau andersrum aus. Die erfolgreichen Beziehungen sind die, wo der Mann von der Frau ausgesucht wurde und sich quasi nicht gewehrt hat.
Ich wage es nicht, die Qualität oder den Erfolg anderer Beziehungen zu bewerten. :ninja:
Aber wenn ich so dran denke, was ich in meinem Umfeld vom Ablauf des Kennenlernens gehört oder teilweise auch direkt mitbekommen habe, hat sich die Rolle der meisten Männer eben nicht nur aufs atmen beschränkt. (Danke, V Velvet für diese schöne Formulierung!) Viel häufiger lag die Rolle irgendwo zwischen aktivem mitspielen und selbst die Initiative ergreifen.
Und ich finde es ja auch generell im zwischenmenschlichen Bereich angenehm, wenn beide Seiten eine gewisse Aktivität zeigen, da Passivität eben auch irgendwie als Desinteresse verstanden werden kann.

Von daher habe ich schon den Eindruck, dass entsprechende Skills ganz nützlich sind, die es einem ermöglichen, beim kennenlernen und näher kommen nicht völlig passiv zu sein.
 
Topfrose
Benutzer215713  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #557
Das wäre für mich aber blöd, ich wurde nämlich noch nie ausgesucht😕
Um ausgesucht zu werden, muss man Offenheit und Verfügbarkeit ausstrahlen. Und man muss es dann auch noch merken und entsprechend reagieren.
Ich wage es nicht, die Qualität oder den Erfolg anderer Beziehungen zu bewerten. :ninja:
Aber wenn ich so dran denke, was ich in meinem Umfeld vom Ablauf des Kennenlernens gehört oder teilweise auch direkt mitbekommen habe, hat sich die Rolle der meisten Männer eben nicht nur aufs atmen beschränkt. (Danke, V Velvet für diese schöne Formulierung!) Viel häufiger lag die Rolle irgendwo zwischen aktivem mitspielen und selbst die Initiative ergreifen.
Du weißt nicht, welche Signale sie zuvor bekommen haben. Ich glaube die wenigsten Männer machen irgendwas komplett ohne Signale. Und dass der Schuss ins völlig Blaue auch meistens nicht so erfolgreich ist.
Und ich finde es ja auch generell im zwischenmenschlichen Bereich angenehm, wenn beide Seiten eine gewisse Aktivität zeigen, da Passivität eben auch irgendwie als Desinteresse verstanden werden kann.
Mitspielen und Reagieren ist ja keine Passivität. Natürlich ist atmen und sich nicht wehren überspitzt dargestellt.
Von daher habe ich schon den Eindruck, dass entsprechende Skills ganz nützlich sind, die es einem ermöglichen, beim kennenlernen und näher kommen nicht völlig passiv zu sein.
Mitschwingen, Reagieren und eine gewissen Offenheit. Das sind zwar keine Superkräfte, aber für viele (inkl. mir) eben auch nicht einfach.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #558
Interessanterweise fühle ich mich dann schlechter, wenn auf der Arbeit weniger los ist🙈
Finde ich nachvollziehbar - je weniger Leerlauf man hat, je weniger Raum bleibt auch über, um über gewisse Dinge nachzudenken.

Außerdem spielt es sicherlich mit rein, dass wenn man in seinem Job gut ist, ihn gerne macht und vielleicht noch gewisse Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume besitzt, dass man sich darüber auch sehr viel Anerkennung holen kann + Selbstwirksamkeit erfährt.

Und diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit fehlt dir ja in dem Bereich Dating/Frauen (noch) komplett.

Ich weiß, du siehst das anders, aber das Thema Bestätigung spielt eben auch mit rein.
 
I
Benutzer227560  (27) Öfter im Forum
  • #559
Wenn du in meinem Bekanntenkreis schauen würdest, sieht es genau andersrum aus. Die erfolgreichen Beziehungen sind die, wo der Mann von der Frau ausgesucht wurde und sich quasi nicht gewehrt hat.
Also so klingt das ja schon sehr passiv von der Männerseite aus.

Aber ich suche mir auch lieber den Mann aus. Trotzdem, nachdem ich Interesse signalisiert habe, muss er schon auch eine Schritt machen, sonst wird daraus nichts.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #560
Du weißt nicht, welche Signale sie zuvor bekommen haben. Ich glaube die wenigsten Männer machen irgendwas komplett ohne Signale. Und dass der Schuss ins völlig Blaue auch meistens nicht so erfolgreich ist.
Ich habe ja nie gesagt, dass das immer ein "cold approach" war.

Mitspielen und Reagieren ist ja keine Passivität. Natürlich ist atmen und sich nicht wehren überspitzt dargestellt.

Mitschwingen, Reagieren und eine gewissen Offenheit. Das sind zwar keine Superkräfte, aber für viele (inkl. mir) eben auch nicht einfach.
Damit haben wir ja genau die Dinge, die man können sollte, um Chancen zu erkennen und zu nutzen:
Erst mal muss man die Signale der Frau erkennen, richtig interpretieren und dieser Interpretation auch noch vertrauen. Schon das ist leichter gesagt, als getan. - Insbesondere, wenn die Frau eher subtil ist und keine Lust hat, mit dem Zaunpfahl zu winken oder gleich den ganzen Gartenzaun am Stück durch die Luft zu wirbeln.
Und dann muss man eine Idee haben, wie man auf das reagieren könnte, was man glaubt, als Signal von ihr erkannt zu haben. Auch dazu muss man erst mal eine Idee haben. Und dann muss man genügend Vertrauen haben, um diese Idee auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Und gerade im direkten, persönlichen Kontakt muss das alles auch noch schnell gehen, während mir ähnlich wie beim Thema Schlagfertigkeit gerne mal erst auf dem Heimweg einfällt, wie ich Stunden vorher hätte reagieren können.
 
A
Benutzer165644  Verbringt hier viel Zeit
  • #561
Und gerade im direkten, persönlichen Kontakt muss das alles auch noch schnell gehen, während mir ähnlich wie beim Thema Schlagfertigkeit gerne mal erst auf dem Heimweg einfällt, wie ich Stunden vorher hätte reagieren können.
Damit bist du nicht alleine; ging mir lange auch so. Geholfen, das ein wenig zu überwinden, hat mir der Beruf; wo ich gezwungen war, möglichst Schlagfertig und überzeugend zu verhandeln. Also einfach die Fähigkeit, die Kontrolle zu behalten und Argumente klar zu präsentieren.

Als ich damit langsam mal Erfolg hatte, konnte ich auch im privaten viel selbstsicherer anderen gegenübertreten. Das eigene Selbstwertgefühl spielt sicher eine wichtige Rolle dabei. Natürlich soll man sich beim ersten Kennenlernen etc. nicht total verstellen … bei mir war es eher eine Mischung aus introvertiert und extrovertiert, mit immer noch deutlich mehr Schüchternheit (Unsicherheit). Aber im entscheidenden Moment habe ich halt dann mal den Mund aufbekommen, und die Frau einfach nett angesprochen. Übung macht den Meister!
 
A
Benutzer165644  Verbringt hier viel Zeit
  • #562
Aber ich suche mir auch lieber den Mann aus. Trotzdem, nachdem ich Interesse signalisiert habe, muss er schon auch eine Schritt machen, sonst wird daraus nichts.
Das kann ich schon nachvollziehen. Wenn gar nichts von der anderen Seite kommt, fühlt man sich ja auch nicht wohl dabei.
 
Es gibt 522 weitere Beiträge im Thema "Der Absolute-Beginners-Thread", die aktuell nicht angezeigt werden. Bitte logge Dich ein, um diese ebenfalls anzuzeigen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren