Depressive Menschen

Benutzer72912  (34)

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Man darf sich übrigens auch mal über depressive Menschen ärgern. Die Wut, die man bei den Klagen verspürt, ist eigentlich die Wut, die der depressive fühlen sollte, es aber nicht kann.
Wenn man depressive zu sehr immer führsorglich, verständnisvoll und mitfühlend begegnet, bleiben sie in ihrem Muster. Sehr oft ist eine Depression unterdrückte Wut, wor der sie ziemlich Angst haben.

Sie suchen oft einen sogenannten "Arschtritt" (es gibt ein Buch über Depressionen, das so heisst. Ich rede keineswegs abfällig!) den sie sich aber nur selber geben können. Ihr kennt das vielleicht, wenn jemand nur jammert und ihr auch aufregt und diesePerson am liebsten schütteln würdet. Tja, ihr übernehmt etwas, was er eigentlich selber tun müsste. :zwinker:
 

Benutzer116242 

Benutzer gesperrt
Ich denke mal es ist nicht einfach mit einem depressiven Menschen zusammen zu sein am Anfang, man muss sich halt erst mal an die neue Situation gewöhnen!
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Off-Topic:
@Luc: völlig richtig. Sage ich als jemand, der eine Depression hatte/habe. Ich habe das damals aber auch erst kapiert, als es mir wieder besser ging.


Ich könnte Dir jetzt Romane über meine Depression schreiben, aber es wäre nichts weiter als eine Geschichte unter Millionen.
Es gibt sowieso schon diverse pathologische Ausprägungen von Depressionen, dazu eine Vielzahl von begleitenden psychischen Problemen (Stichworte Burn-Out, Ängste, Panikattacken etc). Und diese ganzen Spielarten wirken sich bei jedem Menschen auch noch anders aus. Also: niemand kann sagen: ein Depressiver ist so und so und verhält sich nach Schema X.

Aber eins kann ich Dir sagen: wenn der Partner eines Depressiven sich entschlossen hat, bei dem Kranken zu bleiben, ihm zu helfen und ihn zu unterstützen, macht er selbst eine reichlich beschissene Zeit mit, die eigentlich auch nur mit begleitender professioneller Hilfe zu schaffen ist. Wenn da nicht von Anfang der ausbrechenden Depresion an ein riesiges Vertrauen, eine riesige Liebe dahinter steht, ist das sowieso zum Scheitern verurteilt. Und zwar auf beiden Seiten, der Partner kann auch d'ran kaputt gehen und die Hilfe für den Depressiven war dann eher kontraproduktiv.
Und damit bin ich wieder bei Dir: klar willst Du das nicht hören, aber die Tatsache, dass Du Dich mittlerweile mit 3 Typen bschäftigst, zeigt nur, dass Du bei keinem einzigen dieser Jungs auch nur annähernd in der Lage wärst, die Stärke und die Gefühle aufzubringen, ihnen beistehen zu können. Also lass es bitte Ihm und Dir zuliebe!
Wenn Du 'was für ihn tun willst, dann schaffe erstmal klare Verhältnisse. Wenn er dann trotzdem noch Deine Freundschaft möchte, dann sei einfach ab und zu für ihn da, aber ziehe auch Grenzen, sonst könnte es passieren, dass er Dich (unabsichtlich) vereinnahmt mit seiner Krankheit.

Mark11
 
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