Depression?

Benutzer153128  (43)

Ist noch neu hier
Hallo,

seit knapp einem Jahr verändert sich meine Partnerin spürbar.
Das heißt sie fühlt sich total überfordert mit ihrem Job, kann Nachts nicht mehr richtig schlafen, Kopfschmerzen, keine Lust auf Sex, innere Unruhe (man merkt schon wenn der Partner echt nicht mehr abschalten kann) und eine Distanziertheit.

Ich hab mal etwas gegooglet und da kam dann das Wort Depression zu Tage, die Anzeichen sprechen "dafür", aber klar bin ich kein Psychologe oder sonst was. Aber jetzt wollte ich ihr mal vorschlagen, einfach einen Psychologen zu suchen und unverbindlich eine Sitzung zu machen.

Ich weiß, die endgültige Entscheidung und der Willen muss von ihr kommen, aber ich will ihr auf dem Weg helfen. Wie pack ich das Thema an, ich find den Anfang schwer. Ich kann nicht sagen "Du hast dich in letzter Zeit verändert, nun geh mal zum Psychologe"

Aber verkehrt ist es nicht, auch wenn der nichts feststellt oder sagt alles ok, man versucht mindestens aus dieser Stimmung rauszukommen oder seh ich das so falsch?

Sie hat den Job nun seit knapp 2 Jahren und seit Letztem Jahr ging das wirklich so schleichend und ich dachte mir halt nur "Streß auf der Arbeit", ok dann bin ich halt für sie da aber auf der Arbeit kann ich ja schlecht neben ihr stehen und "Händchen halten" (blöd ausgedrückt)

Nur wie fang ich nun an, vielleicht war Jemand schon selbst in der Situation oder hat einen Tipp.

Danke fürs Lesen
Wolfgang
 

Benutzer129180  (35)

Benutzer gesperrt
Ich würde diese Symptome eher auf Stress schieben. Meiner Erfahrung nach neigen Menschen mit Depressionen eben zum Gegenteil, nämlich antriebslos zu sein und sich nicht richtig aufraffen können zum arbeiten usw.

Was sagt sie denn zu ihrer Laune/Stress?
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Es wird wenig bringen ihr das vorzuschlagen denn das muß sofern sie wirklcih an einer Depression/depressiven Episode/burn out leidet von ihr selber kommen...ohne die Einsicht Hilfe zu brauchen bringt das alles null.
Du kannst nur versuchen mit ihr zu reden und in erfahrung zu bringen was sie bedrückt.
Leider hat bei vielen Menschen die Aussage Geh mal zum Therapeuten eine sehr negative Wirkung. Insofern kannst du sie nur durch Gespräche zu der Einsicht bringen sich mal nen Termin zu besorgen allerdings haben Therapeuten in der Regel extrem lange Wartezeiten.
Zudem würd ich gerade in der Hinsicht den scheiß mit google lassen das kann nur nach hinten los gehen gerade weil der Bereich der Depression so weit ist und so kleine Abstufungen existieren das du da dir nur viel zu sehr nen Kopf machst wo nichts ist-Und wenn sie sich dir nicht anvertrauen willschlag ihr vor mit einer Freundin oder ihrem Hausharzt zu reden
 

Benutzer138371  (40)

Beiträge füllen Bücher
Und zuerst mal zum Hausarzt gehen?
So gleich mit dem Psychologen "drohen" schreckt viele schon mal ab.

Aber geh das ganze mal sachlich an, und sage ihr, das du einfach in letzter Zeit bemerkt hast, das es ihr nicht wirklich gut, geht, und wie sie das ganze sieht.

Du sie gerne unterstützen willst, und daher mal vorschlägst zum Hausarzt zu gehen, und mal körperliche Sachen auszuschließen. Sprich mal ein Blutbild machen zu lassen.

Und dann wird auch der Hausarzt mit weiteren Vorschlägen kommen.
 

Benutzer153128  (43)

Ist noch neu hier
Danke für die Antworten

also antriebslos ist sie leider auch noch, ohne das ich das nun reininterpretieren will. Aber das sie sich zu was aufrafft ist teilweise ein Ding der Unmöglichkeit, mittendrin hat sie mal kurz eine Phase wo sie was machen will und dann hängt sie wieder in den "Seilen" d. h. lange schlafen oder immer wieder mal ein Stündchen schlafen.

Das mit dem Hausarzt hat sie schon angefangen, der hatte sie vor glaub ich 2 Monaten Wochen mal 3 Wochen krank geschrieben weil er meinte das hat keinen Sinn und eine Überweisung zum Neurologen erhalten. Angeblich gibt es da schneller "Hilfe" (anscheinend Tabletten) als einen Termin beim Psychologen.

Ich weiß das hab ich vorhin vergessen zu erwähnen...
Man leidet einfach mit und kann eigentlich nicht wirklich helfen und versucht möglichst alles abzunehmen, Wohnung, Entspannung usw.

Nur Tabletten als ultimative Lösung, klar hellen die die Stimmung auf, aber die Lösung aller Probleme? :frown:
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Nein Tabletten sind nicht die Lösung sie helfen nur die Symptome zu bekämpfen und deine Reaktionen mit dem allem abnehmen ist normal aber in meinen Augen genau das falsche denn damit kann sie ihre Antriebslosigkeit noch mehr pflegen und in grüblerischen Gedanken ergehen
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein Tabletten sind nicht die Lösung sie helfen nur die Symptome zu bekämpfen
Kommt drauf an. Wenn die Ursache ein wie-auch-immer-gearteter Stoffwechselprozess ist, den man mit Psychopharmaka wieder gradebiegen kann, dann bekämpfen Tabletten schon die Ursache. Ich würde das nicht verteufeln.
 

Benutzer132650  (27)

Benutzer gesperrt
Naa ich wär da nicht so voreilig. Depressionen werden heutzutage so schnell diagnostiziert wie ADHS... Ist halt "in Mode".

Das kann durchaus einfach Streß sein.
Ich konnte die letzten 5 oder 6 Tage auch nur wenig bis gar nicht schlafen und wenn ich mal eingeschlafen bin, dann habe ich richtig schlecht geschlafen ( auf jeden Fall ein ätzendes Gefühl am Morgen :grin: ).
Aber deshalb bin Ich nicht depressiv, das liegt an allgemeinen Sorgen, die sich zurzeit einfach häufen :zwinker:

Versuch doch mal, in einem Gespräch rauszufinden, ob sie irgendetwas besonders belastet
 
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