Depression in der Beziehung

Benutzer185976  (39)

Ist noch neu hier
Hallo,
wollte mal nachfragen ob hier jemand eine ähnliche Situation durchlebt und wie er oder sie damit umgeht.
Meine Frau ist seit Jahren depressiv, in letzter Zeit wird es drastisch schlimmer. Therapie lehnt sie kategorisch ab weil es "muss" ja doch eine körperliche Ursache haben - psychisch kann sie sich nicht vorstellen. Nachdem sie aber jahrelang körperlich durchgecheckt wurde von allen möglichen Ärzten, ist körperlich definitiv auszuschließen.
Termine für diverse Ärzte und Therapien mache ich, denn sie schafft es nicht oder möchte es nicht machen - keine Ahnung.
Termine werden dann vielleicht wahr genommen, manche aber einfach auch verstreichen gelassen.
Wir haben einen 3jährigen Sohn, mit dem spiele zu 90% ich, den Haushalt schmeiße ich, die Einkäufe, das Kochen, ...
Natürlich gibt es durchaus auch gute Tage, wo sie dann die Waschmaschine mal macht oder auch mal einkaufen geht, das ist aber eher die Ausnahme.
Lob dafür, dass ich alles mache, gibt es nicht - wird aber sehr wohl gesehen. Ich habe schon oft gehört, dass sie es sehr wohl sieht, dass sie nichts machen kann und dass ich alles mache und das macht sie aber noch trauriger weil sie doch helfen möchte, es aber nicht schafft.
Heute ist wieder ein Tag, wo sie einfach nicht redet - keine Ahnung warum, keiner hat was böses gemacht - kann ja morgen schon wieder anders sein.
In Sachen Liebe läuft schon jahrelang nichts mehr - vereinzelte Quickys muss ich mir regelrecht erbetteln und das mache ich auch immer seltener, da ich mir denke, dass ich das als verheirateter Mann mit 39 Jahren nicht notwendig habe. Wir sind beide körperlich gesund und halbwegs fit, also Sex bereitet keine Schmerzen. Natürlich verstehe ich das, dass man depressiv anders denkt und akzeptiere dies auch größtenteils und dränge sie nie dazu, ich warte auf gute Tage und frage dann einfach mal vorsichtig nach. Leider wird das immer weniger.
Und nein, ich denke nicht an fremd gehen, auch wenn mir das schon von vielen Bekannten nahe gelegt wurde. Nein, ich liebe sie, ich stehe zu ihr, ich kümmer mich gerne um unser Kind, ich mache auch den Haushalt, ich habe damit kein Problem. Natürlich wünschte ich mir, es würde besser werden, das wird es wohl auch, aber es dauert halt echt schon Jahre - also wir reden da schon von nahezu 5 Jahren oder etwas mehr. Im Moment ist halt einfach so ein Punkt, wo einfach Stillstand ist bei ihr. Ich hab zwar Termine gemacht, aber die sind erst wieder in Wochen oder sogar Monaten und wahrscheinlich lässt sie die eh wieder verstreichen. Es wäre mir deutlich lieber, wenn die Situation ist, wie sie ist, aber im Hintergrund sich einfach etwas bewegt, wenn auch langsam, sei es Therapie, Arztgespräche, Kliniken, ... was auch immer.
Also das war jetzt mal sehr kurz gefasst, wie es momentan ausschaut.
Hat hier jemand eine ähnliche Situation? Oder hat jemand eine ähnliche Situation schon hinter sich? Wie habt ihr das durchgemacht, was habt ihr als nicht-depressiver Teil der Beziehung alles unternommen?
Freue mich auf eure Antworten :smile:
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Natürlich wünschte ich mir, es würde besser werden, das wird es wohl auch,
Wie soll es denn besser werden wenn sie eine Therapie ablehnt und sie Termine die du machst nicht wahrnimmt?
Ist sie medikamentös eingestellt?

Ich glaube da kannst du so viel Lieben wie du willst: Wenn sie sich nicht helfen lassen will und du derjenige bist weswegen überhaupt noch irgendwas zuhause funktioniert, rate ich dir an dich erstmal selbst zu retten.
Sonst gehst du da gnadenlos mit unter.
Sowas wird nicht besser wenn der Partner sich nicht helfen lassen möchte.
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
(Unsere damalige Konstellation: Sie Hauptverdiener ich war in Privatinsolvenz und daher eher Geringverdiener. Keine Kinder. )

Meine Frau hatte vor ihrer körperlichen Erkrankung ein Burnout mit starken Depressionen.
Da wir erst kurz zuvor gebaut hatten musste der Garten noch gemacht werden etc.
Ich habe sie gebeten mir Gesellschaft zu leisten. Sie wollte zwar nicht aber tat mir ab und an den Gefallen.
Permanent aber behutsam habe ich sie gefragt ob ich dieses so oder anders im Garten gestalten soll. Sie also immer wieder bei Entscheidungen mit einbezogen.
Die frische Luft und Sonne ist natürlich auch besser als nur im Bett zu grübeln und zu glauben man könnte ja doch niemanden eine Hilfe sein und wäre nur ein Klotz am Bein des anderen (gesunden).
Nach einer Weile konnte ich sie überzeugen eine Therapie zumindest mal zu versuchen.
Entsprechende Antidepressiva haben geholfen und nimmt sie auch heute noch.
Momentan kommt die Depressionen wieder etwas hoch und sie hat am Montag einen entsprechenden Termin bei einer Spezialistin um das Antidepressiva zusammen mit den anderen vielen Medikamenten die sie aufgrund ihrer körperlichen Erkrankung nehmen muss abzustimmen.
Sex? Ich weiß nicht mehr wann ich den das letzte mal hatte. Ist mir mittlerweile schon fast egal und ich machs mir halt entsprechend selbst. Selten "hilft" sie mir auch mal dabei. Finde gerade letzteres wichtig diese Intimität weiter zu teilen auch wenn ein Part seine Sexualität eingestellt hat.
Liebe geht auch ohne Geschlechtsverkehr.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Ich würde dir raten deinen bzw. euren gemeinsamen Hausarzt zu fragen wie du ihr am besten und behutsamsten helfen kannst.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
T the-mex : arbeitet Deine Frau? Hat sie Hobbys für zu Hause u/o auswärts? Hat sie eine sehr gute Freundin? Hat sie einen Freundeskreis, mit dem sie (ab und zu) Zeit verbringt?

Was sagt sie denn über sich, was sie für eine Krankheit hätte und was sagt sie, was die körperlichen Einschränkungen sind, weswegen sie nichts mehr machen kann?
 

Benutzer182727  (42)

Klickt sich gerne rein
Wenn sie alleine keine Termine zum Arzt/Therapeuten wahrnehmen will, wie wäre es mit einer Therapie, die ihr gemeinsam macht? Dürfte so schwieriger für sie sein zu schwänzen.
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn sie alleine keine Termine zum Arzt/Therapeuten wahrnehmen will, wie wäre es mit einer Therapie, die ihr gemeinsam macht? Dürfte so schwieriger für sie sein zu schwänzen.
So eine Therapie kann aber nur dann ein Ansatz sein wenn sie das auch will.
Momentan sieht sie ja nichtmal das es psychisches Problem ist.
Es ist so schon sehr schwer eine Depression als Paar zu „tragen“.
Wenn der Betroffene sich aber sperrt ist es bald schon unmöglich.
 

Benutzer182727  (42)

Klickt sich gerne rein
So eine Therapie kann aber nur dann ein Ansatz sein wenn sie das auch will.
Momentan sieht sie ja nichtmal das es psychisches Problem ist.
Es ist so schon sehr schwer eine Depression als Paar zu „tragen“.
Wenn der Betroffene sich aber sperrt ist es bald schon unmöglich.
Wenn sie ein paar mal mit ihrem Mann gemeinsam in Therapie gewesen ist, bemerkt sie vielleicht endlich, dass psychologische Hilfe braucht. Und wenn nicht, hat er's wenigstens versucht.

Solange der TE eine Trennung kategorisch ablehnt sowie seine Frau bisherige Therapieversuche, bleiben eh nicht viele Möglichkeiten für die Beiden.
 

Benutzer186166  (38)

Klickt sich gerne rein
Denke, keine Therapie der Welt wird helfen wenn sie es nicht selbst will.

Depressionen kenne ich von meiner Schwiegermutter. Ihre schlimme Zeit hatte sie allerdings bevor ich sie kennenlernte. Ich weiß dass die Krankheit die gesamte Familie in Atem gehalten hat.
Auch sie lehnte Therapien kategorisch ab bis sie mal „eingewiesen“ wurde.
Es wurde dann auch besser, allerdings hat sie manche Dinge aus der Therapie kategorisch abgelehnt und wollte einfach nicht mitarbeiten.
Ich glaube, da kann man als Angehöriger nicht mehr viel tun.

Ich halte es daher für das beste wenn Du mal ein klares Gespräch mit ihr führst und ihr auch die möglichen Konsequenzen aufzeigst. Wenn sie sich keine Hilfe holt.
( Trennung )
Denn Du gehst auf Dauer mit kaputt und Euer Kind wird ebenfalls negativ geprägt.
Vielleicht kannst aus auch mal mit einem Berater sprechen, soweit ich weiß gibt es Hilfe für Angehörige.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
also sie denkt es hat körperliche Ursachen, aber zum Arzt geht sie nicht?
wie sollen körperliche Ursachen dann ihrer Meinung nach therapiert werden?

Der erste Schritt ist immer schwer, aber ohne ihn wird sich nichts ändern.
Liebe alleine reicht nicht - und da muss ich immer an die Witwe von Robert Enke denken.
 

Benutzer185976  (39)

Ist noch neu hier
Hi,

wow so schnell so viele Antworten - vielen lieben Dank schonmal :smile:

Kartoffeltierchen Kartoffeltierchen
Nein sie nimmt keine Medikamente, raucht nicht, trinkt nicht. Zur medikamentösen Einstellung müsste man ja auch erstmal einen Arzt aufsuchen, da scheitert das Ganze halt. Ich hatte ja wie gesagt heute einige Termine ausgemacht - sie hat das jetzt nicht mit dem Wort "nein" abgelehnt, ich werde sie halt des öfteren erinnern müssen dass die Termine näher rücken und dann werde ich wohl mit ihr dorthin fahren und mit unserem Sohn draußen warten - oder er bleibt bei ihrer Schwester

haarefan haarefan
Ja ich probiere auch immer, sie zu überreden, bei irgendwas mit zu machen. Jedes Wochenende (wenn ich frei habe) schaue ich, wo man schöne Ausflüge machen kann, auch wegen unserem Kind, der möchte ja auch viel sehen, erleben und draußen spielen. Da fragt sie inzwischen gar nicht mehr nach sondern fährt einfach mit, war auch immer schön bis jetzt. Wenn sie dann mal gut drauf ist, kann man auch gut reden, also so Phasen gibt es sehr wohl. Dann sag ich auch "Es muss ja was passieren, so eine Depression löst sich nicht von selbst. Es mag dauern, aber es muss halt etwas passieren". Dann nickt sie schon, sieht das wohl auch ein - aber an der Umsetzung klappts halt nicht.
Sex: ja hey, du schreibst als hättest bei uns zugeschaut :grin: Meist einfach selbst machen, das weiß sie auch. Hin und wieder gibts Hilfe, evt eben mal einen Quiky, das wars aber. Es fehlt mir schon - aber nicht so, dass ich jetzt dringend das Bedürfnis habe, fremd zu gehen.

Mark11 Mark11
Ja sie arbeitet, aber nur wenige Stunden und auch nur (ich nenne es jetzt mal ganz frech so) etwas, wo man nicht recht gefordert ist. Sie hat studiert, 2 Magistertitel, also ihre aktuelle Arbeit ist weit weg von dem, was sie sich eigentlich wünschen würde. Ich arbeite und habe noch 2 Minijobs nebenbei.
Sie sagt über sich, sie hätte Long-Covid (bedingt durch Geruchsverlust nach einer Coronaerkrankung). Das mag auch stimmen, das wird auch depremierend sein, aber das hat alles nur verstärkt, nicht ausgelöst, also das wird nicht die Wurzel allen Übels lösen.

A AnnKa78
Ist eine Idee, werde ich mal vorschlagen :smile: Dankeschön

Kartoffeltierchen Kartoffeltierchen
Ja wenn sich jemand sperrt ist es echt schwierig - das ist gerade mein Problem. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie für sich selber das schon weiß, dass sie ein Problem hat, auch dass sie das behandeln lassen muss. Aber es passiert einfach nichts. Und leider ist sie auch so drauf, dass sie sofort blockiert und sehr böse wird, wenn sie das Gefühl hat, dass man sie zu etwas drängt, was sie nicht möchte. Oder wenn man mit einem "schlauen Rat" kommt, also gut gemeint natürlich, dass man zB sagt "Hey, ich hab da eine Tagesklinik gefunden, die wäre was für dich" - zack, ist sie sauer. Sowas geht dann nur, wenn wir eben zB einen Ausflug machen, sie gut drauf ist oder selber davon anfängt zu reden, dann ist sie auch aufnahmefähig.

A AnnKa78
Eine Trennung schließe ich auch deswegen aus, weil wir eben unseren 3jährigen Sohn haben. Der ist im Moment so drauf, dass er bei mir immer sehr brav ist, ein richtiger Goldschatz. Bei ihr testet er anscheinend immer weitere Grenzen aus bzw überschreitet sie auch gerne, bis ihr natürlich der (sehr kurze) Geduldsfaden reißt - was ihre Stimmung dann natürlich nicht wirklich hebt wenn sie merkt, dass ich mit ihm gut kann und bei ihr ist alles schwierig.

Fleurbleu Fleurbleu
Ja der Tipp ist gut, dass man mit wem redet. Berater haben wir so jetzt keinen, aber ihre Familie sieht ja auch, dass es ihr schlecht geht. Ihre Schwester hat schonmal mit ihr unter 4 Augen geredet, das hilft. Aber das ist auch schon wieder lange her. Ich denke ich werde ihre Schwester nochmal anschreiben, dass sie sich nochmal bei ihr melden soll - auch wenn das dann hinter ihrem Rücken passiert. Das wird sie mir womöglich übel nehmen wenn sie das weiß, aber ich denke der Zweck heiligt die Mittel oder?

krava krava
Zu praktischen Ärzten und Fachärzten geht sie schon, stets eben in der Hoffnung, dass irgendwo ein Arzt dann plötzlich sagt "Aaaah, hier haben wir die Ursache. Da müssen Sie doch nur Tablette A nehmen für eine Woche und alles ist wieder gut".
Aber seit Jahren ist alles körperliche untersucht und in Ordnung - also das lässt sich definitiv ausschließen. Der Weg zum Psychiater oder eben in die Klinik ist jetzt so schwer weil man sich da zuerst mal selbst eingestehen muss, dass man ein psychisches Problem hat. Und dann muss man auch noch selbst soweit sein, um Hilfe zu akzeptieren - denke ich mal. Wenn diese 2 Punkte nicht von ihr selbst erfüllt sind, wird jedes Hilfsangebot nur im Streit enden oder wie siehst du das?

Ich danke euch allen für die vielen Antworten :smile:
für heute wünsche ich euch eine gute Nacht
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hart gesagt hat sie aber auch keinerlei Impuls was zu ändern denn es läuft ja alles.
Du kümmerst dich um ihre Termine, den Sohn und um den Haushalt.
Und sie sitzt da halt mitten drin und wird mitgezogen. Dadurch sieht sie ja vielleicht auch garnicht das es überhaupt ein problem gibt denn: Es läuft doch.
 

Benutzer185976  (39)

Ist noch neu hier
Hart gesagt hat sie aber auch keinerlei Impuls was zu ändern denn es läuft ja alles.
Du kümmerst dich um ihre Termine, den Sohn und um den Haushalt.
Und sie sitzt da halt mitten drin und wird mitgezogen. Dadurch sieht sie ja vielleicht auch garnicht das es überhaupt ein problem gibt denn: Es läuft doch.
... ein guter Ansatz, so hab ich das noch gar nicht gesehen, danke dir
 

Benutzer31012 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo!

ich bin gerade über den Thread gestolpert und da es bei mir thematisch gerade sehr gut passt, schreibe ich mal was.
Meine Freundin hat mir heute gesagt, dass sie in zwei Wochen einen Termin für ein Erstgespräch hat. Selbst gesucht und mit der ganz klaren Vorstellung, da hinzugehen. Das ist mega! Worauf ich aber raus will - ich will dir das nicht unter die Nase reiben, das war nicht meine Absicht - dieser Schritt hat über ein halbes Jahr gedauert mit allen Tiefen und quasi keinen Höhen. Und das ganze ist noch lange nicht vorbei. Aber der erste Schritt ist getan.

Ich hatte damals hier auch einen Thread eröffnet, bin dann aber weiter ins Depressionsforum gezogen. Das hat mir sehr viel geholfen zu verstehen, was da eigentlich abgeht. Ich habe es erst nach Monaten geschafft zu verstehen, dass es ihr Problem ist und nicht meins und ich keine Schuld trage. Das klingt total banal aber war wirklich eine Erkenntnis, ab da es viel leichter war für mich.

Meiner Freundin ging es im Frühjahr richtig dreckig. Sie nahm auch selbst das Wort "Depression" in den Mund und war lose auf der Suche nach einer Therapie. Anfang des Sommers war sie der Meinung, dass alles wieder gut wäre. Wenn ich auch nur ein Wort in der Richtung gesagt habe wurde sie wütend und hat mir vorgeworfen, dass ich ihr eine Depression einrede. Ich hatte mir grob Herbst als Deadline gesetzt. Bis dahin musste etwas passieren. Ende Juli, August ging es dann wieder steil bergab. Ich habe mittlerweile eingesehen, dass es ihr erst richtig schlecht gehen muss, bis sie es versteht. Habe ihr nicht mehr so viel abgenommen. Habe (schlechte) Entscheidungen akzeptiert und ihr keine schlauen Ratschläge gegeben.
Irgendwann sagte sie von sich aus, dass es ihr schlecht geht. Irgendwann meinte sie "ich glaube du hattest vielleicht doch Recht damals (Dass sie Hilfe braucht)". Vorsichtig, "vielleicht", "ich glaube". Jetzt nichts überstürzen und ihr was um die Ohren hauen. Sie reden lassen. Das gar nicht so kommentieren. Sie musste selbst erkennen, dass es ihr nicht gut geht.
Dann kamen die körperlichen Geschichten, Schlafprobleme, einfach fertig sein. Nur noch arbeiten und schlafen. Es lies sich nicht mehr leugnen. Hat auch sie nicht mehr gemacht. Aber Hilfe hat sie immer noch nicht gesucht.
Irgendwann kam dann der Satz "Du kanntest doch jemand und hattest da eine Nummer (Therapeut)?!". Es hat mich aufgefressen, wie schlecht es ihr gehen muss um das zu fragen und gleichzeitig habe ich mich so unglaublich gefreut, dass sie mich fragt. Wie gesagt, heute kam die Nachricht mit dem Termin. Ich freue mich gerade so unglaublich!
Und gleichzeitig ist das erst der Anfang. Das ist mir vollkommen bewusst. Es gibt auch keine Garantie, dass sie nicht abbricht oder dass es trotzdem nichts mehr wird mit uns. Da mache ich mir gar keine Illusionen.


Was du als nicht-depressiver Teil machen kannst, damit es ihr besser geht ist ganz einfach - nichts.
Du kannst es nicht ändern, du kannst ihr das nicht abnehmen. Du kannst keine Termine machen, keine Kontakte besorgen, die sie nicht will. Du kannst die Gespräche nicht übernehmen (bitte, bloß nicht den Partner therapieren wollen). Je eher du das verstanden und verinnerlicht hast, desto besser für dich. Klingt hart, ist es auch. Diskutiere in den schlimmen Phasen nicht mit ihr über ihre Wahrnehmung. Für sie ist es real, das ist ihre Wahrheit. Sie unter Druck setzen, ihr ein Ultimatum setzen. Kannst du schon machen, wird aber nichts bringen.

Was du für dich machen kannst, da gibt es einiges. Dich in erster Linie immer wieder fragen, ob du das noch kannst, ob du noch Kraft hast. Lass dich nicht anmeckern, trag ihr nicht alles hinterher. Lies dich ein in ihre Sicht, in ihre Welt. Und denke immer daran: Du bist nicht schuld für ihre Wahrnehmung. Ein Depressionskranker kann dir immer alles negativ auslegen. Das liegt in der Natur der Krankheit.

Meine Freundin hat geweint, weil ich ihr letztens einen Kaffee gemacht hat. Weil sie ihn "nicht verdient" hat. Das ist nicht mein Problem und meine Schuld. Red dir das bloß nicht ein.
Ja ich probiere auch immer, sie zu überreden, bei irgendwas mit zu machen. Jedes Wochenende (wenn ich frei habe) schaue ich, wo man schöne Ausflüge machen kann, auch wegen unserem Kind, der möchte ja auch viel sehen, erleben und draußen spielen. Da fragt sie inzwischen gar nicht mehr nach sondern fährt einfach mit, war auch immer schön bis jetzt. Wenn sie dann mal gut drauf ist, kann man auch gut reden, also so Phasen gibt es sehr wohl.

Sehr gut. Nimm sie mit wenn sie will, wenn nicht ist das auch okay.

Ja wenn sich jemand sperrt ist es echt schwierig - das ist gerade mein Problem. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie für sich selber das schon weiß, dass sie ein Problem hat, auch dass sie das behandeln lassen muss. Aber es passiert einfach nichts. Und leider ist sie auch so drauf, dass sie sofort blockiert und sehr böse wird, wenn sie das Gefühl hat, dass man sie zu etwas drängt, was sie nicht möchte. Oder wenn man mit einem "schlauen Rat" kommt, also gut gemeint natürlich, dass man zB sagt "Hey, ich hab da eine Tagesklinik gefunden, die wäre was für dich" - zack, ist sie sauer. Sowas geht dann nur, wenn wir eben zB einen Ausflug machen, sie gut drauf ist oder selber davon anfängt zu reden, dann ist sie auch aufnahmefähig.

Tu dir eine Gefallen und lass das Thema. Vor allem gutgemeinte Ratschläge. Biete ihr an sie zu unterstützen wenn sie das will aber sag ihr das auch so. Du kannst nur Angebote machen. Wenn sie dich fragt nach einer Klinik - erzähl es ihr. Wenn nicht würde ich es lassen. Das setzt sie nur unter Druck.


Eine Trennung schließe ich auch deswegen aus, weil wir eben unseren 3jährigen Sohn haben. Der ist im Moment so drauf, dass er bei mir immer sehr brav ist, ein richtiger Goldschatz. Bei ihr testet er anscheinend immer weitere Grenzen aus bzw überschreitet sie auch gerne, bis ihr natürlich der (sehr kurze) Geduldsfaden reißt - was ihre Stimmung dann natürlich nicht wirklich hebt wenn sie merkt, dass ich mit ihm gut kann und bei ihr ist alles schwierig.
Tu dir selbst den Gefallen und schließe die Trennung "für den Moment" aus aber nicht definitiv. Setze dir selbst Deadlines und überlege dir, wie lange du dir das antuen kannst. Im schlimmsten Fall wird sie nie etwas ändern. Willst du das noch 2 Jahre mitmachen? 5? 10? 20?


Ja der Tipp ist gut, dass man mit wem redet. Berater haben wir so jetzt keinen, aber ihre Familie sieht ja auch, dass es ihr schlecht geht. Ihre Schwester hat schonmal mit ihr unter 4 Augen geredet, das hilft. Aber das ist auch schon wieder lange her. Ich denke ich werde ihre Schwester nochmal anschreiben, dass sie sich nochmal bei ihr melden soll - auch wenn das dann hinter ihrem Rücken passiert. Das wird sie mir womöglich übel nehmen wenn sie das weiß, aber ich denke der Zweck heiligt die Mittel oder?
Was mir meine Freundin am übelsten genommen hat war, dass ich hinter ihrem Rücken mit ihrer Familie geredet habe in einer Zeit in der sie nicht der Meinung war, dass sie ein Problem hat. Just sayin. Überleg dir das gut. Was ist, wenn sie dich direkt darauf anspricht "Hast du mit meiner Schwester geredet?". Lügen wirst du dann wohl nicht. Sobald sie sich hintergangen fühlt, wars das erst mal mit Vertrauen.

Der Weg zum Psychiater oder eben in die Klinik ist jetzt so schwer weil man sich da zuerst mal selbst eingestehen muss, dass man ein psychisches Problem hat. Und dann muss man auch noch selbst soweit sein, um Hilfe zu akzeptieren - denke ich mal. Wenn diese 2 Punkte nicht von ihr selbst erfüllt sind, wird jedes Hilfsangebot nur im Streit enden oder wie siehst du das?
Kurze Antwort: Ja!


Ich glaube nicht, dass es (zumindest teilweise) das ist, was du so hören wolltest. Wollte ich auch nicht. Versuche aber wirklich das zu verinnerlichen. Sie ist für sich verantwortlich. Du bist für dich verantwortlich. Du kannst sie nicht zwingen. Am Ende, wenn es hart auf hart kommt, kannst du nur die Konsequenz für dich ziehen. Trennen oder so weiterleben und hoffen.

Ganz viel Durchhaltevermögen und Kraftpakete! Du wirst sie brauchen!

LG, Dreader
 

Benutzer174652 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,
wollte mal nachfragen ob hier jemand eine ähnliche Situation durchlebt und wie er oder sie damit umgeht.
Meine Frau ist seit Jahren depressiv, in letzter Zeit wird es drastisch schlimmer. Therapie lehnt sie kategorisch ab weil es "muss" ja doch eine körperliche Ursache haben - psychisch kann sie sich nicht vorstellen. Nachdem sie aber jahrelang körperlich durchgecheckt wurde von allen möglichen Ärzten, ist körperlich definitiv auszuschließen.
Termine für diverse Ärzte und Therapien mache ich, denn sie schafft es nicht oder möchte es nicht machen - keine Ahnung.
Termine werden dann vielleicht wahr genommen, manche aber einfach auch verstreichen gelassen.
Wir haben einen 3jährigen Sohn, mit dem spiele zu 90% ich, den Haushalt schmeiße ich, die Einkäufe, das Kochen, ...
Natürlich gibt es durchaus auch gute Tage, wo sie dann die Waschmaschine mal macht oder auch mal einkaufen geht, das ist aber eher die Ausnahme.
Lob dafür, dass ich alles mache, gibt es nicht - wird aber sehr wohl gesehen. Ich habe schon oft gehört, dass sie es sehr wohl sieht, dass sie nichts machen kann und dass ich alles mache und das macht sie aber noch trauriger weil sie doch helfen möchte, es aber nicht schafft.
Heute ist wieder ein Tag, wo sie einfach nicht redet - keine Ahnung warum, keiner hat was böses gemacht - kann ja morgen schon wieder anders sein.
In Sachen Liebe läuft schon jahrelang nichts mehr - vereinzelte Quickys muss ich mir regelrecht erbetteln und das mache ich auch immer seltener, da ich mir denke, dass ich das als verheirateter Mann mit 39 Jahren nicht notwendig habe. Wir sind beide körperlich gesund und halbwegs fit, also Sex bereitet keine Schmerzen. Natürlich verstehe ich das, dass man depressiv anders denkt und akzeptiere dies auch größtenteils und dränge sie nie dazu, ich warte auf gute Tage und frage dann einfach mal vorsichtig nach. Leider wird das immer weniger.
Und nein, ich denke nicht an fremd gehen, auch wenn mir das schon von vielen Bekannten nahe gelegt wurde. Nein, ich liebe sie, ich stehe zu ihr, ich kümmer mich gerne um unser Kind, ich mache auch den Haushalt, ich habe damit kein Problem. Natürlich wünschte ich mir, es würde besser werden, das wird es wohl auch, aber es dauert halt echt schon Jahre - also wir reden da schon von nahezu 5 Jahren oder etwas mehr. Im Moment ist halt einfach so ein Punkt, wo einfach Stillstand ist bei ihr. Ich hab zwar Termine gemacht, aber die sind erst wieder in Wochen oder sogar Monaten und wahrscheinlich lässt sie die eh wieder verstreichen. Es wäre mir deutlich lieber, wenn die Situation ist, wie sie ist, aber im Hintergrund sich einfach etwas bewegt, wenn auch langsam, sei es Therapie, Arztgespräche, Kliniken, ... was auch immer.
Also das war jetzt mal sehr kurz gefasst, wie es momentan ausschaut.
Hat hier jemand eine ähnliche Situation? Oder hat jemand eine ähnliche Situation schon hinter sich? Wie habt ihr das durchgemacht, was habt ihr als nicht-depressiver Teil der Beziehung alles unternommen?
Freue mich auf eure Antworten :smile:

wie antwortet sie auf die frage "was für eine mutter möchtest du deinem kind sein?"???

sie geht den weg des wassers.
eine aufrechte lebensweise ist das nicht.

(und offenbar hat sie sich null in die thematik "depression" eingelesen ...)
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Ja, habe auch Erfahrung mit Depressionen in der Ehe.
Mein Mann ist depressiv-wobei man das seit ca 1 Jahr überhaupt nicht mehr merkt, aber er ist trotzdem depressiv und die Krankheit verschwindet ja nicht einfach.

Wir haben beide erstmal viele Jahre überhaupt nicht gecheckt, was da los war.
Haben nur die Veränderungen bemerkt und es auf Überlastung/Burnout geschoben.
Bis er dann wirklich schlimm psychisch zusammen gebrochen ist.
Anders als bei euch, hat er aber direkt selbst nach Hilfe gesucht und gemerkt das irgendwas nicht stimmt.
ER hat alle Termine und die Reha organisiert, ich ihn begleitet, unterstützt und sehr viel abgenommen (weil er es nicht konnte und weil ich sah, ER wollte da raus und tat da sehr viel für).
Es war eine verdammt harte Zeit, für uns alle!!
Die Kinder haben es mitbekommen und wir haben viel über die Krankheit geredet, damit sie es verstehen (sind aber auch schon älter).
Ich bin wirklich oft auf dem Zahnfleisch gekrochen, körperlich und psychisch…. und das obwohl er alles dafür getan hat, seine Depression in den Griff zu bekommen.
Ich kann mir echt nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn der Partner nichts ändern will, keine Hilfe annimmt/sucht und seine Krankheit nicht ernst nimmt. Vermutlich wäre die Beziehung dann irgendwann am Ende. Das geht auf Dauer nicht gut.

Ich kann dir da wenig Tipps geben, ich weiß nicht wie man deine Frau dazu bekommt sich Hilfe zu suchen.
Aber das ist der wichtigste Schritt.
Sie muss erstmal einsehen das sie Hilfe braucht.
 

Benutzer180757  (47)

Öfter im Forum
Eine Trennung schließe ich auch deswegen aus, weil wir eben unseren 3jährigen Sohn haben.
Das ehrt Dich, aber das kann m.E. nicht das entscheidende Kriterium sein. Das besteht für mich darin, dass sie nicht wirklich an der Lösung mitarbeitet. Alleinerziehend bist Du schon und Du hast auch ein Recht auf ein anderes Leben mit einem bisschen Liebe und allem drum und dran.

Auch bei starken Menschen sind die Reserven endlich und auf Dauer wirst Du womöglich selbst vor die Hunde gehen. Damit wäre weder ihr noch dem Sohn geholfen, oder? Ich finde daher Du solltest die Trennung nicht komplett ausschließen und auch ganz klar sagen, was Du von ihr möchtest, damit das nicht passiert. Wünsche Euch alles Gute! ❤️
 

Benutzer31012 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann mir echt nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn der Partner nichts ändern will, keine Hilfe annimmt/sucht und seine Krankheit nicht ernst nimmt. Vermutlich wäre die Beziehung dann irgendwann am Ende. Das geht auf Dauer nicht gut.

Ich kann dir da wenig Tipps geben, ich weiß nicht wie man deine Frau dazu bekommt sich Hilfe zu suchen.
Aber das ist der wichtigste Schritt.
Sie muss erstmal einsehen das sie Hilfe braucht.

Es fühlt sich beschissen an. Man fühlt sich sehr hilflos, ohne Kontrolle.
Vielleicht mal das hier lesen und bisschen für dich einordnen:

@ ~Sweety~ ~Sweety~ :
Freut mich so sehr zu hören, dass das auch manchmal gut gehen/werden kann. Ich hoffe er bleibt stabil!

Off-Topic:
D dreader Du klingst nach einem tollen, reifen Partner :smile:
Off-Topic:
Danke, fühlt sich nicht immer so an aber ich gebe mir alle Mühe.
 

Benutzer185976  (39)

Ist noch neu hier
D dreader
Danke für deine lange Story - das ist alles richtig was du geschrieben hast. Ehrlich gesagt klingt es wie eine Gebrauchsanweisung von meiner Frau die auch funktioniert. Es hat sich jetzt auch so ergeben, dass sie die letzten Tage gar nichts geredet hat, nur gejammert hat, Kopfweh hatte, ... also man hat gemerkt, wie es schlechter und schlechter geht. Und ich habe, wie du geschrieben hast, einfach nichts gemacht, ich habe mich natürlich um unser Kind gekümmert, aber sonst habe ich nichts mit ihr geredet und auch im Haushalt nichts gemacht. Und siehe da - plötzlich hat sie täglich die Waschmaschine angemacht, den Trockner, hat die Wäsche auch zusammengelegt und in die Schränke geräumt, so kenn ich sie gar nicht. Klingt traurig, aber das war schon ein Schritt.
Gestern wollte sie reden, also gut. Sie hat erzählt, dass sie selber die Hausärztin angerufen hat für eine Zuweisung zu einer der Kliniken, wo ich schonmal wegen Informationen angerufen hatte. Leider hat die Hausärztin Urlaub, aber sie HAT angerufen. Und nach langem Gerede und vielen Tränen wissen wir, dass sie jetzt von sich aus sich entschieden hat, dass sie diese Klinik machen möchte, also die Therapie dort - sie wird kommenden Montag die Hausärztin nach ihrem Urlaub nochmal anrufen. Sie möchte unbedingt diese Klinik besuchen denn so kann es nicht mehr weitergehen. Alles Sachen, die sie selber von sich aus mir gesagt hat - also wie gesagt, entweder war das jetzt ein großer Zufall oder sie hat in den wenigen Tagen, wo ich nichts geredet habe, doch gemerkt, wie schlecht es ihr eigentlich geht und will das jetzt ändern.
Gestern war auch ein Elternpicknick beim Kindergarten, also die Kiddies sollen im Garten spielen, die Eltern haben etwas zu essen mit gebracht. Ich hab sie gefragt ob sie hingehen möchte (ich hab sie nicht gebeten, dass sie hingeht weil es für unser Kind ja sicher lustig wäre, ich habe sie nur gefragt) und sie war nicht so begeistert, aber wie ich in der Arbeit war, hat sie mir geschrieben, dass sie dort ist.
Und auch soviele Fragen kommen jetzt von ihr, zB "hey, wie würdest du in dieser Situation reagieren an meiner Stelle?" - also auf eine bestimmte Situation bezogen. Ich sag dann meine Meinung, sie lässts auf sich wirken und ich merke auch, wie sie manche Sachen umsetzt bzw umsetzen probiert.
Also von daher hab ich ihr gesagt, dass sie einen sehr großen und sehr schweren Schritt geschafft hat, sie hat eingesehen, dass sie Hilfe benötigt und sie nimmt diese Hilfe auch an. Also wenn sie kommende Woche dann den Termin bei der Hausärztin macht und die Klinik anruft, dann ist die ganze Geschichte natürlich schonmal im Rollen. Egal ob diese Klinik dann die richtige ist oder nicht - die Sache ist im Laufen.

SAMSARA SAMSARA
So direkt hab ich ihr die Frage nicht gestellt, aber jetzt beim letzten Gespräch hat sie eben schon gesagt, dass sie unserem Sohn eine gute Mutter ist. Aber sie hat sehr wohl das Gefühl, dass sie eine schlechte Mutter ist - sie ist immer aggresiv, sie ist leicht gereizt, sie will nicht spielen, spazieren gehen, sie sitzt halt lieber auf der Couch rum. Aber immerhin sieht sie es ja ein und das ist ein Punkt, den sie ändern möchte.

Vielen lieben Dank an ALLE, die hier geantwortet haben, ich hab mir jede einzelne Zeile genau durchgelesen und nehmen mir auch alles zu Herzen. Danke danke danke :smile:
 
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