Deckenleuchten (ästhetisch) versetzen - wie?

V

Benutzer

Gast
Hallo :smile:!

Im Hause Velvet geht es, was die Einrichtung der neuen Wohnung angeht, im Schneckentempo voran.
Unser Problemkind ist das Wohn- und Esszimmer. Es ist annähernd quadratisch und nicht gerade groß und wir waren total froh, als wir endlich eine hübsche Lösung gefunden hatten, wie wir unseren riesigen Esstisch unterbringen konnten.
Soll heißen: Die Möbel bleiben jetzt so, wie sie stehen.

Das eigentliche Problem sind die Lampenanschlüsse an der Decke.
2 an der Zahl, und beide sitzen falsch :hmpf:.
Wir müssen also irgendwie beide Anschlüsse versetzen, den einen "nur" nach hinten, den anderen nach rechts und vorne.
Nun will der Mann so was hier produzieren: http://bild2.qimage.de/kaskaden-lampe-70er-foto-bild-51702612.270.jpg
http://www.gutefrage.net/media/fragen-antworten/bilder/19695084/0_big.jpg

Ich finde das aber einfach nur potthässlich :depri:.
Gibt es denn nicht irgendwelche hübscheren Lösungen, die sich recht einfach umsetzen lassen?
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Kabelkanal von der einen Stelle zur anderen wäre auch nicht unbedingt nacht deinem Geschmack, oder? da verstauben die hängenden Kabel net so und hängen net so doof rum... wenns dieselbe farbe bekommt wie die decke könnt es sogar rel. gut versteckt da sein.
 
V

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Gast
Hmm... hab das mal gegooglet. Also richtig schön finde ich es tatsächlich nicht, aber besser als so ein Kabelgebambsel. Kann man die auch "ums Eck legen"? Die eine Lampe müsste ich nach vorne rechts verlegen. Oder muss ich das dann quer durch den Raum hängen lassen?

Mein Mann meinte gerade, dass wir auch auf die Lampe über der Couch verzichten könnten und stattdessen nur eine Stehleuchte hinstellen könnten. Ist aber irgendwie komisch, oder? Wird dann ja gar nicht richtig hell :hmm:.
 

Benutzer98042 

Verbringt hier viel Zeit
Schade, mein Beitrag ist gerade abgeschmiert :what:

Hier nochmal die Kurzform: hier gab es ein ähnliches Problem, das wir glücklicherweise mit einer Art Niedrigvertäfelung lösen konnten. Ich weiß nicht, wieviel finanziellen und praktischen Spielraum ihr zur Verfügung habt, aber vielleicht eine ansprechende Lösung. So schwierig ist das auch gar nicht umzusetzen, wenn man nicht zwei linke Hände hat:
http://www.schoener-wohnen.de/thumb...0000001/26/16/26163_SWO_Flure09_-050539-2.jpg

http://www.dekoratives-licht.de/Wohnzimmerbilder/P1000920.JPG
 

Benutzer25480 

Verbringt hier viel Zeit
Kabelschlitze in die Decke, Kabel reinlegen und verputzen, wäre die sauberste Lösung, allerdings beinhaltet das dann natürlich, die Decke neu zu streichen. Das wir hier gerade renovieren/umbauen, haben wir auch einige Möglichkeiten durchgespielt. Affenschaukeln kamen für uns auch überhaupt gar nicht in Frage, in einem Zimmer haben wir einen kurzen Kabelkanal von ca. 8 cm gelegt, aber im Wonzimmer wurden die Kabelschlitze in die Decke gemacht.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Hmm... hab das mal gegooglet. Also richtig schön finde ich es tatsächlich nicht, aber besser als so ein Kabelgebambsel. Kann man die auch "ums Eck legen"? Die eine Lampe müsste ich nach vorne rechts verlegen. Oder muss ich das dann quer durch den Raum hängen lassen?

Mein Mann meinte gerade, dass wir auch auf die Lampe über der Couch verzichten könnten und stattdessen nur eine Stehleuchte hinstellen könnten. Ist aber irgendwie komisch, oder? Wird dann ja gar nicht richtig hell :hmm:.
Wir haben die hier, weil ich Deckenlampen total blöd finde.. Damit wird's auch hell und ist irgendwie ein schöneres Licht als so 'ne Lampe über der Couch. http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/50103406/ Ist halt Geschmackssache, das mit dem Licht!
 
S

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Gast
Also:

Variante 1:

Kabelkanäle, für meinen Geschmack aber einfach nur die günstigste Variante. Die Frage ist wie tief sind die Decken? Normale Geschosshöhe von 230-250 cm? Denn stellt euch die Frage wie oft seht ihr an die Decke?

Variante 2:

Mauerschlitzfräße leihen und zur gewünschten Position einen Schlitz fräßen. Anschließend verputzen und überstreichen. Achtung, massive Staubentwicklung. Atemschutz und Abdeckvlies für Möbel sinda dabei pflicht. Fräßen kann man in einigen Baumärkten oder bei Baugeräteverleihern beziehen (HKL z. B.) Oder gleich einen Elektriker beauftragen, da das aber Drecksarbeit ist, wirds wahrscheinlich ziemlich teuer ausfallen.

Variante 3:

Indirekte Beleuchtung mithilfer eine Gipskartonkonstruktion. Ehrlich gesagt nur etwas für einen erfahrenen Heimweker. Einfachste Lösung wären wahrscheinlich Stuckleisten zu kaufen und LED-Leisten/Schläuche oberhalb zu verbauen. Günstig wird das auf alle fälle nicht und erfordert Geschick.

Variante 4:

Je nach Geschosshöhe könnte man die Decke etwas herabsetzen (In Fachkreisen Abhängen genannt). Mietswohnung oder Eigentum? Und dann z. B. mit Panellen unterschiedlichster Art verkleiden, dann würde ich jedoch gleich Deckenspots verbauen und den Lichtschalter gegen einen Dimmer austauschen. Wichtig ist hierbei auf die Qualität der Deckenspots zu achten und vorallem deren Wärmeentwicklung. Am besten in einem Fachgeschäft beraten lassen. Von der Schwierigkeit, mal abgesehen von der Verkablung der Trafos für die Spots, relativ Leicht je nach Beschaffenheit des Untergrundes.

Sollten Fragen bestehen, beantworte ich diese gerne sofern das mein Kenntnissstand zu lässt.
 
V

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Danke für eure Ideen, vor allem dir für deinen ausführlichen Beitrag, Sit!

Also Vertäfelungen jeglicher Art fallen flach. Erstens sind unsere Decken nicht übermäßig hoch (und der Raum auch nicht sehr groß), zweitens traue ich mir das nicht zu und drittens darf ich laut Mietvertrag keine "Deckenverkleidungen" anbringen.

Am besten gefiele mir das mit den Schlitzen, aber ich bezweifle, dass wir das in unserer Mietwohnung einfach so dürfen. Das wäre ja eine bleibende Veränderung. Zudem sind die Decken in der Wohnung mit Raufasertapete tapeziert, ich könnte das also gar nicht wieder schön verputzen, ohne dass man was sieht.

*Seufz*
Ich danke euch wirklich für eure Hilfe, aber irgendwie ist das Passende nicht dabei.
Vielleicht werden wir nur die Lampe über dem Esstisch mit so einer "Affenschaukel" oder einem Kabelkanal versetzen und die über der Couch kommt weg und wir beleuchten den Teil des Raumes irgendwie anders.

@Detroiter: Die Lampe versuche ich meinem Mann schon seit dem Umzug schmackhaft zu machen :grin:. Er findet sie schrecklich. Das Problem ist auch, dass man an der Lampe vorbeilaufen müsste, um die Balkontür zu öffnen. Wahrscheinlich dauert es keine 3 Monate, bis wir sie geschrottet haben (die Lampe, nicht die Tür :zwinker:.)

Ich lasse mir eure Ideen trotzdem nochmal durch den Kopf gehen, irgendeine Lösung muss ja schließlich her.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer20579  (37)

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Wahrscheinlich dauert es keine 3 Monate, bis wir sie geschrottet haben
bzw. dürfte die Hemmschwelle, sie zu schrotten, bei einem Mann, der sie hässlich findet, nicht so hoch sein. :grin:
 
S

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Gast
Danke für eure Ideen, vor allem dir für deinen ausführlichen Beitrag, Sit!

Bitte. Zu deiner Problematik der Raufasertapete:

Prüfe doch erstmal welchen Untergrund du überhaupt hast. Handelt es sich hier um eine Gipskartondecke, oder eher um ne Beton-/ Fertigteildecke? Erkennst du darin, dass Gipskarton eher Hohl klingt und beim Klopfen sich "weicher" anfühlt. Beton schalt so gut wie überhaupt nicht und ist massiv. Dem Schlitzgerät ist der Untergrund eigentlich ziemlich Banane aber wenn es eine Gipskartondecke seien sollte, dann lässt sich das mit etwas mehrarbeit auch selber ohne Maschinen erledigen. Dazu folgendes:

Scharfes Cuttermesser, Altes Stechbeitel, Bleistift ggf. Schlagschnurr, Hammer, alter Fuchsschwanz, Zollstock und ein wenig Geduld.

Ihr zeichnet euch einen zirka 3 cm breiten Kanal ein, vom Deckenausgang zur gewünschten Stelle. Hierzu entweder die Schlagschnurr (Prinzip erklärt sich von selbst) oder ne Meterwasserwaage oder ähnliches gerades benutzen um die Punkte zu verbinden und einen halbwegs gerade Kanal zu legen. Je genauer umso einfach gestalten sich die anschließenden Arbeiten, dazu aber später mehr. Wenn ihr den Kanal fertigt habt heißt es den Gipskarton in dem Bereich zu entfernen. Dazu benutzt ihr am besten erstmal das Cuttermesser zum Einschneiden, mehrmals auf der markieten Linie lang ziehen. Anschließend mit einem alten Stechbeitel oder ähnlichem versuchen auf der Linie den Gipskarton zu durchstoßen. Müsste auch mit einem alten Fuchsschwanz gehen, mit etwas Übung geht das schnell von der Hand, aber Achtung Schutzbrille der Staub ist nichts für Heimwerker :zwinker:.

Wenn ihr dann eure 3 cm breite Linie rausgestemmt habt könnt ihr das Kabel wunderbar verlegen und verschwinden lassen. Nächster Punkt muss dann seien jeweils 10 cm von eurem Kanal die Tapete einzuschneiden. Je gerade ihr das macht umso leichter habt ihr es nachher mit dem anarbeiten. Die Tapete muss nun in dem Bereich runter, dazu am besten wahllos einschneiden und anschliesen mit einem Schwamm mit Spüliwasser benetzen. Anschließend, nach Einwirkzeit, mit dem Spachtel runter kratzen. Nun gehts daran den Kanal wieder dicht zu machen. Dazu brauhct ihr ein Gewebeband, wie es Maler zum Spachteln verwenden, zirka 5-8 cm breit. Erstmal verfüllt ihr den Kanal grob mit Gips-Spachtelmasse, dann packt ihr das Gewebeband drauf (nimmt der Oberfläche die Spannung und vermeidet Rissbildung) und tragt wieder Spachtelmasse auf. Die so auftragen, dass ihr ziemlich mittig auf eurem 10 cm breiten Streifen seid. Es ist drauf zu achten das keine Krater entstehen und die Oberfläche relativ glatt ist. Anschließend trocknen lassen und nach Trocknungsphase mit Schleifpapier (100-120 Körnung) anschleifen. Nach jedem Schleifgang mit den Finger die Übergänge testen, wenn ihr kaum noch einen Übergang spürt dann ist die Fläche korrekt abgeschliffen.

Natürlich gibt es auch Maschinen für diese Arbeiten, die man sich leihen könnte, das kostet dann aber wieder Geld :zwinker:. Wenn ihr alles abgeschliffen habt, nehmt ihr euch eine Raufasertapete und schneidet einen Streifen von 23 cm ab, einkleistern und auf euren Streifen aufkleben. Anschließend streicht ihr das ganze mit etwas dickerer Farbe, Dispersions-Farbe oder ähnlichem, über. Wenn ihr gut gearbeitet habt, werdet ihr keinen Unterschied merken, Raufaser verzeiht durch die Körnung übrigen einiges an Fehlern :zwinker:. Für euren Alten Deckenauslass würde ich diese runden Abdeckkappen im Baumarkt besorgen. So könnt ihr beim Auszug alles wieder auf "alt" zurück bauen und die Information an den Vermieter kann man sich damit auch sparen :zwinker:.

Klingt jetzt natürlich alles total schwer aber im Prinzip ist es wirklich einfach. Wer tapezieren und Renovieren kann, der wird das alle mal schaffen.

LG
Sit
 
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