Dating und Musikgeschmack

Benutzer179257 

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Schon ein paar Wochen nichts los hier im Thread :grin: Entweder haben alle die Schnauze erst mal voll, oder ihr seid alle auf einmal glücklich :ninja::grin:

Ich bin ja jemand, der noch frisch single ist und noch gar nicht wirklich auf der Suche ist, ich schau einfach nur aus Neugier, was sich so ergeben könnte. Aber bevor ich meine Story mal erzähle, werfe ich eine allgemeine Frage in den Raum: Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
 

Benutzer149155 

Sehr bekannt hier
Aber bevor ich meine Story mal erzähle, werfe ich eine allgemeine Frage in den Raum: Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?

Joa, bis zu einem gewissen Grad schon. Ich bin zwar keine Konzertgängerin (mehr, mir ist das einfach zu unbequem, umständlich und teuer), aber ich will, dass mein Musikgeschmack akzeptiert und sich nicht darüber lustig gemacht wird (weil ich halt u.a. auf "Mainstream" stehe). Auch will ich, dass es Überschneidungen gibt, sodass man auf gemeinsamen Autofahrten o.ä. nicht wegen Musik diskutieren und ständig einer nachgeben muss.

No-go wären für mich Schlagerliebhaber und Metalheads, sofern so gar nichts anderes gehört/akzeptiert/toleriert wird.
 

Benutzer172155  (31)

Öfters im Forum
Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?

In gewisser Weise schon. Zumindest sollte die Grundrichtung passen. Müssen den aber nicht die gleichen Bands oder Subgenres sein. Mit der präferierten Musikrichtung geht ja auch meistens eine bestimmte Grundeinstellung einher. Zumindest habe ich das bisher so empfunden.

Was ich in den letzten Wochen ich jetzt beobachtet habe und interessant finde: Je ähnlicher der Musikgeschmack der Frau meinem ist, desto ähnlicher sind wir uns insgesamt auch.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Gemeinsamer Musikgeschmack... theoretisch ein tolles Nice2have. Praktisch dann doch auf der Prioritätenliste eher nachrangig. Bin in meinen bislang zwei Beziehungen immer eher so im Bereich "passt so halbwegs, aber dann doch recht verschieden" gelandet, und es hat mich nicht gestört.

Ein bisschen Unterschied gibt ja auch tolle Inspiration. Bin ja allgemein relativ musikalisch flexibel.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
Insofern, als dass ich manche Musikgeschmäcker da relativ, sagen wir mal gewöhnungsbedürftig fände :grin:

Desinteresse wäre mir da sehr viel lieber als wenn jemand z.B. total auf typische deutsche Popchart-Mukke steht oder ernsthaft! Schlager hört.
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
Die Häufigkeit des Musikkonsumes wäre bei mir noch wichtiger, als die Musikrichtung. Da ich außer im Auto, beim Sport und beim Putzen und Kochen nie Musik hören und das auch keinesfalls ändern möchte, würde mich ein "mehr" ziemlich schnell nerven.:grin:
 

Benutzer151496 

Meistens hier zu finden
Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
Überraschenderweise nicht trotzdem ich sehr musikaffin bin. Ich erwarte nicht, daß er "meine Musik" total toll findet, erwarte von ihm da aber im Gegenzug die gleiche Toleranz. Was die von sanguina sanguina angesprochenen Autofahrten betrifft: wer fährt, bestimmt die Musik (also meist ich :tongue: aber er läßt sich auch zu gern chauffieren :smile:). Und sonst, wenn wir zusammen rumwerkeln (Essen machen oder ähnliches) macht eben der, der zuerst auf die Idee kommt, Musik anzumachen, das an, was er hören möchte. Streit gab es deswegen noch nicht.
 

Benutzer175515  (24)

Öfters im Forum
Musik ist schon wichtig. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass Musik etwas über einen Charakter aussagt und deshalb wären mir Frauen die gerne Schlager hören unsympathisch. Könnte eventuell daran liegen, dass man Schlager auf Dauer nüchtern nicht erträgt und da ich Alkohol auch nicht so attraktiv finde, führt da schnell eins zum andern. Mit den beiden Dingen könnte ich ja sogar noch irgendwie leben.

Viel schlimmer wäre da Rauchen. Einfach bah. :sick:
 

Benutzer172155  (31)

Öfters im Forum
deshalb wären mir Frauen die gerne Schlager hören unsympathisch.

Ich finde nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Ich höre gerne Metal, aber mein guilty Pleasure während der Arbeit ist Malle-Party-Schlager:seenoevil: Macht zum Arbeiten und Mitsingen mit den Kollegen einfach Spaß:grin:

Ob Musik was über den Charakter aussagt glaub ich nicht. Eher über Einstellung und Werte denke ich. Obwohl das vielleicht auch schon etwas hochgegriffen ist.
 

Benutzer171320 

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werfe ich eine allgemeine Frage in den Raum: Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
Nein, bisher war das noch nie ein Problem. Rein Typmässig scheine ich eher Leute anzuziehen, die in der Heavy Metal SChiene drin sind..... hatte oft Menschen, die einen sehr ähnlichen Geschmack hatten. Jemand der Volkstümliche Musik oder Schlager hört, war noch nie dabei. Eher mal jemand der Oper mag, dann muss ich einfach sagen, da musst Du alleine hin, aber mit C. ist das kein Thema mehr :engel:
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
ich finde einen gemeinsamen musikgeschmack unabdingbar - allein schon, weil mich musik die ich nicht leiden kann echt aufregt, triggert, zur weissglut bringt. bin halt generell sehr empfindlich, was geräusche angeht.

nennt also jemand bei der frage nach dem musikgeschmack schlager oder hiphop - raus. aber sowas von. nennt jemand als antwort "charts" - naja, das ist für mich meist so seicht und nichtssagend, dass ichs oft noch tolerieren kann.

bislang hatte ich da aber immer glück, dass es zumindest ausreichend überschneidungen gab - und ansonsten konnte ich ihm meinen musikgeschmack nahe bringen.
 

Benutzer172492 

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Ich bin leider ein ziemlicher Musiksnob (also wenig tolerant gegenüber unliebsamen Stilen oder einfallsloser Musik). Einige meiner Freund*innen machen Musik und da bin ich dann auch meistens bei ihren Auftritten mit dabei. Auch bei Treffen daheim machen sie gern mal Musik. In normalen Zeiten bestimmt das daher schon regelmäßig meine Freizeitgestaltung. Ein Partner, der die Musik(stile) dann doof findet, wird wenig Freude mit mir haben, weil ich dann oft ohne ihn bei meinen Freund*innen wäre :zwinker: Insofern schon wichtig.
Ahja, und ich höre Musik bewusst und selten nebenher, dann lieber Stille. Bin da also bei Maifeld Maifeld und Nevery Nevery :grin:
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ist euch der Musikgeschmack einer Person, die ihr dated bzw. daten wollt, wichtig?
Da habe ich mal etwas lustiges erlebt: Ich habe fast 10 Jahre lang beinahe täglich mit einem Internetfreund gechattet (ohne ihn je zu treffen), habe währenddessen auch mal seine Freundinnen kennengelernt und alle "mussten" akzeptieren, dass unser Chatten ein wichtiger Teil unseres Alltags war.
Eines Tages schrieb mich dann jemand anderes von seinem Account an, es stellte sich heraus, dass sein Kumpel den offenen ICQ-Chat gesehen hatte, mich aus seinen Erzählungen kannte und auch mit mir schreiben wollte. Stunden (!) später fragte er mich, wie ich zu den ein oder anderen Musikstücken stehe, ob sie mir gefallen... die ersten fand ich gut, eines dann nicht mehr so (war irgendwas Richtung Powermetal, das ist nicht so mein Fall), da kam die Antwort: "Ach schade, das ist ärgerlich. Mir ist echt wichtig, dass meine Freundin denselben Musikgeschmack hat wie ich, also wird das nichts aus uns."
Er ließ mich vollkommen perplex zurück - nicht nur, dass ich nicht wusste, wie entscheidend mein Musikgeschmack war... ich wusste noch nicht einmal, dass das wohl ein Chatdate (?) war und ich potentiell in Frage kam, seine Freundin zu werden. Hätte er mich mal gefragt, ich hätte ihm gleich gesagt, dass ich absolut kein Interesse hatte. :grin:
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Mir war das in meinen Zwanzigern immer extrem wichtig. Würde ich aber plötzlich als alleinerziehende Mittdreißigerin einen Mann suchen, dann wäre mir das wohl mittlerweile herzlich egal. Da gibt es einfach sooo viele Sachen, die mir wichtiger sind als das.
 

Benutzer179257 

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Interessant :grin: Kann viele Ansichten hier gut nachvollziehen, wobei mein Problem eher in eine andere Richtung geht..

Zu meiner Story: Ich habe online - nicht hier :ninja: - zufällig eine "kennengelernt", die eine Frage hatte und ich konnte ihr weiterhelfen. Wir haben einige Tage weitergeschrieben und ihr Problem war mittlerweile, anscheinend auch Dank mir, gelöst. Anscheinend waren wir uns auch ganz sympathisch und wir haben dann angefangen, über andere Dinge zu schreiben: Studium, Sport und... Musik. Mein Musikgeschmack ist an sich auch relativ vielfältig, würde ich zumindest behaupten. Einige hier werden evtl. auch wissen, dass ich hobbymäßig Musik mache. Die Musik, die ich selbst mache, geht in eine ganz andere Richtung, nämlich grob Richtung Alternative Rock oder Industrial Rock (Nine Inch Nails Fans hier? :cool:). Ich kann mich jedenfalls für viele Musikrichtungen begeistern, ist auch oft stimmungsabhängig.
So kommt es, dass ich mich auch für Rap begeistern kann. Als ich ihr das geschrieben habe, kam: "Schade, hätte nicht gedacht, dass du frauenfeindlich bist..". Ich war natürlich ziemlich verdutzt und hab nachgefragt. Einerseits konnte ich ihre Denkweise verstehen, da in der (deutschen) Rapkultur größtenteils frauenfeindliche, homophobe und auch antisemitische Textpassagen vorzufinden sind. Andererseits finde ich es schade, so stark zu verallgemeinern, vor allem weil ich mich gar nicht zu dieser "Szene" zugehörig fühle bzw. solches Gedankengut nicht teile, obwohl ich auch gelegentlich Musik von Künstlern (Kollegah, KIZ, Prinz Pi, SSIO - den Rest überhaupt nicht) höre, die zB in diesem Artikel ( Sexismus im Deutschrap: Wir haben 30.000 Songtexte aus vier Jahrzehnten analysiert - DER SPIEGEL - Kultur ) erwähnt werden oder auch von amerikanischen Künstlern. Ich habe ihr versucht zu erklären, was mich an der Musik reizt (zB Storytelling, Wortspiele, Beats etc.), aber sie war in der Hinsicht leider nicht zu überzeugen. Ich hab ihr auch erklärt, dass ich mit Künstlern zB 187 Strassenbande oder Capital Bra nichts anfangen kann. Dahinter steckt für mich keine Kreativität. Aber ihr Urteil war da schon längst gefällt, der Kontakt besteht nicht mehr.
Ich fands schade, dass sie mich so vorverurteilt hat bzw. meinen Gedanken keine Chance geben wollte. Ist jedenfalls keine schöne Sache, dass jemand, wenn auch eine fremde Person, von einem denkt, man könnte irgendetwas mit Misogynie, Homophobie, Antisemitismus oder sonstiger Form von Intoleranz bzw. Diskriminierung zu tun haben oder gar unterstützen. Ich weiß ja, dass es diese Passagen bei Künstlern gibt, die ich auch höre, aber es hat ja trotzdem nichts mit mir als Person bzw. meinem Charakter zu tun. Als Zuhörer ist man ja trotzdem mündig, man muss und sollte auch nicht jede Textpassage eines Künstlers sich zu eigen machen, sondern man sollte stets kritisch bleiben. Diese Kritikfähigkeit haben nicht viele Hörer, vor allem im Rapbereich, und das wissen viele Künstler/innen auch. Ob es vertretbar ist, seinem oftmals "einfach gestrickten" Publikum, das bewusste Provokation oftmals nicht sieht bzw. sehen will (weil zu jung oder platt gesagt zu doof), eine solche Kunst ohne Erklärung und ohne Kontext vorzusetzen, um damit Geld zu verdienen, darf in vielen Fällen gerne bezweifelt werden. Und wenn es irgendwann zu weit geht bzw. wenn man das Gefühl hat, der Künstler bzw. die Künstlerin / die Kunstfigur lebt tatsächlich das, was sie singt oder rappt, kann man für sich persönlich die Grenze ziehen. Aber diese Grenze ist nun mal sehr subjektiv. Die hab ich für mich jedenfalls (noch?) nicht gezogen.

Die Diskussion, die ich anregen wollte, habt ihr schon ohne mich angefangen :grin: Ich wollte darauf abzielen, ob ihr vom Musikgeschmack eines Menschen auf sein bzw. ihr Verhalten, seine / ihre Werte bzw. Einstellung schließen könnt. Ist also jemand, der zB Rapmusik (oder andere Musik, die von Kritik betroffen ist) von sagen wir mal "umstrittenenen" Künstlern oder Bands hört, ein (böse formuliert) Proll, der unempathisch, frauenfeindlich, homophob etc. ist? Denkt ihr nach dem Motto: "Wenn du solche Texte hörst und damit Künstler/innen unterstützt, die fragwürdige Aussagen machen, denkst du selbst so oder unterstützt dieses Gedankengut!". Oder sind für euch Rückschlüsse vom Musikgeschmack auf den Charakter, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, zu übertrieben?

Ich weiß für mich persönlich noch nicht, wie ich mit diesem Vorfall umgehen soll. Entweder stimmt anscheinend irgendetwas mit mir nicht, mein Gegenüber war engstirnig oder es haben sich zwei sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Denkweisen gefunden, die einfach nicht zueinander passen. Vielleicht ist es auch eine Mischung aus Allem, keine Ahnung.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
mein Gegenüber war engstirnig

Jop. Kann dir mit allem passieren, nicht nur Musikgeschmack. Das kann ein Kleidungsstück sein, das du trägst, ein Buch, das in deinem Regal steht, ein Dessert, das du gerne isst, einen Freund, den du hast. Manche Menschen sind sehr engstirnig und ich würd mich gar nicht erst drauf einlassen, es denen irgendwie recht machen zu wollen. Ich finde es gut, wenn man sich reibt, drüber diskutiert und sich auch reflektiert. Aber so pauschale Vorverurteilungen sind am Ende halt auch einfach unfair. Zieh dir den Schuh nicht an, wenn du dir nichts vorwerfen kannst.
 
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