Das zarte Pflänzchen

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Kurz bevor ich beschloss mein neustes Gedicht hier zu posten, habe ich das Gedicht "Dein Todesurteil" gelesen. Ein bisschen kann ich die Situation nachvollziehen... Vor allem stellte sich aber die Frage, ob es überhaupt erlaubt ist, neben so einem Gedicht das Gedicht von mir zu posten. Darf man den Verlust eines Anfangs von einer engeren Bezeihung mit dem Tod eines anderen auf eine Stufe stellen? Darf meine noch vorhandene Hoffnung in meinem Problem zur gleichen Zeit mit der Hoffnungslosigkeit von anderen gesehen werden? Für mich lautet die Antwort ja. Weil der Tod und der Schmerz zum Leben dazu gehören. Vielleicht auch, weil Hoffnung die Schmerzen lindern können.
All denen, die einen geliebten Menschen verloren haben oder wissen, dass sie einen geliebten Menschen bald verlieren werden, gehört mein Mitgefühl!


Das zarte Plänzchen

Ratlos
steht der Bauer vor dem Ort
wo gestern noch das zarte Pflänzchen
leicht zurückhaltend aus dem Boden blinzelte
Völlig zertrampelt, ehemals sehr gepflegt
doch dann vom Bauern zerstört
aus unrechtmäßiger Wut!
über den Spott der Nachbarin
Wie aus Liebe mit den liebsten Worten
nährte er des Pflänzchens Wurzeln
mit dem besten Dünger.
Doch dann verließ der Bauer
angetrieben vom schlimmsten Zorne
den zur Aufzucht angewiesenen Weg
Und nun weigert sich die Mutter
weiter Sonne und den notwendigen Regen
diesem Pflänzchen zu geben
Und auch die Tränen des Bauern
reichen nicht des Pflänzchensdurst zu still´n
Gibt es nun gar kein Bäumchen?
Weil der Fehler des Bauern
die Natur nicht mehr sonnig lachen lässt
Bleibt nun das arme Pflänzchen dort
bis auch die Hoffnung schließlich vertrocknet
bin?
 
4 Woche(n) später
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