Das Single-Dasein bringt mich langsam um

Benutzer138994  (40)

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Ich hatte schon als kleines Kind, wenn ich den Erzählungen meiner Mutter glauben darf, allgemein viel zu viel Energie und habe dementsprechend auch "zu viel" Energie zwischenmenschliche Beziehungen gesteckt und Freunde damit regelrecht erdrückt. Erst, als ich älter wurde, habe ich gelernt, das in Grenzen zu halten, ....
Das ist doch ein interresanter Hinweis.
Könnte es sein, dass dein Bedürniss nach Zuneigung doch nicht etwas zu hoch ist?
 
G

Benutzer

Gast
Die ganzen klugen Sprüche zum Perspektivenwechsel sind alle gut gemeint, aber ich weiß, dass man die in der Situation nicht annehmen kann.

Dem möchte ich mal wiedersprechen. Mein bester Kumpel war ungefähr ähnlich unglücklich wie der TE. Mit der Ausnahme, dass er nicht weinte und kein Alkohol konsumierte.
Als er iwann merkte, dass er es nicht ändern kann (auch zig Dates gehabt) wechselte er die Perspektive und fing an zu leben und sich an anderen Dingen zu erfreuen.
Ende vom Lied: Sein Gemüt war offener, er war offener und seit 6 Monaten ist er wieder glücklich vergeben.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hast Du denn eine Hypothese, warum es bisher nicht mit einer Beziehung geklappt hat?
 

Benutzer164651 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Vollmilchtraube,

ich möchte ganz ehrlich sein. Beim lesen Deines Threads habe ich ständig gedacht " Boah , der ist aber anstrengend" . Dieses sich immer wiederholende Mantra " Ohne Beziehung ist mein Leben wertlos", "ohne Freundin bin ich nichts."

Jeder von uns braucht Liebe in seinem Leben. Jeder wünscht sich einen Menschen der einen liebt und den man ebenfalls lieben kann. Da geht es allen so wie Dir.

Aber einem anderen die Last aufzubürden, der Sinn und die einzige Freude im Leben sein zu müssen , ist doch sehr unfair oder?

Mal ehrlich, könnte es evt. sein, dass genau das der springende Punkt ist, weshalb (wie Du es selbst mehr oder weniger sagst ) jede Frau reissaus nimmt?
Gehst du mit so einer Einstellung an ein Date? Signalisierst Du ( vielleicht auch unbewusst ) durch Deine Körperhaltung, Deine Gesprächsthemen, Deine verkrampfte Art dem Mädel " Bitte, bitte, erlöse mich aus meinem Jammertal!" ?

Wenn Du das, was Du uns jetzt hier in epischer Breite erzählst , auch ausstrahlst, dann überrascht es mich keineswegs, dass die Mädels " plötzlich" so kalt werden und der Funke nicht überspringen will.

Es ist leider so: Bedürftigkeit schreckt ab und macht sehr unattraktiv.

Ein Mann der nur durch meine Liebe am Leben erhalten wird? Ich würde rennen , so schnell ich kann.
Und ein Mann der mir beim ersten Kennenlernen signalisiert , dass sein Leben nichts ist, außer er hat eine Partnerschaft... da wäre ich noch schneller laufen.

Und weißt Du warum? Weil ein Partner niemals der Retter sein kann oder sein sollte. Und man sollte ihn auch nicht in die Rolle des Erlösers drängen.

Es ist außerdem nicht fair , dem Partner diese Last aufzubürden.
Jeder Mensch ist für sein Leben und sein Glück verantwortlich. Ein Partner kann das eigene Leben und das Glück vollkommen machen aber ein zufriedenes und glückliches Leben anzustreben.. das sollte doch jeder selber tun oder ?

Wenn ich Deinen Text nochmal Revue passieren lasse , gruselt es mich sogar ein wenig. Deine künftige Partnerin hat eine Aufgabe zu erfüllen, die eigentlich keiner leisten kann.
Dir einen Sinn im Leben zu geben.

Du mutest ihr zu, die Verantwortung für Dein Glück zu übernehmen.
Und kann oder will sie das nicht , sackst Du in ein bodenloses , schwarzes Loch.
Drohst ihr vielleicht damit, Dich umzubringen? Nimm es mir nicht übel aber so häufig wie Du es im Thread schon angedeutet hast.. da kommt mir einfach der Gedanke.

Für Dich selbst aber vor allem für Deine zukünftige Freundin kann ich nur raten, Dir Hilfe zu suchen. Sonst reißt Du Euch beide irgendwann rein.

Das alles ist nicht böse gemeint aber ich bin ganz ehrlich. Beim lesen Deines Threads bekomme ich Beklemmungen.

Und hoffe für Dich dass Du selbst erkennst und Dir angemessene Hilfe suchst . Alles Gute für Dich .
 

Benutzer6428 

Doctor How
Sport, Hobbies, Ehrenämter, neuer Freunde, Reisen und und und
Ich habe diesen Teilsatz zitiert.
Warum?
Weil er sinnbildlich für deine Aussagen steht.
Du hörst dich an wie jemand der 70 ist. Und das ist auch reine Absicht von dir?
Alter..du bist 21! Wenn du nicht Krösus bist, dann hast du sicherlich noch nicht viele Reisen unternommen und sicherlich auch nicht ewig viele Ehrenämter bekleidet, während du unmengen an Freunden gewonnen hast.

Halten wir uns mal an letzterem Fest, weil es das das scheinbar einfachste ist: Wie viele ECHTE Freunde hast du? Menschen, denen du viel von dir erzählst und denen du WIRKLICH vertrauen kannst? Menschen die dir beistehen und einfach da sind? Ganz ehrlich...

Weißt du was du da tust? Du erzählst uns, dass du schon alles durchdacht hast. Dass du genau Bescheid weisst. Der Checker Quasi, der das Leben mit Löffeln gefressen hat und es bei einem guten Champagner komplett durchdacht hat.
Das bist du aber nicht. Für mich bist du noch fast ein Kind, dass sich an einer Selbstlüge festhält. Jemand der scheinbar dringenden Bedarf nach Nähe hat, weil er sie scheinbar sonst nicht oder kaum bekommt. Jemand der ganz fest daran glaubt, dass ein anderer Mensch das ausfüllen kann und wird. Und da sind wir schon bei deinem Problem: Du GLAUBST furchtbar viel. Wissen tust du fast gar nichts. Du hast keinen Plan wie eine Beziehung funktioniert. Du hast nicht einmal die Fähigkeit dich in die Gedankenwelt eines anderen Menschen, einer Frau, einzufühlen. Du siehst nur und ausschließlich dich selbst. In diesem Punkt bist du gänzlich und vollständig egozentrisch und vermutlich auch egoistisch.

Ausserdem merkt man dir an, wie verbohrt du bist...denn du nimmst keinen Rat an. Nichts. Du denkst nicht einmal drüber nach. "Hab ich schon drüber nachgedacht und is nich so, weil hat ja bisher nix geholfen, also wird mich ne Frau retten oder ich bring mich halt um". So ähnlich hast du es immer und immer weider geschrieben.

Merkst du das denn gar nicht?

Natürlich kannst du etwas ändern. Aber nicht von Heute auf Morgen. Und sicherlich auch nicht indem du eine These von vorne herein ablehnst und nur das Gegenteil beweisen willst. Es erfordert sehr viel Energie seine Fehler zu erkennen. Alte Muster aufzubrechen. Ich wiederhole es noch mal: Du bist ein Jungspund. Du hast vom Leben noch nicht viel mitbekommen und vor Allem wenn es um andere Menschen geht und zwischenmenschliche Beziehungen, hast du keinen Plan...null.
Wie kannst du also hier behaupten, dass du weißt wie der Hase läuft, wenn etwas behauptet wird, dass dir nicht in den Kram passt? Da kann doch etwas gar nicht stimmen, oder?
 

Benutzer164869  (26)

Sorgt für Gesprächsstoff
Weißt du was du da tust?

Sorry, aber weißt du auch, was du da tust? Du erzählst mir mit so einer Überzeugung Dinge über mich, von den du gar nichts wissen kannst, und tust so, als kennst du mich besser, als ich mich selbst kenne.

Wenn du nicht Krösus bist, dann hast du sicherlich noch nicht viele Reisen unternommen und sicherlich auch nicht ewig viele Ehrenämter bekleidet, während du unmengen an Freunden gewonnen hast.

Vielleicht bin ich ja Krösus. Ich war zumindest schon ein oder sogar mehrmals in 22 verschiedenen Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten und bin hin und wieder auch längere Zeit lang herumgereist. Nein, ich habe vielleicht noch nicht die Welt bereist, aber ich glaub auch nicht, dass ich das tun muss, um von mir selbst sagen zu dürfen, dass ich auf Reisen war.

Aber mal ganz davon abgesehen, was spielt das für eine Rolle? Es war nicht Sinn und Zweck dieser Auflistung, euch zu beweisen, wie viel ich doch schon erlebt habe, sondern euch zu zeigen, dass ich ein eigenes Leben mit Beschäftigungen habe - dass ich meinen Interessen nachgehe und aktiv mein Leben gestalte, statt nur zu Hause rumzusitzen und vor mich hinzuvegetieren. Ich wollte damit nur sagen, dass ich viele Dinge in meinem Leben habe, die ich aktiv verfolge und die mir eigentlich Spaß machen. Ich höre und lese ja ständig "Du musst erst mal dein eigenes Leben führen, bevor du bereit für eine Beziehung bist", deswegen wollte ich vorwegnehmen, dass ich sehr wohl ein eigenes Leben führe und eben nicht von einer Beziehung erwarte, dass sie mein ganzes Leben ändert und meine neue Vollzeitbeschäftigung wird.



Halten wir uns mal an letzterem Fest, weil es das das scheinbar einfachste ist: Wie viele ECHTE Freunde hast du? Menschen, denen du viel von dir erzählst und denen du WIRKLICH vertrauen kannst? Menschen die dir beistehen und einfach da sind? Ganz ehrlich...

Ich würde sagen, ich habe genug echte Freunde, denen ich wirklich vertrauen kann. Insgesamt sind es fünf, einer davon wohnt allerdings im Ausland und wir sehen uns kaum noch. Den restlichen vier kann ich aber tatsächlich alles anvertrauen. Das sind Freunde, die sich teilweise mitten in der Nacht und unter der Woche dazu bereit erklären, mit mir spazieren zu gehen, sich irgendwo hinzusetzen und sich zwei Stunden anhören, wie ich ihnen mein Herz ausschütte. (Das ist natürlich nur einmal passiert und nicht die Regel.)

Ansonsten hab ich etwa noch so um die 15 Kumpels, mit denen ich was unternehmen und Spaß haben kann. Aber auch mit den meisten meiner Kumpels, kann ich über Persönliches reden und ihnen mich anvertrauen. Ich schließe generell eigentlich nur solche Freundschaften, da ich an öberflächlichen Kontakten gar kein Interesse habe.


Du GLAUBST furchtbar viel. Wissen tust du fast gar nichts.

Tut mir leid, aber das sagt gerade der Richtige. Mit was für einer Überzeugung du hier mit falschen Tatsachen um dich wirfst, haltlose Vermutungen aufstellst und so tust, als hättest DU die Weisheit mit Löffeln gefressen, ist schon bemerkenswert. Ich versteh ja, dass du mehr Lebenserfahrung als ich hast, aber du tust so, als hättest du allein wegen deines Alters prinzipiell recht und alles, was ich sage, denke oder fühle, muss falsch sein. Du wirfst mir vor, ich könnte mich nicht in andere Menschen hineinversetzen, scheiterst aber selbst völlig daran, dich in mich hineinzuversetzen, aber schusterst dir irgendein Bild über mich zusammen und meinst dann, du hättest mich völlig durchschaut und weißt genau, wie ich fühle und denke oder was mein Problem ist.

Im Grunde hast du doch keine Ahnung, wer ich bin. Du stützt deine ganzen Aussagen einfach darauf, wie DU empfindest, was DU erfahren hast, und da meine Gefühle und Gedanken nicht so aussehen wie deine, bist du sofort überzeugt davon, dass sie falsch sein müssen - dass ich von nichts eine Ahnung habe, dass ich nicht weiß, was ich will, dass ich mich an einer Selbstlüge festhalte. Weißt du was? Wenn ich die Wahl hätte, mich selbst zu belügen, würde ich mir ganz bestimmt eine schönere Lüge ausdenken.

Ich erzähle euch, dass ich schon alles durchdacht habe? Ja, richtig, weil ich es habe. Ich hatte sechs Jahre Zeit, über meine Probleme und ihre Lösungen nachzudenken, meine Lage zu analysieren, mich selbst zu reflektieren, in Therapie zu gehen, Ratschläge einzuholen, Ratschläge zu befolgen, meine eigenen Erfahrungen zu sammeln und daraus letztendlich eigene Lehren zu ziehen. Ich hab keine Ahnung, warum du anscheinend der Meinung bist, dass das so schwer nachzuvollziehen wäre. Wieso sollte ich nicht zur Genüge über all das nachgedacht haben? Glaubst du etwa, ich hab die letzten Jahre die ganze Zeit nur Däumchen gedreht? Dass ich die Gedanken und Ideen, die mir hier einige nennen, nicht schon mal selbst hatte? Ich meine, nicht böse gemeint, aber die Leute, dir mir hier antworten, kennen mein Problem gerade mal seit heute. Ich auf der anderen Seite hatte jahrelang Zeit, um darüber nachzugrübeln, also was ist bitte daran so unglaubwürdig, dass ich in diesen Jahren selbst auf die Ideen gekommen bin, auf die andere Leute nach wenigen Minuten kommen?

Eins hast du aber richtig erkannt: Ja, natürlich habe ich den Bedarf nach Nähe, und zwar weil ich sie sonst nirgendwo anders bekomme. Es haben mir ja schon einige andere gesagt, dass sie denken, dass mich eine Frau nicht "retten" kann, aber du bist anscheinend der Einzige, der so felsenfest davon überzeugt ist. Warum? Weil es bei dir so war? Weil es bei anderen so war? Na und? Was, wenn es bei mir nicht so ist, weil ich nun mal nicht du bin? Was, wenn ich selbst schon Erfahrungen gemacht habe, die mir das genaue Gegenteil gezeigt haben. Bin ich dann auch wieder nur ein Kind, das sich selbst belügt, weil ich nicht deiner Meinung bin?


Du hast nicht einmal die Fähigkeit dich in die Gedankenwelt eines anderen Menschen, einer Frau, einzufühlen. Du siehst nur und ausschließlich dich selbst. In diesem Punkt bist du gänzlich und vollständig egozentrisch und vermutlich auch egoistisch.

Ich kann mich sehr wohl in die Gedankenwelt anderer Menschen hineinversetzen - auch in die von Frauen. Ich verstehe ihre Beweggründe, Gefühle und Gedanken. Verstehen heißt allerdings nicht, dass ich sie nachempfinden muss. Ich verstehe, was in anderen vorgeht und zeige ihnen gegenüber auch Verständnis, aber meine eigenen Gefühle sehen trotzdem ander aus.

Und du findest, in diesem Punkt bin ich egoistisch? Ja, bin ich, aber wer ist das nicht? Du kannst mir nicht erzählen, dass du selbst als edler Samariter in eine Beziehung gehst. Dass es dir nicht darum geht, selbst glücklich zu sein, sondern du dich nur darauf fixierst, völlig selbstlos deine Partnerin glücklich zu machen. Natürlich gehört auch das zu einer Beziehung dazu - nicht nur nehmen, sondern auch geben - aber auch das Geben macht man doch nicht aus Selbstlosigkeit, sondern weil es einem SELBST ein gutes Gefühl gibt, wenn man seine Partnerin glücklich machen kann. Aber wie dem auch sei, ich hab keine Ahnung, wo du rausgelesen hast, dass ich in einer Beziehung nur nehmen möchte.


Ausserdem merkt man dir an, wie verbohrt du bist...denn du nimmst keinen Rat an. Nichts. Du denkst nicht einmal drüber nach. "Hab ich schon drüber nachgedacht und is nich so, weil hat ja bisher nix geholfen, also wird mich ne Frau retten oder ich bring mich halt um". So ähnlich hast du es immer und immer weider geschrieben.

Ganz ehrlich, was willst du bitte von mir hören? Soll ich lügen? Soll ich so tun, als würde ich einen Rat annehmen und planen, ihn in die Tat umzusetzen, nur damit ich auf dich weniger stur wirke? Ich bin dankbar für die Ratschläge, ich bin dankbar, dass Leute sich Zeit nehmen und versuchen, mir zu helfen. Aber trotzdem: Die Entscheidung, ob ich einen Ratschlag dann auch wirklich umsetze, bleibt allein bei mir. Ich sperre mich nicht gegen eure Ratschläge, nein, aber einige habe ich nun mal schon öfter gehört und bereits erfolglos ausprobiert und andere fühlen sich für mich einfach nicht richtig an. Wieso sollte ich einen Ratschlag befolgen, hinter dem ich nicht stehe?

Und die Aussage, dass ich mich umbringen würde, wenn keine Frau kommt und mich rettet, ist doch mal absoluter Schwachsinn. Ich frag mich langsam, ob du dich über mich lustig machen willst. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich vorhätte mich umzubringen. Ich habe gesagt, dass ich das erste Mal in meinem Leben bemerke, dass meine Gedanken ab und zu in solche Richtungen abschweifen und mir das Sorgen macht. Dass ich Angst habe, dass das ein Zeichen von meinem Unterbewusstsein ist und dass mich mein Problem vielleicht mal wirklich so weit treiben wird, dass ich über Selbstmord nachdenken würde.


Übrigens stimmt es auch wieder nicht, dass ich gar keinen Ratschlag angenommen hätte.
Ich zähle mal die Ratschläge auf, die ich bis jetzt bekommen habe:

1. Glück anders definieren und mich nicht so auf die Liebe fokusieren.
2. Das Leben aus einer anderen Perspektive sehen
3. Lernen, mich unabhängig von anderen zu machen und selbst zu leben
4. Eine andere Lebensphilosophie entwickeln
5. Meine damalige Beziehung nicht so romantisieren

-> Das sind alles sinnvolle und gut gemeinte Ratschläge, aber sie beschreiben leider alle mehr ein Ziel als einen Weg. Natürlich wäre es hilfreich, wenn ich meine Defintion vom Glück ändern und mich weniger auf die Liebe fokusieren könnte. Aber das ist das Ziel. Was ist der Weg? Wie soll ich dorthin kommen? Es geht leider nicht so einfach, dass ich auf Knopfdruck meine Gefühle und meine Ansichten ändern kann. Und genau das Gleiche gilt auch für die anderen vier obigen Ratschläge. Besonders Punkt 5 finde ich sinnvoll. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich meine Beziehung von damals zu sehr romantisiere, und dass es vielleicht gar nicht der Wahrheit entspricht, dass ich in einer schlechten Beziehung glücklicher wäre als als Single. Aber was bringt mir dieses Wissen, wenn meine Erinnerungen mir was anderes vorspielen und meine Gefühle nun mal so sind?


6. Meine Einstellung zu Beziehungen und Liebe kritisch hinterfragen
-> Ich gebe zu, das mag vielleicht ein guter Vorschlag sein, aber er fühlt sich für mich einfach falsch an. Tut mir leid, nenn mich wieder trotzig und verbohrt, aber ich fühle mich mit diesem Rat nicht wohl. Ich möchte nicht meine Vorstellung von Liebe, die völlig natürlich von mir aus kommt, zu Tode analysieren und noch mehr ins Zweifeln geraten. Ich will mir nicht die Ideale anderer Menschen zum Vorbild machen und mich dann dazu zwingen, jahrelang danach zu leben, nur um dann festzustellen, dass es nicht das Richtige für mich ist und ich mich selbst belogen habe. Das klingt vielleicht alles etwas krass, aber genau darauf würde es doch hinauslaufen. Ich würde eine Einstellung hinterfragen, die ein Teil von mir ist. Ein Teil, der nicht von anderen gelenkt wurde, sondern der sich völlig natürlich entwickelt hat und den ich für richtig halte. Wenn ich jetzt damit anfange, diese Einstellung zu hinterfragen, wird mir nicht plötzlich eine Eingebung kommen und ich werde plötzlich eine neue Einstellung zu dem Thema haben. Nein, ich müsste total verkopft an die Sache rangehen und mir überlegen, was für eine Einstellung vielleicht besser und richtiger sein KÖNNTE, auch wenn sie sich nicht richtig anfühlt.

7. Früher umziehen
-> Guter Ratschlag, aber leider finanziell nicht möglich.

8. Perspektive ändern, indem ich mehr Dates habe und erkenne, dass es trotzdem nicht klappt und ich es nicht ändern kann, um es zu akzeptieren und mich auf andere Dinge konzentrieren zu können.
-> An sich ist das vielleicht eine gute Idee, aber auch eine sehr gefährliche. Ich hatte über diese Möglichkeit schon mit meinem ehemaligen Psychologen geredet und dieser war sich auch nicht sicher, ob das in meinem Fall nicht ganz böse nach hinten losgehen kann. Wie gesagt, ich habe regelrecht Panik vor Dates. Natürlich könnte es sein, dass noch mehr Körbe und Ablehnung genau das richtige Mittel wären, um mich dazu zu bringen, meine Lage einfach zu akzeptieren und mich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren. Die andere Möglichkeit wäre aber, dass es nicht so ist und dass ich, sobald ich eine gewisse Anzahl von Körben bekommen habe, vollkommen verzweifle und daran kaputtgehe. Ich denke, ich muss erst mal an meinem Problem und auch meiner Angst vor Dates arbeiten, bevor ich überhaupt seelisch bereit dazu wäre. Ich glaube nicht, dass ich in meinem aktuellen verbissenen Zustand einfach akzeptieren könnte, dass es nichts wird, sondern dass das alles nur noch viel schlimmer machen würde.

9. Die Lücke in den nächsten sechs Monaten überbrücken
-> Ratschlag angenommen

10. Professionelle Hilfe
-> Ratschlag angenommen.
 
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Benutzer2610 

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Es ist kein bisschen übertrieben, wenn man sagt, wer allein nicht glücklich sein kann wir es auch zu zweit nicht werden.
Keine Partnerin der Welt sollte, oder wird, die Leere ausfüllen, mit der du selbst nicht zurecht kommst.
Das ist der direkte Weg in wenn überhaupt eine, dann sehr ungesunde Beziehung.
Ausgehend von den Erfahrungen die ich selbst bisher gesammelt habe muss ich da etwas widerprechen:
Als ich mit 26 meine Frau kennenlernte war ich auch sehr unglücklich und hatte mir,
ebenso wie der TS, nichts sehnlicher gewünscht als eine Beziehung - bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch noch nie eine gehabt.
Wenn es also grundsätzlich so wäre wie Du schreibst, dann hätte diese Beziehung vmtl. nicht über 10 Jahre gehalten.
Ich hatte auch nicht den Eindruck dass wir eine "ungesunde Beziehung" führen, eher ganz im Gegenteil - mit jedem weiteren Jahr wurde es schöner.
Daher denke ich nicht dass man sagen kann ein stark ausgeprägter Wunsch nach Partnernähe sei generell ungesund.

Ich glaube zwar auch, dass Menschen eine gewisse Form von Zuneigung gut tut, allerdings denke ich, dass das auch von Freunden und Familie "abgedeckt" werden kann, und das dann viel nachhaltiger und stressfreier ist als die Zuneigung in einer Beziehung.
Ich kann nicht beurteilen wie der TS das empfindet, aber mir können Freunde und Familie bei weitem nicht das Maß und die Intensität von Zuneigung geben, alleine schon deshalb weil ich mir sehr schwer tue überhaupt emotionale Nähe zuzulassen.

Ich denke ich kann relativ gut nachvollziehen wie Du empfindest Vollmilchtraube, habe aber leider keinen Ratschlag für dich den dir andere nicht bereits gegeben haben :frown:
 

Benutzer164869  (26)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das ist doch ein interresanter Hinweis.
Könnte es sein, dass dein Bedürniss nach Zuneigung doch nicht etwas zu hoch ist?

Wie genau meinst das?

Hast Du denn eine Hypothese, warum es bisher nicht mit einer Beziehung geklappt hat?

Ich selbst tippe auf eine Mischung aus Pech, zu wenig Dates und Nervosität. Letzteres war allerdings nur bei manchen Dates ein Problem - auf denen hab ich mich dann total unwohl gefühlt und wusste einfach nicht, worüber ich mit der Frau reden soll. Ich glaube aber mittlerweile, dass das daran lagt, dass wir einfach nicht zusammengepasst haben und deswegen keine gemeinsamen Themen hatten.

Ich seh's schon fast kommen, dass gleich wieder jemand um die Ecke kommt und mir vorwirft, uneinsichtig zu sein, aber ansonsten denke ich tatsächlich, dass ich eigentlich nichts wirklich falsch gemacht habe, sondern dass ich einfach nur das Pech hatte, die falschen Frauen zu treffen oder Frauen unter den falschen Bedingungen kennenzulernen.

Aber obwohl ich glaube, dass es wohl einfach nur Pech war, schließe ich die Möglichkeit nicht aus, dass ich doch irgendetwas falsch gemacht habe. Und natürlich wächst dieser Zweifel mit jedem misslungen Date ein wenig.


Ich denke ich kann relativ gut nachvollziehen wie Du empfindest Vollmilchtraube, habe aber leider keinen Ratschlag für dich den dir andere nicht bereits gegeben haben :frown:

Trotzdem danke für deinen Post! Es tut auch ganz gut, mal zu lesen, dass hier jemand ähnlich empfunden hat wie ich und mich verstehen kann.
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Dieses sich immer wiederholende Mantra " Ohne Beziehung ist mein Leben wertlos", "ohne Freundin bin ich nichts."
[...]

Aber einem anderen die Last aufzubürden, der Sinn und die einzige Freude im Leben sein zu müssen , ist doch sehr unfair oder? [...]

Danke erst mal für deine lange Antwort, Carolinchen. Ich glaube aber, du verstehst da etwas falsch. Du hast jetzt wahrscheinlich das Bild von mir, dass ich als ewiger Trauerkloß durch die Welt laufe, ständig nur schlecht gelaunt und negativ bin, neuen Bekanntschaften direkt all meine tiefsten Sorgen und Ängste unter die Nase binde und diese überfordere. Dass ich kein eigenes Leben hätte und die gesamte Verantwortung für mein Glück jemand anderem aufladen will.

Aber das stimmt nicht, nichts davon. Ich gehe ganz bestimmt nicht mit meinen Ängsten hausieren, noch hänge ich an die große Glocke, dass ich mir so verzweifelt eine Freundin wünsche, geschweigedenn die Sache mit den Selbstmordgedanken. Davon erzähle ich niemandem, nicht mal meinen besten Freunden und schon gar nicht einer neuen Bekanntschaft. Ich bin ja nicht bescheuert, vor allem bei neuen Kontakten meide ich diese Themen und verstecke meine negativen Gefühle. Dieses Forum ist für mich eine Art Zuflucht, an der ich das rauslassen kann, was ich sonst niemals einer Menschenseele sagen würde, deshalb bekommt ihr auch hier ein Bild von mir zu sehen, das sonst niemand so kennt. Ich würde im echten Leben niemals zugeben, dass ich mich so fühle. Nicht nur, weil ich befürchte, dass man mich dann dafür verurteilt, sondern weil ich mir selbst gar nicht darüber im Klaren bin, was überhaupt mein verdammtes Problem ist.

Meine Laune ist nämlich absolut nicht konstant. Dass ich so in Selbstmitleid versinke und Trübsal blase, ist nicht die Regel, sondern eher meine "5 Minuten", die ich in letzter Zeit hin und wieder habe. An einem Tag geht es mir eigentlich ganz gut und am anderen Tag glaube ich zu erkennen, dass das Leben doch alles keinen Sinn macht und es mir scheißt geht. Ein paar Stunden später ist dann plötzlich wieder alles in Ordnung. Jetzt gerade fühlt es sich zum Beispiel wieder so an, als hätte ich gar kein Problem und als wäre es Schwachsinn gewesen, überhaupt diesen Thread zu erstellen.

Meine ganzen negativen Gedanken, die ich hier rausgelassen habe, fühlen sich nun plötzlich total überdramatisier an - als hätte ich mich nur in das ganze hineingesteigert. Aber im Grunde weiß ich nicht, ob nicht vielleicht doch was dran ist. Dass ich KEIN Problem habe, steht glaube ich außer Frage, sonst würde ich gar nicht auf solche Gedanken kommen und schon gar nicht plötzlich in Tränen ausbrechen. Nur ich weiß nicht, wie schlimm dieses Problem wirklich ist. Ob die Ansicht, die ich im Normalzustand habe, bei der ich zwar nicht glücklich, aber auch nicht unglücklich bin, oder meine verzweifelten Gedanken während meiner 5 Minuten eine realistischere Repräsentation davon sind, wie es wirklich in mir aussieht.

Darum stelle ich es mir im Moment auch schwierig vor, wieder zum Psychologen zu gehen. Ich suche zwar nach Psychologen und habe auch öfter das Gefühl, dass ich einen brauche, aber am nächsten Tag geht es mir dann plötzlich wieder "gut" und mir ist dann gar nicht danach, mit einem Psychologen zu reden. Vor sechs Stunden, als ich den Thread geschrieben habe, hätte ich zum Beispiel liebend gerne einen Psychologen gehabt, der mir zuhört, aber jetzt im Moment, nachdem meine 5 Minuten vorbei sind, hab ich überhaupt nicht mehr das Bedürfnis danach und wüsste auch nicht, was ich ihm sagen und wie er mir helfen soll. So Sachen wie die Selbstmordgedanken würde ich dort jetzt zum Beispiel gar nicht ansprechen, weil es sich im Moment einfach falsch und überdramatisiert anfühlt. Ich weiß nicht, wie sinnvoll eine Therapie im Moment wäre. Ich kann ja leider schlecht die Termine so legen, dass die gerade immer dann stattfinden, wenn es mir schlecht geht und ich überhaupt das Bedürfnis habe zu reden.




Gehst du mit so einer Einstellung an ein Date? Signalisierst Du ( vielleicht auch unbewusst ) durch Deine Körperhaltung, Deine Gesprächsthemen, Deine verkrampfte Art dem Mädel " Bitte, bitte, erlöse mich aus meinem Jammertal!" ?

Wenn Du das, was Du uns jetzt hier in epischer Breite erzählst , auch ausstrahlst, dann überrascht es mich keineswegs, dass die Mädels " plötzlich" so kalt werden und der Funke nicht überspringen will.


Auch wenn du es mir wahrscheinlich nicht glaubst, ich kann dir fast mit 100 %iger Sicherheit garantieren, dass ich das nicht ausstrahle. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch nicht verzweifelt oder bedürftig wirke. Ich laufe niemandem hinterher, ich klammere nicht, ich erdrücke sie nicht in Aufmerksamkeit, ich schreibe ihnen kaum und mache mein eigenes Ding. Wenn eine mich nicht will, reagiere ich auch nicht verzweifelt oder trotzig, geschweig denn bettel ich sie an, mir eine Chance zu geben oder sonst was, sondern ich nehme es mit Würde und versuche, Verständnis für sie zu haben.

Und wie gesagt, ich binde ganz sicher niemandem meine Probleme auf die Nase - schon gar nicht einer Frau, bei der ich mir damit alle Chancen von Anfang an kaputt machen kann. Nach außen hin wirke ich zumindest laut Aussagen von Freunden und Bekannten, als wäre ich glücklich und zufrieden mit meinem Leben.




Ein Mann der nur durch meine Liebe am Leben erhalten wird?
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Und ein Mann der mir beim ersten Kennenlernen signalisiert , dass sein Leben nichts ist, außer er hat eine Partnerschaft... da wäre ich noch schneller laufen.
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Weil ein Partner niemals der Retter sein kann oder sein sollte. Und man sollte ihn auch nicht in die Rolle des Erlösers drängen.
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Jeder Mensch ist für sein Leben und sein Glück verantwortlich. Ein Partner kann das eigene Leben und das Glück vollkommen machen aber ein zufriedenes und glückliches Leben anzustreben.. das sollte doch jeder selber tun oder ?
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Deine künftige Partnerin hat eine Aufgabe zu erfüllen, die eigentlich keiner leisten kann.
Dir einen Sinn im Leben zu geben.
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Drohst ihr vielleicht damit, Dich umzubringen? Nimm es mir nicht übel aber so häufig wie Du es im Thread schon angedeutet hast.. da kommt mir einfach der Gedanke.

Wie schon am Anfang gesagt, ich glaube, du verstehst da etwas falsch.

Es ist doch überhaupt nicht so, als hätte ich ein miserables, langweiliges Leben. Als hätte ich nichts im Leben außer ein klaffendes Loch, das ich mit einer Partnerin füllen will. Es ist nicht so, als würde ich mich gehen lassen, keine Freunde und Hobbies haben oder den ganzen Tag nur zu Hause hocken und vor mich hinvegetieren.

Wie gesagt, ich HABE mein eigenes Leben - und in dem fehlt eigentlich nichts. Ich sollte eigentlich glücklich sein. Ich habe alles, was man für ein gutes Leben braucht. Alles bis auf Liebe.

Ich erwarte nicht, dass eine Freundin plötzlich mein ganzes Leben auf den Kopf stellt und aktiv irgendetwas tut, um Verantwortung für mein Glück zu übernehmen. Ich würde eine Beziehung nicht zum Mittelpunkt meines Lebens machen, aber sie ist nun mal trotzdem ein TEIL meines Lebens, nach dem ich mich sehne. Aber wenn dieser Teil komplett fehlt, habe ich nun mal die ganze Zeit das Gefühl, dass mir zu meinem Glück noch etwas fehlt. Ich bin dann zwar - zumindest meistens - nicht todunglücklich und verzweifelt, aber glücklich und zufrieden fühle ich mich trotzdem nicht.
 
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Gast
Kurze Anmerkung, denn viele haben dir schon viele hilfreiche Tipps gegeben. Du hast die "klassischen" Ratschläge (sich selbst lieben, für sich selbst leben usw.) ja schon oft gehört, aber ich habe nicht das Gefühl, dass du wirklich verstehst, was das heißt.
Ich habe den Eindruck, dass du das als eine Art Instrument siehst, eine Methode, um das Ziel zu erreichen. Aber so läuft das nicht. Damit ist gemeint, dass man sich gedanklich weg von einer ach so tollen Beziehung bewegt. Dass man nicht in freudiger Erwartung an eine Beziehung nicht an eine Beziehung denkt. Du schreibst etwas von Ehrenamt. Warum machst du das? Um dich von Beziehungen abzulenken oder weil du das Ehrenamt machen willst? Mein Rat ist, dass du tust, was du willst...und das heißt nicht, dass du einen Tanzkurs belegen sollst, weil da so viele Frauen sind, sondern, dass du einen Tanzkurs belegen sollst, weil du Bock auf tanzen hast :zwinker:
 

Benutzer164869  (26)

Sorgt für Gesprächsstoff
Du schreibst etwas von Ehrenamt. Warum machst du das? Um dich von Beziehungen abzulenken oder weil du das Ehrenamt machen willst? Mein Rat ist, dass du tust, was du willst...

Genau das tu ich eigentlich auch. Es ist nicht so, als versuche ich mich seit Jahren permanent von einer Beziehung abzulenken und würde alles nur danach ausrichten.

Damit meinte ich eher die Sachen, die ich an mir selbst verbessert habe. Ich hab abgenommen, mir einen neuen Stil zugelegt und mein Selbstvertrauen trainiert zum Beispiel. Das alles hat mir zwar auch abseits von dem ganzen Beziehungskram geholfen und mein Leben verbessert, aber ich muss trotzdem zugegeben, dass ich das nicht für mich gemacht habe, sondern die Motivation, die mich angetrieben hat, immer der Gedanke war, dass ich endlich eine Freundin finde, wenn ich nur genug an mir arbeite und mich anstrenge.

Was meine Hobbies und Interessen angeht, trifft das aber überhaupt nicht zu. Da mache ich einfach, was mir Spaß macht, auch wenn ich einige ziemlich außergewöhnliche Hobbies habe, bei denen ich kaum bis gar keine Gelegenheit habe, Frauen kennenzulernen. Ich denke allerdings darüber nach, die Lücke in den nächsten sechs Monaten damit zu füllen, Vereine auszuprobieren und eine neue Sportart zu finden, die mir Spaß macht. Dabei geht es mir zwar auch drum, neue Leute und auch Freuen kennenzulernen, aber darauf liegt nicht mein Hauptaugenmerk und ich würde mir keinen Sport aussuchen, der mir nicht gefällt, nur weil man da viele Frauen kennenlernen kann - wie zum Beispiel Tanzen.
[doublepost=1489797889,1489792951][/doublepost] T To Zanarkand
Äh, und was genau siehst du daran anders?
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
T To Zanarkand
Äh, und was genau siehst du daran anders?
Du widersprichst dir selber. :jaa:
Erst heißt es:
Genau das tu ich eigentlich auch. Es ist nicht so, als versuche ich mich seit Jahren permanent von einer Beziehung abzulenken und würde alles nur danach ausrichten.
Ach ja? Gleich darauf heißt es:
Damit meinte ich eher die Sachen, die ich an mir selbst verbessert habe. Ich hab abgenommen, mir einen neuen Stil zugelegt und mein Selbstvertrauen trainiert zum Beispiel. Das alles hat mir zwar auch abseits von dem ganzen Beziehungskram geholfen und mein Leben verbessert, aber ich muss trotzdem zugegeben, dass ich das nicht für mich gemacht habe, sondern die Motivation, die mich angetrieben hat, immer der Gedanke war, dass ich endlich eine Freundin finde, wenn ich nur genug an mir arbeite und mich anstrenge.
Also doch :engel:
 

Benutzer164869  (26)

Sorgt für Gesprächsstoff
Na ja, das ist nicht wirklich ein Widerspruch.

void ray hat von meinem Ehrenamt gesprochen und gefragt, ob ich das nur machen würde, um mich von meiner fehlenden Beziehung abzulenken. Daraufhin habe ich geantwortet, dass ich nur das mache, was mir auch Spaß macht, wenn es um meine Hobbies und Interessen geht. Also dass ich nicht irgendein Ehrenamt, einen Sport oder ein Hobby ausüben würde, obwohl ich keinen Spaß daran habe, nur um das a ls Mittel zum Zweck zu verwenden.

Der zweite Absatz dreht sich aber um ein ganz anderes Thema: Wenn es um meine Arbeit an mir selbst und meine Charakterentwicklung geht, dann habe ich damit zugegebenermaßen nicht zum Spaß und auch nicht wirklich für mich selbst angefangen, sondern habe meine Motivation aus dem Wunsch nach einer Beziehung gezogen. Das ist allerdings was völlig anderes und ich denke mal, es wird den wenigsten Menschen Spaß machen, an sich zu arbeiten und sich zu bessern. Man macht das ja nicht zum Spaß, sondern um ein Ziel zu erreichen.

Aber abgesehen davon, hab ich in meinem ersten Absatz von der Gegenwart und in meinem letzten Absatz, in dem du den Widerspruch siehst, von der Vergangenheit geredet. Mittlerweile arbeite ich an mir, weil ich denke, dass es mir generell im Leben hilft und mich glücklicher machen wird, und nicht mehr, um anderen zu gefallen.

Also nein, ich widerspreche mir nicht. :engel:
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Du bist 21. Das kommt schon noch.
Wenn du die Frau triffst, die das alles ähnlich sieht und die deine Ansichten nicht auf Dauer total anstrengend findet (und die wird es geben), erledigt sich das von selbst.
Erzwingen kann man das allerdings nicht und beschleunigen zumeist auch nicht.
 

Benutzer15352 

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Also zuerst finde ich es nicht ungewöhnlich, mit 21 noch keine Beziehung gehabt zu haben, aber ich kann verstehen, dass du dir das sehr wünscht und deshalb traurig bist. Vom Lesen deiner Texte gewinne ich den Eindruck, dass du eigentlich ein recht intelligenter und sympatischer Mensch bist - das mit dem Alkohol und den Drogen würde ich allerdings ganz schnell lassen, man gerät schneller in eine Abhängigkeit als man denkt und dann wird es echt schwer, Mädels kennenzulernen :zwinker:.

Was genau unternimmst du denn, um Frauen kennenzulernen? Wie schaut es mit Speed Dating, Partnerbörsen, Apps & Co. aus? Hast du spezielle Ansprüche an eine potentielle Freundin (sowohl charakterlich als auch optisch)? Bist du jemand, der sich schnell verliebt oder warst du überhaupt schon mal verknallt?
 

Benutzer101356 

Meistens hier zu finden
Du hast vorhin geschrieben, dass hier eher Zielzustände als Ratschlag kamen, aber der Weg dahin nicht klar ist.
Ich zähle mal die Ratschläge auf, die ich bis jetzt bekommen habe:

1. Glück anders definieren und mich nicht so auf die Liebe fokusieren.
2. Das Leben aus einer anderen Perspektive sehen
3. Lernen, mich unabhängig von anderen zu machen und selbst zu leben
4. Eine andere Lebensphilosophie entwickeln
5. Meine damalige Beziehung nicht so romantisieren

-> Das sind alles sinnvolle und gut gemeinte Ratschläge, aber sie beschreiben leider alle mehr ein Ziel als einen Weg. Natürlich wäre es hilfreich, wenn ich meine Defintion vom Glück ändern und mich weniger auf die Liebe fokusieren könnte. Aber das ist das Ziel. Was ist der Weg? Wie soll ich dorthin kommen? Es geht leider nicht so einfach, dass ich auf Knopfdruck meine Gefühle und meine Ansichten ändern kann.

Das sind aus meiner Sicht alles Dinge, die du selbst über Reflektion, deine Gedanken und Einstellungen steuern kannst. Nicht von heute auf morgen, aber grundsätzlich schon. Das sind aber zum Teil größere Einstellungsänderungen dabei, die nicht einfach so von alleine passieren werden - das ist Arbeit.

Du klingst ja grundsätzlich reflektiert - gut! Nur kann man sich trotzdem in eine falsche Ecke reflektieren. Hab ich selbst auch durch - ich war mir ganz sicher, dass ich ganz genau weiß, wie ich über eine bestimmte Sache denke und damit umgehen muss. Wenn mich Freunde/Familie darauf angesprochen haben, ob ich mir sicher bin mit meiner Richtung - kurz überlegt, aber "ne, die wissen ja nicht wirklich, was ich will, ich weiß das von mir selbst eh besser", und abgehakt. Bis ich volle Kanne so gegen die Wand gelaufen bin, dass ich fast ein Jahr gebraucht habe, wieder auf Spur zu kommen. Im Nachhinein, nach vielem Aufarbeiten von Gedanken "wie zur Hölle konnte ich mich selbst so täuschen, so belügen", bin ich schlauer. Zumindest um die Einsicht (vielleicht sogar Demut), dass man noch so sehr glauben kann, man hätte alles durchschaut - man kann trotzdem daneben liegen.

Wenn du das für dich annimmst, machst du einen Perspektivenwechsel erst möglich. Nur weil du die letzten Jahre hin und her überlegt hast, was du zum Glücklichsein brauchst, und immer wieder bei "eine Beziehung!" raus kommst, muss das noch nicht die Wahrheit sein.

Natürlich kannst du den Wunsch nach einer Beziehung haben; natürlich kann man die Wahrscheinlichkeit, den passenden Partner zu treffen, durch bestimmte Handlungen erhöhen - es ist trotzdem ein gutes Stück Zufall und Glück dabei. Daran solltest du nicht verzweifeln, aber an einer Gelassenheit, einem in sich Ruhen arbeiten. Manchmal muss man Dingen einfach ihren Lauf lassen, weil du sie eh nicht (vollständig) kontrollieren kannst - wenn man es aber dennoch versucht, reibt man sich daran nur auf.

Zum Wie komme ich gleich, noch ein Beispiel, was ich meine:
Du möchtest im Urlaub schönes Wetter haben. Also suchst du dir eine Jahreszeit zum Verreisen aus mit normalerweise schönem Wetter. Es läuft aber nicht wie geplant, ausgerechnet dieses Jahr ist es total verregnet und kalt. Jetzt könntest du alles ganz schrecklich finden und dich ärgern, weil du nicht wie ursprünglich gewünscht den ganzen Tag am Strand liegen kannst. Oder du schaust, was du noch daraus machen kannst - vielleicht ein Ausflug in eine nahe Stadt, der auch bei Regen ok ist?

Mein Ansatz bei solchen Situationen ist immer: Wenn du es nicht ändern kannst, ärgere dich nicht drüber. Eventuell kannst du noch was für die Zukunft lernen, aber wenn es wirklich nur Pech war - ok, ist halt so, abhaken. Wenn ich nicht nur meinen Sonnenurlaub nicht kriege, sondern auch noch dauernd verärgert bin (zwischendurch kann es einen ja noch nerven), habe ich nichts gewonnen. So kann ich zumindest noch etwas aus dem Urlaub mitnehmen. Die Situation kann ich nicht immer bestimmen, aber oft meinen Blick darauf.

Zum Wie (für mich zumindest):
1) In Frage stellen: Denkmuster ändern sich, wenn man zuerst mal offen dafür ist, sie zu hinterfragen und ggf. aufzugeben.

2) Recherchieren: Dann habe ich versucht, andere Ansätze kennenzulernen und zu verstehen. Wie könnte man eine Situation noch betrachten? Welche Lebensphilosophien gibt es? Wie denken andere Leute darüber? Ich sehe, dass der eine Freund immer gelassen ist - was läuft in einer Stressituation innerlich bei ihm ab? Solche Infos zu kriegen ist nicht einfach, gerade weil vielen Leute das Wirken ihrer Einstellungen nicht bewusst ist, und auch weil man selbst es oft nicht versteht (zumindest am Anfang).

3) Material sichten und analysieren: Du hast andere Sichtweisen kennengelernt - was kannst (willst) du auf dich übertragen? Oder zumindest ausprobieren? Wie kommst du dort hin? Ich z.B. habe erkannt, dass ich sehr streng zu mir war und immer alles in Perfektion von mir erwartet habe, und außerdem mich schnell für das Gelingen von Dingen verantwortlich fühle, die eigentlich gar nicht mein Problem sind. Ich habe mich dann über Fragen rangetastet: Erwarten andere tatsächlich aus so viel von mir? Nein. Ist es schlimm, wenn bestimmte Sachen nur zu 80% erfüllt sind? Nein. Ist es mein Problem, wenn Person x Sache y nicht schafft? Nur, wenn ich es zu meinem Problem mache. Etc.

4) Neue Denkmuster üben: In kleinen Schritten ausprobieren, geduldig mit sich selbst sein. Ich habe mir immer wieder bewusst gemacht, dass Sache y nicht meine Verantwortung ist und mich gezwungen, die Finger davon zu lassen. Wenn ich gemerkt habe, dass ich mir wieder anderer Leute Aufgaben ans Bein binden wollte - stoppen, hinterfragen "ist das tatsächlich mein Problem?", Schritt zurück. Man gewöhnt sich dran - in vielen Situationen bin ich inzwischen viel entspannter, ohne dass ich noch aktiv über meine "neuen" Denkmuster nachdenken muss.


Jetzt zu dir: Mein Eindruck ist, dass dein Denken ungefähr so abläuft (etwas überspitzt): "Ich bin so unglücklich - hätte ich eine Beziehung, würden sich alle Probleme lösen. Kann auch eine schlechte Beziehung sein, Hauptsache irgendeine. Allein darauf hat die Arbeit an mir ja in den letzten Jahren abgezielt. Wenn ich jetzt mal ein Date habe, muss ich mich gut verkaufen, irgendein Mädel muss mich wollen, und zwar bitte sofort - und wenn nicht, beweist es nur wieder, dass mein Liebesleben nie existent sein wird."
Siehe folgende Zitate:

Wenn ich Frauen unter vier Augen kennenlerne, bin ich zwar nicht total verkrampft, aber schon nervös und habe auch nicht wirklich Spaß am Treffen, weil ich das Gefühl habe, permanent unter Druck zu stehen und besonders interessant oder lustig sein zu müssen.

Und du hast recht, vielleicht ist es etwas übertrieben, schon ab meinem 12. Lebensjahr zu zählen, aber zumindest die letzten sechs Jahre dreht sich mein Leben eigentlich nur um ein einziges Ziel: Besser zu werden (mehr Selbstvertrauen, besser aussehen etc.), nur um "wertvoll" und "liebenswert" genug zu werden, um endlich eine Freundin zu finden. Und die ersten 4-5 Jahre lief das gar nicht bewusst ab. Dass das die ganze Zeit man Ziel war, ist mir erst seit Kurzem klar geworden.

Mittlerweile habe ich Angst vor Dates. Ich habe Angst, dass ich am Ende wieder nur einen Korb bekomme, dieser Korb meine Hoffnungen zunichtemacht und ich irgendwann, sobald ich nur genug Körbe gesammtel habe, komplett die Hoffnung verliere und dann keinen Lebenswillen mehr habe. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich diese Angst oder diese Blockade bekämpfen soll. Am Anfang war sie noch nicht so schlimm, aber mit jedem Korb wurde sie schlimmer, also bin ich mir fast sicher, dass sie auch in Zukunft durch jede Ablehnung schlimmer werden wird.

Wie gesagt, ich habe regelrecht Panik vor Dates. Natürlich könnte es sein, dass noch mehr Körbe und Ablehnung genau das richtige Mittel wären, um mich dazu zu bringen, meine Lage einfach zu akzeptieren und mich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren. Die andere Möglichkeit wäre aber, dass es nicht so ist und dass ich, sobald ich eine gewisse Anzahl von Körben bekommen habe, vollkommen verzweifle und daran kaputtgehe. Ich denke, ich muss erst mal an meinem Problem und auch meiner Angst vor Dates arbeiten, bevor ich überhaupt seelisch bereit dazu wäre. Ich glaube nicht, dass ich in meinem aktuellen verbissenen Zustand einfach akzeptieren könnte, dass es nichts wird, sondern dass das alles nur noch viel schlimmer machen würde.

Für mich klingt das alles danach, als fühlst du dich einem einseitigen Bewerbungsprozess ausgesetzt - praktisch das Klischee der Königin, die über Leben und Tod des Bauern entscheidet. Dates (oder der Kennenlernprozess allgemein) sollten doch auf Augenhöhe stattfinden. Man lernt sich kennen, schaut ob man sich mag - nur, wenn beide sich wieder (und wieder) sehen wollen, wird daraus was. Bei dir hat man aber den Eindruck, dass du nicht dein Gegenüber "prüfst", ob sie zu dir passt - sondern die Devise gilt "weiblich, trifft sich unter vier Augen mit mir - Check, die muss ich jetzt von mir überzeugen". Nervosität ist normal - aber klar, dass das dich stresst.

Ich selbst tippe auf eine Mischung aus Pech, zu wenig Dates und Nervosität. Letzteres war allerdings nur bei manchen Dates ein Problem - auf denen hab ich mich dann total unwohl gefühlt und wusste einfach nicht, worüber ich mit der Frau reden soll. Ich glaube aber mittlerweile, dass das daran lagt, dass wir einfach nicht zusammengepasst haben und deswegen keine gemeinsamen Themen hatten.

Hier klingt doch schon ein guter Ansatz durch: Pech (oder lass sagen, Zufall), zu wenig Dates und Nervosität.

1) Zufall: Wie hoch schätzt du die Chance ein, dass du, wenn du nach kurzem Kennen ein Date ausmachst, richtig liegst mit "Das ist sie!"? Ich meine, Leute trennen sich nach einigen Beziehungsjahren weil sie mit der Zeit erkannt haben, dass der Partner doch nicht so gut passt. Nicht jede Person, die man kennenlernt, wird ein guter Freund - passt halt nicht bei allen. Viele Menschen haben an Partner noch etwas höhere Ansprüche als an Freunde, weil mehr passen soll - passt erst Recht nicht mit allen. Wie beim Urlaubsbeispiel vorhin - du kannst versuchen, gute Voraussetzung zu schaffen (Reisezeit, bzw. die folgenden Punkte), aber das garantiert nicht das Gelingen. Wenn du hier mehr Gelassenheit entwickelst, kannst du vielleicht entspannter an solche Situation herangehen. Ja, natürlich kann es theoretisch das erste Date mit deiner großen Liebe sein - aber mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ist es das nicht. Das ist nicht schlimm, denn du solltest immer wieder Leute kennenlernen - aber es nimmt den Druck, dass es diese eine Situation ist, die über dein Leben entscheidet.
Und ja, auch wenn du das sicher nicht hören willst: Du bist noch jung. Die Wahrscheinlichkeit, dass einfach die passende noch nicht dabei war, ist hoch.

2) zu wenig Dates: Schließt sich an den Punkt zuvor an, hier kannst du aber aktiv was ändern und offen dafür sein, Leute kennenzulernen. Hier sollst du nicht wahllos sein (siehe nächster Punkt), aber du kannst dem Zufall die Tür öffnen.

3) Nervosität: wie oben geschrieben, Nervosität ist normal, dass man einen guten Eindruck machen will, auch. Aber du bist kein Bittsteller, über den einseitig entschieden wird. Du suchst doch auch nach jemand passendem. Irgendwo hast du es zwar mal so formuliert, dass es dir eher egal wäre/du nicht so wählerisch wärst, aber gleich danach kam die Aussage, dass die Person dich menschlich interessieren sollte. Auch im Zitat oben: du hast dich unwohl gefühlt, ihr hattet nichts zu reden, es hat nicht gepasst. Das heißt, auch du würdest nicht jede nehmen - auch du hast Kriterien, die eine potentielle Freundin erfüllen sollte. Wenn du eine Freundin "abbekommen" würdest, mit der du nichts zu reden hast, die dich schnell nervt oder langweilt - das würde dich doch auch nicht glücklich machen, oder? Ich glaube, die meisten Menschen möchten einen Partner, mit dem sie gerne Zeit verbringen. Irgendwie fandest du die Person interessant, hast näher hingeschaut, hat doch nicht gepasst. Kein Drama.
Dates/Kennenlernen hat nicht nur die zwei möglichen Ergebnisse "sie will dich nicht, du hast einen Korb bekommen, du bist gescheitert" und "sie will dich, du hast eine Beziehung, Sieg". Du bist ebenso zu 50% in der Entscheidung involviert, wie es nach einem Treffen weitergeht - ohne deine Hälfte der Zustimmung kommt es auch nicht zu einem weiteren Treffen. Du solltest also von der Idee wegkommen, dass du (angeblich) nicht wählerisch bist (sein kannst) und deswegen die nächstbeste von dir überzeugen musst. Such auf Augenhöhe nach einem passenden Gegenüber - dann bist du sicher immer noch nervös, aber kein gestresster Bittsteller.

Ich hoffe, dieser Roman kann dir paar Denkanstöße liefern. :smile:
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Vorweg: ich finde, du hast eine total angenehme “Schreibe“ :smile: Liest sich echt gut.
Außerdem scheinst du ein sympathischer und ziemlich interessanter Mensch zu sein und reifer, als viele andere junge Männer in deinem Alter, so von dem her, was man hier liest :smile:


Über die Jahre bin ich zu der Erkenntnise gekommen, dass ich in einer Beziehung generell glücklicher wäre, als ich es als Single bin.
[...]Lieber führe ich eine schlechte Beziehung und habe dabei zumindest das Gefühl, geliebt zu werden, als single zu sein und dabei stets einsam und ungeliebt zu sein.


Ich glaube auch, dass du so denkst, weil du deine kurze Teenager-Beziehung überromantisierst und überidealisierst. Ich würde vermuten, dass es vor allem daher stammt:
Und zusammengefasst lief mein Leben zu dieser Zeit auch abgesehen von der Beziehung ziemlich scheiße.
Es ging dir sehr mies, und plötzlich ging dein Traum, eine Beziehung zu haben und von einem Mädchen geliebt zu werden, in Erfüllung. Das hat sich sicherlich sehr gut angefühlt und dir allein schon deswegen ein tolles Gefühl gegeben, weil damals so vieles so scheiße war.
Ich würde es auch nicht ausschließen, dass du auch deshalb noch immer denkst, dass eine schlechte Beziehung dich glücklicher machen würde, als Single zu sein.


Du wirkst auf mich wie jemand, der ein tolles und erfüllendes Leben hat, der viel Spaß an seinem Leben hat und abgesehen davon, dass er bisher keine Freundin hat, glücklich ist mit seinem Leben. Du schreibst ja selbst, dass es dir gut geht und du zufrieden bist.
Ich bin zufrieden mit mir selbst. Ich bin zufrieden mit meinem Leben.
Ich glaube, du hast ein glücklicheres Leben, als du selbst es bisher wirklich realisierst. Als wäre es für dich rational betrachtet ein tolles Leben, aber emotional ist es noch nicht ganz zu dir durchgedrungen, dass du es richtig toll hast. Vielleicht, weil es wie du schreibst, viel Arbeit für dich war, deinen jetzigen Stand zu erreichen, und du es deswegen noch nicht so siehst/sehen kannst.
Ich glaube, dass deine Freunde dein Glück nicht nur sehen, weil sie nicht exakt wissen, wie groß dein Wunsch nach einer tollen Beziehung ist, sondern weil du glücklicher und zufriedener mit deinem Leben bist, als du es selbst wahr nimmst.

Ich denke, du solltest es akzeptieren, dass der Wunsch nach einer tollen Beziehung noch nicht in Erfüllung gegangen ist. Es wird dir sicher eine tolle Partnerin über den Weg laufen. Bei einigen dauert es einfach länger, und das heißt nicht, dass diese Menschen es nicht wert wären oder nicht liebenswert wären.
Du bist erst 21 und hast noch so viel Leben vor dir. Es ist total normal, in deinem Alter noch nicht “die Eine“ gefunden zu haben und vor allem normaler, als man selbst als “Betroffener“ glaubt, dass man in deinem Alter noch keine Beziehung gehabt hat. Es gibt viel mehr Menschen, denen es so geht, als man allgemein wahr nimmt. Mein Freund hat mit mir seine erste Freundin gefunden, als er 30 wurde, wir sind glücklich miteinander und wollen eine Familie gründen. Mein Lieblings-Ex hatte mit Anfang 20 auch noch keine Beziehung. Ein sehr guter Freund von mir ist mittlerweile Mitte 20 und hatte auch noch keine Beziehung. Alle drei wunderbare Menschen, die einfach das Pech hatten, dass ihnen lange Zeit keine Person über den Weg lief, mit der es passte. Bei manchen Menschen dauert es einfach länger, bis der passende Partner ins Leben tritt.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
V Vollmilchtraube . Bei Deinen Ausführungen gibt es etwas, was ich persönlich nicht so ganz auf die Reihe bekomme. Wo ich mir einfach kein Bild von Dir machen kann, obwohl Du hier ja unglaublich viel von dir preis gibst.

Einerseits zeichnest Du ein unheimlich idealisiertes, romantisches Bild von "Beziehung" und "Liebe". Liebe als Lebenssinn und Lebenszweck. Das wirkt auf mich wie jugendlicher "Sturm und Drang'. So habe ich mit 21 Jahren durchaus auch empfunden....und ich habe mich auch hin und wieder mit Alkohol etc. aus Verzweiflung - sprich Liebeskummer - abgeschossen.

Was ich aber nicht aus deinen unheimlich reflektierten und präzise formulierten Beiträgen herauslese: Eine dementsprechende "jugendliche Leidenschaft". Das wirkt für mich eher wie eine Herangehensweise einer Person, die deutlich älter ist.

Du schreibst so gut wie nichts über bestimmte Mãdels, über "Verknalltheit", Zurückweisungen, Hoffnungen...also konkrete weibliche Wesen, die Emotionen bei dir ausgelöst haben, selbst wenn es am Ende immer Trauer, Enttäuschung etc. war.
Vielleicht bin ich mit meinen Ü40 zu weit von heutigen 21jährigen entfernt. Aber auf mich wirkt das nicht, wie ich es von 21jährigen erwarten würde, sondern viel "älter"...und vielleicht spüren die Mädels, die du datest, das irgendwie...
 
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Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hatte über diese Möglichkeit schon mit meinem ehemaligen Psychologen geredet und dieser war sich auch nicht sicher, ob das in meinem Fall nicht ganz böse nach hinten losgehen kann. Wie gesagt, ich habe regelrecht Panik vor Dates. Natürlich könnte es sein, dass noch mehr Körbe und Ablehnung genau das richtige Mittel wären, um mich dazu zu bringen, meine Lage einfach zu akzeptieren und mich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren. Die andere Möglichkeit wäre aber, dass es nicht so ist und dass ich, sobald ich eine gewisse Anzahl von Körben bekommen habe, vollkommen verzweifle und daran kaputtgehe.
Und natürlich wächst dieser Zweifel mit jedem misslungen Date ein wenig.
Ich würde noch eine andere Sichtweise vorschlagen.

Dein Ziel ist letztendlich natürlich, eine Beziehung zu haben. Ich halte die Vorstellungen und Erwartungen, die du mit einer Beziehung verbindest, zwar auch für unrealistisch und ungesund, aber ich kann auch verstehen, dass man so empfindet, wenn man noch keine Beziehung hatte.

Dieses Ziel wirst du wohl erst einmal nicht einfach so ablegen können. Aber wie wäre es, wenn du mehr in der Richtung "der Weg ist das Ziel" denken würdest?

Hab Dates, weil du gerne Dates haben willst. Lern Frauen kennen und triff dich mit Frauen, um für den Moment Spaß zu haben und etwas zu lernen – egal, was dabei herauskommt.
Finde heraus, welche Gesprächsthemen dir mit Mädels Spaß machen; welche Aktivitäten du gerne mit ihnen unternimmst; wie du gerne flirtest; was dir wichtig ist bei einer Frau. Gib ruhig auch mal denen eine Chance, bei denen du nicht von Anfang an hin und weg bist. Sieh es weniger als etwas, was dich zu deinem Ziel führen muss, sondern als etwas, was dir und der jeweiligen Frau Spaß machen soll und bei dem du etwas lernen kannst.

Ich sehe ansonsten nämlich die Gefahr: Je weniger Dates du mit ausgewählteren Frauen hast, desto schlimmer wird jeder einzelne Korb. Desto mehr Erwartungen wirst du an das einzelne Date haben, desto höher wird der Druck sein, desto nervöser wirst du sein, desto größer wird die Enttäuschung sein, wenn es dann bei dem einem Date, das du im Jahr hast, mal wieder nicht geklappt hat. Ein Teufelskreis.

Daher schließe ich mich der Frage an, wie du bisher Frauen kennengelernt hast und würde dir vorschlagen, da noch mehr herauszuholen. Nach deinen eigenen Beschreibungen machst du auf mich einen ganz interessanten Eindruck, ich bin sicher, da ist noch mehr drin als 2 Dates pro Jahr.

Wenn du es dann noch schaffst, eine unverkrampftere und lockerere Einstellung gegenüber Dates zu entwickeln und beim zweiten, dritten, vierten Date merkst, dass du einfach gerade Spaß hast, dann bist du auf einem guten Weg.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich erzähle euch, dass ich schon alles durchdacht habe? Ja, richtig, weil ich es habe.
...und das ist doch das Problem oder?
Den Satz wollte ich rauskitzeln. Der sagt nämlich aus, dass du an diesem Punkt nicht daran glaubst, dass es eine Möglichkeit zur Besserung / Veränderung gibt.

Dass du also diesen Thread aufmachst, würde dem also wiederum widersprechen. Und das zieht sich durch alle deine Beiträge. Subtile Unstimmigkeiten. Du legst dich nie fest. Du schreibst von Selbstmordgedanken, aber nie so konkret, dass es mit irgendwas zusammenhängt.

Ich halte dich durchaus für sehr intelligent. Du gehst aber eben von festgelegten Thesen aus und denkst erst ab da logisch weiter. Wenn es widersprüche gibt, werden die quasi pattgebügelt.

Butter bei die Fische: Wenn du alles durchdacht hast. Wenn du alle Ergebnisse kennst. Wenn du weitaus intelligenter als ich jetzt oder ich mit 21 Jahren bist. Was willst du konkret?
 

Benutzer15049  (35)

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Aber das stimmt nicht, nichts davon. Ich gehe ganz bestimmt nicht mit meinen Ängsten hausieren, noch hänge ich an die große Glocke, dass ich mir so verzweifelt eine Freundin wünsche, geschweigedenn die Sache mit den Selbstmordgedanken. Davon erzähle ich niemandem, nicht mal meinen besten Freunden und schon gar nicht einer neuen Bekanntschaft. Ich bin ja nicht bescheuert, vor allem bei neuen Kontakten meide ich diese Themen und verstecke meine negativen Gefühle. Dieses Forum ist für mich eine Art Zuflucht, an der ich das rauslassen kann, was ich sonst niemals einer Menschenseele sagen würde, deshalb bekommt ihr auch hier ein Bild von mir zu sehen, das sonst niemand so kennt. Ich würde im echten Leben niemals zugeben, dass ich mich so fühle. Nicht nur, weil ich befürchte, dass man mich dann dafür verurteilt, sondern weil ich mir selbst gar nicht darüber im Klaren bin, was überhaupt mein verdammtes Problem ist.




Auch wenn du es mir wahrscheinlich nicht glaubst, ich kann dir fast mit 100 %iger Sicherheit garantieren, dass ich das nicht ausstrahle. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch nicht verzweifelt oder bedürftig wirke. Ich laufe niemandem hinterher, ich klammere nicht, ich erdrücke sie nicht in Aufmerksamkeit, ich schreibe ihnen kaum und mache mein eigenes Ding. Wenn eine mich nicht will, reagiere ich auch nicht verzweifelt oder trotzig, geschweig denn bettel ich sie an, mir eine Chance zu geben oder sonst was, sondern ich nehme es mit Würde und versuche, Verständnis für sie zu haben.

Könnte mir auch vorstellen, dass du aufgrund des Fettmarkierten eher unnahbar und unecht rüberkommst. Wenn du die ganze Zeit was vorspielst merken das die Leute auch, ob du dir das vorstellen kannst oder nicht.
Wenn du dann noch Menschen, an denen du tendenziell interessiert bist "nicht hinterherrennst" (was du natürlich nicht tun solltest) kommt es ja vielleicht so rüber als hättest du garkein Interesse.
Im allgemeinen habe ich den Eindruck, dass du eben nicht ganz du selbst bist und du dir damit selbst auch Steine in den Weg legst, ohne es zu merken.
 
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