Gesundheit Das Rauchen aufgegeben

Benutzer98113 

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Liebe Leute,

heute ist ein historischer Tag. Um kurz nach 8 stand ich am Bahnhof um zur Arbeit zu fahren. Das neue Päckchen rote Gauloises hatte ich gerade gekauft und zog an der dritten Zigarette an diesem Morgen. Am Vorabend hatte ich noch darüber nachgedacht, doch mal einen Tag zu reduzieren, mal nicht zu rauchen. Tja, und keine Stunde nach dem Aufstehen war dieser Vorsatz vergessen und ich wieder 5,20€ los.

Ich nahm das Päckchen und das Feuerzeug und schmiss beides in den Müll. Ich will endlich aufhören zu rauchen. Ich habe keine Lust mehr auf diesen scheiß Husten, die leichten Schmerzen im Hals jeden Morgen, die mich jeden Tag begrüßen. Ich will nicht mehr ständig Kaugummis kauen und mir die Hände waschen, weil ich schon eine kleine Paranoia entwickelt habe, ich würde riechen.

Ich habe auch keine Lust mehr, jede Woche über 20€, manchmal sogar wesentlich mehr einfach anzuzünden. Ich will wieder mehr Sport machen, bin immer gerne joggen gegangen oder schwimmen. Ich hasse es, dass mir die Zigaretten zum Teil Tagesabläufe diktieren, dass ich immer nochmal schnell zum Kiosk musste, um mir was zu kaufen. Welch' eine Panik, wenn an einem Ort mal kein Automat war und die Läden schon zu hatten.

Wer von euch hat schon aufgehört? Wer will jetzt mit mir aufhören? Ich würde mich über Unterstützung freuen. Es sind jetzt gleich fast 2 Stunden ohne Zigarette und ich merke den Suchtdruck. Hier im Büro kann ich nicht mal eben schnell weg, aber ich muss standhaft bleiben um keinen Kollegen anzuschnorren.

LG
HansCastorp
 

Benutzer138371  (41)

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Ich rauche zwar nicht, aber gibts da nicht die Kaugummis, oder die Pflaster? Oder diese Sprays?
 

Benutzer98113 

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Die habe ich mir als Möglichkeit offen gelassen, will aber die ersten Tage so durchkommen. Ich denke, den körperlichen Entzug hat man nach ein paar Tagen geschafft, die psychische Abhängigkeit ist das größere Problem.
 

Benutzer138371  (41)

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Da musst einfach deinen inneren Schweinehund bei den Ohren packen..

Nimm das Geld, das du täglich verraucht hast, und wirfs in eine Sparkasse.... da freust dich dann jeden Tag, und am Schluss kommt was zusammen, und du kannst dir was gönnen :zwinker:
 

Benutzer38494 

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nach mehr als 30 jahre rauchen, habe ich vor über 1,5 jahren die letzte zigarette geraucht.
es ist gerade am anfang ein schwerer weg, den jeder selbst gehen muss.

der eine hört auf indem er von jetzt auf sofort alles wegschmeisst und das funktioniert bei ihm .... ich habe mir für meine entwöhnung und für die wieder umprogrammierung in meinem hirn ohne zigarette leben zu können, ganz bewusst sehr viel zeit gelassen.

im laufe der jahre wird es ja ein ritualrauchen.

es gibt bestimmte zigaretten.
die morgenzigarette, die belohnungszigarette, die geselligkeitszigarette, die nachtischzigarette ...
das muss erst aus dem hirn raus und ich fing an ersteinmal bewusster zu rauchen und mich öfters zu fragen, ob ich denn DIESE zigarette jetzt wirklich rauchen MUSS oder ob ich darauf locker verzichten kann.
sehr schnell merkt man, das viele zigaretten dann einfach gar nicht mehr geraucht werden (müssen).

2-3 monate vor der letzten zigarette bin ich dann angefangen die erste zigarette am tag weg zu lassen.
also nicht mehr wie gewohnt die tasse kaffee mit zigarette zu verbringen, sondern einfach nur kaffee zu trinken.
erst kam dann die zigarette NACH dem kaffee ... später dann wurde die erste zigarette erst gegen mittag geraucht .... bis ich irgendwann mal die erste zigarette erst um 18 uhr geraucht habe.

ich habe mich nie unter druck gesetzt.
manchmal sogar einen ganzen tag gar nicht geraucht und dann tags drauf erst gegen 18 uhr meine erste zigarette des tages gequalmt.

irgendwann mal war der tag gekommen, an dem ich dann abends überlegt habe, ob ich jetzt die erste zigarette des (zweiten) tages rauche, oder ob jetzt der moment des entgültigen aufhörens gekommen ist .... und ich hatte mich für letzteres entschieden.

meine zigaretten habe ich ganz bewusst NICHT weggeworfen.
bin sogar weiterhin täglich wie sonst auch mit zigaretten und feuerzeug aus dem haus, um mir selbst klar zu machen, das ich ja jederzeit könnte, ich aber eben nicht muss.
das ich stärker bin als eine sucht oder angewohnheit.

die ersten wochen waren dann schwer, als es (am tag 2 eher zufällig) eine einladung zum grillen gab, mit bier und geselligkeit.
aber auch das hab ich im beisein mit zigaretten in der hemdtasche überstanden.

jeder muss wie gesagt selbst seinen weg finden.

abraten würde ich von nikotinpflaster, kaugummis etc.
das ist in meinen augen nur reine geldmacherei wie jede diätpille.

ansonsten kann ich (aufgrund von erfahrungen anderer ex-raucher) einen entwöhnungskurs der krankenkasse empfehlen.

viel erfolg beim durchhalten. :smile:
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Off-Topic:
Nimm das Geld, das du täglich verraucht hast, und wirfs in eine Sparkasse.... da freust dich dann jeden Tag, und am Schluss kommt was zusammen, und du kannst dir was gönnen :zwinker:
smile ... meine frau hat sich von dem geld nach einem jahr nen guten flachbild-fernseher gekauft. :grin:
 

Benutzer98113 

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Hallo haarefan,

ich merke, wie stark ich bestimmte, vor allem entspannte Situationen wie Pausen, Treffen mit Freunden im Café etc. total mit Zigaretten verbinde. Wenn ich im Sommer mit Freunden draußen saß und wir uns stundenlang unterhalten haben, hat jeder auch seine Schachtel ausgeraucht.
Diese Verbindung ist so fest in meinem Kopf.

Respekt für deinen Willenskraft, ich weiß, dass ich keine Zigaretten bei mir haben könnte, ohne sie zu rauchen.
 

Benutzer123421  (31)

Sehr bekannt hier
Immer wenn du bock auf eine Zigarette hast mach 5-10 Liegestütze! :grin:
Dann machst du Sport und hörst auf zu rauchen. :grin:

Einfach sagen mein Leben meine Entscheidung und ich lass mir doch von einer Zigarette nichts vorschreiben!
 

Benutzer150194 

Ist noch neu hier
Du hast Dein gehirn darauf trainiert in bestimmten Situationen zur Zigarette zu greifen, weil damit eine Belohnung verbunden ist.

Du willst Nichttraucher werden? Geh den umgekehrten Weg.
Finde heraus welche Situationen in Dir das Verlangen nach einer Zigarette wecken. Mache Dir das Verlangen bewußt und entscheide Dich mit Willenskraft dagegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe es schon drei mal geschafft aufzuhören.

Das erste Mal ohne Hilfsmittel - war echt ne Katastrophe, ich hatte eine solch miese Laune und habe selbst mit der Mücke an der Wand Streit angefangen - ich hatte ständig Hunger (und war schon um sieben morgens am essen, davor frühestens am Nachmittag), hab 15 Kilo zugenommen innerhalb kürzester Zeit und nach 8 Wochen fing ich wieder an. Ich liebe rauchen ...

Die zwei weiteren Male habe ich Nikotinpflaster zur Hilfe genommen - und fand es tausendmal leichter - so gut wie keine Probleme - außer dem Appetit und natürlich entsprechender Gewichtszunahme von rund 10 Kilo. Habe beide Male nach drei bis vier Jahren freiwillig wieder angefangen - nicht aus Sucht, sondern weil ich wirklich gerne rauche.

Wenn ich rauche, rauche ich relativ viel, ca. 30-40 Zigaretten täglich. Die Nikotinpflaster halfen mir enorm - gab meinem Körper was er wollte und ich hatte Zeit mir die Rituale des Rauchens und die mentale Abhängigkeit abzugewöhnen. Die Pflaster nahm ich in abnehmender Stärke ca. 6-8 Wochen.

Ich vertrug die Pflaster hervorragend - leider gibts aber auch Menschen, die bekommen davon fürchterlichen Ausschlag - sollte man also erstmal testen, bevor man sich eine ganze "Kur" kauft.
 

Benutzer98113 

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Ich merke immer stärker, welche Denkmuster sich bei mir eingespielt haben. Habe ich gerade eine Zigarette geraucht, dann der Gedanke ich könnte ja aufhören. Wahrscheinlich konnte ich mir so auch einreden, ich wäre ja nicht süchtig. Wenn ich dann längere Zeit (lass es 2 Stunden sein) nicht geraucht habe, kommen direkt all die Vorzüge der Zigarette wieder in meinen Sinn.
Irgendetwas in mir wehrt sich dagegen, Nichtraucher zu sein. Von meinen letzten Versuchen weiß ich, dass ich nicht an die Decke gehe, sondern vor allem einfach diese Schmacht verspüre. Es sind jetzt 3 Stunden seit der letzten Zigarette.
 

Benutzer123421  (31)

Sehr bekannt hier
Das Problem ist wenn du anfängst drüber nach zu denken. Du musst dich dann immer ablenken oder schlechte Gedanken über die Zigarette haben. Fängst du erst mal an sie die schön zu reden hast du die schneller wieder im Mund als du Amen sagen kannst. :grin:
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ich finde es super, dass du aufhören willst/heut aufgehört hast :smile:

Weiter so!

Denke, dass mit den (vermeintlichen) Vorzügen einer Zigarette "jetzt gerade" wird davon stammen, dass du Entzug merkst und deine Psyche dir jetzt weiß machen will, dass jezzt gerade eine Zigarette perfekt wäre.
Denkanstoß:
Wäre sie das wirklich? Oder wäre es jetzt einfach nur nett, oder normal, weil du bisher immer bei dem, was du gerade machst, gemacht hast?
Ich bin mir sicher, dass es in erster Linie "nur" die Gewohnheit ist, in diesen Situationen zu rauchen.
Meine Mutter hat sich für diese Momente anfangs eine Beschäftigung für die Hände gesucht, und ging dieser dann nach. Vielleicht ja auch was für dich, so eine alternative Handlung/Beschäftigung in den Momenten, wo die Psyche und dei Körper dir einreden, dass jetzt gerade eine Zigarette sein "muss".
 

Benutzer98113 

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Die beste Zigarette des Tages, die nach dem Mittagessen, fällt heute und für immer flach. Ich griff, als ich aus der Kantine ging schon instinktiv in die Tasche. :rolleyes:
 

Benutzer91008  (34)

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Hmm ich habe jetzt seit einem Monat und 20 Tagen nichts mehr geraucht.
 
G

Benutzer

Gast
Ich habe absolut keine Ahnung wie man mit rauchen besonders effektiv aufhören kann. Aber ein Kumpel will aufhören und er zieht jetzt anstatt Zigaretten irgendwas viel ( ! ) Schwächeres. Das gibt ihm das Gefühl mit dem Rauchen aufzuhören....langsam jedenfalls. Aber gleich total auf Entzug ist er auch nicht. Vielleicht kannst du einen besseren Ersatz als Kaugummis finden...
 

Benutzer15049  (35)

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ich hab das auch zufällig gerade eben beschlossen. bin jetzt aber erst gut 2 stunden dabei, mal sehen wie das heut im nachtdienst weitergeht....xD
 

Benutzer98113 

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So, nun sind es gleich 10 Stunden ohne Zigarette. Kriege noch einmal in der Stunde Suchtschübe und Gedanken an Zigaretten, aber sonst geht es. Mal schauen wie es sich im Alltag bewehren wird. Bleibe einfach mal optimistisch.
 
B

Benutzer

Gast
Eine Freundin hat Kette geraucht und sich dann einer Saftfastenkur unterzogen. Danach hat sie nur noch vereinzelt auf Parties geraucht, weil sie sich den gesunden Lebensstil und die Vorarbeit nicht kaputt machen wollte (obwohl ich ja selbst nicht so an den Heileffekt von Fastenkuren glaube, ist aber ihre Sache).

Ohne grosse spirituelle Gedanken dahinter, aber es ist einfacher, seinen Lebensstil zu ändern, wenn man aus gewohnten Mustern ausbricht... Im Altag hast du vermutlich mehrere bad habbits, die du gerne ändern würdest (zumindest gehts mir so), alle raten da immer zu kleinen Schritten. Ich habe aber gemerkt, dass ein krasser Lebenswandel mehr bewirkt. Also, z.B.: Ab heute keine Glotze, nur Treppen steigen und nicht mehr rauchen! Ziel ist ja nicht, alles durchzuhalten, sondern zu merken, was einem wirklich wichtig war und was man ohne es zu vermissen aufgeben kann...
 

Benutzer136609 

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Meine Oma hat von einen auf den anderen Tag aufgehört.
Sie hatte 30 Jahre oder sowas geraucht, dann beschlossen auf zu hören. Sie meinte auch es läge viiiel am Geld (Sie hat all das Geld zur Seite gelegt und nach nem Jahr nen schönen Urlaub davon gemacht =D) aber auch weil sie im Alter halbwegs Fit sein möchte.
Schreib dir alle negativen Punkte auf. Alles wieso du aufhören willst, und jedes Mal wenn du das verlangen hast, ließ dir diese Punkte durch :zwinker:
 
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