Das Problem Alkohol

Benutzer100262  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo, ich lese hier schon seit längerem mit und war auch mal unter einem anderen Nick angemeldet. Habe mich neu angemeldet und möchte einfach mal von meinem Problem berichten, obwohl ich weiß, dass ich mir nur alleine helfen kann. Aber irgendwie muss ich es mal loswerden;

Ich bin seit fast 8 Monaten mit meiner Freundin zusammen, wir wohnen auch schon seit knapp 3 Moanten zusammen, ich bin zu ihr gezogen, weil sich das alles richtig und gut angefühlt hat. Nun ist es so, dass sie bereits im Berufsleben steht und ich erst nächstes Jahr meinen zweiten Teil des Studiums abschliesse, so dass ich mehr zuhause bin, mehr im Haushalt mache, damit sie mehr Zeit für sich und die Arbeit hat. Soviel zur Vorgeschichte im Kurzen.

Ich war vor gut zwei Monaten bei einem Bundesligaspiel, sie hat die Überraschung für mich eingerichtet an unserem freien Samstag, auf den wir seit Ewigkeiten gewartet hatten. Ich war total glücklich und dankbar darüber und habe dann alles zerstört, indem ich mich beim Bundesligaspiel hemmungslos betrunken habe und zuhause sofort eingeschlafen bin, obwohl sie einen romantischen Abend vorbereitet hatte. Da war sie schon einmal bedient und kurz davor, mich rauszuwerfen.
In der Folgezeit habe ich mich um sie bemüht, habe versucht, meinen Fehler wieder gut zu machen und habe das Verhältnis wieder normalisiert. Habe ihr dabei unter anderem versprochen, mich nicht mehr zu betrinken - was ich mir eigentlich auch selbst versprochen hatte, weil ich deswegen auch schon meine letzte Beziehung ruiniert habe; weil ich betrunken leider unausstehlich bin und das Problem habe, am nächsten Tag gar nichts mehr zu wissen. Könnte jetzt noch Ausführungen darüber machen, warum ich dann trotzdem immer wieder trinke; darüber denke ich auch zur Zeit intensiv nach, aber ich finde keine befriedigende Antwort. Ich kann leider auch kein Maß halten, also entweder nüchtern oder besoffen. Weswegen ich eigentlich meist zu erster Variante tendiere.
Soviel dazu.

Jetzt war meine Freundin unter der Woche weg, ich hatte einen Freund da, wir haben PS3 gespielt und es kam eines zum anderen, ich war betrunken und habe abends noch mit meiner Freundin telefoniert und habe an dieses Gespräch keinerlei Erinnerung mehr. Aber offensichtlich war es nicht gut.
Nun ist sie gestern wieder gekommen und die Stimmung ist im Arsch. Ich kann nichts machen, außer ihr ein letztes Mal sagen, dass das nicht nochmal vorkommt. Ich habe ihr ebenso mitgeteilt - und das meine ich ernst - das ich ausziehe, wenn es noch ein weiteres Mal passiert.
Ich liebe diese Frau, sie bereichert mich in sovielen Dingen und ich trete das Ganze mit Füssen und habe nun wahnsinnige Angst, dass ich bereits alles zerstört habe. Samstag wollen wir eine Woche in Urlaub fahren und ich will doch eigentlich nur dafür sorgen, dass es ihr wieder gut geht.
Mir ist klar, dass eine Beziehung Arbeit und eine Freundin nicht selbstverständlich ist. Schon komisch alles.

Ja, wer jetzt hier ist, merkt, da ist gar keine Frage drin, sondern nur Geschichte. Ich weiß nicht, was ich momentan machen kann, außer ihr den Alltag weiterhin so angenehm wie möglich zu machen und ihr Vertrauen wieder aufzubauen. Sie ist nur so wahnsnning kalt zu mir heute morgen gewesen, das ich selber nicht weiß, wie lange ich das aushalte. Es tut alles irgendwie so weh. Und ich bin selber daran schuld und darf nicht in Selbstmitleid baden.

Danke fürs Lesen.
 
O

Benutzer

Gast
Auch wenn du es dir selbst zuzuschreiben hast, dein lezter Absatz hat einiges an Mitleid für dich hervorgerufen. Ich kenn das nur zu gut. Jedoch nicht wegen Alk.
Dir bleibt echt nur die Möglichkeit, pack das Zeug nicht mehr an, es bringt dir nichts außer Streit. Denke das Vertrauen in der Hinsicht zu Alkohol kannst du bei derner Freundin nur wiedergewinnen in dem du Ihr zeigst das du wirklich die Finger von lässt. Stell dir einfach jedes mal die Frage ob dir die Flasche Bier die dir gerade angeboten wird wichtiger als deine Freundin ist.... die Antwort sollte deutlich ausfallen.
Das ganze braucht sicher eine Menge Zeit, aber gerade der Urlaub kann da sicher helfen. Dort könnt ihr reden und wieder zueinander finden.

Drücke euch beiden die Daumen. Wohin gehts eigendlich?
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Du versprichst dir immer wieder mit dem trinken aufzuhören und brichst dein Versprechen. Du versprichst ihr aufzuhören und brichst dein Versprechen. Und dann versprichst du es ihr nochmal? Ganz ehrlich, ich finde soetwas mit 27 Jahren sehr naiv. Etwas, wovon man nicht weiß, ob man es schafft oder nicht und schon einige Male gescheitert ist, verspricht man doch nicht immer wieder.

Vielleicht hättest du vorerst lieber daran arbeiten sollen, nach dem betrinken woanders als bei ihr auszunüchtern und dabei dein Handy ausgeschaltet zu lassen.
 

Benutzer100262  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Auch wenn du es dir selbst zuzuschreiben hast, dein lezter Absatz hat einiges an Mitleid für dich hervorgerufen. Ich kenn das nur zu gut. Jedoch nicht wegen Alk.
Dir bleibt echt nur die Möglichkeit, pack das Zeug nicht mehr an, es bringt dir nichts außer Streit. Denke das Vertrauen in der Hinsicht zu Alkohol kannst du bei derner Freundin nur wiedergewinnen in dem du Ihr zeigst das du wirklich die Finger von lässt. Stell dir einfach jedes mal die Frage ob dir die Flasche Bier die dir gerade angeboten wird wichtiger als deine Freundin ist.... die Antwort sollte deutlich ausfallen.
Das ganze braucht sicher eine Menge Zeit, aber gerade der Urlaub kann da sicher helfen. Dort könnt ihr reden und wieder zueinander finden.

Drücke euch beiden die Daumen. Wohin gehts eigendlich?

Genau das ist im Grunde "meine Lösung", und doch habe ich schon vor zwei Monaten gedacht, das passiert mir doch nicht nochmal. Und dann läuft es wieder gut und dann wird man wieder nachlässig. Und DAS darf mir nicht mehr passieren.
Wir fahren nach Hamburg.

Du versprichst dir immer wieder mit dem trinken aufzuhören und brichst dein Versprechen. Du versprichst ihr aufzuhören und brichst dein Versprechen. Und dann versprichst du es ihr nochmal? Ganz ehrlich, ich finde soetwas mit 27 Jahren sehr naiv. Etwas, wovon man nicht weiß, ob man es schafft oder nicht und schon einige Male gescheitert ist, verspricht man doch nicht immer wieder.

Vielleicht hättest du vorerst lieber daran arbeiten sollen, nach dem betrinken woanders als bei ihr auszunüchtern und dabei dein Handy ausgeschaltet zu lassen.
Du hast vollkommen recht, ich bin teilweise selbst mit 27 nicht erwachsen. Und auch da hat sie mir weitergeholfen. Ich kann mich selber nicht verstehen, wieso ich das dann immer wieder tue. Habe auch schon ernsthaftin Erwägung gezogen, eine Therapie zu machen oder zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, denke aber andererseits, das ist überzogener Aktionismus und diese klassichen Gedanken "Alkoholiker? Ich doch nicht."
Es it ja auch kein dauerhafter oder regelmäßiger Konsum, es sind diese Abstürze, wenn ich trinke. Und das ist furchtbar und erschreckt mich jeden Morgen danach wieder und doch tue ich es. Und irgendwie denke ich mir jedes Mal, ich will diesen Teufelskreis durchbrechen und fange doch immer wieder von vorne an.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

wenn schon einmal eine Beziehung daran gescheitert ist und du nicht in der Lage bist, deine Versprechen einzuhalten bzw. einen vernünftigen Umgang mit diversen höherprozentigen Flüssigkeiten hinzubekommen, dann muss ich mir die ernsthafte Frage stellen, ob du nicht ein größeres Alkoholproblem besitzt, aus dem du alleine nicht herausfindest. (und glaub mir: Auch "Quartalssäufer" oder unregelmäßige Abstürze zählen dazu)

Weißt du eigentlich wie schrecklich es ist, wenn Menschen sich fast ins Koma saufen oder Filmrisse bekommen und der geliebte Partner muss sich das mitanschauen?
Weißt du eigentlich, wie demütigend es ist, wenn jemand dabei seine Zunge nicht mehr im Zaum hat, ausfallend, gemein und unverschämt und somit zu einem Fremden wird?
Weißt du eigentlich wie bitter es ist, wenn man einen Partner, den man vorgibt zu lieben und ihn nicht verlieren möchte, immer wieder enttäuscht?
Weißt du eigentlich wie zermürbend es ist und wie hilflos man sich fühlt, wenn der Freund nur leere Versprechungen abgibt und ein Problem leugnet oder abstreitet?
Weißt du wie es ist, wenn man vor seinem eigenen Freund Angst haben muss?

Ich kann dir nur eines raten: Wenn du es nicht schaffst, komplett die Finger vom Alkohol zu lassen, weil du sonst kein Maß findest, dann suche dir Hilfe.
Das, was du betreibst, hält keine Beziehung auf Dauer aus. Wenn du dich zerstören willst, dann mache das alleine - genauso wie du alleine Schuld hast, wenn deine Partnerschaft zerbricht.
Aber lasse deine Freundin aus dem Spiel.
Für mich gäbe es nur eine Alternative, wenn ich wirklich etwas an meinem Leben ändern will und wobei du dir auch Unterstützung von deiner Freundin erhoffen könntest: Suche dir professionelle Hilfe, bevor du weiter im Selbstmitleid und Jammerei versinkst.
 

Benutzer100262  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
wenn schon einmal eine Beziehung daran gescheitert ist und du nicht in der Lage bist, deine Versprechen einzuhalten bzw. einen vernünftigen Umgang mit diversen höherprozentigen Flüssigkeiten hinzubekommen, dann muss ich mir die ernsthafte Frage stellen, ob du nicht ein größeres Alkoholproblem besitzt, aus dem du alleine nicht herausfindest. (und glaub mir: Auch "Quartalssäufer" oder unregelmäßige Abstürze zählen dazu)

Weißt du eigentlich wie schrecklich es ist, wenn Menschen sich fast ins Koma saufen oder Filmrisse bekommen und der geliebte Partner muss sich das mitanschauen?
Weißt du eigentlich, wie demütigend es ist, wenn jemand dabei seine Zunge nicht mehr im Zaum hat, ausfallend, gemein und unverschämt und somit zu einem Fremden wird?
Weißt du eigentlich wie bitter es ist, wenn man einen Partner, den man vorgibt zu lieben und ihn nicht verlieren möchte, immer wieder enttäuscht?
Weißt du eigentlich wie zermürbend es ist und wie hilflos man sich fühlt, wenn der Freund nur leere Versprechungen abgibt und ein Problem leugnet oder abstreitet?
Weißt du wie es ist, wenn man vor seinem eigenen Freund Angst haben muss?

Ich kann dir nur eines raten: Wenn du es nicht schaffst, komplett die Finger vom Alkohol zu lassen, weil du sonst kein Maß findest, dann suche dir Hilfe.
Das, was du betreibst, hält keine Beziehung auf Dauer aus. Wenn du dich zerstören willst, dann mache das alleine - genauso wie du alleine Schuld hast, wenn deine Partnerschaft zerbricht.
Aber lasse deine Freundin aus dem Spiel.
Für mich gäbe es nur eine Alternative, wenn ich wirklich etwas an meinem Leben ändern will und wobei du dir auch Unterstützung von deiner Freundin erhoffen könntest: Suche dir professionelle Hilfe, bevor du weiter im Selbstmitleid und Jammerei versinkst.

Hallo munich-lion,
ich möchte dir danken für deinen Beitrag, weil mir das irgendwie die Augen geöffnet hat. Diese Fragen habe ich mir nie wirklich gestellt, aber die imaginären Antworten sind erschütternd. Als ersten Schritt habe ich mich nach Selbsthilfegruppen in meiner Umgebung schlau gemacht und werde diese auch nach meinem Urlaub besuchen.
Als Zweites könnte ich verstehen, wenn meine Freundin sofort mit mir Schluss macht, weil ich - wieder mal - einen krassen Vertrauensbruch begangen habe. Das ist mir nun klar. Und das schmerzt. Und das ist auch richtig so. Deswegen danke.
 
D

Benutzer

Gast
Hallo munich-lion,
ich möchte dir danken für deinen Beitrag, weil mir das irgendwie die Augen geöffnet hat.

Als ersten Schritt habe ich mich nach Selbsthilfegruppen in meiner Umgebung schlau gemacht und werde diese auch nach meinem Urlaub besuchen.

Warum nach dem Urlaub und nicht heute, gleich oder heute Abend?

Bist du Alkoholiker?

Hast du dich mal gefragt, wie es sein wird in Zukunft? Du darfst nie wieder einen Schluck anrühren.

Off-Topic:
Ich frage das aus Interesse. Und bitte überlege nicht lange, sondern Antworte einfach.
 

Benutzer100262  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Warum nach dem Urlaub und nicht heute, gleich oder heute Abend?

Bist du Alkoholiker?

Hast du dich mal gefragt, wie es sein wird in Zukunft? Du darfst nie wieder einen Schluck anrühren.

Warum nicht gleich heute? Ganz einfach, weil wir heute abend verabredet sind, weil die nächste Hilfestelle ein gutes Stück weit weg ist und ich kein Auto habe. Hm, wenn man das so liest, klingt es nach ein dutzend guter Gründe, erst 'morgen' anzufangen.

Bin ich Alkoholiker? Ich weiß es nicht, ich dachte nicht. Gleichzeitig hat mir der Alkohol aber auch noch nie wirklich was Gutes gebacht. Damit komme ich auch zu Frage 3 - die Zukunft. Ja, das ist mir bewußt und es wird hart. Aber das ist doch wie beim Rauchen. Am Anfang gibt es einem einen Kick, dann wirds Standard und am Ende nur nochteuer und nervig. Und das kann man auch aufgeben. Im Laufe meiner wilden Jahre habe ich sutendentenmäßig konsumiert und mich immer mal wieder mehr oder weniger in die Scheisse geritten. Ich habe mir kurzzeitige Verbot auferlegt, die wieder gelockert und dann wieder angezogen, um dann wieder von vorne anzufangen. Dann also gleich einen direkten Cut. Es gibt soviele Menschen, die sagen - ich fass das nicht an - und damit leben, wieso ich nicht auch? In der Theorie klingt das alles super. In der Praxis ist es was ganz anderes.
Aber ja - direkt geantwortet - ich will nichts mehr trinken, weil ich diese Beziehung nicht wegwerfen will und hoffe, dass ich es nicht schon getan habe.
 

Benutzer30706 

Meistens hier zu finden
Du hast vollkommen recht, ich bin teilweise selbst mit 27 nicht erwachsen. Und auch da hat sie mir weitergeholfen. Ich kann mich selber nicht verstehen, wieso ich das dann immer wieder tue. Habe auch schon ernsthaftin Erwägung gezogen, eine Therapie zu machen oder zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, denke aber andererseits, das ist überzogener Aktionismus und diese klassichen Gedanken "Alkoholiker? Ich doch nicht.

Weißt Du, mein Freund ist in einem ähnlichen Alter wie Du, ich bin 22 und wir haben auch ein paar Probleme, die aus seiner Naivität resultieren. Bei uns geht es zwar nicht um Alkohol, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich "übertriebenen Aktionismus" als wichtiges Signal wahrnehmen würde.
Mal ehrlich, Dir geht es doch auch um die Beziehung. Und diese Beziehung kann nicht weiter bestehen, wenn Deine Freundin unglücklich ist und sich insgeheim vor dem nächsten Absturz fürchtet. Und sie kann auch nicht weiterbestehen, wenn Du den nächsten Absturz erlebst...weil Du nichts dagegen getan hast. Wenn Du Dir aber Hilfe suchst, dann hilft das nicht nur Dir, sondern auch euch. Weil Deine Freundin sieht, dass Du gewillt bist, etwas zu tun. Dass es Dir wichtig ist, wie es ihr in der Beziehung geht und Dir die Beziehung wichtig ist. Tust Du nämlich nichts und ziehst bloß die Zeitspannen zwischen den Abstürzen in die Länge (falls Du das überhaupt schaffst), wird sie viel weniger Geduld mit Dir zeigen und viel früher gehen.
Und so weit ich Dich verstanden habe, willst Du das auf keinen Fall.

Es it ja auch kein dauerhafter oder regelmäßiger Konsum, es sind diese Abstürze, wenn ich trinke. Und das ist furchtbar und erschreckt mich jeden Morgen danach wieder und doch tue ich es. Und irgendwie denke ich mir jedes Mal, ich will diesen Teufelskreis durchbrechen und fange doch immer wieder von vorne an.

Zumal Du auch ehrlich zu Dir sein musst: Du hast ein Alkoholproblem. Dabei ist es nicht unbedingt die Regelmäßigkeit, die ausschlaggebend ist. Sondern die Tatsache, dass Du keine Kontrolle über den Alkohol hast, sobald Du ihn nur anrührst. Und das trotzdem Du Dich jedesmal danach über die Folgen erschrickst...und trotzdem Du bereits eine Beziehung deswegen verloren hast und der Verlust der Nächsten unmittelbar bevor steht.
Dass Du dennoch nicht gegensteuern kannst, heißt für mich, dass Du es alleine nur schwer schaffen kannst. Professionelle Hilfe ist keine Schande und auch kein blinder Aktionismus - wahrscheinlich ist es einfach notwendig für Dich, wenn Du willst, dass diese Abstürze ein für alle mal aufhören.

Ich weiß, das ist schwierig einzugestehen - dass man es alleine nicht schafft und Hilfe braucht. Aber gleichzeitig kann es auch unheimlich befreiend sein, wenn Du Unterstützung bekommst und plötzlich nicht mehr alleine kämpfen musst.

Wenn Sie sich um Ihren Alkoholkonsum sorgen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und mit ihm über Ihre Bedenken sprechen.
Das ist ein Tipp, der nicht umsonst gegeben wird.
Selbstest Alkohol
Bei Alkoholismus wird oft fälschlicherweise angenommen, dass es um große Mengen geht, die man jeden Abend konsumiert. Ein wichtiger Faktor ist allerdings die Regelmäßigkeit. Wenn man sich jedes Wochenende beispielsweise die "Wanne vollhaut" und nicht mehr ohne kann, dann kann man das schon durchaus als Suchtstadium bezeichnen
Die kritische Phase

In der kritischen Phase erleidet der Trinker Kontrollverluste. Schon nach dem Konsum kleiner Mengen Alkohols entsteht ein intensives Verlangen nach mehr, das erst endet, wenn er zu betrunken oder krank ist, um mehr zu trinken (Craving). Ein Rest von Kontrolle besteht noch. Der Betroffene versucht, sich zu „beherrschen“. Er verspricht Abstinenz und versucht sie auch einzuhalten, scheitert damit aber immer wieder. Er sucht Ausreden für sein Trinken, erst recht für seine Ausfälle, für die er überall, nur nicht in seinem Alkoholmissbrauch Gründe und Ursachen findet.

Die Erklärungsversuche seines Verhaltens sind ihm wichtig, da er außer dem Alkohol keine anderen Lösungen seiner Probleme kennt. Parallel erweitert sich ein ganzes Erklärungssystem, das sich immer weiter auf sein gesamtes Leben ausdehnt. Er wehrt sich damit gegen soziale Belastungen. Wegen seines Verhaltens kommt es immer häufiger zu Konflikten mit der Familie
Ausprägungen der Krankheit (nach Jellinek)

Auf Jellinek geht auch die gebräuchlichste Gruppierung von Alkoholikern nach ihrem Trinkverhalten zurück:

* Der Gamma-Typ (Rauschtrinker, Alkoholiker) hat längere abstinente Phasen, die sich mit Phasen starker Berauschung abwechseln. Typisch ist der Kontrollverlust: Er kann nicht aufhören zu trinken, auch wenn er bereits das Gefühl hat, genug zu haben. Auch wenn er sich wegen der Fähigkeit zu längeren Abstinenzphasen sicher fühlt, ist er alkoholkrank.

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EDIT: Da war ich wohl zu langsam.
 
D

Benutzer

Gast
Warum nicht gleich heute? Ganz einfach, weil wir heute abend verabredet sind, weil die nächste Hilfestelle ein gutes Stück weit weg ist und ich kein Auto habe. Hm, wenn man das so liest, klingt es nach ein dutzend guter Gründe, erst 'morgen' anzufangen.

Bin ich Alkoholiker? Ich weiß es nicht, ich dachte nicht. Gleichzeitig hat mir der Alkohol aber auch noch nie wirklich was Gutes gebacht. Damit komme ich auch zu Frage 3 - die Zukunft. Ja, das ist mir bewußt und es wird hart. Aber das ist doch wie beim Rauchen. Am Anfang gibt es einem einen Kick, dann wirds Standard und am Ende nur nochteuer und nervig. Und das kann man auch aufgeben. Im Laufe meiner wilden Jahre habe ich sutendentenmäßig konsumiert und mich immer mal wieder mehr oder weniger in die Scheisse geritten. Ich habe mir kurzzeitige Verbot auferlegt, die wieder gelockert und dann wieder angezogen, um dann wieder von vorne anzufangen. Dann also gleich einen direkten Cut. Es gibt soviele Menschen, die sagen - ich fass das nicht an - und damit leben, wieso ich nicht auch? In der Theorie klingt das alles super. In der Praxis ist es was ganz anderes.
Aber ja - direkt geantwortet - ich will nichts mehr trinken, weil ich diese Beziehung nicht wegwerfen will und hoffe, dass ich es nicht schon getan habe.

:grin: ja.....Danke schön.

Aus meiner Sicht (ich kann es nicht wirklich beurteilen, weil ich dich nicht kenne) und aus dem WIE du geantwortet hast - wirst du noch eine Zeit des Leidens brauchen, bis es endlich "Klick" im Kopf macht und DU FÜR DICH und für niemanden Anderen nichts mehr trinken MÖCHTEST.

EIn Alkoholiker sagt nicht, ich darf nichts mehr Trinken und akzeptiert das so wie du und vergleicht es mit dem Rauchen. Alkohol ist ein Nervengift. Es ist auch mit den körperlichen und psychischen Belastungen nicht annähernd zu vergleichen. Es stimmt, jede Sucht ist eine Sucht aber dennoch ist jede anders.
Ein Alkoholiker bei dem es "klick" gemacht hat, der sagt "Ja, bin Einer und ich will nichts mehr trinken."

Nicht morgen, nicht übermorgen, nein sofort. Ohne Gründe, ohne Ausreden, sofort. Verbieten KANN es dir niemand! Es muss Dein Wille sein. Und an dem, was und wie du schreibst - sehe ich, dass du stark gefährdet bist und deine Psyche damit angefangen hat, ein 2. ICH mit einem Suchtgedächtnis aufzubauen.

Du wirst noch viele Gründe haben, dir wirklich Hilfe zu suchen und auch anzunehmen. Du schreibst ja schon selber in "Ausflüchten" und beleuchtest die Dinge von allen Seiten. Irgendwo sind die kleinen Lücken in deinen Argumentationen, die dir sagen, dass es noch Zeit hat und du das erst nächste Woche in Angriff nehmen kannst......
Und glaube mir - es gibt kaum einen MEnschen als nicht der Süchtige selber, der so kreativ im (er)finden von Ausreden und im Belügen sich selber und allen anderen ist.

Und allein mit dem Willen ist es nicht getan. Eines kannst du mir schon glauben - ich habe über 10 Jahre nicht geraucht - da hast du Recht, man vergisst es. ISt nach ein paar Jahren einfach. Ich bin aber nun 8 Jahre und fast 6 Monate trocken.
Es gibt Tage da gehts besser, es sind immer noch Tage darunter, an denen es mir dreckig geht - der Druck ist da und kommt immer wieder. Nichts aber auch garnichts ist vergleichbar mit dem täglichen Kampf (mit sich selber!) keinen Alk anzufassen. Das Nervengift Alk hat ganze Arbeit geleistet und lässt mich oft genug Zweifeln und spielt mir Dinge vor das kann man nicht nachempfinden.

Aber - es ist jeden Tag der Wille (denn es kann mir niemand verbieten) - mein Wille nicht zuzugreifen.
Aber ich sehe NICHT die nächsten Jahre bis zu meinem Lebensende so, dass ich die Flaschen vor mir sehe, die ich NICHT trinken werde - sondern ich sehe die TAUSENDEN FLASCHEN, die ich nicht getrunken habe, seit meinem 2.Entzug auf der Intensivstation, nach zahlreichen Selbstentzügen und einem Trümmerhaufen von eigener Seele, eines kaputten Körpers und einer Heerschaar an Menschen die ich verletzt, belogen und enttäuscht habe und einer 2 jährigen ambulanten Psychotherapie.

Aber - du hast die Chance und du hast einen ersten (Denk)Schritt getan. Du merkst, da ist was, was nicht "richtig" ist.
Wenn du den Willen hättest, würdest du HEUTE zu deinem Arzt gehen und/oder zu einer Sprechstunde einer Selbsthilfegruppe.
So hast du etwas "wichtigeres" gefunden. Eine Ausrede - nichts anderes. Daher habe ich gesagt, das du noch eine Zeit brauchen wirst. Die Beziehung zu deiner Freundin ist dir noch nicht wichtig genug.

Es ist sehr viel Denkarbeit nötig und ....solltest du zu einer Selbsthilfegruppe oder dich in Behandlung begeben - du wirst die Wahrheit hören. Über dich und dein LEben - das ist schonungslos und bringt sehr viele dazu wieder Rückfällig zu werden und garnicht mehr hinzugehen.
Mal sehen ob du wirklich soweit bist - aufzuhören und die Wahrheit ertragen zu können.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg!

der donmartin
 

Benutzer100057 

Benutzer gesperrt
Weil hier lauter so drastische Antworten kommen, will ich dem was entgegensetzen. Diese ganzen Alkoholikertests führen bei mir dazu, dass 50% meines früheren Umfelds (das mich bis heute in Sachen Partyleben/Alkoholkonsum prägt), als Alkis klassifiziert würden.

Wirklich schlimm und stark Alki-gefährdet ist man in meiner persönlichen Wertung dann, wenn man z.B.: sich allein betrinkt, ohne extreme Sonderumstände (Karneval, Skihütte) schon morgens Alk trinkt, auf Alk zur Bekämpfung von nem Kater zurückgreift u.ä.

Das starke Betrinken dann und wann klassifiziere ich dagegen als "Party-Alkoholiker". Einen PA finde ich nicht wirklich schlimm, so lange sein Konsum nicht stark negative (also über Horror-Kater und persönliches Schlechtfühlen hinausgehende) Effekte hat wie z.B. er ruiniert auch sein "nüchternes Leben", er zieht andere mit rein, er tut Dinge, für die er später bezahlen muss.

Das Ideal ist für mich ein souveräner Umgang mit Alkohol, nicht die Abstinenz. Daran arbeite ich gerade.

Kurz als Vergleich zu dir zu meiner PA-Bilanz: Großer Unterschied, ich werde nicht ausfällig zu meiner Freundin. Im Gegenteil. Ich werde ganz, ganz lieb mit Alk. Natürlich kann es aber trotzdem sein, dass es die Beziehung dann und wann belastet, weil ich mich einfach unvorhersehbar und gefährlich verhalte, gemeinsame Freunde vor den Kopf stoße, am nächsten Tag (oder zwei, oder drei) schlecht drauf bin etc. Was ich allerdings mache, vor allem wenn ich ohne Freundin unterwegs bin: Ich provoziere Leute, die ich aus irgendeinem Grund nicht leiden kann. Das hat mir schon die eine oder andere Verletzung eingebracht. Manchmal habe ich mich nicht mal mehr dran erinnert, wie ich die bekommen hab und nur morgens festgestellt: Oh, Brandwunde. Oh, Nase mal wieder gebrochen. Aber um nicht zu übertreiben: Insgesamt kamen Verletzungen nur ein paar mal vor, Ausnüchterungszelle ein mal. Filmrisse habe/hatte ich immer wieder, bei weitem zu viele um sie zu zählen.

Was ich mache, um das in den Griff zu bekommen:
- Ich glühe nicht mehr vor, ganz besonders nicht mehr allein. (Hab ich früher gemacht um die Nacht "billiger" zu machen, indem ich mein Pensum mit weniger teuren Club-Getränken erreiche. Ich habe aber gemerkt, dass ich trotzdem immer was in der Hand halten will, also genau so viel trinke dort ob mit Vorglühen oder ohne.) Der Gedanke dahinter ist, wenn ich weniger trinke, solange ich "bei Bewusstsein" bin, habe ich insgesamt weniger intus am Ende des Abends. (Die limitierenden Faktoren Geld bzw. Partylänge vorausgesetzt.)
- Zu Hause habe ich (auch) antialkoholisches Bier. (Es hat ne Weile gedauert bis ich ein akzeptabel schmeckendes gefunden hatte.) Wenn es mir nur um den Biergeschmack geht, z.B. zum Essen oder so, manchmal auch beim Vorglühen, trinke ich das und nicht ein alkoholisches.
- Auf Parties versuche ich mich mehr an Bier zu halten. Da passt schon gar nicht genug in mich rein, um mich völlig abzuschießen. Kurze versuche ich ganz zu vermeiden. Und Cocktails/Longdrinks, wenn ich sie selbst mixe, mache ich nicht mehr "extrastark" sondern achte mehr auf die perfekte Mischung für guten Geschmack. (Und nein, das ist nicht so viel Alk wie möglich! :zwinker: ) Wenn ich auf schlechten Parties, wo man den Barkeeper beeinflussen kann, etwas bestelle, sage ich nicht mehr: möglichst stark. Geht die Tendenz in einer Gruppe zum Rundensaufen, versuche ich, dass das möglichst spät anfängt. Außerdem beschleunige ich es nicht zusätzlich indem ich schon nachbestelle, wenn alle anderen grade mal ne Sekunde leer haben. Ich versuche halt einfach auf diese kleinen Dinge zu achten.
- Ich trinke Wasser zwischendurch und vor dem Ins-Bett-gehen. Und zwar manchmal riesen Mengen.
- Wenn ich mit Freundin unterwegs bin, halte ich mich sehr zurück. Dann bestelle ich zum Teil sogar bewusst Antialk. Meinen Freunden habe ich klar gemacht, dass ich vor ihr nicht mehr saufen kann, weil ich mich schon öfter daneben benommen habe. Ich habe sie also nicht als Spaßbremse hingestellt, sondern klar gemacht, dass ICH mich nicht mehr vor ihr besaufen will. Das wird eigentlich ziemlich gut so akzeptiert. Natürlich nehme ich sie bei manchen Dingen bewusst nicht mit. Allerdings: Wir wohnen nicht zusammen. Es geht also nur um die Nächte, in denen wir beieinander übernachten.

Im Moment denke ich, dass ich so ca. zwei mal in der Woche Alkohol trinke. Bei gemütlichem Zusammensein ist das nicht mehr so viel wie früher, bei Parties immer noch ordentlich. Aber durch oben genannte Strategien habe ich viel weniger Filmrisse. (Und die paar kriege ich bestimmt auch noch weg.) Es ist ehrlich gesagt ein wirklich schönes Gefühl, mich zur Abwechslung mal an die ganzen coolen Dinge im Detail erinnern zu können, die mir im Partyleben so passieren. Es kotzt mich schon an, dass ich von vielem früherem nichts mehr weiß, weil einzelne Gedankenfetzen oder Stories von anderen mir zeigen, dass ich schon einiges erlebt hab. Doch nicht erinnert ist wie nicht erlebt, finde ich. Und das ist einfach zu schade!

Ich hoffe, ich konnte dir helfen und ein bißchen Mut machen! Nicht verzeifeln! Das Leben muss nicht partylos werden, nur weil du du endlich deinen Überkonsum im Griff hast.

Zum Schluss noch ein paar zum Teil unorthodoxe Ideen, die ich selbst noch nicht ausprobiert hab:
Es gibt meines Wissens Apps, um sich bestimmte Nummern zu bestimmten Zeiten zu sperren. Vielleicht gibt es das auch für dein Handy. (Falls das nicht sofort die Stimmung killt, kannst du ihr auch sagen, sie soll ihr Telefon ausschalten. Oder du lässt sogar dein Handy daheim, wenn dir das nicht wegen möglichen Notfällen zu gefährlich ist.)
Für Männerabende such dir ne Partyschlafgelegenheit oder richte dir das Sofa für die Nacht und sag deiner Freundin bescheid, dass du zwar versuchen wirst dich zu benehmen, aber weil du ja erst so langsam dich an nen verwantwortungsvolleren Konsum herantastet, lieber nachts auf der Couch schlafen willst um sie nicht zu stören.
Zeig deiner Freundin "kleine Schritte der Verbesserung" (Benehmen, wenn sie dabei ist, mal nein sagen oder fahren an nem Abend, anti-Alk-Bier), damit sie Hoffnung auf ein erträgliches Miteinander in der Zukunft bekommt.

Viel Glück!
 

Benutzer91263 

Sorgt für Gesprächsstoff
Immer wieder trinken?!

Also Du hast jetzt von zwei Situationen gesprochen.
Zwei Situationen in denen ich es recht normal finde, wenn man da mal was trinkt.
Also, bei einem Bundesligaspiel, oder wenn ein Freund da ist.

Also im Internet auf moralistisch zu machen, fände ich unangebracht.
Die "Alkoholikerkeule" ist da auf dem ersten Blick recht überzogen. zumal eine Suchtkrankheit nur von Ärzten und nicht von Laien übers Internet diagnostiziert wird.

Irgendwie glaube ich nicht, dass der Alkohol, trotz des Fokus im Thread, euer großes Problem ist.
 

Benutzer99837 

Sorgt für Gesprächsstoff
irgendwie hab ich das gefühl das hier arg dramatisiert wird, seitens der reaktionen, seitens dir oder auch deiner freundin. nun gut ich weiß jetzt nicht WIE du dich verhälst wenn du besoffen bist und wahrscheinlich sollte man da erst mal ansetzen, da du auch selber ein problem damit hast. hab selbst nen kumpel der damals unausstehlich war wenn er gesoffen hatte und das ganze einfach nur anstrengend war, er das aber erkannt hat und das, zwar nicht von heut auf morgen, aber mit der zeit geändert hatte.

desweiteren solltest du dir vorher gedanken wann du trinkst, wenn du weißt du hast nen problem das maß zu halten und deine freundin hat was vorbereitet dann lass es halt einfach. um das mal als beispiel genommen zu haben.

ich finde überhaupt nichts verwerflich daran sich komplett wegzuschädeln, nur das ganze sollte wirklich nicht tag täglich passieren und wenn deine freundin ein problem damit hat dann reduzier das lieber auf reine männerabende :>

ich denke ein kompletter verzicht auf alkohol ist nich die lösung und in deinem fall völlig übertrieben, eher ein kontrollierter umgang, andernfalls ist die "rückfallgefahr" auch viel zu hoch :>
 

Benutzer100057 

Benutzer gesperrt
Hallo,
Weißt du eigentlich wie schrecklich es ist, wenn Menschen sich fast ins Koma saufen oder Filmrisse bekommen und der geliebte Partner muss sich das mitanschauen?
Weißt du eigentlich, wie demütigend es ist, wenn jemand dabei seine Zunge nicht mehr im Zaum hat, ausfallend, gemein und unverschämt und somit zu einem Fremden wird?
Weißt du eigentlich wie bitter es ist, wenn man einen Partner, den man vorgibt zu lieben und ihn nicht verlieren möchte, immer wieder enttäuscht?
Weißt du eigentlich wie zermürbend es ist und wie hilflos man sich fühlt, wenn der Freund nur leere Versprechungen abgibt und ein Problem leugnet oder abstreitet?
Weißt du wie es ist, wenn man vor seinem eigenen Freund Angst haben muss?

Diese Fragen finde ich richtig gut. Du bist offensichtlich gebranntes Kind, Munich-lion.

Ich kann dir nur eines raten: Wenn du es nicht schaffst, komplett die Finger vom Alkohol zu lassen, weil du sonst kein Maß findest, dann suche dir Hilfe.
Das, was du betreibst, hält keine Beziehung auf Dauer aus. Wenn du dich zerstören willst, dann mache das alleine - genauso wie du alleine Schuld hast, wenn deine Partnerschaft zerbricht.
Aber lasse deine Freundin aus dem Spiel.
Für mich gäbe es nur eine Alternative, wenn ich wirklich etwas an meinem Leben ändern will und wobei du dir auch Unterstützung von deiner Freundin erhoffen könntest: Suche dir professionelle Hilfe, bevor du weiter im Selbstmitleid und Jammerei versinkst.

Das finde ich dagegen krass. Man kann doch nicht anhand von "schon mal ne Beziehung in die Brüche gegangen" und "Filmriss" sofort auf die Notwendigkeit von professioneller Hilfe schließen. Die Beziehung hält es auf Dauer nicht aus, richtig. Es muss sich was ändern, richtig. Selbstmitleid und Jammerei sind viel zu wenig, richtig. Und meinetwegen kann er auch ein Zeichen setzen für die Freundin, indem er einmalig zu einer kirchlichen oder wer auch immer das anonym anbietet Suchtberatung geht. Aber dann soll er doch erst mal selbst was machen! Und wenn es ist, dass er sich deine Fragen auf nen Zettel schreibt und den immer mitträgt, wenn er Saufen geht.
 
D

Benutzer

Gast
@pewpow und @Birnensaft .......

genau SO sehen die "guten Ratschläge von Freunden" aus, die Menschen dazu animieren zu trinken, ihnen weiss machen wollen, dass sie nicht dazugehören und die sich selber vielleicht im Griff haben, aber hinterher über den "Freund" lustig machen und auf seine Kosten Spass haben, wenn er sich mal wieder völlig betrunken zum Affen macht.

Jemand, der Süchtig ist, kann "sich nicht unter Kontrolle haben", der kann kein Maß halten - schon das Suchtgedächtnis wird ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Jeder hat ein "Suchtverhalten", an dem man erkennen kann, das er wieder auf dem Weg ins Saufen ist.

zB Alkoholfreies Bier trinken - aus der Flasche trinken, anstatt sich ein Glas zu nehmen......Das ist für jemanden, der abhängig ist schwere Arbeit - jeden Tag. Tag ein, Tag aus. Da ist nichts mit Maß halten oder "einen Schluck kann ich noch". Ein Abhängiger verwendet nach den ersten Schlucken keinerlei Gedanken mehr an das Maßhalten - dann geht es nur noch darum, möglicht schnell das schlechte Gewissen totzusaufen und genügend Vorrat für die Zeit des Entzuges zu haben.

Der TS hat erkannt, dass er ein Problem hat. Die "Karriere eines Süchtigen dauert im Schnitt 10 Jahre. Da muss er erst mal hinkommen. Er ist noch nicht soweit, aber es ist großes Potential da.

Erst gestern hat die Bundesregierung die Zahlen zu den Alkoholkosum veröffentlicht. Erschreckend, wie viele Jungen und Mädchen sich ab einem Alter von 10 Jahren die Kante geben. Erschreckend, wie viele "Vorbilder" in Gesellschaft als Eltern und in JEDER Schicht der Bevölkerung saufen und das Alkohol konsumieren SO WIE IHR relativiert und nicht auf Verzicht und auch Prävention pocht. Traurig. Aber "verstanden" habt ihr nicht wirklich das Problem. Weder das, was der TS hat noch das Problem, was unsere Gesellschaft hat.

Wirklich "beurteilen" können das Menschen wie die löwin, oder Menschen die direkt davon betroffen sind. Sonst niemand. Und betroffen sind leider viel zu viele in unserer Gesellschaft.
 

Benutzer91263 

Sorgt für Gesprächsstoff
@pewpow und @Birnensaft .......

genau SO sehen die "guten Ratschläge von Freunden" aus, die Menschen dazu animieren zu trinken, ihnen weiss machen wollen, dass sie nicht dazugehören und die sich selber vielleicht im Griff haben, aber hinterher über den "Freund" lustig machen und auf seine Kosten Spass haben, wenn er sich mal wieder völlig betrunken zum Affen macht.

Jemand, der Süchtig ist, kann "sich nicht unter Kontrolle haben", der kann kein Maß halten - schon das Suchtgedächtnis wird ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Jeder hat ein "Suchtverhalten", an dem man erkennen kann, das er wieder auf dem Weg ins Saufen ist.

zB Alkoholfreies Bier trinken - aus der Flasche trinken, anstatt sich ein Glas zu nehmen......Das ist für jemanden, der abhängig ist schwere Arbeit - jeden Tag. Tag ein, Tag aus. Da ist nichts mit Maß halten oder "einen Schluck kann ich noch". Ein Abhängiger verwendet nach den ersten Schlucken keinerlei Gedanken mehr an das Maßhalten - dann geht es nur noch darum, möglicht schnell das schlechte Gewissen totzusaufen und genügend Vorrat für die Zeit des Entzuges zu haben.

Der TS hat erkannt, dass er ein Problem hat. Die "Karriere eines Süchtigen dauert im Schnitt 10 Jahre. Da muss er erst mal hinkommen. Er ist noch nicht soweit, aber es ist großes Potential da.

Erst gestern hat die Bundesregierung die Zahlen zu den Alkoholkosum veröffentlicht. Erschreckend, wie viele Jungen und Mädchen sich ab einem Alter von 10 Jahren die Kante geben. Erschreckend, wie viele "Vorbilder" in Gesellschaft als Eltern und in JEDER Schicht der Bevölkerung saufen und das Alkohol konsumieren SO WIE IHR relativiert und nicht auf Verzicht und auch Prävention pocht. Traurig. Aber "verstanden" habt ihr nicht wirklich das Problem.

Niemand von uns kann hier sagen ob der Threadersteller eine Sucht durchleben muss! Ich weigere mich, neben den erwähnten diagnostischen Gründen, dass hinter jedem oberflächlich sozial nicht gern gesehenen Verhalten eine Krankheit stehen soll.

Und sich bei einem bundesligaspiel ode rbei Besuch mal einen hinter die Binde zu kippen, das reicht alleine nicht aus um eine Sucht zu haben. Auch wenn sich der TS das vil wünscht oder seine freundin so sieht und ihr den Weg locker lässig mitläuft.
 

Benutzer100057 

Benutzer gesperrt
genau SO sehen die "guten Ratschläge von Freunden" aus, die Menschen dazu animieren zu trinken
Nun ja, ich denke mal, du hast es nicht böse gemeint.

Deine Motivation in Ehren, aber natürlich interpretiert jeder hier die Statements des TS vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen. Wenn du ein trockener Ex-Alkoholabhängiger bist, der sehr schwer zu kämpfen hatte um dahin zu kommen, wo er jetzt ist, schrillen bei dir natürlich 1000 Alarmglocken. Wer will es dir verdenken.

Wo wir uns unterscheiden, ist die Bewertung der Aussagen des TS. Ich sehe da keinen kommenden Hardcore-Alki, sondern den (wahrscheinlich nicht untypischen Fall eines) Über-die-Stränge-Schlager, der langsam in ein Alter kommt, in dem sein Umfeld das nicht mehr akzeptiert, und dem es schwer fällt sich zu ändern. Ohne das klein reden zu wollen.

Anhand einer reinen Selbsteinschätzung des TS (und Reaktionsbeschreibungen der Freundin, die wir nicht kennen und einschätzen können) lässt sich einfach nicht beurteilen, wo genau der TS steht.

Eine qualifiziertere Fremdeinschätzung als wir sie abgeben können würde dem TS vielleicht helfen. Allerdings weiß ich nicht, ob Suchtberatungen hier nicht aufgrund ihres Kontextes automatisch besonders vorsichtig sind.

...die sich selber vielleicht im Griff haben, aber hinterher über den "Freund" lustig machen und auf seine Kosten Spass haben, wenn er sich mal wieder völlig betrunken zum Affen macht.

Jemand, der Süchtig ist, kann "sich nicht unter Kontrolle haben", der kann kein Maß halten...

... Ein Abhängiger verwendet nach den ersten Schlucken keinerlei Gedanken mehr an das Maßhalten - dann geht es nur noch darum, möglicht schnell das schlechte Gewissen totzusaufen und genügend Vorrat für die Zeit des Entzuges zu haben.

... Die "Karriere eines Süchtigen ... es ist großes Potential da.
Dies alles kann sich der TS ja mal durch den Kopf gehen lassen. Und sich dann selbst etwas besser einordnen.

Wenn er sich hierbei voll wiedererkennt, muss ich sagen, dass ich die Situation falsch verstanden habe. Ich würde mich dabei nicht wiedererkennen.

Wirklich "beurteilen" können das Menschen wie die löwin, oder Menschen die direkt davon betroffen sind. Sonst niemand.
Ne, is klar. ^^

Und betroffen sind leider viel zu viele in unserer Gesellschaft.
Ich habe die Befürchtung, dass du "nicht betroffen" und "die richtige - nämlich deine - Meinung haben" gleichsetzt.

Und nochmal: Ich verstehe den Sachverhalt in diesem konkreten Fall etwas anders. Ich mache einen Unterschied zum täglich das Familiengeld versaufenden, gewalttätigen Arbeitslosen oder wen auch immer man als nicht mehr diskussionswürdiges Beispiel heranziehen will.
 

Benutzer100262  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
So, dann will ich mich doch auch nochmal zu Wort melden, nachdem ich jetzt alles gelesen haben und vielleicht einen kleinen Einblick geben. Ich habe während des Studiums - was 5 Jahre gedauert hat - mich in der Woche 1-2mal angetrunken/abgeschossen, meist mit Freunden, manchmal allein. Das lief meist auf Bier oder Apfelwein hinaus. Unter Alkohol vergesse ich sehr schnell - also Filmriss - und wache morgens ohne Gedächtnis auf. Meine üblichen Gänge sind dann erstmal Anrufe "Was habe ich gestern gemacht und muss ich mich irgendwo entschuldigen"? Es gibt generell in meinem Freundeskreis mehr peinliche Alkoholgeschichten als 'coole/lustige'. Ich hatte meistens eine Ausrede für das Trinken, es ging mir schlecht, Streß mit Frauen, Streß mit Uni, wie immer man möchte und was man so gefunden hat.

Das ich vor knapp 1,5 Monaten so abgestürzt bin, geschah tatsächlich ungewollt, also nicht mit Vorsatz. Nur weiß ich nicht mal mehr, wie ich ausm Stadion heimgekommen bin, einfach Schnitt und aufgewacht am nächsten morgen. Ich fühle mich danach hilflos und ärgere und schäme mich. Mir könnte alles mögliche passieren und Gott sei Dank ist noch nie wirklich was schlimmes - Polizei, Krankenhaus oder so - vorgefallen.

Ob meine Freundin und ich noch andere Probleme haben? Keine wirklichen, die es nicht auch in jeder anderen Beziehung gibt. Es ist generell eher harmonisch, wir haben unsere gegenseitigen Grenzen gefunden und respektiert und es läuft eigentlich ganz gut.

Ob ich eine Therapie mache bzw zu einem Suchtzentrum gehe? Eigentlich will ich das. Aber vielleicht ist es auch nur unterbewußte Dramatik oder blinder Aktionismus. Ich weiß nicht, ob ich zum Arzt gehen sollte, weil der mir auch nur sagen kann, gehen sie zu einer Gruppe.
Mit weniger trinken habe ich versucht - ich hatte mir für meine letzte Beziehung Richtlinien aufgestellt, was ich tue, wenn meine Freundin dabei ist - von wenig trinken bis Handy weggeben, wenn sie nicht dabei ist. Habe diese Regeln auch immer stolz verkündet und letzten Endes immer alle gebrochen.
Ich bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich mir selber sage, es bringt nichts, sich zu betrinken, weil die Nachteile größer sind als die Vorteile. Ich will mir sagen, ich hatte meine Alkoholphase während des Studiums und jetzt muss ich ein wenig erwachsener werden. DAs ist aber halt die Theorie. Und da ich in der Praxis kein Maß halten kann, muss es im Zweifel Zero tolerance sein.
Einige Freunde werden das nicht akzeptieren und sagen, verbieg dich nicht so für die Frau, aber wenn tue ich das für mich, für meine Selbstachtung und dann für die Beziehung.

Und all das möchte ich meiner Freundin so kommunizieren, wenn sie von der Arbeit heimkommt. Irgendwie habe ich immer noch das Damoklesschwert-Gefühl überm Kopf, das sie mich rauswirft, weil sie das nach dem letzten Absturz vor 1,5 Monaten angekündigt hatte. Dann bin ich selber schuld.
 

Benutzer100057 

Benutzer gesperrt
Wenn du das so durchhältst, ist das vermutlich eine Lösung. Zero tolerance habe ich nie probiert.

Die Freunde: Mit dem Ende des Studiums wird sich der Freundeskreis sowieso etwas verändern und auch die alten werden nicht mehr die Zeit haben, so viel zu saufen und so lange Kater auszukurieren. Insofern: Sollte machbar sein.

Viel Erfolg!
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob man dem Kind einen Namen gibt oder nicht. Sprich: Ob du lieber TS jetzt wirklich ein Alkoholiker bist oder nicht.
Da können noch so viele schreiben oder meinen, dass einige hier das alles viel zu dramatisch sehen, (im Gegenzug behaupte ich aber, dass manche die Dinge extrem verharmlosen) weil nach ihrem persönlichen Empfinden bestimmte Voraussetzungen noch nicht gegeben sind und eine bereits gescheiterte Beziehung doch noch gar nicht ins Gewicht fällt.

Der Alkohol macht ein großes Problem, du hast ein Problem damit, deine Freundin ebenfalls und eure Beziehung ist stark gefährdet.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Und wenn jemand meint, das Ganze sei doch gar nicht so schlimm, dann klingt das für mich fast so, als wäre die Partnerin das Problem, weil sie gewisse Dinge, einfach nicht tolerieren oder sich mit ihnen arrangieren kann.
Dabei sind die Grenzen eines GENUSSmittels aber schon weit überschritten worden und ich frage mich, was man eigentlich als Partner noch alles dulden muss, weil in manchen Augen 2 Komplett-Abstürze in 8 Wochen wohl für einige eher normal sind bzw. man doch noch froh sein kann, wenn es nicht mehr werden.

Wenn ich z. B. die für mich erschreckenden Beiträge des Users Birnensaft (schade, dass er nicht bei diesem Getränk bleibt) lese, der meint alles unter Kontrolle zu haben, dann muss ich ehrlich schreiben, dass ich mir so einen Partners niemals wünschen würde - selbst wenn er im Beisein seiner Freundin bewusster trinkt und sonst nicht irgendwie ausfallend wird.
Aber ich möchte auch keinen Mann haben, der meint, dann ohne mich wieder aufdrehen zu können und Party machen, nur mit Alkohol geht, aggressiv zu anderen wird, herumpöbelt, Schlägereien anzettelt, im Krankenhaus landet und anschließend für 2 Tage völlig "unbrauchbar" ist bzw. eine längere Regenerationsphase benötigt, weil er unter den Alkoholnachwirkungen leidet und das Ganze auch noch "legitimiert" wird, in dem er sagt, wir wohnen ja nicht zusammen, so dass sie das Elend nicht in vollem Umfang mitbekommt.
Aber weiß irgendwer von den Extremtrinkern, wie sehr man sich für seinen Partner auch schämt, wenn er wieder mal den vollrunkenen Clown oder den ausfallenden Gruppenchef gibt, wenn das Verhalten dermaßen peinlich wird, wenn Freunde oder Bekannte darüber nur noch mitleidsvoll lachen oder verschämt wegsehen?

Ja, ich bin ein gebranntes Kind was den Alkohol betrifft, aber deshalb verteufle ich ihn nicht oder lebe abstinent.
Aber ich will nur immer mal die andere Seite aufzeigen, wie man sich fühlt, wenn man einen Partner hat, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat...bei dem man nie weiß, ob die nächste Party, Betriebsveranstaltung, Geburtstagsfeier, Kumpelabend den nächsten Absturz bringen...wenn man bereits aufschreckt, wenn das Telefon klingelt, weil man mit einer Hiobsbotschaft rechnet...für den man stundenlang liebevoll kocht, aber dann entweder versetzt oder der romantische Abend zum Horrortrip wird...den man aus seinen Klamotten befreien und unter schwerster Anstrengung ins Bett zerren darf, weil er nämlich sonst in klirrender Kälte vor der Haustüre liegen bleibt...bei dem man nicht weiß, ob er jetzt extrem lieb oder extrem böse wird...der Dinge sagt, die einem vor Entsetzen, Schmerz, Wut, Trauer, Angst Tränen in die Augen treiben und auch am ganzen nächsten Tag kaum ansprechbar ist und man sich wie ein Mäuschen verhalten muss.
Ja, so etwas kann die Hölle bedeuten und all diese schrecklichen Dinge bleiben einem auch im Gedächtnis haften - sogar in den Phasen ohne Alkohol und Nüchternheit...und von Mal zu Mal geht ein Stückchen Glaube, Liebe, Hoffnung.

Lieber TS...ich bin froh, dass du wirklich nichts beschönigst und ich kann dir nur erneut raten, dass du dir Hilfe suchst.
Als betroffener Partner ist man meist so verdammt hilflos und es schmerzt brutal, wenn wir erkennen müssen, dass unsere Liebe machtlos ist und keine Chance hat, gegen einen viel stärkeren Gegner wie den Alkohol anzukommen.
Denke daran: Deine Freundin hat dir schon einmal eine Chance gegeben, aber du hast wie bereits so oft deine Versprechen nicht eingehalten. Wieviele Chancen glaubst du noch zu erhalten? Wie lange denkst du, ist ein Mensch leidensfähig?
Wenn du jetzt etwas unternimmst, dann zeigst du ihr auch, dass du sie ernst nimmst und es Hoffnung für euch gibt.
Und das ist so unheimlich wichtig, wenn man weiß, dass der Partner seiner Probleme annimmt/stellt und sich in Hände begibt, die nicht nur für ihn die Rettung bedeuten können, sondern auch für die Partnerschaft.
Bitte zerstöre in ihr keine weiteren Illusionen, sondern tu etwas. Zuerst für DICH, das dann ein für EUCH wird.
 
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