Das lästige Thema Fernbeziehung

Benutzer69373 

Verbringt hier viel Zeit
Liebe Leute,

ich bin seit 2 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben bis vor einer Woche beide in Hamburg gewohnt. Jetzt ist sie zum studieren nach Hannover gezogen. Den Studiengang den sie sehr gerne belegen wollte wird in Hamburg nämlich nicht angeboten.

Uns trennen 90 Minuten Autofahrt und 140 Minuten Zugfahrt. Ich mache hier in Hamburg ein duales Studium und bin daher in der Woche zeitlich eingebunden. Freitags bekomme ich es jedoch schon hin um 14 Uhr loszufahren - dann bin ich so spätestens gegen 16 Uhr bei ihr.

Nun ist die erste Woche rum. Ich war am Wochenende bei Ihr und wir haben zusammen ihre Umzugsarbeiten beendet. Das Wochenende war an sich sehr schön. Die erste Woche war auch nicht so das Problem, weil alles neu war und man ausprobieren wollte wie schlimm es ohne den anderen ist. Aber jetzt, in der zweiten Woche, wo langsam der "Alltag" überhand gewinnt, geht es uns irgendwie schlecht. Wir könnten zwar, wollen es uns aber nicht für 5 Jahre lang vorstellen. Es gibt vielleicht nach anderhalb/drei Jahren die Möglichkeit, das wir zusammen ziehen. In den Semesterferien/Urlaub ist es natürlich möglich, dass wir die Zeit zusammen verbringen. (Einer von beiden muss dann den Tags über arbeiten aber Abends ist man zusammen).

Nun ist meine Frage: Was kann ich machen, damit die Zeit ein wenig schöner wird - nach der zweiten Woche ist man wahrscheinlich noch in der Umstellungsphase oder? Wir waren die letzten zwei Jahre täglich zusammen. (Gingen sogar auf dieselbe Schule)

Wäre eine Idee, sie mal unangekündigt von der Uni abzuholen und ihr so eine Freude zu bereiten?

Gibt es irgendwelche Erfahrungen wie es die ersten Wochen für so eine Beziehung ist?

Ich danke im voraus!
 

Benutzer97974 

Sorgt für Gesprächsstoff
[...] Was kann ich machen, damit die Zeit ein wenig schöner wird [...]

du könntest ihr einen schönen Brief schreiben oder eine Kleinigkeit schicken, da freut man sich doch :jaa: oder ihr was aufnehmen (gute Nacht Grüße oder sowas) und per Mail schicken...

fällt mir grad so ein (ich kenn die Situation nur anders rum)
 

Benutzer99591 

Öfter im Forum
Ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es nicht anders. Die erste Zeit ist am schwierigsten - sich neue Beschäftigungen suchen, einen neuen Alltag gestalten. Aber solange ihr immernoch ein Ende der Fernbeziehung vor Augen habt, kann man sich in schlechten Momenten immer wieder daran aufbauen. Und so groß ist eure Entfernung ja auch nicht. Wenn die Sehnsucht riesengroß wird, kann man ja immer nochmal nach Feierabend hinfahren.
Also Kopf!
 

Benutzer89142 

Öfter im Forum
Hi :smile:
kenne die situation fernbeziehung auch sehr gut..das mit dem vermissen, der großen sehnsucht u den schlechten phasen das kommt immer mal wieder.. rational gewöhnt man sich vielleicht an die situation "fernbeziehung", emotional isses jedes mal nach ner verabschiedung nach nem woende wieder schwer..
ich schließ mich da sunnydales vorschlägen mal an. So machen wir das auch :smile: Zusätzlich fällt mir noch ein: plane einen schöne unternehmung fürs woende, mit der du sie dann überraschen kanst. Oder gebt euch gegenseitig n kleidungsstück voneinander mit, da is man sich irgendwie auch nah :smile: Und redet ganz viel miteinander, teilt alltag, gedanken, gefühle (aber das macht ihr sicherlich!)

Und: auch wenn ihr euch die situation fernbeziehung gegenwärtig schwer über jahre vorstellen könnt, is es doch ein Lichtblick, dass ihr vielleich in 1,5 oder 3 jahren die möglichkeit habt, wieder zusammenzuziehen. seht es so, dass euch die phase der fernbeziehung stark macht! Und: ihr könnt euch ja so wie es ausschaut jedes woende sehen (klar wird es vielleicht auch mal stressige zeiten geben, in denen ihr euch nur jedes 2. woende sehen können werdet)! Also is die zeit alleien ja nicht so lang immer.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Wenn für euch beide jetzt das erste Semester begonnen hat, dann solltet ihr doch viel Zeit mit Organisation, neue Freunde finden, für Sportkurse anmelden und auf Ersti-Parties verbringen. Ergo: Sowohl die Zeit bis ihr euch wiederseht, als auch die Zeit, bis ihr euch an eure neue Situation gewöhnt habt, sollte schnell rumgehen.
 

Benutzer10046 

Meistens hier zu finden
Sehe das ähnlich wie xoxo: jetzt ist es doch eigentlich ganz spannend, weil alles neu und ungewohnt ist und ihr beide euch erstmal zurechtfinden müsst.

Zur Bewältigung des Trennungsschmerzes hilft es, viel miteinander zu reden, gemeinsame Aktivitäten zu planen, dem Anderen kleine Freuden bereiten, z.B. was schönes schicken. Wenn euch nichts zu reden einfällt, könnt ihr euch am Telefon ein Buch vorlesen. Ihr könntet auch Video-Telefonieren, wenn ihr beide schnelles Internet habt. Und ihr könnt den Alltag so gestalten, dass viel Zeit bleibt, wenn ihr zusammen seid, also z.B. unter der Woche einkaufen, abwaschen, bügeln und lernen und so am Wochenende mehr Zeit haben.

Übrigens könnt ihr das auch als Chance sehen: Da ihr euch seltener seht, ist diese Zeit intensiver, da man sie sich freischaufelt und versucht, sie besonders zu gestalten.
 

Benutzer98230 

Öfter im Forum
Fernbeziehung kommt bei uns auch öfter vor. Wir haben auch 130km entfernt voneinander studiert und uns nur am Wochenende gesehen. Für das Praxissemester habe ich mich bei einer Firma in ihrer Nähe beworben, ich wurde genommen und bin bei ihr auf 35 m² eingezogen. Haben dann 1 Jahr zusammen gelebt. Dann habe ich eine neue Stelle bekommen und bin wieder zurückgezogen. Wieder Fernbeziehung. Nach 7 Monaten habe ich mich entschieden, den Master zu machen um später promoviert werden zu können und bin 100km in die entgegengesetzte Richtung gezogen. Die Distanz ist gewachsen. Meine Freundin hat dann zum Praxissemester einen Platz in einem Unternehmen bei mir in der Nähe bekommen und ist zu mir gezogen. Mal wieder keine Fernbeziehung. Die nächste Trennung steht auch schon im nächsten Frühjahr ins Haus, wenn sie nach dem Abschluss für ein halbes Jahr nach Australien fliegt.

So etwas funktioniert nur, wenn man gut mit und gut ohne einander auskommt. Klar vermissen wir uns, aber jeder lässt den Partner an seinem Leben teilhaben, was auch (wichtig!) vom jeweils anderen gerne angenommen wird: Wir telefonieren min. jeden 2ten Tag. Was auch hilft sind Rituale, z.B. wünschen wir uns jeden Abend eine gute Nacht entweder per Telefon oder per SMS.
 
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