Dürfen Lehrer den Bewertungsschlüssel missachten?

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Hallo,

ich bin seit neustem auf einer neuen Schule um meine Ausbildung zu machen. Uns wurde gesagt, das man nun mit weniger Leistung trotzdem bessere Noten bekommt(z.B. 40% von 100% = eine 4) laut Kultusministerium. Jedoch machen da nicht alle Lehrer mit und bewerten einfach nach dem alten Bewertungsschlüssel. Andere wiederrum machen die Tests schwieriger, als die Klassenarbeiten weil die Klassenarbeiten nun weniger Wert als die Tests haben. Somit muss man öfter & noch mehr als zuvor lernen. Somit hat der vorgegebene Bewertungsschlüssel bzw die Veränderung keinen Sinn.

Denkt ihr man kann dagegen angehen(anonym), ohne das man schlecht vor den Lehrern da steht? Oder denkt ihr man muss es einfach wortlos hinnehmen und akzeptieren?

Wenn Tests schwieriger als Klassenarbeiten werden und mehr Inhalt haben, muss ich es wohl oder übel akzeptieren. Das liegt bestimmt im ermessen des Lehrers. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das mit der Missachtung des Bewertungsschlüssels in Ordnung ist. Das schlimme ist, dass einer der Lehrer, der das macht, der Direktor ist. Also wenn man dagegen angeht, ist man wohl gleich unten durch(vorallem später bei den Prüfungen). :frown: Er ist ja auch lieb und nett, aber seine Vorgehensweise finde ich einfach nicht richtig. Der Beschluss wurde durchgesetzt, damit die Schüler besser in der Schule werden. Und sie dann einfach zu missachten, finde ich einfach nicht in Ordnung..

Wie seht ihr das?
Über eine Antwort würde ich mich wirklich freuen!

Hier ist ein Artikel zum Beschluss: www.news4teachers.de/2012/05/sachsen-anhalt-hurden-fur-noten-senken/
PS. Es ist nicht so das ich faul oder so bin. Ich will einfach nicht schwieriger bewertet werden, als Schüler an anderen Schulen. Für jeden sollte ja das gleiche Recht herrschen. Und wenn wir Schüler uns an alle möglichen Regelungen usw halten sollten, dann sollten dies auch Lehrer tun meiner Meinung nach. Es geht einfach um Gerechtigkeit und Fairness.
 
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Gast
Ich kann dir keine verbindliche Antwort geben, glaube aber kaum, dass ein Bewertungsschlüssel verbindlich ist. Nen viel größeren Einfluss auf das Resultat einer Prüfung hat ja wohl auch der, die Fragen und somit den Schwierigkeitsgrad festlegt.

In der Schule gabs das ab und zu, in der Uni ist es gang und gäbe den Bewertungsschlüssel so anzupassen, dass ein entsprechender Schnitt oder Durchfallquote erreicht wird.
 
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Gast
Hat der Direktor sein Vorgehen denn mal begründet?

Ja, er findet das es sonst zu einfach den Schülern gemacht wird. Er möchte lieber das Leistungsniveau heben. Einerseits kann ich ihn ja auch verstehen und er will bestimmt das die Schule gut da steht. Klar ist es so, dass man dadurch einfacher gute Noten bekommt und immer mehr verdummen. Aber es ist nun mal so beschlossen wurden und ich finde daran müssen sich auch die Lehrer halten. Als vom Kultusministerium beschlossen wurde, das man in der 7. Klasse(oder so)(Realschule) eine Prüfungen hinlegen muss, damit entschieden wird ob man Hauptschüler oder Realschüler ist, konnte man ja auch nicht einfach nein sagen.[DOUBLEPOST=1352235748,1352234893][/DOUBLEPOST]
Ich kann dir keine verbindliche Antwort geben, glaube aber kaum, dass ein Bewertungsschlüssel verbindlich ist. Nen viel größeren Einfluss auf das Resultat einer Prüfung hat ja wohl auch der, die Fragen und somit den Schwierigkeitsgrad festlegt.

In der Schule gabs das ab und zu, in der Uni ist es gang und gäbe den Bewertungsschlüssel so anzupassen, dass ein entsprechender Schnitt oder Durchfallquote erreicht wird.


Ja aber ist das nicht ein Unterschied, wenn es vom Kultusministerium festgelegt wurde oder ein Lehrer den auf eine bestimmte Arbeit(Test oder KA) anpasst? Wenn man den bei bestimmten Arbeiten anpassen würde, wäre das ja auch noch was anderes. Dann würde man denken: "Ja, diesem Lehrer ist diese Aufgabe sehr wichtig und hier soll man sich besonders anstrengen. Er will wissen, was ich wirklich weiß/ kann.". Das wäre ja dann auch okay. Aber es ist halt grundsätzlich so bei manchen Lehrern. Und wie gesagt, bin ich halt an einer Schule, wo eigentlich die Regeln des Kultusministeriums, der Schulordnung/ Hausordnung gelten. Ich bin ja nicht an einer Uni und weiß nicht, ob die streng nach dem Kultusministerium handeln müssen. :zwinker:
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich kann dir keine verbindliche Antwort geben, glaube aber kaum, dass ein Bewertungsschlüssel verbindlich ist. Nen viel größeren Einfluss auf das Resultat einer Prüfung hat ja wohl auch der, die Fragen und somit den Schwierigkeitsgrad festlegt.

In der Schule gabs das ab und zu, in der Uni ist es gang und gäbe den Bewertungsschlüssel so anzupassen, dass ein entsprechender Schnitt oder Durchfallquote erreicht wird.
Genau das. Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass der Lehrer dann eben sagt, dass die Klausur einfacher gestaltet war, aber dafür eben der Bewertungsschlüssel gehoben wurde (kann mir vorstellen, dass es dafür auch eine Äquivalenztabelle oder so gibt).
Außerdem stimme ich auch zu, dass bestimmte Durchfallquoten vorgegeben sind und bestimmte Notenschnitte erreicht werden sollen.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
also ich finde ja 40% bei einer klausur sind ein klares versagen und sicher kein ausreichend. das ein land mit einer CDU regierung so was macht nur im vergleich mit leistungsstärkeren ländern besser abzuschneiden finde ich schon ziemlich schwach...
 
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Benutzer

Gast
Um was für eine Schule handelt es sich denn überhaupt? Musst du dich denn auch mit diesen Noten, die du jetzt schreibst, bewerben oder gibts noch einen schulübergreifenden Abschlusstest?

Was ich eigentlich damit sagen will: Lohnt sich der ganze Aufwand denn überhaupt?
 

Benutzer121323 

Meistens hier zu finden
Dass soetwas von der Politik bestimmt werden kann...
Kann nun unsere Politiker verstehen ...

Im Allgemeinen ist es für eine aussenstehende Person die logische Schlussfolgerung, dass die Prüfung schwieriger gestaltet werden, weil sonst das Niveau signifikant sinkt. Dir kommt dies eig. nur zugute (auch wenn man es nicht gerne hört...), ob Uni, spätere Arbeitgeber o.ä. spielt keine Rolle. (Denn es spricht sich herum (auch über die Landesgrenzen), wie gut eine Schule ist. Bei einigen Arbeitgebern ist es üblich, dass man ein Assesment ablegen muss).

Ich würde nur stunk machen, wenn der Bewertungschlüssel nicht ausgegeben wird.

Off-Topic:
Bei uns ist es üblich, dass die Prüfungen viel zu schwierig angesetzt werden, weil man schauen will, wie kreativ (kein stures Formeln anwenden) die Studenten unter Zeitdruck sind. Einmal hat man mit 55% ne 6 (Schweizer Notenskala) gekriegt. Fand ich im ersten Moment auch nicht Lustig, aber wäre nie und nimmer bei einer einfachen Prüfung auf solche Lösungswege gekommen :grin:
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ab wann soll dieser Notenschlüssel denn gelten?

(Für 40% ne 4 find ich persönlich vieeel zu großzügig... das ist nie im leben das, was "ausreichend" ist)
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
(Für 40% ne 4 find ich persönlich vieeel zu großzügig... das ist nie im leben das, was "ausreichend" ist)
Es kommt eben immer drauf an, wie die Aufgabenstellung aussieht.
An der Uni hatte ich z.B. einen Prof, der die Klausuren immer so gestaltet hat, dass niemand in der vorgegebenen Zeit alle Aufgaben lösen konnte und der unglaublich schwere Aufgaben gestellt hat.
Dank miserabler Ergebnisse wurde der Notenschlüssel dann auch immer angepasst und man hatte mit 10-20% der möglichen Punkte schon bestanden.
Aber die Leistung, die nötig war, um 10-20% in dieser Klausur zu erreichen, hätte bei den meisten anderen Professoren locker gereicht, um 60-80% der möglichen Punkte zu bekommen.
Von daher waren seine 10-20% alles Andere als großzügig und seine Klausuren hatten mit mindestens 30% immer noch die höchsten Durchfallquoten im gesamten Studiengang.
 

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
mrs_indiscribable schrieb:
Der Beschluss wurde durchgesetzt, damit die Schüler besser in der Schule werden.

Die Schüler werden nicht besser - die Noten werden einfach abgewertet. Das ist so ähnlich wie mit Geld. Selbst wenn der Staat es säckeweise verschenkt, werden die Leute deshalb noch lange nicht reich.

Es sei denn, die Klausur wird schwieriger. Aber dann macht dieses Spielchen eigentlich keinen Sinn.

banane0815 schrieb:
Dank miserabler Ergebnisse wurde der Notenschlüssel dann auch immer angepasst und man hatte mit 10-20% der möglichen Punkte schon bestanden.

Ob das der richtige Weg ist, im Nachhinein quasi eine Normalverteilung über die Klausurergebnisse zu stülpen ? Das funktioniert vielleicht bei 150Teilnehmern. Wenn aber nur 30 teilnehmen, kann das schnell nicht mehr passen.
 

Benutzer123520 

Ist noch neu hier
Off-Topic:
also ich finde ja 40% bei einer klausur sind ein klares versagen und sicher kein ausreichend. das ein land mit einer CDU regierung so was macht nur im vergleich mit leistungsstärkeren ländern besser abzuschneiden finde ich schon ziemlich schwach...

Warum sollten 40% nicht ausreichend sein? Wer sagt denn, dass es erst dann ausreichend ist, wenn ich die Hälfte des geprüften Stoffes weiß?
Ich hatte erst an der Uni eine Diskussion über die Tatsache, dass man in der Schule als auch an der Uni erst positiv ist, wenn man 50% des Stoffes kann .. das ist eine Tatsache, die schon ewig in unserem Bildungssystem (ich spreche vom Bildungssystem Österreichs - hoffe, dass es in Deutschland ähnlich ist ^^) verankert ist und niemand kann eine gültige Antwort darauf geben .. zumindest konnte auch unser Professor keine Antwort darauf geben.

Ich kann dir keine verbindliche Antwort geben, glaube aber kaum, dass ein Bewertungsschlüssel verbindlich ist. Nen viel größeren Einfluss auf das Resultat einer Prüfung hat ja wohl auch der, die Fragen und somit den Schwierigkeitsgrad festlegt.

In der Schule gabs das ab und zu, in der Uni ist es gang und gäbe den Bewertungsschlüssel so anzupassen, dass ein entsprechender Schnitt oder Durchfallquote erreicht wird.

Soweit ich das beurteilen kann, ist keinE LehrerIn dazu gezwungen den Bewertungsschlüssel einzuhalten .. in Österreich ist es so, dass jedeR LehrerIn seinen/ihren Bewertungsschlüssel selbst erstellen kann und auch nirgends absegnen lassen muss ..

Denkt ihr man kann dagegen angehen(anonym), ohne das man schlecht vor den Lehrern da steht? Oder denkt ihr man muss es einfach wortlos hinnehmen und akzeptieren?

Ich glaube nicht, dass du dich anonym dagegen auflehnen kannst und dass das dann für dich eher in die Hose geht :-/ .. Die LehrerInnen sitzen immer am längeren Ast und gerade in deinem Fall, wenn dein Klassenlehrer auch noch der Direktor ist, würde ich an deiner Stelle versuchen aus der Situation das beste zu machen und mich nicht mit ihm anlegen .. Zumindest würde ich so handeln
 

Benutzer102417  (35)

Öfter im Forum
in BaWü liegt die Notengebung im Ermessensspielraum des jeweiligen Lehrers. Die Gremien können dafür nur Empfehlungen abgeben. Die Lehrer müssen sich also nicht daran halten.
Du kannst ja mal für dein Bundesland nach "Schulgesetz" und "Notenbildungsverordnung" googeln.
 

Benutzer123421  (31)

Sehr bekannt hier
Denkt ihr man kann dagegen angehen(anonym), ohne das man schlecht vor den Lehrern da steht? Oder denkt ihr man muss es einfach wortlos hinnehmen und akzeptieren?


Also mein Vater ist auch Direktor und meine Mutter Lehrerin.
So und was ich von den gelernt habe und auch durch eigene Erfahrungen, leg dich NIE mit einem Lehrer an, er sitzt einfach am längeren hebel.
Und zwar ist das so, dass Leher alles so begründen können das du am arsch bist. Also wenn er nun meint das sein Bewertungsschlüssel ist dann wird der das auch so durchsetzen können. Selbst vor einem Anwalt und so. Ich wäre da vorsichtig und solange du keine schlechten Noten schreibst ist doch alles gut. :grin:
 
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Gast
Um was für eine Schule handelt es sich denn überhaupt? Musst du dich denn auch mit diesen Noten, die du jetzt schreibst, bewerben oder gibts noch einen schulübergreifenden Abschlusstest?

Was ich eigentlich damit sagen will: Lohnt sich der ganze Aufwand denn überhaupt?


Berufsschule, naja es gibt ein ganz normales Zeugnis. In 3 Fächern muss man eine Prüfung machen, in den anderen Fächern kann man immer freiwillig- wenn nicht bleibt die Note erhalten.
 

Benutzer118483 

Benutzer gesperrt
Also hier in Bayern musst du auch mindestens 50% wissen um eine 4 zubekommen, Lehrer können den Schlüssel auch nur bedingt ändern wenn man z.B. 4,6 Klassendurchsschnitt rauskommen würde, dann verändern sie diesen um auf 4,4 zu kommen um die Probe nicht Neuzuschreiben. Dagegen vorgehen kannst du nur bedingt da der Rektor dir wegen allem den Gar ausmachen kann. Natürlich kannst du gegen gewisse Schulordnungsverstöße wie Sinnlose Verweise, Sozialstunden und was es noch alles gibt vorgehen aber die Erfolgsquote ist relativ gering...
 

Benutzer106870 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also in Bayern ist das so:

Die Notenschnitte müssen in der Gauß'schen Normalverteilung liegen.
Also zwischen 4-10 Punkten. Alles was drunter oder drüber liegt muss vom Rektor durchgesehen werden. Dann MUSS der Schnitt angepasst werden, mit einem bestimmten Schlüssel - bei mir sind 40% = 4 Punkte. Wenn das bei einer bestimmten Klasse öfter vorkommt, werden die Klausuren auch vom Kultusministerium untersucht. Und evt. können sie eine Wiederholung der Arbeit erreichen.

Und da soll mir einer sagen, dass man Chancengleichheit will. Oder das alle eine Chance haben sollen zu studieren....
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Hi miss indescribible,

Ich verstehe Dein Anliegen - gleiche Chancen für alle.
Allerdings kann man sich diese Forderung angesichts des föderativen Systems, was besonders im Bildungswesen verwirklicht wird, gleich wieder sparen. Wenn irgendwo deutliche Ungleichheit liegt, dann hier.
Soviel mal dazu, nun zu den einzelnen Punkten:

Ein Erlass ist bindend. Für alle. In dem Artikel steht, dass die neuen Pläne, nach denen sich der Erlass richtet, seit diesem Schuljahr gelten. Da würde ich tatsächlich das Gespräch suchen - auch ruhig mit dem unterrichtenden Rektor. Sofern man seine Anliegen sachlich darlegt, und sich nicht als nur auf Vorteile hinarbeitend darstellt, sollte es auch eine vernünftige Antwort geben.

Es geht in dem Artikel allerdings um Abschlüsse. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit schulintern, d.h. in Abstimmung mit den Fachkonferenzen, für "normale" Klausuren andere Schemata angewendet werden dürfen.

Das wäre doch eine berechtigte Frage - die ein Lehrer sicher entspannter im Zwiegespräch beantwortet, als vor einer ganzen Gruppe von Schülern, die ihm vielleicht den Eindruck vermitteln, dass sich nur ein Minimum leisten möchten.

Viel Erfolg, Gruß, cocos

Off-Topic:
Um ehrlich zu sein wird mir ganz übel, wenn ich daran denke, was dieser Erlass am Ende bedeutet. Wer möchte denn von einem fertig geprüften Fachmenschen, sagen wir mal, Elektroinstallateur, seine Gerätschaften reparieren lassen, wenn er also nicht einmal die Hälfte der theoretischen Ansprüche der Ausbildung erfüllen kann? Als Azubi mag man noch drauf pochen - als "Kunde" dieser fertig Ausgebildeten wiederum hat man ja dann doch andere Ansprüche.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Um ehrlich zu sein wird mir ganz übel, wenn ich daran denke, was dieser Erlass am Ende bedeutet. Wer möchte denn von einem fertig geprüften Fachmenschen, sagen wir mal, Elektroinstallateur, seine Gerätschaften reparieren lassen, wenn er also nicht einmal die Hälfte der theoretischen Ansprüche der Ausbildung erfüllen kann? Als Azubi mag man noch drauf pochen - als "Kunde" dieser fertig Ausgebildeten wiederum hat man ja dann doch andere Ansprüche.
Auch hier kommt es doch wieder auf das Niveau der Ausbildung oder des Unterrichts beim jeweiligen Lehrer an:
Wenn ein Lehrer deutlich mehr behandelt, als eigentlich als Stoff (im Lehrplan oder wo auch immer) vorgesehen ist und auch all das abfragt, ist es doch völlig ausreichend, 40% davon zu wissen... denn dann weiß man immer noch deutlich mehr als wenn man in der Klausur eines anderen Lehrers, der nur gerade so den Inhalt des Lehrplans oberflächlich behandelt, 60% der möglichen Punkte bekommt.

Ein Extrembeispiel war eine Vorlesung zum angeblich selben Thema, die ich in verschiedenen Jahren bei zwei verschiedenen Professoren gehört habe:
Das Thema, das bei Professor A ca. die hälfte des Semesters beansprucht hat, war bei Professor B gerade mal ein kleines Anwendungsbeispiel, das in 4 Stunden abgehandelt wurde, weil er das ganze Themengebiet aus einer deutlich allgemeineren Perspektive betrachtet hat.
Wenn ich nun genug wusste, um bei Professor A die Klausur mit 60% der maximal möglichen Punktzahl zu bestehen, hat das bei Professor B nicht gereicht, um den Schein zu bekommen, obwohl man den Schein schon mit 20% der maximal möglichen Punktzahl bekommen hat.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:

Auch hier kommt es doch wieder auf das Niveau der Ausbildung oder des Unterrichts beim jeweiligen Lehrer an:
Wenn ein Lehrer deutlich mehr behandelt, als eigentlich als Stoff (im Lehrplan oder wo auch immer) vorgesehen ist und auch all das abfragt, ist es doch völlig ausreichend, 40% davon zu wissen... denn dann weiß man immer noch deutlich mehr als wenn man in der Klausur eines anderen Lehrers, der nur gerade so den Inhalt des Lehrplans oberflächlich behandelt, 60% der möglichen Punkte bekommt.

Ein Extrembeispiel war eine Vorlesung zum angeblich selben Thema, die ich in verschiedenen Jahren bei zwei verschiedenen Professoren gehört habe:
Das Thema, das bei Professor A ca. die hälfte des Semesters beansprucht hat, war bei Professor B gerade mal ein kleines Anwendungsbeispiel, das in 4 Stunden abgehandelt wurde, weil er das ganze Themengebiet aus einer deutlich allgemeineren Perspektive betrachtet hat.
Wenn ich nun genug wusste, um bei Professor A die Klausur mit 60% der maximal möglichen Punktzahl zu bestehen, hat das bei Professor B nicht gereicht, um den Schein zu bekommen, obwohl man den Schein schon mit 20% der maximal möglichen Punktzahl bekommen hat.


Off-Topic:
Ich weiß das es viele mathe professoren so halten aber ich habe nie verstanden habe was der sinn dahinter ist. IMO lassen die profs da einfach ihren schwanz raushängen und zeigen den studenten wo der hammer hängt (insbesondere den "idioten" also den Ingenieuren und BWLern:smile:).

Klar sollte eine klausur anspruchsvoll sein damit man die richtig guten von den guten unterscheiden kann, aber wo liegt der sinn eine klausur zu machen bei der die besten 30% erreichen? wenn man die klausur so macht, dass der bestmögliche student (also nicht ein normaler 1,0 absolvent sondern ein nobelpreis kandidat) 99% schafft wäre die klausur genauso selektiv und anspruchsvoll. ein problem gäbe es erst dann wenn auch der 5. beste 100% erreicht. dann würde das niveau in der tat sinken. aber klausuren so over the top zu stellen bedarf IMO schon einiger "wissenschaftleridiotie".
 
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