Dürfen Lehrer das??

Benutzer78066  (43)

Sehr bekannt hier
:hmm: Wer nicht fragt, bleibt zwar dumm .... ABER:

Ich weiß gar nicht, auf was er mit den Antworten auf die Frage hinaus will ... mal unabhängig davon ob er es darf oder nicht. Auf jeden Fall muss man darauf nicht antworten ... ist ja keine Frage in der Klassenarbeit und wissensrelevant.
 

Benutzer94944 

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Nur wenn er vorher den Finger streckt!

Spaß beiseite. Ich bin noch von der alten Schule und sehe den Lehrer deshalb nicht nur als Wissens- sondern v.a. auch als Wertevermittler - eine Person mit Erziehungsfunktion eben. Von daher erwarte ich, dass er mit gutem Beispiel vorangeht und, in diesem Falle, seinen Schnabel hält.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es ist sicherlich, wie wohl immer, eine Einzelfallfrage, die man nur konkret beantworten könnte, wenn man die näheren Umstände kennen würde. Öffentlich (und ernsthaft auf Antworten wartend) in der Klasse gefragt, seh ich schon eine Grenzüberschreitung, weil der Lehrer bei der Sexualerziehung Zurückhaltung wahren muss (lt. Schulgesetz). Ich denke nicht, dass die Frage nach den schon erlebten sexuellen Aktivitäten zurückhaltend ist.
Man sollte aber auch bedenken, dass es auch Schüler gibt, die dem Lehrer solche Fragen stellen - da ist die (dann eher rhetorische) Gegenfrage sicher anders zu bewerten.
 
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Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
"Man" darf sicherlich prinzipiell erst mal alles fragen, ein Lehrer aber nicht.

Er hat einen Erziehungsauftrag und die Schüler sind minderjährige Schutzbefohlene, da zieht der Gesetzgeber ganz klare Grenzen - wie's in diesem konkreten Fall aussieht, kann ich leider nicht beantworten, ich könnte mir allerdings durchaus vorstellen, dass so ne Frage im Rahmen des Unterrichts eine relevante Grenzüberschreitung ist, auf die disziplinarische Maßnahmen für ne Lehrkraft folgen können.
Vorausgesetzt natürlich, jemand beschwert sich. Wo kein Kläger, da kein Richter...

Also ich fände das schon sehr bedenklich, wenn irgendwo festgelegt ist, ob und was Lehrer fragen dürfen.
Es steht einem doch jederzeit frei zu sagen "darüber möchte ich nicht sprechen" und fertig.
Klar, in dem Alter (bei uns gabs das in Bio auch in der siebten) wird dann gekichert und aufgezogen, aber das wird doch sowieso. Da hat man sogar mit einem Tischbein erotische Assoziationen.

Was einem Lehrer das nun bringen soll erschließt sich mir auch nicht ganz, weil er sich doch denken kann, dass die Antworten null aussagekräftig sind. Wer sich interessant machen will sagt ja, wer sich schämt nein, oder umgekehrt^^
Wir hatten in der Oberstufe auch einen Lehrer der gern mal anzügliche Kommentare fallen ließ im Sinne von "He, nicht einschlafen. Sie müssen nachts eben mehr schlafen statt zu vögeln." :rolleyes: haha. Joa, aber mei. Ich weiß nicht genau, wieso sowas explizit verboten sein sollte, es steht ja jedem frei es zu ignorieren...
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann dir nicht sagen, ob ein Lehrer das darf. Ich denke aber nicht, dass es irgendwelche festgelegten Regeln gibt,was ein Lehrer dich fragen darf oder nicht. Dass es gewisse Grenzen gibt, sollte dem Lehrer aber schon klar sein.
Und es gibt einige Dinge, die einen Lehrer definitiv nichts angehen und ob ihr schon Sex hattet gehört für mich auf jeden Fall dazu. Finde es sehr befremdlich, dass der Lehrer so eine Frage stellt und hätte ihn vermutlich sehr harsch abblitzen lassen. Geht gar nicht!
 

Benutzer131352 

Sorgt für Gesprächsstoff
..ich empfinde diese Frage aus dem Mund eines Lehrers als sehr unpassend.

Wozu ist denn diese Information für ihn relevant?

..diese Frage habe ich mir allerdings auch gestellt- das erinnert mich an meine Schulzeit, in der der Deutschlehrer eines Tages die Mädels fragte, welche von denen denn schon die Pille nähme. Im Grunde zielte das auch nur darauf ab, herauszufinden, wer denn schon Sex hätte..:rolleyes:
 
M

Benutzer

Gast
Also ich fände das schon sehr bedenklich, wenn irgendwo festgelegt ist, ob und was Lehrer fragen dürfen.

Natürlich gibt es keine Schwarze Liste mit verbotenen Fragen :rolleyes:

Aber wenn eine Fragestellung/Aussage mit gesetzlichen Regelungen kollidiert, könnte es brenzlig werden.
Wo da die Grenze zu ziehen ist, ist natürlich schwierig und sicherlich vom Einzelfall abhängig zu machen. Da dürfte "Hattest du schon mal Sex" wohl grad noch so in ner Grauzone sein.

Ich bin mir allerdings sicher, dass man dieses Frage, würde sie z.B. einer einzelnen Schülerin gestellt, als sexuelle Belästigung klassifizieren könnte, was besonders im Kontakt mit Schutzbefohlenen sehr heikel ist. Das Erfragen von sexuellen Präferenzen und Erlebnissen der Schüler kann sicherlich unangenehme Konsequenzen für nen Lehrer nach sich ziehen.
Es ist wohl auch davon auszugehen, dass der betreffende Lehrer sich definitiv ne Mahnung vom Direktor einhandeln würde, wenn sich Schüler über diese persönlichen Fragen beschweren, weil sowas nichts in nem schulischen Kontext zu suchen hat.

Ob man als Schüler sowas gleich so ernst nehmen sollte, steht natürlich auf nem anderen Blatt.
Bei uns wurden Lehrer immer eher ein wenig verarscht, wenn sie solche Grenzen überschritten haben :smile:
 

Benutzer62315  (50)

Verbringt hier viel Zeit
Auf gar keinen Fall antworten. Es geht den Lehrer nichts an. Und halte es für abselut unmoralisch wenn ein Lehrer eine solche Frage stellt.
 

Benutzer131352 

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:
Kannst du mir diesen Zusammenhang erklären?

..gerne:zwinker: : sobald sich eine Lehrkraft aus dem nichts (Smalltalk) heraus danach erkundigt, wer denn von den 14/15-Jährigen Mädels schon mit der Pille verhüte, dann kann ich keinen tieferen Sinn erkennen, als den, herauszufinden, wer denn von ihnen schon sexuell aktiv ist, auch oder gerade um sich daran "hochzuziehen" (?)..
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
..gerne:zwinker: : sobald sich eine Lehrkraft aus dem nichts (Smalltalk) heraus danach erkundigt, wer denn von den 14/15-Jährigen Mädels schon mit der Pille verhüte, dann kann ich keinen tieferen Sinn erkennen, als den, herauszufinden, wer denn von ihnen schon sexuell aktiv ist, auch oder gerade um sich daran "hochzuziehen" (?)..
Das würde ich so nicht behaupten. Sexualkunde wird ja nunmal sinnvollerweise an der Schule unterrichtet und Verhütung ist dabei ein wichtiges Thema. Wenn man also als Lehrer fragt, wer sich damit auskennt bzw. vielleicht selbst die Pille nimmt, dann würde ich davon ausgehen, dass das ein simples Abfragen des Wissensstandes ist, wie es bei jedem anderen Thema auch stattfindet.
 

Benutzer131352 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das würde ich so nicht behaupten. Sexualkunde wird ja nunmal sinnvollerweise an der Schule unterrichtet und Verhütung ist dabei ein wichtiges Thema. Wenn man also als Lehrer fragt, wer sich damit auskennt bzw. vielleicht selbst die Pille nimmt, dann würde ich davon ausgehen, dass das ein simples Abfragen des Wissensstandes ist.

..das wäre sicher eine weitere Möglichkeit, ja..:jaa: - ..dass du auch immer das Gute im Menschen sehen musst, baa..:grin:
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Er darf schon Fragen. Aber es geht ihm halt nichts an :zwinker:

So einfach.
Was den Lehrer nichts angeht, darf er auch nicht fragen.

Alle, die der Ansicht sind, man brauche ja nicht zu antworten, sollten nicht vergessen, dass eine Lehrerfrage grundsätzlich immer zu beantworten ist. Es sei denn, der Unterricht wäre zur unverbindlichen Plauderstunde verkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer125231 

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, sollten nicht vergessen, dass eine Lehrerfrage grundsätzlich immer zu beantworten ist.

Ha. Weisst du was für ein Ärger ein Vorgesetzter bekommen würde, würde er das einer Lehrtochter bei meinem Vater fragen? Ich denke nicht, dass es bei den Lehrern anderst funktioniert. Aber das hier ist ne verdammt heikle Frage im allgemeinen :zwinker:
 
G

Benutzer

Gast
Ich bin jetzt keine Juristin, aber ich schätze, das ist wieder so eine rechtliche Grauzone, wo es letztendlich darauf ankommt, ob jemand Anzeige erstattet oder nicht.

Ich glaube kaum, dass es einen Paragraphen gibt, der 1:1 regelt, was ein Lehrbeauftragter seine Schüler fragen darf und was als unpassend gewertet wird. Sollte die Frage nach dem Sexleben der Schüler allerdings im Unterricht gestellt werden und einer dieser Schüler klagt, weil er/sie sich belästigt fühlt, hat der Lehrer ein Problem. Dann greift garantiert irgendein übergreifendes Gesetz gegen Belästigung von Schutzbefohlenen und der Lehrer kann juristisch belangt werden.

Könnte ich mir zumindest so oder so ähnlich vorstellen.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Ha. Weisst du was für ein Ärger ein Vorgesetzter bekommen würde, würde er das einer Lehrtochter bei meinem Vater fragen? Ich denke nicht, dass es bei den Lehrern anderst funktioniert. Aber das hier ist ne verdammt heikle Frage im allgemeinen :zwinker:
Aber du weisst schon, was ich gemeint habe?
Weil die Lehrerfragen grundsätzlich zu beantworten sind, darf der Lehrer solchen intimen Fragen gar nicht erst stellen.

Dass der Schüler die Antwort verweigern darf und soll, ist klar. Aber der Lehrer darf sich nie und nimmer damit herausreden, der Schüler brauche ja nicht zu antworten.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber du weisst schon, was ich gemeint habe?
Weil die Lehrerfragen grundsätzlich zu beantworten sind, darf der Lehrer solchen intimen Fragen gar nicht erst stellen.

Dass der Schüler die Antwort verweigern darf und soll, ist klar. Aber der Lehrer darf sich nie und nimmer damit herausreden, der Schüler brauche ja nicht zu antworten.

Off-Topic:

Naja, "ich sage dazu nichts" ist ja keine Verweigerung. Verweigerung ist, einfach still zu sein.
Ich hab das in meinen Schulzeiten zur Genüge ausdiskutiert und wurde bestätigt, "ich weiß nicht" zählt nicht als Arbeitsverweigerung. "Nö" allerdings schon :zwinker:
 

Benutzer125231 

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Lehrer Fragen müssen beantwortete werden? Ja gut, dass ist was anderes.

Aber sorry, ein Lehrer kann sicher nicht so eine Frage an einer Schülerin stellen. Nimmt mich mal wunder, was die Eltern dazu sagen würden & der Schulleiter :smile:
 

Benutzer129190  (36)

Benutzer gesperrt
Ich verstehe nicht, was manche deswegen für eine Reaktion zeigen, ich kann mich da an eine ähnliche Situation aus meiner Schullaufbahn erinnern und da ging es auch um Aufklärungsunterricht. Wer sagt, dass es dafür nicht nötig sei, dem sollte wohl gesagt werden, dass zur Aufklärung mehr als nur Blumen und Bienen gehören und dass es auch um emotionale Komponenten geht.
Weder damals noch heute fand ich es schlimm, denn es musste niemand antworten, aber wer wollte, konnte etwas dazu sagen, was er erlebt hat (wer jetzt irgendwas falsches denkt: das war keinesfalls so, dass ein geiler alter Bock wissen wollte, was die jungen Dinger so treiben, es lief alles sehr reif ab).
Außerdem muss man nicht auf jede Lehrerfrage antworten: jeder hat ein Recht darauf zu schweigen, wenn es persönlich wird und alles andere finde ich doch ziemlich antiquiert.
 
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