Dürfen homosexuelle Pärchen Kinder adoptieren?

M

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Gast
also ich finde es völlig OK.

die leute stellen sich homosexuelle immer so unnormal vor...

also leben tun sie wie alle anderen auch... und ich finde solange sie sich dem Kind angemessen verhalten und dann auch gute Referenzen haben.... gutes Einkommen, Wohnung, genug Zeit für das Kind und vielleicht eine große Familie in der das Kind aufwachsen kann...

Das ist das wichtige.. natürlich für manche "unnormal" und mit vielen Hürden und Vorurteilen verbunden.. aber das wird sich auch noch legen... ich bin völlig dafür!!
 
K

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Gast
Ich kann manchmal einfach nur den Kopf schütteln, wenn ich mitbekomme wie manche Menschen einfach total in der Zeit zurückgeblieben sind. Absolut traurig sowas. Warum sollten homosexuelle Paare weniger in der Lage sein ein Kind zu adoptieren als heterosexuelle Paare? Ich empfinde da keinen Unterschied, solang das Paar bereit ist sich für das Kind einzusetzen, sollte es genauso eine Chance darauf haben können, es zu adoptieren, wie jedes heterosexuelle Paar. Die Sexualität sagt doch einfach überhaupt nichts darüber aus, ob man in der Lage ist, ein Kind zu erziehen und zu pflegen.
 
D

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Gast
Ein Kind, welches adoptiert wurde, hat ab einem gewissen Alter das Recht zu wissen WER seine leiblichen Eltern sind. Das birgt einiges an Zündstoff und kann fatale Folgen für einen Menschen haben, der eh schon nach seinen Wurzeln sucht.

Dass ich Homosexuelle und Lesben toleriere, auch die Heirat und das Zusammenleben sowie die rechtliche Anerkennung in Renten oder UNterhalts/Krankheits/Todesfragen hat absolut nichts damit zu tun, dass ich es verabscheue, wie gleichgeschlechtliche Paare ihre Selbstbestätigung in einem KIND suchen.

Das Kind, der Mensch verkommt zur Ware.

Künstliche Befruchtung, Leihmütter und Erziehung in einem gleichgeschlechtlichen Umfeld, es gibt wirklich Nichts, was der Mensch sich und der Gesellschaft übles antuen kann.

Ich behaupte nicht, dass homosexuelle PAare ihren Kindern nicht die gleichen Werte vermitteln könnten, als hetero Paare. Denn die sind eh nicht mehr da, da man ja Jahrtausende alte funktionierende Normen der Ehe und Familie über den HAufen wirft.
 

Benutzer79116 

Meistens hier zu finden
@ donmartin
Und was ist mit den ganzen heterosexuellen Paaren, die ihre Selbstbestätigung in einem Kind suchen? Sowas hat doch auch nix mit der sexuellen Orientirung zu tun.
Und wenn Du künstliche Befruchtung und Leihmütter kritisierst, dann mußt Du konsequenterweise auch Empfängnisverhütung ablehnen. Denn Deine Jahrtausende alten Normen der Ehe und Familie werden doch schon dadurch über den Haufen geworfen, daß man den Zeitpunkt einer möglichen Schwangerschaft ziemlich genau planen kann.

Edit: Die "ganzen" heterosexuellen Paare sind natürlich Quatsch, die allermeisten wünschen sich halt ein Kind, um eine glückliche Familie zu werden, nicht mehr und nicht weniger.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Off-Topic:
Das Kind, der Mensch verkommt zur Ware.

Sagt der Mann, der in einem anderen Thread Kinder zu bloßen Kostenfaktoren erklärt. :ratlos:



Ich sehe keinen Grund, Homosexuellen das Recht auf Adoption zu verwehren.

Sie sorgen genauso gut (oder schlecht) für ein Kind wie heterosexuelle Paare, und dass ein Adoptivkind gleichgeschlechtlicher Eltern darunter leidet, keine Bezugsperson des anderen Geschlechts zu haben, empfinde ich als übertriebene Aussage.

Die wenigsten Homosexuellen werden abgeschottet in Schwulen-/Lesbenkommunen leben. :hmm:

Abgesehen davon ist nicht ganz selbstverständlich anzunehmen, dass das leibliche Kind eines Hetero-Paars natürlich beide Bezugspersonen ausreichend zur Verfügung hat - Heterofamilie ist nicht gleich Bilderbuchfamilie.
Ganz zu schweigen von den schon erwähnten Alleinerziehenden, deren Kinder ja auch nicht verkommen.

Vielleicht sind Homosexuelle gar im Schnitt die besseren Eltern,
da es bei ihnen im Gegensatz zu den Heteros nicht zu ungewollten Schwangerschaften kommen kann, man nicht mal eben ungeplanten Nachwuchs durchfüttern muss, sondern die Elternschaft ewig vorbereiten muss und sich ganz genau überlegt, ob und warum man ein Kind möchte.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
...dass ich es verabscheue, wie gleichgeschlechtliche Paare ihre Selbstbestätigung in einem KIND suchen.

Jau... genau so wird es sein. :rolleyes:

Mal davon abgesehen, dass Du diesen Vorwurf auch jedem Heten-Paar gegenüber machen könntest, ist sowas der größte Quatsch, den man bei diesem Thema lesen kann. Ein Kind zu erziehen ist ja auch derart unkompliziert und easy, dass man das mal eben macht, um sich selbst etwas zu beweisen.

Und zum Thema Werte, Ehe... Ich glaube, es waren die Heten selbst, die ihre Vorstellungen dazu verändert oder besser gesagt, angepasst haben. Die Erde dreht sich halt weiter...
 

Benutzer114589  (23)

Benutzer gesperrt
also schlimm fände ich es nicht wenn die das dürfen, die wollen ja schlieslich auch kinde und ich weis nicht was dagen stimmt, die können dem kind ja genau so viel bieten wie ein normale leute !
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
den kinderwunsch gleichgeschlechtlicher paare als irgendwie verwerfliche "suche nach selbstbestätigung" abzuwerten empfinde ich als diskriminierend, irrational und offensichtlich auf vorurteilen aufbauend. auch sehe ich am pflege- und adoptionselternsystem kein verkommen des kindes zur "ware" - ganz im gegenteil. die "ware" in diesem zusammenhang sind viel eher die eltern, die bewertet und geprüft werden, bevor ihnen ein kind überantwortet wird.

und jetzt ganz allgemein, auf niemanden hier persönlich bezogen:

auch vorsichtig sein sollten jene, die meinen, das heteronormative bild der familie wäre eine "jahrtausendealte tradition, die über den haufen geworfen wird". wer sich ein etwas genaueres und realitätskonformeres geschichtsbild leistet, wird sehen, dass die familie als institution wildesten veränderungen unterworfen war und sich daraus keine tradition ableiten lässt - davon abgesehen, dass traditionen nicht unser leben bestimmen und bewerten, sondern wir selbst tun es. es mag sein, dass manche von uns in ermangelung von hinreichend selbstbewusstsein irgendwann dazu übergegangen sind, sich gedankenlos irgendwelchen traditionen hinzugeben (weil man sich dann selbst nicht mehr so viel für sein eigenes verhalten rechtfertigen "muss") - nicht nur manche, sondern sehr viele tun das. sich quasi resignierend irgendeiner tradition zu unterwerfen ist etwas, das meiner ansicht nach "gegen die natur" ist. das einzig stete merkmal der jahrtausende alten geschichte des menschen ist die veränderung. und sich am ende des lebens vorwerfen lassen zu müssen, nichts neues beigetragen zu haben, weil man dafür zuviel angst oder zuwenig charakterfestigkeit hatte oder einfach zu anbiedernd war, ist - für mich - DAS wahre unding. sowas finde ich schade, aber jeder wie er möchte. "jeder wie er möchte" sollten sich nur alle gleichermaßen hinter die ohren schreiben, denn niemand von uns führt das für alle vorbildliche leben - auch wenn manche das vielleicht glauben, nur weil sie so tun als wäre ihre vorstellung von leben aus einer tradition abgeleitet.
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
Natürlich sollten homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen. Und da haperts ja bislang schon in unserer Gesetzgebung, da es nicht möglich ist, als Paar sich diesen Wunsch zu erfüllen. Das finde ich diskriminierend, nicht der heutigen Gesellschaft entsprechend und einfach nur rückständig.
In Deutschland geht es bisher, soweit ich weiß, nur als Einzelperson (oder eben als heterosexuelles Paar). Und auch da ist es mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.

Im Übrigen bin ich in dem Punkt aber auch sehr dafür, dass man sich die Adoptiveltern vorher ganz genau anschaut, z.B. hinsichtlich ihres Lebensumfeldes. Aber hier würde man sicher auch zu der Schlussfolgerung kommen, dass homosexuelle Paare dem Kind längst ein stabiles Lebensumfeld bieten können. In erster Instanz gilt es, das Wohl das Kindes zu beachten.

"Das Kind als Ware"? Das kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen. Wenn man in einer homosexuellen Partnerschaft lebt, ist der Kinderwunsch ganz natürlich. Oftmals überlegt man sich, besonders im Hinblick auf die gesellschaftlichen Anforderungen und Befürchtungen, sogar noch recht lange, ob man diesen Kinderwunsch auch wirklich realisiert. Ich würde daher behaupten, die Kinder, die in eine solche Familie kommen, sind absolut gewollt.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Mein eigenes Modell sieht seit Jahren so aus, dass ich finde, dass sie Kinder adoptieren dürfen sollten - und zwar gleichberechtigt mit heterosexuellen Paaren.

Ich finde es z.B. auch ein Unding, wenn man homosexuellen Paaren nur Kinder als Pflegekinder gibt oder nur kranke Kinder oder alte - das wirkt immer so ein bisschen danach, als ob sie dafür dann "gut genug" wären, aber für die "guten" Kinder, eben nicht - und das finde ich diskriminierend.

Meine eigene Idee ginge aber dahin, dass bei der Adoption eine Art "Pate" des anderen Geschlechts mit angegeben wird - sozusagen wie eine Tante oder ein Onkel, damit das Kind später für Fragen des anderen Geschlechts einen Ansprechpartner hat. Beispielsweise wenn 2 Männer ein Mädchen adoptieren, dass dann eine Art "Patentante" zur Verfügung steht, wenn es mal um die Menstruation geht usw. Nicht, weil Männer das nicht könnten, sondern weil es für das Kind eventuell angenehmer wäre, einen Ansprechpartner zu haben.
Ist aber nur meine eigene Idee und wird selten geteilt :zwinker:

edit: Darüber hinaus ist natürlich jegliche Argumentation, die auf "Tradition" aufbaut, zwangsläufig ein ziemlich schlechtes Argument. Nicht, weil Traditionen per se schlecht sind, aber weil solche, die mit Diskriminierung zu tun haben, immer im Kreis laufen. "Wir wollten das noch nie, also wollen wir es auch weiterhin nicht" kommt halt nicht sehr weit. Genauso hat man ja in Amerika jahrzehntelang diskutiert, ob Schwarze weiße Kinder adoptieren dürfen und umgekehrt - und kam dann zum Teil zum Ergebnis, dass weiße Eltern gut für schwarze Kinder wären, umgekehrt aber nicht. :rolleyes: Das sind eben Dinge, wo man heute drüber den Kopf schüttelt und nicht versteht, wie man auf solche Ideen kommen kann - und ich glaube, auch in anderen Bereichen wird man in einigen Jahren so denken.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hab nichts dagegen... ich frage mich nur gerade bspw. "fehlt den Kindern nicht das weibliche/männliche Vorbild im familiären Umfeld"...? Gegegnargument: dann wäre das bei Alleinerziehenden ja auch "Manko"...
Bei alleinerziehenden leiblichen Eltern kann man an diesem möglichen Problem, das ja längst nicht bei allen alleinerziehenden Eltern wirklich auftritt, einfach nichts ändern.
Aber bei der Auswahl von Adoptiveltern hat man zumindest die Möglichkeit, Diejenigen auszusortieren, bei denen das Problem schon von Anfang an in starker Ausprägung (gar kein Ansprechpartner/Vertrauensperson eines Geschlechts verfügbar) vorhanden ist... - Warum sollte man das dann nur deshalb nicht tun, weil es bei leiblichen Eltern nicht möglich ist, dieses Problem so elegant zu umgehen?

Im Zweifelsfall steht hier einfach ganz klar das Wohl des Adoptivkindes im Vordergrund und nicht der Wunsch der potentiellen Adoptiveltern nach einem Kind.

Wie gesagt: Das soll nicht heißen, dass homosexuelle Paare generell keine Kinder adoptieren sollen, sondern nur, dass man bei homosexuellen Paaren explizit auf die Sache mit möglichen Vertrauenspersonen des anderen Geschlechts achten sollte, während diese eben bei heterosexuellen Paaren automatisch gegeben ist.
 
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