Corona und die Sorge um den Job

Benutzer11466 

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Nicht so gut...

Konjunkturprognose der Forschungsinstitute: Wirtschaft bricht stärker ein als erwartet - Tagesspiegel Plus - Tagesspiegel

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft härter, als das die Ökonomen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute noch im Frühjahr angenommen haben. Statt einem Minus von 4,2 Prozent sagen sie für dieses Jahr nun einen Rückgang um 5,4 Prozent voraus. Sie erklären das vor allem mit der Tatsache, dass sich die Erholung mühsamer gestaltet als bislang vermutet.

Das liegt vor allem an den Branchen, die besonders auf den sozialen Kontakt angewiesen sind: dem Tourismus und dem Veranstaltungssektor. So leiden Airlines, Reisebüros, Hotels, Messebetreiber, Theater und Konzertveranstalter weiterhin stark darunter, dass viele Menschen zu Hause – ob gewollt oder nicht. Und mit den jüngsten Beherbergungsverboten für Gäste aus Risikogebieten, spitzt sich die Lage derzeit erneut zu.


Und gerade diese Branchen kriegen wenig bis keine Unterstützung - da sitzen viele Leute seit März auf dem Trockenen... :kotz:
[doublepost=1602666175,1602663531][/doublepost]Nachtrag:

Bundesbank warnt : Die Zahl der Pleiten wird steigen – und auch die Banken treffen

Die Banken müssen sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in den kommenden Monaten auf einen Anstieg der Insolvenzen und Kreditausfälle einstellen. Bis zum ersten Quartal nächsten Jahres könnte die Zahl der Insolvenzen auf mehr als 6000 im Quartal ansteigen, warnte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch am Dienstag bei der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts.

Das wären dann allerdings immer noch weniger Pleiten als zur Zeit der globalen Finanzkrise. Damals stieg diese Zahl auf 8000 im Quartal. Auch in der Dotcom-Krise Anfang der 2000er Jahre wurden mehr Unternehmen insolvent.

Die Banken dürfte die Pleitewelle gleichwohl treffen

[doublepost=1602690034][/doublepost]
Und gerade diese Branchen kriegen wenig bis keine Unterstützung - da sitzen viele Leute seit März auf dem Trockenen... :kotz:
Dazu heute mittag im Deutschlandfunk:

Corona-Hilfen für Selbstständige - "Lieber wenig Geld, aber das dann zuverlässig und unbürokratisch"

Silvia Engels: Ein Kernstück der Überlegungen von Wirtschaftsminister Altmaier scheint ja einmal mehr das Instrument der Überbrückungshilfen zu sein. Darüber sollten ja – das ist ja schon ein älteres Instrument – kleine bis mittlere Unternehmen Fixkosten erstattet bekommen, und dieses Programm soll jetzt wohl verlängert werden. Solo-Selbstständige klagten aber seit Einführung des Programms, Fixkosten hätten sie ja kaum. Sie müssten aber Miete und Essen bezahlen, was sie über dieses Programm aber nicht absetzen könnten. Ist das weiterhin das Kernproblem?

Andreas Lutz: Ja, das ist das Kernproblem. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben ja vorgemacht, dass man das auch lösen kann, indem man im Rahmen der Überbrückungshilfe oder auch der Soforthilfe einen bestimmten Betrag festsetzt, den die Selbstständigen für die Lebenshaltungskosten, die Miete und so weiter nutzen können.
 

Benutzer11466 

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Trotz Bauchschmerzen keine schlechte Sache...

Umstrittene CO2-Schleuder: Bund will Heizpilze in Gastronomie fördern

Die in einigen Städten und Gemeinden verbotenen Heizpilze für die Gastronomie sollen in der Corona-Krise nun sogar vom Bund gefördert werden. „Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung“, sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dem „Handelsblatt“. „Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.“ Damit solle der „stark gebeutelten“ Gastronomie in dieser schweren Zeit geholfen werden.

Wobei auch das natürlich nur den Kneipen hilft, die einen Außenbereich haben... Von allgemeinen Hilfen für die Branchen, die seit März komplett auf dem Trockenen sitzen, habe ich bisher nix gehört... :kotz:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer171427  (28)

Öfters im Forum
Beim spazieren durch die Fußgängerzone war ich erschrocken wieviele kleinere Geschäfte dicht gemacht haben, ob das jetzt alles auf corona zurück zuführen ist möchte ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber waren schon echt viele.
So bisschen Angst macht mir die Zukunft schon, wenn man bedenkt wieviel jetzt schon kurz vor dem Ende stehen

Ich hab zwar nur einen befristet Vertrag aber bis 2023 im öffentlichen Dienst. Da mache ich mir erst Sorgen wenn es soweit ist, aber viele sind jetzt schon an einem Punkt wo sie nicht mal wissen wie es nächsten Monat oder nächstes Jahr bei ihnen weitergehen soll
 

Benutzer11466 

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Man kann es nicht oft genug wiederholen...

Paul van Dyk über Klubkultur und Corona: "Wir Künstler sitzen alle im selben abgehängten Boot" - DER SPIEGEL - Kultur
[doublepost=1603189267,1603184703][/doublepost]Und es geht weiter:

Coronavirus in Stuttgart: Bürstenstand in der City – wie Familie Regele ums Überleben kämpft

Um sich über Wasser zu halten, hat Sabine Regele im Sommer auf dem Wochenmarkt verkauft – und dort erlebt, dass Kunden auch in Corona-Zeiten auf die Märkte kommen. Den doppelten Umsatz hätten einige Marktverkäufer sogar gemacht, weil viele Kunden eben lieber im Freien einkauften, als in Geschäften zu shoppen. „Deshalb find ich es ungerecht, dass sie uns die ganzen Krämermärkte absagen“, meint Regele. Die Marktkaufleute können nicht verstehen, warum ihre Geschäfte im Sommer ruhen mussten, zugleich aber Massen in den Innenstädten unterwegs waren – und sogar wieder Partys gefeiert werden durften.
 

Benutzer11466 

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Natürlich gibt es pflichtvergessene Wirte - aber die im Berliner Senat denken auch, das Steuergeld wächst auf den Bäumen... :kotz:

Bürgerverächter!

Nach gekippter Sperrstunde bei elf Bars: Polizei besucht aufmüpfige Berliner Wirte - Berlin - Tagesspiegel

Prompt kam am Freitag nach 23 Uhr das Ordnungsamt bei Norbert Finke vorbei. Für alle sei klar gewesen, warum: wegen Gesundheitssenatorin Kalayci. Am Montagabend die nächste Kontrolle nach 23 Uhr, diesmal die Polizei.

Er sei in 47 Jahren mit seiner Kneipe nie in Konflikt mit dem Gesetz gekommen, sagt Finke. Er achte darauf, dass die Hygiene- und Abstandsregeln im „Klo“ eingehalten werden. Das sei für ihn selbstverständlich. Und doch ärgert ihn, wie die Kneipen und Bars, die in der Coronakrise massive Verluste erlitten haben, behandelt werden: „Die Puffs haben offen, da dürfen die Leute aufeinander liegen, bei uns dürfen sie aber nicht nebeneinander sitzen.“
 

Benutzer11466 

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"Schöne" Aussichten... :hilfe: :cry:

Mittelstand erwartet Pleitewelle nach Bundestagswahl - DER SPIEGEL - Wirtschaft

Der Mittelstand erwartet spätestens nach der kommenden Bundestagswahl infolge der steigenden Corona-Infektionen eine Pleitewelle. Er erwarte eine starke Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und einen "massiven Verlust von Arbeitsplätzen", sagt der der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven der "Augsburger Allgemeinen".

Ohoven warnte zudem vor einem zweiten Lockdown: "Das wäre der wirtschaftliche GAU für unser Land." Der Mittelstand erwarte einen "klaren Maßnahmenplan" zur Entlastung der Unternehmen, um Investitionen und damit Wachstum zu fördern. Im Klartext heißt das laut Ohoven: Abschaffung des Soli für alle, Senkung der teuersten Stromsteuer auf EU-Niveau und ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent auf Dauer.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
K Katjes
Diese Meldung wundert mich nun wirklich überhaupt nicht.
Ich frage mich nur, ob es die CDU tatsächlich schafft, die große Pleitewelle noch bis nach der Bundestagswahl aufzuschieben, um sich im Wahlkampf als Retter der Wirtschaft inszenieren zu können, oder nicht.
 

Benutzer98820 

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Wundert mich auch nicht, daß "der Mittelstand" das fordert, was er sowieso immer fordert.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Abschaffung des Soli für alle, Senkung der teuersten Stromsteuer auf EU-Niveau und ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent auf Dauer.
Klingt kreativ...nicht :ninja:

Ernsthaft, bei sinkenden Steuereinnahmen merkliche Steuersenkungen, wo soll man das hernehmen? Und gerade diese drei Sachen sind doch wahrlich kein Dealbreaker, der jetzt irgendwie ein Unternehmen im Coronakontext rettet oder danieder wirft.

Und imho wäre es jetzt auch gar nicht gut, wenn sich Ländern anfangen, bei den Unternehmenssteuern zu unterbieten.
 

Benutzer11466 

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Klingt kreativ...nicht :ninja:
Logo - machen die ja immer. Und darüber sollte man schon diskutieren können.

Wesentlich relevanter und beunruhigender finde ich allerdings den ersten Teil der Meldung:

Der Mittelstand erwartet spätestens nach der kommenden Bundestagswahl infolge der steigenden Corona-Infektionen eine Pleitewelle.
 

Benutzer11466 

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Bringt natürlich nix - aber lustig!

Berlin: "Ständige Vertretung" erteilt Merkel, Scholz und anderen Politikern Hausverbot - DER SPIEGEL - Politik

Hausverbot für Angela Merkel und Olaf Scholz: Als Reaktion auf die verordnete Schließung aller Gaststätten ab diesem Montag möchte die legendäre Berliner Politkneipe "Ständige Vertretung" (StäV) der Bundeskanzlerin, dem Finanzminister und weiteren Spitzenpolitikern kein Kölsch mehr ausschenken.

Die erneute Zwangsschließung sei eine Katastrophe für die Gastronomie, sagte Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann der Nachrichtenagentur dpa. Er warf der Bundesregierung bei ihrer Corona-Politik Aktionismus statt überlegtes Handeln vor.


Allerdings fielen mir sofort ein Dutzend andere Gründe ein, nicht nur die Herrschaften Merkel und Scholz nicht in meiner Kneipe haben zu wollen...
 

Benutzer11466 

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MDR AKTUELL - Meldungen um 14:00 Uhr | MDR.DE

Durch die Corona-Krise hat sich das Kaufverhalten der Deutschen nachhaltig verändert. Das geht aus einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor, das 20.000 Haushalte befragt hat. Demnach gehen die Menschen seltener als früher in den Supermarkt. Dafür fallen die Einkäufe meist größer aus. Zu den Verlierern gehören den Marktforschern zufolge die Drogeriemärkte. Der Umsatz an Körper- und Schönheitspflege habe deutlich nachgelassen. So verzichten seit Beginn der Maskenpflicht etwa 32 Prozent der Frauen komplett auf Lippenstift, 26 Prozent tragen ihn seltener.
 
3 Woche(n) später

Benutzer11466 

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Gemischtes Bild...

Einerseits was Erfreuliches:

Arbeitslosigkeit sinkt im November stärker als üblich


Trotz der Corona-Einschränkungen waren im vergangenen Monat weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober. Auch im Jahresvergleich sind die Zahlen etwas besser.

Andererseits... :cry: :flennen:

Tagesspiegel Leute Newsletter | Pankow 26-11-2020

Wir haben das Konzept To-Go-Verkauf probiert. Aber das funktionierte bei uns nicht, weil wir in einer Seitenstraße ohne viel Laufkundschaft waren und auf Frühstück spezialisiert sind.
Gass: Die meisten Lieferdienste fangen erst um 11, 11.30 Uhr mit der Auslieferung an. Das ist für Frühstück schwierig. Wie hart hat Sie der erste Lockdown getroffen?
Bruder:
Er hat uns vor allem an unsere persönlichen Grenzen gebracht. Wir sind ein inhaberinnengeführtes Café, beide Mütter. Wir haben Kita-Kinder und Schulkinder. Gerade als die Einrichtungen geschlossen waren, haben wir uns gefragt, wie lange wir das durchhalten können.
Gass: Danach haben wir versucht, mit unseren Mitteln so gut es geht weiterzumachen und Familie und Beruf zu vereinbaren.
Bruder: Nach dem ersten Lockdown haben wir dann nur noch Freitag bis Sonntag geöffnet. Die Stammkunden waren beglückt, aber das reicht natürlich nicht, um die Kosten einzuspielen.


Frisör Klier: Wie Corona die ganze Kette ruinierte


Bei der bekannten Frisörkette Klier droht die Insolvenz. Ein Drittel der Filialen könnte verschwinden, und zahlreiche Mitarbeiter werden wohl ihren Job verlieren.

Die Seuche wird bei vielen Betroffenen, die - noch - vom Ersparten zehren können, erst im nächsten Jahr richtig durchschlagen. Bis ausreichend Leute geimpft sind, wird's Frühjahr. Bis dahin dürften Kneipen etc. dichtbleiben.

Und gleich, wer die nächste Wahl gewinnt, wird danach die Steuern erhöhen... :kotz:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator

Benutzer164174  (43)

Öfters im Forum
An Friseuren gibt es aber auch eh ein ziemliches Überangebot in Deutschland?! Ob das mal nur an Corona lag? Diese ganzen neueren türkischen Barbershops haben dem Markt sicherlich auch zu schaffen gemacht.

Barbershops, die Haare schneiden obwohl sie nur Bärte dürften, ganz ohne Meisterpflicht. Dazu oft noch als "Kulturverein" deklariert sind. Juckt auch kein Ordnungsamt.
 

Benutzer11466 

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An Friseuren gibt es aber auch eh ein ziemliches Überangebot in Deutschland?!
Mag sein... Aber natürlich kriegt diese Branche die Seuche voll ab. Wer kann, läßt wachsen oder greift zu Schere oder Langhaarschneider. Wenn man nicht ausgehen kann, braucht man auch keine Dauerwellen/gefärbten Haare/Extensions...
 
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