Corona 9

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Benutzer30735 

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Wobei, wenn die ganzen elenden Impfverweigerer, die sich impfen lassen dürfen aber nicht wollen, sich impfen lassen würden, wäre auch diese kleine Risikogruppe sowie Kinder deutlich besser geschützt. Die Problematik liegt da imho eindeutig bei den ganzen Unwilligen und nicht bei denen, die sich nicht impfen lassen können.
Danke! 🙌
So ist es nämlich.
 

Benutzer72433 

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Wobei, wenn die ganzen elenden Impfverweigerer, die sich impfen lassen dürfen aber nicht wollen, sich impfen lassen würden, wäre auch diese kleine Risikogruppe sowie Kinder deutlich besser geschützt. Die Problematik liegt da imho eindeutig bei den ganzen Unwilligen und nicht bei denen, die sich nicht impfen lassen können.
hast du aktuelle zahlen, wieviele das sind, die das wirklich aus gründen verweigern, die nicht nachvollziehbar sind?
 

Benutzer64981  (33)

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Wobei, wenn die ganzen elenden Impfverweigerer, die sich impfen lassen dürfen aber nicht wollen, sich impfen lassen würden, wäre auch diese kleine Risikogruppe sowie Kinder deutlich besser geschützt. Die Problematik liegt da imho eindeutig bei den ganzen Unwilligen und nicht bei denen, die sich nicht impfen lassen können.
Dennoch ist geimpft sein immer noch die bessere Alternative für Kinder. Selbst Geimpfte sind ja noch ansteckend.
Da dürfte die Stiko aber auch so langsam mal in die Pötte kommen...
hast du aktuelle zahlen, wieviele das sind, die das wirklich aus gründen verweigern, die nicht nachvollziehbar sind?
Das wird erfasst? 🤨
 

Benutzer183941 

Sorgt für Gesprächsstoff
hast du aktuelle zahlen, wieviele das sind, die das wirklich aus gründen verweigern, die nicht nachvollziehbar sind?

Schau mal hier gibt es paar Zahlen dazu.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Niemand kann zu diesem Zeitpunkt schon darüber urteilen, ob es einen weiteren Lockdown geben wird.
Derzeit sind noch Ferien und die Entwicklungen in vielen Nachbarländern ist eindeutig ... negativ.

Vieles wird vom Impf-Willen und vom Verhalten aller Mitbürger abhängen, was wir noch an Einschränkungen werden hinnehmen müssen und was uns vielleicht erspart bleibt.

Ich gehe davon aus -und das ist ein Gesamtbild aus verschiedenen Beobachtungen-, dass uns das Thema noch lange begleiten wird und die derzeitige vermutlich nur noch kurze Entspannungslage sollten wir daher auf keinen Fall zu sehr ausnutzen.
Ich denke, der entscheidende Faktor ist, welche Risiken (nicht nur, aber insbesondere für freiwillig Ungeimpfte) von unseren Politikern für akzeptabel gehalten werden, um im Gegenzug im einen weiteren Lockdown mit allen Kollateralschäden herum zu kommen.
Und wenn sich selbst der risikoaverse Herr Lauterbach so sicher ist, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird und dass im Gegenzug gewisse verbleibende Risiken akzeptiert werden müssen, stimmt mich das doch ziemlich optimistisch, dass wir tatsächlich um einen weiteren Lockdown herum kommen.

Und natürlich wird uns Corona noch lange beschäftigen - genau wie uns z.B. auch die Grippe Winter für Winter mal mehr und mal weniger beschäftigt. Das wird nicht verschwinden. Aber ich denke doch, dass Corona in absehbarer Zeit eine Krankheit unter vilelen anderen Krankheiten sein wird, die einfach zum allgemeinen Lebensrisiko dazu gehören, da die Geimpften ziemlich gut geschützt sind und sich die Impf-Verweigerer im Laufe der Zeit (teilweise äußerst unangenehme) Bekanntschaft mit dem Virus machen und so entweder eine gewisse Immunität entwickeln, oder zu Kandidaten für den Darwin Award werden.
Und noch viel mehr werden uns die Kollateralschäden der Corona-Maßnahmen noch lange beschäftigen: Die wirtschaftlichen Schäden, die wir noch lange nicht in vollem Umfang sehen (gerade hat z.B. der Starkoch Alfons Schuhbeck Insolvenz angemeldet - und da wird es noch viele weitere Betriebe geben, die sich von den Corona-Einbußen nicht erholen und irgendwann das Handtuch werfen), die psychischen Schäden, für deren Behandlung wir viel zu wenig Therapeuten haben, die Bildungs-Defizite, die ein Teil der Schüler einfach nicht mehr aufholen wird, wodurch wir deutlich mehr perspektivlose junge Menschen haben werden, usw.
Da kommen noch Dinge auf uns zu, die weitaus schlimmer sind, als das verbleibende Risiko durch das Virus selbst.

Ich denke, dass sich viele Staaten einen weiteren Lockdown finanziell und wirtschaftlich einfach nicht mehr leisten können. Und selbst wenn Deutschland das vielleicht noch irgendwie kann, wird man sich sehr genau überlegen müssen, ob die dadurch weiter wachsenden Kollateralschäden nicht viel schlimmer sind, als das, wovor uns der Lockdown schützen soll.

was halt nach wie vor a) die kinder ausschließt, b) diejenigen, die keine antikörper bilden, c) diejenigen, die sich nicht impfen lassen können (da gibts aktuell z.b. die diskussionen bei krebspatienten, ob die 4 wochen zwischen den behandlungen zur impfung genutzt werden können / dürfen / es sinn macht oder eher nicht - und rat mal, wie bei denen ne infektion reinhauen würde). oder halt schwangere. normale menschen ohne prio haben erst seit kurzem ne reele chance ohne kunststücke, wenn man jetzt frisch schwanger ist und keine impfung in der schwangerschaft möchte dauert das halt noch bis nächstes frühjahr. dass schwangere oft sehr vel schwerer erkranken sollte mittlerweile auch bekannt sein, und in fällen von "baby wird aus mutter operiert die schon intubiert ist und eine woche nach dem kaiserschitt stirbt ohne ihr kind je gesehen zu haben" von bedauerlichen einzelfällen zu sprechen (so selten ists nicht passiert) wenn die alternative einfach erstmal nur maske + tests ist finde ich wirklich menschenunwürdig.
Die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch das Virus reicht ja noch nicht mal für eine Impf-Empfehlung. Da mache ich mir also trotz bedauerlicher Einzelfälle (die es bei fast jeder Krankheit gibt) deutlich größere Sorgen um die Folgen der Corona-Maßnahmen, als um die Gefahr durch das Virus selbst.
Für schwangere Frauen gibt es hoffentlich bald eine ausreichende Studienlage, um eine Impfung in der Schwangerschaft zu ermöglichen. Und darüber hinaus waren auch viele jüngere normale Menschen auf irgendeine Art und Weise priorisiert (durch Vorerkrankung, Beruf, Kontaktpersonen-Regel, etc.), dass schon ein nicht unerheblicher Teil der Frauen, die jetzt schwanger werden, oder vor kurzem schwanger wurde, geimpft sein dürfte.

Damit bleiben schon mal deutlich weniger unfreiwillig gefährdete Menschen übrig.
 

Benutzer160853 

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this. streeck ja schon lange: "man muss mit dem virus leben lernen" - übersetzt: durchseuchung.
mertens, ganz aktuell: "würde meine enkelkinder nicht impfen lassen".

soviel noch zu "wenn mehr daten da sind überdenken wir die empfehlung" - will und wird er nicht. der hat seine feste meinung und ignoriert konsequent alle daten aus anderen ländern.

warum auch immer so jemand so ne stelle bekommen hat. ich war ja schon immer nen bissel skeptisch bezüglich stiko, aber mittlerweile ist das eher "alte männer ohne plan versuchen, ihre überzeugungen zu verbreiten", so vom gefühl her.

Das hat mir alten Männern nichts zu tun, der Leiter "meines Schulamtes" ist weitaus jünger und meinte jüngst, dass "wir die Relationen mitdenken" müssen. Was interessieren dann schon die paar Schüler, die sich in 15 Jahren vielleicht mal ein bisschen mit Folgekrankheiten umherplagen.
Ich komme mir immer öfter so vor als würde ich eine globalen Debatte rund um die Zeit erleben, in der ich am Keuchhusten erkrankte. Ich war quasi die Nummer zwei des Jahrgangs und alle erklärten meinen Eltern, dass "man das doch durchmachen muss". Meine Eltern waren aber sensibel genug, weil eine Kind aus dem Bekanntenkreis damals massive Folgeschäden hatte, die bis heute spürbar sind
Wir müssen aus dem "Angstmodus" entgegneten einige einem hiesigen Kinderarzt. Der Mediziner hatte angeregt, dass vielleicht Klassen dauerhaft geteilt werden könnten und forderte "kreative Lösungen ein", weil "alles besser wäre als 25 Leute in einer Klasse".
Ich finde auch solche Lösungen, wie die Separierung von Risikoschülern extrem entwürdigend. Erwachsen mag dies sicher unangenehm, aber verkraftbar sein. Für einen 14 oder 15 Jahre alten Menschen ist es mit einem großen Stigma verbunden.
Ich hab gestern drei Mal einen längeren Text geschrieben und gelöscht, da mir die Worte fehlten. Es macht mich wahnsinnig wütend, dass mittlerweile Tote als Kollateralschäden hingenommen werden. Und zwar unabhängig davon, ob sie sich nicht impfen konnten oder wollten. Oder sich fahrlässig verhalten. Jeder einzelne Mensch der stirbt, ist einer zuviel. Ich will auch kein überlastetes Gesundheitssystem. Aber deswegen kann es mir doch nicht egal sein, dass Leute weiterhin sterben und auf die Beendigung der Maßnahmen pochen?!

Ebenso das Thema Kinder: Es gibt Long Covid Ambulanzen und Berichte mit Zahlen, wie stark sie betroffen sind. Nur weil sie nicht in Massen sterben, ist das dann egal oder in Kauf zu nehmen, dass wir sie im September durchseuchen lassen?!

Es mag mich sehr triggern, da ich selbst seit Februar ungeimpft zu Hause bin, aber diese Rücksichtslosigkeit und Ignoranz und Arroganz widert mich an.
Für mich wäre es auch geimpft selbstverständlich, die Füße still zu halten, bis eine gewisse Immunität erreicht ist.
Die Sterbestatistik meiner "Arbeitskommunen" liegen vor. Im ersten Halbjahr sind die Zahlen weiterhin hoch. Es war uns eine kleine Meldung von 40 Zeilen wert. Nach gut 30 Minuten ploppten die ersten Mails auf, ob "es nicht irgendwann mal gut sein könnte". Es ist ohnehin so, dass sich Trauer verändert. Ich hab neulich beim Einkaufen die Tochter unserer Ortsbürgermeisters getroffen, der gute Mann ist hochbetagt gestorben. Nachdem ich ihr mein Beileid zum Ausdruck brachte, meinte die Frau, dass sie eigentlich jeden Tag hörte, dass "der doch sehr alt geworden ist" oder "an was ist er denn gestorben". Eine Anteilnahme scheint es nicht mehr zu geben, es muss ein "guter Tod<" sein, sprich ohne pandemischen Bezug. Und wenn eine Frau mit 71 Jahren ihren Vater verliert, bleibt sie sein Kind ganz egal wie alt sie ist.
Das Grundrechtthema entgleitet gegenwärtig vollständig beim Reisen. Die Mittelmeerländer haben zu dienen, egal wie hoch die Infektionszahlen auch sind. Der Geschäftsführer eines Reisebüros erklärte mir in einem Hintergrund: "Die Hotels sind sicher, ich würde gegenwärtig überallhin verreisen. Das Problem ist, dass wir das Personal kaum kontrollieren könnten. Ideal wäre, dass wir sie im Hotel in dauerhafte Quarantäne schicken können". Seitdem Urlaub ein neues Supergrundrecht ist, entdeckt mancher eben den inneren Kolonialherren in sich.
Der Friedhof meines Heimatortes gleicht eher einem kleinen Park. In drei Schneisen befinden sich etwa 90 Gräber. Inzwischen wird dort Fußballgespielt, manche nutzen die Grabsteine zum Dehnen, aber auch einige haben sich schon auf dem Friedhof gesonnt.
 

Benutzer107106 

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Ich denke, der entscheidende Faktor ist, welche Risiken (nicht nur, aber insbesondere für freiwillig Ungeimpfte) von unseren Politikern für akzeptabel gehalten werden, um im Gegenzug im einen weiteren Lockdown mit allen Kollateralschäden herum zu kommen.
Und wenn sich selbst der risikoaverse Herr Lauterbach so sicher ist, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird und dass im Gegenzug gewisse verbleibende Risiken akzeptiert werden müssen, stimmt mich das doch ziemlich optimistisch, dass wir tatsächlich um einen weiteren Lockdown herum kommen.

Und natürlich wird uns Corona noch lange beschäftigen - genau wie uns z.B. auch die Grippe Winter für Winter mal mehr und mal weniger beschäftigt. Das wird nicht verschwinden. Aber ich denke doch, dass Corona in absehbarer Zeit eine Krankheit unter vilelen anderen Krankheiten sein wird, die einfach zum allgemeinen Lebensrisiko dazu gehören, da die Geimpften ziemlich gut geschützt sind und sich die Impf-Verweigerer im Laufe der Zeit (teilweise äußerst unangenehme) Bekanntschaft mit dem Virus machen und so entweder eine gewisse Immunität entwickeln, oder zu Kandidaten für den Darwin Award werden.
Und noch viel mehr werden uns die Kollateralschäden der Corona-Maßnahmen noch lange beschäftigen: Die wirtschaftlichen Schäden, die wir noch lange nicht in vollem Umfang sehen (gerade hat z.B. der Starkoch Alfons Schuhbeck Insolvenz angemeldet - und da wird es noch viele weitere Betriebe geben, die sich von den Corona-Einbußen nicht erholen und irgendwann das Handtuch werfen), die psychischen Schäden, für deren Behandlung wir viel zu wenig Therapeuten haben, die Bildungs-Defizite, die ein Teil der Schüler einfach nicht mehr aufholen wird, wodurch wir deutlich mehr perspektivlose junge Menschen haben werden, usw.
Da kommen noch Dinge auf uns zu, die weitaus schlimmer sind, als das verbleibende Risiko durch das Virus selbst.

Ich denke, dass sich viele Staaten einen weiteren Lockdown finanziell und wirtschaftlich einfach nicht mehr leisten können. Und selbst wenn Deutschland das vielleicht noch irgendwie kann, wird man sich sehr genau überlegen müssen, ob die dadurch weiter wachsenden Kollateralschäden nicht viel schlimmer sind, als das, wovor uns der Lockdown schützen soll.


Die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch das Virus reicht ja noch nicht mal für eine Impf-Empfehlung. Da mache ich mir also trotz bedauerlicher Einzelfälle (die es bei fast jeder Krankheit gibt) deutlich größere Sorgen um die Folgen der Corona-Maßnahmen, als um die Gefahr durch das Virus selbst.
Für schwangere Frauen gibt es hoffentlich bald eine ausreichende Studienlage, um eine Impfung in der Schwangerschaft zu ermöglichen. Und darüber hinaus waren auch viele jüngere normale Menschen auf irgendeine Art und Weise priorisiert (durch Vorerkrankung, Beruf, Kontaktpersonen-Regel, etc.), dass schon ein nicht unerheblicher Teil der Frauen, die jetzt schwanger werden, oder vor kurzem schwanger wurde, geimpft sein dürfte.

Damit bleiben schon mal deutlich weniger unfreiwillig gefährdete Menschen übrig.
Was man dabei vergisst (siehe Blick auf GB): Kinder stecken sich weiter an. Die Pandemie verläuft da quasi nur noch in der Generation u30, also der ungeimpften oder wenig geimpften Generation. Hier kann es jetzt aber weiterhin zu Mutationen kommen, wenn wir die komplette Durchseuchung der Generation u12 anstreben - was wohl der Fall sein wird. Bisher waren Mutationen immer ansteckender als vorherige Varianten, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt (siehe aktuelle R Zahl NL: 2,9 bei Delta) und die Impfwirkung der bekannten Mittel ließ nach. Immer weniger Geimpfte werden also geschützt sein. Auch wenn Kinder per se nicht von der akuten Krankheit betroffen sein mögen, sind sie trotzdem von Longcovid betroffen. Große Datensätze sind noch ausstehend zum Thema Longcovid, aber die ersten Interviews die ich dazu hörte waren jetzt nicht erleichternd.
Zusätzlich: Eine Hospitalisierung bei Delta steigt im Vergleich zum Urtyp, auch bei Kindern. Kinder können oft nicht auf normale ICUs. Sie brauchen spezielle Betten, spezielle Pflegekräfte. Es gibt es zu wenige Kinder-ICUs, diese jetzt noch für Covid frei halten wird witzig. Auch wenn die Hospitalisierung aufgrund von Covid bei Kindern im Gesamten niedriger ist, als bei der Generation ü70, so gibt es sie. Zugleich ist das Angebot an Betten aber deutlich (!) geringer, als für die ältere Generation. In GB kommt man jetzt an die Grenzen von ICU-Plätzen für Kinder durch Delta. Letzte Woche mussten 50 Kinder an einem Tag auf die ICU (GB weit). Wenn man bedenkt, dass es pro Großstadt nur wenige Plätze überhaupt gibt und die ja weiterhin für Unfallopfer und chronisch Kranke gebraucht werden...
Wenn doch der Sinn von Lockdowns und Co immer war, das Gesundheitswesen und im Speziellen die ICUs vor Überlastung zu bewahren, warum gilt das nun nicht bei Kindern?
Dazu kommt: Man kann Kinder nicht so auf ICUs ein- und wegsperren, wie man das mit Erwachsenen gemacht hat. Wer schonmal auf einer Kinderintensivstaion war, weiß das.
 

Benutzer102346 

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Du hast ja in einigem Recht. Aber warum schreibst Du "URLAUUUBBB" und nicht einfache "Urlaub" oder "Reisen"? Und ja "Freunde treffen" ist sogar ein NOCH GRUNDLEGENDERES RECHT als die üblichen Menschenrechte, wie sie z.B. in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO formuliert wurden. Das Recht auf "sozialen Kontakt" ist nur deswegen kein typisches "Menschenrecht" wie z.B. die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Bewegungsfreiheit usw., weil wahrscheinlich kein Mensch bisher auf die Idee gekommen wäre, dass dieses menschliche Grundbedürfnisse so flächendeckend und lang eingeschränkt werden könnte, wie in Phasen dieser Pandemie.
Ich sage damit nicht, dass das falsch war. Aber brandgefährlich wird es, wenn suggeriert wird, dass das alles eigentlich nicht wirklich Schlimmes oder Besonderes oder Bedeutendes war bzw. ist.
Du hast Recht, das war nicht gut formuliert.
Was ich meinte war, dass bei Lockerungen sofort wieder Vollgas von der Bevölkerung gegeben wird.
Es wird nicht vorsichtig geguckt, dass man sich vielleicht mal wieder mit 1, 2 Freunden trifft, nein, es werden gleich Party mit Dutzenden Leuten gemacht.
Es wird in Diskotheken mit hunderten anderen Fremden gegangen.
Es wird sofort in den Urlaub geflogen anstatt vielleicht nur Urlaub irgendwo am Meer zu machen in einem Ferienhaus, möglichst ohne viel Kontakt zu Fremden.
Das alles sorgt dafür, dass, wenn jemand sich ansteckt, dass sich Delta dann innerhalb kürzester Zeit maximal verbreitet.
Vernünftiger wäre es doch, die Öffnungen maßvoll zu genießen?
Mal wieder 1 oder 2 Freunde treffen. Man darf wieder in Lokalitäten? OK, spar ich mir die Disko mit wer weiß wieviel Leuten und geh lieber mit 1, 2 Freunden wieder was trinken.
Man darf in den Urlaub? OK, anstatt nach Malle/auf die Kanaren zu fliegen, mach ich den Urlaub halt trotzdem im Kleinen, um die Ansteckungsgefahr niedrig zu halten.
Aber das passiert nicht.
Und gerade deswegen, weil viele Leute dann wie kopflose Hühner alles wieder sofort im Exzess haben wollen, finde ich diese großen Lockerungen so problematisch.
Aber hey, vielleicht straft mich die Geschichte Lügen und die 4. Welle wird gar nicht so schlimm, dann wars gut für die Wirtschaft.
Nur: In den Niederlanden machen die Clubs jetzt erstmal wieder zu, weils zu früh war. Ob denen die 2 Wochenenden jetzt groß geholfen haben?
 

Benutzer22359  (37)

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Das Problem ist eben, dass die Hauptbegründung in UK ist, dass wenn man bis Jahresende wartet, in etwa genau so viele Menschen sterben werden (selbst bei sehr positiver Impfentwicklung). Es geht also weniger um absolute Zahlen, als um relative. Was man als Risiko akzeptabel sieht? Grippeähnliche Verhältnisse. Das Problem ist, das man dort eben noch nicht ist. Wenn die aktuellen Prognosen irgendwo bei 60-100k Tote bis Jahresende sind dort, bei Grippe man aber eher so maximum bei 20k liegt, dann passt das eben nicht zusammen. Man hofft mit impfbooster da noch was drehen zu können, aber letztendlich ist die Risikoabwägung eben recht einseitig. Ja auf der einen Seite geht es um die Wirtschaft, die auf Grund der Abhängigkeit vom Dienstleistungssektor besonders leidet. Auf der anderen Seite die Angst vor Mutanten die sich gegen den Impfstoff durchsetzen und damit die Defence auf 0 setzen. Problem ist eben, das bis auf ein paar Tory-Backbencher sich kaum jemand wohl bei der Aktion in UK ist, selbst Johnson lässt verlautbaren, dass doch quasi alle weiter die Regeln beachten sollen, auch wenn es nicht Gesetz mehr ist.
Wenn man das Konzept auf Deutschland übertragen will, kommt man in ganz andere Probleme. Zum einen ist der rechtliche Hintergrund anders, zum anderen ist die Bevölkerung darauf nicht vorbereitet. Auf den Inseln wird seit Monaten über Kriegszustand gesprochen und auch so agiert. Da hat nun die Aktion D-Day-Mentalität. Viele „Helden“ werden sterben, aber die Gesellschaft siegen. In Deutschland kommt man mit Kadavergehorsam nicht weit, darum hat man hier auch kaum Studien wie die englische in wie weit ein weiteres öffnen auf Dauer die Todeszahlen beeinflusst. Denn man kommt aus moralischer asicht in undenkbare aGebiete für Deutschland, und auch die Wirtschaft ist viel wemiger betroffen bei diesem Zustand wie die britische. Also wird man das britische Experiment (was eigentlich nur ein englisches ist, weil die anderen Landesteile nicht mitmachen) abwarten. Sollte es erfolg haben, wird es nachahmer geben, wobei das Problem besteht, das die britischen Vorraussetzungen generell (abseits von extremer Infektionslast derzeit) recht gut für das Experiment sind und es woanders noch böser Enden könnte. Man wird also sehen.
 

Benutzer36171 

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Mit Freundinnen haben wir bereits ein zynisches (UK-)Inzidenz-Tippspiel an das Fußballtippspiel angeschlossen.
 

Benutzer102346 

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Wieso gibts hier eigentlich keinen "Lach" Smiley? Tut mir ja leid, aber.... :grin:
 

Benutzer102346 

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casanis casanis
sowas hier meine ich:
Das ist ne Superspreaderparty, gerade mit Delta im Anmarsch.
Warum wird sowas gemacht, anstatt sich nur im kleinen Freundeskreis zu treffen?
Vor allem: wenn dadurch wieder ein Lockdown nötig wird, dann sind es genau solche Veranstaltungen, die dafür sorgen.
Aber dann wird wieder gemeckert, man will so einen Lockdown nicht haben... Ja, dann hätte man vielleicht nicht vorher so ein Verhalten zeigen sollen... Diese Inkonsequenz macht mich echt verrückt :grin:
Ja, Karen, wenn du auf so ne Clubparty gehst, dann rechne bitte auch damit, dass du in ein paar Wochen wieder zu Hause sitzen wirst. Und dann halt zumindest die Klappe, denn die Stimmen, die vorher gewarnt haben, wolltest du nicht hören, also will ich jetzt auch dein Gejammer nicht hören...
 

Benutzer44981 

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Das hat mir alten Männern nichts zu tun, der Leiter "meines Schulamtes" ist weitaus jünger und meinte jüngst, dass "wir die Relationen mitdenken" müssen. Was interessieren dann schon die paar Schüler, die sich in 15 Jahren vielleicht mal ein bisschen mit Folgekrankheiten umherplagen.
Die Frage ist eben, was schlimmer ist:
Eine gewisse (eher überschaubare) Zahl von Kindern und Jugendlichen, die Corona übel erwischt und die so einen schweren Krankheitsverlauf haben, Folgeschäden davon tragen, usw., oder eine immer weiter wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die von den ganzen denkbaren Kollateralschäden der Corona-Maßnahmen betroffen sind:
- Bildungsdefizite, die sie nicht mehr aufholen können, wodurch ihnen die Perspektive auf ein brauchbares Berufsleben, ein ordentliches Einkommen, usw. fehlt, so dass sie vielleicht sogar in Richtung Gewalt, Kriminalität, Drogen, usw. abrutschen
- Psychische Schäden durch fehlende Sozialkontakte, usw., die nach Ende der Maßnahmen nicht einfach so verschwinden und für deren Behandlung es viel zu wenige Therapeuten gibt
- vom erzwungenen Bewegungsmangel ausgelöstes Übergewicht, Diabetes, Gelenkprobleme, Herz-Kreislauf-Probleme und sonstige Zivilisationskrankheiten, die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verringern können
usw.

Irgendwann ist da einfach der Punkt erreicht, an dem die Kollateralschäden der Maßnahmen weitaus schlimmer sind, als die Schäden durch das Virus selbst.

Das Grundrechtthema entgleitet gegenwärtig vollständig beim Reisen. Die Mittelmeerländer haben zu dienen, egal wie hoch die Infektionszahlen auch sind.
Du vergisst eine ganz wichtige Sache:
Es gibt einfach Staaten, deren Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt und deren Sozialsysteme auch nicht immer sonderlich gut sind. Ohne Tourismus fehlt dort vielen Menschen das Einkommen, von dem sie ihr Essen, ihre Miete, usw. bezahlen.
Und so haben auch viele Bewohner dieser Staaten ein großes Interesse daran, ihre wichtigste, oder gar einzige Einkommensquelle nicht zu verlieren, um weiterhin ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können und nicht auf (möglicherweise unzureichende) Sozialleistungen angewiesen zu sein.

Off-Topic:

Die Sterbestatistik meiner "Arbeitskommunen" liegen vor. Im ersten Halbjahr sind die Zahlen weiterhin hoch. Es war uns eine kleine Meldung von 40 Zeilen wert. Nach gut 30 Minuten ploppten die ersten Mails auf, ob "es nicht irgendwann mal gut sein könnte". Es ist ohnehin so, dass sich Trauer verändert. Ich hab neulich beim Einkaufen die Tochter unserer Ortsbürgermeisters getroffen, der gute Mann ist hochbetagt gestorben. Nachdem ich ihr mein Beileid zum Ausdruck brachte, meinte die Frau, dass sie eigentlich jeden Tag hörte, dass "der doch sehr alt geworden ist" oder "an was ist er denn gestorben". Eine Anteilnahme scheint es nicht mehr zu geben, es muss ein "guter Tod<" sein, sprich ohne pandemischen Bezug. Und wenn eine Frau mit 71 Jahren ihren Vater verliert, bleibt sie sein Kind ganz egal wie alt sie ist.
Nicht Jeder findet jeden Tod so schrecklich. Und so hört sich das für mich nach einem durchaus vernünftigen und angenehmen Umgang mit der Endlichkeit des menschlichen Lebens an.
Als die Nachbarin meiner Oma und Freundin meiner ganzen Familie im Alter von fast 90 Jahren gestorben ist, war ich nicht wirklich traurig und viele andere Menschen aus ihrem Umfeld auch nicht. Sie war eine herzensgute Frau, hatte ein gutes Leben und konnte dieses Leben auch in großen Teilen genießen. Sie war mit sich im reinen und bereit, zu gehen. Sie hoffte, nach einigen Jahren, in denen das Leben immer beschwerlicher wurde, einfach einschlafen zu dürfen, statt noch ins Pflegeheim zu müssen und dort die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu verlieren, die ihr zeitlebens so wichtig war. Und es ist dann auch fast so passiert.
Natürlich würde ich einem sichtlich trauernden Angehörigen jetzt nicht ins Gesicht sagen "Hab dich nicht so. Sie war doch schon so alt. Da war die Hebamme bestimmt nicht mehr schuld.". Aber ich finde es viel schöner, an sie zurückzudenken und sich auch darüber zu freuen, dass ihr der Großteil dessen, wovor sie sich bezüglich ihres Lebensendes so sehr gefürchtet hat, erspart geblieben ist, als jetzt ewig Krokodilstränen zu verdrücken und sie sich zurück zu wünschen.

Der Friedhof meines Heimatortes gleicht eher einem kleinen Park. In drei Schneisen befinden sich etwa 90 Gräber. Inzwischen wird dort Fußballgespielt, manche nutzen die Grabsteine zum Dehnen, aber auch einige haben sich schon auf dem Friedhof gesonnt.
Auch das hört sich für mich viel schöner an, als die mir bekannten Friedhöfe, die mir absolut nichts geben. - Selbst wenn sich dort die Gräber von Menschen befinden, die mir sehr viel bedeutet haben.


Was man dabei vergisst (siehe Blick auf GB): Kinder stecken sich weiter an. Die Pandemie verläuft da quasi nur noch in der Generation u30, also der ungeimpften oder wenig geimpften Generation. Hier kann es jetzt aber weiterhin zu Mutationen kommen, wenn wir die komplette Durchseuchung der Generation u12 anstreben - was wohl der Fall sein wird. Bisher waren Mutationen immer ansteckender als vorherige Varianten, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt (siehe aktuelle R Zahl NL: 2,9 bei Delta) und die Impfwirkung der bekannten Mittel ließ nach. Immer weniger Geimpfte werden also geschützt sein. Auch wenn Kinder per se nicht von der akuten Krankheit betroffen sein mögen, sind sie trotzdem von Longcovid betroffen. Große Datensätze sind noch ausstehend zum Thema Longcovid, aber die ersten Interviews die ich dazu hörte waren jetzt nicht erleichternd.
Zusätzlich: Eine Hospitalisierung bei Delta steigt im Vergleich zum Urtyp, auch bei Kindern. Kinder können oft nicht auf normale ICUs. Sie brauchen spezielle Betten, spezielle Pflegekräfte. Es gibt es zu wenige Kinder-ICUs, diese jetzt noch für Covid frei halten wird witzig. Auch wenn die Hospitalisierung aufgrund von Covid bei Kindern im Gesamten niedriger ist, als bei der Generation ü70, so gibt es sie. Zugleich ist das Angebot an Betten aber deutlich (!) geringer, als für die ältere Generation. In GB kommt man jetzt an die Grenzen von ICU-Plätzen für Kinder durch Delta. Letzte Woche mussten 50 Kinder an einem Tag auf die ICU (GB weit). Wenn man bedenkt, dass es pro Großstadt nur wenige Plätze überhaupt gibt und die ja weiterhin für Unfallopfer und chronisch Kranke gebraucht werden...
Wenn doch der Sinn von Lockdowns und Co immer war, das Gesundheitswesen und im Speziellen die ICUs vor Überlastung zu bewahren, warum gilt das nun nicht bei Kindern?
Dazu kommt: Man kann Kinder nicht so auf ICUs ein- und wegsperren, wie man das mit Erwachsenen gemacht hat. Wer schonmal auf einer Kinderintensivstaion war, weiß das.
Das, was du beschreibst, ist sicherlich äußerst unschön und auch alles andere, als erstrebenswert. Und ich halte auch nicht viel von der britischen Corona-Politik.
Aber auf der anderen Seite haben wir in Deutschland die Situation, dass Kinder und Jugendliche kaum Chancen auf eine zeitnahe psychologische Behandlung haben, solange sie nicht akut suizidgefährdet sind, da die psychischen Folgen der Pandemie auf ein System treffen, das schon vor Corona an seiner Kapazitätsgrenze war. Auch das hat richtig schlimme, langanhaltende Folgen für viele Betroffene. - Genau wie die anderen Dinge, die ich weiter oben genannt habe.
Von daher sollte man meiner Meinung nach gerade mit den Einschränkungen für Kinder und Jugendliche sehr vorsichtig und zurückhaltend sein - insbesondere, solange wir noch ein gutes Stück von überlaufenden Kinder-Intensivstationen entfernt sind.

Du hast Recht, das war nicht gut formuliert.
Was ich meinte war, dass bei Lockerungen sofort wieder Vollgas von der Bevölkerung gegeben wird.
Es wird nicht vorsichtig geguckt, dass man sich vielleicht mal wieder mit 1, 2 Freunden trifft, nein, es werden gleich Party mit Dutzenden Leuten gemacht.
Es wird in Diskotheken mit hunderten anderen Fremden gegangen.
Es wird sofort in den Urlaub geflogen anstatt vielleicht nur Urlaub irgendwo am Meer zu machen in einem Ferienhaus, möglichst ohne viel Kontakt zu Fremden.
Das alles sorgt dafür, dass, wenn jemand sich ansteckt, dass sich Delta dann innerhalb kürzester Zeit maximal verbreitet.
Vernünftiger wäre es doch, die Öffnungen maßvoll zu genießen?
Mal wieder 1 oder 2 Freunde treffen. Man darf wieder in Lokalitäten? OK, spar ich mir die Disko mit wer weiß wieviel Leuten und geh lieber mit 1, 2 Freunden wieder was trinken.
Man darf in den Urlaub? OK, anstatt nach Malle/auf die Kanaren zu fliegen, mach ich den Urlaub halt trotzdem im Kleinen, um die Ansteckungsgefahr niedrig zu halten.
Aber das passiert nicht.
Und gerade deswegen, weil viele Leute dann wie kopflose Hühner alles wieder sofort im Exzess haben wollen, finde ich diese großen Lockerungen so problematisch.
Aber hey, vielleicht straft mich die Geschichte Lügen und die 4. Welle wird gar nicht so schlimm, dann wars gut für die Wirtschaft.
Nur: In den Niederlanden machen die Clubs jetzt erstmal wieder zu, weils zu früh war. Ob denen die 2 Wochenenden jetzt groß geholfen haben?
Diese Treffen mit 1-2 Freunden (oder auch etwas mehr) wurden doch von sehr vielen Menschen durchgehend, oder zumindest schon lange wieder praktiziert, um nicht vor Einsamkeit völlig durchzudrehen und waren auch meistens im erlaubten Rahmen (eine härtere Einschränkung, als ein Haushalt + eine haushaltsfremde Person gab es ja nie). Aber auch das war/ist für viele Menschen auf Dauer einfach nicht erträglich, weshalb sie jetzt angesichts der Lockerungen und des geringen Infektionsgeschehens wieder deutlich mehr machen.
 

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Heute ist ja freedom-day in England, also alles offen. Und was macht die Regierung: Als erstes verkündet sie, dass ab September niemand mehr in nachtclubs kommt der nicht vollständig geimpft ist (Covid: Two jabs needed to enter nightclubs from September). Heisst man lässt erstmal alle feiern und durchinfizieren und wenn das dann abgeschlossen ist verlangt man Impfausweise. Viele Geschäfte können nicht öffnen ganz einfach, weil ihre Mitarbeiter sich häufig als First Contact isolieren müssen (soll Mitte August für geimpfte aufgehoben werden). Jetzt schon aufgehoben wird das teilweise für NHS-Mitarbeiter, da man in Krankenhäusern schlichtweg nicht mehr genug nicht.isolierendes personal hat. Und als Sahne auf dem Kuchen gibt es O'Leary, also den Ryanair-Chef, der heute Kundtat ('Complete nonsense': Ryanair boss urges vaccinated passengers 'turn off' NHS tracing app): "I would switch off the app, I don’t think it has any effect anymore." Gegen Masken in Transporteinrichtugnen hat er jedoch nix.

Ansonsten scheint der Freedom-Day ein ziemlich gedämpfte Sache zu sein. Anstatt den erhofften Ansturm hat sich kaum was geändert. Ja die Nachtclubs sind voll, aber abseits davon scheinen sehr viele den Freedom-Day nicht viel abgewinnen zu können wenn man den Medienberichten trauen kann... naja, eine Million die den zu früh "gefeiert" haben müssen sich derzeit eh isolieren, von dem her hilft es nicht. Und die Wirtschaft macht auch keinen Hops und die Börse geht runter. So sieht es halt aus, wenn das vertrauen in die Regierung hin ist. Sie macht auf und kaum einer geht hin.

Off-Topic:
Aber zumindest eine Institution begeht den Freedom-Day mit allen Ehren: Das MetOffice hat erstmals die höchste Hitze-Warnung für Teile von England und Wales verkündet (Met Office issues first UK extreme heat warning).
 

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Wie befürchtet war es für Johnson ein ziemlich mieser Tag. Aber nicht die Opposition hat ihn reingeritten (die hat derzeit eh andere Probleme), sondern sein alter Berater Dominic Cummings. Der hat die Isolation seines Ex-Chefs dazu genutzt etwas aus dem Nehkästchen zu plaudern und so den "freedom-day" in ein anderes Licht zu rücken (Covid: Boris Johnson resisted autumn lockdown as only over-80s dying - Dominic Cummings).

Im Oktober berichtet er über die folgende Begebenheit:
The "median age" for those dying was between 81 and 82 for men and 85 for women, the prime minister allegedly wrote, adding: "That is above life expectancy. So get Covid and Live longer.
"Hardly anyone under 60 goes into hospital... and of those virtually all survive. And I no longer buy all this NHS overwhelmed stuff. Folks I think we may need to recalibrate... There are max 3m in this country aged over 80."
He reportedly went on to write: "It shows we don't go for nationwide lockdown."
Tja, man ging dann irgendwann doch in den Lockdown, aber eben halt etwas spät im November. Aber so Sätze wie "So get Covid and Live longer." werden ihm wohl noch lange nachhängen.

Eine andere Aussage Aussage unterhöhlt quasi die ganzen Versuche von Downing Street die nun gemachten Öffnungen nun als auf wissenschaftlicher Basis befindend darstellen zu lassen.
The prime minister had "parts of the media and Tory party screaming" not to increase restrictions and "always referred" to the Daily Telegraph, for which he had previously written a column, as "my real boss", Mr Cummings said.
Nun kommt natürlich schnell die Frage wieder auf, ob das ganze nicht so hingebogen wurde, damit Johnson der rechten Presselandschaft entgegen kommen konnte.

Klar, sowas ist Revanche und man muss dmait etwas vorsichtig sein, aber es zeigt eben, dass die Strategie die Johnson nun Gefahren ist erhebliche Risiken birgt, nicht nur für den Verlauf der Pandemie, sondern für die Politiker die es durchführen selbst.

Und wo wir gerade bei schlechten Aussichten sind. In den USA (und auch anderswo) hat gestern die Börse einen Schluckauf gehabt, begründet mit dem Anklopfen der Delta-Variante (Dow suffers biggest drop of the year as Delta variant fears hit Wall Street hard). Es gibt also wieder Zweifel, ob die Erwartungen das bald alles besser wird bezüglich Öffnungen gerechtfertigt sind.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
hast du aktuelle zahlen, wieviele das sind, die das wirklich aus gründen verweigern, die nicht nachvollziehbar sind?
Bei noch around 40% Ungeimpften fällt es mir schwer zu glauben, dass da viele nicht „dürften“. So viele Ausschlussgründe für die Impfung gibt es ja gar nicht, selbst schwer Kranken wird sie ja oft eher empfohlen weil eben auch eine Infektion ein hohes Risiko birgt.
Ein guter Teil ist aber vermutlich auch einfach die wenig böswillige aber schlecht informierte Fraktion „egal“, die es auch bei anderen medizinischen Geschichten oder z.B. Wahlen immer gibt.
 

Benutzer166918  (33)

Öfter im Forum
Aber auf der anderen Seite haben wir in Deutschland die Situation, dass Kinder und Jugendliche kaum Chancen auf eine zeitnahe psychologische Behandlung haben, solange sie nicht akut suizidgefährdet sind, da die psychischen Folgen der Pandemie auf ein System treffen, das schon vor Corona an seiner Kapazitätsgrenze war. Auch das hat richtig schlimme, langanhaltende Folgen für viele Betroffene. - Genau wie die anderen Dinge, die ich weiter oben genannt habe.
Das ist aber IMMER so. Je nach Region wartet man grundsätzlich monatelang auf nötige Unterstützung. Klar ist es übel, wenn dazu noch "Corona-Problem-Kinder/Jugendliche" kommen. Das Argument "Aber wir können das System doch nicht belasten, es operiert schließlich im Grenzbereich." finde ich blöd, denn a) (ich wiederhole mich) der Bedarf kann auch ganz ohne Corona nicht zuverlässig bedient werden und b) sollten die Kapazitäten (im stationären wie teilstationären und ambulanten Bereich) vielleicht mal angepasst und eine vernünftige Versorgungslage hergestellt werden. Das ist eh meine Hoffnung bei der ganzen Geschichte: So viel Aufmerksamkeit habe ich noch nie mitbekommen, vielleicht erhöht das ja den Druck und es bessert sich langfristig was.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Bei noch around 40% Ungeimpften fällt es mir schwer zu glauben, dass da viele nicht „dürften“. So viele Ausschlussgründe für die Impfung gibt es ja gar nicht, selbst schwer Kranken wird sie ja oft eher empfohlen weil eben auch eine Infektion ein hohes Risiko birgt.
Ein guter Teil ist aber vermutlich auch einfach die wenig böswillige aber schlecht informierte Fraktion „egal“, die es auch bei anderen medizinischen Geschichten oder z.B. Wahlen immer gibt.
ja, 40% werden das sicher nicht sein, die nicht dürfen (oder wenn, nur temporär, eben wegen so dingen wie schwangerschaft, krebsbehandlung und ähnlichem). aber die letzten mir bekannten zahlen sprachen von bis zu 16% die nicht wollen - und es wird ja weiterhin geimpft, wenn auch nicht mehr mit ganz so viel tempo. schätze mal, so einige werden aktuell auch einfach im urlaub sein. und ja, selbst in meinem bekanntenkreis entdecke ich noch einzelne unaufgeklärte, wo das thema einfach nie zur sprache kam - gut, da bin ich nun dran an aufklärung.
 
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