Corona 8

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Im Oktober hatte ich zu Beginn von Corona 6 (Corona 6) aktualisierte Antworten von Corona 5 auf die Fragen vom Corona 4-Start gegeben, weiterhin sind viele Fragen ungelöst. Hier (nachdem ich eine Runde ausgesetzt hatte) meine aktualisierte Sicht wie es sich entwickelt hat mit den damaligen Top Fragen. Es ist weiterhin wenig neues hinzugekommen um ehrlich zu sein.

Offene Fragen bei COVID-19:
a) Übertragung
- Wie schafft es der Virus sich relativ gut zu übertragen? Aerosole spielen eine wichtige Rolle, genauso wie Superspreader events
- Was ist der Hauptübertragungsweg (Tröpfchen ist Annahme, aber erklärt kaum die Beobachtungen alleine)? Aerosole & Tröpfchen haben sich etabliert
- Sind Aerosole ein entscheidender Faktor? Ja
- Sind Masken ein Hauptgrund warum viele asiatische Staaten so geringe Übertragungen haben? Hauptgrund nicht, auch das harte Vorgehen bei Infektionen, aber ja, Masken werden nun als wichtigster Bestandteil der Vorsorge betrachtet
- Sind Kinder genauso Überträger wie Erwachsene? Hier hat sich die Sicht über die Zeit geändert. Ja Kinder haben offenbar einen wichtigen Einfluss auf die Ausbreitung, nicht so sehr wie bei der Grippe, aber geschlossene Schulen scheinen gut zur Eingrenzung beizutragen. Jugendliche über 15 sind bei der Übertragung von Erwachsenen kaum zu unterscheiden, darunter gibt es zumindest zahlreiche asymptomatische Erkrankungen. Aber all das ist weiterhin mit Unsicherheiten besetzt.
- Gibt es einen Einfluss des Klimas und wenn ja ist es ein direkter Effekt (Strahlung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) oder Indirekter (menschliches Verhalten, Immunsystem)? Nur bedingt. Ja, Strahlung kann offenbar einen Einfluss haben, aber wenn Menschen indoors zusammenhocken wegen hoher Temperaturen hilft es auch nicht bei der Vireneindämmung. Viele Effekte vom letzten Sommer sind mit der Lockdown-Politik erklärbar.

b) Genetik/Verhalten
- Gibt es genetische oder soziale Gründe warum international mehr Männer sterben als Frauen? Weiterhin scheint die Datenlage mau. Einzelne Länder haben auch mehr sterbende Frauen auf Grund der Altersanfälligkeit. Aber ja, Männer sterben zumeist häufiger und früher.
- Gibt es einen genetischen oder sozialen Grund für die hohe BAME (Black, Asian and minority ethnic) Quote in UK, ähnliches für die black community in den USA? Nix neues, weiterhin wohl beides, sozial ist recht gesichert, aber Vitamin D wird weiterhin immer wieder hochgekocht
- Gibt es einen Grund anders als Phase der Epidemie und frühe Intervention für die geringe Todesfallzahl in Deutschland? Es gilt als recht gesichert, dass die schwache 1. Phase auf die Lockdownpolitik zurückzuführen ist.

c) Immunisierung
- Wie hoch ist die Dunkelziffer und wie unterscheidet sie sich für einzelne Staaten? Ist Regional sehr abhängig, in Hochverbreitungsgebieten tendenziell höher. Auch wird angenommen, dass im Frühjahr massiv untertestet wurde und so derzeitig Zahlen heute und damals nicht vergleichbar sind.
- Gibt es überhaupt einen Weg zu einem Impfstoff? Ja wir haben welche, sogar mehrere, aber wir wissen nicht, wie langanhaltend ihr Effekt ist und ob dieser gegen Variationen bestand hat.
- Gibt es Kreuz-Immunisierung durch andere Coronaviren? Offenbar ja, wie wichtig das ist ist weiterhin offen.
- Warum erkranken Kinder seltener? Es gibt Erklärungsansätze, aber auch immer wieder Berichte von schweren Verläufen und einer massiven Untertestung bei Kids. Neues gibt es nicht wirklich.

- Warum ist die sekundäre Attack Rate so niedrig? War wohl ein Nachteil des Wildtyps, den er nun in seinen Variationen ausgeglichen hat. Von 10% ist sie auf etwa 20% gestiegen (UK-Variante).

d) Zukunft
- Kommt es zur zweiten Welle und wenn ja wie stark, wann und wo? Ja, wir hatten eine und eine dritte ist nicht ausgeschlossen.
- Wann wird ein erstes effektives Medikament zur Verfügung stehen? Es gab Erfolge aber auch Zahlreiche Rückschläge. Insgesamt scheinen Therapien erfolgreicher zu verlaufen als im Frühjahr.
- Wann gibt es (wenn überhaupt) einen Impfstoff? Es gibt sie seit Ende 2020, eine enorme Leistung der Wissenschaft.
- Wird man einem Totimpfstoff eine Chance geben oder verlässt man sich auf bisher unerprobte Konzepte? China hat es probiert, aber es gibt wenig infos ob sie erfolgreicher sind.
- Wann wird man die Massnahmen deutlich reduzieren können? Man hat es gemacht, man ist eines besseren belehrt worden, versucht es nun wieder und wird wohl wieder eines besseren belehrt werden.
- Wie wird sich die Exzess-Mortalität in einzelnen Regionen entwickeln? Sie war heftig im April, flachte ab im Mai ab und kam dann mit voller härte im Dezember zurück. Es gibt grosse Unterschiede zwischen einzelnen Ländern in Europa, aber letztendlich sind die Exzesstodeszahlen zumidnest in Deutschland auf schwerem Grippe-Epedemie, trotz der Massnahmen.
- Wird COVID weiter als reine Lungenkrankheit betrachtet werden, sondern als eine Erkrankung des Gesamtsystems Mensch? Der ganze Körper war zwischenzeitlich in den Mittelpunkt gerückt, gerade für jüngere Patienten. Wie sehr es Einzelfälle sind oder eindeutiges Muster bleibt offen.
- Wird es Apps geben die sowohl Datenschutz einhalten, als auch effektiv und verbreitet sind? App gibt es, eine Rolle spielt sie jedoch kaum. Aber Beschwerden waren gering, bis auf die üblichen Kinderkrankheiten.
- Wie hoch wird weltweit und regional das Wirtschaftswachstum einbrechen und werden Staaten die Frühzeitig reagiert haben dadurch wirklich einen Vorteil haben? Wirtschaft bricht teils deutlich in den entsprechenden Quartalen ein wo es Lockdowns hat und braucht immer recht lange um sich zu erholen, auch weil Massnahmen nicht schnell genug reduziert werden können. Es gibt Andeutungen das schnelles reagieren belohnt wird, aber das dauert wohl noch lange um das abschliessend sagen zu können. Alles sehr mit Unsicherheiten bedacht.
 

Benutzer146280 

Verbringt hier viel Zeit
Das bestreitet wohl keiner hier.
Es geht bei der Kritik aber um die bizaren Annahme, der Staat könne und müsse mit seiner Stärke und Weisheit den Virus beseitigen. Das ist einfach ein falscher Grundansatz.
Ein bisschen mehr Demut würde unserer Politik sehr gut tun.

Es zeigt sicch immer deutlicher, der Nannistaatansatz in der Pandemiebekämpfung hat versagt.
Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Wissenschaftsverweigerern, die nicht anerkennen, dass
präsymptomatische das Virus schon weiterverbreiten können,
Jeder Kontakt (eines potentiellen Überträgers) eine Chance ist das Virus zu verbreiten,
Abstand und Maske helfen das Risiko der Verbreitung reduzieren,
Menschen, die sich ärgern, dass unter den oben genannten Voraussetzungen nicht überlegt wird, wie man eine Balance findet zwischen zusperren und unkontrollierte Verbreitung.
Dich zähle ich trotz aller Kritik oder gerade deswegen zur zweiten Kategorie.
 

Benutzer161456 

Meistens hier zu finden
Zitat sanspoil sanspoil "Dich zähle ich trotz aller Kritik oder gerade deswegen zur zweiten Kategorie"
Da hast du glaube ich recht.

Ich halte einfach die deutsche Coronapolitik für total inezffzient, innovationslos und absolut mutlos.
Ähnlich dem, was ich von der verknöcherten, schädlichen Klima-, Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik der Groko halte.
Wir bleiben einfach total unter den Möglichkeiten.
Ich wünschte mir eine andere Grundausrichtung der Massnahmen und glaube, dass wir damit unterm Strich besser fahren würden.

Von daher ist es wohl nur die Fortsetzung des bisherigen Grokowahnsinns der letzten Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und zu guter Letzt: wenn es wirklich um die Gesundheit ginge, hätte man dann nicht den "Impfstoff" dieses Erfinders, der die Rezeptur kostenlos zur Verfügung stellen wollte, genutzt (oder sich zumindest mehr damit auseinander gesetzt), anstatt ihn zu verklagen? (Bezahlschranke, mein Vater hat den Spiegel abonniert und mir daher vom Inhalt berichtet.)

das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. der mensch verabreicht ungetestet und ohne jede erlaubnis seinen selbst zusammengemixten "impfstoff" an andere menschen, natürlich gibts da ne strafanzeige. sollte jemanden wie dir, wo du doch impfungen trotz tausenden studienteilnehmern so kritisch gegenüberstehst, mehr als einleuchten. hätte jemand wie drosten das gewagt würdest du hier noch am lautesten schreien. im übrigen: er ist mit sicherheit nicht der einzige, der sich an totimpfstoffen ausprobiert (nichts anderes hat er getan).

nachlesen ohne bezahlschranke kannst du übrigens hier: Strafanzeige: Banale Methode? Deutscher entwickelt eigenen Impfstoff – und hat nun Ärger | Luzerner Zeitung
:grin: Das ist ja nun wirklich eine geile Geschichte.

Ich habe keinen blassen Schimmer von Medizin, Pharmazie, Biochemie oder gar Impfstoffherstellung und kann deswegen natürlich überhaupt nicht einschätzen, ob diese Impfstoffmixtur, die dieser - offensichtlich ziemlich durchgeknallte - Labormediziner im Ruhestand und Milliardär mit einigermaßen schrägen gesellschaftspolitischen Ansichten, aber seis drum, in seinem Heimlabor in Lübeck ausgetüfelt hat und auf seinem Blog beschreibt irgendeinen Realitätsbezug hat.

Aber wenn an der Geschichte was dran sein sollte und sein Impfstoff wirklich funktioniert, dann würde ich eine Woche auf allen Tischen tanzen. Das wäre einfach eine Geschichte, die sich kein Drehbuchautor ausdenken könnte. Völliger Wahnsinn. Da könnten dann Pfizer, Biontech, Moderna, AstraZeneca und wie sie alle heißen, einpacken und dieses ganze Gewese um die großartige Leistung der Pharmaindustrie wäre nichts anderes als ein großes Bullshit-Bingo. Das wäre alles zu schön um wahr zu sein. Wahrscheinlich halt doch nur ein Märchen....ja, mei. :ashamed:

Hier übrigens die "Rezeptur" vom Webblog dieses Herren (da finden sich auch Einkochrezepte für Marmeladen und nette Bildchen von Ostereiern):
achja, sein Anwalt ist übrigens der allseits bekannte und berühmt-berüchtigte Wolfgang Kubicki von der FDP aus Schleswig-Holstein. Passt irgendwie auch. Dieser Impfstoff-Daniel-Düsentrieb ist wohl in SH schon eine große Nummer.

"Basierend auf unserer umfassenden Erfahrung in der Reagenzien-Entwicklung zur Diagnostik neuer Viruskrankheiten haben wir schnell und zielsicher ein Antigenkonstrukt geschaffen und rekombinant hergestellt, mit dem sich Antikörper gegen SARS-CoV-2 zuverlässig nachweisen lassen. Es basiert auf der Rezeptor-bindenden Domäne innerhalb der S1-Untereinheit des Spike-Proteins, mit der sich der Virus an Rezeptoren der Zielzellen bindet. Für mich lag es nahe, dass eine Immunisierung mit diesem Protein eine Schutzwirkung vor einer Infektion entfaltet.


Es gibt Impfungen mit einem großen und andere mit einem sehr geringen Gefahrenpotential. Es ist ein Unterschied, ob man einem gesunden Menschen abgeschwächte Viren oder Virus-RNS injiziert, oder ein kleines unscheinbares rekombinantes Protein, das nicht viel im Organismus anrichten kann, außer einer spezifischen Immunstimulation. Jahrzehntelang werden rekombinante, gentechnisch in Kulturzellen hergestellte Antigene bei der Immunisierung gegen die infektiöse Hepatitis A und B eingesetzt. Früher wurde das Immunisierungs-Antigen aus Blutspenden vormals an Hepatitis erkrankter Personen gewonnen, die rekombinanten Antigene kommen dagegen aus der Retorte, sie sind leicht herzustellen und bergen kein Infektionsrisiko – ein großer Fortschritt. Ich selbst habe tausende meiner Mitarbeiter damit immunisiert.


[...]

Ebenso sind in der Kultur hergestellte und inaktivierte Coronaviren für mich als Impfantigene obsolet, bei Hepatitis ist so etwas längst überholt, was soll das dann bei Corona? Man braucht auch niemanden mit Vektorviren zu infizieren, um Virusantigene einzuschleusen. Ich appliziere das fertige, extracorporal gentechnisch hergestellte Antigen, von dem so gut wie keine Gefahr ausgeht. Und bisher war keiner der über hundert Geimpften krank geworden, keiner wurde arbeitsunfähig.


Gegen mein Vorgehen hat sich einiger Widerstand entwickelt. Man ist nicht in der Lage oder willens, das Potential der von mir vorgeschlagenen Impfung zu erkennen, sie ist aber nahezu risikolos, beruht auf einem Totimpfstoff, der ungekühlt versendet und im Kühlschrank aufbewahrt werden kann, mit dem keine gefürchtete Erbinformation des Virus eingeschleust wird, der keinen abgeschwächten Virus enthält, der kaum allergische Reaktionen hervorruft, gleich gar nicht gegen Polyethylenglycol, den jeder Arzt in seiner Praxis verabreichen kann, nahezu risikolos, und der deshalb von der Bevölkerung weitaus besser akzeptiert würde. Und der leicht in großen Mengen produziert werden kann. Für Massenimpfungen hervorragend geeignet. Die erste Impfung war alles andere als heroisch, sondern banal. Kein Vektor, keine RNS, kein inaktivierter Coronavirus, sondern nur ein kleines Peptid.

Man nehme dreimal 15 Mikrogramm rekombinante RBD der S1-Untereinheit (Arg319-Phe541) für eine Person. Als Adiuvans habe ich Alhydrogel von InvivoGen verwendet: Ordentlich durchschütteln und davon 200 Mikroliter mit der Tuberkulinspritze aufziehen. In eine größere Spritze 10 Milliliter Kochsalz aufziehen und die 200 Mikroliter dazugeben, mischen. Davon 500 Mikroliter pro Schuss, mit denen man seine Portion Antigen vermischt. Alles hübsch steril.

Mit einem einzigen 2000-Liter-Reaktor kann man 35 g Antigen pro Tag produzieren, das würde für 1 Million Personen reichen. Mittels eines Hochdichte-Kultursystems schafft man die fünffache Menge. Innerhalb eines halben Jahres könnte man Impfstoff für 80% der Bevölkerung Deutschlands in einem mittelgroßen Laborraum produzieren.

Ich habe das Paul-Ehrlich-Institut um die Genehmigung gebeten, diese bagatellartige Immunisierung umgehend mit einer größeren Zahl Freiwilliger nachvollziehen zu dürfen, um festzustellen, ob sie ebenso gut funktioniert wie bei mir und meiner Familie, und ob es auch bei diesen keine Nebenwirkungen gibt, einschließlich exponierter Personen. Hätte sich das PEI nicht quergestellt, hätten wir längst einen Hersteller in die Lage versetzen können, ganz Deutschland zu beliefern und wirksam zu schützen.
"

:cool::whoot::upsidedown:
 

Benutzer3277 

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Ich halte einfach die deutsche Coronapolitik für total inezffzient, innovationslos und absolut mutlos.
Zweifellos ist die deutsche Coronapolitik nicht ideal (vor allem beim Thema Impfen). Aber ich las heute einen Artikel über die tschechische Coronopolitik, und die ist haarsträubend. Tschechien hat derzeit eine Inzidenz von 480, in einigen Regionen über 1000! Das ist fast zehnmal soviel wie bei uns. Die Politik hat beim Lockdown völlig versagt. Es wurde berichtet, dass abends in den Kneipen die Leute mit den Polizisten, die kontrollieren sollen, gemeinsam zechen. Am Montag werden die Läden wieder geöffnet, bei Inzidenz 480! Da bin ich ehrlich gesagt froh, in Deutschland zu leben. :what:
 

Benutzer3277 

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Aus der heutigen Zeitung (Unnützes Wissen):

Alle derzeit kursierenden Sars-CoV-2-Viren der ganzen Welt passen nach Berechnungen des britischen Mathematikers Christian Yates locker in eine Cola-Dose. Die Viren hätten ein Volumen von 160 ml, die Cola-Dose hat 330 ml. 🥤
 

Benutzer177659  (37)

Öfters im Forum
Die Einhaltung der Maßnahmen sollte freiwillig erfolgen und nicht aus Zwang und durch Strafandrohungen. Jemand, der meint, das Virus könnte einem gesunden Menschen gefährlich werden, soll die Maske tragen und dies aus Überzeugung tun. Betrachtet man die Statistik, fällt auf, dass die meisten Todesopfer der Pandemie alte Menschen mit Vorerkrankungen waren, also jene, die sowiso bald gestorben wären. Daher ist es nicht gut durchdacht, alle Menschen zu zwingen, die Maßnahmen einzuhalten. Unser Staat ist im Begriff, seine postdemokratische Struktur zu verlieren.
Wieso haben wir dann strafbewehrtes Tempolimit auf der Autobahn? Wer meint schnell fahren sei gefährlich soll halt nur 130 fahren. Wer meint er brauche funktionierende Bremsen soll sie halt kontrollieren lassen. Der TÜV gehört abgeschafft, er beschränkt meine persönliche Freiheit.
Ja, es muss wirklich mal vorbei sein. Wenn die Einschränkungen wirklich viel bewirken würden, wäre das Virus längst weg. Aber nein, selbst im harten Lockdown Ende 2020 stiegen die Zahlen weiter.
Erstens: wenn die Maßnahmen von allen maximal eingehalten würden dann wäre das Virus schon weg, ja. Wenn Arbeitgeber endlich 100% Homeoffice anordnen würden, da wo es nur irgendwie geht, wenn die Leute sich wirklich hart an die Kontaktbeschränkungen hielten.

Zweitens: welcher harte Lockdown? Frankreich hatte nen harten Lockdown. Wir nicht.
Ich glaube mittlerweile auch nicht mehr, dass es hier nur um das Virus geht. Wenn es so gefährlich wäre, wären wir alle bereits tot.
Nein. Es wird von Fallsterblichkeiten von <1% ausgegangen. 1% von 83 Millionen sind 830.000.
Außerdem hat doch grade die (nicht perfekte) Umsetzung der Eindämmungsmaßnahmen dazu geführt, das wir eben weniger Fälle haben!

Ob sie direkt am Virus sterben, kann ja niemand sagen. Irgendwann ist das Virus unsere normale Grippe, [...]

Man kann schon sagen, ob Leute direkt am Virus sterben.


Aufgrund dieser spezifischen Befunde konnte die Erkrankung bei 82 % der Obduzierten als wesentliche bzw. alleinige Todesursache festgestellt werden. Diese Patienten starben nicht mit, sondern an COVID-19, so das Fazit von Prof. Dr. Johannes Friemann vom Institut für Pathologie der Universität Köln am Standort Lüdenscheid.

Und ja, wenn wir eine gewisse Grundimmunität in der Bevölkerung haben, dann wird das Virus eine normale Infektionskrankheit werden, gegen die man die normalen Eindämmungsmaßnahmen fährt, wo nötig. Aber die Frage ist doch mit wievielen Toten und chronisch Langzeitkranken wir dahinkommen wollen.
 

Benutzer182523  (31)

Klickt sich gerne rein
Jeder der nicht auf Station oder im Pflegeheim arbeitet und immernoch behauptet Corona wäre eine Masche für "irgendwas anderes" würde ich gerne mal akut auf Station führen damit er sich die Situation anschauen kann.
Oder wahlweise den Kopf auf die Tischplatte hauen.

Natürlich stirbt nicht jeder dran und es betrifft zumeist Risikogruppen wie chronisch kranke oder alte Menschen, aber selbst die wollen gerne noch ein bisschen Leben. Ob man's glaubt oder nicht.

Die Maßnahmen kotzen uns alle an aber sie wären effizienter wenn nicht ständig irgendwelche "Experten" gegen sie verstoßen würden. Und natürlich gingen die Ansteckungszahlen nicht sofort runter, ich meine was erwarten die Menschen?
 

Benutzer146280 

Verbringt hier viel Zeit
Jeder der nicht auf Station oder im Pflegeheim arbeitet und immernoch behauptet Corona wäre eine Masche für "irgendwas anderes" würde ich gerne mal akut auf Station führen damit er sich die Situation anschauen kann.
Oder wahlweise den Kopf auf die Tischplatte hauen.

Natürlich stirbt nicht jeder dran und es betrifft zumeist Risikogruppen wie chronisch kranke oder alte Menschen, aber selbst die wollen gerne noch ein bisschen Leben. Ob man's glaubt oder nicht.

Die Maßnahmen kotzen uns alle an aber sie wären effizienter wenn nicht ständig irgendwelche "Experten" gegen sie verstoßen würden. Und natürlich gingen die Ansteckungszahlen nicht sofort runter, ich meine was erwarten die Menschen?
Was ist schon das Leben gegen eine Maske. :kopfwand:
 

Benutzer161456 

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Zweitens: welcher harte Lockdown? Frankreich hatte nen harten Lockdown. Wir nicht.
Hat es Frankreichs harter Lockdown irgendeinen strategischen Vorteil gegenüber sagen wir mal dem Modell Schweden gebracht?
Weisst du da mehr? Ich hab bisher nichts mitbekommen.
 

Benutzer36720 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man die Anzahl der Toten pro Mio Einwohner betrachtet: Nein.
Da liegen Schweden und Frankreich fast gleichauf.
Im Vergleich zu den direkten Nachbarländern sticht Schweden natürlich negativ heraus.
 

Benutzer161456 

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Ganz normal. Bei unseren Nachbarlänsern gibt es auch massive Unterschiede, bei gleicher Kultur.
Belgien, Niederlande, Deutschland, Schweiz
 

Benutzer58558 

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stimmt, gibt ja von den alten Menschen ohnehin zu viele :ratlos:
Nein. Es gibt von uns allgemein zu viele. Völlig unabhängig von unserem Alter. Kein schöner Gedanke, aber möglicherweise dennoch einfach wahr.

Eine kleine kynische Provokation, nur um das Gehirn einmal zu lüften:

Natürlich ist die Konsequenz, die Population des Homo sapiens sapiens auf ein für den Planeten verträgliches Maß herunterzumorden, nicht akzeptabel. Aber vielleicht gibt es doch ökosystemische Zusammenhänge zwischen dem Aufkommen von Corona und den Konsequenzen der Überbevölkerung der Erde. Natürliche Prozesse interessieren sich zudem selbstverständlich nicht für unsere menschliche Moral, weil sie überhaupt keinem Interesse folgen, sondern einfach nur passieren. Der Mensch wiederum ist nur deshalb so wertvoll, weil der Mensch sich diesen Wert selbst zumisst. Außerhalb der Perspektive unserer Spezies sind wir bloß rund 8.000.000.000 Organismen - und das wars. Und schon unserem nächsten Verwandten, dem Bonobo, sind wir im Prinzip wohl völlig egal. Vielleicht wäre er uns auch lieber los, wenn er darüber nachdächte, weil wir für ihn eine Gefahr sind.
 
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Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein. Es gibt von uns allgemein zu viele. Völlig unabhängig von unserem Alter. Kein schöner Gedanke, aber möglicherweise dennoch einfach wahr.
Exakt das.
"Nicht sterben wollen" ist doch auch simpler Egoismus, wenn man es unemotional betrachtet. Für die "Gesellschaft" als Ganzes wäre es sehr viel gesünder, wenn wir - wir alle, die jungen und die alten - weniger wären.
Darf man heutzutage, wo jeder gewohnt ist, was ihm nicht alles zusteht, ja nicht sagen.
Die einen regen sich auf, weil manche denken, persönliche Entscheidungsfreiheit, wieviel Risiko sie auf sich nehmen möchten, stünde ihnen zu, andere regen sich auf, weil die "Gegenseite" glaubt, eine Mindestzahl an gesunden Lebensjahren stünde ihnen zu und man könne das irgendwie herbei garantieren, mit nur genug Regeln.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber vielleicht gibt es doch ökosystemische Zusammenhänge zwischen dem Aufkommen von Corona und den Konsequenzen der Überbevölkerung der Erde.
Ich glaube da gibt ja einige Wissenschaftler*innen, die das exakt so sehen. Vornehmlich wohl solche, die sich mit Zoonosen beschäftigen. Ich glaube caotica caotica hat da vor Monaten bereits einen Artikel dazu verlinkt.
Der Mensch rückt den Tieren zu nahe, dringt praktisch in alle ihre Lebensräume ein, was ja vor allem daran liegt, dass wir einfach so viele sind (und natürlich an noch ein paar anderen nicht so ökosytemfreundlichen Eigenschaften der Spezies Homo sapiens (wie z.B. sog. "Intelligenz" und damit einhergehenden andauernden psychologischen und physikalischen Expansiongelüsten)).
Praktisch alle großen Epidemien und Pandemien der letzten Jahre (von Scheinegrippe, über Vogelgrippe bis Ebola) lassen sich wohl letztlich darauf zurückführen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
casanis casanis und dass wir immer noch finden, diese Invasionen und alles was sie andere kosten stünden uns zu, und WIR (und zwar immer natürlich wir in Person, und primär mal die "unsrigen", die uns so nah und so ähnlich wie möglich sind) sind so viel wichtiger und berechtigter, als alles andere der Natur, ist ein sehr stabiles Fundament für viele problematische Entwicklungen.
So viel Berechtigungsdenken und Heuchelei auf der Welt bei dem Satz, wie wichtig jedes Leben sei... anstatt dass man sich auch mal weniger wichtig nimmt, und nicht darauf besteht, dass einem unbedingt das längstmögliche Leben in aller Konsumpracht zusteht.
Die Erde braucht UNS nun mal so gar nicht, es ist schon eher umgekehrt.

Off-Topic:
...von denen, die anerkennen, dass IHR Leben und seine Länge nicht das wichtigste auf der Welt oder für die Welt ist, WENIGER Egoismus zu fordern ist ja schon hoch spannend in sich.... ich frage mich, was egoistischer ist, als der absolute Anspruch, so wichtig zu sein, dass die Welt idealerweise anhalten soll, damit ja keine Gefahr aufkommt, für einen selbst oder die, die einem nahe stehen und die man aus ebenso egoistischen Gründen nicht verlieren will.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Eine Woche ist wieder vorbei und im vergleich zur letzten Woche (Corona 7) steht man zwischen Lockdown lockern oder Zahlen weiter senken. Seit der letzten Woche haben wir über Variationen (Corona 7, Corona 7), Impfgerechtigkeit (Corona 7, Corona 7), Klimaeinfluss (Corona 7), Verschwörungstheorien, Lockdownstrategie (Corona 7) und Ethik.

Bei den Plots mussten mal wieder Achsen angepasst werden. Also beginnen wir mit dem linearen Infektionsplot. Bei Deutschland und UK sieht man nun deutlich die Abflachung, , während Frankreich und Italien weiter ansteigen. Spanien ist ein wenig dazwischen, auch wenn ihre Anstiegsrate recht hoch ist.

infections.png
Bei den Todesfällen ist Deutschland nun langsam dabei aus der Anstiegsphase herauszutreten, Frankreich udn Italien machen weiter wie bisher. Interessant ist ein wenig, dass dieser Tage Korea China an Infektionen einholt, aber die Todesfälle massiv unetrschiedlich sind. Zeigt etwas, wie die frühe Phase eben durch Unterschätzung der Infektionen und unbekannter Behandlungsmethoden die Statistiken etwas schwierig macht zu interpretieren.
death.png
Bei der logarithmischen Darstellung belibt es beim europäischen Kuddelmuddel. Spanien und Frankreich nähern sich an, UK reduziert etwas seinen Vorsprung.
infections_log.png
Bei den logarithmischen Todesfällen sieht man das Deutschland nachdem es in der zweiten Phase quasi all seine Vortiele aus der ersten verspielt hat nun langsam wieder sich an die anderen Staaten anpasst.

death_log.png
Bei den Extraplots geht es mal wieder um die mittlere wöchentliche Änderung korrigiert mit der Bevölkerungszahl. Man sieht hier recht gut was man oben gehen hat. UK und USA kommen sehr deutlich ehrunter, genauso wie Spanien. Deutschland ist da sehr viel langsamer, da es sich in die Stabilisation bewegt. Aber noch ist man eben linear, bzw. der exponentielle Abfall des Absteigs noch kaum sichtbar. Italien udn Frankreich sind halt stabil. Japan geht herunter und bleibt wie immer weit unter den Europäern.

day_on_day_inf_mean_popcor.png
Beim gleichen Plot für die Todesfälle (Achse mal wieder angepasst), sieht man an UK sehr gut, wie die Todesfälle den Infektionen hinterherlaggen. Auch ist die Spitze deutlich breiter als bei den Infektionen. In den USA ist man weiterhin auf gleichbleibendem Niveau, auch wenn im vergleich dazu die Infektionsspitze in UK und USA ähnlich war, genauso wie der Verlauf. Spanien hat einend eutlichen Anstieg, der aus der verschobenen Spitze in den infektionen nach Weihnachten kommt. Deutschland, Frankreich und Italien sind derzeit auf gleichem Niveau, nur mit verschiedenen Trends. Es hatte wer gefragt ob Frankreich durch ahrten Lockdown einen Vorteil hatte, und die Antwort ist heir eindeutig ja, nachdem sie nach den hohen Zahlen im November nun lange Zeit niedrigere Todesfallzahlen als Deutschland hatten.
day_on_day_dea_mean_popcor.png
Das Thema was immer noch etwas schwierig ist, ist in wie weit die Einschränkung in Deutschland "nur" symptomatische Fälle zu testen die Zahlen unterschätzt. Einen Hinweis darauf wie gross der Effekt sein könnte kann man derzeit aus Irland bekommen. Dort ist die Aussage, warum denn nun die Zahlen nicht mehr so stark abfallen. Man schätzt hier, dass dadurch das man nun auch asymptomatische close contacts testet, man etwa 50-100 Fälle pro Tag zusätzlich hat (What does this week's Covid-19 data tell us about Ireland's third wave?). Da die Quote derzeit bei 800-900 pro Tag liegt ist es irgendwo bei 10%. Hinzu kommt halt, dass man seit ein paar Wochen die Kontaktverfolgung wieder voll in Betrieb hat, was dann natürlich weitere Fälle einspielt. Dadurch senkt sich eben auch die Positivrate (nun bei etwa 5,8%, Deutschland liegt bei 7,8%). So kommt es dann eben zum Unterschied von Inzidenzen bei Irland von 150 und in Deutschland bei 60. Letztendlich kann man daher wohl annehmen, dass Deutschland allein auf Grund der anderen Testung eventuell 10-30 Punkte unterhalb dem testet was man bei vollem Testsystem sehen würde. Da man dadurch dann natürlich zahlreiche Infektionsketten nicht mehr verfolgt kann der Effekt der Dunkelziffer durchaus noch weit (vor allem regional) höher sein, aber das kennen wir ja schon von den letzten Wellen.
 
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