Corona 7

Ali Mente  

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Genau das meine ich doch: Jetzt dem Virus nochmal WIRKLICH "Saures" geben und die Zahlen so schnell wie möglich so weit wie möglich runterdrücken und dann etwas Luft haben in die hoffentlich immer schneller umgesetzte Impfkampagne hinein.
Ich war ja prinzipiell immer für proaktive harte Maßnahmen, damit man den Entwicklungen nicht immer hoffnungslos hinterherläuft, aber ich glaube halt, ein Totallockdown ist nicht sinnvoll umsetzbar, wenn man da jetzt nicht schon monatelang dran geplant hat, weil unglaublich komplex und kaum zu überschauen in den Auswirkungen.
Und die Beispiele in Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen aus den südlichen Ländern waren ja auch verheerend.

Ich denke man sollte, wenn man diesen Weg gehen will, stattdessen bestehende Maßnahmen auch mal entschieden kontrollieren, Verstöße sanktionieren, Kontaktbubble einführen und dazu Home-Office-Pflicht mit Antrags- und Beweislast der Anwesenheitsnotwendigkeit beim Arbeitgeber und empfindlichen Strafzahlungen, wenn später ein Verstoß festgestellt wird (sofortige und vollständige Prüfung ist unmöglich, hier muss man auf die abschreckende Wirkung setzten, evtl. erwischt werden zu können). Und sich da auch nicht mit Wischi-Waschi-Begründungen zufriedengeben, oft geht bei tatsächlicher Präsenznotwendigkeit ja auch sowas wie ein Rotationsprinzip mit „Notbesetzung“ vor Ort, bekommen in meinem Umfeld ja sogar produzierende Unternehmen in Produktionsprozessen hin.

Klar wird das auch umgangen werden, aber ich habe vorhin einen Artikel gelesen, der besagte: 1% mehr Homeoffice hieße 8% geringere Inzidenz und im November wären nur die Hälfte der Leute im HO gewesen im Vergleich zum Frühjahr. Das kann nicht sein, und da muss man ran. Zeit genug, sich auf HO einzurichten, hatten alle, bei denen das möglich ist.
 
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maplan   (37)

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Genau das meine ich doch: Jetzt dem Virus nochmal WIRKLICH "Saures" geben und die Zahlen so schnell wie möglich so weit wie möglich runterdrücken und dann etwas Luft haben in die hoffentlich immer schneller umgesetzte Impfkampagne hinein.
Das problem an der Geschichte ist, das es einen großen Teil gibt der sehr hohe Infektionsraten hat, den man aber nicht runterschrauben kann: Gesundheits- und Pflegewesen. Ich mein wenn man selbst in Irland nun anfängt medizinisches Personal wieder zur Arbeit schickt, selbst wenn sie K1 sind, solange sie negative Tests haben (weil eben 4000 oder so quasi derzeit nicht arbeiten dürfen). Und es hilft sicher auch nicht das man hier nun Angehörige von Pflegeheimbewohnern bittet sich freiwillig zu melden um im Pflegeheim als Aushilfe eingesetzt zu werden (weil eben das Personal wegen Covidverdacht oder -erkrankung ausfällt). Damit bleibt halt auf Dauer ein Virusherd der verpflegt werden muss und Arbeitsmaterialen haben muss, die einen sehr grossen Rattenschwanz haben die eine extreme Reduzierung der Zahlen nicht möglich machen. Aber ja, da man teilweise sieht das die Mobilität fast schon wieder auf ohne-Corona-Niveau angestiegen ist und damit deutlich höher liegt als im April (und was passiert wenn an Mobilität und Kontakte auf Vor-Corona-Niveau für zwei Wochen hat, kann man sich in Irland anschauen) wird man da aktiver werden muss. Hier in irland gibt es ja den Rechtfertigungszwang warum man kein Home-Office machen darf. Führt zu einigen Blüten (Sozialwohnungen dürfen weiter gebaut werden, Studentenwohnungen nicht), aber nun gut, so bekommt man halt die Mobilität schon runter. Aber allein der ganze Food-Sektor (wir erinnern uns alle an Tönnies) ist halt so schwierig still zu stellen, dass man eben eine Gewissen Grundzirkulation des Virus weiterhin hat.
 

Crüx  

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Klar wird das auch umgangen werden, aber ich habe vorhin einen Artikel gelesen, der besagte: 1% mehr Homeoffice hieße 8% geringere Inzidenz und im November wären nur die Hälfte der Leute im HO im Vergleich zum Frühjahr. Das kann nicht sein, und da muss man ran. Zeit genug, sich auf HO einzurichten, hatten alle, in denen das möglich ist.
Ich kann Dir aus erster Hand sagen wie das "Home Office" im Frühjahr in etlichen Behörden funktioniert hat:
Sehr viele Leute haben ohne Arbeit aber mit 100% Gehalt daheim gesessen weil es nicht genug Laptops für alle gibt und es mangels virtueller Lösungen auch nicht machbar ist seinen Privat-PC zu nutzen. Und daran hat sich seitdem nichts geändert.
 

Ali Mente  

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Ich kann Dir aus erster Hand sagen wie das "Home Office" im Frühjahr in etlichen Behörden funktioniert hat:
Sehr viele Leute haben ohne Arbeit aber mit 100% Gehalt daheim gesessen weil es nicht genug Laptops für alle gibt und es mangels virtueller Lösungen auch nicht machbar ist seinen Privat-PC zu nutzen. Und daran hat sich seitdem nichts geändert.
Auch in Behörden kann man z.B. priorisieren. Manches kann sicher auch mal einen 3 Wochen liegen bleiben und dann schickt man die entsprechenden Mitarbeiter eben guten Gewissens in den von dir zitierten "bezahlten Sonderurlaub" :zwinker: Es kann übrigens auch verlangt werden, einen Teil des Jahresurlaubs zu nehmen. Doof für die Leute, aber im ÖD hat man eh ziemlich viel Urlaub im Vergleich zu vielen anderen. Wenn weniger Leute vor Ort sind braucht man dann auch wiederum weniger IT, Reinigungskräfte usw. ... das zieht ja schnell Kreise.
 

Souvereign  

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Oder denke mal an den Betrieb von Hochöfen. Die werden kontinuierlich 24/7/365 betrieben und lassen sich nicht mal kurz runterfahren und anschließend wieder in Betrieb nehmen. Dämpfen (vorrübergehende Stillsetzung) oder gar Ausblasen und späteres Anblasen sind sehr (zeit-)aufwändig und teuer.
Ähnlich sieht es auch in Teilen der Chemieindustrie aus.

Wir bräuchten also neben dem Betrieb lebensnotwendiger Dinge auch noch unzählige Ausnahmen für Betriebe, die sich nicht kurzfristig schließen und wieder hochfahren lassen, sowie Notbesetzungen in vielen weiteren Betrieben, was die Wirkung der Zwangspause auf das Infektionsgeschehen schon wieder deutlich reduzieren dürfte.

Nicht wirklich ... nehmen wir beispielsweise die Hochöfen. Wenn man sich nur mal ganz kurz überlegt, was die Arbeiter da für Schutzanzüge tragen, dann ist einem auch direkt klar, dass sich da niemand mit Covid-19 ansteckt. Und klar gibt es da auch ganz andere Arbeitsplätze, wo das Risiko höher ist. Aber wenn man es wirklich auf die unbedingt notwendigen beschränkt, dann würde das schon funktionieren.
 

Crüx  

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Off-Topic:
Natürlich stecken sie sich nicht am Hochofen an, aber womöglich in der Umkleide, im Pausenraum, auf dem Weg in die Arbeit, ..
.
 

Heatpipe  

Sehr bekannt hier
Natürlich würde so eine konzentrierte Aktion, die fast die gesamte Wirtschaft lahm legt
Und da ist sie wieder, die Wirtschaft. :rolleyes:
Einer der Gründe, deine vorherige Steilvorlage so zu verwerten, war genau das. Daß bei dir "die Wirtschaft" immer mit einem Nimbus der Unfehlbarkeit, der Effektivität, des Maßes aller Dinge aufzutauchen scheint. Nun ist es auch noch "fast die gesamte".

Kleiner Ausflug nochmal zum organisierten Verbrechen: Die Neuzulassungen von Autos sind im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen. Nun bin ich ja bekanntlich nicht etwa Marktwirtschaftler, besonders nicht jetzt, sondern Ökostalinist, aber ich glaube, das spricht eher dafür, daß die Produktion zu drosseln ist (auch wenn natürlich nicht alle Zulassungen auf deutsche Fabrikate entfallen). Einschnitte für die Autoindustrie sowie längst schon die eher düsteren Zukunftsaussichten am Horizont sind also bereits da und drohen nicht plötzlich.
Oh, und noch ein kleiner Ausflug: Hätte man nicht von diesem geilen Wirtschaftssystem mal erwarten können, daß Lieferdienste aus dem Boden schießen, die für Einzelhändler mit geschlossenem Ladengeschäft Bestellungen ausliefern? Oder daß Inhaber ihre eigene Belegschaft zu diesem Zweck losschicken? Oder selbst rausfahren? Ich höre immer nur, wir müssen schließen, bummzack, jetzt können wir ja gar nichts mehr tun. - Oder von unserer Superregierung, daß sie sowas hochzieht oder subventioniert? Ok, ich sehe ein, wenn jetzt noch an den "Novemberhilfen" herumgeprökelt wird, vielleicht eher überambitioniert, aber Politiker sind ja alle doof, die Wirtschaft ist geil, habe ich ja von dir gelernt, wieso schafft die das dann auch nicht?

Und mal ganz allgemein, weite Teile der Wirtschaft sind enorm privilegiert gegenüber dem Privatleben. Mindestens Schreibtischtäterjobs, die meiner Meinung nach zwingend zu Homeoffice zu verdonnern sind. Aber momentan, wo ein Komplettshutdown wirklich zwingend wäre, auch die meisten anderen Betriebe, Maschinen hin oder her: Wenn ein Maschinenausfall dich pleitegehen läßt, war dein Betrieb auch vorher schon scheiße. Jetzt das ganze auch noch angekündigt und geplant. Dann muß man eben Bedienmannschaften an der Maschine kasernieren. Jedenfalls muß man das ständige und/oder "freiwillige" Umhergurken runterfahren, und mit "bitte, bitte" kommt man offensichtlich bei der supergeilen Wirtschaft nicht sehr weit.
 

sanspoil  

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Das mit der Homeofficepflicht klingt gut, dürfte aber oft daran scheitern, dass
1. die IT Infrastruktur dafür nicht ausgelegt ist (bei uns hat es 2Monate lang noch arg geknirscht und da gab es schon alles, inklusive überwiegend Laptops für die Mitarbeiter.
2. Die Prozesse sind noch nicht auf digitales Arbeiten umgestellt. :-(
Im Gegensatz zum 1. Problem lässt sich das nicht unbedingt in 9 Monaten lösen.
 

casanis  

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sehe es das Problem mit B 1.1.7 leider im Großen und Ganzen auch so wie in diesem aktuellen ZON-Artikel: "Dieses mutierte Virus könnte alles ändern". Und mir scheint, das wir gerade nicht das Notwendige und Sinnvolle tun, um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sondern das eher etwas "wegschieben".


Ein paar Auszüge:

"Der geschätzte R-Wert lag in der vergangenen Woche im Schnitt bei 1,18. In den Wochen davor oft etwas niedriger.
Hätten wir es aber bei B.1.1.7 mit einem Virus zu tun, das sich um die Hälfte schneller verbreitet, wäre es damit vorbei: Die Infektionskurve könnte wieder an Fahrt aufnehmen und ins exponentielle Wachstum übergehen. Und das, obwohl hierzulande bereits strikte Maßnahmen gelten, um Sars-CoV-2 einzudämmen.
Es wäre denkbar, dass Deutschland sich in einigen Wochen in einer Situation wiederfindet wie Großbritannien, dessen Neuinfektionen gemessen an der Bevölkerung mehr als dreimal so hoch sind wie bei uns."

"Bis mehr über B.1.1.7 bekannt ist, könnte es schon zu spät sein. Es ist also nötig, schon jetzt, trotz dünner Datenlage, Entscheidungen zu treffen.
"Warten ist immer die schlechteste Strategie. Es ist besser zu reagieren und dann vielleicht hinterher überreagiert zu haben", sagte deshalb die Virologin Isabella Eckerle, Professorin am Zentrum für neu auftretende Viruskrankheiten in Genf, während eines Expertengesprächs mit dem deutschen Science Media Center (SMC).
Die Physikerin Viola Priesemann, die am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation regelmäßig mit Modellen zur Pandemie forscht, sieht das ähnlich: Sollten sich die Befürchtungen aus der Forschung bestätigen – und darauf deute im Moment vieles hin –, dürften die aktuellen Eindämmungsmaßnahmen nicht mehr ausreichen, sobald sich ein ansteckenderes Virus in Deutschland verbreitet. "Das wäre, als ob wir es mit einem neuen Virus zu tun haben."

"Michael Meyer-Hermann, der am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung mit mathematischen Modellen versucht, die Pandemie zu verstehen, sieht keinen großen Handlungsspielraum mehr: "Wenn mit einer neuen Virusvariante die Reproduktionszahl um 0,5 hochgeht, dann stellt sich nicht mehr die Frage, welche Maßnahmen wir ergreifen müssen", sagt er. "Wir haben ja quasi unser Handwerkszeug ausgeschöpft." Sprich: Schulen und Kindertagesstätten sind bereits geschlossen. Universitäten, die Gastronomie und Geschäfte ebenfalls. Kontaktbeschränkungen sind verschärft. Viele Menschen arbeiten wieder vom Homeoffice aus – auch, wenn es nach Ansicht vieler Kritiker nicht genug sind. Da gebe es, so Meyer-Hermann, nicht mehr viel, was man tun könnte. "Es bleibt keine Maßnahme mehr, die nicht einfach ein Komplett-Lockdown ist."

"Es scheint, als hätten wir zwei Möglichkeiten", sagt die Physikerin Priesemann. "Entweder wir reduzieren vorsorglich die Ansteckungen, damit sich die neue Variante nicht ausbreitet. Oder erst später, wenn sich die neue Variante ausgebreitet hat und die Fallzahlen noch höher sind als jetzt." Kurz gesagt: Habe sich eine ansteckendere Variante – ob es sich dabei nun B.1.1.7 handelt oder eine andere – erst einmal ausgebreitet, dann werde die Kontrolle deutlich schwieriger, sagt Priesemann."



Für mich ist eigentlich ziemlich klar, was daraus JETZT eigentlich zu folgen hätte....jedenfalls so lange man noch die Prämisse hat, dass es das oberste Ziel ist, die pandemische Entwicklung bis zum durchschlagenden Effekt des Impfstoffs so gut zu "kontrollieren" wie es eben geht und Überlastungen des Gesundheitssystems zu verhindern.
Klar, wenn man diese Ziele nicht mehr hat, weil man die dafür notwendige "Medizin" für toxischer hält als die "Krankheit" selbst, dann muss man einfach so weiter machen wie im Moment.
 

Schweinebacke  

Planet-Liebe-Team
Moderator
casanis casanis nach allem, was man dazu so hört scheinen neue Varianten ja vermutlich schon im Umlauf zu sein.
Sehe da keinen Sinn in einem kompletten lockdown, damit wird man das nicht eingedämmt bekommen. Mehr als ein paar Wochen ist solch ein lockdown nicht machbar und bis dahin wird man mit dem Impfen auch nicht weit genug sein. Sehe da gerade echt nicht den Sinn drin.
Compliance wird wohl auch nicht so doll sein, wenn man nicht direkt die Bundeswehr aufmarschieren lässt.
 

Crüx  

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Das Traurige ist doch dass solche neuen Mutationen in D gar nicht auffallen würden, weil anders als in GB nicht standardmäßig darauf untersucht wird...
 

Noir Désir  

Planet-Liebe-Team
Moderator
Hauptsache man verbietet Flüge nach Südafrika und GB. Als ob das die Maßnahme gegen die Mutation wäre. Die Mutation ist doch schon lange hier und mir ist schleierhaft, wo sich im Moment täglich 25.000 Menschen anstecken.
 

krava   (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Off-Topic:


Geht schon, ich finde das aber immer wahnsinnig anstrengend. Ich bekomme immer nen richtig trockenen Hals bis hin zur Heiserkeit, wenn ich länger und viel mit Maske sprechen muss.
Meine Bewunderung an alle, die keine Probleme bekommen, wenn sie lange mit Maske sprechen :smile:
Off-Topic:
Im Mundraum finde ich es nicht großartig anders als ohne Maske, aber meine Nase trocknet mit Maske sehr stark aus und ich benutze jetzt regelmäßig Ölspray.

Hauptsache man verbietet Flüge nach Südafrika und GB. Als ob das die Maßnahme gegen die Mutation wäre. Die Mutation ist doch schon lange hier und mir ist schleierhaft, wo sich im Moment täglich 25.000 Menschen anstecken.
Ich verstehs auch nicht und ich denke nicht mal, dass ein noch strengerer Lockdown da groß was dran verändern würde.
 

Lotusknospe  

Team-Alumni
Aber man muss halt schon auch konstatieren: Betrachtet man die Tatsache, dass China quasi der größte Krisengewinnler der Pandemie ist und um Klassen besser damit klar kommt als unsere Demokratien und seit diesem Jahr einen Riesenschritt in Richtung Weltmacht Nr. 1 gemacht hat, dann hätte man ihnen als machiavellistischer und skrupelloser Politikberater-Strategie-Thinktank nur raten können, so ein Coronadingensvirus gezielt in die Welt zu blasen, wenn es sich nicht schon von alleine auf den Weg gemacht hätte.:zwinker:

Also doch Absicht unterstellen? Oder zumindest andeuten? Oder zumindest "mal sagen dürfen"?

Solange ihr nicht anfangt "die Chinesen" auch noch öffentlich runterzumachen, muss ich solche Aussagen wohl einfach akzeptieren. China und "die Chinesen" zu bashen gehört hierzulande ja eh zum guten Ton :thumbsup: Man kann "den Chinesen" ja wirklich viel vorwerfen. Etwas mehr Differenzierung würd ich mir trotzdem wünschen. Und dass Europa und "die Europäer" zu dämlich mit ihrer Politik und dem Beharren aufs Individualglück sind, um mit der Pandemie besser umzugehen, kann man "den Chinesen" jetzt halt auch nicht vorwerfen.
 

casanis  

Planet-Liebe Berühmtheit
casanis casanis nach allem, was man dazu so hört scheinen neue Varianten ja vermutlich schon im Umlauf zu sein.
[/QUOTE]

Ja, klar ist es schon im Umlauf. Umso wichtiger wäre es doch so schnell wie möglich die Inzidenzen zu senken, dass es sich LANGSAMER verbreitet und durchsetzt. Denn je STÄRKER es im Vergleich zur alten Variante im Umlauf ist, desto schlechter und desto weniger wirken die Maßnahmen.
Sehe da keinen Sinn in einem kompletten lockdown, damit wird man das nicht eingedämmt bekommen. Mehr als ein paar Wochen ist solch ein lockdown nicht machbar und bis dahin wird man mit dem Impfen auch nicht weit genug sein. Sehe da gerade echt nicht den Sinn drin.
Compliance wird wohl auch nicht so doll sein, wenn man nicht direkt die Bundeswehr aufmarschieren lässt.

Diese Logik erschließt sich mir nicht: Wenn wir es eh nicht "eingedämmt" bekommen, dann tun wir einfach mal so als gäbe es das neue Ding gar nicht.:what:

Vielleicht eine Milchmädchenrechnung, aber generell lässt sich das Problem doch recht einfach schildern:

Hier in Ö haben wir es mit den bisherigen Maßnahmen - also dem sog. "harten" Lockdown" - (Schulen zu, Handel zu, Gastro zu, Büros, Produktion offen, Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich) geschafft bei wohl (noch) relativ geringer Prävalenz von B 1.1.7. den effektiven R-Wert auf ca. 1 runter zu bringen und das relativ stabil (mal leicht drüber, mal leicht drunter).

Wenn sich B1.1.7 aber weiter verbreitet wird bei den SELBEN Maßnahmen mit der selben Effektiviät (wir reden also von einer dauerhaften Situation wie der derzeitigen!) R zwangsläufig ansteigen, also über 1 gehen...und damit kommen wir wieder in den exponentiellen Anstieg.

Deswegen ist es jedenfalls für mich ziemlich klar (und dafür muss man keine ausgefreckelten Modelle berechnen): Wenn wir JETZT Maßnahmen nicht so verschärfen, dass sie OHNE die Mutante geeignet wären R relativ zügig deutlich unter 0,5 (grobe Marke) zu bringen, werden wir mindestens bis nach Ostern oder gar länger KEINERLEI Spielräume haben, dass irgendwas von dem geöffnet werden kann, was derzeit geschlossen ist, ohne dass uns der ganze Laden um die Ohren fliegt. Das ist doch pure Logik.

Wo liegt mein Denkfehler?:confused:
 

casanis  

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Off-Topic:
Also doch Absicht unterstellen? Oder zumindest andeuten? Oder zumindest "mal sagen dürfen"?

Solange ihr nicht anfangt "die Chinesen" auch noch öffentlich runterzumachen, muss ich solche Aussagen wohl einfach akzeptieren. China und "die Chinesen" zu bashen gehört hierzulande ja eh zum guten Ton :thumbsup: Man kann "den Chinesen" ja wirklich viel vorwerfen. Etwas mehr Differenzierung würd ich mir trotzdem wünschen. Und dass Europa und "die Europäer" zu dämlich mit ihrer Politik und dem Beharren aufs Individualglück sind, um mit der Pandemie besser umzugehen, kann man "den Chinesen" jetzt halt auch nicht vorwerfen.

Disclaimer: Wenn ich in diesem Zusammenhang von "China" oder den "Chinesen" rede, meine ich natürlich die chinesische Regierung bzw. diejenigen, die in China Macht und Einfluss haben und niemanden sonst.
Ja, mit denen habe ich auf Grund ihrer politischen Ausrichtung generell ein großes Problem und möchte keinesfalls, dass sich ihre politische und ökonomische Macht noch weiter ausdehnt. Da stehe ich auch dazu und da werde ich auch nicht drumherum reden. Völlig unabhängig von Corona.
 

Ali Mente  

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Deswegen ist es jedenfalls für mich ziemlich klar (und dafür muss man keine ausgefreckelten Modelle berechnen): Wenn wir JETZT Maßnahmen nicht so verschärfen, dass sie OHNE die Mutante geeignet wären R relativ zügig deutlich unter 0,5 (grobe Marke) zu bringen, werden wir mindestens bis nach Ostern oder gar länger KEINERLEI Spielräume haben, dass irgendwas von dem geöffnet werden kann, was derzeit geschlossen ist, ohne dass uns der ganze Laden um die Ohren fliegt. Das ist doch pure Logik.
Ich würde allerdings sagen: Wenn ich deiner These folge, dass sich die Mutanten verbreiten und so viel ansteckender sind wie vermutet, haben wir ohnehin keinen Spielraum für Lockerungen bis Ostern, ob wir die Zahlen jetzt drücken oder nicht.

Die Mutationen sind ja schon da und werden, wenn tatsächlich so viel ansteckender, die alten Varianten verdrängen solange noch Ansteckungen stattfinden. Der Unterschied ist dann nur, wie groß die Basis ist, aber das macht dann ggf. ja nicht soviel Unterschied wenn der Exponent viel größer ist.
 

Nevery  

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interessant - inzwischen spricht man nicht mehr einfach von "langzeitfolgen", sondern von verschiedenen phasen der krankheit (die langzeitfolgen inkludieren können). auch bei asymptomatischen erkrankungen. das lese ich auch immer häufiger: sah so aus, als wäre die krankheit überstanden, alles easy soweit - und dann mit lähmung beine abwärts im krankenhaus, virus hat das rückenmark befallen. beim joggen tot umgefallen, monate nach der infektion (mitte 20, leistungssportler). so vereinzelt wirkt das echt nicht mehr.
 

caotica   (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Damit steht Corona jetzt nicht irgendwie wahnsinnig heraus aus vielen anderen Viren. Nur sind da viele nicht von Mensch zu Mensch ansteckend und kommen in unseren Breiten nicht vor UND es passieren dort die Infektionen nicht "alle gleichzeitig" - es WIRKT daher weniger. Aber wie der Artikel sagt, kann Corona jetzt nichts großartig Neues, was nicht auch mit einer anderen Infektion assoziiert ist.
Es IST eben eine lange Erkrankung, und zwar lang im Sinne von Jahre. Aber keiner kann wissen ob es wirklich nicht reversibel ist (in den meisten Fällen, gestorben ist vermutlich nicht reversibel :rolleyes: ) weil einfach noch quasi keine Zeit vergangen ist mit dem einen Jahr, indem man es beobachten konnte.
 
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