Corona 10

Benutzer72433 

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und vor allem, wo die Probanden geimpft waren
der aspekt ist mir ziemlich egal wenn es durch die ungeimpften kids geht.

aber klar, man kann auch direkt von "ins hemd machen" sprechen, wenn man sich die fakten anschaut und das für nicht besonders erstrebenswert hält. jedenfalls wenn man solche formulierungen gerne mag. sonst vielleicht nicht so.

alternativ, wenn einem das alles völlig egal ist solange es nur einem selber gut geht... muss man auch einfach nicht alles kommentieren :smile:
 

Benutzer22359  (38)

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Heute gab es Pressekonferenz mit Drosten. Vor allem sein Beitrag ist durchaus anhörbar für die aktuelle Situation.


Er erklärt warum man Deutschland nicht mit anderen vergleichen kann (wegen Impflücke), das nach seiner Ansicht nach R0 für Omicron nicht anders sein muss als für Delta (er erklärt das mit Autos auf Sandwegen) und das er davon ausgeht das man im Sommer fast alle noch mal mit einem Booster speziell für Omicron nachimpfen muss... achja, und das diejenigen ohne Impfung eventuell falls sie nun mit Omicron weniger schwer erkranken falls (was nicht unwahrscheinlich ist) etwas Delta-ähnliches vorbeikommt wohl nicht wirklich geschützt sind (also Durchseuchen klappt halt nicht). Aber hört es euch selbst an, es ist etwas länglich, aber ich dneke mal gute Grundlage (die basis dafür hatte ich aber auch schon vor ein paar Tagen hier erklärt).

Das was mich interessiert ist, dass er Zahlen für den Impfstatus der Ü60 genannt hat. Etwa 3 Millionen fehlen alle Impfungen, knapp 9 Millionen noch der Booster. Nun kann man natürlich Rechnen: Etwa 22,2 Millionen Ü60 gibt es in Deutschland, also hat man etwa 87% mit Erstimpfung und um die 60% geboostert. Die Besonderheit ist, das wahrscheinlich viele von denen bisher keine Infketion hatten (anders als in vielen anderen Ländern in Europa, vor allem im Süden). Gut, dann kann man natürlich mal schauen wo man in Europa steht, denn alle anderen Länder (ausser Lichtenstein und die Niederlande) melden ja zum ECDC:
Gerundet auf ein Prozent: Ü60, vollständig geimpft und Geboostert (COVID-19 Vaccine Tracker | European Centre for Disease Prevention and Control)
POR: 100%; 100%
MAL: 100%; 99%
DEN: 100%; 95%
IRL: 100%; 95%
ICE: 100%; 93%
NOR: 99%; 99%
ESP: 98%; 98%
FIN: 97%; 69%
CYP: 95%; 76%
ITA: 95%; 60%
SWE: 94%; 94%
BEL: 94%; 85%
FRA: 94%; 76%
LUX: 92%; 91%
AUT: 92%; 77%
GRE: 89%; 68%
CZE: 87%; 63%
GER: ~87%; ~60-69%
SLO: 85%; 83%
HUN: 83%; 62%
LIT: 80%; 78%
EST: 78%; 49%
CRO: 78%; 35%
POL: 77%; 76%
LAT: 76%; 74%
SLK: 73%; 70%
ROM: 46%; 46%
BUL: 37%; 12%
Die Zahlen in Deutschland sind wie gezeigt Schätzung, da könnte ein wenig plus Minus drin sein. Inwieweit die zahlen wirklich vergleichbar sind ist daher Fraglich, da sie aus unterschiedlichen Quellen stammen (Deutschland eben nicht standardmässig meldet). Statista gibt (Coronavirus: Impfquote nach Altersgruppen 2022 | Statista) für Deutschland 87 und 69% an
Wenn man das so annimmt kann man sagen für vollständig Zweitgeimpfte: Herzlichen Glückwunsch, Letzter in Westeurropa (die zehn schlechteren Länder sind bei der EU-Osterweiterung hinzugekommen, man ist eben auf dem Niveau von Tschechien). Bei den Boostern ist man offenbar in Regionen die potentiell weit unter vielen West- und auch den meisten Osteuropäischen Ländern liegt. Aber man gut, man ist wohl noch etwas über Italien. Wenn man so also die Annahme machen kann, dass man den Ländern auf die man immer so schaut hinterherläuft und man diese Bevölkerungsgruppe weiter schützen muss (denn 3 bzw. 9 Millionen als ungeimpfte Risikogruppen sind halt zu viel für das Gesundheitssystem um diese zu riskieren), weiss man wo man sich bedanken kann für potentielle massive wirtschaftliche Schäden durch Verlängerung des pandemischen Zustandes in Deutschland, während man woanders wohl früher in einen endemischen übergehen kann.
Bin mal gespannt wer sich in der Impfpflichtdebatte traut das wirtschaftliche Argument zu bringen (Problem, alle die es bringen könnten waren oder sind in der Regierung, also könnten eben Hemmungen haben zuzugeben das sie Schlusslicht sind).
 
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Benutzer156506 

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der aspekt ist mir ziemlich egal wenn es durch die ungeimpften kids geht.
Ging es denn um Kinder in der Studie? Ich hab sie zugegebenermaßen auch nur kursiv gelesen, aber an Angaben der Altersstruktur der Probandern erinnere ich mich irgendwie nicht. Das wär ja auch die reinste Kaffeesatzleserei, wenn man nur 147 Probanden hat...

aber klar, man kann auch direkt von "ins hemd machen" sprechen, wenn man sich die fakten anschaut und das für nicht besonders erstrebenswert hält. jedenfalls wenn man solche formulierungen gerne mag. sonst vielleicht nicht so.
"Fakten", aha. Nicht alles, was ein Laie aus einer Studie herauszulesen glaubt, ist gleich ein Fakt. Dazu muss man sich schon bißchen die Mühe machen, das einzuordnen.

alternativ, wenn einem das alles völlig egal ist solange es nur einem selber gut geht... muss man auch einfach nicht alles kommentieren :smile:
Na doch, schon. Das muss man kommentieren, immer und immer wieder kommentieren, wenn jemand ohne weitere Erklärungen mit Studien um sich wirft, die das Potential haben, den oberflächlichen Betrachter zu verunsichern oder zu verängstigen. Schöner wäre natürlich, diejenige Person, welche das immer hier postet, würde das gleich selbst tun -- nicht nur das Ergebnis zusammenfassen, sondern auch die Umstände und Rahmenbedingungen, unter denen diese Ergebnisse gewonnen wurden und wie diese einzuordnen sind. Sonst ist das nichts anderes als BILD-Journalismus, nur ohne Großbuchstaben.
 

Benutzer187255 

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das man im Sommer fast alle noch mal mit einem Booster speziell für Omicron nachimpfen muss..
Sehr wahrscheinlich werden bis dahin immer noch dieselbe Quote an Ungeimpften haben, was machen wir dann mit denen?
Ich bin auch nicht so überzeugt, dass die Menschen für eine vierte Impfung total offen sind. Das was ich so höre , da sagen viele , jetzt ists aber auch mal gut. Alle drei, vier Monate wollen sie sich nicht impfen lassen. Aber was solls. Man macht oder beschließt dann halt einfach ein Verfallsdatum für die bisherigen Impfungen im Mai, oder so. Dann wird das schon klappen mit der Booster-Booster-Impfung.

Wenn man das so annimmt kann man sagen für vollständig Zweitgeimpfte: Herzlichen Glückwunsch, Letzter in Westeurropa
Wenn ich die Datenerfassung so verfolge in Deutschland, könnte es sogar sein, dass mehr geimpft sind wie offiziell bekannt. Die fuhren anfangs ja sogar durch x Landkreise, um sich impfen zu lassen. Ob das alles sauber erfasst wurde ?
Solange die Behörden mit Zettel und Stift agieren und diese Daten dann auch noch per Fax verschicken, ist alles möglich. Dass dieser träge, überforderte und unfähige Behördenapparat Zahlen liefert, die verlässlich sind, bezweifle ich stark. Leider haben wir keine besseren Zahlen und müssen wohl damit weitere Schritte planen.
 

Benutzer187255 

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Ich zitiere noch was aus unserer Zeitung im Kreis

Was beim Impfen an sich ein Vorteil ist, stellt sich allerdings bei der offiziellen Impfquote als Nachteil heraus. Laut den neusten Zahlen des Sozialministeriums gehört der Landkreis mit einer Impfquote von 64,5 Prozent und einer Auffrischungsquote von 27,5 Prozent zu den Schlusslichtern der Landkreise in ganz Baden-Württemberg. Dies liege an der Spezialkonstellation im Kreis, die sich von anderen Landkreisen unterscheidet: In den TIZen, im KIS und bei den Impfaktionen im Impf-Hallen impfen nicht-niedergelassene Ärzte, viele von ihnen im Ruhestand, die nicht über die kassenärztliche Vereinigung gelistet sind. Was zunächst nur Vermutung war, scheint jetzt Gewissheit zu sein: Die Zahlen, auf denen die Rechnungen des Sozialministeriums beruhen, setzen sich lediglich aus den gemeldeten Impfungen der niedergelassenen Ärzte zusammen und nicht der Privatärzte, die im TIZ und KIS arbeiten. Dies liegt an einer Unschärfe im Meldungswesen: Privatärzte melden Impfungen direkt ans RKI. Diese werden dort aber wiederum nicht auf die Landkreise heruntergebrochen und können so nicht in die Statistik des Landes einfließen. Das vermeldet das Landratsamt in einer Pressemitteilung und informiert, dass die Impfquote im Kreis wohl höher ist als es die Statistik des Landes vermuten lässt. Deshalb käme der Landkreis im Vergleich zu anderen Landkreisen, in denen hauptsächlich niedergelassene Ärzte impfen, schlecht weg.

Was für ein Durcheinander. Da fällt einem echt nichts mehr ein.
 

Benutzer22359  (38)

Sehr bekannt hier
Sehr wahrscheinlich werden bis dahin immer noch dieselbe Quote an Ungeimpften haben, was machen wir dann mit denen?
Ich bin auch nicht so überzeugt, dass die Menschen für eine vierte Impfung total offen sind. Das was ich so höre , da sagen viele , jetzt ists aber auch mal gut. Alle drei, vier Monate wollen sie sich nicht impfen lassen. Aber was solls. Man macht oder beschließt dann halt einfach ein Verfallsdatum für die bisherigen Impfungen im Mai, oder so. Dann wird das schon klappen mit der Booster-Booster-Impfung.
Ungeimpfte Ü60? Entweder hat die Impfpflicht bis dahin stattgefunden (für wen auch immer), die Massnahmen werden unerträglich für Ungeimpfte oder man kann sich die Omicron-Impfung halt eh sparen, weil die nun eh alle durchinfiziert werden (alle = der grösste Teil). Für den Winter bleibt dann die Hoffnung, dass Infektion mit Omicron für die dann aufkommenden Varianten zumidnest schwere verläufe unten hält.

Ungeimpfte U60: Die werden irgendwann egal sein, die überfordern eben nur bedingt nachdem was wir wissen das Gesundheitssystem. Für schwere Verläufe gilt nachdem was nun Omicron macht das gleiche.

Booster? Wird wohl vornehmlich im Ü60-Bereich entscheidend sein (unter der Annahme das wir da nun keine böse Überraschung mit Long-Covid bekommen). Um die zweite Aussage gleich mit zu beantworten: Dort hat man im Gegensatz zu anderen Altersgruppen recht guten Überblick über die Zahlen (eben weil die meisten davon durch gezielte Massnahmen des Gesundheitsamtes geimpft wurden in Heimen oder eben halt weniger durch diesen Betriebsarzt-Mist). Und die Motivation für die ist eben höher. Über U60 wird man da eh noch mal reden müssen. Anbieten wohl schon, mit dem Prügel zur Spritze treiben eventuell weniger. Halt wie bei Grippeimpfungen (so hat Drosten es ja auch dargestellt, da will man ja auch hin).

Wie gesagt, das ist alles Stand jetzt, wie auch immer die nächsten Varianten ausschauen (hatte ich ja schon mal erklärt vor ein paar Tagen). Mit geimpften Ü60 und Omicron-gefährlichkeit kann man denke ich mal gut leben mit dem Plan (wenn es also eine imune-escape variante ist oder eben oimicron-basiert). Mit Etwas was in die Richtung Delta-Gefährlichkeit geht und geschwächter Impfreaktion wird es eben ganz schnell wieder eng werden. Man wird sehen was passiert. Letztendlcih werden eben alle so oder so mehr oder weniger einmal grundimmunisiert sein. Von da an geht es eben hauptsächlich die Risikogruppen impftechnisch schützen und aufpassen das nix um die Ecke kommt was die Immunität böse umgeht (wie wir das von der Grippe kennen).
 

Benutzer78484 

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wie wir das von der Grippe kennen
So hundert Prozent stecke ich nicht drin, aber da ist die Grippe doch der hässlichere Virus mit dutzenden von komischen sich rekombinierenden Varianten, die jeweils nicht unbedingt für eine Immunität gegen andere Varianten sorgen und wo alte Impfungen oft recht nutzlos sind. Plus ein paar Zoonosen, vor denen man im Zweifelsfall fast noch mehr Respekt als vor Corona hat, Vogelgrippe und so.
 

Benutzer107106 

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Nur Mal als Info: meine Stadt (Ruhrgebiet) hat eine Schüler-Inzidenz (6-18j) von etwa 3750. Jedes 30. Kind ist also zurzeit erkrankt. Eines pro Klasse. Mit verdoppelten Fallzahlen im Vergleich zu letzter Woche. Bis Ende Februar haben sich dann alle Kinder infiziert.
 

Benutzer22359  (38)

Sehr bekannt hier
So hundert Prozent stecke ich nicht drin, aber da ist die Grippe doch der hässlichere Virus mit dutzenden von komischen sich rekombinierenden Varianten, die jeweils nicht unbedingt für eine Immunität gegen andere Varianten sorgen und wo alte Impfungen oft recht nutzlos sind. Plus ein paar Zoonosen, vor denen man im Zweifelsfall fast noch mehr Respekt als vor Corona hat, Vogelgrippe und so.
Grippe ist eben ein Paradebeispiel für ein endemisches Virus. Wir impfen jedes Jahr im Herbst quasi die ganzen Risikogruppen einmal durch (Ü60), mit denen im Frühjahr angenommenen Varianten des nächsten Winters. Alle haben eine Grundimmunität für die gängigen Varianten die sie im Kindesalter erwerben was auch immer ein paar nicht überleben. Etwa alle 10 Jahre geht das Spiel mal schief und man hat etwas wo entweder der Impfstoffcocktail danebenliegt oder eine variante die man noch nicht kennt. Dann kommt es eben zur richtigen Pandemie. Das letzte Mal war das 2009/10 mit der Schweinegrippe. Dort ging halt der Alarm los, man hat dann eben mehr geplant durchzuimpfen, bis man eben rausfand das wunderlicherweise Menschen in den Risikoaltern durch eine Frühinfektion in ihrer Kindheit geschützt waren (glaube war Asiatische Grippe 1957/58 und in teilen noch mal Russische Grippe 1977/78). Ohne das wäre das ganz schön übel Geworden (Resultat war dann eben das Problem mit den Zusätzen in den impfstoffen in Schweden die eben die Impfskeptiker heute so aufscheuchen).
Ähnlich wird es wohl auch mit Corona bald (also in ein paar Jahren, eventuell schon ab nächstem Winter, eventuell in den Folgejahren, je nachdem was da noch an Varianten kommt). Man Impft, hofft das der Impfschutz hält und es wird auch mal schief gehen und dann hat man ein Problem. Wenn es sich so weiter entwickelt wie Omicron, dann hat man eben ein ähnliches Problem auf der Hand: Man aggiert Vorkehrend in den Schulen und Co, damit es erst gar nicht zu weiten Ausbrüchen kommt, hat die Leute ready das sie dann wohl Combi-Impfung Covid/Influenza passend bekommen wo notwendig und das Krankenhaussystem bereit für die Fälle wo das eben nicht reicht. Ob die 10-15.000 in normalen jahren dann an Covid oder Grippe sterben wäre Nebensache, wichtig ist, dass sich die zahleneben nicht gegenseitig aufaddieren, so dass man quasi doppelte Grippe jedes Jahr hat (denn das wäre eben jedes Jahr Influenza-Pandemie, das schafft man nicht).

Und weiterentwickeln tun sich sowohl Covid als auch Influenza. In der Praxis (für mich als Laien) ist eben entscheidend, ob eine Variante die Schutzmauern umgeht oder nicht. Der Rest ist managen. Je höher die Immunität ist, je niedriger ist das reale R, also die Verbreitungsgeschwindigkeit. Bei Grippe, wo das unter 2 liegt, werden dann eben etwa 20% der Menschen pro Jahr infiziert, damit kann man Leben (und vor allem deren immunsystem wird auf aktuelle Eigenheiten upgedated). Bei Covid wo man eben bei R=6 oder so liehgt und damit 80% infiziert werden ist das eben etwas viel an komplikationen, aber mit mehr Grundimmunität geht das runter. Ansonsten eben alles wie gehabt.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Wobei bei Corona ja die Impfung bisher bei allen Varianten nicht völlig versagt hat, und das mit der ersten Impfstoffgeneration.

Corona und Grippe sind ja erstmal völlig verschiedene Viren und Analogien da nicht unbedingt passend.
 

Benutzer22359  (38)

Sehr bekannt hier
Wobei bei Corona ja die Impfung bisher bei allen Varianten nicht völlig versagt hat, und das mit der ersten Impfstoffgeneration.

Corona und Grippe sind ja erstmal völlig verschiedene Viren und Analogien da nicht unbedingt passend.
Naja, wir haben halt Grlück das Impfstoffe so gut waren, das glich ja schon einem kleinen Wunder (natürlich nicht, extremste Anstrengungen der internationalen Forschungsgemeinschaft, aber dennoch). Grippe liegt ja eher so bei 50% oder so, nicht bei 95%. Grippe war glaube ich mal was Todesfälle (Also Tote pro Infizeirte) in der Anfangszeit anging um die 15-mal unterlegen gegenüber Covid. Delta war glaube ich angenommen etwas gefährlicher, was auch immer die genaue Zahl war nehmen wir mal 16 als Rechengrösse (einfacher zu rechnen). Wenn Omicron nun wirklich irgendwo ein Viertel von Delta sein sollte (Annahme aus möglicher ICU-Einlieferugnen die sich gerade abzeichnen, wir wissen noch lange nicht die realitäten), dann hätte man also noch irgendwas um 4 mal über Grippe. Mit Impfung reduziert man das auf eben ungefähr 1/20 davon, also 1/5 von Grippe. Da sind alles viele Annahmen hinter, also Vorsichtig mit den zahlen, aber Überschlagstechnsich könnte das in etwa hinkommen. Man hofft das nächste Varianten vllt auch niedriger ausfallen werden in der Gefährlichkeit, die kann aber auch mal wieder hochgehen. Drum sind eben Vergleiche schwierig.

Was ich beschrieben habe sind Standardprozeduren aus Public Health. Sowas hat Drosten schon vor einem Jahr erzählt, das erklären sie derzeit in allen Ländern, wo man sich Gedanken machen kann das es eventuell ein Modell für das Ende der Akutphase (Pandemie) und danach Endemie rauf und runter. In Deutschland ist man da ja eben noch nicht (eben aus oben genannten Gründen). Seitdem klar ist das Herdenimmunität unmöglich is (also spätestens seit Sommer mit aufkommen von Delta (siehe da, Ende Juni war das allen die es abschätzen wollten klar: Corona 9)) geht man eben den Weg (in Pubnlic Health schon etwas länger). Und natürlich modellt man das erstmal auf dem Modell was man kennt, also Influenza, und passt dann an. Ist halt ein Atemsystem-Virus (da muss man halt anders dran gehen wie bei HIV und Co). Dabei wird es einige Bumps geben, manches wird schief gehen, aber je nachdem wie Variabel der Virus ist wird man sich da einpändeln.
 
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Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich vermute, die ein oder andere Schule hat noch Restbestände vom "guten Stoff". Da kommen die neuen Billo-Tests vielleicht erst in ein oder zwei Wochen zum Einsatz.
Ich habe mal nachgefragt und bisher weiß niemand irgendwas davon, dass wir andere Tests erhalten sollen... da wäre ich jetzt erstmal skeptisch, diese Info betreffend, vor allem, wenn die Tests nachgewiesenermaßen schlechter sein sollten. Hört sich für mich auch nach einer komischen Story an.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Was für ein Durcheinander. Da fällt einem echt nichts mehr ein.
Das ist halt typisch Deutschland mit seiner undurchsichtigen Bürokratie. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Behörden, Institutionen, Ämter usw. und so viele Anordnungen, Festlegungen, Vorschriften, Bestimmungen u.ä. wie in Deutschland. Die Abschaffung von unsinniger Bürokratie würde eine hohe Zahl an Arbeitslosen bedeuten. :tongue:
 

Benutzer187255 

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Das ist halt typisch Deutschland mit seiner undurchsichtigen Bürokratie. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Behörden, Institutionen, Ämter usw. und so viele Anordnungen, Festlegungen, Vorschriften, Bestimmungen u.ä. wie in Deutschland. Die Abschaffung von unsinniger Bürokratie würde eine hohe Zahl an Arbeitslosen bedeuten. :tongue:
Da hat sogar den Eindruck , dass so ne Pandemie denen sogar noch gefällt. Da können sie sich mit Regulierung, Anordnung , ... mal so richtig austoben. So kommt es mir bald vor.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mehr und mehr Prognosen schließen sich an :smile: wie schön

Wobei man dazusagen muss, dass m.E. derzeit doch kaum jemand - und überhaupt niemand mit politischer Verantwortung -hier in Ö einen Lockdown fordert. Die aktuelle Strategie ist doch de facto genau die „Durchseuchung mit angezogener Handbremse“.

Wie stark allerdings die Handbremse angezogen sein muss, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, können uns m. E. am besten die Modellierer sagen und nicht so sehr ein Infektiologe und Uni-Klinik-Chefarzt wie Prof. Weiß (der in seinem Bereich mit Sicherheit ein hochkompetenter Experte ist. Ich habe den sogar selbst schon mal kennengelernt).
 

Benutzer22359  (38)

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Ende der Woche und wieder ein Blick in die Welt. Seit letzter Woche (Corona 10) hat sich Omicron ordentlich breit gemacht. Ich werd denke ich mal ab nun mich auf die beiden wichtigsten Plots (die wöchentlichen Änderungen) konzentrieren, die komplette Plot-Übersicht wird es dann wohl einmal im Monat geben. Macht etwas weniger Arbeit und man schreibt nicht immer die gleichen Dinge. Dazu gibts ja Mitte der Woche den DACHI-Blick.

Also gut, die wöchentlichen Änderungen in den Infektionen. Wie wir sehen geht es nach oben, zumindest im Mittelmeerraum, UK und USA. Achja, und man schaue auf Japan, auch da scheint was angekommen zu sein. Deutschland ist ja noch recht gemächlich, aber das täuscht. Man ist bald wieder im Wochenschnitt wo man vor ein paar Monaten war und eigentlich ist man schon viel höher. Man sieht wie es bei den anderen abging? Das kommt nun auch nach Deutschland (die Frage ist nur wie sehr man es messen kann, wie steil der anstieg dank der aktiven Massnahmen ist und ob man sich das leisten kann auf Grund er Impflücken Ü60). UK ist schon wieder im Abfall, was aber eher mit regionaler verschiebung zu tun hat. London sinkt, aber woanders wartet man noch auf den Peak.

day_on_day_inf_mean_popcor.png
Bei den Todesfällen herrscht noch etwas Ruhe. Also man erkennt Uk das da nun steil ansteigt, die waren ja auch die ersten mit Omicron. Gefolgt von Italien und Frankreich. Bei USA geht das zucken auch eher nach oben. Deutschland war ja in der letzten Zeit eh recht hoch, da ist s nun erstmal noch stabil. Das dauert wohl auch noch bis omicron da reinkommt dort, denn erst mal triffts die Jungen mit wenig Todesfällen, dann die Alten mit ein paar mehr.

day_on_day_dea_mean_popcor.png
Hier in Irland ist man übrigens schon am Aufmachplan basteln. Verkündet wird nichts vor Ende Januar, man will erst sicher gehen, dass auch wirklich die ICUs nicht vollaufen (was ja erst seit einer Woche zu erwarten gewesen wäre, man will halt nichts überstürzen). Natürlich wurde Quarantäne-Zeit gekürzt wie überall anders auch. Aber sonst wird, sollten die Modelle zutreffend sein, wohl wieder mal phased approach gelten (Irish nightclubs could reopen within weeks as Minister Martin gives update). Also Pubzeiten (die derzeit um 8 Uhr schliessen müssen) könnten ab Ende Januar wieder verlängert werden. Nachtclubs könnten dann eventuell schon im späten Februar folgen (Irish nightclubs could reopen within weeks as Minister Martin gives update). Man wird quasi die Schliessungsschritte rückwärts gehen und solange die ICUs nichts dummes machen (sin derzeit so 90, wenn das nicht über 120 schiesst wird man wohl das öffnen anfangen... wohlgemerkt, man hat heir maximal 300 Betten). Plan sieht also quasi aus: Anfang Februar Pubs normalisieren, 2-3 Wochen später zurück wo man im Oktober war und wieder 2-3 Wochen später alles andere abseits von Masken im Innenraum und Covid passes (Phased reopening on the cards from February - but only if ICU numbers remain stable). Heisst also es könnte sein, dass man kurz vor oder kurz nach St.Patricks-Day (natürlich kurz danach, man ist ja nicht so blöd, das hat man schon gelernt aus den letzten Jahren) quasi bis auf Pass zeigen und Masken tragen alles mehr oder weniger normal ist (ich hoffe die behalten noch ein wenig sovial distancing, mal sehen).
 

Benutzer58558 

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Boah, momentan empfinde ich Melanie Brinkmann als enervierende Alarmsirene. Das ist - beispielhaft - der "Sound" im Diskurs, den ich nahezu genauso leid bin wie den Bullshit selbsternannter Querdenker der gehirngewaschenen Sorte.
 
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Benutzer58558 

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Ach, es ist diese generelle Alarm-Performance, die sich so abnutzt und total kontraproduktiv ist. Bei ihr habe ich manchmal das Gefühl, dass sie unterschwellig angepisst ist, dass sich ihre Traumtänzerei der Zero-Covid-/No-Covid-Strategie als undurchführbar entpuppt hat.
 
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