Busse & Bahnen

Benutzer46728 

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Bei uns haben einfach mehrere Straßenbahn-Linien mitgemacht:cautious:Fühlte mich wirklich verarscht. Zum Regionalbf fahren ging ja. Dort fuhren nicht mal die S-Bahnen. Dann fast die ganze Strecke zu Fuß heim. Hat 1 Std. 50 gedauert. Zur Arbeit brauche ich 1 1/2 Std. Anschließend im Homeoffice gearbeitet.
Alles richtig gemacht... nicht:hmm:
 

Benutzer36171 

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Ich bin aus einem Kurzurlaub heimgefahren und mir kam der Streik glücklicherweise einigermaßen gelegen, da ich einen früheren Zug nehmen konnte (der zwar auch erst eine Stunde später gefahren ist, aber naja...). Ich war insgesamt 1,5 Stunden länger unterwegs, aber trotzdem eine halbe Stunde früher Zuhause als ursprünglich geplant und gebucht. :ninja::thumbsup:

Nervig fand ich nur die schlechte Informationspolitik. Da werden Züge angekündigt, bei denen längst bekannt sein dürfte, dass diese nicht fahren können, nur um pünktlich zur Abfahrtszeit erst 10 Minuten Verspätung zu haben und dann vollständig auszufallen. Da friert man sich ganz umsonst den Arsch auf dem Bahnsteig ab. :rolleyes:
 

Benutzer172046 

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Unsere Busse sind genau so getimt, dass man die S-Bahnen immer so richtig schön vor der Nase wegfahren sieht wenn die Busse an der Haltestelle ranfahren, es ist jedes Mal so ein riesiger Frustrationsmoment. Und dann steht man wieder ewig in der Kälte.
Besonders schön ist es auch, wenn man an der Endstation steht und der Bus dort Pause macht, bevor er die nächste Runde anfängt und der Busfahrer in seinem warmen Bus sitzt und man selbst steht sich spät abends 20 Minuten lang neben komischen Typen - die definitiv keinen Tabak rauchen - die Beine in den Bauch und wird langsam zum Schneemann.

Dafür liebe ich es, wenn sie bei den Regionalbahnen wieder diese uralten, urgemütlichen Auslaufmodelle rauskramen, die noch diese schweren Türen haben die man selbst öffnen muss und diese mega großen Ablagen und unheimlich bequemen Sitze. Man hat so viel Platz darin und es ist wirklich gemütlich. Da kann ich dann meist auch noch damit leben, dass das Ding nich so schnell kann und ich definitiv meinen Bus verpasse. Könnte mich ewig in den Teilen durch die Gegend kutschieren lassen.
 

Benutzer3277 

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Ich hatte Glück und musste heute nicht mit der Bahn fahren. Aber es kann ja wieder neue Streiks geben.
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Andere Kollegen klagten über die katastrophale Informationspolitik im ebenfalls stark eingeschränkten S-Bahn-Verkehr. Einer stand z.B. ewig an der Haltestelle, weil nicht durchgesagt oder angezeigt wurde, dass ab dieser Haltestelle überhaupt keine S-Bahn fährt, sondern erst zwei Haltestellen weiter.

Katastrophale Information ist doch die Normalität. Auf unserem Bahnhof gibts weder Anzeigetafeln noch Durchsagen. Man kann nur hoffen, dass der Zug kommt oder raten wann er kommt. :hmpf:
 

Benutzer87573 

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Ich war gestern richtig stolz auf mich - hatte vorgestern schon rausgesucht wie ich mit diversen UBahnen und Bus zur Arbeit komme und bin zur selben Zeit wie sonst bei der Arbeit gewesen obwohl ich nur 20 Minuten früher losgegangen bin.

Meine Kollegen, die mit der RB pendeln taten mir aber leid. Einer ist um 6.00 Uhr daheim los und kam schlussendlich um 10.50 bei der Arbeit an, obwohl er sonst nur 50 Minuten braucht.
 
G

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Ich finde diese Geschichten gerade bei der DB ziemlich ätzend für Menschen die darauf angewiesen sind zu pendeln, wenn dann viel zu spät gefahren wird oder auch gar nicht! Jeder der fahren muss zahlt im Monat oder gar für das ganze Jahr seine Fahrkarte. Wenn ich mir überlege wie teuer das ist- und dann bekommt es die DB nicht hin pünktlich zu fahren. Ja es gibt angeblich nach einer gewissen Zeit Entschädigung. Witzig ist nur wenn das vom Zugbegleiter bestätigt werden muss, und diese dann nicht zu fassen sind.
Ein graus für jeden der auf diese Möglichkeit des wegkommen greift oder gar muss.

Bei mir wäre es schwierig zum Bahnhof erstmal hin zu kommen, ohne Auto geht hier gar nichts.
 

Benutzer155728 

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Ich finde diese Geschichten gerade bei der DB ziemlich ätzend für Menschen die darauf angewiesen sind zu pendeln, wenn dann viel zu spät gefahren wird oder auch gar nicht!

Ja das ist ätzend. Aber der Arbeitskampf kann nur wirksam sein, wenn das Unternehmen durch die Maßnahmen auch wirklich unter Druck gerät. Also gibt es leider keine Alternative zum Streik.
Denn außer, wenn mal seine Bahn gerade nicht fährt, will ja niemand mehr diese unnützen Beamten haben.:zwinker:

Dass die Informationspolitik wieder mal schlecht war, lag wohl zum Großteil auch daran, dass eben die entsprechenden Infostellen teilweise bestreikt wurden. Clever von der Gewerkschaft, das baut den größtmöglichen Druck auf.

Was mir auch immer ein Rätsel ist: diese Streiks sind ja immer vorher bekannt,
dann kann doch keine clevere Strategie sein, mich trotzdem an den Bahnsteig zu stellen und dann wüst zu schimpfen, dass kein Zug fährt?
Ich kann als Autofahrer doch auch nicht sehenden Auges in eine Vollsperrung fahren und mich dann wundern.

Ich weiß, dass viele trotzdem irgendwohin müssen, nur nutzt ja nix, da die oben angesprochene Strategie offensichtlich nicht um Ziel führt.
 
G

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Gast
Maifeld Maifeld da hast du sicherlich recht, dennoch schau dir den dann eingerichteten Ersatzverkehr an. Wenn dann Busse eingesetzt werden und die Menschen wie Fische in der Dose in den Bus gequetscht werden. Klar haben wir zu wenig Lokführer und ja sie werden nicht richtig bezahlt. Für jemanden der die Öffentlichen Verkehrsmittel braucht ist das alles kein Trost
 

Benutzer155728 

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Für jemanden der die Öffentlichen Verkehrsmittel braucht ist das alles kein Trost

Nein, natürlich nicht. Aber es gibt eben leider auch keine Alternative zum Streik, wie soll die aussehen?
Dass der Ersatzverkehr nicht funktionieren kann, ist doch auch klar, sonst müssten ja immer entsprechende Kapazitäten vorgehalten werden, um im Notfall eingesetzt zu werden.
Ich würde mir nur manchmal etwas mehr Solidarität mit den Streikenden wünschen, denn dafür sein, dass die DB-Mitarbeiter besser bezahlt werden, aber sich dann über den Streik aufzuregen ist: "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass"
 

Benutzer11466 

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Nein, natürlich nicht. Aber es gibt eben leider auch keine Alternative zum Streik, wie soll die aussehen?
Selbst im ach so desorganisierten Italien gibt es für Bahnstreiks aber klare Regeln. Natürlich sollen die Eisenbahner streiken dürfen. Aber es kann nicht sein, daß die Sonntags ankündigen, Montags 'nen halben Tag zu streiken - und keiner weiß, wo.
 
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Benutzer113048 

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Witzig ist nur wenn das vom Zugbegleiter bestätigt werden muss, und diese dann nicht zu fassen sind.
Ein graus für jeden der auf diese Möglichkeit des wegkommen greift oder gar muss.
Muss man nicht bestätigen lassen. Die Bahn kann bei Angabe der Zugnummer und Uhrzeit in deren Datenbank genau nachvollziehen ob und wenn ja wieviel Verspätung war. Ich habe mir glaub ich genau einmal bestätigen lassen und sonst nie wieder.
 
G

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Gast
Muss man nicht bestätigen lassen. Die Bahn kann bei Angabe der Zugnummer und Uhrzeit in deren Datenbank genau nachvollziehen ob und wenn ja wieviel Verspätung war. Ich habe mir glaub ich genau einmal bestätigen lassen und sonst nie wieder.

Danke für diese Info, hörte das letztens von jemandem und dachte mir wie soll das denn gehen.
 

Benutzer155728 

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Selbst im ach so desorganisierten Italien gibt es für Bahnstreiks aber klare Regeln. Natürlich sollen die Eisenbahner streiken dürfen. Aber es kann nicht sein, daß die Sonntags ankündigen, Montags 'nen halben Tag zu streiken - und keiner weiß, wo.

Finde ich schwierig, ins Streikrecht einzugreifen, weil "wichtige Sektoren" betroffen sind. Stärkt nicht gerade die Rechte der dort Beschäftigten. Wie gesagt, wenn man den reibungslosen Ablauf will: zurück zum Beamtentum, dann aber auch Fresse halten und die Konsequenzen tragen. Alles andere ist Rosinenpickerei.
 

Benutzer11466 

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Finde ich schwierig, ins Streikrecht einzugreifen
Nö.

Der DB tut's nicht weniger weh - vier Stunden Ausfall sind vier Stunden Ausfall. In der Zeit fahren keine Züge und auch danach rumpelt und pumpelt es tüchtig, bis die Züge wieder dort sind, wo sie gebraucht werden. Das kostet richtig Geld.

Aber als Beförderungsfall kann ich mich dann darauf einstellen.
 
G

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Gast
Ich finde auch das es eine Frechheit ist die Menschen einfach mal im Regen stehen zu lassen, es hat schließlich auch Folgen wenn jemand durch ständige Verspätungen zu spät zu Arbeit kommt! Jaja früher los gehen - der drobs ist doch gelutscht... Mitgefühl für die Pendler hat nämlich niemand- nur der kleine Mann soll Verständnis haben und sich hinhalten lassen. Gute Bezahlung ist das eine, Streik das andere. Und der der zu Arbeit muss und auf Bahn und co angewiesen ist hat einfach die A.... Karte gezogen
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Trotzdem scheint es mir eine deutliche Schwächung der Gewerkschaften und damit der Arbeitnehmerposition zu sein.
Sicher nicht bei der Bahn.

Da würde ich mal eher bei Amazon schauen, die sich einfach weigern, mit einer Gewerkschaft auch nur zu sprechen, oder im Einzelhandel. Von den halb- bis gar nicht legalen Arbeitsverhältnissen auf vielen Baustellen will ich gar nicht erst anfangen...

Die Bahner sollen streiken dürfen - aber mit ausreichend Ankündigung und nicht für Wochen am Stück.

Der Bahn tut's genauso weh; für diejenigen, die auf die Bahn (oder Busse) angewiesen sind, muß es aber wenigstens ein bißchen Planbarkeit geben. Die "normalen" Verspätungen sind ja oft schon nervig genug und gehen auf die Knochen derjenigen, die auf die Verkehrsmittel angewiesen sind.

Kann nicht jeder aufs Auto ausweichen.
 
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Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann Maifeld Maifeld nur zustimmen. Klar, Bahnstreiks haben negative Auswirkungen auf die Bahnkunden und das ist für die Bahnkunden natürlich beschissen.

Aber ich halte es langfristig für noch viel beschissener eine wichtige Errungenschaft wie das Streikrecht einschränken zu wollen. Der Hinweis, dass die Bahn doch für die Bevölkerung so wichtig ist, zählt da m.E. aber sowas von überhaupt nicht. Fängt man an einer Stelle an, das Streikrecht zu schleifen, dann dauert es nicht mehr lange, dass es auch wo anders geschliffen wird.

Und Maifeld Maifeld hat ja auch schon darauf hingewiesen: Wenn man will, dass die Bahn nicht mehr streiken darf, gibts eigentlich ein Mittel: Man muss sie halt wieder komplett verstaatlichen und die Beschäftigten wieder zu Beamten machen. Damals hielt man die Bahn tatsächlich für so wichtig, dass es eben eine hoheitliche Aufgabe war und deswegen durfte die Bahn auch nicht streiken.

Man kann m.E. nicht beides haben: Kein Streikrecht für die BahnmitarbeiterInnen, aber privatwirtschaftliche Angestelltenarbeitsverträge.
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Die Bahner sollen streiken dürfen - aber mit ausreichend Anküdigung und nicht für Wochen am Stück.

Was wäre denn eine nach Deiner Meinung ausreichende Ankündigungszeit?

Auf welchen Zeitraum sollte man denn die Zulässigkeit von Streiks beschränken?
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Drei Tage.

Einen Tag pro Woche. Wie man gesehen hat reicht das für mittleres Chaos.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es keine Sonderregeln für bestimmte Branchen geben sollte, sondern nur Einschränkungen des Streikrechts o.k. sind, die flächendeckend umgesetzt werden können ohne das Streikrecht auszuhöhlen.

Mit einer Ankündigungszeit von 3 Tagen könnte ich persönlich prinzipiell leben. Aber ich bin kein Gewerkschafter und weiß nicht so genau, welche Nachteile für die Effektivität bzw. Sinnhaftigkeit eines Warnstreiks (nichts anderes war das ja bei der Bahn) daraus resultieren können.

Nur einen Tag pro Woche halte ich aber definitiv für zu wenig. Das gestern war ja "nur" ein Warnstreik und die dauern ja gewöhnlich nicht viel länger als einige Stunden. Eine Gewerkschaft muss schon in der Lage sein, die Eskalation über einen Warnstreik hinaus wesentlich zu erhöhen.
 
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