Bush in Deutschland

Benutzer26195  (52)

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emotion schrieb:
Man muß wohl auch bedenken, was für eine Nationalitäten und Kulturenmischung hier lebt.
Und auch wichtig, wo viele "Terroristen" ausgebildet wurden und/oder im Vorfeld gelebt haben, was hier in DE ausging.
Naja, die Terroristen für das WTC wurden ja wohl damals in Florida ausgebildet. :grin:

emotion schrieb:
Die relativ hohe Abneigung gegen seine Politik ist ja schon bei "uns" Deutschen nicht gering, aber da kommen wohl noch Personen hinzu, die direkt seine Feinde sind.
Die Anschlaggefahr wäre sicher nicht gering (hier bei uns).
Er mauert sich übrigens auch zu hause ein. (Siehe Sicherheitsmaßnahmen für das Weisse Haus.)


emotion schrieb:
Kosten, ja teurer Spass.
Aber DE profitiert sicherlich auch von solchen Annäherungen.
Man könnte auch sagen, dass unser kleines Deutschland so abhängig von Amerika ist, dass wir uns solch einen Feind nicht leisten könnten (wirtschaftlich).

Diplomatie ist leider nicht immer (oft ? ) koscher, nicht gerecht, nicht gradlinig, nicht unabhängig, nicht freiwillig.
Wir sind in einem System (Welt), und dem muß man sich oft beugen, kann nicht immer nur stur sein.
Manchmal leisten wir uns ihn aber auch als Feind. Man muss nur genug Freunde um sich herum haben. :link: (Siehe Handelskriege EU USA)
 

Benutzer7314  (40)

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Hmm.

Mir kommt vor, dass viele Meinungen zu dem Thema hier irgendwo am Strassenrand gepflückt wurden, am Strassenrand einer geistigen Mainstream-ader. Und so wie Blumen sind auch Meinungen vom Strassenrand eben das was sie sind.

der tenor:
Was die USA machen - sie sind brutal. Was Bush macht oder nicht macht- es ist immer falsch. Fliegt er nach Europa, soll er verschwinden. Fliegt er nicht nach Europa, fühlen sich alle vernachlässigt und übergangen.

ich sehs anders:

Nord Korea und der Iran bauen geheim Nuklearwaffen. Und eure Reaktion darauf ist, wie lange ihr an einem Tag im Stau stecken mußtet? Ist das euer Sinn für globale Zusammenhänge?

Muss echt - und das frage ich im ernst - ein schmutzige Bombe im Bahnhof von Berlin, Marseille, Dublin, Prag, oder was weß ich wo hochgehen, alle in Trauer und Wut verfallen bevor wahrgenommen wird, was eigentlich passiert?

Ist euch Lockerbie kein Begriff (mehr)? Auf Gadhaffis Befehl geht ein Jumbo in die Luft?Glaubt ihr nicht?Er hat sogar Schadenersatz gezahlt dafür.

Vor allem dieser kleinkindhafte, trotzige Opportunismus ist doch nur peinlich. Diese Selbstgestrickten Weltvorstellungen von daheim hinterm Ofen, :kotz:

Da gehen dann die 20jährigen Dresden-opfer mit palästinenser-Flagge gröhlend auf die Strasse und schreien was von Ungerechtigkeit.

Kinder kinder, da wurde noch nicht richtig nachgedacht bevor gesprochen wurde.
 

Benutzer17264 

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Ich fands lustig, was sie in Mainz veranstaltet haben, spätestens jetzt sollte Bush merken, dass er hier unerwünscht ist :link:

Weiß eigentlich jemand warum er gerade nach Mainz ging, normalerweise finden Staatsbesuche doch immer in der Hauptsstadt statt?
 

Benutzer20202 

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columbus schrieb:
Was die USA machen - sie sind brutal. Was Bush macht oder nicht macht- es ist immer falsch.
Liegt doch nicht an uns, dass Bush alles falsch macht. Ist ja seine Entscheidung. Und die seines dummen Volkes, das letztes Jahr die Gelegenheit, ihn aus dem Amt zu kicken, nicht wahrgenommen hat.
 

Benutzer7314  (40)

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Trogdor:

Und dass mit genau solchen Meinungen Bush erst recht wiedergewählt wurde, kommt niemandem in dem Sinn.

Denn: wenn Du einem Volk, egal welchem, vorschreiben willst wen es auf keinen Fall wählen darf, dann darfst Du drei mal raten wer dann der Sieger der Wahl sein wird.
Die Qualitäten des Kandidaten sind dann längste egal.

Daher wars ganz klar das Beste für Bush, dass die Europäer ständig rüberäfften "Den dürft ihr nicht wählen!".
:rolleyes2
 

Benutzer20202 

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columbus schrieb:
Daher wars ganz klar das Beste für Bush, dass die Europäer ständig rüberäfften "Den dürft ihr nicht wählen!".
Dann gehst Du also davon aus, dass die Amis ihre Wahlentscheidung von der Meinung der Europäer abhängig gemacht haben? Das halte ich für lächerlich und überschätzt die Wirkung von Europa auf die USA.
 

Benutzer7815  (41)

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Also ich wohne in Mainz-Gonsenheim und bin extra zu Hause geblieben, weil ich mir so einen Rummel schon gedacht habe. Naja warum sollten die Amis die 4 Mio € bezahlen, wenn die BRD verrückt danch ist das selbst zu übernehmen. Übrigens wollen viele Händler wegen Verdienstausfalls klagen, aber da sehe ich für sie schwarz. Wäre eigentlich ein schöner Verwaltungsrechtsfall...

LG Matthias
 

Benutzer15353 

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Ich muss columbus hier mal Recht geben.

Man mag ueber Bush durchaus geteilter Meinung sein, aber hier scheinen viele einfach nur ihren Alltagsfrust, die allgemeine Unzufriedenheit und den allgemeinen Weltschmerz in eine Person zu projezieren. Und man fuehlt sich gut dabei, weil man ja in guter Gesellschaft ist. Wen interessieren da noch irgendwelche Diktatoren in der Welt, die nicht nur ihr eigenes Volk thyrannisieren, sondern auch andere Staaten/Voelker bedrohen???

Zu Sicherheitsvorkehrungen im Allgemeinen: Ob sie zu hoch sind, wird man nie herausfinden, ob sie zu niedrig waren moeglicherwiese schon.

Haette jemand das WTC Szenario im Vorhinein ausgemalt, waere er auch ausgelacht worden...
 

Benutzer26195  (52)

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columbus schrieb:
Hmm.

...


Kinder kinder, da wurde noch nicht richtig nachgedacht bevor gesprochen wurde.
Ich glaube eher, das Du noch nicht all zuviel nachgedacht hast. :grin:
Wenn man sich mal die Außenpolitik der USA in den letzten 100 Jahren mal etwas genauer anschaut, findet man dort viele Aktionen, die zutiefst amoralisch gewesen sind. :flennen:
Betroffene Länder (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Chile, Kuba, Nicaragua, Panama, Vietnam, Afghanistan, Iran, Irak, ...
Hierbei wurde oft nach den Devisen verfahren:
1.) Da einzige, was zählt ist, Umstände zu schaffen, um möglichst viel Geld an diesen Ländern zu verdienen. (Oder nackter Investitionsschutz.)
2.) Der Feind unserer Feinde ist unser Freund.

Ein lustiger Seiteneffekt dieser Politik war, das die heutigen Hauptfeinde der USA: Taliban, Bin Laden und Saddam, früher von den USA unterstützt wurden und durch die USA erst zu dem geworden sind, was die USA hinterher bekämpft hat. :kotz:

Das Länder, wie Iran und Nord-Korea ein starkes Interesse daran haben, an Atomwaffen zu kommen, ist in erster Linie dieser Außenpolitik zu verdanken, denn Atomwaffen scheinen wohl das einzige zu sein, was die Amis wirklich beeindruckt. :cry:

Ein gutes Beispiel für die Wirkung der Atomwaffendrohung ist Kuba:
Nachdem Fidel Castro die Führung in Kuba übernommen hatte, bauten Exil-Kubaner mit der CIA eine freiwilligen Armee auf, die Kuba befreien sollte. Unter Kennedy landete diese Armee in Kuba. Es kam zum sog. Debakel in der Schweinebucht, da einerseits Kennedy kalte Füße bekommen hatte und die versprochene Luftunterstützung ausblieb, anderes die USA die Sympathien für diese Armee in der kubanischen Bevölkerung total überschätzt hatten. Um Kuba vor weiteren Invasionsversuchen durch die USA zu schützen, installierten die UDSSR Atomwaffen auf Kuba. Es kam zur Kuba-Krise. Die Russen zogen die Atomwaffen nach geheimen Verhandlungen unter der Bedingung ab, dass es, von Seiten der USA, keine militärischen Aktionen mehr gegen Kuba geben sollte. Diese Vereinbarung hat bis heute gehalten.

Andererseits hat gerade die Vorgehensweise von Bush im Irak-Konflikt den „Schurkenstaaten“ gezeigt, das das Setzen auf politische Lösungen, kaum Aussichten auf Erfolg hat. Die anfängliche Begründung für diesen Krieg, war einfach lächerlich.
(Es gibt keinen Dr. Frankenstein, der Massenvernichtungswaffen und Raketen mit großer Reichweite in irgendeinem Hinterzimmer oder einer Garage zusammenzimmern kann, ohne dass dies, unter den Rahmenbedingungen (Embargo, Überwachung aus der Luft, Uno-Inspektoren) des Vorkriegs-Iraks aufgefallen wäre. )

Und wer an das Gelaber von der „Befriedung“ oder „Befreiung“ durch „Demokratisierung von außen“ durch Bush glaubt, der kann sich ja mal die Frage stellen, warum eigentlich Kuwait keine Demokratie ist. (Es gab da ja mal ein Versprechen...)
Die ganze Nah-Ost-Politik der USA, einschließlich Afghanistan, ist der Nährboden, der neue Terroristen schafft. Die einzige Chance, die Europa meiner Meinung nach hat, kein bevorzugtes Ziel dieser Terroristen zu werden, sind:
1.) Sich in der Außenpolitik klar von den USA zu unterscheiden. (Also von den Terroristen nicht nur als Vasall war genommen zu werden.) Da helfen diese Sympathie-Kundgebungen für Bush. :smile:
2.) Versuchen die Probleme der Konfliktparteien in den Krisenregionen ernst zu nehmen, zu vermitteln und friedliche Lösungen unterstützen. Also durchaus bei möglichen Unterstützern von Terroristen als Vermittler/Partner war genommen zu werden. Diese würden dann einen Abschlag kaum gutheißen...
3.) Bei Anschlägen, wie in Madrid effektiv, aber sehr differenziert gegen die Terroristen vorgehen. (Eben auf juristischer Ebene und nicht durch irgendwelche Strafaktionen.)
4.) Eine gute und effektive Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste.

Dies ist zwar alles kein garantierter Schutz vor Anschlägen, aber wenn man mal die USA betrachtet, haben die terroristischen Akte gegen US-Truppen seit dem Krieg ja eher zugenommen, ohne dass die USA bisher wirklich ein Mittel dagegen gefunden hätte.

Übrigens Gadaffi nutzt einfach die „Gunst der Stunde“. Da er im Moment nicht in der ersten Reihe der Schurken steht, versucht er, durch solche Aktionen, einfach sein Image zu verbessern. Es ist dabei völlig egal, ob er wirklich für den Anschlag verantwortlich war.
Was ihm aber wirklich vor den Übergriffen der Amerikaner schützen kann, sind eigentlich 2 Dinge:
1.) Die räumliche Nähe zu West-Europa. (Einen richtigen Krieg gegen Libyen, würden die West-Europäer, hierbei insbesondere die Franzosen nicht akzeptieren.) :smile:
2.) Seit längerem lässt Gadaffi wieder Investitionen amerikanischer Firmen zu. Diese wären kaum erbaut davon, wenn Bush diese in Schutt und Asche legen würde. :tongue:
 
M

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Gast
Ihr Lieben!

PRIMA! Ich bin auch kein Freund der jüngsten Außenpolitik der USA, aber im Moment find ichs einfach nur doof das hier ALLES erwähnt wird was die USA jemals falsch gemacht haben, was hat das noch mit der Überschrift zu tun? Ich finde man sollte langsam mal wieder runterkommen vom hohen Pferd, denn die USA werden ihre Außenpolitik sicherlich nicht ändern und wenn dann zum Schein. Und last but not least war Deutschlands Außenpolitik auch nicht immer die beste, Jeder macht Fehler (und sollte daraus lernen, ja!)

Wer dies unterschreiben möchte soll es gern tun, aber die Anti-Propagande nervt langsam echt!

Alles Liebe
Mutti
 
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