Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche.

Benutzer12784  (40)

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ich habs nicht gelesen und werds auch nicht tun, da find ich schon die Leseproben zu uninteressant, wenn auch ekelerregend.

Frage mich nur wie man diesen Schund als neues Standardwerk des Feminismus definieren kann...
 

Benutzer67627  (51)

Sehr bekannt hier
ich lese jetzt zum ersten mal hier die ausschnitte aus dem buch und es interessiert mich wirklich in keinster weise :zwinker:

Off-Topic:
ich frag mich nur, warum der ahnungslose pap, die ja schon benutzte und noch nicht gereinigte grillzange nicht putzt, bevor er das nächste mal grillt.....kein wunder ist die tochter so schmuddelig - bei dem vorbild :confused:
 

Benutzer40821 

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Ist jetzt nicht meine Lieblingslektüre, ging aber schnell durch und ich musste teilweise echt lachen. Bei Langeweile und einer tief angesetzten Toleranzgrenze zu empfehlen. :zwinker:
Außerdem finde ich Charlotte Roche extrem sympathisch.
 

Benutzer80667 

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Meiner Meinung nach geht es doch nur wieder darum ein Tabu zu brechen und das wird mit der Zeit laaaaaangweilig. Außerdem geht es um nichts wichtiges in diesem perversen Buch.
Eine Freunden von mir hat gesagt "Wer das Buch nicht liest ist verklemmt!" *ditsch*
Das hat überhaupt nichts mit verklemmt zu tun, da man solchen Mist täglich im Fernsehen reingedrückt bekommt und man so ein Buch nciht auch noch lesen muss..
 

Benutzer81054 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich habs noch nicht fertig gelesen, da ich das Buch nicht selbst besitze und bis jetzt mal bei nem langweiligen DVD-Abend drin rumgelesen hab...

Die angebliche Aussage des Buches finde ich sehr gut, da es gerade in meinem Umkreis z.T. viel zu verklemmt vorgeht und man nichtmal Wörter der Biologie (wie Scheide oder Penis) in den Mund nehmen "kann" :ratlos:
Sogar mit Freundinnen klappt sowas nicht, da kommen dann eher so Umschreibungen wie "untenrum" und so Zeug. Sehr schade :ratlos:

Ansonsten stimme ich mit der Mehrheit überein; zu primitiv und übertrieben shocking geschrieben...
 

Benutzer65590 

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Ok, das Thema gabs hier ja schonmal. Damals habe ich dazu geschrieben (Grobzitat): überflüssiges Machwerk, literarisch hanebüchen: muss ich nicht haben, finde ich in seiner Ekelhaftigkeit übertrieben.

Inzwischen habe ich ein wenig nachgedacht, heute auch eine interessante Stellungnahme in der SZ gelesen. - Vielleicht kann man dem Buch, auch wenn es zweifellos technisch sozusagen keine besondere Leistung ist, doch eine gewisse Daseinsberechtigung nicht absprechen.
Der Punkt ist der, dass hier sozusagen ein Schritt in Richtung Entmystifizierung des Weiblichen unternommen wird. Indem explizit auf die Kreatürlichkeit auch der Frau hingewiesen wird... ok, indem besagte Kreatürlichkeit in all ihrer zuweilen ekelhaften Art das ganze Buch über penetrant vorgeführt wird... soll wohl das immer noch in der allgemeinen Mentalität präsente Bild von der "engelhaft" oder "unschuldig" reinen Frau ins Wanken gebracht werden.
Stichwort "Pupsen Tangaträgerinnen leiser?" - selbst hier unter uns aufgeklärten Menschen im Forum liest man sehr oft Fragen, die sich in neugierig-ungläubigem Tonfall mit weiblichen Körperlichkeiten beschäftigen. Mit "Frau" wird unbewusst immer noch assoziiert: Zurückhaltung, Ordnung, Sauberkeit - Muttertugenden. Gleichzeitig damit auch: Reinheit, Makellosigkeit, Frische - Mädchenvorzüge, die natürlich auch durch das kosmetikgestützte Model als Rollenvorbild bestärkt werden. Dazu dann abgeleitet: Unschuld, Tugend, Unverdorbenheit - gutes, altes bürgerliches Frauenbild.
In "Feuchtgebiete" soll nun gezeigt werden: ja, Mädels sind auch echte Menschen, genau so wie Männer. Sie schwitzen, kacken, ficken, bluten, rotzen, furzen... und diese MEssage lässt sich wohl nach Meinung der Autorin nicht rüberbringen, wenn man mal in einem Nebensatz erwähnt: "...und Helen pupste, was aber sehr leise klang, da sie einen Tanga trug." Nein, man muss direkt Analverkehr mit Hämorrhoiden beschreiben und den Verzehr diverser Körperflüssigkeiten, damit der Leser auch genügend geschockt wird, um die Botschaft zu kapieren.

Aus dieser Perspektive betrachtet, kann ich dem Buch etwas abgewinnen. - Romanhelden, die äußerst ekelhafte Dinge mit ihrem Körper tun, hat es gerade in der neueren Literatur viele gegeben (zb Maximilian Aue, den Protagonisten in "Die Wohlgesinnten"). Aber: das waren immer männliche CHaraktere! - Hier haben wir mal eine weibliche Hauptfigur, die geradezu ekelhaft kreatürlich erscheint. Das ist eigentlich gut - wie gesagt, es muss wohl noch in die Köpfe herein, dass Mädchen pupsen. Vielleicht leistet dieses Buch in der Tat einen Beitrag zum Feminismus 2.0, sozusagen - Frauen sind wirklich gleich. Sie stinken sogar. Muss man(n) sich mal vorstellen! :zwinker:

Das ändert natürlich nix daran, dass das Buch, wie gesagt, nicht toll geschrieben ist. Aber das muss es vielleicht auch nicht sein - es soll wohl eher zum Nachdenken anregen bzw Dinge in Gespräch bringen als einen Literaturpreis gewinnen.
 

Benutzer39498 

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Romanhelden, die äußerst ekelhafte Dinge mit ihrem Körper tun, hat es gerade in der neueren Literatur viele gegeben (zb Maximilian Aue, den Protagonisten in "Die Wohlgesinnten".)

Off-Topic:
Ich gehe einfach mal davon aus, dass das kein ernstgemeinter Vergleich ist. Es gibt zwar unheimlich eklige Szenen in "Die Wohlgesinnten" (ich sag nur - vollgewichste Schlafräume im KZ..) aber der Sinn, der hinter DEM Buch steht, ist ein völlig anderer, als bei diesem zweifelhaften "literarischen" Werk von Frau Roche. :smile:
 

Benutzer81045 

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charlottes buch ist ecklig und jeder muss selbst wissen,
ob er das buch lesen will oder nicht.

aber mit emanzipation hat dieses buch überhaupt nix zu tun und ich würde charlotte auch nicht als vorzeige emanze erwähnen.

ja charlotte ist live sympathisch aber ihr buch ist eine enttäuschung!

vor allem hat mich an einem interview wütend gemacht, dass sie meint frauen müssten mehr nuttensachen machen wie analverkehr.

ich finde das niveau von ihr manchmal ganz schön daneben.

warum soll ne frau stellungen mitmachen die sie nicht nur weil der partner das will?
sie hat in dem interview frauen kritisiert die analsex scheisse finden. mein gott feminismus ist was anderes.
ich hoffe das war nur ein ausrutscher von ihr´.....


lg jasmin
 

Benutzer65590 

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Off-Topic:
Ich gehe einfach mal davon aus, dass das kein ernstgemeinter Vergleich ist. Es gibt zwar unheimlich eklige Szenen in "Die Wohlgesinnten" (ich sag nur - vollgewichste Schlafräume im KZ..) aber der Sinn, der hinter DEM Buch steht, ist ein völlig anderer, als bei diesem zweifelhaften "literarischen" Werk von Frau Roche. :smile:

Der Sinn des Buches - und auch seine literarische Gewichtigkeit - ist sicher von ganz anderer Art.

Aber mein Punkt ist der: hier haben wir einen männlichen Protagonisten, der "ekelhafte" Dinge mit seinem Körper tut. Ganz beiläufig: das ist, wie du selber feststellst, ja nicht das Hauptthema des Buches. - Wo ist die vergleichbare weibliche Figur? Weibliche Protagonisten auch der jüngeren Literatur haben normalerweise eher emotionale und/oder soziale Probleme - Sex spielt dabei meist nur eine Rolle als Teil dieser Probleme, ist kein körperlicher Selbstzweck. Diese weiblichen Figuren werden allgemein seltener körperlich.
Und da ist die Verbindung zwischen den Wohlgesinnten und den Feuchtgebieten: Charlotte Roches Protagonistin ist komplett körperlich, was ein Versuch der Autorin sein dürfte, darauf hinzuweisen, dass auch Frauen nichts menschliches fremd ist, dass es auch reale Frauen und weibliche Figuren gibt und geben muss, die ganz dezidiert und geradezu ekelhaft körperlich sind.
 

Benutzer10226 

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In "Feuchtgebiete" soll nun gezeigt werden: ja, Mädels sind auch echte Menschen, genau so wie Männer. Sie schwitzen, kacken, ficken, bluten, rotzen, furzen...

Naja, wenns für die Erkenntnis wirklich ein Buch braucht... :what:
Jede Frau erlebt ihren eigenen Körper tagtäglich, kriegt das also ohnehin live mit. Und Männer kriegen das spätestens dann mit, wenn sie mit ihrer Freundin das erste Mal zusammen wohnen und feststellen, dass das Bad stinkt, nachdem die Freundin kacken war.
Wo liegt da also der Erkenntnisgewinn? :zwinker:

Und ob's die Gesellschaft weiterbringt, wenn ihr bewusst ist, dass Frauen auch pupsen... ich glaubs eigentlich nicht. ^^
 

Benutzer75021 

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Mein Freund kam gestern mit dem Hörbuch an :ratlos: er fands lustig, ich musste fast kotzen
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

also ich find das Buch super. Nämlich aus den von many beschriebenen Gründen. Natürlich ist es jetzt kein literarischer Weitwurf, aber ich denke, das war auch nicht in Charlottes Absicht.
Sie hat das halt sehr eingängig geschrieben, damit´s auch wirklich jeder versteht ;-)

Ich denke auch, dass man halt erstmal ordentlich provozieren muß, damit sich der Normalo danach irgendwo auf halber Strecke einordnen kann. Also vielleicht ist das Ziel auch, dass man mit sich selbst toleranter umgeht, weils ja auch viel schlimmer sein könnte; wie bei Helen halt.
Ich denke, dass ihre Ungezwungenheit und Offenheit durchaus ein Vorbild sein kann (sollte), aber wir sollten ja auch nicht vergessen, dass es nur ein Buch ist. Es geschieht also keinem was ;-)

Bei uns wars übrigens genau umgekehrt, ich hab das Buch gerne gelesen, mein Freund hats mir aber nach der Hälfte zurückgegeben ;-)


Gruß,
Kaya
 
1 Jahr(e) später

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Da wir Feuchtgebiete an der Uni in mehreren Seminaren erwähnt bzw. behandelt haben, habe ich mir das Hörbuch zugelegt. Ich hatte aber schon soviel Auszüge gehört und generell soviel mitbekommen, und ich beschäftige mich ja genrell mit prekären Themen, so dass es mich weder groß beeindruckt, noch geschockt, noch geekelt hat. Ich habe es zur Kenntnis genommen und damit hat sich die Sache.

Frage mich nur wie man diesen Schund als neues Standardwerk des Feminismus definieren kann...
Du solltest darauf achten, wer genau das macht. Es gibt noch andere Bücher, die auch als solches deklariert wurden. An und für sich ist man sich aber nichtmal einig, ob eine dritte Welle der Frauenbewegung derzeit überhaupt besteht.

Außerdem frage ich mich die ganze Zeit, ob die Autorin wohl diese ganzen "Erfahrungen" selbst gemacht hat.
In einem Interview hat sie mal gesagt, dass 70% des Beschriebenen autobiographisch ist.
 

Benutzer56469  (36)

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Mein Vater hats zuhause. Er findet es super! Werds mir mal ausleihen!
 

Benutzer43919 

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mir war nach der ersten seite schlecht, die ich mal im buchladen angefangen habe... sry aber das ist für mich keine literatur...
 

Benutzer58449  (32)

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Echt eklig. Ich kann mir diese Begeisterung für diesen "Erguss" nicht erklären.
 

Benutzer18889 

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Das Buch ist uninteressant und es wimmelt nur so von Wiederholungen. Absolut nicht lesenswert.
 
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