BU-Versicherungen, sinnvoll?

Benutzer106548 

Team-Alumni
Nenn mich naiv aber ich bin in der Hinsicht irgendwie ein nicht zu erschütternder Optimist. Für mich ist es immer noch recht realitäts fern anzunehmen ich werde in meiner Berufslaufbahn etwas erleiden was mich Berufs- und Erwerbsunfähig werden lässt. Klar gehen Körperteile recht schnell ab und das Spiel mit der Höhe ist auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Ich will auch garnicht behaupten BU's wären Schwachsinn! Mir fehlt nur momentan die Kosten/Nutzen Rechnung. Ein "könnte" genügt mir eigentlich nicht als Argument. Abgeschlossen wurde sie damals einzig aus dem Grund, dass ich ein Haus/ Wohnung erwerben wollte und somit den Kredit auch weiterhin hätte bedienen können. Da hat es für mich auch einen nutzen gehabt, denn meine Verpflichtungen aus einem Kreditgeschäfft erlischen ja nicht, nur weil ich einen Unfall hatte.[...] Würden dir 1000 Euro im Monat genügen? Bis zu einem Alter von 65 Jahren?
Das hat überhaupt Nichts mit naiv zu tun. Es ist halt eine Risiko-Versicherung. Du "verlierst", wenn Dir Nichts passiert. Du "gewinnst", wenn Du berufsunfähig bist. Also greift auch keine Kosten-/Nutzen-Analyse, da der Fall des Eintritts nicht vorhersagbar ist. Das kann nur jeder für sich selber entscheiden und an der Stelle wird die Entscheidung pro oder kontra rein subjektiv. Für mich persönlich zählen da in erster Linie zwei Gedanken:
1. (schon genannt): ich bin schon einmal ein klein wenig an der BU vorbeigekratzt
2. ich habe auch eine Verantwortung für meine Frau, die ich ohne BU mit in die (fast-)Armut ziehen würde.
Aber das ist mein persönliches, subjektives Empfinden, nie würde ich jemanden naiv nennen, weil er keine solche Versicherung hat. Schließlich kosten die auch nicht gerade wenig Geld...
Ob mir 1000€ reichen? Wohl kaum, Deine Argumentation ist da schon schlüssig. Ob es nun 1000€ sind oder mehr oder weniger hängt ja nun auch von der Beitragshöhe ab, die man gewillt ist, zu zahlen. Aber 1000€ sind halt mehr als Grundsicherung. Wenn man die wahrscheinlich zu leistenden privaten Zusatzkosten für eine einigermaßen gute medizinische Versorgung im BU-Fall zu Grunde legen möchte, dann machen Dich die Beiträge arm, denn dann werden vorraussichtlich auch nicht 2000€ reichen. (Aber an der Stelle höre ich lieber auf, bevor ich mich über unser Gesundheitssystem auskotzen muss...:mad:)
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Der Vater meiner Mama hat, als sie noch recht jung war, ohne, dass sie davon wusste, eine BU-Versicherung für sie abgeschlossen. Sie sagt immer: "Er muss gewusst haben, dass ich krank sein werde!"
Sie ist recht angeschlagen, schwach und konnte aufrund einiger OPs ihren Beruf zum Schluss wirklich nicht mehr ausüben. Bei ihr hat es sich also gelohnt.
 
S

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Gast
@ TS
du solltest nochmal zwischen den Begriffen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit unterscheiden.
Für eine Berufsunfähigkeit muß man nicht erst ein halber Krüppel sein oder gleich einen Pflegedienst benötigen.


wikipedia

Und dann überlege mal, wie schnell es dich in deinem Beruf treffen kann, du aber nichts destotrotz im Büro noch 4 Stunden am Tag arbeiten könntest.

Siehe meinen Abschnitt, in meinem letzten Post:

Man muss ja schon zwischen Erwerbsunfähig (für mich: nicht mehr Fähig eine Arbeit auszuüben) und Berufsunfähig (für mich: seinen ausgeübten Job nicht mehr nachgehen können) unterscheiden. Im letzteren Fall ist es ja so, dass Versicherungen sich die Option offen lassen dich in eine andere Sparte zu stecken, sofern man beim Abschluss nicht drauf achtet. Das entsprechende Klauseln im Vertragswerk nicht vorhanden sind

Aber um auf deine Frage/ Posting zurück zu kommen. Würdest du, wenn du mit 30 Berufsunfähig werden würdest bis ins Rentenalter von deiner BU Leben wollen? Wenn dir die Möglichkeit bestünde, in einem anderen Berufsfeld Fuß zu fassen? Außerdem glaubst du nicht, dass eine Versicherung wirklich bis an dein Rentenalter/ Vertragsende bezahlt, wenn du die theoretische Möglichkeit besitzt weiterhin arbeiten zu gehen? Wie gesagt, ich bin kein Jurist, daher weiß ich auch nicht in wie weit man entsprechende Klauseln rechtsverdrehen kann.

Ein theoretische Anspruch ist ja gut und schön, aber selbst im Falle des Falles kann ich mir nicht vorstellen knapp 40 Jahre von 1000 Euro zu leben, du etwa? Vorallem wüsste ich garnichts mit dieser unglaublichen Freizeit anzufangen, wie auch, wenn das Geld für Aktivitäten fehlt? Ich weiß nicht unter was das Burn-Out von Mark fällt, aber grundsätzlich denke ich mir, dass du in der heutigen Zeit eigentlich schon fast erwerbsunfähig damit bist. Weißt du, was dir von der BU vom Staat nocht weggenommen wird? Woher sollen denn die Zahlung der Sozialversicherungen kommen? Aufeinmal von gesetzlich in Privat mit 1000 Euro? Wie Realitätsfern wäre das bitte?

Liegt der Lebensminimum nicht irgendwo bei 1000 Euro? Ich bezweifel, dass man dann viel mehr hat als die Grundversorgung und selbst die langt ja nicht.

Genau aus diesem Grund sollte man diese Absicherung regelmäßig anpassen, damit man im Ernstfall gut über die Runden kommt. Maximal können 80% des Nettogehaltes privat abgesichert werden.

Ich spekuliere mal, dass ein durchschnittlicher Otto-Normalo Arbeiterlohn auch mit 80% kein gut über die Runden ermöglicht. Die Relation, von aufgewandeten Liquidenmitteln zu eventuellem Nutzen steigt doch im Grunde nur. Ob ich nun 70 Euro, 150 Euro oder 200 Euro monatlich bezahle. Berufsunfähig ist doch immer ein Einschnitt im Leben, egal was für eine tolle Versicherung ich habe. Da muss ich mir doch die Frage stellen, ob ich den Einschnitt schon vor dem Inkraftreten einer BU machen will. Wenn nach Abzug der Fixkosten noch über die Hälfte des Gehaltes bleibt, naja, dann muss man sich um den Betrag vielleicht keine Gedanken machen. Bei wem ist das so? Dafür habe ich zu wenig in der Schule aufgepasst, als dass ich dafür entsprechend entlohnt werde.

Im übrigen ist mein Vater schon seit 25 Jahren berufsunfähig. Ich will gar nicht wissen was damals passiert wäre, hätte diese Absicherung nicht existiert....

Lebt er alleine? Oder gibt es weitere Personen die verdienen, beziehungsweise andere Einnahmequellen? Wenn ich das mal so direkt fragen darf?...

Das hat überhaupt Nichts mit naiv zu tun. Es ist halt eine Risiko-Versicherung. Du "verlierst", wenn Dir Nichts passiert. Du "gewinnst", wenn Du berufsunfähig bist. Also greift auch keine Kosten-/Nutzen-Analyse, da der Fall des Eintritts nicht vorhersagbar ist. Das kann nur jeder für sich selber entscheiden und an der Stelle wird die Entscheidung pro oder kontra rein subjektiv

Klar hast du irgendwo recht. Dennoch widerspreche ich dir in dem Punkt mit dem Kosten/ Nutzen. Alles im Leben könnte man theoretisch damit erfassen, ok vielleicht bin ich dafür einfach zu rational als andere, aber ich kann mir doch Gedanken darüber machen. Ob ich nun von meiner Beitragszahlung mehr hätte als der Grundbetrag/ Grundsicherung. Verzichte ich also auf etwas, um den monatlichen Beitrag zu leisten, obwohl mir die Zahlung im Grunde kein Vorteil bietet, dann habe ich nichts gewonnen und bin dazu noch jahrelang ziemlich dumm gewesen. Entweder ich schraube den Betrag also noch weiter nach oben, kürze andere Dinge dafür und hoffe schon förmlich drauf, dass der Zeitpunkt der BU eintrifft, damit der Verzicht nicht umsonst war. Oder ich lasse es drauf ankommen, geh 2 mal im Monat Essen dafür und freu mich am Ende das doch nichts passiert ist.



Für mich persönlich zählen da in erster Linie zwei Gedanken:
1. (schon genannt): ich bin schon einmal ein klein wenig an der BU vorbeigekratzt
2. ich habe auch eine Verantwortung für meine Frau, die ich ohne BU mit in die (fast-)Armut ziehen würde.
Aber das ist mein persönliches, subjektives Empfinden, nie würde ich jemanden naiv nennen, weil er keine solche Versicherung hat. Schließlich kosten die auch nicht gerade wenig Geld...

Bei dir kann ich das irgendwo ja nachvollziehen, gerade in Punkto Frau und Verantwortung. Ich schrieb das ja auch anfangs, dass diese Versicherung damals nur abgeschlossen wurde um spätere Kreditverpflichtungen nachkommen zu können. Für mich allein, ohne Kinder und mit nur einer Lebensgefährtin? Mit meiner aktuellen Absicherung trifft mich die Armut doch so oder so. Ob nun Grundsicherung oder 1000 Euro im Monat.


Ob mir 1000€ reichen? Wohl kaum, Deine Argumentation ist da schon schlüssig. Ob es nun 1000€ sind oder mehr oder weniger hängt ja nun auch von der Beitragshöhe ab, die man gewillt ist, zu zahlen. Aber 1000€ sind halt mehr als Grundsicherung.

Ist das so? Mag seien dass der Betrag darüber liegt aber wir beide Wissen doch, dass der Grundsicherungsbetrag völlig utopisch ist. Das jetzt als Argument zu nehmen für die BU? Ich weiß nicht, irgendwo mags ja stimmen aber mal ehrlich, was wird denn heute mit 1000 Euro im Monat bewegt? Sind die Sozi-Leistungen da schon inbegriffen? Oder kommen die Ontop? Weil man muss ja dennoch irgendwo versichert bleiben. Wie wird die BU allgemein angerechnet?

Denn wenn sie dir nachher nicht ausreicht und man "aufstocken" muss, wo geht die Reise hin? Dahin, dass dir Gelder gekürzt werden, weil du ja eine BU hast? Ich weiß es nicht, da ich dort keine Erfahrungen habe und ganz ehrlich, der Vertreter/ Hompage was auch immer, kann die Versicherung noch so schmackhaft machen. Deswegen werde ich sicherlich nicht Abstand von meiner, mir angeborener, Skepsis nehmen. Eben darum gehts mir ja, mich mal auszutauschen. Wir wissen ja alle, was dabei rauskommt, wenn man solche Fragen dem Vertreter der Versicherung fragt. Unabhängig ob nun ein freitätiger oder Unternehmens gebundener Berater.

Wenn man die wahrscheinlich zu leistenden privaten Zusatzkosten für eine einigermaßen gute medizinische Versorgung im BU-Fall zu Grunde legen möchte, dann machen Dich die Beiträge arm, denn dann werden vorraussichtlich auch nicht 2000€ reichen. (Aber an der Stelle höre ich lieber auf, bevor ich mich über unser Gesundheitssystem auskotzen muss...:mad:)

Eben genau das ist es. Ich bin ein Mensch der Dinge normalerweise ganz macht. In diesem Falle fehlt mir für Ganz aber eben die Mittel. Nützt das also wirklich, was ich monatlich leiste oder ist es verschwendetes Mittel? Du kannst weder davon Leben, noch davon Sterben. Nachhaltig ist irgendwie kaum etwas, was wir an Leistungen bezahlen und ja, man kann darüber auch ruhig mal Motzen. Da es eh mein Thread ist, ist mir das auch Wurst, wenn die Beiträge nicht mehr ganz zum Thema beitragen :zwinker:
 
T

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Hi, ich hab mir jetzt nicht alle Ausführungen durchgelesen, bin aber auch auf jeden Fall für eine BU.
Was du vielleicht außer deinen Berufsrisiken und Gefahrenquellen in der Freizeit noch berücksichtigen solltest, ist dein allgemeiner Gesundheitszustandt. Bist du normalerweise kerngesund oder eher kränklich? Nur mal als Beispiel: Mein Mann ist ersteres und falls er keine schwere unvorhersehbare Krankheit bekommt kann ich mir gut vorstellen dass er bis 67 arbeiten kann. Ich fall eher in die zweite Kategorie und würde nicht ausschließen, dass ich es nicht bis zur Rente schaffe.

Was du auch bedenken solltest, ist, dass du deinen jetzigen Gesundheitsstatus später nicht mehr geltend machen kannst, falls du deine BU jetzt kündigst und später doch wieder eine willst. Ich hab z.B. nach dem Abschluss meiner BU einen schweren Unfall gehabt und würde jetzt in keine BU mehr reinkommen. Den Fall solltest du bei Risiko-Sportarten im Hinterkopf behalten.

Nicht zuletzt ist die BU auch gut für deine Angehörigen, falls du mal heiratest und/oder Kinder hast. Dann ist der Verdienstausfall nicht ganz so hoch und deine Familie besser abgesichert als ohne BU. Also mich beruhigt es sehr, dass mein Mann trotz guter Gesundheit eine BU hat.
 
S

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Hi, ich hab mir jetzt nicht alle Ausführungen durchgelesen, bin aber auch auf jeden Fall für eine BU.
Was du vielleicht außer deinen Berufsrisiken und Gefahrenquellen in der Freizeit noch berücksichtigen solltest, ist dein allgemeiner Gesundheitszustandt. Bist du normalerweise kerngesund oder eher kränklich? Nur mal als Beispiel: Mein Mann ist ersteres und falls er keine schwere unvorhersehbare Krankheit bekommt kann ich mir gut vorstellen dass er bis 67 arbeiten kann. Ich fall eher in die zweite Kategorie und würde nicht ausschließen, dass ich es nicht bis zur Rente schaffe.

Ich arbeite bis mich das Grab erwartet, was anderes wird mit mir wohl nicht passieren. Außer ich dreh noch mal an den richtigen Knöpfen im Leben und mach nen Tapetenwechsel. Sicherlich werde ich nicht mit 67 auf dem Bau rumklettern und das schaffen wohl auch die wenigsten. Das weiß ich aber schon jetzt und kann mich entsprechend umsehen, nach alternativen, wenn es denn so weit ist. Außendienst bei einem Baustoffhändler/ Hersteller ist so der übliche Weg in der Branche. Mir bleibt aber garnichts anderes übrig als so lange zu arbeiten wie geht.

Was du auch bedenken solltest, ist, dass du deinen jetzigen Gesundheitsstatus später nicht mehr geltend machen kannst, falls du deine BU jetzt kündigst und später doch wieder eine willst. Ich hab z.B. nach dem Abschluss meiner BU einen schweren Unfall gehabt und würde jetzt in keine BU mehr reinkommen. Den Fall solltest du bei Risiko-Sportarten im Hinterkopf behalten.

Mir scheint schon als würde eine BU "druck" ausüben mit ihren Aufnahmekriterien. Mark müsste sich nach deiner Aussage ja schon sämtliches Gesuche erparen, da er eh unversicherbar ist. Aber selbst wenn man es ist, der Nutzen überwiegt immer noch nicht, wenn man die Beiträge nicht in die Höhe treiben will.

Nicht zuletzt ist die BU auch gut für deine Angehörigen, falls du mal heiratest und/oder Kinder hast. Dann ist der Verdienstausfall nicht ganz so hoch und deine Familie besser abgesichert als ohne BU. Also mich beruhigt es sehr, dass mein Mann trotz guter Gesundheit eine BU hat.

Ich weiß ja nicht was du als hoch ansiehst aber ein Nettoverdienst von 1000 Euro Monat würde wohl kaum für Frau und Kinder und sich selber genügen. Mich beruhigt es eben nicht, nur irgendein Papier zu besitzen, mit einer theoretischen Möglichkeit. Was gilt es bei mir abzusichern? Mein Einkommen?
 
T

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Daran, für wieviele Personen dein Netto-Verdienst reicht, ändert ja auch die BU nix. Aber wenn du keine hast und du wirsst arbeitsunfähig, müsste deine Frau dann dich und die Kinder alleine ernähren (von anderen Versicherungen mal abgesehen).
 

Benutzer49550  (37)

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Also ich habe eine. Mein Gedankengang hierbei ist einfach: Passiert mir was und ich kann kein Geld mehr verdienen steht meine Familie vor einem grossen Problem. Vom Gehalt meiner Frau könnten wir nicht die Familie ernähren und die Raten fürs Haus zahlen. Ebenso habe ich eine Risikolebensversicherung. Diese jedoch "nur" noch während der Laufzeit der Hausfinanzierung.
 
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Daran, für wieviele Personen dein Netto-Verdienst reicht, ändert ja auch die BU nix. Aber wenn du keine hast und du wirsst arbeitsunfähig, müsste deine Frau dann dich und die Kinder alleine ernähren (von anderen Versicherungen mal abgesehen).

Soweit mir klar ist, gibt es in DE eine Grundversicherung. Die reicht zwar nicht zum Leben, der Ertrag aus der BU aber ebenso wenig. Wenn man also Sprünge machen will, dann muss der Beitrag hoch, damit der Ertrag größer wird. In welcher Relation steht dann Risiko, zu Ausgaben zu möglichen Nutzen?

Nehmen wir mal die theoretische Annahme und verdoppeln die 65 Euro auf 130 und haben eine Deckung dann von 2000 Euro. Realistisch würde der Beitrag aber wohl weitaus höher sein. Bist du bereit, dein ganzes Leben, bis zur Rente, diesen Beitrag zu leisten? Oder sagen wir mal würdest du sogar noch Steigerung akzepteiren beziehungsweise Kürzungen deiner Leistungen? Selbst dann, wenn du dir die Beiträge theoretisch nicht mehr leisten könntest? Ich bezweifel, dass du mit dem Netto von 2000 auf Hälfte der Laufzeit nicht mehr auskommen würdest. Also ständig stetige Anpassung wenn möglich. Wenn die Spirale vom Lohn und deren Wert nach unten geht, müsste dein Beitrag ja immer höher werden, da du ja eine größere Summe zum gute Leben benötigen würdest.

Heißt also, deine Versicherung würde sich theoretisch immer weiter steigern. Wenn du es dir nicht mehr leisten kannst, dann musst du eben tiefer gehen. Je tiefer, so nutzloser wird die Versicherung. Selbst wenn dich 400 Euro monatlich von der Grundsicherung trennen würde, was sind bitte 400 Euro? Gerade mit Kind und Familie. Dir bleibt zwar mehr übrig, das Leben zur Arbeitszeit wird dir aber dennoch nicht ermöglicht. Am Arsch bist du also eh, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Weißt du denn, was dein Mann im Falle bekommt und welche Abgaben oder Zusätzlichen Zahlung im Falle dazu kommen?
 
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Gast
Also sämtliche Rechnungen rauszukramen und aufzulisten ist mir jetzt ehrlich gesagt zu viel Aufwand und das geht dich auch nichts an. Wir haben uns aber ausführlich und unabhängig beraten lassen und ein gutes Angebot bekommen. Unsere BU hat zusätzlich einen Spar-Baustein, den die Versicherung weiter einzahlt, falls man die BU beanspruchen muss. Den Spar-Anteil können wir wiederum von der Steuer absetzen.

Wenn du so sehr davon überzeugt bist, dass dir eine BU nichts bringt, dann lass es doch einfach bleiben.
 

Benutzer36171 

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Zur Diskussion: Ich dachte, BU heißt eben nicht, dass man gar nicht mehr arbeiten kann, sondern nur, dass man in seinem Beruf - hier muss man natürlich genau aufpassen, was im Vertrag steht - nicht mehr arbeiten kann. Die Grundsicherung gilt aber nur Arbeitsunfähigkeit, also wenn man ganz allgemein nicht mehr arbeiten kann und greift nicht, wenn man zwar nicht mehr in seinem gelernten Beruf, aber sehr wohl in einem schlecht bezahlten Hilfsjob arbeiten kann (was, natürlich, aus Sicht des zuständigen Amtes fast immer der Fall ist). Ohne Versicherung hat man bei BU also nur noch das, was man sich als jetzt "Ungelernter" auf dem Arbeitsmarkt verdienen kann - oder man beginnt eine neue Ausbildung. Mit Versicherung verdient man zwar nicht so viel wie vorher, aber immer noch "okay", nämlich seinen neuen Lohn als "Ungelernter" plus die Versicherungssumme, was doch mehr als 400 Euro Unterschied sind.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden? :grin::ashamed:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer53338 

Meistens hier zu finden
Absolut notwendig, ja. Auf gar keinen Fall kündigen.
 

Benutzer130218 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich würde weiter zahlen und die Versicherung behalten. Kenne auf Grund meiner Krankheit echt viele die berufsunfähig geworden sind. Im Verhältnis zur Gesamtheit sind das echt wenig. Aber wenn man selbst dabei ist, bist Du schnell ein echter Sozialfall. Auch wenn Du noch in einem anderen Bereich arbeiten kannst ist das meist nur mit weniger Einkommen als vorher möglich. Die staatliche Versorgung aber eher bescheiden.
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Aber um auf deine Frage/ Posting zurück zu kommen. Würdest du, wenn du mit 30 Berufsunfähig werden würdest bis ins Rentenalter von deiner BU Leben wollen?
wollen ist das eine, müssen vielleicht das andere. wenn es aber so sein sollte, dann lebe ich lieber von der BU als von HartzIV.

Wenn dir die Möglichkeit bestünde, in einem anderen Berufsfeld Fuß zu fassen?
Die Frage des anderen Berufsfeldes ist da bei mir schon eher schwierig, viele Erleichterungen kann ich mir nicht schaffen. Allerdings würde ich schon schauen, ob es noch was gibt, was ich machen kann. Meine BU ist so abgeschlossen, das sie auch greift, wenn ich nur zum Teil BU bin. Sprich, wenn ich nur noch stundenweise arbeiten kann. Somit greift sie dann als Aufstockung.

Außerdem glaubst du nicht, dass eine Versicherung wirklich bis an dein Rentenalter/ Vertragsende bezahlt, wenn du die theoretische Möglichkeit besitzt weiterhin arbeiten zu gehen? Wie gesagt, ich bin kein Jurist, daher weiß ich auch nicht in wie weit man entsprechende Klauseln rechtsverdrehen kann.
natürlich ist das so. Aber, je nach Vertrag, greift die BU auch in der Zeit wo eine Umschulung angestrebt wird etc. Das heißt, während der Zeit der Umschulung hat man die finanzielle Unterstützung, um anschließend wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Anschließend sollte man dann die BU auf die neue Tätigkeit anpassen.

Ein theoretische Anspruch ist ja gut und schön, aber selbst im Falle des Falles kann ich mir nicht vorstellen knapp 40 Jahre von 1000 Euro zu leben, du etwa?
Lieber 1000 € als Einkommen haben, als gar nichts und von der Grundsicherung abhängig zu werden. Zumal die BU ja auch zahlt, wenn der Partner ein Einkommen hat, die Grundsicherung dann aber, je nach EInkommen, völlig entfällt.


Vorallem wüsste ich garnichts mit dieser unglaublichen Freizeit anzufangen, wie auch, wenn das Geld für Aktivitäten fehlt? Ich weiß nicht unter was das Burn-Out von Mark fällt, aber grundsätzlich denke ich mir, dass du in der heutigen Zeit eigentlich schon fast erwerbsunfähig damit bist. Weißt du, was dir von der BU vom Staat nocht weggenommen wird?
dann frage dich doch mal, wieviel Geld du vom Staate erhälst, wenn du erwerbsunfähig bist. Wenn du von 1000 € nicht leben möchtest, dann möchtest du von erwerbsunfähigkeitsrente erst recht nicht leben. Damit rutscht so oder so in die Grundsicherung.

Woher sollen denn die Zahlung der Sozialversicherungen kommen? Aufeinmal von gesetzlich in Privat mit 1000 Euro? Wie Realitätsfern wäre das bitte?
Wieso privat? Die Beiträge werden von der BU einbehalten.

Liegt der Lebensminimum nicht irgendwo bei 1000 Euro? Ich bezweifel, dass man dann viel mehr hat als die Grundversorgung und selbst die langt ja nicht.
Die Grundsicherung beträgt irgendwas um die 840,00 € und da sind alle Vergünstigungen (auch unentgeltliche Leistungen), Mietunterstützung etc. mit drin.
Sollte man von der BU leben, werden Krankenkassenbeiträge einbehalten, so das man in etwa auch auf 850,00 € kommt. Nur das das der reine Auszahlungsbetrag ist. Sprich Du hast dann 850,00 € auf der Hand und nicht wie bei der Grundsicherung deutlich weniger.

Davon abgesehen, ich baue im worst-case nicht nur auf meine BU, die BU ist in dem Moment mein festes monatliches Einkommen. Ich arbeite aber bereits jetzt schon daran, auch andere Bausteine mit aufzubauen, die in einem solchen Fall nützlich sind und auf die ich zumindest über einen längeren Zeitraum noch als unterstüzenden finanziellen Baustein zurückgreifen kann. Ohne BU müßten diese erstmal bis auf einen gewissen geringen Betrag aufgebraucht werden um Anspruch auf Grundsicherung zu haben.
Desweiteren habe auch ich einen vollverdienenden Partner, der ebenfalls eine BU hat. Egal wem von uns beiden etwas passieren würde, keiner von uns beiden hätte Anspruch auf Grundsicherung, weil beide Gehälter einzeln betrachtet zu hoch sind um dem anderen noch einen Anspruch zu ermöglichen, wenn ich mir dann vorstelle, das mein Partner erstmal noch jeden Monat ca. 150,00 € für mich ausgeben müßte, damit ich weiterhin krankenversichert bin, nein danke, das will ich nun wirklich nicht. Es reicht, wenn dann die Ausgabenverteilung sowieso schon anders aussieht.
 
S

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wollen ist das eine, müssen vielleicht das andere. wenn es aber so sein sollte, dann lebe ich lieber von der BU als von HartzIV.

Klar, das bestreite ich ja auch nicht. Ich sagte lediglich, dass die Grenze zwischen BU und Grundsicherung nicht enorm sind, sofern man eine BU mit geringerer Rate bezahlt. Aber sicherlich würde ich auch eher von der BU leben wollen, keine Frage. Ich sagte ja auch, dass ich BU's nicht schlecht finde, die Idee und Absicherung. Dennoch lohnt sich so eine Versicherung eigentlich erst ab einem vernünftigen Ertag im Falle einer BU.


Die Frage des anderen Berufsfeldes ist da bei mir schon eher schwierig, viele Erleichterungen kann ich mir nicht schaffen. Allerdings würde ich schon schauen, ob es noch was gibt, was ich machen kann. Meine BU ist so abgeschlossen, das sie auch greift, wenn ich nur zum Teil BU bin. Sprich, wenn ich nur noch stundenweise arbeiten kann. Somit greift sie dann als Aufstockung.

Ist bei mir nicht anders und sollte wohl auch bei keinem anders seien, der sich mit der Thematik beschäftigt hat. Also mit dem Falle wenn Leistungen zustehen würden.



natürlich ist das so. Aber, je nach Vertrag, greift die BU auch in der Zeit wo eine Umschulung angestrebt wird etc. Das heißt, während der Zeit der Umschulung hat man die finanzielle Unterstützung, um anschließend wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Anschließend sollte man dann die BU auf die neue Tätigkeit anpassen.

Alles richtig, das wollte und will ich auch garnicht bezweifeln. Dennoch würden auch in diesem Falle die 1000 Euro aus meinem Beispiel nicht reichen. Wenn man 850 Euro ausgeht, ist das selbst für sehr sparsame Menschen eine Herausforderung. Mir geht es um die einzel Betrachtung, nicht um die Möglichkeit das der Partner Finanziell mit einspringen könnte. Was das Ganze natürlich wesentlich erleichtern würde.



Lieber 1000 € als Einkommen haben, als gar nichts und von der Grundsicherung abhängig zu werden. Zumal die BU ja auch zahlt, wenn der Partner ein Einkommen hat, die Grundsicherung dann aber, je nach EInkommen, völlig entfällt.

Gut, diesen Punkt habe ich nicht berücksichtigt. Ist in der "Arbeiterklasse" aber wohl eher weniger eine Möglichkeit. Wobei wir dann natürlich wieder an dem Punkt wären, dass sich Prinzipiell besser verdienene auch eine höhere Absicherung leisten können. Denn die haben ja entsprechende liquide Mittel dieses Gefälle von Beitrag und Leistung auszugleichen.



dann frage dich doch mal, wieviel Geld du vom Staate erhälst, wenn du erwerbsunfähig bist. Wenn du von 1000 € nicht leben möchtest, dann möchtest du von erwerbsunfähigkeitsrente erst recht nicht leben. Damit rutscht so oder so in die Grundsicherung.

Du verstehst mich glaube ich falsch. Es geht darum, dass du auch mit 1000 Euro im Monat nichts gewonnen hast. Da ist eine minimale Verbesserung zur Grundsicherung enthalten. Angenommen man schließt die BU mit 20 ab, hat einen Ertrag von 1000 Euro und ein Beitrag von 70 Euro. Gehen wir mal davon aus, dass der Arbeiter 45 Jahre einzahlt, dann haben wir einen Betrag von ca. 38.000 Euro. Klar würden im Falle einer BU höhere Ausgaben dagegen sprechen, je nach dem wann die BU eintreffen würde. Nur frage ich dich, wären dir diese 38.000 Euro es wert ausgegeben zu werden, obwohl du im Falle nicht deutlich mehr hättest als die Grundsicherung?

Bitte jetzt nicht mit dem Punkt des Gehaltes vom Partner argumentieren, da wir hier über eine persönliche Absicherung reden, da sollte der Partner erstmal nicht mit reinspielen.



Davon abgesehen, ich baue im worst-case nicht nur auf meine BU, die BU ist in dem Moment mein festes monatliches Einkommen. Ich arbeite aber bereits jetzt schon daran, auch andere Bausteine mit aufzubauen, die in einem solchen Fall nützlich sind und auf die ich zumindest über einen längeren Zeitraum noch als unterstüzenden finanziellen Baustein zurückgreifen kann. Ohne BU müßten diese erstmal bis auf einen gewissen geringen Betrag aufgebraucht werden um Anspruch auf Grundsicherung zu haben.

Wie der Einzelne im Detail für sich Vorsorgt darf ja auch gern jedem selber überlassen seien. Heut zu tage wird immer davon geredet das man Vorsorgen soll. Was machen Verdienende die garnicht die finanziellen Mittel haben? Was macht z. B. ne Frisörin die vielleicht 50 Euro im Monat für eine BU übrig hat? Je weniger Beitrag umso weniger Leistung bekommt man am Ende und damit vergrößert sich auch nicht der Vorteil zur Grundsicherung - verstehst du auf was ich hinaus will? Mir geht es nicht darum zu sagen BU ist kacke, wie es einige hier vielleicht denken mögen.

Ich finde es aber relativ naiv, dass hier viele schreiben BU ist gut - abschließen! Klar ist sie vom Prinzip gut aber man sollte doch auch die Kriterien unterscheiden. Eine BU die mich nicht weiter als die Grundsicherung bringt ist das Geld nicht wert. Habe ich also monatlich garnicht die Möglichkeit eine "gute" BU zu decken, dann nützt mir die schlechte nichts. Nur weil es eine BU-Versicherung ist muss sie nicht toll seien.



Desweiteren habe auch ich einen vollverdienenden Partner, der ebenfalls eine BU hat. Egal wem von uns beiden etwas passieren würde, keiner von uns beiden hätte Anspruch auf Grundsicherung, weil beide Gehälter einzeln betrachtet zu hoch sind um dem anderen noch einen Anspruch zu ermöglichen, wenn ich mir dann vorstelle, das mein Partner erstmal noch jeden Monat ca. 150,00 € für mich ausgeben müßte, damit ich weiterhin krankenversichert bin, nein danke, das will ich nun wirklich nicht. Es reicht, wenn dann die Ausgabenverteilung sowieso schon anders aussieht.

Verzeih mir, aber es geht auch nicht um Diejenigen die Aufgrund ihres Einkommens vernünftige BU's abschließen können. Denn man sollte ja auch mal bedenken, das vielleicht in 20 oder 30 Jahren diese 850 Euro aus dem Beispiel nicht mehr die 850 Euro wert sind, die sie heute wert sind. Wenn das wohl auch nicht signifikant weniger wäre.

Ich gebe zu, ich hätte den Titel besser wählen sollen und eher danach Fragen sollen, ab welcher Deckung eine BU wirklich sinnvoll ist. 1500, 1800, 2000? Fragt sich nur, wer dann noch im Stande ist die Beiträge zu begleichen.
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Klar, das bestreite ich ja auch nicht. Ich sagte lediglich, dass die Grenze zwischen BU und Grundsicherung nicht enorm sind, sofern man eine BU mit geringerer Rate bezahlt. Aber sicherlich würde ich auch eher von der BU leben wollen, keine Frage. Ich sagte ja auch, dass ich BU's nicht schlecht finde, die Idee und Absicherung. Dennoch lohnt sich so eine Versicherung eigentlich erst ab einem vernünftigen Ertag im Falle einer BU.
Eben nicht. Lies dir mal den letzten Beitrag von Hyrna durch. Wenn du berufsunfähig bist, aber nicht erwerbsunfähig, dann versucht dich das Arbeitsamt weiterhin zu vermitteln. Hast du die BU bist du auf das Arbeitsamt und die Grundsicherung nicht angewiesen und hast sozusagen vor den Mühlen deine Ruhe und, und das finde ich am wichtigsten, noch deine eigene Entscheidungsfreiheit.

Alles richtig, das wollte und will ich auch garnicht bezweifeln. Dennoch würden auch in diesem Falle die 1000 Euro aus meinem Beispiel nicht reichen. Wenn man 850 Euro ausgeht, ist das selbst für sehr sparsame Menschen eine Herausforderung. Mir geht es um die einzel Betrachtung, nicht um die Möglichkeit das der Partner Finanziell mit einspringen könnte. Was das Ganze natürlich wesentlich erleichtern würde.
Natürlich erleichtert ein Partner die finanzielle Lage, aber es gibt auch noch andere Dinge, die einem finanziell helfen.
Dazu zählt z.b. für mich auch, das wenn ich nur noch stundenweise arbeiten gehen könnte, ich genau dieses Geld behalten könnte und zwar zu 100 % und dann bin ich ganz schnell bei 1200 € im Monat, netto auf die Hand.
Aber ich weiß zum Glück, das ich auch von 850 € leben kann. Ich müßte mich zwar wieder deutlich einschränken, aber ich hab schon von weniger Geld gelebt und davon noch Auto, Wohnungen (nicht WG) und Studiengebühren gezahlt.

Du verstehst mich glaube ich falsch. Es geht darum, dass du auch mit 1000 Euro im Monat nichts gewonnen hast. Da ist eine minimale Verbesserung zur Grundsicherung enthalten. Angenommen man schließt die BU mit 20 ab, hat einen Ertrag von 1000 Euro und ein Beitrag von 70 Euro. Gehen wir mal davon aus, dass der Arbeiter 45 Jahre einzahlt, dann haben wir einen Betrag von ca. 38.000 Euro. Klar würden im Falle einer BU höhere Ausgaben dagegen sprechen, je nach dem wann die BU eintreffen würde. Nur frage ich dich, wären dir diese 38.000 Euro es wert ausgegeben zu werden, obwohl du im Falle nicht deutlich mehr hättest als die Grundsicherung?
Ich verstehe dich nicht falsch. Ich habe eine Menge gewonnen, nämlich wie oben schon genannt, meine eigene Entscheidungsfreiheit und die ist sehr viel mehr wert, als ein paar hundert Euro im Monat. Ich muß dann plötzlich nicht in einem Beruf arbeiten, den ich absolut grauenvoll finde und ich noch Alternativen wüßte, die ich vom Gesundheitszustand noch ausüben könnte. Das Arbeitsamt mir aber verwehrt in dem Beruf Fuß zu fassen, weil sie eine Umschulung für überflüssig halten und mich lieber in irgendwelche Jobs oder Jobmaßnahmen stecken.
Übrigens, ich zahle weit weniger als 70 € im Monat und habe eine höhere BU-Rente und das sogar noch bei einem späteren Einstiegsalter, als deines ist. Ich habe eine ganz andere Risikoklasse als du sie hast.
Die Raten für eine BU errechnen sich nicht rein nach Einstiegsalter, sondern und das ist ebenfalls ein sehr entscheidener Punkt, nach dem Beruf und dessen Risiko berufsunfähig zu werden. So werden z.b. Bürojobs mit weniger Risiko berechnet als ein Dachdecker. Da zahlt der Bürokaufman mal schnell nur 40 € und der Dachdecker 70 € bei gleichem Eintrittsalter und gleicher BU-Summe.

Wie der Einzelne im Detail für sich Vorsorgt darf ja auch gern jedem selber überlassen seien. Heut zu tage wird immer davon geredet das man Vorsorgen soll. Was machen Verdienende die garnicht die finanziellen Mittel haben? Was macht z. B. ne Frisörin die vielleicht 50 Euro im Monat für eine BU übrig hat? Je weniger Beitrag umso weniger Leistung bekommt man am Ende und damit vergrößert sich auch nicht der Vorteil zur Grundsicherung - verstehst du auf was ich hinaus will?
Ich weiß worauf du hinauswillst, aber da ist eben auch wieder ein Denkfehler vorhanden.
Wie bereits gesagt, Berufe werden in Risikogruppen eingeteilt. Die sind sehr entscheidend für die monatlichen Beiträge bei vergleichbarer BU-Leistung.
Zusätzlich gilt eben auch, umso früher man einsteigt, umso günstiger sind die Raten bei gleicher BU-Leistung.
Die Problemtik ist weniger, das einer sich das vielleicht nicht leisten kann, sondern erst darüber nachdenkt, wenn die Beiträge deutlich höher sind.Viele Menschen könnten sich eine BU leisten, wenn sie diese frühzeitig abschließen würden und nicht erst 10, 15 oder 20 Jahre Berufsleben verstreichen lassen, bis sie darüber nachdenken.
 
S

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Gast
Eben nicht. Lies dir mal den letzten Beitrag von Hyrna durch. Wenn du berufsunfähig bist, aber nicht erwerbsunfähig, dann versucht dich das Arbeitsamt weiterhin zu vermitteln. Hast du die BU bist du auf das Arbeitsamt und die Grundsicherung nicht angewiesen und hast sozusagen vor den Mühlen deine Ruhe und, und das finde ich am wichtigsten, noch deine eigene Entscheidungsfreiheit.

Wenn die BU, denn hält was sie verspricht und es keine juristischen Schlüpflöcher gibt. Wo nämlich die BU ebenfalls erstmal in andere Sparten vermittelt. Naja wie schaffen es die ganzen "Schmarotzer" in unserem System nicht zu arbeiten? Aber sicherlich ein Punkt den ich nicht berücksichtigt habe.


Natürlich erleichtert ein Partner die finanzielle Lage, aber es gibt auch noch andere Dinge, die einem finanziell helfen.
Dazu zählt z.b. für mich auch, das wenn ich nur noch stundenweise arbeiten gehen könnte, ich genau dieses Geld behalten könnte und zwar zu 100 % und dann bin ich ganz schnell bei 1200 € im Monat, netto auf die Hand.
Aber ich weiß zum Glück, das ich auch von 850 € leben kann. Ich müßte mich zwar wieder deutlich einschränken, aber ich hab schon von weniger Geld gelebt und davon noch Auto, Wohnungen (nicht WG) und Studiengebühren gezahlt.

Respekt, ich könnte mit 850 Euro nicht leben. Selbst 1200 Euro netto wären schon echt, naja... Kein verdienst wo man das Leben "genießen" könnte.



Ich verstehe dich nicht falsch. Ich habe eine Menge gewonnen, nämlich wie oben schon genannt, meine eigene Entscheidungsfreiheit und die ist sehr viel mehr wert, als ein paar hundert Euro im Monat. Ich muß dann plötzlich nicht in einem Beruf arbeiten, den ich absolut grauenvoll finde und ich noch Alternativen wüßte, die ich vom Gesundheitszustand noch ausüben könnte. Das Arbeitsamt mir aber verwehrt in dem Beruf Fuß zu fassen, weil sie eine Umschulung für überflüssig halten und mich lieber in irgendwelche Jobs oder Jobmaßnahmen stecken.

Ok, für mich ist die Tätigkeit eigentlich nebensächlich. Hauptsache ich habe etwas um die Ohren, wobei sinnlose Maßnahmen jetzt natürlich auch bei mir keine Freude auslösen würden.



Übrigens, ich zahle weit weniger als 70 € im Monat und habe eine höhere BU-Rente und das sogar noch bei einem späteren Einstiegsalter, als deines ist. Ich habe eine ganz andere Risikoklasse als du sie hast.
Die Raten für eine BU errechnen sich nicht rein nach Einstiegsalter, sondern und das ist ebenfalls ein sehr entscheidener Punkt, nach dem Beruf und dessen Risiko berufsunfähig zu werden. So werden z.b. Bürojobs mit weniger Risiko berechnet als ein Dachdecker. Da zahlt der Bürokaufman mal schnell nur 40 € und der Dachdecker 70 € bei gleichem Eintrittsalter und gleicher BU-Summe.

Wie sich der Beitrag zusammensetzt ist mir schon klar. Ein Kaufmann verdient aber auch mehr als ein Handwerker. Wobei ich noch nicht mal mehr sagen würde, dass sich die Berufe in Gefährlichkeit für die Versicherungen noch groß Unterscheiden. Ein Handwerksberuf hat wohl eher das größere Risiko gleich Erwerbsunfähig zu werden. Die 70 Euro sind ja schon spott billig, deutsche Versicherer hätten da nicht unter 150 Euro angefangen, was mir einfach zu viel wäre.



Ich weiß worauf du hinauswillst, aber da ist eben auch wieder ein Denkfehler vorhanden.
Wie bereits gesagt, Berufe werden in Risikogruppen eingeteilt. Die sind sehr entscheidend für die monatlichen Beiträge bei vergleichbarer BU-Leistung.
Zusätzlich gilt eben auch, umso früher man einsteigt, umso günstiger sind die Raten bei gleicher BU-Leistung.
Die Problemtik ist weniger, das einer sich das vielleicht nicht leisten kann, sondern erst darüber nachdenkt, wenn die Beiträge deutlich höher sind.Viele Menschen könnten sich eine BU leisten, wenn sie diese frühzeitig abschließen würden und nicht erst 10, 15 oder 20 Jahre Berufsleben verstreichen lassen, bis sie darüber nachdenken.

Naja hier im Thread scheinen ja schon einige, sogar sehr junge Leute zu seien, die offenbar abgelehnt wurden. Hätte ich damals nicht die Option gehabt auch bei ausländischen Unternehmen zu schauen, dann hätte ich auch keine BU. Weil der Beitrag eben jenseits von gut und böse lag. Aber ich schätze wir beide haben unsere Standpunkte deutlich gemacht. Ich will ja nicht mit dir diskutieren, nur der Diskussion willens :tongue: :grin:
 
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