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KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • #1
Hallo liebe Mitleser und User! :smile:

Ich habe über eine Datingplattform einen netten Kerl kennengelernt, der optisch total cute ist. Charakterlich gefällt er mir
bisher auch gut, kann allerdings noch nicht zu viel sagen, da userer erstes Date erst ansteht.
Wir schreiben seit 4 Tagen und haben bereits auf Instagram gewechselt. Zumindest weiß ich bisher, er ist kein Fake und
wirkt recht authentisch.

Nun zu meinem Problem. Ich bin eine waschechte Steirerin, spreche zwar glücklicherweise aufgrund meines Berufes ziemlich fließend englisch,
aber war bisher immer nur mit Männern aus meinem eigenen Land bzw eigentlich sogar aus der eigenen Stadt liirt. Sprich ich habe 0 Erfahrung
mit Ausländern(Einwanderern).

Nun ist es so, dass mein aktuelles Match vor knapp 3 Jahren aus der Ukraine mit seiner Familie hier her geflüchtet ist.
Mit Familie meine ich, seine Eltern und sein Bruder. Er selbst ist etwas über 30, studiert hier Musik und arbeitet nebenher in einer Marketingfirma.
Er ist eigentlich Komponist aber auch Projektmanager.

Ich bin sehr neugierig auf ihn aber habe auch etwas Angst, hier in etwas hineinzutappen, wie man leider so oft hört, dass manche sich nur an jemandem festkrallen wollen um Sicherheit zu gewinnen. Wie findet man so etwas heraus, ohne Vorbehalte?? Ich möchte natürlich absolut nicht
voreingenommen sein oder so erscheinen. Jeder Mensch ist anders und ich stecke niemanden in eine Schublade.

Darf ich fragen wie ihr vorgehen würdet an meiner Stelle? (Er spricht gebrochen deutsch, lernt es gerade intensiv, spricht Russisch, Urkainisch und Englisch fließend)
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #2
Ich denke, es ist sinnvoll, nicht komplett naiv ans Onlinedating heranzugehen.
Davon ab kenne ich leider die österreichischen Regelungen bzgl. Asyl nicht (in Deutschland gibt es meines Wissens nach für Menschen aus der Ukraine auch einige Vereinfachungen), aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass er nur auf Heirat und Staatsbürgerschaft aus ist. Es gibt sicherlich auch legale Einwanderungsmöglichkeiten.

Viel wichtiger fände ich die folgenden Fragen:
Will er überhaupt bleiben? Oder will er wieder gehen wenn es geht?
Er ist scheinbar an einer anderen Stelle in seinem Leben als du, wie seht ihr beide das?
Könntest du dir vorstellen, ukrainisch zu lernen?
Könntest du dir vorstellen, eine interkulturelle Beziehung zu führen? Das verlangt stellenweise ein sehr hohes Maß an Kommunikationsfähigkeiten, aber auch an Offenheit und Reflexionsfähigkeit.
Möchte er in dem Teil Österreichs, in dem ihr derzeit lebt, bleiben oder zieht es ihn eher in einen anderen Landesteil/ein anderes EU-Land? Würdest du einen Umzug mitmachen? Würden dein Kind und dein Expartner dort mitziehen oder gäbe es diesbezüglich Schwierigkeiten?

Deswegen besteht mein Ratschlag darin, dass du ihn erstmal kennenlernst. Gerade wenn man die andere Person noch nicht kennt, füllt man die "Lücken" eher positiv auf. Lerne ihn kennen, geht das langsam und entspannt an. Sei offen und rede dir Sachen nicht schön, sondern achte auf dich und auch dein Gegenüber.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Ich hab auch schon Leute aus der Ukraine (und anderen Ex-UdSSR-Ländern) gedatet. Wegen Sprache: Die lernen (wenn sie es nicht schon können, was oft der Fall ist) meiner Erfahrung nach meist Deutsch. Kann man übrigens auch ein bisschen beim Daten. Kulturelle Unterschiede konnte ich nur minimale feststellen. Aber die Ukraine ist groß. Insgesamt das ärmste Land Europas, aber großer Unterschied zwischen Stadt/Land, Sprache (Russisch ist fast ebenso verbreitet wie Ukrainisch), die meisten sind orthodox, aber manche auch jüdisch, muslimisch etc.
"Sicherheit" gewinnen wollen generell viele, auch ohne Migrationshintergrund. Und nicht passen kann es immer.
Ich denke, Du wirst merken, ob Du Dich mit ihm wohl fühlst. Und wenn Du Fragen zu seiner Geschichte und seinem Hintergrund hast, dann frage ihn doch. Offenes Interesse daran wird meist positiv aufgenommen, denke ich.
 
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #4
Wie findet man so etwas heraus, ohne Vorbehalte??
Wie findest Du das denn bei jemandem aus dem Nachbarort raus?
Es ist ja nicht so, dass alle anderen immer die richtigen und passenden Motive für eine Beziehung mitbringen.
 
KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • Themenstarter
  • #5
Ihr habt recht, am besten einfach ganz locker mal kennenlernen und weiterschauen.

axis mundi axis mundi : Er hat vor hier zu bleiben, auch hier in der Stadt. Seine Familie ist her gekommen weil er bereits Verwandte hier hatte.

Alle anderen Fragen muss ich mir selbst erst in Ruhe überlegen. Eine neue Sprache zu lernen , finde ich generell nicht schlecht. Der Rest wird sich wohl erst beim Kennenlernen zeigen.
 
Theoderich
Benutzer107327  (40) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #6
Zusammengefasst würde ich sagen wegen der Prämisse:
Ich denke, es ist sinnvoll, nicht komplett naiv ans Onlinedating heranzugehen.
solltet ihr möglichst bald weg vom nur online schreiben den Herren auch in echt kennenlernen. Da wird sich vieles herausstellen, wo man jetzt ewig überlegen könnte..
wie Armorika Armorika richtig schreibt hat man ja nie Garantien beim Kennenlernen. Also einfach neugierig, offen positiv rangehen und hoffentlich beide eine gute Zeit haben und herausfinden, ob überhaupt beiderseitiges Interesse besteht. Falls das auch längerfristig der Fall sein sollte für was ernst gemeintes sollte man klären:
Viel wichtiger fände ich die folgenden Fragen:
Will er überhaupt bleiben? Oder will er wieder gehen wenn es geht?
Er ist scheinbar an einer anderen Stelle in seinem Leben als du, wie seht ihr beide das?
Könntest du dir vorstellen, ukrainisch zu lernen?
Könntest du dir vorstellen, eine interkulturelle Beziehung zu führen? Das verlangt stellenweise ein sehr hohes Maß an Kommunikationsfähigkeiten, aber auch an Offenheit und Reflexionsfähigkeit.
Möchte er in dem Teil Österreichs, in dem ihr derzeit lebt, bleiben oder zieht es ihn eher in einen anderen Landesteil/ein anderes EU-Land? Würdest du einen Umzug mitmachen? Würden dein Kind und dein Expartner dort mitziehen oder gäbe es diesbezüglich Schwierigkeiten?
Vieles ist ja nun nicht so viel anders als bei einem Typ aus Hamburg oder Bregenz oder so.
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #7
Vieles ist ja nun nicht so viel anders als bei einem Typ aus Hamburg oder Bregenz oder so.
Guter Hinweis: Die gleiche Sprache zu sprechen, ist schon hilfreich. Gegebenenfalls reicht eine gemeinsame Sprache auf einem adäquaten Level.
Dennoch kann es erhebliche Unterschiede geben und das teilweise auch im eigenem Land: Vergleiche mal die Kultur mit jemandem aus dem Hamburger Umland mit jemandem aus Regensburg oder Passau. Jemanden aus München mit jemandem aus Köln. Auch dort ist die Kultur bereits eine andere.
Man sollte sich an dieser Stelle bewusstmachen, dass die meisten Menschen in Deutschland (wie es in AT ist, weiß ich nicht, aber ich würde vermuten, dass es ähnlich ist) eine Beziehung mit Menschen eingehen, die innerhalb von 30 km um den eigenen Geburtsort herkommen. Ob bewusst oder unbewusst: die gleiche Kultur zu haben, macht einiges einfacher. Was ich damit sagen möchte: Das kann funktionieren, aber man sollte es nicht kleinreden. An dieser Stelle auch sinnvoll: Es kann auch sein, dass gewisse Kulturen der eigenen näher sind als einige im eigenem Herkunftsland und auch in der Ukraine gibt es verschiedene Kulturen. Letztlich muss es passen, eine gemeinsam Kultur gefunden/entwickelt werden oder gegebenenfalls passt es vielleicht auch nicht. Erfolgreiches Dating bedeutet nicht, dass man mit jemandem zusammenkommt, sondern viel mehr, dass man herausfindet, ob man menschlich kompatibel ist oder nicht.
 
T
Benutzer177597  Meistens hier zu finden
  • #8
wie es in AT ist, weiß ich nicht, aber ich würde vermuten, dass es ähnlich ist)
1:1 genau so. Ich muss nur 50km aus Wien rausfahren und z.B. ein Feuerwehrfest besuchen - und bin in einer anderen Welt.

Von den Unterschieden zu Vorarlberg, sprechen wir da noch lange nicht. 😄
 
T
Benutzer177597  Meistens hier zu finden
  • #9
Nun ist es so, dass mein aktuelles Match vor knapp 3 Jahren aus der Ukraine mit seiner Familie hier her geflüchtet ist.
Mit Familie meine ich, seine Eltern und sein Bruder. Er selbst ist etwas über 30, studiert hier Musik und arbeitet nebenher in einer Marketingfirma.
Er ist eigentlich Komponist aber auch Projektmanager.

Ich bin sehr neugierig auf ihn aber habe auch etwas Angst, hier in etwas hineinzutappen, wie man leider so oft hört, dass manche sich nur an jemandem festkrallen wollen um Sicherheit zu gewinnen. Wie findet man so etwas heraus, ohne Vorbehalte?? Ich möchte natürlich absolut nicht
voreingenommen sein oder so erscheinen. Jeder Mensch ist anders und ich stecke niemanden in eine Schublade.
Zunächst einmal: Als ukrainischer Schutzsuchender, hat er kein Problem mit dem Aufenthaltsstatus in Ö. Stand jetzt: bis Anfang 2027. Das kann sich natürlich ändern, kommt auf den Kriegsverlauf an.

Falls er eine Vollzeitstelle finden würde, könnte er seinen Aufenthalt, auch darüber hinaus, sofort verlängern.

Ich glaube also nicht, dass er deswegen dated.

Aus persönlicher Erfahrung: Ich bin mit einer (West-)Slawin zusammen. Dadurch, dass ich ihre Sprache mittlerweile fast auf Muttersprachen-Niveau spreche, was am Anfang nicht so war, sind viele Dinge einfacher. Ich würde dir empfehlen, auf das gebrochene Deutsch zu bestehen. Vor allem er, kann in Ö nur davon profitieren.

Alles Weitere, ergibt sich aus der Bereitschaft beider Beziehungspartner, auf die anerzogenen Eigenheiten des Gegenübers einzugehen und dann auf der anderen Seite eventuell auch "Stop, so nicht!" zu sagen. Du musst einfach locker herausfinden: Wie steht er deinen Werten gegenüber, wie ist generell sein Frauenbild? Und ja, das kann in einem Dorf im letzten Eck der Ukraine, verdammt anders sein, als du es aus Graz gewohnt bist.

Aber wie gesagt: das fängt ja schon knapp außerhalb Wiens an.

Ich würds locker angehen. Du wirst sehr schnell merken, obs passt. Wir Slawen sind da recht direkt. 😁
 
Tu me manques
Benutzer99399  Beiträge füllen Bücher
  • #10
Ich habe ja eine interkulturelle Beziehung geführt und das sind meine Erfahrungen:

- ich war überrascht wie viele (kulturelle) Gemeinsamkeiten es gab, obwohl wir tausende Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen sind
- ich war überrascht, an welchen unerwarteten Punkten es eklatante Unterschiede gab
- eine gemeinsame Sprache, die beide sehr gut beherrschen, ist meiner Meinung nach unabdingbar, Kommunikation und das Beherrschen sprachlicher Nuancen ist wirklich wichtig
- auch wenn beide sehr gute Sprachkenntnisse haben, wird es zu Missverständnissen kommen, die es so zwischen 2 Muttersprachlern nicht gegeben hätte
- Sex ist international, ich konnte keine länderspezifischen Unterschiede feststellen (allerdings war meine Stichprobe [see what I did here? :grin:] sehr klein)
- Heimweh kann zu einem großen Problem werden

Bei Flüchtlingen aus Kriegsgebieten kommt noch hinzu, dass einige wirklich furchtbare Dinge gesehen oder erlebt haben, eventuell Freunde oder Verwandte verloren haben und womöglich traumatisiert wurden. Das kann sicherlich auch noch zusätzlich schwierig werden.

Wenn dich das alles nicht abschreckt, würde ich ihn einfach mal kennenlernen und es vielleicht nicht direkt überstürzen. Ich meine mich zu erinnern, dass du in deiner letzten Beziehung ein ziemliches Tempo vorgelegt hast. Gib der Beziehung Zeit zu wachsen.
Und wenn es gar nicht so weit kommt, schaue gerne im Dating-Auskotz-Thread vorbei. 🙃
 
M
Benutzer30735  Sehr bekannt hier
  • #11
Ich persönlich würde nie wieder eine interkulturelle Beziehung führen und schon gar nicht, wenn beide miteinander jeweils mit einer Fremdsprache (nicht die eigene Muttersprache) kommunizieren.
Mir ist viel Reden extrem wichtig und ich möchte nicht ständig nachfragen müssen/nicht verstanden werden; ich will über (Wort)witze über mein Heimatland und gemeinsame Kultur mich verbinden.
Auch würde es mich total nerven, wenn mein Partner mit meinen FreundInnen und Familie dann nicht richtig (gut) sprechen kann, bei Familienfeiern er dann nur nebenhockt und nichts versteht...

Zum Thema Flucht aus Kriegsgebiet schließe ich mich Tu me manques Tu me manques vollumfänglich an.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Man sollte sich an dieser Stelle bewusstmachen, dass die meisten Menschen in Deutschland (wie es in AT ist, weiß ich nicht, aber ich würde vermuten, dass es ähnlich ist) eine Beziehung mit Menschen eingehen, die innerhalb von 30 km um den eigenen Geburtsort herkommen.
Ist das wirklich so? Bzw. woher weißt Du das?
Interessant jedenfalls. Und würde meine Vermutung bestätigen, dass in Deutschland nicht nur die soziale, sondern auch die räumliche Mobilität (vulgo Binnenwanderung) vergleichsweise gering ist. Warum eigentlich?
Ob bewusst oder unbewusst: die gleiche Kultur zu haben, macht einiges einfacher. Was ich damit sagen möchte: Das kann funktionieren, aber man sollte es nicht kleinreden. An dieser Stelle auch sinnvoll: Es kann auch sein, dass gewisse Kulturen der eigenen näher sind als einige im eigenem Herkunftsland und auch in der Ukraine gibt es verschiedene Kulturen. Letztlich muss es passen, eine gemeinsam Kultur gefunden/entwickelt werden oder gegebenenfalls passt es vielleicht auch nicht. Erfolgreiches Dating bedeutet nicht, dass man mit jemandem zusammenkommt, sondern viel mehr, dass man herausfindet, ob man menschlich kompatibel ist oder nicht.
Ja. Aber wie bestimmt man, ob eine "gleiche", "gewisse", "gemeinsame" Kultur einer/einem "näher" ist? Ich versteh das nicht.
Jedenfalls offensichtlich nicht über die räumliche Entfernung der Geburtsorte, wenn ferne näher als nahe sein können. Aber warum ist die dann (s.o.) so gering?
Hab spaßeshalber mal die Geburtsortentfernung meiner Partnerinnen (nur über 3 Monate dauernde) berechnet. Sie beträgt zwischen 200 und 5'500 km. In beiden Grenzfällen handelt es sich übrigens um jeweils von meinem unterschiedene Länder. Beiden - und auch denen dazwischen - hab ich mich kulturell ähnlich nah gefühlt, der mit den 5'500 etwas näher.
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #13
Ist das wirklich so? Bzw. woher weißt Du das?
Interessant jedenfalls. Und würde meine Vermutung bestätigen, dass in Deutschland nicht nur die soziale, sondern auch die räumliche Mobilität (vulgo Binnenwanderung) vergleichsweise gering ist. Warum eigentlich?
Habe vor einiger Zeit die Zahl gesehen. Ich suche sie aber gerne nochmal heraus :smile:
Warum das so ist, kann ich dir nicht wirklich sagen.
Ja. Aber wie bestimmt man, ob eine "gleiche", "gewisse", "gemeinsame" Kultur einer/einem "näher" ist? Ich versteh das nicht.
Ich denke, dass manche Kulturen — unabhängig voneinander — größere oder kleinere Überschneidungen aufweisen und wie du schon sagtest: Entfernung ist dabei sehr relativ. "Meiner" Kultur sind einige Kulturen im europäischen Ausland (dort liegt ein Hauptteil meiner Erfahrung) ähnlicher als andere im Herkunftsland. Diesbezüglich decken sich meine Erfahrungen mit deinen.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (40) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #14
wenn beide miteinander jeweils mit einer Fremdsprache (nicht die eigene Muttersprache) kommunizieren.
War bei uns kein Problem, aber wir liegen auch beide im Englischen auf C2/C1, es gab daher nie Verständigungsprobleme.

Und als mein Schwedisch besser wurde, haben wir Englisch kontinuierlich abgebaut (haben aber regelmäßig englische Abende, ebenso auch deutsche).

Off-Topic:
Wir sind aber auch, und das muss ich dazu sagen, beide sprachbegabt und sprechen beide jeweils vier Sprachen (und ich arbeite noch an der fünften), zudem können wir beide jeweils noch Norwegisch lesen und verstehen (nicht wirklich sprechen, aber unsere norwegischen Kollegen verstehen umgekehrt Schwedisch, von daher kein Problem 🤓).


Ich würde aber schon darauf bestehen, dass der zugewanderte Partner langfristig die Landessprache ordentlich lernt, allein schon aus praktischen Gründen. Ich sehe selbst regelmäßig, wie viel einfacher zum Beispiel Behördengänge und Arztbesuche sind, wenn man die Landessprache beherrscht.

Kulture Zusammenstöße wird es aber immer mal geben, das lässt sich nicht vermeiden. Im besten Fall lernt man dadurch viel voneinander, es ist aber definitiv wichtig, da aufgeschlossen zu sein und sich nicht zu sehr auf das eigene Kulturgut zu versteifen. Wir mixen zum Beispiel Bräuche, feiern einen Tag schwedisches Weihnachten und einen Tag deutsches – oder mischen das auch mal wild. 😀

Ansonsten ist es unabhängig von der Nationalität einfach wichtig, dass man zusammenpasst, einen gemeinsamen Nenner hat.

Bei Menschen aus Kriegsgebieten können traumatische Erlebnisse eine Rolle spielen, aber das gilt es herauszufinden. Das sollte aber grundsätzlich gelten, man weiß ja anfangs nie, was ein Mensch alles erlebt oder erlitten hat. 🙂

Lern ihn erst einmal weiter kennen, wenn er dich interessiert, KleinerMokka KleinerMokka , du wirst vermutlich schnell merken, ob das etwas werden kann oder nicht. 😊
 
KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • Themenstarter
  • #15
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde alle angesprochenen Themen beherzigen und berücksichtigen.
Da ich ja auch einen kleinen Sohn habe, ist es mir enorm wichtig, hier langsam und mit großer Vorsicht voranzuschreiten und ganz sicher nicht übereilt irgendwas "Festes" einzugehen. Mein Kind geht über alles.

Dennoch möchte ich ihn gerne kennenlernen und mal sehen ob es überhaupt zu einem 2. Treffen kommt.
Ich halte euch gerne auf dem Laufenden und wäre dankbar, falls neue Fragen aufkommen, für weiteren Input , da hier ja doch einige Erfahrungswerte aufweisen.
Übermorgen, also Freitag Abend treffen wir uns zum 1. Date. (Vorausgesetzt es kommt nichts dazwischen) Ich melde mich danach mit den News :smile:
 
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KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • Themenstarter
  • #18
M manhattan : darf ich fragen ob es aufgrund der kulturellen Unterschiede (Sprache o.Ä.) dann schlussendlich gescheitert ist ? Oder war es ein Problem, dass in jeder Beziehung auftreten kann?
 
O
Benutzer207972  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • #19
Ich führe eine interkulturelle Beziehung — wir sprechen auf Englisch miteinander, was für uns beide nicht die Muttersprache ist. Aber es klappt ziemlich gut. Wir haben irgendwie so ein bisschen unsere eigene Sprache gefunden, und das ist total schön.

Im Streit oder bei tiefen Themen finde ich die Barriere nicht so schlimm — man hört eher besser zu und überlegt sich genauer, was man sagt und wie man es ausdrücken will, is mein Gefühl bei uns.

Mich nerven eher so alltägliche Momente — wenn mir sehr spezielle Vokabeln nicht einfallen und ich irgendwas umschreiben muss. Da merke, dass ich oft denke: "ok egal", und unwichtige Dinge eher fallen lassen, die ich auf Deutsch noch gesagt hätte. Vor allem, wenn ich müde bin.

Es ist mit Abstand meine schönste und bereicherndste Beziehung bislang. Ich hab kulturelle Unterschiede nicht als groß oder störend wahrgenommen, sondern eher als interessant und bereichernd. Ich denke, in jeder Beziehung geht es darum, sich Mühe zu geben, zu verstehen, wo der andere herkommt. Für mich ist das selbstverständliche Beziehungsarbeit. Genau wie ich auch bei einem deutschen Muttersprachler ja nicht ausschließen könnte, dass er nur mit mir zusammen is weil er nicht allein sein kann/sich nach Sicherheit sehnt (tun wir das nicht alle?)/Sex will/…
 
M
Benutzer30735  Sehr bekannt hier
  • #20
KleinerMokka KleinerMokka nein, an Sprache ist es nicht gescheitert, eher an etwas, das auch unabhängig davon aufgetreten wäre :smile:
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (52) Öfter im Forum
  • #21
M manhattan : darf ich fragen ob es aufgrund der kulturellen Unterschiede (Sprache o.Ä.) dann schlussendlich gescheitert ist ? Oder war es ein Problem, dass in jeder Beziehung auftreten kann?
Die Frage war nicht an mich gerichtet, aber ich sag' jetzt trotzdem mal...

(... also vielleicht vorher noch was kurz zu meinem Hintergrund: ja, ich habe schon langfristige Beziehungen mit Menschen gehabt, die entweder Deutsche mit Migrationshintergrund waren oder sogar ganz klar Nicht-Deutsche...)

... und es ist niemals an "kulturellen Unterschieden" oder gar "sprachlichen Missverständnissen" gescheitert. Beides lässt sich schnell aufklären.

Also: nur Mut!
 
TypischUntypisch
Benutzer125146  (41) Meistens hier zu finden
  • #22
Meine Mutter kommt aus Deutschland, mein Vater aus der Türkei. Sie haben sich vor über 45 Jahren in Deutschland kennen gelernt. Mein Vater konnte so gut wie kein Deutsch, meine Mutter kein Wort türkisch.
Heute sind sie noch immer zusammen, mein Vater spricht ziemlich gut Deutsch, meine Mutter ganz ok Türkisch.
Was ich damit sagen will: natürlich ist es wichtig einander zu verstehen, miteinander kommunizieren zu können. Doch selbst wenn man am Anfang keine gemeinsame Sprache spricht, kann das wachsen und gemeinsam entstehen.
 
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #23
Off-Topic:

TypischUntypisch TypischUntypisch ,
was bedeutet dein Avatar?
 
KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • Themenstarter
  • #26
so mal schnell eine Lebensreaktion von mir *haha*

Leider kam es dieses Wochenende noch nicht zum Date. Mein Sohn war stark verkühlt und ich habe deswegen um Aufschub gebeten. Er war sehr verständnisvoll und wir haben am Wochenende so allgemein ein bisschen Smalltalk am Handy geführt via Sprachnachrichten auf Englisch (was wirklich gut klappt) oder eben schriftlich.

Er meinte zu mir am Freitag das er Sonntag bekannt geben möchte, wann es bei ihm diese Woche gut klappt. Leider ist das gestern aber irgendwie etwas untergegangen, da wir nur am Nachmittag noch kurz geschrieben hatten und danach war er nicht mehr online.

Nun möchte ich schon sehr gerne für diese Woche etwas fixieren, da ich aber viel aus meinem alten Verhalten dazugelernt habe und (hoffentlich)reflektierter bin, möchte ich IHN um MICH werben lassen und , nicht mehr diejenige sein die generell eher forciert.

Daher bin ich jetzt in der Warteposition. Oder gäbe es einen Weg - dezent zu stupsen - dass dennoch ER das Date festmacht?
 
Moonlightflower
Benutzer78363  Sehr bekannt hier
  • #27
Also, meiner Meinung nach, wenn du das Date verschiebst, wäre es an dir einen neuen Termin vorzuschlagen. Wenn nur er um dich werben soll, wie soll er dann wissen, dass du auch Interesse daran hast?
 
KleinerMokka
Benutzer177171  Meistens hier zu finden
  • Themenstarter
  • #28
damit hast du ja völlig recht, aber seine Aussage war , dass er mir am Sonntag sagt wann er diese Woche kann :smile: darauf hab ich gewartet und wollte nicht lästig nachfragen.
 
M
Benutzer193947  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • #29
Ich fände es nicht schlimm, wenn du jetzt mal nachhakst, so von wegen "Konntest du schon nachschauen, ob es bei dir dieses Woche irgendwann passt?"
 
Milk&Apple
Benutzer200985  Öfter im Forum
  • #30
Für mich wäre eine interkulturelle Beziehung nichts. Mein Englisch ist nicht das Beste, aber selbst wenn es besser wäre, würde mich nerven, dass man vermutlich nie so sehr ins Detail gehen könnte wie in der Muttersprache, es zu Missverständnissen käme, gemeinsames Filme gucken auf Deutsch zumindest anfangs nicht möglich wäre... Zudem die kulturellen Unterschiede. Ich denke einfach, dass Beziehungen auch ohne diese schon kompliziert genug sind (sein können). Da muss ich es nicht verkomplizieren. Hinzu kommen in diesem Fall dann noch mögliche Traumatisierungen. Ich kenne aber mehrere interkulturelle Paare, denen das offensichtlich alles nichts ausmacht und die sehr glücklich miteinander sind.

Ist es denn noch zu einem Date gekommen?
 
MoniBonboni
Benutzer223196  Verbringt hier viel Zeit
  • #31
Fortsetzung in Dating Auskotz Thread, wenn es der gleiche Mann ist.
Sonst haben mit mir alle anderen Nationen viel mehr harmoniert als meine Eigene.
 
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