Bisexuell sind Männer nur im Kopf

Der Ersteller des Themas war schon sehr lange nicht mehr online.
M

MicrowaveDave

Gast
Die Ärztezeitung online schreibt heute:
Körperlich reagiert ein bisexueller Mann nur auf eine Frau oder nur auf einen Mann

ITHACA (ddp.vwd). Bisexualität ist bei Männern eher eine geistig geprägte als eine körperlich-sexuelle Neigung. Das schließen kanadische Forscher aus den Ergebnissen einer Studie, in der sie bei insgesamt 100 Freiwilligen die körperliche Reaktion auf sexuelle Reize mit der subjektiv empfundenen Erregung verglichen.

In dem Artikel, der hier zu finden ist, wird außerdem berichtet, dass Sexualforscher schon lange Zweifel an der Theorie hegen, es gebe "echte" Bisexualität, jeder Mensch sei sogar latent bisexuell (vgl. Freud, McKinsey).

Schlussfolgerung aus der Studie sei, dass die gefühlte Bisexualität auf einer Überinterpretation der sexuellen Attraktivität eines Geschlechts und nicht auf einer tatsächlichen sexuellen Neigung basiere. Sprich: Mann stellt fest, dass es geil sein kann, auch mal nen Schwulenporno anzusehen und schwupps denkt Mann, Mann sei bi.

Dabei würde eine "echte" Bisexualität einschließen, dass man sich auch emotional zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt. Diese Gefühle sind nach meiner Beobachtung kaum bei bisexuellen Männern vorhanden, in der Tat kenne ich keinen (selbst ernannten) bisexuellen Mann, der sich auch vorstellen könnte, einen Mann als Lebenspartner zu haben.
 

Iced Angel  

Verbringt hier viel Zeit
Ah, ja, und was sagt uns das? Dass Mann sich nicht traut es zuzugeben! Man denke an so manche Familienväter, die "es" heimlich ausleben! Wenn die Theorie stimmt, die ich gelesen habe, empfindet so mancher Mann diese Tatsache als "Schwäche" oder "unmännlich". Wobei es einfacher wäre, es zu aktzeptieren. Finde ich. Zumindest.
 

beefhole  

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MicrowaveDave schrieb:
Dabei würde eine "echte" Bisexualität einschließen, dass man sich auch emotional zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt.

bullenkot ... hast du den artikel den du verlinkst ueberhaupt gelesen ?
 

Eiri  

Verbringt hier viel Zeit
es gibt auch kaum bisexuelle männer. (meiner erfahrung nach) denn männer haben offenbar einen hang zum extremen. entweder, sie geben ihrer neigung (...und JEDER mensch ist bisexuell veranlagt) nach und denken, ja, ich mag auch männer und stehe dazu (naja, womit viele schwule auch ein problem haben...) und -zack- denken sie automatisch, sie seien schwul. wer das im kopf aus voller überzeugung denkt, ist es wohl auch...im kopf! genau, wie das andere extrem, wenn sich männer keine gedanken (ob zwanghaft, oder nicht) über ihre sexualität machen, aus der vollen überzeugung, sie seien heterosexuell und wenn man ihnen dann nur andeutungsweise mit dem wort, oder dem thema 'schwul', oder 'bi' ankommt, gehen sie sofort auf abwehr. weil sie angst haben. dieses männliche getue: 'ICH BIN NICHT SCHWUL!!!', und diese obercoolen macken sind oft nur ausdruck von angst dieser männer, auch nur ein bischen so zu wirken...
 
K

komarac

Gast
und was sind dann männer die ma ne freundin, und ma n freund haben?

und nein, ich sprech nicht von mir, kenn da aber zwei von der sorte...sind die jetz schwul oder hetero? weil bi scheints ja ni zu geben :geknickt:
 
M

MicrowaveDave

Gast
beefhole schrieb:
bullenkot ... hast du den artikel den du verlinkst ueberhaupt gelesen ?

Jo, dachte ich. Was ist Dein Problem damit? Wenn "bisexuelle" Männer nur den Sex suchen (egal mit wem), sich aber weder emotional noch körperlich (so sagt der Artikel) wirklich zu Männern hingezogen fühlen, sind sie nicht bisexuell, sondern undifferenziert geil.

Und wie ich den Artikel verstanden habe ist genau das der Unterschied, der dort untersucht und klargestellt wurde.

Wie hast Du das verstanden?

komarac schrieb:
und was sind dann männer die ma ne freundin, und ma n freund haben?

und nein, ich sprech nicht von mir,

Sprich ruhig von Dir... ;-)

kenn da aber zwei von der sorte...sind die jetz schwul oder hetero? weil bi scheints ja ni zu geben

Vielleicht isses einfach egal? Vielleicht geht es einfach nur darum, wer einem wann das bieten kann, was man braucht. Vielleicht ist heute das herkömmliche Rollenmodell einfach schon so überholt, dass manche diese Unterscheidung nicht mehr brauchen? Vielleicht sind wir im Grunde alle einfach nur "sexuelle Menschen" mit der einen oder anderen Vorliebe? So wie es ja auch einfach nur Menschen gibt, die auf SM abfahren oder nicht. Die würde man auch nicht gleich in gesellschaftliche Gruppen aufteilen.

Ich fühl mich wieder mal in meiner Ansicht bestätigt, dass es im Grund egal ist, was man macht, Hauptsache man hat Spaß dabei und tut niemandem weh, der es nicht will.
 

beefhole  

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MicrowaveDave schrieb:
Jo, dachte ich. Was ist Dein Problem damit? Wenn "bisexuelle" Männer nur den Sex suchen (egal mit wem), sich aber weder emotional noch körperlich (so sagt der Artikel) wirklich zu Männern hingezogen fühlen, sind sie nicht bisexuell, sondern undifferenziert geil.

in dem ganzen artikel ist nie von emotionen die rede ...
 

DrBingo   (38)

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MicrowaveDave schrieb:
Dabei würde eine "echte" Bisexualität einschließen, dass man sich auch emotional zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt. Diese Gefühle sind nach meiner Beobachtung kaum bei bisexuellen Männern vorhanden, in der Tat kenne ich keinen (selbst ernannten) bisexuellen Mann, der sich auch vorstellen könnte, einen Mann als Lebenspartner zu haben.

das ist ja mal ne ziemlich interessante auslegung des sexualitätsbegriffes..
was ist dann aber mit männern die sich attraktiert fühlen und zusammen leben ohne sex zu haben, und wo gehören männer hin die zwar sex haben aber keine gefühle füreinander

und welche sexualität haben männer die frauen reihenweise durch*öhm* aber keine gefühle für sie haben...? gemäß o.g. müßten die asexuell sein?
ich denk mir gerade nen wolf über dieses paradoxon

lg docb
 
M

MicrowaveDave

Gast
beefhole schrieb:
in dem ganzen artikel ist nie von emotionen die rede ...

Da hast Du Recht, aber Du wirst mir zustimmen, dass - wenn in Sachen Hetero- und Homosexualität ausdrücklich von Liebe (=Emotion) UND sexueller Anziehung zum jeweiligen Geschlechtspartner die Rede ist - dieser Schluss bei einer Bisexualität auch naheliegend sein muss.

Und diesen Zusammenhang meint diese ja interessanterweise Studie zu widerlegen. Allerdings halte ich sie im vorliegenden Umfang (100 Probanden) nicht für der Weisheit letzten Schluss, wohl aber für einen interessanten Hinweis auf die psychologischen Hintergründe der Bisexualität.

Mein Hinweis auf die Emotion kam deshalb, weil ich den meisten "Bisexuellen" der "Szene" eben weder abnehme noch zutraue, sich ernsthaft emotional auf einen gleichgeschlechtlichen Partner einlassen zu wollen. Bisexuelle "Neigung" scheint also eher eine willentliche sexuelle Wahl zu sein, keine echte Neigung, da ihr keine Veranlagung sondern die Lust auf eine aufregende sexuelle Erfahrung zugrunde liegt (um die es bei einer Homo-/ Heterosexualität m.M.n. nicht primär geht).
 
M

MicrowaveDave

Gast
DrBingo schrieb:
was ist dann aber mit männern die sich attraktiert fühlen und zusammen leben ohne sex zu haben, und wo gehören männer hin die zwar sex haben aber keine gefühle füreinander

Platonische oder rein sexuelle Beziehungen gibt es sicherlich in so ziemlich jeder Konstellation.

DrBingo schrieb:
und welche sexualität haben männer die frauen reihenweise durch*öhm* aber keine gefühle für sie haben...? gemäß o.g. müßten die asexuell sein?

Sorry, aber das ist Quatsch

Das Problem ist doch, dass sich Sexualität eben anscheinend nicht so einfach in Schubläden stecken lässt. Ich habe neulich bei
Polylux einen Bericht gesehen über Schwule die (aus welchem Grund auch immer) Sex mit Frauen hatten und denen das gar nicht so schlecht gefiel. Das Resultat waren zusammenbrechende Welten der sexuellen Orientierung, denn plötzlich wusste man nicht mehr, ob man überhaupt in die Schublade gehörte, in der Mann sich so schön eingerichtet hatte.

Interessant ist hier die Kinsey-Skala, obwohl Kinseys Arbeiten natürlich inzwischen so alt sind, dass sie glaube ich gerade dabei sind, von der Realität überholt zu werden. Aber das ist nicht schlimm - für seine Zeit waren seine Forschungen revolutionär.

Vielleicht kommen wir dahin, die sexuellen Schubladen komplett ausmustern zu können. Das entspricht zumindest meiner persönlichen Einstellung. Das muss niemanden interessieren - aber ich fühle mich sehr gut, seit ich mir keine Gedanken mehr darüber mache, in welche Schublade ich gehöre. Ich habe Spaß daran, einfach nur ein "sexueller Mensch" zu sein, mache das, was mir Spaß macht und lege lieber Wert auf Schutz als darauf, in welche Szene ich passe. Und ich entdecke diese Einstellung immer öfter auch bei anderen jungen Menschen. Ich finde das sehr interessant - daher habe ich den Artikel hier gepostet, weil ich fand, dass er eine dieser Schubladen eventuell überflüssig macht...
 

beefhole  

Verbringt hier viel Zeit
MicrowaveDave schrieb:
Da hast Du Recht, aber Du wirst mir zustimmen, dass - wenn in Sachen Hetero- und Homosexualität ausdrücklich von Liebe (=Emotion) UND sexueller Anziehung zum jeweiligen Geschlechtspartner die Rede ist - dieser Schluss bei einer Bisexualität auch naheliegend sein muss.

meine fresse du willst und willst es nicht kapieren oder ? liebe und sexualitaet haben im ersten moment nichts miteinander zu tun ... um homosexuell zu sein muss man sich nicht in maenner verlieben ... GAH

Und diesen Zusammenhang meint diese ja interessanterweise Studie zu widerlegen.

nein meint er nicht ... nochmal les den text ... versteh ihn ... und poste dann ...
 
M

MicrowaveDave

Gast
Prima, das lasse ich jetzt einfach mal so stehen, denn es erübrigt eine Antwort von mir.

Kann man hier eigentlich plonken?
 
K

komarac

Gast
MicrowaveDave schrieb:
Sprich ruhig von Dir... ;-)

ohje...na gut, fangen wir ma an...also vor 24 jahrn bin ich gebohrn worden in .....
nene...bin hetero, kannst meine exen fragen, und "nen ex" hab ich nicht...mir sind da nur eben wie gesagt zwei bekannt die "der neuen lehre" nach scheinbar ga nix sind

die ablehnung des schubladen modells könnte auch daher rühren dass du entdeckst dass du in einer platz nimmst die dir nicht zusagt :zwinker: .
inzw. isses sogar ne sexuelle neigung asexuell zu sein...fällt mir schwerer zu begreifen als bisexualität
 
M

maxx4u

Gast
Ich schließe mich mal denen an, die die Sexualität von den Emotionen trennen.

Man redet nicht umsonst von einer "sexuellen Orientierung".

heterosexuell = sexuelle Orientierung auf das andere Geschlecht.
homosexuell = sexuelle Orientierung auf das gleiche Geschlecht.
bisexuell = sexuelle Orientierung auf das andere und das gleiche Geschlecht.

Ich selbst habe mich noch nie in einen Mann verliebt. Sehe dafür auch keine Gefahr. Ich stehe nun mal auf Frauen. Bei Sex hingegen bin ich nicht so wählerisch. Klar bevorzuge ich Frauen, habe aber ncihts dagegen, wenn auch mal ein Mann dabei ist.

Das jemand bisexuell sein kann und Emotionen für beide Geschlechter haben kann. kann ich dennoch nachvollziehen. warum auch nicht.

In jedem Fall ist es doch aber auch so, dass Frauen mit Bisexualität viel offener umgehen als Männer. Das liegt zumeist natürlich an der Akzeptanz bei den Männern.

Naja, wie dem auch sei. Solle doch jeder seine Sexualität leben/ausleben wie er mag.

Freundlichst Marian
 
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