bin nun single... *von.der.seele.red*

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Apfelbäckchen schrieb:
Danke, du hast genau das beschrieben, was ich innerlich fühle. Und mein Ex hat ja gesagt, er weiß nicht, warum da keine Gefühle mehr sind. Vllt. sollte ich das einfach glauben!

das ist ne idee. ob einfach umzusetzen, weiß ich nicht, aber ich würde darauf durchaus vertrauen - wissen und fühlen ist so ne sache, oft weiß man ja auch nicht wirklich, WARUM man in wen verliebt ist oder ihn liebt. so ist es auch, wenn gefühle eben vergehen, so bitter das ist, es gibt nicht immer eine erklärung...

und der, der nicht mehr liebt, der kann darunter auch sehr leiden und sich hilflos fühlen (was es einem nicht einfacher macht, schon klar...).

ich musste beides erleben, das "korbgeben" wie auch das "zurückgewiesenwerden", und ich hab erst nach dem zurückgewiesenwerden verstanden, was das für schlimmen liebeskummer auslösen kann...


hey apfelbäckchen, schön, dass es dir besser geht.


kann gut sein, dass es dir auch noch mal so richtig schlecht geht in manchen stunden, da ist man nicht gefeit gegen...aber du bist auf dem weg.

wütend sein gehört auch dazu. wut, trauer, enttäuschung, selbstvorwürfe, wieder mal wut...alles gehört zu dieser trauer dazu.

und dein herz/deine seele wird auch wieder fühlen können. noch isses betäubt...gequetscht, was auch immer.

in döblins "berlin alexanderplatz" heißt es irgendwo "sie hatte ein elastisches herz", bezogen auf liebeskummer. manchmal brauchts, bis das herz wieder "in alter form" ist. und du wirst diese beziehung auch nicht vergessen, selbst wenn du dir mal partielle amnesie wünschst...

ich hab manchmal diesen "skifahrer" quasi-verflucht. weil mich das schon prägte und ich mich lange danach noch bremste. aber ich bin froh, das mit ihm erlebt zu haben, auch wenn ich dachte "dies und jenes hätte anders laufen sollen". es ist halt SO gelaufen. ich leb nicht im konjunktiv...

bis du dich innerlich auch "versöhnt" hast mit dem ex und seinem nichtantworten, kann es noch dauern. aber du bist auf jeden fall auf dem weg. und deine seele taut auch wieder auf :smile:.
 

Benutzer37900 

Teammitglied im Ruhestand
SottoVoce schrieb:
Ich habe hier bei mir in der Gegend niemanden... Ich hab zwei sehr gute Arbeitskolleginnen, mit denen ich mich toll verstehe und wo ich mich ausheulen kann. Aber halt nur auf Arbeit - die eine hat jeden Abend (!) einen Programmpunkt (Musikverein, Jugendorchester, Einzelunterricht Saxophon, Jazz-Training und dann ist sie noch Trainerin für die Kleinen vom Jazz) und die andere wohnt mit ihrem Freund zusammen und ist auch einige jünger als ich - sie ist immer mit ihrem Freund zusammen... Ich bin also schon ziemlich einsam. Ich weiß eh nicht, ob das gut oder schlecht ist - ich tendiere zu "gut". Ich weiß nicht. Ich igele schon wieder, aber jetzt fröhliche Menschen um mich rum zu haben, bringt mich halb um - während mich mit-leidende noch mehr runterziehen. Dann lieber niemand...

Ich glaub, mein Ex hat nicht die leisteste Ahnung, was er mir angetan hat... :frown:


Hey Sotto,

ich bin bei dir fast in der Nähe. Zwar Ludwigsburg. Aber wenn du mal jemanden zum quatschen brauchst und wir haben ja irgendwie ne ähnliche situation.

:knuddel:
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
mosquito schrieb:
ja, es hört auf. es ist doch alles noch so frisch, grad gestern das treffen und sein kram-mitnehmen... klar bist du "immer noch" traurig und am boden zerstört und vieles erinnert... heul dich hier aus. oder per mail. oder bei freunden. was dir liegt. wenn dir grad die nähe zu menschen nicht liegt, dann halt hier, wo man sich fern und gleichzeitig nah sein kann...

Ja, gerade ist das Internet - das Forum - der Thread hier genau die Nähe, die okay ist. Vor allem mit lauter Menschen, die ich persönlich nicht kenne, die in der Sache nicht selbst mit drinstecken, weil sie weder mich noch meinen Ex persönlich kennen. Mit so jemandem kann ich "reden", mich hier ausheulen. Aber es kostet gerade eigentlich mehr Kraft, das Heulen und den Kummer zuzulassen, es "rauszuschreien", als wenn ichs irgendwie verdrängen und mich in irgendeinen Strudel werfen würde (also mehr oder weniger hyperaktiv versuchen, meine Gefühle zu "vergessen", damit es mir "besser" geht).

mosquito schrieb:
das ist das bittere: im nachhinein weiß man "das war neulich dann das letzte mal, dass wir als paar zusammen dies und jenes taten" - und da wusste man es noch nicht. dass es das LETZTE mal ist. ist aber manchmal auch besser, vorher nicht zu wissen, dass etwas bald zu ende ist...

Die letzte Nacht, wo wir gemeinsam im Bett geschlafen haben, wusste ich schon, dass es wenigstens eine Beziehungspause geben würde. Er wollte die Nacht mit mir im Arm schlafen, ein vielleicht "letztes Mal". Ich habs nicht erlaubt, vor lauter Abstand zwischen ihm und mir bin ich die Nacht fast aus dem Bett gefallen. Er hat nicht verstanden warum und empfand es glaub ich auch als verletzend, dass ich so weit von ihm weg wollte wie es ging. Aber ich hätte es anders nicht gekonnt. Der Gedanke, dass das das letzte Mal ist, wäre dauernd da gewesen. Ich hätte nur noch geheult (das hab ich auch so schon genug). Ich bin eigentlich froh, dass ich bei nichts wusste, dass es ein letztes Mal war. Auch wenn es jetzt höllisch wehtut. Wenigstens tuts dann erst jetzt weh und die "letzten Male" waren alle noch unbeschwert. Nur denke ich mir manchmal, ich hätte vielleicht alles intensiver erleben können, bewusster dabei sein, wenn ich es geahnt hätte. Auf der anderen Seite fällt mir nichts ein, wo ich NICHT bewusst erlebt hätte. Es ist nur so ein Gefühl... Ach, ich weiß auch nicht... :cry:

mosquito schrieb:
dir fehlt jetzt was. weil du eben mit ihm zusammen plantest, davon ausgingst, dass es gemeinsame zukunft gibt. ist ja logisch, wenn man eben zusammen ist. da gibt es "wir". und jetzt biste eben "ich" (und natürlich auch ein "wir" mit maxi, so heißt der keks doch?). das schmerzt!

Ja, er heißt Maxi. Er ist gerade auch total kuschelsüchtig. Er wäre vorhin fast auf meinem Schoß eingeschlafen. Seine Nähe, seine Wärme, seine Liebe tun unendlich gut. Am liebsten würde ich ihn dauernd in den Arm nehmen und knuddeln, aber er ist natürlich auch kein Spielzeug, was dazu da ist, um mich zu trösten. Aber dass er so anhänglich ist, zeigt ja auch, dass er es gerade so empfindet und weiß, dass es mir nicht gut geht.

Es tut weh, nur noch "ich" zu sein. Wir hatten schon so viel "geplant". Nicht konkret, eher in die Zukunft geträumt... Hochzeit in Salzburg, er mit Galauniform, weil er Anzüge hasst. Oder Hochzeitsreise nach Wien, wo wir auch mal ein traumhaftes verlängertes Wochenende zusammen hatten. Oder eine Reise nach Island oder eine nach Südschweden. Umziehen nach Hamburg irgendwann mal (*heul*). Gemeinsam in eine etwas größere Wohnung umziehen. Namen für unsere potentiellen Kinder. Am 10-jährigen Jubiläum eine Reise nach Paris - die ist sogar im Kalender meines Handys eingespeichert... Sexuelle Wünsche, die wir gemeinsam ausprobieren wollten. Es macht mich alles kaputt, es gibt irgendwie keinen einzigen Bereich in meinem Leben, wo nichts gemeinsames geträumt worden war oder sogar schon passiert ist... :cry:

mosquito schrieb:
naja, aber auch dein gedanke da "auf die paar stunden kommt es nicht an" stimmt ja auch grundsätzlich, und so hast du gedacht, um es dir leichter zu machen mit dem warten in jener zeit. völlig normal, völlig richtig... aus heutiger sicht halt bitter.

Ich denke eigentlich immer noch so. Meine Einstellung war richtig - dauernd. Ich bereu auch nicht, dass ich damals kein Theater gemacht und so vielleicht noch ein paar Stunden mehr rausgeschunden hätte. was hätte ich von denen gehabt?! Er wäre höchstens gestresst und sauer gewesen oder so. Davon hätte ich auch nichts gehabt. Es KAM auf die paar Stunden nicht an. Aber wieder ist hier der Gedanke, ich wäre vielleicht einige Male abends wach geblieben, bis er heimkam, wenn ich gewusst hätte, dass es nur noch 10 Abende sind. Ich wäre dann nicht so früh schlafen gegangen. Wenigstens noch die letzten Abende hätte ich bewusst erlebt... Aber ich dachte ja immer, wir hätten noch so viel Zeit...

mosquito schrieb:
es wird aufhören.

Wann? Ich will, dass es JETZT aufhört. Es zerreißt mich einfach innerlich, ich hab das Gefühl, ich kann dem überhaupt nicht standhalten.

mosquito schrieb:
du bist jetzt unten und traurig und voller kummer. aber es ist so enorm frisch.

Ich hab keine Erfahrung mit Liebeskummer in dem Ausmaß. Hatte ich noch nie. Normalerweise hab ich mich einfach ohnmächtig und abgestorben gefühlt. Das war auch schlimm, aber nicht so grausam wie das jetzt. Ich war irgendwie "eingefroren" und bin irgendwann als Ganzes wieder aufgetaut. Jetzt fühle ich mich, als würde ich in Einzelteile zerrissen - und dementsprechend bin ich auch nicht mehr "heil" oder "ganz".

mosquito schrieb:
und ich denke, du kämpfst dich da raus, grad weil du schon so viel geschafft und gemeistert hast! du HAST jetzt diesen kummer. aber du wirst dieses tief auch wieder hinter dir lassen. und musst nicht kaputtgehen daran.

Ich will ja nicht kaputt gehen. Aber ich hab Angst, dass ich nicht genug dagegen zu halten hab. ich hab Angst, dass dieses "es", was mich kaputt macht, diese Gefühle, stärker sind als ich es sein kann. Klingt das sehr blöd?

Apfelbäckchen schrieb:
Hey Sotto,

ich bin bei dir fast in der Nähe. Zwar Ludwigsburg. Aber wenn du mal jemanden zum quatschen brauchst und wir haben ja irgendwie ne ähnliche situation.

:knuddel:

Nächste Woche mal? Wenn Du magst... :schuechte
 

Benutzer12012 

Sehr bekannt hier
SottoVoce schrieb:
Jetzt gerade wünsche ich mir einfach nur alles wieder zurück... :cry:

ja, aber denk dran, so sehrs auch weh tut: du wünschst dir die schöne zeit mit ihm zurück, nicht unbedingt IHN wie er jetzt ist und die zeit, wies jetzt mit euch wär.

Apfelbäckchen schrieb:
Du und JuliaB, ihr habt recht, er hätte es mir nicht recht machen können. Aber wütend auf ihn zu sein ist immer noch besser, als dieser dumpfe Schmerz in mir.

klar, wenns dir hilft, kannst du ja auch ruhig verdammt wütend sein. :zwinker:
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
JuliaB schrieb:
ja, aber denk dran, so sehrs auch weh tut: du wünschst dir die schöne zeit mit ihm zurück, nicht unbedingt IHN wie er jetzt ist und die zeit, wies jetzt mit euch wär.

Doch, jetzt gerade wünsch ich mir JETZT. Ich will ihn in den Arm nehmen und ihn trösten, ihm sagen, dass auch sein Leben wieder besser wird, dass ich für ihn da bin. Ich möchte mich anlehnen und spüren, dass auch er wieder da ist. Dass alles scheißkompliziert ist und immer noch wehtut, aber dass es wenigstens wieder gut WERDEN kann.

Aber das denke ich jetzt nur, weil gerade mein Herz die Oberhand hat. Normalerweise (tagsüber, wo man die meisten Entscheidungen trifft) denk ich mit dem Verstand. Das geht grad nur irgendwie nicht... :frown: :cry:

Mein Ex hat mir zum Abschied, als er Schluss gemacht hat, den Bär geschenkt, den er zur Geburt bekommen hat! Er hat das Ding gehütet wie nochwas, das ist jetzt 33 Jahre alt!! Der Keks durfte den nicht in die Hand nehmen, obwohl er sonst alles durfte. Als mein Ex dann seine wichtigsten Sachen gepackt hat, als er an dem Abend da gegangen ist vor fast zwei Wochen, hat er ihn in die Hand genommen, lange angeschaut und ihn mir dann weinend hingestreckt. Ohne ein Wort zu sagen. Genauso schweigend und weinend hab ich genickt und ihn genommen. Der schläft in meinem Bett. Jede Nacht. In meinem Arm.

Die Tage überlass ich nicht dem Kummer oder meinem Ex. Aber die Abende und die Nächte - die werden wohl noch sehr, sehr lange ihm gehören... Denn da denke ich mit dem Herzen.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
SottoVoce schrieb:
Ja, gerade ist das Internet - das Forum - der Thread hier genau die Nähe, die okay ist. Vor allem mit lauter Menschen, die ich persönlich nicht kenne, die in der Sache nicht selbst mit drinstecken, weil sie weder mich noch meinen Ex persönlich kennen. Mit so jemandem kann ich "reden", mich hier ausheulen. Aber es kostet gerade eigentlich mehr Kraft, das Heulen und den Kummer zuzulassen, es "rauszuschreien", als wenn ichs irgendwie verdrängen und mich in irgendeinen Strudel werfen würde (also mehr oder weniger hyperaktiv versuchen, meine Gefühle zu "vergessen", damit es mir "besser" geht).

kann ich verstehen. ist halt was, das du rausfinden musst, ob dir forumschreiben hilft oder dich runterzieht, welche nähe richtig ist. das angebot ist da - und wie viel ablenkung richtig ist, wie viel beschäftigung damit, wie viel klares "es ist vorbei, es ist die hölle" und wie viel erinnern an gutes richtig ist...ach, es gibt kein "falsch" oder "richtig". es gibt grad schmerz und weniger schmerz. und auch mal momente, in denen du einfach froh bist, dass der keks dich "vollkrümelt" ;-) und du nicht allein bist.

auseinandersetzen kostet kraft - mehr als wegrennen. aber ich hab die erfahrung gemacht, dass es einen ggf. nach dem wegrennen eh noch mal einholt. also so viel auseinandersetzen JETZT, wie es geht. und so viel ablenken wie nötig. die dosis findest du selbst heraus...

(...letzte nacht...) Wenigstens tuts dann erst jetzt weh und die "letzten Male" waren alle noch unbeschwert. Nur denke ich mir manchmal, ich hätte vielleicht alles intensiver erleben können, bewusster dabei sein, wenn ich es geahnt hätte. Auf der anderen Seite fällt mir nichts ein, wo ich NICHT bewusst erlebt hätte. Es ist nur so ein Gefühl... Ach, ich weiß auch nicht... :cry:

ich versteh das mit den letzten malen schon. aber es ist schon besser, dass wir NICHT in die zukunft schauen und in dem moment NICHT wissen, dass es aus späterer sicht das "letzte mal" gewesen sein wird. naja, wenns um todesfall geht, denk ich manchmal "hätt ich gewusst, dass ich ihn nie wiedersehe, hätte ich vielleicht noch dies oder jenes gesagt" - aber eigentlich hab ich gelernt, dass es eben so ist, dass man erst später versteht, was man erlebt hat, eben in der erinnerung. und man eben nur versuchen kann, bewusst und intensiv in der gegenwart zu leben.

ach mensch, du quälst dich so....grübelst so viel...

Ja, er heißt Maxi. Er ist gerade auch total kuschelsüchtig. Er wäre vorhin fast auf meinem Schoß eingeschlafen. Seine Nähe, seine Wärme, seine Liebe tun unendlich gut. Am liebsten würde ich ihn dauernd in den Arm nehmen und knuddeln, aber er ist natürlich auch kein Spielzeug, was dazu da ist, um mich zu trösten. Aber dass er so anhänglich ist, zeigt ja auch, dass er es gerade so empfindet und weiß, dass es mir nicht gut geht.

klar ist er kein spielzeug oder plüschtier. aber er ist dein süßer sohn, der keks eben - und körperliche nähe tut gut, ihm und dir. das ist schon okay, ihn jetzt oft in den arm nehmen zu wollen! mehr als okay. wenn ihm das langt, wird er dir das schon sagen, da bin ich mir bei ihm ganz sicher, der freche knirpskeks. du bist seine mutter und kümmerst dich um ihn - und jetzt tröstet er dich, einfach weil er da ist und deine nähe sucht. das ist schon okay. ich bin sicher, du machst das richtig - du hast ihm ja schon gesagt, dass er weiter besuch bekommen wird und es NIX mit ihm selbst zu tun hat. du bist traurig, und das merkt er, aber du ziehst ihn da ganz sicher nicht zu sehr mit rein, dafür bist du zu klug. also knuddel ihn, so viel wie du magst und wie er mag...

(...über gemeinsame träume und pläne...)

träumen ist ja auch richtig. jetzt siehst du die träume als zerplatzt an. sie werden nicht wirklichkeit. aber hey, dass ihr träumtet, war wunderschön, und das ist auch teil einer glücklichen beziehung, dass man plant und hofft und träumt. ob familie oder eben hochzeit. andere träume wirst du neu träumen - und manche realisieren. manche träume sollen träume bleiben, andere werden verwirklicht. auch wenn die "neuen träume" jetzt noch fern sind und ungeträumt.

n. Es macht mich alles kaputt, es gibt irgendwie keinen einzigen Bereich in meinem Leben, wo nichts gemeinsames geträumt worden war oder sogar schon passiert ist... :cry:

ihr habt ja auch miteinander gelebt. jetzt fehlt er. klar betrifft das dich "ganz". weil er ja nicht "draußen" irgendwo war, sondern IN deinem leben, deiner seele.

und das ist jetzt sooo fies :-(.
liebe ist "allumfassend" - aber auch entsprechend heftig allumfassend schlimm, wenn sie vorbei ist.

Ich denke eigentlich immer noch so. Meine Einstellung war richtig - dauernd. Ich bereu auch nicht, dass ich damals kein Theater gemacht und so vielleicht noch ein paar Stunden mehr rausgeschunden hätte. was hätte ich von denen gehabt?! Er wäre höchstens gestresst und sauer gewesen oder so. Davon hätte ich auch nichts gehabt. Es KAM auf die paar Stunden nicht an.

ja, genau. du hast da nichts falsch gemacht.

Aber wieder ist hier der Gedanke, ich wäre vielleicht einige Male abends wach geblieben, bis er heimkam, wenn ich gewusst hätte, dass es nur noch 10 Abende sind. Ich wäre dann nicht so früh schlafen gegangen. Wenigstens noch die letzten Abende hätte ich bewusst erlebt... Aber ich dachte ja immer, wir hätten noch so viel Zeit...

hätte, wäre, könnte...liebe sotto, du lebst "im indikativ", in der realität, nicht im konjunktiv. du bist dann eben schlafen gegangen, war auch richtig so. es ist nicht zu ändern - und es hätte auch nichts geändert, wärst du wach geblieben an einem bestimmten abend. okay, ein-zwei stunden mit ihm mehr - aber es ist müßig, darüber nachzudenken. du tust dir nur noch mehr weh, wenn du darüber so grübelst...wobei ich das grübeln gut verstehe.

Wann? Ich will, dass es JETZT aufhört. Es zerreißt mich einfach innerlich, ich hab das Gefühl, ich kann dem überhaupt nicht standhalten.

ach mensch...würd gern mit den fingern schnipsen, so dass es JETZT aufhört. ich war manchmal erschrocken, wie unvermittelt und von wie tief INNEN mein heulen, schluchzen, zittern kam. hatte ich vorher noch nie so erlebt. ich weiß es noch...ich habs überstanden. es wird aufhören - wann, weiß ich nicht, ich wünsch dir, möglichst bald...

Ich hab keine Erfahrung mit Liebeskummer in dem Ausmaß. Hatte ich noch nie. Normalerweise hab ich mich einfach ohnmächtig und abgestorben gefühlt. Das war auch schlimm, aber nicht so grausam wie das jetzt. Ich war irgendwie "eingefroren" und bin irgendwann als Ganzes wieder aufgetaut. Jetzt fühle ich mich, als würde ich in Einzelteile zerrissen - und dementsprechend bin ich auch nicht mehr "heil" oder "ganz".

bei mir war der heftige kummer mit 20 der erste. das ausmaß IST schrecklich.
ich weiß noch, dass der "skifahrer" mal - in diesem letzten gespräch mit ihm - zu mir sagte, er bewundere meinen mut, so sehr zu fühlen. ich bin froh über diesen satz. aber in den wochen nach der trennung hab ich nur quasi-höhnisch lachen können, weil ich mir wünschte, ICH würd nicht so sehr fühlen und er könnte nur mal für fünf sekunden fühlen, wie sehr "so sehr fühlen" sich eben anfühlt... äh, ja. andererseits tat er mir auch leid, weil er sich so intensives fühlen nicht gestattete, sondern lieber wegrannte, wenn es intensiver wurde. ihm ist manches erspart geblieben, aber auch manches verschlossen.

auch wenn ich damals am ende war und auch mal leichtsinnig mit zu hohem tempo mit dem elterlichen auto auf landstraßen unterwegs (mich schüttelt es, wenn ich dran denke): ich bin froh, dass ich so fühlen kann, mir ist das lieber, als auf lauwarmer temperatur zu dümpeln.

sorry, ich weiß, dass du grad viel dafür gäbst, erstmal nix zu fühlen, sondern nur ruhig dazusitzen und eben nicht so heftig zu fühlen... und zwar JETZT und nicht irgendwann.

[@uote]
Ich will ja nicht kaputt gehen. Aber ich hab Angst, dass ich nicht genug dagegen zu halten hab. ich hab Angst, dass dieses "es", was mich kaputt macht, diese Gefühle, stärker sind als ich es sein kann. Klingt das sehr blöd?
[/quote]

das klingt gar nicht blöd.
aber: die gefühle sind teil von dir. sie sind nicht "aus der hölle" oder "fremd". sie kommen aus dir. und du gibst dich diesen gefühlen zum teil hin...zum teil scheinen sie dich zu zerreißen. aber ich bin sicher, dein lebensmut und kampfeswille, auch wenn das pathetisch klingt. lassen dich das aushalten. du hast einen schlimmen verlust erlitten. der mann, den du liebst/liebtest, hat dich verlassen. ein teil der schon angeträumten zukunft ist weg.

und "es wird eine neue zukunft geben" klingt für dich nach hohn. erstmal gehts darum, die unmittelbare gegenwart zu ertragen. mal mit ouzo wie neulich - mal mit keksknuddeln, weinen, forumsschreiben...oder arbeit...
mal auch mit erinnern und wütend sein und ihn "verfluchen".

ich glaube, du bist ziemlich stark. auch wenn du dich absolut nicht so fühlst jetzt. aber auch zum so schwachfühlen und so leiden gehört einiges an stärke...auch wenn das paradox klingt. klingt das jetzt blöd?

bis demnächst!
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Eigentlich wollte ich ins Bett gehen, aber ich mach es jetzt wie jeden Abend: Ich drück mich so lang es geht... Ich geh nicht mehr gern ins Bett und dass ich eigentlich (rein verstandestechnisch betrachtet) längst völlig übermüdet sein müsste, ist mir ziemlich egal. Ich bins ja komischerweise nicht. Eher total überdreht und viel ZU wach. Ich kanns nicht so richtig erklären...

mosquito schrieb:
ach, es gibt kein "falsch" oder "richtig". es gibt grad schmerz und weniger schmerz. und auch mal momente, in denen du einfach froh bist, dass der keks dich "vollkrümelt" ;-) und du nicht allein bist.

Es ist komisch - aber diese Trennung lässt mich auch ein bisschen besser mich selbst kennen lernen. Ich denk viel nach über mich, darüber, wie ich bin, was ich mag und was nicht, wie ich mit manchen Situationen umgehe - vor allem mit irgendwelchen Extremsituationen. Ich hab zum ersten Mal überhaupt das Gefühl, RICHTIG mit dem Kummer umzugehen - so komisch das klingt. Ich bin früher immer weggerannt... Und es hat mich immer eingeholt... Diesmal bleibe ich. Ich muss da jetzt durch. Irgendwie, ist mir egal, wie, aber ich will das einmal schaffen.

mosquito schrieb:
auseinandersetzen kostet kraft - mehr als wegrennen. aber ich hab die erfahrung gemacht, dass es einen ggf. nach dem wegrennen eh noch mal einholt. also so viel auseinandersetzen JETZT, wie es geht. und so viel ablenken wie nötig. die dosis findest du selbst heraus...

Also, ich glaub, so einen richtig gesunden Mittelweg hab ich noch nicht gefunden. Ich bin - vor allem abends - noch zu sehr mit Heulen beschäftigt. Nicht, dass das Heulen schlecht wäre. Aber meine "Wäre-hätte-könnte"'s sollte ich eher abstellen, denn die tun noch mehr weh. Nur schaff ichs bis jetzt noch nicht, meine im Kreis wirbelnden Gedanken da wegzukriegen. Und vielleicht gehört ja auch der Konjunktiv zum Leben dazu... Wenigstens manchmal. Ich hab immerhin das Gefühl, ich mache es richtig, so, wie ich es mache.

mosquito schrieb:
und man eben nur versuchen kann, bewusst und intensiv in der gegenwart zu leben.

Eigentlich tue ich das, glaube ich. Nicht immer, aber ich geb mir allergrößte Mühe. Ich erinnere mich (gerade ohne Bitterkeit und ohne Tränen) an die allererste Zeit mit meinem jetzt-Ex. So das erste Dreivierteljahr ungefähr. Ich war einfach nur glücklich in der Zeit. Komplett im JETZT hab ich da gelebt. Ich hab mir nicht einen einzigen Gedanken um die Zukunft gemacht. Ich war einfach zufrieden mit dem, was da war. Ich glaube, das war die schönste Zeit meines Lebens, die glücklichste. Da hab ich es richtig gemacht. So möchte ich eigentlich immer leben.

Es klingt komisch - gerade jetzt - aber ich glaube, im Moment mach ich es wieder richtig. Ich lebe wieder so. Ich suhle mich jetzt nicht in Selbstmitleid (ich hoffe, das kommt nicht so rüber???), aber es tut einfach alles weh und ich lasse einfach alles wehtun. Ich lauf nicht weg, ich lass es über mich hereinbrechen und weine den Kummer raus. Denn nur so geht er raus... Sonst sperr ich ihn höchstens für immer in mir ein, und dann werd ich ihn auch nie los.

mosquito schrieb:
ach mensch, du quälst dich so....grübelst so viel...

Ich war schon schlimmer... Natürlich denk ich viel nach - ich will das eigentlich gar nicht, aber anders geht es nicht. Eigentlich hilft das Nachdenken aber auch, weil ich immer und immer wieder zu dem Schluss komme: Für MICH hab ich nichts falsch gemacht. Ich brauche mir nichts vorwerfen.

mosquito schrieb:
... über den Keks ...

Ja, ich brauche ihn gerade sehr - und zum Glück ist er kein so ein unzähmbarer Wildfang und lässt es zu, gebraucht zu werden. Ich darf ihn knuddeln und in den Arm nehmen und ich glaube, er würde sogar von sich aus nachts gern in meinem Bett schlafen (aber das fang ich gar nicht erst an...). Auch er braucht jetzt mehr Liebe als sonst. Er ist natürlich etwas verunsichert, wenn seine starke Mami auf einmal gar nicht mehr stark ausschaut. Wobei ich ihm gegenüber sehr viel stärker bin / sein kann, als ich es ohne ihn bin.

mosquito schrieb:
manche träume sollen träume bleiben, andere werden verwirklicht. auch wenn die "neuen träume" jetzt noch fern sind und ungeträumt.

Das weiß ich alles - und ich bin froh darum, dass wir die Träume wenigstens gehabt haben. Obwohl diese Dinge nie eingetroffen sind, gehören sie zu den Erinnerungen. Vielleicht verwirkliche ich eines Tages Träume mit einem anderen Menschen - vielleicht sogar alleine oder mit Freunden. Vielleicht bleiben sie immer Träume oder irgendwas passiert, dass ich mir später denke "Zum Glück kam es nie soweit". Keine Ahnung. Mal sehen, was noch kommt, das Leben geht ja weiter (so abgedroschen das klingen mag).

mosquito schrieb:
und das ist jetzt sooo fies :-(.
liebe ist "allumfassend" - aber auch entsprechend heftig allumfassend schlimm, wenn sie vorbei ist.

Ja, aber wäre sie nicht allumfassend, wäre sie nicht so intensiv und schön. Das jetzt ist der Preis dafür, dass ich es zugelassen habe, dass es so "komplett" wird. Und eigentlich hab ich Angst davor, dass es mal wieder so wird, dass wieder jemand so nah an mich rankommen wird. Aber es WIRD wieder passieren, wenn ich mich das nächste Mal verliebe (irgendwann) und das Gefühl habe, ich könnte dem anderen Vertrauen. WENN ich liebe, dann glaube ich immer so bedingungslos. Und dann tut es bei einer Trennung IMMER so weh wie jetzt. Aber bevor ich eine lauwarme Beziehung habe, möchte ich es lieber so krass haben wie jetzt.

mosquito schrieb:
ich weiß noch, dass der "skifahrer" mal - in diesem letzten gespräch mit ihm - zu mir sagte, er bewundere meinen mut, so sehr zu fühlen.

Mein Ex hat einmal etwas ähnliches zu mir gesagt. Er bewundere mich dafür, dass ich immer alles so vollständig, mit jeder Faser, tue. Er bezog sich dabei auch auf Gefühle. Ich hab das damals nicht verstanden. Ich wusste nicht, wie ich es überhaupt sonst machen könnte - ich scheine es aber irgendwie zu "können", komplett zu fühlen. Als Jugendliche hab ich mal in mein Tagebuch geschrieben "Ich fühle mich wie ein einziger Schmerz". Später fand ich den Satz eine Weile albern. Heute verstehe ich ihn wieder. Es IST so - ich glaube das Bild, dass ich selbst zu meinen Gefühlen WERDE, trifft es am ehesten.

Ich glaub, ich kann gar nicht sagen, was ich will... :geknickt:

mosquito schrieb:
ich bin froh, dass ich so fühlen kann, mir ist das lieber, als auf lauwarmer temperatur zu dümpeln.

sorry, ich weiß, dass du grad viel dafür gäbst, erstmal nix zu fühlen, sondern nur ruhig dazusitzen und eben nicht so heftig zu fühlen... und zwar JETZT und nicht irgendwann.

Nein, eigentlich geht es mir auch jetzt wie Dir: Ich bin froh, dass ich so fühlen kann und nicht "lauwarm" bin. Es tut alles furchtbar weh - aber ich fühle mich lebendig. Ich hab manchmal (öfter) Depressionen und Angstzustände. Dabei kommt es auch vor, dass ich mich wie abgestorben und tot fühle, alles wie durch einen Nebel sehe. Dann will ich mich selbst verletzen, um da rauszukommen (habs aber noch nie gemacht, abgesehen vom Lippen beißen). Diesmal ist es ganz anders - besser. Ich leide richtig, das auf jeden Fall. Vermutlich mehr, als wenn ich halbtot wäre. Aber dafür LEBE ich. Das fühlt sich richtig an. Beschissen zwar, aber richtig. Und so blöd das klingt - das baut mich auf.

mosquito schrieb:
aber ich bin sicher, dein lebensmut und kampfeswille, auch wenn das pathetisch klingt. lassen dich das aushalten.

Sowas hab ich? Kampfeswille? Ich weiß nicht... Obwohl... Untergehen will ich ja auch nicht.

mosquito schrieb:
und "es wird eine neue zukunft geben" klingt für dich nach hohn.

Nein, eigentlich klingt das nicht nach Hohn. Ich weiß das. Ich glaube fest daran - sonst hätte ich ja schon gleich ganz aufgeben können. Ich weiß, dass ich hier irgendwie durch muss - und wenn ich durch bin, dann kann ich was neues anfangen und das kann auch wunderschön werden. Ich darf nur nicht einfach aufgeben... Aber das ist halt nicht so leicht... Und manchmal sehe ich auch nicht mehr, wo ich hinlaufen muss, um mal irgendwo anzukommen. Da scheint jede Richtung, in die ich gehen kann, die falsche zu sein, weil die einzig richtige versperrt ist...

mosquito schrieb:
ich glaube, du bist ziemlich stark. auch wenn du dich absolut nicht so fühlst jetzt. aber auch zum so schwachfühlen und so leiden gehört einiges an stärke...auch wenn das paradox klingt. klingt das jetzt blöd?

Nein, eigentlich klingt das nicht blöd. Ich verstehs. Es kostet mich jetzt mehr Kraft, einfach alles über mich drüberrollen zu lassen, als es mich am Ende der vorletzten Beziehung gekostet hat, schnell wegzurennen und mich Hals über Kopf in die nächste zu stürzen. Was damals aber falsch war... Und genau aus der Erfahrung heraus bleibe ich diesmal.

Ich WILL mich nicht unterkriegen lassen. *mitdemFußaufstampf* Andere Menschen haben sowas auch schon überlebt und gut überstanden. Dann werd ich das doch auch schaffen.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
ich sag ja, du bist stark! schon jetzt. das wird an diesen zeilen hier von dir schon deutlich. glaub mir :smile:.

SottoVoce schrieb:
Es ist komisch - aber diese Trennung lässt mich auch ein bisschen besser mich selbst kennen lernen. Ich denk viel nach über mich, darüber, wie ich bin, was ich mag und was nicht, wie ich mit manchen Situationen umgehe - vor allem mit irgendwelchen Extremsituationen. Ich hab zum ersten Mal überhaupt das Gefühl, RICHTIG mit dem Kummer umzugehen - so komisch das klingt. Ich bin früher immer weggerannt... Und es hat mich immer eingeholt... Diesmal bleibe ich. Ich muss da jetzt durch. Irgendwie, ist mir egal, wie, aber ich will das einmal schaffen.

hey, klingt doch ganz enorm nach kampfeswille! und eben aushalten. sich all dem stellen. und du findest es RICHTIG, was du tust: das ist wunderbar.

schon hier: nein, ich find nicht, dass du selbstmitleidig rüberkommst. du reflektierst viel, du bist traurig, du fühlst - aber du jammerst nicht waschlappig oder so... du leidest, aber du "zelebrierst" das nicht auf ne "falsche" übertriebene art.

(sonst hätt ich dir bestimmt schon was gesagt wie "krieg dich ein", kann ja sehr direkt sein, wenn ich meine, dass wer übertreibt...ähem)

Also, ich glaub, so einen richtig gesunden Mittelweg hab ich noch nicht gefunden. Ich bin - vor allem abends - noch zu sehr mit Heulen beschäftigt. Nicht, dass das Heulen schlecht wäre. Aber meine "Wäre-hätte-könnte"'s sollte ich eher abstellen, denn die tun noch mehr weh. Nur schaff ichs bis jetzt noch nicht, meine im Kreis wirbelnden Gedanken da wegzukriegen. Und vielleicht gehört ja auch der Konjunktiv zum Leben dazu... Wenigstens manchmal. Ich hab immerhin das Gefühl, ich mache es richtig, so, wie ich es mache.

dann ist es auch richtig. und ein "könnte ich doch nur meine hätte-könnte-wäre abstellen, dann ginge es mir besser" wäre ja schon etwas absurd... ein bisschen kontrafaktisches denken und konjunktiv gehört dazu. aber gefährlich wirds, wenn man sich darin verliert. was du nicht tust.

Eigentlich tue ich das, glaube ich. Nicht immer, aber ich geb mir allergrößte Mühe. Ich erinnere mich (gerade ohne Bitterkeit und ohne Tränen) an die allererste Zeit mit meinem jetzt-Ex. So das erste Dreivierteljahr ungefähr. Ich war einfach nur glücklich in der Zeit. Komplett im JETZT hab ich da gelebt. Ich hab mir nicht einen einzigen Gedanken um die Zukunft gemacht. Ich war einfach zufrieden mit dem, was da war. Ich glaube, das war die schönste Zeit meines Lebens, die glücklichste. Da hab ich es richtig gemacht. So möchte ich eigentlich immer leben.

geht halt nicht immer - aber du kannst dir das natürlich vornehmen. oder auf einen zettel schreiben und an den spiegel kleben: "im JETZT leben!"

aber du weißt auf jeden fall, dass du das KANNST - genießen, im jetzt leben, intensiv leben. was auch immer das mit sich bringt...

Es klingt komisch - gerade jetzt - aber ich glaube, im Moment mach ich es wieder richtig. Ich lebe wieder so. Ich suhle mich jetzt nicht in Selbstmitleid (ich hoffe, das kommt nicht so rüber???), aber es tut einfach alles weh und ich lasse einfach alles wehtun. Ich lauf nicht weg, ich lass es über mich hereinbrechen und weine den Kummer raus. Denn nur so geht er raus... Sonst sperr ich ihn höchstens für immer in mir ein, und dann werd ich ihn auch nie los.

genau, genau, genau, genau! sehr richtig.
und nein, du suhlst dich nicht.
schmerz fühlen und ausleben und drüber schreiben und reden und heulen und weinen und besaufen (mal) und fluchen und trauern und weinen ist liebeskummer - aber kein selbstmitleidiges suhlen.

Ich war schon schlimmer... Natürlich denk ich viel nach - ich will das eigentlich gar nicht, aber anders geht es nicht. Eigentlich hilft das Nachdenken aber auch, weil ich immer und immer wieder zu dem Schluss komme: Für MICH hab ich nichts falsch gemacht. Ich brauche mir nichts vorwerfen.

das ist gut.
ich verbiet mir manchmal das denken, wenn ich merk, dass ich nur im kreis denke. aber insgesamt ist es halt so, dass ich so bin und mir oft auch zu viel den kopf zerbreche. dann ist mal wieder mehr JETZT leben angesagt. es ist doch das wechselspiel aus leben und drübernachdenken, was dazu führt, dass man LEBT und sich bewusst ist, wie sehr man lebt... hä...naja...hm.

du machst das schon richtig.

Ja, ich brauche ihn gerade sehr - und zum Glück ist er kein so ein unzähmbarer Wildfang und lässt es zu, gebraucht zu werden. Ich darf ihn knuddeln und in den Arm nehmen und ich glaube, er würde sogar von sich aus nachts gern in meinem Bett schlafen (aber das fang ich gar nicht erst an...). Auch er braucht jetzt mehr Liebe als sonst. Er ist natürlich etwas verunsichert, wenn seine starke Mami auf einmal gar nicht mehr stark ausschaut. Wobei ich ihm gegenüber sehr viel stärker bin / sein kann, als ich es ohne ihn bin.

na, ich hab keinen sohn, aber ich hatte damals noch einen hund. und der kam an, immer wieder, war mir nah, viel "zärtlicher" als sonst, beschäftigte mich, forderte auch mehr spaziergänge und war ausdauernder beim laufen, kam auch mit spielzeug an und warf mir das vor die füße und kläffte mich an, wenn ich mich einigelte - was der hund sonst SO nicht tat....

der hund hätt damals auch gern in meinem bett geschlafen, was ich aus anderen gründen als du bei maxi aber auch nicht zuließ *lächel*. es tut sehr gut, gebraucht zu werden. ich konnte gegenüber dem hund schon sehr schwachsein, einem hund ist ja egal, wie viel man heult. aber der hund schleppte mich auch raus, und da sind leute, da will ich schon nicht völig verheult sein...ja, gebraucht werden und verantwortung tragen müssen ist auch ne form, sich eben mal zusammenzureißen und nicht zu übertreiben mit dem gehenlassen.

Das weiß ich alles - und ich bin froh darum, dass wir die Träume wenigstens gehabt haben. Obwohl diese Dinge nie eingetroffen sind, gehören sie zu den Erinnerungen. Vielleicht verwirkliche ich eines Tages Träume mit einem anderen Menschen - vielleicht sogar alleine oder mit Freunden. Vielleicht bleiben sie immer Träume oder irgendwas passiert, dass ich mir später denke "Zum Glück kam es nie soweit". Keine Ahnung. Mal sehen, was noch kommt, das Leben geht ja weiter (so abgedroschen das klingen mag).

na, du bist für eine akut liebeskummrige aber wirklich weise, respekt. das ist ganz ernstgemeint. nicht jeder kann das das so schnell so sehen wie du jetzt. und mancher würd leute dafür am liebsten töten, wenn sie so was "abgedroschenes", aber wahres wie "das leben geht ja weiter" von sich geben.

du hast schlicht und einfach recht. und es ist toll, dass du das alles durchaus erkennen kannst. auch wenn es den schmerz nicht unbedingt mindert.

Ja, aber wäre sie nicht allumfassend, wäre sie nicht so intensiv und schön. Das jetzt ist der Preis dafür, dass ich es zugelassen habe, dass es so "komplett" wird. Und eigentlich hab ich Angst davor, dass es mal wieder so wird, dass wieder jemand so nah an mich rankommen wird.

ja, komplett... ich hab mir damals so oft aufgeschrieben, dass ich mich "wie gefoltert" fühle, aber keine sekunden missen will von dem, was war. inclusive schmerz.

Aber es WIRD wieder passieren, wenn ich mich das nächste Mal verliebe (irgendwann) und das Gefühl habe, ich könnte dem anderen Vertrauen. WENN ich liebe, dann glaube ich immer so bedingungslos. Und dann tut es bei einer Trennung IMMER so weh wie jetzt. Aber bevor ich eine lauwarme Beziehung habe, möchte ich es lieber so krass haben wie jetzt.

und das ist der mut, den viele nicht aufbringen. ich wollte aber nicht wirklich leben, ohne so intensiv fühlen zu können...

Mein Ex hat einmal etwas ähnliches zu mir gesagt. Er bewundere mich dafür, dass ich immer alles so vollständig, mit jeder Faser, tue. Er bezog sich dabei auch auf Gefühle. Ich hab das damals nicht verstanden. Ich wusste nicht, wie ich es überhaupt sonst machen könnte - ich scheine es aber irgendwie zu "können", komplett zu fühlen. Als Jugendliche hab ich mal in mein Tagebuch geschrieben "Ich fühle mich wie ein einziger Schmerz". Später fand ich den Satz eine Weile albern. Heute verstehe ich ihn wieder. Es IST so - ich glaube das Bild, dass ich selbst zu meinen Gefühlen WERDE, trifft es am ehesten.

es ist wertvoll, das zu können. sich da richtig "hinzugeben". die kontrolle abzugeben, eben das gefühl "anzunehmen".

Nein, eigentlich geht es mir auch jetzt wie Dir: Ich bin froh, dass ich so fühlen kann und nicht "lauwarm" bin. Es tut alles furchtbar weh - aber ich fühle mich lebendig. Ich hab manchmal (öfter) Depressionen und Angstzustände. Dabei kommt es auch vor, dass ich mich wie abgestorben und tot fühle, alles wie durch einen Nebel sehe. Dann will ich mich selbst verletzen, um da rauszukommen (habs aber noch nie gemacht, abgesehen vom Lippen beißen). Diesmal ist es ganz anders - besser. Ich leide richtig, das auf jeden Fall. Vermutlich mehr, als wenn ich halbtot wäre. Aber dafür LEBE ich. Das fühlt sich richtig an. Beschissen zwar, aber richtig. Und so blöd das klingt - das baut mich auf.

ja, ich fühlte mich damals auch zum ersten mal EXTREM lebendig. dieser schmerz war auch ne art von kraft. die energie meiner gefühle - so kannte ich das nicht.

und ja, ich fand, danach war ich zum teil schon ein anderer mensch... "konflikte stärken den charakter", so sah ich das, auch konflikte mit mir selbst. sicher kann es auch was zerstören - aber insgesamt hat mich all das gestärkt.

und grad wenn du dich manchmal sonst wie "abgestorben" oder betäubt fühlst, ist es jetzt richtig, eben diese gefühle dich mitreißen zu lassen, inclusive schmerz...

Sowas hab ich? Kampfeswille? Ich weiß nicht... Obwohl... Untergehen will ich ja auch nicht.

aber hallo, und wie!
seh ich allein an diesen zeilen heute abend von dir.

Nein, eigentlich klingt das nicht nach Hohn. Ich weiß das. Ich glaube fest daran - sonst hätte ich ja schon gleich ganz aufgeben können. Ich weiß, dass ich hier irgendwie durch muss - und wenn ich durch bin, dann kann ich was neues anfangen und das kann auch wunderschön werden. Ich darf nur nicht einfach aufgeben... Aber das ist halt nicht so leicht... Und manchmal sehe ich auch nicht mehr, wo ich hinlaufen muss, um mal irgendwo anzukommen. Da scheint jede Richtung, in die ich gehen kann, die falsche zu sein, weil die einzig richtige versperrt ist...

man ist akrobat im labyrinth. dann bleib halt mal stehen. vielleicht lichtet sich es ja wieder, nebel klart auf. oh mann, ich werd pathetisch, schlimm... :zwinker:.

Nein, eigentlich klingt das nicht blöd. Ich verstehs. Es kostet mich jetzt mehr Kraft, einfach alles über mich drüberrollen zu lassen, als es mich am Ende der vorletzten Beziehung gekostet hat, schnell wegzurennen und mich Hals über Kopf in die nächste zu stürzen. Was damals aber falsch war... Und genau aus der Erfahrung heraus bleibe ich diesmal.

gute entscheidung!

Ich WILL mich nicht unterkriegen lassen. *mitdemFußaufstampf* Andere Menschen haben sowas auch schon überlebt und gut überstanden. Dann werd ich das doch auch schaffen.

das wirst du. da bin ich mir EXTREM sicher!!

du bist ja schon mitten dabei, es zu schaffen.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Hey Sotto,
ich hab mich gerade wieder erinnert, wie ich mich nach dem Ende meiner letzten Beziehung gefühlt hab. Ja, ich war diejenige, die Schluß gemacht hat (und wahrscheinlich ging es meinem dann-Ex noch viel schlechter als mir :frown:), trotzdem ging es mir so dreckig...

Bei mir schlägt sowas dazu auch noch total auf den Magen. Bzw. früher kannte ich das nicht, aber da war mir kotzübel - im wörtlichen Sinne. Ich hab mich in meinem Zimmer eingeschlossen, den Rolladen runtergemacht, das Telefon ausgestöpselt und mich fröstelnd im Bett verkrochen, immer wieder dieselben Gedanken im Kreis gedacht, mit immer neuen Übelkeits- und Würge-"Schüben"...

Weiß noch, daß ich nur noch WEG wollte, irgendwie raus aus dieser beschissenen Situation, diese miesen Gefühle loswerden, einfach WEG. Von niemandem gesehen werden, von niemandem angesprochen werden, einfach abtauchen, am liebsten mich so lange im Dunkeln im Bett verkriechen und schlafen, bis alles vorbei ist, meinetwegen Monate.

Hab mich auch gefragt, "wird das jemals besser?". Klar WUSSTE ich, daß das Gefühl nicht immer so bleiben würde, aber "jemals" war so weit weg... irgendwie unvorstellbar in dem Moment, zwar mit dem Verstand zu begreifen, aber irgendwie "unfühlbar". Konnte mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlen würde, wieder glücklich zu sein, auf eine andere Art, vielleicht mit einem anderen Menschen... hab mir so sehr gewünscht, das alles schon hinter mir zu haben...

Aber es hat seine Zeit gedauert. Trotzdem: Ich hab's überstanden. Und das wirst du auch! Auch wenn's dir jetzt kaum vorstellbar erscheint. Ein früherer guter Freund meinte zu mir mal sowas wie: "Es wird alles gut werden, wenn auch nicht immer so, wie man sich das vorgestellt hat oder erträumt". Und das stimmt. Es gibt mehr als EIN "Glück".

Heute bin ich wieder glücklich. Auf eine andere Art, als ich es früher war. Und mit jemandem, mit dem ich das niemals erwartet hätte.

Trotzdem kommen mir manchmal immer noch die Tränen, wenn bestimmte Erinnerungen hochkommen. Und ich traue mich nicht mehr, die Worte "für immer" auch nur zu denken. Passe auf, daß ich nicht zuviel träume. Klingt bescheuert, ist aber so. Kann auch mal vorkommen, daß ich im Gespräch mit meinem Freund ein beiläufiges "Das kannst du ja bei deiner nächsten Freundin so-und-so machen" oder ähnliches fallen lasse. Ihn verletzt das. Und das weiß ich. Aber es ist eine Art von Selbstschutz.

Für ihn bin ich die erste Beziehung, er liebt noch viel... vorbehaltloser, "unschuldiger" als ich. Er ist sich so sicher, daß sich an seinen Gefühlen nie was ändern wird, daß ich "die Richtige" bin. Er liebt so... selbstverständlich, bedingungslos. Das finde ich wunderschön, nur manchmal tut es mir leid, daß ich ihm dieses "für immer" nicht "zurückgeben" kann. Ich scheue mich vor diesen Worten. Das ist geblieben, als "Nachwirkung" der Trennung.

Aber auch das ist gut, so wie es ist. Es gehört zu mir dazu. Ohne diese Beziehung und auch ohne die Trennung wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin. Und das ist irgendwie auch ein schönes Gefühl, daß etwas davon immer in mir drin sein wird, mich auch für den Rest meines Lebens begleiten wird. Auch wenn ich jetzt einen neuen Weg gehe.

Na ja, mal wieder viel zuviel geschrieben. Wahrscheinlich interessiert dich das alles gar nicht... aber irgendwelche blöden, leeren Floskeln zu schreiben, fand ich noch blöder... :schuechte

Paß gut auf dich auf! Du bist stärker, als du dich jetzt fühlst, da hat mosquito schon ganz recht! Du bist ein ganz, ganz starker Mensch, innen drin. Denn auch Schwäche zeigen kann ein Zeichen von großer Stärke sein...

Sternschnuppe
 

Benutzer13029 

Verbringt hier viel Zeit
Hmmmm...

Mädels, ich knuddel euch jetzt einfach mal alle kollektiv durch... hab das Gefühl, so ein bißchen Aufmunterung tut euch ganz gut. :zwinker:

:knuddel:
 

Benutzer12012 

Sehr bekannt hier
wie lieb.

ich möchte, mit stolzgeschwollener brust anmerken, dass ichs geschafft habe, mich seit 11 tagen nicht bei ihm zu melden!

solange hab ich das noch nie geschafft.

und es war an einigen abenden ein harter kampf...
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
JuliaB schrieb:
wie lieb.

ich möchte, mit stolzgeschwollener brust anmerken, dass ichs geschafft habe, mich seit 11 tagen nicht bei ihm zu melden!

solange hab ich das noch nie geschafft.

und es war an einigen abenden ein harter kampf...
Na ja, hast ja auch einen "Neuen"...
 

Benutzer33752  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Habe gerade einen guten Freund von meinem Ex getroffen.
Er fragte wie es mir geht usw., und wir haben uns ne Weile unterhalten.
Dann sagte er: "Ich weiß irgendwie auch nicht, was mit Michael (mein Ex) im Moment los ist. Dem fällt die Trennung von dir auch nicht leicht. Ihn nimmt die ganze Sache mehr mit, als er vorher gedacht hat. Und ich bin mir auch sicher,dass er noch was für dich empfindet. Aber du weißt ja selbst am besten, dass er im Moment einige Probleme hat, mit denen er erstmal fertig werden muss. Und da hat er wohl keinen anderen Ausweg mehr gesehen, und sich von dir getrennt. Ist meine Meinung - und ich kenne Michael sehr gut!Aber ich hoffe das beste für dich! Du schaffst das schon!"

Na klasse. Als ich mich am Mittwoch mit meinem Ex getroffen hab, war er schon so komisch, hat kaum geredet, und jetzt erzählt mir sein Freund sowas. Irgendwie denke ich jetzt wieder viel zu viel über meinen Ex und unsere Beziehung nach - dabei will ich das doch gar nicht :-(!
 

Benutzer34626 

Verbringt hier viel Zeit
ich möchte, mit stolzgeschwollener brust anmerken, dass ichs geschafft habe, mich seit 11 tagen nicht bei ihm zu melden!

bei mir sind es jetzt auf den Tag genau 7 Tage, die ich mich nicht bei ihm gemeldet hab ...

naja *räusper* ich hab ihm die Woche nochmal einen Brief geschrieben, über den ich hier im Thread schon mal nachgedacht hab, aber ich hab schon 7 Tage keine SMS mehr geschrieben. :zwinker:

Ich hoff er antwortet mir auf den Brief, so riesengroße Hoffnungen auf eine neue Beziehung mit ihm mach ich mir ja schon gar nicht mehr, aber ich hätt trotzdem gern noch n paar Antworten von ihm. Naja mal sehen ob er den Mut hat :rolleyes2


ach ja und danke cruzha ..... fühl dich auch ge :knuddel: t
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
mosquito schrieb:
ich sag ja, du bist stark! schon jetzt. das wird an diesen zeilen hier von dir schon deutlich. glaub mir .

:schuechte Wirklich? Na, dann sollte ich das ja wohl wirklich durchstehen, oder? Es gibt doch auch "schwächere" Menschen, die einigermaßen gut durch ne Trennung kamen, oder?

mosquito schrieb:
(sonst hätt ich dir bestimmt schon was gesagt wie "krieg dich ein", kann ja sehr direkt sein, wenn ich meine, dass wer übertreibt...ähem)

Das ist es, was ich so an Dir mag (soweit ich das halt kenne). :zwinker: Darum gefallen mir Deine Beiträge so - und darum kann ich dem, was Du schreibst "vertrauen" (also, zB dass ich wirklich nicht jammerig rüberkomme oder sowas).

mosquito schrieb:
dann ist es auch richtig. und ein "könnte ich doch nur meine hätte-könnte-wäre abstellen, dann ginge es mir besser" wäre ja schon etwas absurd... ein bisschen kontrafaktisches denken und konjunktiv gehört dazu. aber gefährlich wirds, wenn man sich darin verliert. was du nicht tust.

Da pass ich auch sehr auf und rufe meine Gedanken sofort wieder zurück - wenn ichs Gefühl hab, es wird zu extrem. Ich will nicht anfangen, in einer was-wäre-gewesen-wenn-Vergangenheit zu leben. Ich will im Hier und Jetzt leben und ich kann eh nichts rückgängig machen, was passiert ist. Dann brauche ich auch nicht dauernd nachgrübeln, was wäre gewesen, wenn ich das und das anders gemacht hätte. Manchmal kommen so Gedanken hoch, aber eher in die Richtung, HÄTTE ich was anders gemacht, wenn ich vorher schon gewusst hätte, wie es kommen wird?! Wahrscheinlich HÄTTE ich vieles anders gemacht - aber das meiste wohl "schlechter", weil ich dauernd in der Panik gelebt hätte "Bald ist es vorbei". Dann wären all das aber auch keine schönen Erinnerungen mehr... Es wäre alles schwarz und dunkel... Lieber so, wie es jetzt ist. :jaa:

mosquito schrieb:
geht halt nicht immer - aber du kannst dir das natürlich vornehmen. oder auf einen zettel schreiben und an den spiegel kleben: "im JETZT leben!"

aber du weißt auf jeden fall, dass du das KANNST - genießen, im jetzt leben, intensiv leben. was auch immer das mit sich bringt...

Ja das weiß ich. Es beruhigt mich irgendwie. Ich mach es jetzt ja auch nicht anders. Es gibt noch so viel zu erledigen und durchzustehen, Dinge um die ich mir Sorgen machen könnte. Wie red ich mit meinem nächsten Freund über meine Vergangenheit? Will der mich dann überhaupt noch? Wie geht der damit um? Wie schaff ichs, über Weihnachten einen langen Besuch in meiner kleinen Wohnung (die gar nicht so klein ist) zu empfangen, ohne dass es mir zuviel wird? Wie geht das alles finanziell? -- Aber ich hab mir vorgenommen, jede einzelne Frage erst dann zu beantworten und anzugehen, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Das ist alles noch Zukunftsmusik - viel zu weit weg, um mir jetzt darüber Sorgen zu machen. Der nächste Schritt ist jetzt erstmal, meinen Ex aus meiner Wohnung beim Vermieter abzumelden und danach geh ich meine Einkommenssteuererklärung an. Danach seh ich weiter.

mosquito schrieb:
schmerz fühlen und ausleben und drüber schreiben und reden und heulen und weinen und besaufen (mal) und fluchen und trauern und weinen ist liebeskummer - aber kein selbstmitleidiges suhlen.

Also, besaufen kam erst einmal vor - ein einziges Mal überhaupt in meinem Leben. Es war grässlich (und trotzdem in diesem Moment das Richtige, irgendwie). :tongue: So bald tu ichs sicher nicht wieder. Da muss es mir schon arg schlecht gehen... Wenn ich den nächsten Anfall von Wut habe, dass alles so scheiße ist (nicht auf meinen Ex direkt, ich finde aktuell nichts, was ich ihm vorwerfen könnte), dann mache ich laut Nickelback an und wische das Wohnzimmer oder sowas. Und jetzt am Wochenende denke ich einfach gar nicht dran...

mosquito schrieb:
es ist doch das wechselspiel aus leben und drübernachdenken, was dazu führt, dass man LEBT und sich bewusst ist, wie sehr man lebt... hä...naja...hm.

Darfst das ruhig schreiben. Ich philosophier zwischendurch ganz gern mal - außerdem hats doch konkret mit diesem Liebeskummer zu tun, dann kann sowas doch schreiben? Leben ohne zu wissen, dass man lebt (oder wie man lebt) tun Kinder - sie machens richtig und toll, aber zum erwachsenwerden / -sein gehört ein bisschen Gedanken machen doch dazu...

mosquito schrieb:
na, ich hab keinen sohn, aber ich hatte damals noch einen hund. und der kam an, immer wieder, war mir nah, viel "zärtlicher" als sonst, beschäftigte mich, forderte auch mehr spaziergänge und war ausdauernder beim laufen, kam auch mit spielzeug an und warf mir das vor die füße und kläffte mich an, wenn ich mich einigelte - was der hund sonst SO nicht tat....

Ich hab zwei Zwergkaninchen. Und der Kleinere von beiden (Klausi) hat mich vorgestern sehr überrascht. Ich saß weinend vor dem Käfig und hatte die obere Klappe aufgemacht, damit ich sie streicheln konnte. Den abendlichen Auslauf hatten sie schon hinter sich, die Häsin hat gefressen. Also hab ich ihm meine Hand hingehalten, ihn erst gestreichelt und dann meine Hand einfach in den Käfig hängen lassen. Er ist sonst sehr schüchtern und nicht sehr anhänglich, ablecken tut er mich eigentlich fast nie (hat er nur mal gemacht, als er wegen seiner Kastration Zuneigung gebraucht hat, sonst nie). Ich hab gar nimmer hingeschaut, als auf einmal etwas an meiner Hand rumleckte. Dann hab ich hingeschaut - und war total überrascht. Das war nicht die Häsin. Das war Klausi... Erstmal hab ich dann so halb gelacht, halb geheult, weil ich mich so gefreut hab, dann hab ich noch ne halbe Stunde mit ihm rumgeschmust...

Tiere und auch Kinder (nicht alle, aber die etwas ruhigeren, sensibleren) spüren sehr genau, wenn etwas nicht stimmt und "helfen" auf ihre eigene Art.

mosquito schrieb:
na, du bist für eine akut liebeskummrige aber wirklich weise, respekt. das ist ganz ernstgemeint.]/b] nicht jeder kann das das so schnell so sehen wie du jetzt. und mancher würd leute dafür am liebsten töten, wenn sie so was "abgedroschenes", aber wahres wie "das leben geht ja weiter" von sich geben.

du hast schlicht und einfach recht. und es ist toll, dass du das alles durchaus erkennen kannst. auch wenn es den schmerz nicht unbedingt mindert.


:schuechte Danke... Das nehm ich jetzt mal als Kompliment...

Wenn das Leben NICHT weiter ginge - wenn es eben nie wieder aufwärts ginge - wozu würde ich denn dann überhaupt noch leben? Ist doch Unsinn, natürlich gehts weiter - und unter Umständen sogar besser oder wenigstens genauso gut wie vor meiner (im Moment) persönlichen Katastrophe. Und das Leben geht mit Sicherheit schneller weiter, wenn ich anpacke, daran arbeite, als wenn ich sitzen bleibe und alles an mir vorbeiziehen lasse. Ich mache schon wieder neue Pläne. Alles noch sehr verwaschen und weit weg - aber vielleicht...? Wer weiß. Und diese Pläne haben nur mit mir was zu tun. Es fängt bei so kleinen Sachen wie der Taufe vom Keks an, geht weiter mit seinem Geburtstag (im Dezember), dann denk ich drüber nach, mal ne Weile ins Fitnessstudio zu gehen, wenns die Finanzen erlauben (da wäre Kinderbetreuung für den Keks, die ich ja leider immer brauch, und vielleicht kann ich durch ne stärkere Beinmuskulatur meine Knie-OP rausschieben) und sogar über einen längeren (2 oder 3 Monate) Aufenthalt in den USA bei meinen Verwandten denk ich schon nach und überleg, ob das wohl hinhaut und wenn ja, wie ichs anstellen muss.

Du siehst - klar geht das Leben weiter. Nur eben anders, als ichs je vorhatte. Solche Träume wie heiraten, weitere Kinder oder meine Traumreise nach Island sind nicht weg - nur erstmal nach hinten verschoben und das "mit wem" ist unsicher.

mosquito schrieb:
und das ist der mut, den viele nicht aufbringen. ich wollte aber nicht wirklich leben, ohne so intensiv fühlen zu können...

Ich auch nicht. Das macht mein Leben aus. Nur wenn ich wirklich GANZ fühle, LEBE ich. Sonst existiert man doch bloß (für mein Empfinden).

mosquito schrieb:
ja, ich fühlte mich damals auch zum ersten mal EXTREM lebendig. dieser schmerz war auch ne art von kraft. die energie meiner gefühle - so kannte ich das nicht.

Diese Kraft kenne ich. Es ist das, was mich irgendwie auch "oben" hält, am ganz abstürzen hindert. Komisch eigentlich irgendwie... Vor meinem inneren Auge entsteht immer das Bild eines riesigen Strudels, der sich schnell dreht und nach unten zieht. Ich schwimme mitten drin. Raus komm ich nicht, dazu ist der Strudel viel zu stark. Aber ich kann mich einfach runterziehen lassen und durch den "Ausgang" (also unten) durchfallen lassen. Dann bin ich auch draußen. Ich darf mich nur nicht dagegen wehren (indem ich versuche, die Schmerzen oder was mich halt "runterzieht" zu verdrängen), sondern muss es ZULASSEN.

mosquito schrieb:
und ja, ich fand, danach war ich zum teil schon ein anderer mensch... "konflikte stärken den charakter", so sah ich das, auch konflikte mit mir selbst. sicher kann es auch was zerstören - aber insgesamt hat mich all das gestärkt.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich hinterher wieder etwas "stärker" bin als ich es jetzt schon war. Das war nach den letzten "Konflikten" genauso. Liebeskummer gehörte zwar bis jetzt nicht dazu, aber auch sonst war mein Leben nicht eben langweilig... :zwinker:

Ich hab mir eben nochmal durchgelesen, was ich gestern geschrieben hab. Dafür, dass ich Rotz und Wasser heulend vor dem PC saß, find ich das ziemlich erstaunlich, dass ich sogar in dieser Verfassung alles schon so "cool" sehen konnte. Ich glaube, es geht aufwärts mit mir. Auch wenn sicher noch viele Tiefschläge kommen werden...

Sternschnuppe_X schrieb:
Ja, ich war diejenige, die Schluß gemacht hat (und wahrscheinlich ging es meinem dann-Ex noch viel schlechter als mir ), trotzdem ging es mir so dreckig...

Mir ging es auch dreckig, als ich mit meinem Ex-Ex Schluss gemacht hab... Brauchst mir das nicht erklären...

Sternschnuppe_x schrieb:
Na ja, mal wieder viel zuviel geschrieben. Wahrscheinlich interessiert dich das alles gar nicht... aber irgendwelche blöden, leeren Floskeln zu schreiben, fand ich noch blöder...

Ich bin froh, dass Du es geschrieben hast. Eigentlich alles, was mir jemand schreibt (und klingt es aufs erste Mal lesen noch so bedeutungslos), bedeutet mir gerade ganz schön was. Danke.

Sternschnuppe_x schrieb:
Paß gut auf dich auf! Du bist stärker, als du dich jetzt fühlst, da hat mosquito schon ganz recht! Du bist ein ganz, ganz starker Mensch, innen drin. Denn auch Schwäche zeigen kann ein Zeichen von großer Stärke sein...

Es überrascht mich, dass ich von anderen so stark gesehen werde, wo ich mich oft gar nicht so empfinde. Wobei ich mich zurzeit als stärker empfinde als ichs schon war. Es gab Zeiten, wo es mir viel "schwächer" ging als jetzt. Aber das waren meistens Zeiten, wo ich auch nicht auf mich allein gestellt war - oder es nicht schaffte, so gut mit der Situation umzugehen. Denn jetzt finde ich mich gar nicht so schlecht... :schuechte Ich hoffe, das kommt jetzt nicht überheblich rüber...
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
SottoVoce schrieb:
:schuechte Wirklich? Na, dann sollte ich das ja wohl wirklich durchstehen, oder? Es gibt doch auch "schwächere" Menschen, die einigermaßen gut durch ne Trennung kamen, oder?

ja.

Das ist es, was ich so an Dir mag (soweit ich das halt kenne). :zwinker: Darum gefallen mir Deine Beiträge so - und darum kann ich dem, was Du schreibst "vertrauen" (also, zB dass ich wirklich nicht jammerig rüberkomme oder sowas).

wow, danke :schuechte ...

das ist übrigens auch ne stärke von dir: sowas einfach sagen zu können. es wirkt ehrlich und schlicht und toll. ich fühl mich geehrt und freu mich über so ein schönes kompliment.

und dass ich dir hier ausführlich antworte, liegt eindeutig daran, dass ich von dir beeindruckt bin (schon länger), du mir sympathisch bist und ich jetzt schon mitfühle, obwohl ich halt nur diese forenbeiträge von dir kenne.

so, jetzt aber mal inhaltlich weiter. :gluecklic

. Manchmal kommen so Gedanken hoch, aber eher in die Richtung, HÄTTE ich was anders gemacht, wenn ich vorher schon gewusst hätte, wie es kommen wird?! Wahrscheinlich HÄTTE ich vieles anders gemacht - aber das meiste wohl "schlechter", weil ich dauernd in der Panik gelebt hätte "Bald ist es vorbei". Dann wären all das aber auch keine schönen Erinnerungen mehr... Es wäre alles schwarz und dunkel... Lieber so, wie es jetzt ist. :jaa:

genau das ist es ja, was ich mit "du lebst nicht im konjunktiv" meine. man denkt mal in solchen kategorien, fragt sich "und wenn...?". aber du lebst eben sehr wohl in dem, was real ist, auch wenn du dich eben mal grübelnd fragst, was vielleicht hätte sein können.

ich hab mich ja auch gefragt, ob ich vielleicht meinem ex was sehr schlimmes angetan habe, indem ich überhaupt mit ihm zusammenwar - mein heutiger freund war damals schon in mich verliebt, ich HÄTTE das merken können, meinerseits waren auch irgendwie gefühle für meinen heutigen freund da, schon damals. aber damals eben MEHR für meinen jetzt-ex. ich kam zum schluss: nein, es war richtig so. die beziehung war gut, schön, richtig. ich war damals noch sehr anders als heute in einigen bereichen. damals HÄTTE es mit meinem heutigen freund NIX werden können. die "reihenfolge" stimmt. und mein ex hat auch nie bereut, dass wir zusammen waren, auch wenn er meint, dass es schlimm ist, dass er mich auf bestimmte art verloren hat. und dass er ja schon früh mal spürte, dass da ein ANDERES band zwischen mir und meinem heutigen freund ist. er hat den kontakt zwischen mir und p. ja sogar gefördert. alles seltsam.
aber es ist, wie es ist, weil es war, wie es war. so is das. *lächel*

Aber ich hab mir vorgenommen, jede einzelne Frage erst dann zu beantworten und anzugehen, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Das ist alles noch Zukunftsmusik - viel zu weit weg, um mir jetzt darüber Sorgen zu machen. Der nächste Schritt ist jetzt erstmal, meinen Ex aus meiner Wohnung beim Vermieter abzumelden und danach geh ich meine Einkommenssteuererklärung an. Danach seh ich weiter.

guter plan!

Also, besaufen kam erst einmal vor - ein einziges Mal überhaupt in meinem Leben. Es war grässlich (und trotzdem in diesem Moment das Richtige, irgendwie). :tongue: So bald tu ichs sicher nicht wieder. Da muss es mir schon arg schlecht gehen...

hab ich mitbekommen. war einfach ein beispiel für ablenken und "umgehen" - natürlich ist besaufen nur ein "ersticken", es bringt nix, man betäubt sich, ...aber auch das gehört manchmal dazu. und ist dann eben auch mal richtig (wenn man nur zu haus sitzt und keine dummen sachen macht, die andere schädigen...).

Wenn ich den nächsten Anfall von Wut habe, dass alles so scheiße ist (nicht auf meinen Ex direkt, ich finde aktuell nichts, was ich ihm vorwerfen könnte), dann mache ich laut Nickelback an und wische das Wohnzimmer oder sowas. Und jetzt am Wochenende denke ich einfach gar nicht dran...

hast du was schönes vor?
ich hab mich auch noch nie aus wut oder trauer besoffen, damals in meiner kummerzeit mochte ich alkohol eh noch so gut wie gar nicht. ich bin dann öfter einfach losgelaufen, wenn alles zu eng wurde in mir. ne stunde durch die feldmark rennen ist da klasse.

Darfst das ruhig schreiben. Ich philosophier zwischendurch ganz gern mal - außerdem hats doch konkret mit diesem Liebeskummer zu tun, dann kann sowas doch schreiben? Leben ohne zu wissen, dass man lebt (oder wie man lebt) tun Kinder - sie machens richtig und toll, aber zum erwachsenwerden / -sein gehört ein bisschen Gedanken machen doch dazu...

irgendwie wusst ich einfach plötzlich nicht mehr, was ich sagen will, aber irgendwas stand da - ich hab nicht mehr verstanden, was, aber ich ließ es mal so stehen, incl. ähm ;-))

Tiere und auch Kinder (nicht alle, aber die etwas ruhigeren, sensibleren) spüren sehr genau, wenn etwas nicht stimmt und "helfen" auf ihre eigene Art.

ja, und das ist wohl was, was nicht-eltern und nicht-tier"haber" nie kennenlernen werden. neulich hat mich ein freund in meiner wg besucht. er hat grad massiv alle möglichen probleme, geld, gesundheit, job, frau/liebe, einsamkeit, richtig schlimm. an dem einen tag war dann noch so ein hammer passiert, er wurde endgültig von einer frau verlassen. er weint öfter mal vor mir. in dem moment war es noch nicht so weit. er hatte noch nix gesagt außer "hallo". der kleine kater meines mitbewohners ist schon zutraulich, aber auch einzelgänger, kommt also nicht immer sofort an. kaum saß l. auf meinem sofa in seinem mühsam verborgenen elend, kam anton angestratzt und rieb seinen kopf an seinem bein und kletterte auf ihn drauf, stupste ihn immer wieder an, schnurrte ihn zu, blieb zwanzig minuten am stück an ihm dran...
l. meinte nur: "du fieser kleiner wicht, warum weißt du nur, wie es mir geht?" und brach dann kurz ein bisschen ein in seiner selbstbeherrschung...

auch bei mir ist der kleene sofort da, wenn was mal "nicht stimmt". was für sensoren!

:schuechte Danke... Das nehm ich jetzt mal als Kompliment...

jau, so war es gemeint.

Wenn das Leben NICHT weiter ginge - wenn es eben nie wieder aufwärts ginge - wozu würde ich denn dann überhaupt noch leben? Ist doch Unsinn, natürlich gehts weiter - und unter Umständen sogar besser oder wenigstens genauso gut wie vor meiner (im Moment) persönlichen Katastrophe. Und das Leben geht mit Sicherheit schneller weiter, wenn ich anpacke, daran arbeite, als wenn ich sitzen bleibe und alles an mir vorbeiziehen lasse.

ja. aber die erkenntnis muss man erstmal haben. und auch annehmen. und das gelingt dir - mitten im elend. was zeigt, dass du schon weiter bist, als du manchmal denkst...

Ich mache schon wieder neue Pläne. Alles noch sehr verwaschen und weit weg - aber vielleicht...? Wer weiß. Und diese Pläne haben nur mit mir was zu tun.
....

wunderbar!

Du siehst - klar geht das Leben weiter. Nur eben anders, als ichs je vorhatte. Solche Träume wie heiraten, weitere Kinder oder meine Traumreise nach Island sind nicht weg - nur erstmal nach hinten verschoben und das "mit wem" ist unsicher.

auf jeden fall mit DIR. und dem keks. wer da noch ne rolle spielt - wird sich zeigen.

Ich auch nicht. Das macht mein Leben aus. Nur wenn ich wirklich GANZ fühle, LEBE ich. Sonst existiert man doch bloß (für mein Empfinden).

da sind wir uns ähnlich.

Diese Kraft kenne ich. Es ist das, was mich irgendwie auch "oben" hält, am ganz abstürzen hindert. Komisch eigentlich irgendwie... Vor meinem inneren Auge entsteht immer das Bild eines riesigen Strudels, der sich schnell dreht und nach unten zieht. Ich schwimme mitten drin. Raus komm ich nicht, dazu ist der Strudel viel zu stark. Aber ich kann mich einfach runterziehen lassen und durch den "Ausgang" (also unten) durchfallen lassen. Dann bin ich auch draußen. Ich darf mich nur nicht dagegen wehren (indem ich versuche, die Schmerzen oder was mich halt "runterzieht" zu verdrängen), sondern muss es ZULASSEN.

vom strudelschwimmer zum zwischendrin-taucher...
wichtig ist halt, dass du den strudel als etwas mit AUSGANG siehst. nicht als so gefährlich, dass du ertrinkst - sondern als momentanes phänomen, mit dem man "leben" kann, etwas, was zu bewältigen ist. mit eigener strategie.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich hinterher wieder etwas "stärker" bin als ich es jetzt schon war. Das war nach den letzten "Konflikten" genauso. Liebeskummer gehörte zwar bis jetzt nicht dazu, aber auch sonst war mein Leben nicht eben langweilig... :zwinker:

langweilig sicher nicht...das mein ich ja mit stärke, du hast schon einiges gepackt und überstanden. liebeskummer ist widerlich und schlimm, aber man kann das ertragen und überleben und es hinter sich lassen.

Ich hab mir eben nochmal durchgelesen, was ich gestern geschrieben hab. Dafür, dass ich Rotz und Wasser heulend vor dem PC saß, find ich das ziemlich erstaunlich, dass ich sogar in dieser Verfassung alles schon so "cool" sehen konnte. Ich glaube, es geht aufwärts mit mir. Auch wenn sicher noch viele Tiefschläge kommen werden...

meine rede - du hast da schon viel begriffen, obwohl du noch mitten im kummer bist. und gleichzeitig zeigt das, dass du längst nicht mehr NUR drinsteckst, sondern schon auf dem weg bist, auch wenn da noch mal fallen lauern und es wieder weh tun wird, wenn du es nicht erwartest...

Es überrascht mich, dass ich von anderen so stark gesehen werde, wo ich mich oft gar nicht so empfinde. Wobei ich mich zurzeit als stärker empfinde als ichs schon war. Es gab Zeiten, wo es mir viel "schwächer" ging als jetzt. Aber das waren meistens Zeiten, wo ich auch nicht auf mich allein gestellt war - oder es nicht schaffte, so gut mit der Situation umzugehen. Denn jetzt finde ich mich gar nicht so schlecht... :schuechte Ich hoffe, das kommt jetzt nicht überheblich rüber...

keine sorge.

ich fand mich in der zeit, als ich mich trennte von meinem ex, ganz furchtbar schwach. ich war die, die es letztlich aktiv "entschied", auch wenn vorher da schon klar war, dass es nicht mehr geht, und es somit nicht einen trenner und einen verlassenen gab.

ich war schon mitten im neu verlieben. und trotzdem litt ich so sehr, vorwürfe mir selbst gegenüber, trauer, angst, ...ich weinte viel. das bekam auch der "neue" mit. ich war auch ihm gegenüber oft so schwach, weil ich mich so verunsichert fühlte. er dagegen meinte, als ich das mal äußerte, dass es so "asymmetrisch" sei und ich so oft schwach: "also ich find dich ganz schön stark. du beeindruckst mich, du imponierst mir, ich finde dich schon so lange so enorm großartig." ich konnte ihm das erst nicht wirklich glauben.

in vielen bereichen hab ich mal irgendwo "führung" übernommen, obwohl ich nicht wollte, übernahm das reden/verhandeln, nahm was in die hand, entschied, ...und verstand das nicht, denn ich fühlte mich dazu gar nicht berufen. meine selbstwahrnehmung und fremdwahrnehmung waren so enorm unterschiedlich...

was heißt stark?
ich sehe bei dir stärke, weil du TROTZ diverser widrigkeiten und blöder umstände eben nicht selbstmitleidig passiv da sitzt. sondern weil du die sache analysierst, ordentlich leidest, trauerst, fühlst, abwägst, planst, hoffst, wütest, weinst, denkst, träumst. das ist stärke.

weil du eben - mitten im kummer wegen dieses verlustes - so lebendig bist.
 

Benutzer15049  (35)

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~beatsteak~ schrieb:
er spielt mommentan bei hidden in the fog

und is echt der tollste typ denich jemals kennengelernt hab (man gut dassich nich euphorisch bin,...) ach ne,war echt n schöner abend/nacht,...

der is so lieb und whaaaa *ausflippen könnt*

<-----übelst verknallt....

wennich den nich krieg,fangich wieder an den thread hier vollzunöckeln,...

und ich hör erst sonntag wieder was von ihm,...bin ja mal gespannt was er von mir hält °~°
 

Benutzer12012 

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Sternschnuppe_x schrieb:
Na ja, hast ja auch einen "Neuen"...

? was hatn das damit zu tun?

deshalb isses für mich auf einmal nicht mehr schwer oder was?

bloß weil ich jemand anderen habe, heißt das doch nicht, dass ich nicht unbedingt wissen möchte, wie es meinem ex-freund geht oder was von ihm hören, mich bei ihm melden möchte.

Pinaco schrieb:
Habe gerade einen guten Freund von meinem Ex getroffen.
Er fragte wie es mir geht usw., und wir haben uns ne Weile unterhalten.
Dann sagte er: "Ich weiß irgendwie auch nicht, was mit Michael (mein Ex) im Moment los ist. Dem fällt die Trennung von dir auch nicht leicht. Ihn nimmt die ganze Sache mehr mit, als er vorher gedacht hat. Und ich bin mir auch sicher,dass er noch was für dich empfindet. Aber du weißt ja selbst am besten, dass er im Moment einige Probleme hat, mit denen er erstmal fertig werden muss. Und da hat er wohl keinen anderen Ausweg mehr gesehen, und sich von dir getrennt. Ist meine Meinung - und ich kenne Michael sehr gut!Aber ich hoffe das beste für dich! Du schaffst das schon!"

Na klasse. Als ich mich am Mittwoch mit meinem Ex getroffen hab, war er schon so komisch, hat kaum geredet, und jetzt erzählt mir sein Freund sowas. Irgendwie denke ich jetzt wieder viel zu viel über meinen Ex und unsere Beziehung nach - dabei will ich das doch gar nicht :-(!

naja, das klingt ja schon, als wär hoffnung, dass ihr nochmal zusammen kommt...

aber steiger dich da nicht rein.

lass ihm zeit, seine probleme zu klären und dann müsst ihr gucken, was passiert.

(wobei, solltet ihr irgendwann mal wieder zusammen kommen, kann das natürlich, meiner meinung nach, nicht so bleiben, dass er schluss macht, wenn er probleme hat...)

may schrieb:
bei mir sind es jetzt auf den Tag genau 7 Tage, die ich mich nicht bei ihm gemeldet hab ...

naja *räusper* ich hab ihm die Woche nochmal einen Brief geschrieben, über den ich hier im Thread schon mal nachgedacht hab, aber ich hab schon 7 Tage keine SMS mehr geschrieben. :zwinker:

:zwinker: glückwunsch!


Ich hoff er antwortet mir auf den Brief, so riesengroße Hoffnungen auf eine neue Beziehung mit ihm mach ich mir ja schon gar nicht mehr, aber ich hätt trotzdem gern noch n paar Antworten von ihm. Naja mal sehen ob er den Mut hat :rolleyes2

na dann drücken wir mal die daumen.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
JuliaB schrieb:
? was hatn das damit zu tun?

deshalb isses für mich auf einmal nicht mehr schwer oder was?

bloß weil ich jemand anderen habe, heißt das doch nicht, dass ich nicht unbedingt wissen möchte, wie es meinem ex-freund geht oder was von ihm hören, mich bei ihm melden möchte.
Nein, so war das nicht gemeint, sorry. :schuechte War doch selbst in deiner Situation, hatte zwar direkt nach der Trennung keine Beziehung, aber schon jemanden, der mich getröstet, in den Arm genommen hat und wo ich auch schon ein bißchen Gefühle hatte (jetzt mein Freund...).

MIR SELBST ging es zwar - na ja - verhältnismäßig "gut" (zumindest wohl im Vergleich zu meinem Ex... :rolleyes2), aber in Bezug auf ihn ging's mir immer noch schlecht, weil ich wußte, wie mies er sich fühlt und mir das auch immer noch wehtat, auch wenn ich keine Beziehung mehr mit ihm wollte...

Nur... bei mir war das damals so, daß mein Ex teilweise ziemlichen "Terror" gemacht hat (inkl. Selbstmorddrohungen), mich immer und immer wieder dieselben Sachen gefragt hat, so richtig quälend... darum hatte ich irgendwie nicht SO den Drang, ihn anzurufen, sondern war eher froh, wenn ich mir nicht ständig wieder dieselben Beschuldigungen und Fragen anhören mußte... :rolleyes2 Ich bin von mir selbst ausgegangen, und vom Verhalten MEINES Ex-Freundes damals, und hab das auf deine Situation übertragen. Deshalb konnte ich dein "Ich hab's geschafft, mich x Tage nicht zu melden" irgendwie nicht so ganz nachvollziehen... sorry nochmal, weiß nicht, ob ich das jetzt richtig erklärt hab...

Sternschnuppe
 

Benutzer12012 

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~beatsteak~ schrieb:
und is echt der tollste typ denich jemals kennengelernt hab (man gut dassich nich euphorisch bin,...) ach ne,war echt n schöner abend/nacht,...

der is so lieb und whaaaa *ausflippen könnt*

<-----übelst verknallt....

wennich den nich krieg,fangich wieder an den thread hier vollzunöckeln,...

und ich hör erst sonntag wieder was von ihm,...bin ja mal gespannt was er von mir hält °~°

:grin: is ja süß! *Daumen.quetsch*

Sternschnuppe_x schrieb:
Nein, so war das nicht gemeint, sorry. :schuechte

MIR SELBST ging es zwar - na ja - verhältnismäßig "gut" (zumindest wohl im Vergleich zu meinem Ex... :rolleyes2), aber in Bezug auf ihn ging's mir immer noch schlecht, weil ich wußte, wie mies er sich fühlt und mir das auch immer noch wehtat, auch wenn ich keine Beziehung mehr mit ihm wollte...

Nur... bei mir war das damals so, daß mein Ex teilweise ziemlichen "Terror" gemacht hat (inkl. Selbstmorddrohungen), mich immer und immer wieder dieselben Sachen gefragt hat, so richtig quälend... darum hatte ich irgendwie nicht SO den Drang, ihn anzurufen, sondern war eher froh, wenn ich mir nicht ständig wieder dieselben Beschuldigungen und Fragen anhören mußte... :rolleyes2 Ich bin von mir selbst ausgegangen, und vom Verhalten MEINES Ex-Freundes damals, und hab das auf deine Situation übertragen. Deshalb konnte ich dein "Ich hab's geschafft, mich x Tage nicht zu melden" irgendwie nicht so ganz nachvollziehen... sorry nochmal, weiß nicht, ob ich das jetzt richtig erklärt hab...

Sternschnuppe

achso.

naja, im vergleich zu ihm gehts mir wohl einigermaßen gut.

aber is halt schon ne andere situation bei uns.
er ist mir wichtig, ich hab ihn noch sehr lieb und weiß, dass er leidet und grad ganz allein ne verwirrende phase (neue stadt, neue leute, er kennt NIEMANDEN da, er studiert jetzt usw.) durchmachen muss, in der er vorher auf meine unterstützung gezählt hatte, ich hab aber kurz vorher mit ihm schluss gemacht.

ich wüsst gern, wie er damit klarkommt, weiß aber, wenn ich mich melde, tu ich ihm weh, reiß die wunde wieder auf und bring seine gefühle wieder ins komplette chaos und das kann ich ihm, weil er mir wichtig ist, nicht antun.

aber ich hab so viele abend zig mal vor meinem handy gesessen und wollte ihm schreiben, so gern wissen, wies ihm geht...

und er fehlt mir halt auch.
 
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