Bin ich beziehungsunfähig?

Benutzer162572 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo zusammen,

ich hole mal etwas aus, und hoffe, dass der Text nicht zu lang wird.
Vor einigen Jahren, dazu gab es damals auch einen Thread von mir, hatte ich meine erste Beziehung, und war das erste Mal richtig verliebt. Das ganze ging unschön auseinander, woran mehrere Freundschaften zerbrachen. Mit ein wesentlicher Faktor war damals das Thema Nähe. Ich hatte ein deutlich größeres Bedürfnis nach Nähe zu ihr, als sie das zu mir hatte. Während ich mit ihr Zeit verbringen wollte, und wenn es nur alltägliche Erledigungen waren, hatte ich eher das Gefühl eine Last zu sein, als eine Stütze. Wir waren allerdings auch beide sehr unerfahren, und nicht sonderlich sensibel im Umgang mit den Gefühlen des Anderen, im Nachhinein betrachtet.

Seither hatte ich keine Liebschaft mehr, die ich als Beziehung bezeichnen würde. Vor anderthalb Jahren bahnte sich allerdings wieder etwas an, das zu einer Beziehung geführt hätte, hätte ich nicht die Reißleine gezogen. Damals hat objektiv alles perfekt gepasst, und war so wie ich mir das eigentlich von einer Partnerin immer gewünscht habe. Wir beide hatten unseren Freiraum, das Bedürfnis nach Sex und körperlicher Nähe war auch genau auf einer Wellenlänge, und es war einfach harmonisch und schön miteinander. Wenn ich dann allerdings wieder auf dem Heimweg oder allein war, habe ich mich unfassbar leer gefühlt. Nicht dieses "erfüllt sein", was ich von früher noch irgendwie kannte. Ich habe mich so in diese innere Leere hineingesteigert, bis ich mich so unter Druck gefühlt habe, und sie nicht länger hinhalten wollte, da sie schon ziemlich verliebt in mich war.

Wir drehen die Uhr 14 Monate weiter zum heutigen Datum. In den letzten Wochen habe ich mal wieder eine hübsche junge Frau kennengelernt, und mich heute das mittlerweile dritte Mal mit ihr getroffen. Wir verstehen uns soweit echt gut, können miteinander rumalbern, und die Zeit vergeht echt schnell. Bislang war körperlich noch nichts, außer einer eigentlich viel zu romantischen Situation heute, wo wir locker drei Stunden im Regen am See saßen. Unter einem Baum, sodass unsere Bank trocken blieb, sie sich an mich gelehnt hat, und ich meinen Arm um sie geschlungen hatte. Wir saßen einfach da, haben Enten beobachtet und über alles mögliche geredet.

Auch da habe ich langsam das Gefühl, dass sie sich in mich verliebt. Nach unserem letzten Treffen (vor einer Woche) meinte sie , dass sie da noch Stunden mit mir hätte verbringen können.

Nach drei Treffen fühle ich mich aber immer noch einfach leer. Ich verbringe gern Zeit mit ihr, und habe körperlich auch definitiv Interesse. Aber irgendwie rührt sich da nichts, ich fühle mich wie ein Eisklotz. Unsere Dates empfand ich als relativ monoton, was auch ein Stück weit der Situation geschuldet ist. Ohne gutes Wetter kann man derzeit ja kaum etwas anderes unternehmen, als in die Natur zu gehen. Da sie auch noch bei ihren Eltern wohnt (wie ich), ist auch nichts mit gemeinsamem Kochen o.ä.

Ich frage mich langsam ernsthaft, ob ich schlicht unfähig bin, eine Beziehung zu führen? Oder habe ich bislang einfach nicht "die Richtige" gefunden? Falls doch, wie soll ich das überhaupt nach ein paar Dates für mich herausgefunden haben?

Ein Stück weit mache ich mir selbst auch Druck, sobald ich merke, dass jemand wirklich tieferes Interesse an mir hat. Irgendwie kommt da die Angst hoch, die andere Person zu verletzen oder zu enttäuschen, wenn ich erst nach einer längeren Zeit merke, dass wir doch nicht zueinander passen.

Kennt das vielleicht jemand von sich selbst?

VersatileGuy
 

Benutzer177659  (37)

Öfters im Forum
Ein Stück weit mache ich mir selbst auch Druck, sobald ich merke, dass jemand wirklich tieferes Interesse an mir hat. Irgendwie kommt da die Angst hoch, die andere Person zu verletzen oder zu enttäuschen, wenn ich erst nach einer längeren Zeit merke, dass wir doch nicht zueinander passen.
Die Angst würde ich für unbegründet halten. Wenn man in der Beziehung achtsam miteinander umgeht und auf sich gegenseitig Rücksicht nimmt, dann ist doch jede Beziehung eine Bereicherung, auch wenn sie nicht ewig hält.
Ich denke ohne Schmerzen an meine Exbeziehung zurück, es war eine gute Zeit und die Trennung war dann auch richtig und fair. Sowas bereichert das Leben doch, und man kann immer was mitnehmen.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ob man zueinander passt weiß man ja nie so ganz sicher. Erst recht nicht in einer frühen Phase, und wenn man wenig Erfahrungen hat.

Und ich glaube auch, manche Sachen idealisiert man sich vielleicht zu sehr. Nicht jeder Moment mit einem tollen Menschen ist Feuerwerk.

Wenn dich die Aktivitäten die ihr habt nicht so sehr reizen, aber wegen Corona nicht so viel anderes möglich ist, gibt es ja auch einen verständlichen Grund warum du es etwss monoton findest, der nichts mit ihr zu tun haben muss.
 

Benutzer183941 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ein Stück weit mache ich mir selbst auch Druck, sobald ich merke, dass jemand wirklich tieferes Interesse an mir hat. Irgendwie kommt da die Angst hoch, die andere Person zu verletzen oder zu enttäuschen, wenn ich erst nach einer längeren Zeit merke, dass wir doch nicht zueinander passen
Hallo,
Lass das Gefühl doch mal auf dich wirken, es fühlt sich doch auch schön an wenn man merkt da hat jemand ernsthaft interesse.

Geh liebevoll mit ihr um und denke nicht daran sie zu verletzen warum solltest du das auch. In der ersten Zeit ist man doch sowieso so sensible um bloß alles richtig zu machen, man verbringt Zeit lebt quasi wie in einem Film sieht und nimmt eigentlich gar nicht war was um einen sonst passiert.
Ob ihr nicht zueinander passt wird sich zeigen, dass aber jetzt als Problem zu sehen... Mache es nicht es nimmt dir die freude die du/ihr jetzt habt.

Am ende ist es auch ne erfahrung die du machst egal wie es nun ausgehen wird. Würde auf jeden fall dran bleiben und das bestmögliche rausholen. Genieße es bleib du selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer162572 

Verbringt hier viel Zeit
manche Sachen idealisiert man sich vielleicht zu sehr
Ich glaube das ist tatsächlich ein guter Punkt. Gefühlt könnte ich an jedem eine Kleinigkeit finden, an der ich mich aufhänge. Was ja auch den Anspruch impliziert, dass alles direkt perfekt passen muss. Was wiederum völliger Käse ist.

man verbringt Zeit lebt quasi wie in einem Film sieht und nimmt eigentlich gar nicht war was um einen sonst passiert
Hm. Das würde ich sagen ist eben genau so (m?)eine idealisierte Erwartungshaltung, der ich womöglich gar nicht gerecht werden kann. Das war ja eigentlich so ein Film Moment gestern, der mir halt nicht unbedingt so vorkam. Ich war da eher Zuschauer als Schauspieler.


gibt es ja auch einen verständlichen Grund warum du es etwss monoton findest, der nichts mit ihr zu tun haben muss.
Ja da hast du recht. Bislang war es halt immer spazieren, eine Kleinigkeit zu essen / trinken holen und sich auf ein Bänkchen setzen. Schmeichelt mir natürlich, wenn sie da (gestern meinte sie das dann auch) noch "ewig mit mir hätte sitzen können".

Ich fand es zwar auch ganz schön mit ihr. Allerdings wohl nicht SO schön, wie sie das mit mir empfindet. Daher auch die Angst, dass ich sie da verletzen könnte. Weil es mir eben nicht unbedingt so geht, und ich das nicht direkt so erwidern kann.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Manchen Leuten reichen nicht ein paar Treffen, um Bauchkribbeln zu haben und sich verknallt zu fühlen.
Ich brauche dafür ein gewisses Maß an Vertrautheit, die stellt sich nicht so schnell ein. Die aktuellen Beschränkungen durch Corona sind sicher auch nicht hilfreich, aber da dürfte sich jetzt im Sommer auch einiges lockern.
Und klar, kann natürlich auch einfach sein, dass du dich nicht so richtig in sie verknallst. Manchmal funkt es halt nicht, auch wenn die andere Person attraktiv und lieb ist 🤷🏻‍♀️. Deshalb ist man nicht beziehungsunfähig.
 

Benutzer183941 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hm. Das würde ich sagen ist eben genau so (m?)eine idealisierte Erwartungshaltung, der ich womöglich gar nicht gerecht werden kann.
Wenn du es aber nicht zulässt wie willst du es denn rausfinden ob es nicht doch passt.
Verkopf dich doch nicht in negativen Gedanken. Am Ende des Tages hast du nur 2 Möglichkeiten dich darauf ein zulassen oder zu sagen ich kann dem eh nicht gerecht werden.

2. Würde ich erstmal ausschließen damit nimmst du dir doch jede Möglichkeit.
Befreie dich von den Zweifeln und geh mit Freude daran warte ab was passiert.
 

Benutzer181422 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn du richtig verliebt bist, dann fieberst du dem nächsten Treffen nach.

Was du nun genau unter leer verstehst, kann ich nur vermuten.
Meine Vermutung: Dein Hirn schüttet viele Glückhormone aus, wenn du vor Ort bist, dein Kopf ist aber leer (auch Hormone müssen nachproduziert werden), wenn du wieder gehst.
 

Benutzer181426  (39)

Klickt sich gerne rein
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die einfach etwas Zeit brauchen, um Gefühle zu entwickeln, oder auch nur um warm zu werden und sich zu sortieren. Das ist an sich ja gar nichts schlimmes.

Bleib doch erstmal im Hier und Jetzt. Genießt du die Zeit mit ihr, bist du gern mit ihr unterwegs, und möchtest du sie gern wiedersehen? Dann ist doch erstmal alles gut. Ich finde nicht, dass zwingend beim ersten, zweiten, dritten Date die Funken sprühen müssen.
Ja, ich habe mich einmal im Leben auf den ersten Blick verknallt. Aber sonst wuchsen Gefühle bei mir immer im Laufe einiger Monate.

Du weißt für dich vielleicht noch nicht, ob du dich in sie verlieben wirst, aber das heißt ja nicht, dass du ihr etwas vormachst. Man kann nämlich auch ganz offen sagen: "Ich bin nicht so schnell was Gefühle angeht, und ich weiß noch nicht, wo das hier hinführt. Aber ich mag dich, ich fühle mich wohl mit dir und ich möchte dich gerne wiedersehen."

Gut Ding will Weile haben.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich fand es zwar auch ganz schön mit ihr. Allerdings wohl nicht SO schön, wie sie das mit mir empfindet. Daher auch die Angst, dass ich sie da verletzen könnte. Weil es mir eben nicht unbedingt so geht, und ich das nicht direkt so erwidern kann.
Ich bin auch so :zwinker:
Das Beste, das man doch tun kann, ist einfach ehrlich sein.

Ich verliebe mich erstens wahnsinnig selten und zweitens recht spät.
Was aber dabei wichtig ist, ist dass der Grundfunke von Anfang an da ist. Der kann natürlich auch ausgehen, wenn man sich besser kennen lernt... oder eben wachsen.

Ich dachte bis Anfang 20, ich bin irgendwie kaputt, weil ich IMMER bei allem, was andere wohl romantisch gefunden hätten, eher von außen zugeguckt hab und dachte, joa, ganz nett, stört jetzt auch nicht so sehr, aber DAS soll es sein? Ging mir mit Dates so, mit Küssen, mit Sex... war alles eher gedämpft. Nicht schlecht, aber ob ich das nun hatte oder nicht hat keinen großen Unterschied gemacht. Ich dachte, ich bin eben so. Und alle haben diese Dinge irgendwie erwartet, mich hat es nicht weiter angestrengt, also hab ich halt mit gemacht.

Bis ich mich wirklich ernstlich verliebt habe - und seither weiß ich für MICH, es passiert zwar super selten, und ich bin meist einfach sachlich kopforientiert, aber es KANN auch anders sein. Es kann brennen, und knallen und andauernd wehtun und hoch fliegen und tief fallen und rosa glitzern all das. Aber ich glaube nicht, dass ich das nochmal suche.... so hoch man fliegt, so tief fällt man auch, und man verliert all die wichtigen Dinge wie was denn wirklich zueinander passt, vollkommen aus den Augen. Also ich halt :grin: andere können da vielleicht auch gemäßigt, aber wenn ich einmal emotional so richtig anspringe, ist Mäßigung nicht mehr so meins.

Von daher würde ich mich bei deiner Schilderung fragen, was du eigentlich wirklich willst. Hollywood Stichflammen? Oder vielleicht etwas anderes? Ich glaube herauszufinden was man will und was man braucht und das zusammenzubringen, ist die schwerste Übung, wenn man da nicht so ganz normtickend ist.
 

Benutzer135188 

Meistens hier zu finden
Nochmal ein anderer Gedanke neben dem Sich-langsam-verlieben: Kann es vielleicht auch sein, dass du dich unterbewusst schützen möchtest, weil deine erste Beziehung ziemlich schmerzhaft geendet hat (und du dabei auch noch Freunde verloren hast) und deshalb eine engere Bindung vermeidest?
 

Benutzer162572 

Verbringt hier viel Zeit
Meine Vermutung: Dein Hirn schüttet viele Glückhormone aus, wenn du vor Ort bist
Nicht wirklich. Es ist ganz nett mit ihr. Aber das ist es dann halt auch irgendwie.

Von daher würde ich mich bei deiner Schilderung fragen, was du eigentlich wirklich willst. Hollywood Stichflammen? Oder vielleicht etwas anderes? Ich glaube herauszufinden was man will und was man braucht und das zusammenzubringen, ist die schwerste Übung, wenn man da nicht so ganz normtickend ist.
Ich bin mir tatsächlich nicht ganz sicher. Einerseits wünsche ich mir jemanden, bei dem ich mich zu Hause fühle. Andererseits ist so viel in meinem Leben seit Jahren einfach im Umbruch, dass ich mich selbst eigentlich schon ziemlich auslaste. Das wird sich, sollte ich im Oktober in den Job starten können, bestimmt etwas legen. Stand jetzt fühle ich mich aber schon etwas rastlos und nicht wirklich bereit, mich festzulegen.

Wenn ich ehrlich zu mir bin, hänge ich diesem Gefühl von früher (wichtig: Nicht ihr) nach. Das war damals direkt nach dem Abi, also insgesamt eine sehr unbeschwerte Zeit. Ich hab mich extrem frei gefühlt, aber auch immer richtig gefreut, was mit meiner damaligen Freundin zu machen. Und wenn es nur gemeinsames Einkaufen war, war trotzdem alles neu und schön. Stand jetzt fühlt sich irgendwie einfach alles gleich an. Mich bringt in letzter Zeit nichts aus der Ruhe, aber auch nichts wirklich zum aufblühen. Und so ist das mit ihr gerade auch. Daher frage ich mich auch weniger, ob es jetzt an ihr, oder nicht viel eher an mir selbst liegt.

Kann es vielleicht auch sein, dass du dich unterbewusst schützen möchtest, weil deine erste Beziehung ziemlich schmerzhaft geendet hat (und du dabei auch noch Freunde verloren hast) und deshalb eine engere Bindung vermeidest?
Puh, gut möglich. Womöglich habe ich auch einfach Angst, etwas zu verpassen? Wie Chaotica schon sagte, dieses Gefühl von "das soll es jetzt sein?" kenne ich nur zu gut, auch bei anderen Dingen im Leben. Wenn ich etwas über mich weiß, dann, dass ich mich nur all zu gern an Defiziten orientiere und aufhänge. Das spielt öfter gegen mich.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dass du offenbar generell derzeit nicht viel fühlst, ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Andererseits geht jeder Mensch schon mal durch schwierige Zeiten, und davon hatten wohl die meisten von uns zuletzt genug.

Du schreibst ja auch selbst, dass du zuletzt sehr auf die Dinge fokussiert bist, die in deinem Leben passieren. Und dass Besserung in Sicht ist.

Ob jetzt wirklich einfach bei dir der Funke nicht überspringt, oder ob es länger braucht, finde ich aus der Außensicht schwer zu beantworten (obwohl ich natürlich weiß, dass "kannst nur du selbst wissen" etwas unbefriedigend ist).

Aber ja, vielleicht bist du auch einfach derzeit (!) innerlich nicht an dem Punkt, eine Beziehung zu führen bzw. dich zu verlieben. Das heißt nicht unbedingt, dass du beziehungsunfähig bist.

Wenn es dieses Gefühl der Unbeschwertheit (ist das eine treffende Beschreibung?) vermisst, gibt es vielleicht andere Wege dem etwas näher zu kommen? Dir zumindest ein Stück weit Ausgleich zu anderen Belastungen zu schaffen? By the way finde ich es echt gut von dir das so zu reflektieren. Oft steckt hinter unseren Handlungen ein ganz anderes Bedürfnis als es im ersten Moment scheint. Und dass du das für dich so erkennt ist ein wichtiger Schritt. Nicht nur in dieser Situation, sondern auch etwas wichtiges für zukünftige schwierige Entscheidungen. Also eher etwas, was langfristig für Beziehungsfähigkeit spricht, würde ich sagen. :zwinker:
 

Benutzer162572 

Verbringt hier viel Zeit
Dass du offenbar generell derzeit nicht viel fühlst, ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen
Ich denke das liegt stark an Lockdown und so viel daheim sein wie noch nie. Jetzt wo man wieder zum Sport kann als Ausgleich wird das langsam wieder besser, aber das ständige daheim sitzen mit Uni, Bachelorarbeit und Homeoffice macht sich da schon stark bemerkbar. Bekam ne ganze Weile meinen Arsch auch zu nichts hoch außer für die Uni zu ackern in den letzten Monaten. Andererseits - ich hab auch ständig was an der Backe und selbst Freunde sehen war kaum drin zeitlich. Jetzt sollte das langsam besser werden, da ich meine BA während der Arbeitszeit schreiben kann, ab Feierabend im Idealfall also auch wirklich frei habe und nichts mehr lernen muss.

Aber ja, vielleicht bist du auch einfach derzeit (!) innerlich nicht an dem Punkt, eine Beziehung zu führen bzw. dich zu verlieben.
Gut Möglich... In nächster Zeit werde ich das glaube ich mal ansprechen müssen, bevor sie noch auf Wolke 7 schwebt, und sich bei mir nach wie vor nichts tut. Was da halt auch nicht hilft: Dass wir beide noch im gemachten Nest sitzen. Ich will da zwar so schnell wie möglich raus, aber ohne Planungssicherheit ist das nach wie vor einfach Irrsinn, jetzt noch die Baustelle Umzug aufzureißen. Ohne zu wissen, wo mein Leben in 4 Monaten seinen Mittelpunkt hat. Das ist insofern blöd, als dass man sich auch kaum mal bei jemandem ungestört daheim treffen kann. Wenn man jemanden mitbringt hat das halt gleich was von "der Familie vorstellen", mal abgesehen davon dass man eh jedes Wort durch die Wände hört.

Mittlerweile kommt mir der Titel auch etwas unpassend vor. Schließlich führen wir ja auch keine Beziehung. Mich überkommt auch doch langsam eher das Gefühl, dass sie vielleicht doch einfach nicht die richtige für mich ist, und es gar nicht so sehr an mir liegt. Allerdings: Was erwarte ich denn dann noch? Eine Kopie meiner selbst?

Irgendwo ist das halt ein Zwiespalt. Keine Ahnung, ob ich Gefühle für sie entwickeln werde, wenn das ganze weiter läuft. Gleichzeitig will ich sie aber auch nicht enttäuschen, wenn ich dann keine habe, wir aber ein halbes Jahr gemeinsam durchs Leben tingeln.

Man muss dazu sagen, dass wir zwar viele Dinge gemein, aber teils auch relativ gegensätzliche Einstellungen haben. Sie wohnt zum Beispiel deshalb noch bei ihren Eltern (trotz Arbeit in Vollzeit), weil ihr Pferd so teuer ist, und sie sich das Ausziehen daher nicht leisten kann. Einen wirklichen Antrieb, oder ein Ziel die Situation zu ändern sehe ich da auch nicht. Das ist per se ja auch absolut in Ordnung, widerstrebt meiner Art aber schon etwas.

Wie gesagt habe ich körperlich ziemlich Interesse an ihr. Ihr das aber so zu sagen, mit der Info dass ich aber nicht weiß, ob ich Gefühle für sie entwickle, fänd ich irgendwie unfair. Ich merke ja jetzt schon, dass wir da ein unterschiedliches Tempo haben.
 
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