Bin gerade ziemlich verwirrt, weiss nicht, was ich tun soll ...

Benutzer125642 

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Hi!

Lieber Coder, kannst Du nochmal mit einem Satz oder einem kurzen Statement sagen, womit Du eigentlich genau noch Kummer hast? Für mich klingt das alles schon viel besser als am Anfang. Du hast Einblicke in ihre Welt und kannst somit besser als wir alle hier das ganze einordnen.

Mag sein, aber ich finde alles eben noch immer sehr verwirrend. Weil vieles eben nicht "zusammenpasst" bzw. für mich überhaupt keinen Sinn ergibt. Daher ja auch meine Grundeinstellung jetzt: wir brauchen einfach mehr Zeit, vor allem brauche ich mehr Zeit, sie irgendwie "insgesamt" zu verstehen (ich weiss nicht, wie ich das ausdrücken soll).

Und mir scheint, dass Du in der Lage bist, die Situation zu bewerten und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Freut mich, dass du das denkst. Aber ich bin mir da nicht immer so sicher ...[DOUBLEPOST=1359441022,1359440716][/DOUBLEPOST]
Also, ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber irgendwann ist die "Verliebtheits-Phase" vorbei und man sieht die Sachen urplötzlich ein einem ganz anderen Licht.

Es ist aber jetzt auch nicht so, dass ich alles mit der "rosaroten Brille" sehe.

Spätestens, wenn die Aufregung weg ist und der Alltag einkehrt, könnte ich mir vorstellen, dass es problematisch wird...

Bestimmt wird es in Zunkunft einige problematische Momente geben, da bin ich mir sogar sehr sicher. Aber da müssen wir dann eben durch.[DOUBLEPOST=1359441699][/DOUBLEPOST]
Mir kam das bei der Verfolgung des Threads auch mehrmals in den Sinn. Aus meiner Sicht reichen Gefühle alleine für eine funktionierende Beziehung nicht aus.

Es sind ja nicht nur Gefühle ...

Es braucht auch einen gemeinsamen Weg, eine gemeinsame Basis.

Naja, teilweise ist diese Basis ja da. Sie ist vielleicht ungeheuer faul, aber meiner Meinung nach auch sehr intelligent. Und ihr Allgemeinwissen ist auch erstaunlich. Ich glaube, ich hab das schonmal geschrieben: ich kenne viele Kommilitonen, die wissen vielleicht mehr in dem Fach, das sie studieren, aber das wars auch schon, die Allgemeinbildung ist wesentlich
"eingeschränkter". Also insofern ist da schon eine gemeinsame "intellektuelle" Basis, wenn ich das mal so hochtrabend schreiben darf ... ;-)

Ich bin überhaupt etwas verwundert, wie schnell die Entscheidung für diese Beziehung gefallen ist, ohne erst einmal eine Zeit lang auszuprobieren, wie weit diese Akzeptanz wirklich reicht, ob sich diese zwei Welten langfristig vereinbaren lassen (was ich sehr verwunderlich fände).

Zeit brauchen wir, das habe ich inzwischen ja auch gemerkt.

Sie möchte, dass ihr Leben so bleibt. Das ist ihr gutes Recht. Aber willst du nicht mehr? Für dich? Für dein Leben? Du bist Student, da hat man doch an sich einen Anspruch, ein Ziel, möchte etwas erreichen?!

Ich habe da immer noch die Hoffnung, dass sie sich in einigen Punkte mit der Zeit ändert. Aber eben nicht, weil sie das für mich tun will. Ich bin sogar ganz froh, dass sie das nicht jetzt sofort macht, nur meinetwegen. Ich hab das ja teilweise selbst erlebt, dass ich in meiner vorigen Beziehung einige Dinge gemacht habe, die ich eigentlich nicht wollte, nur weil meiner damaligen Freundin das so ungeheuer wichtig war. Da war immer so was wie "ich will das alles eigentlich nicht" im Hinterkopf bei mir und das ist schlecht, finde ich.

Ich hab meiner Freundin gesagt, dass ich mit ihren Eigenheiten "leben kann", und das stimmt auch. Aber ich denke/glaube/hoffe, dass sich vielleicht einige der für mich problematischen Punkte mit der Zeit "von selbst" lösen, wenn sie nur etwas aus ihrem Alltag rauskommt.
 

Benutzer125642 

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Hi!

Mal eine ganz andere Frage, die mir gerade andauernd im Kopf rumschwirrt, weil ich heute mal wieder bei meinen Eltern war ...

Wann erzähl ich ihnen am besten von ihr? Jetzt zeitnah oder erst später, wenn wir uns besser kennen? Ich bin da hin- und hergerissen.

Hintergrund: ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, bin oft bei ihnen und wir können eigentlich über alles reden. (Wahrscheinlich finde ich es deshalb auch so gut, dass meine Freundin eine gute Beziehung zu ihrer Mutter zu haben scheint, wenn auch unter ganz anderen Voraussetzungen.) Meine Eltern sind in ihrer Grundeinstellung recht konservativ, aber auf der anderen Seite auch ziemlich tolerant, was andere Lebenseinstellungen angeht, so sehe ich das jedenfalls.

Es ist jetzt nicht so, dass ich meine Freundin "meinen Eltern vorstellen möchte", oder sowas in der Art. Aber ich habe mit meinen Eltern noch nie über sie gesprochen, nicht mal andeutungsweise. Bei meinen bisherigen Beziehungen war das ganz anders, da hab ich mit meinen Eltern darüber gesprochen, noch bevor es überhaupt Beziehungen waren. Und recht schnell haben meine Eltern dann meine damaligen Freundinnen kennengelernt, auch wenn es nur zufällig in der Stadt war oder wenn sie mich mal besucht hat (als ich noch bei meinen Eltern wohnte).

Es ist auch nicht so, dass ich nicht mit meinen Eltern über sie sprechen möchte. Aber wie ich sie kenne (besonders meine Mutter), wollen sie sie dann möglichst bald kennenlernen ("bring sie doch mal nächsten Sonntag mit, da bist du ja sowieso hier" oder sowas in der Art).

Auf der einen Seite würde ich das gerne tun, auf der anderen Seite bin ich da sehr unsicher. Mit ihr auf die Party meines besten Freundes zu gehen ist eine Sache, aber zu meinen Eltern eben eine andere.

Und ich fühl mich irgendwie total unwohl, wenn ich diese Gedanken habe und auch, wenn ich durchlese, was ich gerade geschrieben habe. Als ob ich mich für sie schämen würde. Aber das tue ich nicht. Aber ich bezweifle eben, dass meine Eltern sie so sehen, wie ich sie sehe (und auch schon damals beim ersten Treffen im Supermarkt an der Kasse gesehen habe).

Es kommt mir nur auf den richtigen Zeitpunkt an. Soll ich einfach von ihr erzählen, sie dann mitbringen und einfach alles weitere abwarten und auf uns zukommen lassen? Oder soll ich meine Eltern erstmal nichts erzählen? Oder irgendeinen Zwischenweg wählen?

Ist wohl eins der Probleme, von denen ihr geschrieben habt ...
 

Benutzer63776 

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Wahrscheinlich werden sie deine Freundin wohl nicht so sehen wie du. Aber ist das wichtig? Letztendlich müssen sie es akzeptieren. Oder hast du Angst vor ihrer Reaktion und sich möglicherweise anschließender Diskussionen à la das ist jetzt aber gar nicht so die Schwiegertochter die wir uns für dich vorgestellt haben? Deine Eltern werden dich ja nicht gerade enterben! :ratlos:

Unabhängig davon, halte ich es für verfrüht, egal ob die Freundin jetzt etwas sonderbarer ist als andere. Ich finde, lernt euch selbst erst besser kennen, bevor sie deine Eltern kennen lernen. Würde sie nicht zufällig noch bei ihrer Mutter wohnen, hättest du diese wahrscheinlich auch nicht bereits kennen gelernt.

Dein Beitrag jetzt zeigt doch eine gewisse Unsicherheit, gerade weil deine Freundin nicht der Norm entspricht. Und ich frage mich schon, was dich in deinem Innern zögern lässt?

Weshalb war es bei deinen anderen Freundinnen nicht so das große Problem frühzeitig mit den Eltern darüber zu sprechen bzw. sie dann auch vorzustellen? Mal Hand aufs Herz. Hättest du dafür auch ein Forum um Rat gefragt, wenn es sich bei den anderen Freundinnen auch gerade ergeben hätte, in einem Forum zu posten? Also was macht den Unterschied zu deinen früheren Freundinnen und der aktuellen Freundin? Wenn du sie akzeptierst so wie sie ist und mit ihren Schwächen leben kannst, wo ist das Problem?

Hast du Angst vor einer eventuell ablehnenden Reaktion? Natürlich werden deine Eltern mehr erfahren wollen über deine Freundin. Dies ist auch ein normaler Vorgang. Dabei wird es sicher auch Erklärungsbedarf geben, weil es bei deiner Freundin ja "Auffälligkeiten" gibt, die auch hier im Forum zu kontroversen Diskussionen führen. Und einem Dritten die Einstellung und Lebensweise deiner Freundin zu erklären wird schwierig sein.

Off-Topic:
Ich erinnere jetzt mal überspitzt an den Film Titanic als Jack beim Dinner mit der "feinen Gesellschaft" sitzt und Kates Mutter die Frage an ihn richtet ... "und Sie finden dieses wurzellose Dasein ansprechend?"


Das ist zwar nur gespielt im Film, aber die Regeln der Gesellschaft sind nun mal überwiegend Ablehnung gegenüber den Dingen, mit denen man sich nicht identifiziert. Nicht umsonst ruft deine Freundin außerhalb der vier Wände allein wegen ihrer Kleidung solche Reaktionen hervor, sh. Kino und Geburtstag.

Wahrscheinlich wird wohl von deinen Eltern die Frage aufgeworfen, was sie seit Ende der Schule gemacht hat. Die Realität ist leider -und das sagst du selbst- sie ist einfach zu faul da nützt ihr auch ihre gute, vielleicht sogar über dem Durchschnitt liegende Allgemeinbildung nichts. Das und andere Mankos sind die Realität und die gilt es halt Dritten "zu verkaufen". Bestimmt nicht einfach der Erklärungsversuch, weshalb die Talente so ungenutzt brach liegen.

Ein anderer, für mich nicht unwesentlicher Aspekt, ist das Verhältnis zu ihrer Schwester, die den Absprung aus diesem "Milieu" mehr oder weniger geschafft hat. Mich würde mal deren Sichtweise der Angelegenheit interessieren. Hier gibt es bestimmt auch Hintergrundwissen zu den Familienverhältnissen, die das Ganze vielleicht besser verstehen lassen.

Also coder, ich glaube, bevor du sie bei deinen Eltern bekannt machst, gibt es erst noch andere Dinge zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer125642 

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Hi!

Wahrscheinlich werden sie deine Freundin wohl nicht so sehen wie du. Aber ist das wichtig? Letztendlich müssen sie es akzeptieren.

Ja, schon. Aber Diskussionen wird es wohl schon geben mit meinen Eltern, da bin ich mir sehr sicher. Aber das scheue ich jetzt auch nicht wirklich. Ich frage mich nur, wann der richtige Zeitpunkt ist (und da hat mir deine Antwort geholfen).

Oder hast du Angst vor ihrer Reaktion und sich möglicherweise anschließender Diskussionen à la das ist jetzt aber gar nicht so die Schwiegertochter die wir uns für dich vorgestellt haben? Deine Eltern werden dich ja nicht gerade enterben! :ratlos:

Nein, s.o.

Unabhängig davon, halte ich es für verfrüht, egal ob die Freundin jetzt etwas sonderbarer ist als andere. Ich finde, lernt euch selbst erst besser kennen, bevor sie deine Eltern kennen lernen. Würde sie nicht zufällig noch bei ihrer Mutter wohnen, hättest du diese wahrscheinlich auch nicht bereits kennen gelernt.

Das stimmt wohl.

Dein Beitrag jetzt zeigt doch eine gewisse Unsicherheit, gerade weil deine Freundin nicht der Norm entspricht. Und ich frage mich schon, was dich in deinem Innern zögern lässt?

Das beschäftigt mich ja auch. Es ist wohl die Sache, dass ich sie schon so akzeptieren und mit ihren Eigenheiten leben kann. Das ist wirklich mein Standpunkt. Aber ob andere das so können, ist fraglich. Meine Freunde können das offenbar (mehr oder weniger), was meine Eltern oder andere angeht, das ist natürlich eine ganz andere Sache ...

Weshalb war es bei deinen anderen Freundinnen nicht so das große Problem frühzeitig mit den Eltern darüber zu sprechen bzw. sie dann auch vorzustellen? Mal Hand aufs Herz.

Weil sie alle (und so viele waren es nicht) aus ähnlichen Familienverhältnissen wie ich stammen, studieren, sich "normal" anziehen, eben einen "normalen" ersten Eindruck hinterlassen, wenn man sie so trifft.

Hättest du dafür auch ein Forum um Rat gefragt, wenn es sich bei den anderen Freundinnen auch gerade ergeben hätte, in einem Forum zu posten?

Nein.

Also was macht den Unterschied zu deinen früheren Freundinnen und der aktuellen Freundin? Wenn du sie akzeptierst so wie sie ist und mit ihren Schwächen leben kannst, wo ist das Problem?

Das erste Problem ist, dass ich ihre "Schwächen" nicht verstehen kann. Ich kann das erstmal "akzeptieren". Aber ich kann eben ihre Einstellung zu Klamotten (also nicht nur, was sie trägt, sondern dass sie so extrem wenig hat und nichts neues will) und Hygiene und auch zu ihrer Wohnsituation eben nicht nachvollziehen.

Wäre sie nun z.B. Punk oder Goth o.ä., dann würde sich mir diese Frage nicht stellen. Da wäre ihr Outfit auch ungewöhnlich, aber das könnte ich wenigstens nachvollziehen. Wäre sie ein typischer "Messie" mit vollgemüllter Wohnung wäre das auch problematisch, aber ich könnte es nachvollziehen (weil es ja viele solche Menschen gibt). Aber ich kann sie ein manchen Bereichen eben nicht verstehen, obwohl ich es wirklich versuche.

Das zweite Problem ist eben, dass ich damit leben kann, weil ich sie ansonsten ungeheuer attraktiv finde. Und nicht nur, weil ich sie super hübsch finde. Sondern auch von Charakter her, von ihrer Art her. Aber das sehen andere Leute (z.B. meine Eltern) vielleicht nicht und bestimmt nicht genauso wie ich, und dann bleibt nur das "Negative" oder "Seltsame" übrig ...


Hast du Angst vor einer eventuell ablehnenden Reaktion?

Ja, zum Teil schon. Obwohl ich eigentlich auch der Meinung bin, meinen Eltern erklären zu können, warum ich sie liebe und wir zusammen sind. Aber ich bin mir auch da nicht wirklich sicher.


Natürlich werden deine Eltern mehr erfahren wollen über deine Freundin. Dies ist auch ein normaler Vorgang.

Ja, klar.


Dabei wird es sicher auch Erklärungsbedarf geben, weil es bei deiner Freundin ja "Auffälligkeiten" gibt, die auch hier im Forum zu kontroversen Diskussionen führen. Und einem Dritten die Einstellung und Lebensweise deiner Freundin zu erklären wird schwierig sein.

Einfach wird das nicht, vor allem, weil ich es ja nicht verstehe ...


Wahrscheinlich wird wohl von deinen Eltern die Frage aufgeworfen, was sie seit Ende der Schule gemacht hat. Die Realität ist leider -und das sagst du selbst- sie ist einfach zu faul da nützt ihr auch ihre gute, vielleicht sogar über dem Durchschnitt liegende Allgemeinbildung nichts. Das und andere Mankos sind die Realität und die gilt es halt Dritten "zu verkaufen". Bestimmt nicht einfach der Erklärungsversuch, weshalb die Talente so ungenutzt brach liegen.

Ja, das Frage ich mich ja auch. Und ich will sie ja auch - behutsam - dazu bringen, vielleicht mal mehr aus ihren Talenten zu machen. Aber das braucht wohl noch mehr Zeit.

Ein anderer, für mich nicht unwesentlicher Aspekt, ist das Verhältnis zu ihrer Schwester, die den Absprung aus diesem "Milieu" mehr oder weniger geschafft hat.

Ja, hat sie wohl. Allerdings ist das Verhältnis meiner Freundin zu ihrer Schwester offenbar sehr schwierig.

Mich würde mal deren Sichtweise der Angelegenheit interessieren. Hier gibt es bestimmt auch Hintergrundwissen zu den Familienverhältnissen, die das Ganze vielleicht besser verstehen lassen.

Ja, aber ich glaube kaum, dass ich ihre Schwester in nächster Zeit mal kennenlernen werde.


Also coder, ich glaube, bevor du sie bei deinen Eltern bekannt machst, gibt es erst noch andere Dinge zu tun.

Ja, sehe ich jetzt auch so. Vielen Dank für deine Antwort, hat mir sehr geholfen! Wirklich, du hast Recht. Es ist wohl noch zu früh. Trotzdem komme ich mir fast so vor, als würde ich meinen Eltern was verheimlichen. Aber das liegt eben an dem Verhältnis, das ich zu ihnen habe.
 

Benutzer125642 

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Hi!

Ich hab mich doch anders entschieden. Ich hab meinen Eltern heute von meiner Freundin erzählt.

Es passte einfach nicht. Zum einen habe ich eben ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und fühlte mich daher unwohl, dass ich ihnen davon (obwohl es mir so wichtig ist) bisher nichts erzählt habe. Nicht weil ich meine, es ihnen erzählen zu "müssen", sondern weil ich es erzählen wollte. Zum anderen (und das war mir viel wichtiger) hatte ich das Gefühl, ich schäme mich für meine Freundin (warum sonst sollte ich meinen Eltern nichts von ihr erzählen?). Und das ist nicht so.

Also irgendwie passte das für mich absolut nicht. Ich war heute bei meinen Eltern und da dachte ich wieder daran, was capricorn84 mal schrieb: "bis auf das das du einfach zuviel denkst!"

Also hab ich einfach das getan, was ich gerade in dem Moment für das Richtige gehalten habe und hab meinen Eltern von ihr erzählt. So ziemlich alles, was ich hier geschrieben habe und noch ein paar Sachen mehr ...

Wir sind nächsten Sonntag zum Essen eingeladen. Ich hatte also Recht, was diese Reaktion angeht ... ;-)

Ansonsten waren meine Eltern natürlich über manche Sachen erstaunt und es kamen auch einige Fragen (die ich nicht alle beantworten konnte, s.o.), aber insgesamt ist ihre Haltung nicht ablehnend oder sowas in der Art. :smile:

Ich hab der Einladung zugesagt, unter der Voraussetzung, dass meine Freundin auch hingehen möchte.

Hab dann heute gleich mit ihr darüber gesprochen. Sie verzog erstmal so ein bisschen das Gesicht, war anfangs ziemlich skeptisch, denke ich. Sie fragte dann: "willst du das wirklich?" und da antwortete ich "ja, absolut!" ...
Und dann lächelte sie übers ganze Gesicht und sagte: "ja, okay!"

:smile:

Jedenfalls fühle ich mich jetzt wesentlich wohler als noch vor ein paar Tagen. Jetzt "passt" es wieder ...
 

Benutzer63776 

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Respekt coder! Du bist mit deinem Verhalten und Entscheidungen unberechenbar und gehst auf keinen Fall den einfachen Weg. Aber diese Entscheidung birgt auch Gefahren, aber das ist dir bewusst. Jedenfalls bin ich auf die Reaktion deiner Eltern und die sich daraus ergebenden Diskussionen gespannt.
 
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Benutzer125642 

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Hi!

Respekt coder! Du bist mit deinem Verhalten und Entscheidungen unberechenbar und gehst auf keinen Fall den einfachen Weg.

Einfach wird das wohl nicht, aber es ist für mich die richtige Entscheidung. Vorher fühlte ich mich irgendwie unwohl, jetzt nicht mehr. Allerdings bin ich schon recht aufgeregt, was den Sonntag angeht ...

Aber diese Entscheidung birgt auch Gefahren, aber das ist dir bewusst.

Ja, aber ich denke (abgesehen von den anderen Gründen), dass es auch nichts bringen würde, jetzt ein oder zwei Monate zu warten. Denn ich glaube nicht, dass sie sich in der Zeit bezüglich ihres "Outfits" (und ihrer Lebenseinstellung) signifikant ändern wird. Und irgendwann muss ich meinen Eltern ja von ihr erzählen, da ist es mir - das ist mir jetzt auch klar geworden - lieber, das jetzt zu tun, als später.

Jedenfalls bin ich auf die Reaktion deiner Eltern und die sich daraus ergebenden Diskussionen gespannt.

Ja, ich auch ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer123024 

Öfters im Forum
Hast Du deiner Freundin schon ein bisschen von deinen Eltern erzählt? Ich meine, damit sie sich darauf einstellen kann... Sind sie eher konservativ oder alternativ?
 

Benutzer125642 

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Benutzer127408 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin völlig gebannt von dieser Geschichte! Ich wünsche dir und deiner Freundin alles Gute und viele schöne gemeinsame Jahre. Ich drücke die Daumen, dass deine Eltern positiv regieren und bin gespannt auf deinen Bericht :smile:
Du hast alles richtig gemacht (natürlich auch mit mancher Hilfe von hier), aber höre weiter auf dein Herz :smile:
 

Benutzer125642 

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Hi!

Ich drücke die Daumen, dass deine Eltern positiv regieren und bin gespannt auf deinen Bericht :smile:

Das Treffen mit meinen Eltern heute lief mehr oder weniger gut. Also schon mehr als weniger. ;-)

Aber ich bin gerade nicht so wirklich in der Lage, viel darüber zu schreiben. Nachdem wir bei meinen Eltern waren sind wir zu ihr nach Hause gegangen und da haben wir ein paar Bier (mehr als ich gewohnt bin) getrunken.

Jetzt bin ich zu Hause und benutze gerade mehr die Backspace-Taste als alles andere, weil ich kaum noch geradeaus schauen kann. ;-)

Aber insgesamt war das Treffen heute okay und ich bin froh, dass meine Eltern sie getroffen haben. Und meine Freundin sieht das auch so. Weitere Details folgen ... morgen.
 

Benutzer98383 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich finde es echt interessant und toll was ich hier lese. :smile:
Andererseits kann ich das nicht ganz nachvollziehen, aber jeder so, wie er mag. :zwinker:

Trotzdem habe ich ein paar Fragen.
Nehmen wir, deine Freundin ändert sich nicht (so wie du es dir irgendwie ja doch erhoffst), was dann?

Dann hast du eine Frau
- die sich selten duscht
- dementsprechend "stinkt"
- mit der du dann "stinkend" Sex hast?
- die wie der letzte Penner (sorry, aber wie soll man das sonst ausdrücken?) rumläuft, obwohl es nicht nötig ist
- die ihre Klamotten selten wäscht
- die NICHTS aus ihrem Leben (Ausbildung, Beruf) machen möchte und somit vom Staat lebt (?)
- die dann falls ihr so heiraten würdet auf deine Kosten lebt (weil du als Studierter viel verdienst) und trotzdem weiterhin nicht duscht und so rumläuft.
- oder die aus dem Grund nicht heiraten würde, weil sie ja nichts annimmt.
- die ständig von allen angestarrt wird und du somit auch, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid.

Ok, wenn du das akzeptieren kannst finde ich das - ja wie finde ich das? Merkwürdig wenn ich ehrlich bin. :zwinker: Aber es verdient schon Respekt. :smile:
Wie willst du denn mit so einer Frau eine Zukunft planen und vielleicht Kinder haben? Wäre sie dir nie peinlich? Vor Kollegen oder Geschäftspartnern? Vor den Lehrern oder Eltern der Freunde deiner Kinder? Oder wenn ihr auf eine Hochzeit eingeladen seid? Es gibt so viele Situationen, in denen sie sehr negativ auffalen würde.
Wenn du sagt "ok, kein Problem, ich kann damit leben!" - dann los. :smile: Aber wenn du zweifelst, würde ich mir da früh genug Gedanken drum machen, um weder dich noch sie zu sehr zu verletzen!!!
Rede es dir nicht schöner, als du es wirklich empfindest. Denke genau drüber nach, ob du das willst und kannst, denn ihr kommt ja aus völlig verschiedenen Welten. Und ich finde es ihr gegenüber nicht fair, nun so zu tun, als würdest du damit klar kommen, wenn deine Gedanken im Endeffekt doch in die Richtung gehen, dass sie sich irgendwann schon ändert...
 

Benutzer125642 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi!

Das Treffen mit meinen Eltern lief wie gesagt (mehr oder weniger) gut. Allerdings dann doch nicht so gut, wie ich dachte, aber das weiss ich erst seit heute.

Ich hatte sie mit dem Bus von zu Hause abgeholt und mir ist direkt aufgefallen, dass sie sich schon etwas "zurecht gemacht" hatte, jedenfalls für ihre Verhältnisse. Sie hatte offensichtlich geduscht, ihre Klamotten waren gewaschen und sie hatte sogar sowas wie eine Frisur. :smile: Sie hatte auch das Sweatshirt angezogen, das am wenigsten kaputt ist (und das sie komischerweise fast nie trägt).

Wir sind dann zu meinen Eltern gefahren und kamen schon etwas zu spät, weil wir einen Bus verpasst hatten. Jedenfalls warteten meine Eltern schon mit dem Essen auf uns. Als wir dann ankamen und sie meine Freundin kennenlernten, sah man meiner Mutter schon an, dass sie das Outfit meiner Freundin nicht wirklich toll fand. (Ich war in dem Augenblick schon sehr froh, dass sie nicht ihr "Lieblingsshirt" angezogen hatte.) Mein Vater hat das ganz gut überspielt und sich nichts anmerken lassen.

Nach einer kurzen Begrüssung sind wir dann direkt zum Essen, weil wir ja schon ziemlich spät dran waren. Erstmal wollte die Unterhaltung nicht so recht in Gang kommen, wir (also meine Eltern und ich) haben uns die erst Viertelstunde echt übers Wetter unterhalten! Sie sass da und hörte einfach nur zu. Meine Mutter hat dann die Initiative ergriffen und meine Freundin gefragt, was sie so mache und sich nach ihrer Mutter (von der ich ja erzählt hatte) erkundigt. Meine Freundin erzählte dann vieles, so wie es ihre Art ist, ganz offen und ehrlich und ohne dass ihr irgendwas peinlich zu sein schien. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass wir uns gut unterhalten haben. Es kam auch nicht zu irgendwelchen wirklichen "Peinlichkeiten" wie auf der Party letztens.

Nach dem Essen haben wir dann noch so eine Stunde im Wohnzimmer zusammengesessen und sind dann aufgebrochen. Eigentlich fand ich, dass das Treffen (unter den gegebenen Umständen) ziemlich gut lief.

Heute war ich nochmal kurz bei meinen Eltern und da hab ich festgestellt, dass es doch nicht so gut gelaufen war. Meine Eltern sind sehr, sehr skeptisch und besorgt. Da kamen so einige Argumente, die auch sweet treasure geschrieben hat (nein, über Sex haben wir nicht gesprochen, aber über einige andere Punkte). Gerade meine Mutter denkt natürlich gleich an "heiraten", "Familie gründen", "Kinder bekommen" und so weiter. Und sie ist halt schon sehr auf das Äußere bedacht (jedenfalls bei sich selbst). Ich glaube, meine Mutter würde ein Kleidungsstück, das ein kleines Loch hat, nicht mal anziehen, um den Keller aufzuräumen. ;-) Meinem Vater waren eher die Punkte "Ausbildung", "Beruf" und "Disziplin" wichtig. Weiss nicht wie ich das ausdrücken soll, "Disziplin" ist vielleicht das falsche Wort. Ich meine eher das Gegenteil von "in den Tag hineinleben" und alles so auf die leichte Schulter nehmen.

:-/

Das einzig Positive was meine Eltern an ihr fanden (aber da waren sie sich einig): sie finden, dass meine Freundin sehr offen ist und vor allem ehrlich (soweit man das bei einem ersten Kennenlernen beurteilen kann). :smile:

Mein Vater meinte, ich müsse halt wissen was ich tue. Aber er sehe keine Zukunft für uns beide. Und meine Mutter stimmte zu. Aber beide haben mir ganz deutlich gesagt, dass das meine Entscheidung sei und ich das tun müsse, was ich für das Richtige halte.

Wie auch immer, ich bin trotz allem froh, dass meine Eltern meine Freundin jetzt kennen. Alles andere wird sich finden. Hoffe ich ...[DOUBLEPOST=1360009556,1360007358][/DOUBLEPOST]
Also ich finde es echt interessant und toll was ich hier lese. :smile:
Andererseits kann ich das nicht ganz nachvollziehen, aber jeder so, wie er mag. :zwinker:

Ich könnte es wohl auch nicht nachvollziehen, wenn ich sie nicht getroffen hätte. ;-)

Trotzdem habe ich ein paar Fragen.
Nehmen wir, deine Freundin ändert sich nicht (so wie du es dir irgendwie ja doch erhoffst), was dann?

Ich hoffe, dass sie sich ändert, einfach weil sich vielleicht durch mich ihre Lebensumstände ändern. Jedenfalls denke ich, dass sie z.B. in letzter Zeit wesentlich öfter "raus gekommen" und (eben mit mir) ausgegangen ist, als früher. Und wenn das Wetter besser wird, werden wir noch viel mehr rausgehen, allein das wird vielleicht was ändern.

Dann hast du eine Frau
- die sich selten duscht
- dementsprechend "stinkt"

Nein, sie "stinkt" nicht. Jedenfalls ist das mein Empfinden. Ich sehe, dass sie sich vielleicht einige Tage nicht gewaschen hat und rieche das auch. Aber für mich stinkt sie nicht. Also ich empfinde das nicht als unangenehm, ehrlich!

- mit der du dann "stinkend" Sex hast?

Sex hatten wir noch nicht.

- die wie der letzte Penner (sorry, aber wie soll man das sonst ausdrücken?) rumläuft, obwohl es nicht nötig ist

Nein, sie läuft nicht rum wie ein "Penner". Die Obdachlosen, die ich in der Stadt sehe, sind meist wesentlich besser angezogen. :-/ Aber die nehmen ja auch bestimmt mehr oder weniger alle Hilfen in Anspruch, die angeboten werden. Würde ich ja auch tun in so einer Lage. Sie aber nicht.

- die ihre Klamotten selten wäscht

Scheint ihr ja auch egal zu sein, kann ich auch nicht verstehen. Aber vielleicht liegts daran, dass sie so wenig hat. Ist eben was anderes, wenn man (wie es normal ist) wesentlich mehr hat und einfach einmal die Woche die Sachen in der Maschine wäscht.

- die NICHTS aus ihrem Leben (Ausbildung, Beruf) machen möchte und somit vom Staat lebt (?)

Eigentlich ist das das Hauptproblem, sehe ich auch so.

- die dann falls ihr so heiraten würdet auf deine Kosten lebt (weil du als Studierter viel verdienst) und trotzdem weiterhin nicht duscht und so rumläuft.

Also an Heiraten denke ich noch nicht wirklich. Könnte ich mir wirklich gut vorstellen, aber das ist für mich noch sehr weit entfernt. Allerdings hätte ich ehrlich gesagt nichts dagegen, wenn meine Frau einfach "nur" Hausfrau wäre (wenn sie es so will). Meine Mutter ist auch seit meiner Geburt nicht "arbeiten" gegangen. Hatte aber auch genug Arbeit zu Hause. Aber das ist ein anderes Thema.

- die ständig von allen angestarrt wird und du somit auch, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid.

Ja, wir sind schon ein ziemlich ungleiches Paar. Bis vor kurzem dachte ich allerdings, ich wäre derjenige, der eher "schlunzig" rumläuft. ;-)

Aber du hast schon Recht, das ist manchmal auch für mich nicht so angenehm ...

Ok, wenn du das akzeptieren kannst finde ich das - ja wie finde ich das? Merkwürdig wenn ich ehrlich bin. :zwinker: Aber es verdient schon Respekt. :smile:

Ich fände es an deiner Stelle auch merkwürdig. Aber du kennst sie eben nicht.

Wie willst du denn mit so einer Frau eine Zukunft planen und vielleicht Kinder haben? Wäre sie dir nie peinlich? Vor Kollegen oder Geschäftspartnern? Vor den Lehrern oder Eltern der Freunde deiner Kinder?

Soweit sind wir ja noch nicht. Da kann sich noch viel ändern, oder?

Oder wenn ihr auf eine Hochzeit eingeladen seid? Es gibt so viele Situationen, in denen sie sehr negativ auffalen würde.

Ich verstehe allerdings wirklich nicht, warum sie nicht mal irgendwas "ordentliches" oder "funktionales" haben will. Muss sie ja im Alltag nicht anziehen, wenn sie nicht mag. Aber für so besondere Gelegenheiten sollte man doch was haben. ?!?

Wenn du sagt "ok, kein Problem, ich kann damit leben!" - dann los. :smile: Aber wenn du zweifelst, würde ich mir da früh genug Gedanken drum machen, um weder dich noch sie zu sehr zu verletzen!!!

Naja, offenbar mache ich mir Gedanken, sonst würde ich hier nicht schreiben ... ;-)

Rede es dir nicht schöner, als du es wirklich empfindest. Denke genau drüber nach, ob du das willst und kannst, denn ihr kommt ja aus völlig verschiedenen Welten.

Ja, das stimmt.

Und ich finde es ihr gegenüber nicht fair, nun so zu tun, als würdest du damit klar kommen, wenn deine Gedanken im Endeffekt doch in die Richtung gehen, dass sie sich irgendwann schon ändert...

Ich hoffe, dass sie sich in einigen Punkten ändert. In allen anderen Bereichen will ich schon, dass sie so bleibt wie sie ist. ;-) Und ich denke, sie wird sich ändern, wenn sich ihre Lebensumstände ändern.

Aber mal andersherum gefragt: soll ich die Beziehung zu einer Frau aufgeben, die ich super finde, die toll ist, die offen, ehrlich, witzig, lustig, albern, intelligent ist, die ich einfach nur liebe, nur weil sie gerade in Badeschlappen und kaputten Klamotten rumläuft und noch nicht so richtig den Weg für ihr Leben gefunden zu haben scheint?
 
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Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Aber mal andersherum gefragt: soll ich die Beziehung zu einer Frau aufgeben, die ich super finde, die toll ist, die offen, ehrlich, witzig, lustig, albern, intelligent ist, die ich einfach nur liebe, nur weil sie gerade in Badeschlappen und kaputten Klamotten rumläuft und noch nicht so richtig den Weg für ihr Leben gefunden zu haben scheint?

Das wiederum ist eine sehr(!) gutgläubige Formulierung für "die noch nichts aus ihrem Leben gemacht hat, keine berufliche Perspektive hat und der die Motivation fehlt dies zu ändern."
 

Benutzer98383 

Verbringt hier viel Zeit
...
Nein, sie "stinkt" nicht. Jedenfalls ist das mein Empfinden. Ich sehe, dass sie sich vielleicht einige Tage nicht gewaschen hat und rieche das auch. Aber für mich stinkt sie nicht. Also ich empfinde das nicht als unangenehm, ehrlich!
Sex hatten wir noch nicht.
...
Scheint ihr ja auch egal zu sein, kann ich auch nicht verstehen. Aber vielleicht liegts daran, dass sie so wenig hat.
...
Also an Heiraten denke ich noch nicht wirklich. Könnte ich mir wirklich gut vorstellen, aber das ist für mich noch sehr weit entfernt. Allerdings hätte ich ehrlich gesagt nichts dagegen, wenn meine Frau einfach "nur" Hausfrau wäre (wenn sie es so will). Meine Mutter ist auch seit meiner Geburt nicht "arbeiten" gegangen. Hatte aber auch genug Arbeit zu Hause. Aber das ist ein anderes Thema.
...
Ich fände es an deiner Stelle auch merkwürdig. Aber du kennst sie eben nicht.
...
Ich verstehe allerdings wirklich nicht, warum sie nicht mal irgendwas "ordentliches" oder "funktionales" haben will. Muss sie ja im Alltag nicht anziehen, wenn sie nicht mag. Aber für so besondere Gelegenheiten sollte man doch was haben. ?!?
...
Naja, offenbar mache ich mir Gedanken, sonst würde ich hier nicht schreiben ... ;-)
...
Und ich denke, sie wird sich ändern, wenn sich ihre Lebensumstände ändern.
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Aber mal andersherum gefragt: soll ich die Beziehung zu einer Frau aufgeben, die ich super finde, die toll ist, die offen, ehrlich, witzig, lustig, albern, intelligent ist, die ich einfach nur liebe, nur weil sie gerade in Badeschlappen und kaputten Klamotten rumläuft und noch nicht so richtig den Weg für ihr Leben gefunden zu haben scheint?

Ok, sie stinkt anscheinend nicht, aber meinst du wirklich, dass sie sich dann - sorry - im Intimbereich wäscht? Also ich finde das einfach ekelig, auch wenn sie einmal die Woche duscht wäre das für mich viel zu selten, um überhaupt nur an Sex zu denken. Und glaub mir, Sex ist nochmal was anderes jemanden in Kleidung im Arm zu halten oder zu küssen. Aber gut, wenn dich das nicht stört...

Ja sie hat wenig, aber sie hat wenig, weil sie das so WILL. Nicht, weil es keine Möglichkeit gibt mehr zu haben (hast du ja selber aufgezählt wo es etwas gibt). Sie sagt doch direkt, dass sie keinen Wert drauf legt und gerne so rumläuft und es auch so beibehalten will.

Natürlich muss man noch nicht ans heiraten denken, aber ich (und da kann ich natürlich nur für mich sprechen) sehe es als vertane Zeit an, mit einer Person zusammen zu sein, bei der ich es mir NICHT vorstellen kann, sie irgendwann mal zu heiraten. Nicht, dass ich sofort heiraten möchte, aber wenn das von vorneherein ausscheidet, weil wir zu verschiedene sind, wozu dann Gefühle investieren und hinterher Schmerzen erleiden? So meine ich das. :smile:
Und gegen Hausfrauen habe ich gewiss nichts, die leisten eine Menge!!! Nur gegen ihre Einstellung nichts tun zu wollen.
Du sagst "Du kennst sie nicht" - das stimmt, aber aus diesem komplizierten Grund hätte ich auch keine Beziehung mit ihr angefangen und sie darum auch nicht näher kennenlernen wollen (also für eine Beziehung). Mag manchen oder vielen zu oberflächlich erscheinen, aber ich habe keine Lust auf solche Probleme - denn für mich wären es enorme Probleme einen Partner zu haben, der so herumläuft und diese Einstellung hat. Das lässt sich mit meinen Vorstellungen und meinem Leben nicht vereinbaren. Aber da kann ich ebenfalls nur für mich sprechen! :smile:

Nein, du sollst die Beziehung bestimmt nicht aufgeben, weil es es zu MIR nicht passt. Ich hatte/habe nur den Eindruck, dass du im Endeffekt auch was anderes von ihr erwartest. Du siehst die positiven Seiten und die negativen und nun musst du gucken, ob du mit den negativen auch leben kannst. Jeder Mensch hat Macken und Eigenarten, aber sie müssen irgendwie doch erträglich sein - und das empfindet eben jeder anders. Ich sehe es auch so wie DreiKäseTief:
Dann sei auch ehrlich zu ihr. Sag ihr, dass du nicht willst, dass sie ein anderer Mensch wird. Aber sag ihr, dass du dir Sorgen machst. Dass du nicht verstehst, warum sie im Winter mit Badeschlappen herumläuft. Dass du dir eine Zukunft mir ihr wünschst, aber unsicher bist, wie diese werden soll. Kurzum: frag sie, ob sie bereit ist, dir ein kleines Stück entgegenzukommen. Und wenn es erst mal nur die Badeschlappen sind, die gegen ein paar warme Schuhe getauscht werden.

Denn wenn sie nicht bereit ist, ein bisschen auf dich einzugehen (und das wünschst du dir ja nun mal), dann endet das ganze über kurz oder lang in einem Desaster, das ihr mit Sicherheit beide nicht wollt.
DU gehts doch die ganze Zeit auf sie zu, ihr muss doch klar sein, dass du nicht wirklich gut mit ihr dastehst. Ich meine das nicht abwertend, sondern einfach, dass du ja auch auf sie zugehst und einiges für sie in Kauf nimmst. Da kann sie auch mal einen kleinen Schritt auf dich zu machen, einfach nur dir zuliebe, das macht eine Beziehung auch aus. Will sie das nicht, ist das Ganze ziemlich einseitig...
Das ist meine überhebliche Meinung dazu. :zwinker:
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Und was, wenn nicht?
Dann werden sich ihre Wege an irgend einem Punkt wieder trennen, aber sie haben es immerhin versucht.

Es ist schwer zu sagen, wie die Sache ausgeht, aber man muss das ja auch nicht immer vorher wissen. Ich finde es gut, dass sie es zusammen probieren - im Zweifel eben, solange es schön ist. Irgendwann stellt sich vielleicht doch raus, dass es einfach nicht geht - vielleicht - aber dann hatten sie immerhin eine schöne Zeit und sind sicher beide um eine Erfahrung reicher.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Meiner Meinung nach wird das mit euch keine Zukunft haben. Einfach aus dem Grund dass du immer noch hoffst dass sie sich ändern wird. Aber warum? Nur um dir besser zu gefallen? Oder damit du dann deinen Eltern davon berichten kannst? Sie ist glücklich so wie sie lebt und ich finde es nicht in oRndnung dass du daran was ändern willst! Auch wenn du es dir vielleicht einredest dass alles gar nicht so ist aber ich seh das halt so. :zwinker:
 

Benutzer125642 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi!

Meiner Meinung nach wird das mit euch keine Zukunft haben.

Ich hoffe, dass du dich irrst ...

Einfach aus dem Grund dass du immer noch hoffst dass sie sich ändern wird. Aber warum?

Weil es vielleicht suboptimal ist, dass sie nur eine kaputte Jogginghose besitzt und drei ebenfalls kaputte Sweatshirts und Schlappen, die mit Klebeband zusammengehalten werden? Weil sie wesentlich mehr aus ihrem Leben machen könnte, als sie bisher auch nur versucht hat? Wärest du an meiner Stelle, würdest du nicht auch hoffen, dass sie sich in diesen Bereichen ändert?

Nur um dir besser zu gefallen?

Nein. Mir geht es da nicht um mich.

Oder damit du dann deinen Eltern davon berichten kannst?

Nein, ich glaube, da verstehst du mich falsch. Ich wollte sie weder "meinen Eltern vorführen" noch die Zustimmung meiner Eltern zu unserer Beziehung oder sowas in der Art. Ich wollte sie einfach nicht "verstecken" (da fühlte ich mich unwohl ihr gegenüber) und auch meine Eltern nicht aussen vor lassen (da fühlte ich mich unwohl ihnen gegenüber). Jetzt wissen meine Eltern, dass sie meine Freundin ist und meine Freundin kennt meine Eltern. Damit ist dieses Thema für mich erstmal abgehakt. Ich kann meinen Eltern ganz offen sagen "nein, heute kann ich nicht vorbeikommen, ich bin mit meiner Freundin unterwegs" und meine Freundin kann auch mal zu meinen Eltern mitkommen, wenn ich hinfahre und sie das will. Ich mag einfach keine Heimlichkeiten und fühle mich jetzt einfach besser. Ganz egal, was meine Eltern von ihr halten.

Sie ist glücklich so wie sie lebt und ich finde es nicht in oRndnung dass du daran was ändern willst!

Auch da verstehst du mich glaub ich falsch. Ich will sie nicht ändern, sondern ich würde mich sehr freuen, wenn sie in einigen Bereichen von sich aus was ändern würde. Auch nicht unbedingt "weil wir zusammen sind", sondern weil sich ihre Lebensumstände nun vielleicht etwas ändern.

Auch wenn du es dir vielleicht einredest dass alles gar nicht so ist aber ich seh das halt so. :zwinker:

Danke für deine Meinung! Aber ich sehe das so: In den letzten Jahren haben sich meine Lebensumstände auch einige Male geändert: Schüler, Abi gemacht, Wehrdienst, von zu Hause ausgezogen, Student. Und ich habe mich und mein Verhalten doch recht stark geändert, einfach aufgrund der Umstände. Und das kann bei ihr doch auch passieren, oder?[DOUBLEPOST=1360094209,1360093995][/DOUBLEPOST]
Dann werden sich ihre Wege an irgend einem Punkt wieder trennen, aber sie haben es immerhin versucht.

Ich hoffe, dass das nicht passiert.

Ich finde es gut, dass sie es zusammen probieren - im Zweifel eben, solange es schön ist. Irgendwann stellt sich vielleicht doch raus, dass es einfach nicht geht - vielleicht - aber dann hatten sie immerhin eine schöne Zeit und sind sicher beide um eine Erfahrung reicher.

Ich bin auf jeden Fall schon um einige Erfahrungen reicher. Und ich bin optimistisch.
 

Benutzer123024 

Öfters im Forum
Unterm Strich hat sich deine Freundin - innerhalb ihrer Möglichkeiten für diese Situation Mühe gegeben nicht den schlechtesten Eindruck zu hinterlassen. Die Klamotten waren - deiner Aussage nach - die etwas besseren. Sie hat sich gepflegt und zurechtgemacht. Das ist doch schon mal was. Es zeigt doch, dass sie willens ist, sich anzunähern und nicht gänzlich gesellschaftliche Konventionen verneint.
 
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