Beziehungsproblem: Rauchen

Benutzer119661 

Sorgt für Gesprächsstoff
Nein, wir wohnen nicht zusammen. Aber wir sehen uns eigentlich fast jeden Tag. Und wenn wir uns nicht sehen, dann hören wir auf jeden Fall mehrmals was voneinander. Eigentlich haben wir uns seit wir zusammen sind fast keinen Tag nicht gehört. Irgendwie ist das alles sehr komisch. Für heute ist das eh gelaufen. Er schläft jetzt seelenruhig. Vielleicht ne Email? In der ich ihm das einfach mal erkläre? Also, dass es so meiner Meinung nach nicht geht?
 

Benutzer56557  (35)

Benutzer gesperrt
Hallo me7585, ich kann das total nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst, weil ich mal in einer ähnlichen Situation war. Ich bin seit vielen Jahren süchtige Raucherin, und die meiste Zeit davon auch noch mit mehr Zigaretten am Tag als bei dir. Mein Ex-Freund war auch Raucher, rauchte allerdings nicht so viel wie ich. Irgendwann hat er es geschafft aufzuhören, ich aber nicht. Er hat eigentlich nie direkt etwas gesagt (anders als bei dir), aber irgendwie hatte ich von da an das Gefühl, mich für mein Rauchen rechtfertigen zu müssen und hatte immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich rauchte und er nicht. Ich hätte auch wirklich gerne aufgehört, aber ich habe es damals einfach nicht geschafft, von 30-35 Zigaretten am Tag loszukommen. Nicht nur, aber vielleicht auch daran ist unsere Beziehung dann irgendwann zerbrochen.
Deshalb würde ich dir empfehlen: Redet darüber! Raucher und Nichtraucher zusammen kann auf Dauer nur gutgehen, wenn beide das jeweils voll akzeptieren. Und wenn nicht, dann muß der rauchende Partner von sich aus bereit sein aufzuhören und es auch schaffen. Sonst glaube ich, wird es auf Dauer schwierig.
 

Benutzer119661 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich werde es wohl mal mit einer Email versuchen. Die kann er dann morgen früh lesen und sich Gedanken machen. Wir hatten diese Geschichte eigentlich geklärt. Deshalb war ich überrascht, dass es da gestern wieder so einen Stress gab und er so zornig wurde. Vielleicht steckt ja auch was anderes dahinter?! Ich hab keine Ahnung.
 
N

Benutzer

Gast
Ich bin, war und bin wieder Raucherin...

2006 hab ich es gelassen, weil es irgendwie "klick" gemacht hat in meinem Kopf.
Mein damaliger Freund hat weiter geraucht, es war ok für mich, aber wenn er bei mir war, hat er darauf verzichtet (von ihm aus)

Mittlerweile rauche ich wieder, aber ich kann auch mal ohne leben.

Du sagst selber, er war zornig!

Wie du sagst, steckt wahrscheinlich viel mehr dahinter als gedacht...
Reden, reden, reden....
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Möchtest du denn selbst mit dem Rauchen aufhören oder findest du deine Raucherei gut, sinnvoll und gesund?
Oder bist du auch der Meinung, dass es ganz ohne Zigaretten dauerhaft besser wäre?
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hört sich für mich ganz stark so an als ob er eigentlich mehr sauer auf SICH ist als auf dich. Du kriegst es halt ab. Aber eigentlich hat er doch ein Problem mit seinem eigenen Zigaretten/Alkohohl/etc. Konsum, den er ja nicht wirklich in den Griff bekommt. Ein bißchen einschränken? So funktioniert das leider nicht - wenn, dann müsste er ganz aufhören zu rauchen und das bekommt er gerade nicht hin. Deswegen reagiert er da bei dir auch so unangemessen und heftig, weil du die Missbilligung für ihn selbst abkriegst. Projektion sozusagen.

Kann man dem in etwa folgen?
 

Benutzer6428 

Doctor How
Für mich klingt es auch nicht danach, dass jetzt das Rauchen an sich das große Problem ist. Warum auch immer, er scheint sich in der Position zu fühlen, dir Dinge vorschreiben zu können und sowas geht in einer gleichberechtigten Beziehung absolut garnicht. Es gibt Menschen, die sich Partner suchen, die sie über Jahrzehnte hinweg "erziehen" können. Sowas habe ich von aussen schon ein paar mal gesehen und es war gruselig. Das letzte mal war es bei den Eltern einer Ex von mir, dass ich es wirklich wirklich ausgeprägt erleben durfte.

Egal was jetzt der Grund ist, das geht natürlich garnicht. Seine zickige Art, wenn er nicht bekommt was er will, ist aber auch nicht sonderlich hilfreich. Ich glaube an deiner Stelle würde ich ein Grundsatzgespräch mit ihm anpeilen und dabei ein paar sehr grundsätzliche Regeln aufstellen. Dazu gehört auch das Aufhören des Nörgelns.

Off-Topic:
Vielleicht als drollige Nebeninfo: Ich habe nie geraucht und ich werde auch nie rauchen. Wenn meine Beziehungen auch nur eine Zigrarrette geraucht haben, fand ich das so eklig, das ich sie nicht küssen wollte...das lag hauptsächlich am Geschmack (und ich kann sehr gut riechen und schmecken...), aber auch an dem Gefühl, dass ich Rauchen als eine Art Schwäche ansehe, die ich irgendwie nicht zu respektieren vermag. Das ist nicht böse oder abfällig gemeint, sondern irgendwie in mir verankert. Ich gehe davon aus, dass es ein Stück weit mit meiner Erziehung zusammen hängt. Jedenfalls war für mich klar, dass ich mit einer Raucherin nichts anfangen kann. Ich habe aber nie Vorschriften gemacht und ich habe mir auch nie eine Raucherin gesucht. Das ist dann der Unterschied.
 

Benutzer70524 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab es schon mehrfach erlebt, dass Beziehungen zwischen Rauchern und Nichtrauchern unter einen schlechten Stern mit vielen Konflikten gestanden haben. Für mich selbst gibt es auch fast nichts schlimmeres, als ein Raucheratem und der Geruch von "kaltem" Zigarettenqualm.

Bei euch beiden scheint das aber nicht zuzutreffen. So wie du es beschreibst, klingt es eher nach einem kleinen Toleranzproblem. Dein Freund erwartet von dir, dass du mit ihm "konsequent" das Nichtraucherdasein fristest. Er hat quasi für euch beide entschieden ohne dich in diese Entscheidung einzubeziehen. Das er es dann selber nicht so genau nimmt, sei dann mal ohne Wertung dahingestellt.
Ein klares offenes Gespräch ist aus meiner Sicht die einfachste Lösung. Mach ihm klar, dass er seine und du deine Entscheidung getroffen hast. Wenn er diese Entscheidung nicht akzeptieren kann, dann kann aus so einer Kleinigkeit ein ernstes Beziehungsproblem werden.
 

Benutzer119241 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde den Plan deines Freundes gut :zwinker:

sein Verhalten führt aber sicher nicht zum Erfolg .. bei meiner Freundin und mir ist es ähnlich sie raucht ich nicht .. sie weiß das es mich stört und es wird immer weniger da sie selbst damit aufhören will alles andere funktioniert in einer Demokratie nicht auf dauer :-P

Es sollten mehr Raucher an dieser Charakterschwäche arbeiten !!
 
A

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Hach, was denn nicht alles eine Charakterschwäche ist :rolleyes:


Ich bin auch Gelegenheitsraucherin und mein Freund hat sich während unserer Beziehung vom Raucher zum Nichtraucher gemausert. Wir machen es jetzt eigentlich auch so ziemlich wie du es vorhast. Ich rauche zuhause nicht und so gut wie gar nicht in seiner Gegenwart (außer wenn ich mich beim gemeinsamen Essen total übergegessen habe) und rauche ansonsten untertags, wenn wir uns sowieso nicht sehen, oder abends, wenn wir in Gesellschaft sind.
Bei uns haut das eigentlich sehr gut hin.

Er sagt zwar auch manchmal, dass er sich wünschen würde, dass ich nicht rauche, aber ich kann ihm dann eigentlich immer erfolgreich davon überzeugen, dass das eben meine Angelegenheit ist und er dafür andere Laster hat. Zum Glück ist kein Mensch perfekt.

Die Frage ist wohl wirklich, warum dein Freund glaubt Befehlsgewalt über dich zu haben. Macht er denn sowas öfter? Dir zu sagen was du zu tun und zu lassen hast? Wie reagierst du denn, wenn ihr euch streitet? Gibst du denn schnell nach?
 

Benutzer119661 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wir streiten eigentlich nicht oft. Und wenn, ist auch alles nach kurzer Zeit wieder paletti, einer geht ne Runde um den Block oder geht duschen und danach ists wieder in Ordnung.
Er will für seine Liebsten immer nur das Beste. Er hat so ein kleines Helfersyndrom, fühlt sich für vieles verantwortlich. Sein Vater hat die Familie verlassen als er 10 war und seine Mutter war danach ziemlich labil, seine Schwester noch sehr klein. Und er fühlt sich eben seitdem dafür verantwortlich, dass es den Beiden gut geht. Hat in gewisser Weise die Vaterrolle da übernommen. Vielleicht kommt es daher. Mit seiner Mutter und seiner Schwester hat er schon 1-2 Mal so ähnlich geredet und ich hab mich gewundert, weil die beiden sich da auch gar nicht auflehnen oder sagen, dass es ja lieb und nett von ihm ist aber sie ihre Entscheidungen selbst treffen. Aber bei mir hat er das bisher gelassen. Deshalb bin ich auch so schockiert gewesen. Hab seit Sonntag jetzt nicht mit ihm geredet und langsam wird die ganze Sache zu mehr als nur einem doofen Streit. Sowas hatten wir noch nie. :frown: Bin echt traurig!
 
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