Mobbing Beziehungsende aufgrund eines Auslandseinsatzes

Benutzer153840  (23)

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Hallo liebe Comunity!

Ich habe ein ziemliches Problem, und zwar geht es darum:

Bis zum Wochenende war ich in einer wundervollen Beziehung. Einer wirklich ernsthaften, wundervollen Beziehung. Er ist 10 Jahre älter als ich und Soldat. Ich ''kenne'' ihn schon etwas länger, lernten uns allerdings Anfang des Jahres so richtig kennen & lieben.
Ich wusste ab dem ersten Tag, dass er diesen Sommer nach Afghanistan gehen wird. Deshalb schottete ich mich etwas ab.. lies seine Annäherungsversuche nicht zu. Ich wollte keine Gefühle zulassen. Nicht kurz bevor er da runter geht...
Er kämpfte und kämpfte allerdings weiter um mich(keinerlei schmierig o.ä.) und so lies ich mich voll und ganz fallen, sagte JA! zu meinem Herzen. Wir durchlebten eine tolle Zeit zusammen, schworen uns, all dies gemeinsam zu schaffen. Er überraschte mich manchmal Zuhause, wenn er ein, zwei Tage eher Wochenende hatte (war ja die Woche über in der Kaserne), brachte mir Blumen mit, zeigte mir seine aufrichtige Liebe mit kleinen, süßen Bemerkungen, Liebkosungen, seinen Augen, seine Art, mich anzusehen, seine unglaublich gefühlvolle Art und und und... wir waren oft bei seiner Familie, die ein Stück weiter weg wohnte, essen oder einfach nur so zum Kaffee trinken da. Selbst meine Eltern waren begeistert von ihm.
Doch dann am Wochenende der Schock:
Zuerst holte er seinen Pulli unter einem Vorwand ab, das einzige, was ich von ihm Zuhause hatte.
Später am Abend folgte eine etwas längere Whatsapp-Nachricht, in der er mir schrieb, dass er momentan aufgrund seines Auslandeinsatzes keine Beziehung führen kann, er Ängste hat, die er nicht teilen möchte, um nicht noch mehr Kummer zu verbreiten, erwähnte nebenbei auch den Altersunterschied, aber davon sieht er ab - so ungefähr. Er schrieb, dass ich es etwas besseres verdient hätte, jemand der jederzeit für mich da sein kann.. und es nicht an mir läge...
Ich heulte wie ein Schlosshund, bettelte und floh ihn um ein Gespräch an.. nichts davon.. er könnte nicht anders, es wäre das beste für uns.
Montag schrieben wir noch mal, ich sagte, dass ich ihn verstehen kann, ich aber keinen Kontaktabbruch oder dergleichen möchte, ich immer für ihn da bin usw.
Er gab mir Hoffnung auf nach seinem Einsatz.. wir sollten uns da nochmal annähern usw..
Es tut mir unglaublich weh.. wir wollten das doch zusammen schaffen.. Ich bin total am Ende..
Ende des Monats fliegt er..
Gerade habe ich erfahren, dass ich Freitag auf einer kleinen Hausparty wahrscheinlich auf ihn treffe. Ich habe Angst davor.. ich möchte keine unterkühlten Gespräche, keine komische Stimmung, oder Ignoranz..

Was ist eure Meinung dazu?
Und wie soll ich am Freitag auf ihn reagieren.. kann ich noch kämpfen? - Wenn ja, wie?

Danke im Voraus für hilfreiche Antworten!:*
 

Benutzer153839  (35)

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Schön, dass er sowas per WhatsApp schreibt, statt es normal mit Dir zu bereden. Das zeugt von einem reifen, verantwortungsbewussten Charakter.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Einerseits kommt es durchaus nicht ganz selten vor, dass sich Soldaten vor dem Auslandseinsatz in Krisengebieten mit der Frage konfrontiert sehen, was aus der Familie wird, wenn ihnen was passiert. Logisch. Und logisch vielleicht auch, dass man nicht zulassen will, dass sich jemand emotional bindet, wenn man so einen Einsatz vor sich hat.

Auf der anderen Seite muss ich Dir aber auch sagen, dass es mir schon fast ein bisschen zu theatralisch klingt. "Ich habe Ängste, die ich nicht teilen kann blablub." Der Kerl ist 26. Wenn er jetzt nicht mit Dir reden kann, wann soll er es denn dann können? mit 86? Klingt ein Stück weit wie ne dämliche Ausrede.

Behalt Dir mal ein realistisches Bild dafür. Und zu einer Party kann man im Zweifelsfall auch einfach mal nicht hingehen. Wo ist das Problem?
 

Benutzer153840  (23)

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Etwas, ja.
Eine Freundin meinte, dass es vielleicht doch wegen dem Alter ist, er es mir aber nicht so sagen möchte?
Finde es auch unter aller Sau, dass er das nicht persönlich getan hat. Zumal er die Nacht bei mir geschlafen hat und noch einmal kurz da war. Er könnte es nicht ertragen, mich weinen zu sehen...

Ich würde allerdings schon gerne zu dieser Feier..:/
 

Benutzer153839  (35)

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Ja, kann auch sein. Ich hätte es offen gesagt mit 26 auch schon irgendwie peinlich gefunden, hätte ich meinen gleichaltrigen Freunden erklären müssen, dass meine Freundin 16 ist. Und jenseits der schönen Rhetorik von wegen "Alter spielt bei Liebe keine Rolle" behaupte ich, dass das nur sehr wenigen Männern anders gegangen wäre.

Und, naja - dann musst Du halt zu dieser Party gehen, wenn die Dir so wichtig ist. Ich wäre bereit, eine Wette einzugehen, wie die Party verläuft:

Nach 2 Stunden des krampfhaften Ignorierens redet man sich aus und entweder Du rennst danach heulend nach hause und verfluchst, zu dieser Party gegangen zu sein oder ihr vögelt miteinander rum, und heulst am nächsten Tag, weil er Dir - vermutlich wieder per WhatsApp - mitteilt, dass das, was er Dir bereits per WhatsApp geschrieben hat, natürlich nach wie vor gilt. Gibt selbstverständlich auch noch andere Optionen, aber auf diese beiden wäre ich bereit, jeweils 20 Euro zu wetten.
 

Benutzer153840  (23)

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In seinem Freundeskreis ist ein solcher Altersunterschied nun kein Drama. Sein Bester Freund hatte eine Beziehung mit 12 Jahren Unterschied. 16 & 28 also. Leider verstarb sie kürzlich. Wir gingen auf eine Schule. :frown:
Aber das tut jetzt nicht zur Sache.

Ich werde diese Wette nicht eingehen, da ich allgemein kein Typ bin, der gerne wettet und du wahrscheinlich sowieso gewinnen wirst.:tongue:
 

Benutzer153839  (35)

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Na viel Glück jedenfalls - wie auch immer dieses Glück am Ende aussehen wird. :zwinker:
 

Benutzer65998 

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Auf der anderen Seite muss ich Dir aber auch sagen, dass es mir schon fast ein bisschen zu theatralisch klingt. "Ich habe Ängste, die ich nicht teilen kann blablub." Der Kerl ist 26. Wenn er jetzt nicht mit Dir reden kann, wann soll er es denn dann können? mit 86? Klingt ein Stück weit wie ne dämliche Ausrede.
Ähm, mal ganz ehrlich, der Kerl ist zwar 26, aber er geht doch jetzt nicht ein halbes Jahr in Australien auf Work&Travel-Tour. Er geht nach Afghanistan, und was das bedeutet, können sich glaube ich mit Verlaub die wenigsten von uns vorstellen. Ich jedenfalls könnte es gut verstehen, falls der junge Mann gerade andere Sorgen hat, als eine beginnende Romanze. Ich finde es jedenfalls ziemlich vermessen, ihm gerade dämliche Ausreden und Theatralität unterstellen zu wollen. (Macht mich gerade etwas wütend, weil ich nämlich einen Bruder habe, der aus einem Auslandseinsatz wiedergekommen ist und er kann über viele Dinge überhaupt nicht sprechen, zumindest nicht mit Menschen, die diese Dinge nicht mit ihm teilen können. Er ist uns in vielerlei Hinsicht völlig fremd geworden.)

Womit du allerdings recht haben könntest: Der Faktor Altersunterschied als zusätzliches Problem.
 

Benutzer153839  (35)

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Lies bitte mal genauer, eh Dich etwas wütend macht.

Er hat aber schon im Vorfeld(!!) des Einsatzes festgestellt, dass er die Beziehung beenden will, weil er "Ängste hat, über die er nicht reden kann." Eigentlich ist das Stadium, wo einen vielleicht Gedanken quälen, über die man mit niemandem reden kann, erst nach dem Einsatz erreicht. Wie bei Deinem Bruder. Weil man da vielleicht Dinge erlebt hat, die jemand bei uns im Land nicht unbedingt nachvollziehen kann. Logisch. Aber von dieser Situation reden wir hier nicht.

Deshalb klingt das nach Ausrede. Besonders in Verbindung mit WhatsApp. :zwinker:
 

Benutzer153840  (23)

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Er ist uns in vielerlei Hinsicht völlig fremd geworden.

Davor habe ich Angst. Natürlich werden wir uns danach wieder annähern können.. Allerdings prägen solche Sachen sehr.. er wird nicht zurück kommen, wie er geht. Würden wir in einer Beziehung über diese Zeit bleiben, würde ich seine Wandlung, wenn auch nur gering, mitbekommen, miterleben und damit leichter klarkommen. Außerdem habe ich tierische Angst, dass wir uns gegenseitig völlig fremd werden und der Kontakt völlig abbricht.
[DOUBLEPOST=1433358212,1433357607][/DOUBLEPOST]
Eigentlich ist das Stadium, wo einen vielleicht Gedanken quälen, über die man mit niemandem reden kann, erst nach dem Einsatz erreicht.

Irgendwie versteh ich ihn da aber auch.. Ihn quält viel. Er geht zum ersten Mal da runter. Da schwirrt ihm einiges im Kopf rum. Gerade jetzt so kurz davor. Sprich: Kisten packen, welche bereits jetzt dort hin geschickt werden, Leute angeben, die Bescheid kriegen, wenn was ist, Testament schreiben, Versicherungs- & Bankgeschäfte, Einwohnermeldeamt und noch soooo viel mehr.
Das ist alles schon nicht einfach. Er meint, mich würde es mehr verletzen, wären wir in einer Beziehung und ihm passiert was... Meine Meinung: Damit dies nicht der Fall ist, hätten wir im Freundschaftsstadium bleiben müssen. Dann würde es mich zwar sehr sehr verletzen, aber es ist doch noch was anderes, als einen Beziehungspartner zu verlieren.
[DOUBLEPOST=1433358418][/DOUBLEPOST]Vor allen habe ich nichts, woran ich mich noch festhalten kann.
Abgesehen von ein paar Bildern & natürlich der Erinnerung..
 

Benutzer153839  (35)

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Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihm wirklich was passiert - in dem Sinne, dass er nicht lebend zurückkommt - nun statistisch gesehen wahrlich sehr gering.
 

Benutzer153840  (23)

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Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihm wirklich was passiert - in dem Sinne, dass er nicht lebend zurückkommt - nun statistisch gesehen wahrlich sehr gering.

Ist zwar richtig, er macht sich vielleicht etwas zu viel Gedanken, dennoch nicht ausgeschlossen. :zwinker:
 
K

Benutzer

Gast
Aber mal ganz ehrlich: Auslandseinsätze sind kein Zuckerschlecken und natürlich hat er Angst und viele Gedanken. Und ich glaube, ich persönlich käme mir auch schlecht dabei vor, wenn ich sie bei einem 16jährigen Mädchen abladen würde.
 

Benutzer153839  (35)

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Lieber mache ich mit dem 16jährigen Mädchen per WhatsApp Schluss?

Ich mein - Du hast ja recht und vielleicht hab ich ein zu negatives Menschenbild, aber bei Leuten, die über nen Textmessenger ne Beziehung beenden, tu ich mir schwer damit, ihnen lautere Motive abzunehmen. Das ist einfach so unglaublich low...
 

Benutzer65998 

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Eigentlich ist das Stadium, wo einen vielleicht Gedanken quälen, über die man mit niemandem reden kann, erst nach dem Einsatz erreicht.
Und das weißt du jetzt genau woher? Ich erspare mir mal weitere Details, was meinen Bruder anbelangt, aber eigentlich kann man da auch mit gesundem Menschenverstand weiterkommen. Darüber hinaus: Ich weiß nicht, wie viele deiner intimsten Ängste du mit einer Person, die du erst seit einem halben Jahr kennst, so teilen würdest. Dass er sie mit niemandem teilen kann, hat die TS nirgendwo geschrieben.

Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihm wirklich was passiert - in dem Sinne, dass er nicht lebend zurückkommt - nun statistisch gesehen wahrlich sehr gering.
Genau, weil man ja maximal stirbt und ansonsten nichts sieht und hört und Ängste halten sich ja ohnehin an Wahrscheinlichkeitswerte... :rolleyes: Ich hoffe gerade echt, dass du diese Kommentare nur zur Beruhigung der TS schreibst und nicht aus wirklicher Ignoranz.

Vor allen habe ich nichts, woran ich mich noch festhalten kann.
Abgesehen von ein paar Bildern & natürlich der Erinnerung..
Lass dich mal :knuddel:Ich kann total verstehen, dass du ziemlich fertig bist, aber ich würde jetzt einfach mal unterstellen, dass er sich gerade nicht aus Boshaftigkeit so verhält. Vielleicht kannst du dich ja über seine Familie gelegentlich nach ihm erkundigen. Und wenn er wieder zurück ist, könnt ihr dann vielleicht noch mal neu anfangen, was angesichts der Situation nicht das Schlechteste wäre...
 

Benutzer153839  (35)

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Und das weißt du jetzt genau woher?
Weil ich 2011 an einer Studie eines Sozialverbandes maßgeblich mitgearbeitet habe, bei der europaweit mehr als 2.000 Soldaten genau zu diesen Themen befragt wurden, wenn Du schon so provokant fragst.

Das Bild war da sehr eindeutig: Klar haben die Leute vorher Angst, dass ihnen was passieren könnte. Und vielen ist auch bewusst, dass sie selber Handlungen unternehmen könnten, die sie hinterher psychisch stark belasten könnten. Aber diese Sorgen werden halt allenfalls antizipiert. Sie sind ja noch nicht wahrgewordene Realität. Und deswegen ist es so, dass im Vorfeld die Leute sehr wohl darüber reden, welche Sorgen sie quälen. Ob sie beispielsweise damit umgehen könnten, wenn sie einen anderen Menschen töten. Vielleicht sogar versehentlich ein Kind. Ob sie das Leid ertragen können, das sie erwarten. Ob sie damit leben könnten, wenn sie ohne Arme, Beine oder sonst wie als Krüppel zurückkehren.

Die Probleme haben die Rückkehrer, bei denen die Sorgen dann nicht mehr nur antizipiert wurden, sondern Realität geworden sind. Diejenigen, die zusammenzucken und in Hab-Acht gehen, wenn irgendwo eine unerwartete Bewegung passiert. Auch nach Monaten. Die nicht mehr auf die Straße gehen können, ohne für Andere erkennbaren Grund. Die jede Nacht schreiend aufwachen. Die ganze Tage damit verbringen, scheinbaren Schwachsinn zu machen. Es waren damals mehrere Leute dabei mit massiven Zwangsstörungen. Angstneurosen und so weiter und so fort.

Nach dem Einsatz können die Leute nicht mehr reden und sind nicht wiederzuerkennen. Nicht davor.

Ich erspare Dir an dieser Stelle auch weitere Details - selbst wenn man nicht beruflich mit diesen Themen zu tun hatte, kann man all sowas inzwischen auch in jeder Buchhandlung nachlesen. Gerade im Bereich der englischsprachigen Literatur findet man da alles. Von Fachlektüre bis zu Berichten und Tagebüchern ehemaliger Soldaten und ihrer Angehörigen.

Genau, weil man ja maximal stirbt und ansonsten nichts sieht und hört und Ängste halten sich ja ohnehin an Wahrscheinlichkeitswerte... :rolleyes: Ich hoffe gerade echt, dass du diese Kommentare nur zur Beruhigung der TS schreibst und nicht aus wirklicher Ignoranz
Liest Du nicht richtig oder willst Du mich missverstehen?

Die meisten Menschen denken nun einmal - auch das ist wieder eine Erkenntnis, für die Nachdenken gereicht hätte - bei "wenn ihm was passiert", dass die Person selber verwundet wird und stirbt. Das ist doch das Problem der Soldaten, dass die Menschen psychische Belastungen und resultierende Neurosen unterschätzen.

Und genau deswegen schreibe ich explizit "- in dem Sinne, dass er nicht lebend zurückkommt -". Ich weiß nicht, wie Dir da entgehen kann, dass man mit dieser Formulierung einräumt, dass es auch andere Interpretationen von "dass ihm was passiert" geben kann. Und ich selber nenne sogar psychische Konsequenzen bereits weiter oben als mögliche Folge.

Lesen muss man können - das ist das Hauptproblem in diesem Lande.
 

Benutzer65998 

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Klar haben die Leute vorher Angst, dass ihnen was passieren könnte. Und vielen ist auch bewusst, dass sie selber Handlungen unternehmen könnten, die sie hinterher psychisch stark belasten könnten.
Ja, oder einfach nur Dinge sehen, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Dann verstehen wir uns doch. Dass der (Ex-)Freund der TS über diese Erwartungen und Ängste nicht unbedingt mit ihr sprechen möchte, ist da doch eigentlich nur logisch. Und da du ja offenbar einen so differenzierten Einblick hast, wundere ich mich umso mehr über deine vorherigen Kommentare. Aber sei's drum.
 

Benutzer153839  (35)

Ist noch neu hier
Ich hab nicht den Eindruck, von Dir verstanden zu werden. Ich versuchs noch ein letztes Mal, ansonsten ist es vermutlich auch egal. Es geht hier ja nicht darum, dass wir einander verstehen, sondern was die Themenstellerin hieraus mitnimmt.

Die Leute haben im absoluten Regelfall keine Probleme damit , vor dem Einsatz über diese Sorgen zu reden, auch wenn sie erwarten, mit solchen Bildern im Kopf zurückzukehren (im Sinne von: nicht mehr Probleme damit, über diese Sorgen zu reden als über irgendwelche anderen Sorgen - dass es da zwischen Individuen sowieso Abgrenzungen gibt, ist hoffentlich jedem irgendwo klar).

Das berichten die Soldaten selber ebenso wie ihre Angehörigen.

Erst wenn sie die Bilder im Kopf haben, also nach dem Einsatz, fällt es sehr vielen schwer, darüber zu reden. Weil sie es dann schon erlebt haben. Weil es dann real ist. Dann. Nach dem Einsatz.

Auch das berichten die Soldaten ebenso wie ihre Angehörigen.

Er ist aber vor dem Einsatz. Vor. Nicht nach. Deswegen ist das für mich nicht so richtig glaubwürdig.
 
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Benutzer113955 

Beiträge füllen Bücher
Also ich denke Kolibri hat da was sehr wichtiges gesagt: als erwachsener Mensch würde ich sehr sehr gründlich darüber nachdenken, ob ich meine Ängste und Sorgen wirklich einem Teenager mitteilen möchte. Besonders bei so etwas schwerwiegendem wie einem solchen Einsatz. Das würde ich persönlich nicht vertreten können und kann daher verstehen, dass er da lieber den Rückzug angetreten hat.

Per WA Schluss machen ist natürlich nicht schön und er hätte die ganze Situation auch durchdenken können, bevor er sich auf dich eingelassen hat, aber dafür ist es jetzt zu spät.

An deiner Stelle würde ich mir ein paar Gedanken dazu machen, was genau du nun möchtest. Möchtest du nach dem Einsatz wieder eine Beziehung mit ihm? Möchtest du Kontakt? Und wenn ja, was muss sich ändern, damit er beim nächsten Einsatz nicht wieder einen Rückschritt macht? Ist das auch umsetzbar?
 
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