Beziehung oder Freiheit

Freiheit oder Beziehung?


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Benutzer117428 

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So hab ich das auch verstanden, nur so jemand wäre dann der ideale (Kumpel-)Freund für mich. Ein idealer Partner gibt mir auch das Gefühl, keinen anderen zu brauchen :smile:
Nein, also eine Kumpeline oder eine Sexfreundin wäre was anderes für mich. Die gibt es auch aber auf die müsste ich dann verzichten (zumindest auf den Sex).

Außerdem würde ich mir wirklich gut überlegen, was ich wirklich will bevor ich es der Frau erzähle, denn man muss auch damit rechnen, dass sie schon bei dem Gedanken, dass sie ihm nicht reicht weg ist. Ok, dann passen sie nicht zusammen, aber darum würde ich mir wenigstens sicher sein wollen. Also überlegt handeln. Ich meine damit nicht, dass er einfach verzichten soll, aber ich würde mir vorher 100% sicher sein, dass ich das wirklich will, bevor ich dies sage. MICH wäre er dann nämlich los, weil ich dann ja wüsste, dass er mit mir nie ganz glücklich sein wird, schließlich hat er es mir dann gesagt und wird mich also entweder irgendwann verlassen oder betrügen, weil er andere Vorstellungen hat als ich und es nicht passt. Kinder würde ich dann auch nicht mit ihm wollen.
Ja, sicher sollte man sich das gut überlegen was man sagt und an die Konsequenzen denken. Andererseits kann es auch sein, dass man jetzt zwar sagt "Ich bin nicht sicher ob ich für immer treu sein kann" und am Ende ist es doch einfacher als man dachte und man hat irgendwann vielleicht auch das Bedürfnis nicht mehr. Und umgekehrt kann es sein dass man jetzt zwar sagt "Ich werde dir für immer treu sein, bis das der Tod uns scheidet" und irgendwann merkt man, dass es doch nicht geht.

Du bist ja 35, hast du vor Kinder zu bekommen und wenn ja, wie stellst du dir dann dein ideales Beziehungsbild vor? Willst du dann trotzdem noch parallel andere Frauen haben? Klar kann man auch noch mit 40 Kinder kriegen, aber ich finde alles darüber schon sehr alt fürs erste Kind.
Ja, das habe ich auch noch nit entschieden. Allerdings ist es jetzt so, dass ich mir ja schon Gedanken mache um meine Freiheiten, wenn ich den nächsten Schritt zu einer ernsthaften Beziehung machen würde. Mit Kindern wäre der Verlust der Freiheiten noch viel stärker. Also ist das derzeit kein Thema. Ich glaube ich könnte auch ohne Kinder glücklich sein.

Vielleicht noch als Anmerkung. Ich bin in gewisser Weise sehr konservativ. Und zwar würde ich, sollte ich irgendwann heiraten, unter allen Umständen eine Scheidung verhindern wollen sollte es zu Problemen kommen. Was noch viel mehr gelten würde, wenn Kinder involviert wären. Meine Einstellung ist also entweder richtig und das klassiche Modell oder besser ganz bleiben lassen.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Fürchtest du vielleicht einfach die Veränderung? Beide Wege könnten dich glücklich machen, ebenso könnten dich beide unglücklich machen.
Manchmal ist es nicht wichtig, wofür man sich entscheidet, sondern nur dass man sich entscheidet.
 

Benutzer118823 

Öfters im Forum
Nachdem ich paar Monate mal mit einem zusammen war ist mir jetzt echt die Freiheit lieber. Keiner geht mir mehr auf den Keks, wo ich war, wo ich bin und mit wem. :zwinker:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ja, wie gesagt, die Chancen stehen nicht gut so jemand zu finden. Letztlich geht es eben doch darum, dass man eine Gegenleistung vom Partner erwartet entweder in Form von Treue oder Aufgabe der sexuelle Exklusivität. (Komischerweise erwartet ja niemand der keine Schokolade mag, dass sein Partner darauf verzichtet.) Ich frage mich allerdings, könnte ein Partner (wenn schon aufgerechnet wird) dem sexueller Austausch mit anderen als dem Partner nicht wichtig ist, nicht etwas anderes einfordern als dass der Partner auch monogam bleibt? (Vielleicht liegt's am undefinierten "Umrechnungskurs", das sowas nicht geamcht wird.

Bei meiner Beziehung ist es so, dass ich diejenige bin, die nach deiner Auffassung "freiheitsliebender" ist. Mein Freund erwartet von mir keine sexuelle Exklusivität, weil er die von mir einfach nicht erwarten kann. Das hat er auch selbst gesagt, genauso wie er gesagt hat, dass er mir nichts verbieten kann. Ich hingegen weiß, dass es für ihn ein Problem ist, wenn ich fremdschlafe. Letztendlich ist Sex auch immer nur Sex. Er hat seine Wichtigkeit, aber mein Leben drauf aufbauen tu ich nun mal doch nicht. Wenn die richtige Person vorbeikommt, mit der man das Leben teilen will und den Tag beginnen und zu Ende gehen lassen will, dann stellt sich mMn nicht die Frage "aber ich will weiterhin auch andere Frauen knallen" oder "er darf auf Ewigkeit nur mich und sonst keine Frau anschauen!". Das ist doch irgendwo eine Nichtigkeit, bei der sich auch Kompromisse finden lassen sollten. Deswegen hat sich mein Freund für die Beziehung mit mir entschieden, ohne von mir etwas zu verlangen. Und deswegen habe ich mich für die Beziehung entschieden und möchte ihm und der Beziehung zuliebe auf Eskapaden verzichten. Nicht, weil er es so will, sondern, weil ich es für uns ausprobieren möchte. Wie das in ein paar Jahren aussieht, wenn die Beziehung gefestigt ist und wenn er vllt auch mal das Bedürfnis verspürt, kann ich noch nicht sagen. Aber bisher hab ich noch keine Probleme mit der Monogamie gehabt und hab es jetzt auch nicht als großes "Opfer" gesehen (das war in einer anderen Beziehung durchaus anders). Objektiv rational gesehen hat mich die Beziehung bisher auch deutlich mehr bereichert als eingeschränkt. Allerdings sind wir auch noch nicht so lange zusammen. Also wer weiß, was noch passiert :zwinker: Bereuen tut jedenfalls weder er noch ich irgendetwas.

Ideal von im Sinne auf der gleichen Wellenlänge liegen, die gleichen Dinge zu mögen, den gleichen Humor zu haben und einfach so gut wie immer eine tolle Zeit zusammen verbringen.

Naja, ob das reicht für eine gute, ausgefüllte Beziehung? Vielleicht sagt dir dein Zögern genau das richtige: Dass diese Person nicht die richtige ist?

Eine gute Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Klar ist, es wäre mir auf jeden Fall lieber. Mittlerweile überlege ich aber, ob ich es akzeptieren könnte, wenn ich den anderen nicht kennen würde und nichts von ihm wüsste.

Es wäre dir lieber? Warum? Ich denke, die Inkonsequenz und der Doppelstandard sind dir bewusst. Es klingt eher rückständig.

Allerdings ist das nur eine hypothetische Frage, da SIE wohl zu der Sorte gehört, die kein Bedürfnis hätte es mit jemand anderem außer mir zu tun. (Stand jetzt)

Will sie JETZT nicht oder wird sie nie wollen? Weiß sie, dass du weiterhin wild rumvögeln willst? Was sagt sie dazu?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sehe in einer Beziehung eigentlich keinen nennenswerten Einschnitt in meine freie Persönlichkeitsentfaltung, da eigentlich alles, was ich derzeit als Single mache, prinzipiell auch in einer Beziehung genau so machen könnte (mal abgesehen davon, dass der Tag nur 24 Stunden hat und eine Beziehung auch Zeit braucht, die mir dann für andere Dinge nicht mehr zur Verfügung steht...).
Stattdessen würde mir eine Beziehung gewisse Dinge (Nähe, Zärtlichkeit, Sex, usw.) bieten, bzw. ermöglichen, die mir in meinem Single-Leben in dieser Art und Weise völlig unmöglich sind und nach denen ich mich trotzdem sehne.

Von daher sehe ich eine Beziehung eher als Erweiterung meiner Möglichkeiten, gewisse Bedürfnisse zu befriedigen (und damit ist nicht nuhr Sex gemeint) und schöne Dinge zu erleben... und nicht als Einschränkung meiner Möglichkeiten.
 

Benutzer3277 

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Ich war zwar noch nie in ner längeren Partnerschaft, aber ich kenne das auch. Es gab Frauen, die wollten mich so zurechtbiegen wie sie es gerne hätten. Da hab ich mich dann schnell aus dem Staub gemacht, denn meine persönliche Freiheit ist mir da wichtiger gewesen.

Und ich kenne einige, die haben wirklich keine Freiheit mehr, das sehe ich ihnen an, ohne dass sie davon reden.
 
V

Benutzer

Gast
Mein Partner schenkt mir die Freiheit, so sein zu können, wie ich bin. Nur mit ihm bin ich voll und ganz ausgelassen, selbst in Gegenwart meiner engsten Freunde und Eltern bin ich nicht so unbekümmert und locker wie mit ihm. Er schenkt mir so etwas wie inneren Frieden, den ich lange nicht hatte. Er fördert meine Stärken und gibt mir die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Sexuell gesehen fehlt mir nichts, selbst zu Singlezeiten suchte ich stets eine monogame Beziehung - sexuelle Abenteuer außerhalb einer Beziehung haben mich nie interessiert, deshalb ist das auch keine "Freiheit" für mich, auf die ich verzichte.

Ich stimme daher für "Beziehung" ab, denn diese inkludiert für mich die Freiheit, die ich brauche und möchte.
 
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Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Fürchtest du vielleicht einfach die Veränderung? Beide Wege könnten dich glücklich machen, ebenso könnten dich beide unglücklich machen.
Manchmal ist es nicht wichtig, wofür man sich entscheidet, sondern nur dass man sich entscheidet.

Ja, damit hast Du wohl ziemlich recht. Ich weiß, dass ich mich relativ bald entscheiden muß und mich die Entscheidung glücklich oder unglücklich machen kann. Was aber noch erschwerend hinzukommt, ist, dass es sie eben auch unglücklich machen könnte, und das möchte ich eigentlich vermeiden.[DOUBLEPOST=1356737679,1356737649][/DOUBLEPOST]
Naja, ob das reicht für eine gute, ausgefüllte Beziehung? Vielleicht sagt dir dein Zögern genau das richtige: Dass diese Person nicht die richtige ist?

Ich finde das ehrlich gesagt schon ziemlich viel. Mit so abstraken Begriffen wie ewige Liebe, die überhöht werden zum idealen Konzept, glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht an den/die Richtige" in Sinn von einem Seelenverwandten auf diesem Planeten, den man finden muss und der rest wären alles die falschen. Ich merke nur es funktioniert eben alles sehr gut bei uns, besser als in anderen Beziehungen davor, und die Zeit in der wir zusammen sind ist immer sehr schön, für uns beide.



Es wäre dir lieber? Warum? Ich denke, die Inkonsequenz und der Doppelstandard sind dir bewusst. Es klingt eher rückständig.
Das ist sicher in gewisser Weise ein Doppelstandard. Ich weiß, dass ich das nicht verlangen kann. Es ist mehr so ein inneres Gefühl. Ein gewisser Verlust der Kontrolle. Ich habe, wenn ich mit einer anderen als ihr schlafen würde die Kontrolle, dass die andere Frau eine nette Person ist, mir sympathisch ist. Wenn sie sich jemand suchen würde, dann kann ich nicht mehr kontrollieren ob der andere mir sympathisch wäre. Und wenn sie es mit jemand tun würde, der mir unsympathisch wäre, fände ich das doch sehr unangenehm. So sind meine Gefühle dazu.




Will sie JETZT nicht oder wird sie nie wollen? Weiß sie, dass du weiterhin wild rumvögeln willst? Was sagt sie dazu?
Ob sie nie wollen wird, weiß ich nicht. Sie sagt nein, sie würde nichts vermissen. Sie war Jungfrau bevor wir zusammen gekommen sind. Aus meiner Sicht ist es schwer nachzuvollziehen, dass man dann nichts vermissen würde. Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich auch weiterhin gerne ab und zu mit jemand anderem Sex haben wollen würde aber ich denke, sie weiß, dass es mir schwer fallen würde und ganz ohne Zweifel, dass ich nie fremdgehen würde, ist sie wohl nicht.[DOUBLEPOST=1356737804][/DOUBLEPOST]
Ich sehe in einer Beziehung eigentlich keinen nennenswerten Einschnitt in meine freie Persönlichkeitsentfaltung, da eigentlich alles, was ich derzeit als Single mache, prinzipiell auch in einer Beziehung genau so machen könnte (mal abgesehen davon, dass der Tag nur 24 Stunden hat und eine Beziehung auch Zeit braucht, die mir dann für andere Dinge nicht mehr zur Verfügung steht...).

Nur zum Verständnis - Du könntest in Deiner Beziehung also auch Sex mit anderen haben?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich finde das ehrlich gesagt schon ziemlich viel. Mit so abstraken Begriffen wie ewige Liebe, die überhöht werden zum idealen Konzept, glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht an den/die Richtige" in Sinn von einem Seelenverwandten auf diesem Planeten, den man finden muss und der rest wären alles die falschen. Ich merke nur es funktioniert eben alles sehr gut bei uns, besser als in anderen Beziehungen davor, und die Zeit in der wir zusammen sind ist immer sehr schön, für uns beide.

Ich glaube auch nicht an ewige Liebe, Seelenverwandtschaft oder "die einzig Richtige", also keine Sorge. Nur weiß ich aus meiner vorigen Beziehung, in der auch sehr viel geklappt hat, in der objektiv gesehen alles gut gepasst hat, wir viele Einstellungen geteilt haben, wir die Zeit miteinander genossen haben, etc., dass ich zwar auch dort nicht fremdgegangen bin, es mir aber ERHEBLICH schwerer fiel als jetzt, nämlich alleine, mich auf die Monogamie einzulassen und sie auch letztendlich durchzuhalten. In meiner jetzigen Beziehung passt so gesehen objektiv rational betrachtet viel weniger (obwohl immer noch sehr viel passt oder vllt eben genau die richtigen Sachen passen?). Trotzdem fiel es mir diesmal vergleichsweise leicht, mich drauf einzulassen.

Das ist sicher in gewisser Weise ein Doppelstandard. Ich weiß, dass ich das nicht verlangen kann. Es ist mehr so ein inneres Gefühl. Ein gewisser Verlust der Kontrolle. Ich habe, wenn ich mit einer anderen als ihr schlafen würde die Kontrolle, dass die andere Frau eine nette Person ist, mir sympathisch ist. Wenn sie sich jemand suchen würde, dann kann ich nicht mehr kontrollieren ob der andere mir sympathisch wäre. Und wenn sie es mit jemand tun würde, der mir unsympathisch wäre, fände ich das doch sehr unangenehm. So sind meine Gefühle dazu.

Nun ja, für Gefühle kann man nichts. Ich meine nur, es wäre leichter, eine Frau für eine offene Beziehung zu finden als eine, die deinen polygamen Status akzeptiert, aber selbst monogam bleibt.

Ob sie nie wollen wird, weiß ich nicht. Sie sagt nein, sie würde nichts vermissen. Sie war Jungfrau bevor wir zusammen gekommen sind. Aus meiner Sicht ist es schwer nachzuvollziehen, dass man dann nichts vermissen würde. Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich auch weiterhin gerne ab und zu mit jemand anderem Sex haben wollen würde aber ich denke, sie weiß, dass es mir schwer fallen würde und ganz ohne Zweifel, dass ich nie fremdgehen würde, ist sie wohl nicht.

Wieso willst du eigentlich mit anderen Sex haben? Geht's dir darum, fremde Frauen zu erobern, oder würde eine Professionelle oder ein Dreier, wo deine Herzensdame dabei ist, auch langen?
 

Benutzer42813 

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Wenn jemand wirklich der richtige ist - dann kann ich auch darauf vertrauen, dass wir in unserer Beziehung früher oder später so weit kommen, dass eine gewisse sexuelle Offenheit möglich ist. Für beide allerdings.

Wenn es nämlich jemand ist, der sexuell total engstirnig und verklemmt ist - dann käme ich nie auf die Idee, zu behaupten, dass er in jeder Hinsicht der richtige ist und alles passt.[DOUBLEPOST=1356777045,1356776783][/DOUBLEPOST]
Ich habe, wenn ich mit einer anderen als ihr schlafen würde die Kontrolle, dass die andere Frau eine nette Person ist, mir sympathisch ist.

Nur hierzu und ein bisschen zum Nachdenken: DU hast dann die Kontrolle, dass die andere Frau eine sympathische Person ist. Aber was ist mit deiner Partnerin? Hat sie dann auch die Kontrolle, dass die andere Frau eine sympathische Person ist?

Wie wäre es mit einem beiderseitigen Veto-Recht für sexuelle Abenteuer des anderen, wenn die andere Person unsympathisch erscheint? So machen wir es nämlich. So haben beide die Kontrolle darüber, dass der andere keinen "Mist" anstellt.

Und natürlich ist das alles eine Frage von "langsam" und "Schritt für Schritt" und "lieber zurückrudern, bevor man dem anderen wehtut". Und es erfordert Feingefühl.
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Im Vorfeld oder direkt am beginn einer Beziehung kann/sollte man klären welche Aspekte des zweisamen Zusammenlebens man sich auch in einer Beziehung erhalten möchte und welche man bereit ist aufzugeben. Passen diese Vorstellungen überein, dann verliert man auch so gut wie keine Freiheit. Klar verliert man ein Stück weit die "Freiheit" sein Leben nicht mit jemand anderem koordinieren zu müssen. Aber auch hier sind die Grenzen fließend. Was für den einen Teilnahme und Teilnehmenlassen am eigenen Leben ist, sit für den andren Rechtfertigung und Überwachung.

Ich empfinde eine Beziehung nicht als "Belastung". Sie bereichert mich. Die Dinge die ich aufgeben muss, sind Dinge die ich für lapidar halte oder für selbstverständlich aufzugeben sind, die oben genannte Teilnahme und Planung des Lebens. Aber ich gewinne dadurch viel mehr: immer einen Menschen an der Seite der mich stärkt, mir Nähe gibt, dem ich Sorgen und Freuden mitteilen kann und mir hilft mich weiterzuentwickeln. Sex ist nur ein Aspekt des menschlichen Zusammenlebens. In einer Beziehung habe ich im Idealfall den perfekten Sexpartner (gibts nicht immer aber Näherungswerte). Als Single habe ich immer wieder die Mühe mir einen neuen zu suchen und keine Garantie, dass es überhaupt zu Sex kommt oder es der Sex ist, den ich möchte.

Unsicherheit ist das Schlagwort, was mir zu "keine Beziehung" einfällt.
Und darauf verzichte ich gerne.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nur zum Verständnis - Du könntest in Deiner Beziehung also auch Sex mit anderen haben?
Nein. Aber ich habe auch noch nie wirklich den Wunsch verspürt, mit irgendeiner Person, die ich nicht liebe, einfach so Sex zu haben... von daher würde es mir eine Beziehung erst ermöglichen, Sex genau so zu haben, wie ich ihn haben will (nämlich mit einer geliebten Frau), während es für mich als Single unmöglich ist, Sex auf diese von mir gewünschte Art und Weise zu haben.
 

Benutzer56700 

Meistens hier zu finden
In einer perfekten Beziehung sollte jeder seine "Freiheit" haben. Leider war das auch bei mir bisher nicht der Fall, daher wäre das Mittelmaß die beste Lösung. Wobei Freiheit bei mir keinesfalls bedeutet z.B. nebenbei mit anderen "rumzumachen". Meist wird das allerdings falsch verstanden, oder einfach mit letzterem gleichgesetzt.....
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Ich glaube auch nicht an ewige Liebe, Seelenverwandtschaft oder "die einzig Richtige", also keine Sorge. Nur weiß ich aus meiner vorigen Beziehung, in der auch sehr viel geklappt hat, in der objektiv gesehen alles gut gepasst hat, wir viele Einstellungen geteilt haben, wir die Zeit miteinander genossen haben, etc., dass ich zwar auch dort nicht fremdgegangen bin, es mir aber ERHEBLICH schwerer fiel als jetzt, nämlich alleine, mich auf die Monogamie einzulassen und sie auch letztendlich durchzuhalten. In meiner jetzigen Beziehung passt so gesehen objektiv rational betrachtet viel weniger (obwohl immer noch sehr viel passt oder vllt eben genau die richtigen Sachen passen?). Trotzdem fiel es mir diesmal vergleichsweise leicht, mich drauf einzulassen.

Ok, und was war dann der Unterschied? Warum fällt es dir jetzt leichter als in der vorherigen Beziehung?

Nun ja, für Gefühle kann man nichts. Ich meine nur, es wäre leichter, eine Frau für eine offene Beziehung zu finden als eine, die deinen polygamen Status akzeptiert, aber selbst monogam bleibt.
Zweifellos. Deswegen suche ich auch nicht wirklich danach, eben weil es so unwahrscheinlich ist.

Wieso willst du eigentlich mit anderen Sex haben? Geht's dir darum, fremde Frauen zu erobern, oder würde eine Professionelle oder ein Dreier, wo deine Herzensdame dabei ist, auch langen?
Ums erobern gehts mir weniger. Mehr darum, dass sie anders aussieht, andere Brüste hat, größer oder kleiner ist, schlanker oder mit ein paar Kilo mehr, andere Haare, ein anderes Gesicht, anderer Geruch, andrer Reaktionen beim Sex.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen Profesionelle, kommt für mich aber in Deutschland eigentlich nicht in Frage. Dreier wäre nicht schlecht, würde sie aber auch nicht akzeptieren.

Nur hierzu und ein bisschen zum Nachdenken: DU hast dann die Kontrolle, dass die andere Frau eine sympathische Person ist. Aber was ist mit deiner Partnerin? Hat sie dann auch die Kontrolle, dass die andere Frau eine sympathische Person ist?
Na, weil ich natürlich nen guten Geschmack habe. :tongue:
Nein, Spaß beiseite. Natürlich könnte sie sich nicht sicher sein, dass sie die andere Frau sympathisch fände. Ich wollte hier aber lediglich mein Gefühl erklären.

Wie wäre es mit einem beiderseitigen Veto-Recht für sexuelle Abenteuer des anderen, wenn die andere Person unsympathisch erscheint? So machen wir es nämlich. So haben beide die Kontrolle darüber, dass der andere keinen "Mist" anstellt.
Grundsätzlich hört sich das vernünftig an. Aber andererseits will ich ja gar nicht wissen, wer der andere dann ist. Wenn ich den Typ dann kennen würde, und ihm in die Augen schauen würde und weiß, der hat meine Freundin gef.... - das ist eben das Problem. Vielleicht kommt eben noch dazu, dass ich mir sicher bin, dass ich Sex und Gefühl trennen kann und sie (vielleicht) nicht. Ich denke am Ende würde ich dann wohl immer Veto einlegen und so bringt das dann auch nichts mehr.

Ich empfinde eine Beziehung nicht als "Belastung". Sie bereichert mich. Die Dinge die ich aufgeben muss, sind Dinge die ich für lapidar halte oder für selbstverständlich aufzugeben sind, die oben genannte Teilnahme und Planung des Lebens. Aber ich gewinne dadurch viel mehr: immer einen Menschen an der Seite der mich stärkt, mir Nähe gibt, dem ich Sorgen und Freuden mitteilen kann und mir hilft mich weiterzuentwickeln. Sex ist nur ein Aspekt des menschlichen Zusammenlebens. In einer Beziehung habe ich im Idealfall den perfekten Sexpartner (gibts nicht immer aber Näherungswerte). Als Single habe ich immer wieder die Mühe mir einen neuen zu suchen und keine Garantie, dass es überhaupt zu Sex kommt oder es der Sex ist, den ich möchte.

Ich sehe Beziehung auch nicht per se als Belastung an. Es kann sehr gut sein und Sichherheit geben. Wie gesagt, der Idealfall für mich wäre ein Nest, aus dem man ausfliegen kann, Abenteuer erleben und immer zurückkehren kann und zu wissen jemand wartet auf einen. Ich weiß, das ist eine einseitige, relativ unrealistische Vorstellung. Letztlich muss man (ich) sich doch für das eine oder das andere entscheiden.

Nein. Aber ich habe auch noch nie wirklich den Wunsch verspürt, mit irgendeiner Person, die ich nicht liebe, einfach so Sex zu haben... von daher würde es mir eine Beziehung erst ermöglichen, Sex genau so zu haben, wie ich ihn haben will (nämlich mit einer geliebten Frau), während es für mich als Single unmöglich ist, Sex auf diese von mir gewünschte Art und Weise zu haben.
Tja, ich habe aber "leider" keine Probleme Sex mit jemand zu haben, den ich nicht liebe. Von daher gibt es schon eine Einschränkung bei mir, wenn ich eine Beziehung habe.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ok, und was war dann der Unterschied? Warum fällt es dir jetzt leichter als in der vorherigen Beziehung?

Hm. Das kann viele Gründe haben, die mir vermutlich auch nicht alle bewusst sind.

Wenn ich drüber nachdenke, dann komm ich auf viele Kleinigkeiten:

-) Ich habe vor ihm keine Geheimnisse, nicht nur, was meine sexuelle Einstellung anbelangt, sondern auch was alles andere anbelangt
-) Er akzeptiert alle meine Seiten und Launen, er legt mir keine Ketten an und hat keine unausgesprochenen Erwartungen. Ich fühle mich 0% eingeschränkt. Alles, was ich für die Beziehung mache, mache ich aus eigenen Stücken.
-) Unsere Kommunikation ist extrem offen und ehrlich. Ich kann mit ihm über alles reden, auch über Dinge, die er als mein Partner vllt nicht gerne hört. Er verurteilt mich nicht, macht mir keine Vorwürfe und wir können drüber reden, ohne dass wer ausrastet.
-) Ich bin selbstsicherer und lösungsorientierter als in meiner letzten Beziehung
-) Er kennt mich und meine "Schattenseiten" und liebt sie tw. sogar (z.B. mag er meinen Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit so sehr, dass er dafür seine eigene Eifersucht in Kauf nimmt. Klingt widersprüchlich, aber dadurch versuche ich ihm natürlich entgegen zu kommen, sodass sein Vertrauen in mich, dass ich keinen "Blödsinn" anstelle, größer wird)
-) Ich habe keine Angst davor, dass, wenn einer von uns irgendwann mal Lust auf wen anderen hat, wir das Problem dann nicht lösen können.
-) Und natürlich: Der Sex ist besser, experimentierfreudiger, offener. Der Sex ist einfach so, wie er mit einem ONS nie sein könnte, deswegen hab ich vermutlich auch keine Lust drauf.

Letztendlich klingt das dann so, als wäre meine Beziehung davor nicht gut gewesen. Das stimmt aber nicht. Nur diese strikte Monogamie, die auch nicht thematisierbar und hinterfragbar war, hat mich enorm unter Druck gesetzt, dass ich kaum das Gefühl hatte, mich frei bewegen zu können. Damals war die Perspektive: Entweder Monogamie oder wir lassen es gleich. Und jetzt ist es: Jeder macht so, wie es ihm passt, aber weil wir den anderen lieben und wertschätzen, machen wir das so, wie es für die gemeinsame Beziehung am wenigsten belastbar ist.
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Hm. Das kann viele Gründe haben, die mir vermutlich auch nicht alle bewusst sind.

Wenn ich drüber nachdenke, dann komm ich auf viele Kleinigkeiten:

-) Ich habe vor ihm keine Geheimnisse, nicht nur, was meine sexuelle Einstellung anbelangt, sondern auch was alles andere anbelangt
-) Er akzeptiert alle meine Seiten und Launen, er legt mir keine Ketten an und hat keine unausgesprochenen Erwartungen. Ich fühle mich 0% eingeschränkt. Alles, was ich für die Beziehung mache, mache ich aus eigenen Stücken.
-) Unsere Kommunikation ist extrem offen und ehrlich. Ich kann mit ihm über alles reden, auch über Dinge, die er als mein Partner vllt nicht gerne hört. Er verurteilt mich nicht, macht mir keine Vorwürfe und wir können drüber reden, ohne dass wer ausrastet.
-) Ich bin selbstsicherer und lösungsorientierter als in meiner letzten Beziehung
-) Er kennt mich und meine "Schattenseiten" und liebt sie tw. sogar (z.B. mag er meinen Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit so sehr, dass er dafür seine eigene Eifersucht in Kauf nimmt. Klingt widersprüchlich, aber dadurch versuche ich ihm natürlich entgegen zu kommen, sodass sein Vertrauen in mich, dass ich keinen "Blödsinn" anstelle, größer wird)
-) Ich habe keine Angst davor, dass, wenn einer von uns irgendwann mal Lust auf wen anderen hat, wir das Problem dann nicht lösen können.
-) Und natürlich: Der Sex ist besser, experimentierfreudiger, offener. Der Sex ist einfach so, wie er mit einem ONS nie sein könnte, deswegen hab ich vermutlich auch keine Lust drauf.

Letztendlich klingt das dann so, als wäre meine Beziehung davor nicht gut gewesen. Das stimmt aber nicht. Nur diese strikte Monogamie, die auch nicht thematisierbar und hinterfragbar war, hat mich enorm unter Druck gesetzt, dass ich kaum das Gefühl hatte, mich frei bewegen zu können. Damals war die Perspektive: Entweder Monogamie oder wir lassen es gleich. Und jetzt ist es: Jeder macht so, wie es ihm passt, aber weil wir den anderen lieben und wertschätzen, machen wir das so, wie es für die gemeinsame Beziehung am wenigsten belastbar ist.

Freut mich für Dich, dass es bei Dir so gut läuft.
Eigentlich kann ich mit ihr auch über vieles reden, aber nicht über alles. Und ja, ich habe Geheimnisse. Ich kann es auch nicht leiden, wenn jemand meine Nachrichten auf meinem Handy liest, meine E-Mails, meine Facebook Nachrichten, meine Privatfotos ansieht. Darum logge ich mich auch immer aus. Sie findet das zwar nicht so toll, aber das war schon immer so bei mir. Ich mag das einfach grundsätzlich nicht und das hat mit ihr speziell erstmal nichts zu tun.
Der Sex könnte schon noch besser sein, aber sie ist Anfängerin, von daher hoffe ich, dass es noch Potential gibt.
Grundsätzlich sehe ich das auch so, dass der Sex mit jemand den man schon gut im Bett kennt besser ist als mit einem ONS. Aber das neue bei einem ONS macht die Sache dennoch attraktiv genug für mich.

Eine "alte" Freundin von mir, ist schon einige Zeit in einer Beziehung. Eigentlich ist die Beziehung gut und sie mag ihren partner aber dennoch hat sie das Bedürfnis mal jemand anderen zu treffen und die Nacht zusammen zu verbringen. Als Singles könnten wir das einfach tun, aber jetzt wäre das nur unter erschwerten logistischen Bedingungen und heimlich möglich. Und obwohl ich meine Partnerin wirklich sehr mag, fehlen mir solche Dinge. Das ist es was ich mit Freiheit meine.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Freut mich für Dich, dass es bei Dir so gut läuft.
Eigentlich kann ich mit ihr auch über vieles reden, aber nicht über alles. Und ja, ich habe Geheimnisse. Ich kann es auch nicht leiden, wenn jemand meine Nachrichten auf meinem Handy liest, meine E-Mails, meine Facebook Nachrichten, meine Privatfotos ansieht. Darum logge ich mich auch immer aus. Sie findet das zwar nicht so toll, aber das war schon immer so bei mir. Ich mag das einfach grundsätzlich nicht und das hat mit ihr speziell erstmal nichts zu tun.

Kann ich gut verstehen. Ich verhalte mich ebenso. Meine Privatsphäre ist mir sehr wichtig und klar hab ich auch noch "Geheimnisse" bzw. Sachen, über die ich nicht mit ihm rede, weil es ihn einfach nichts angeht bzw. ich nicht das Bedürfnis habe mit ihm drüber zu reden. Ich bin so gesehen kein offenes Buch und wir sind auch bei weitem kein Pärchen, dass es nur im "Wir"-Format gibt. Bei uns ist jeder eigenständig und hat sein eigenes Leben, etc. Aber wenn es etwas gibt, das besprochen werden will, dann gibt es da keine Hemmungen und Probleme. Und mir war es eben wichtig, dass mein Partner Bescheid weiß, dass ich Sex und Liebe trennen kann (und will) und dass ich ein unsteter Mensch bin ohne dass er mich verurteilt und mir gleich Bindungsprobleme und ein mangelndes Selbstbewusstsein unterstellt.

Der Sex könnte schon noch besser sein, aber sie ist Anfängerin, von daher hoffe ich, dass es noch Potential gibt.
Grundsätzlich sehe ich das auch so, dass der Sex mit jemand den man schon gut im Bett kennt besser ist als mit einem ONS. Aber das neue bei einem ONS macht die Sache dennoch attraktiv genug für mich.

Wie wichtig ist ihr Sex und wie wichtig ist es ihr, dass sie sich da noch entfaltet? In meiner ersten Beziehung, in der ich auch entjungfert wurde, war es mir z.B. unangenehm, dass mein Freund wusste, dass quasi alles, was ich im Bett "konnte" und erlebt habe, ich mit ihm erlebt habe. Ich hab's bei ihm nie geschafft aus mir richtig heraus zu kommen, weil ich mir gedacht habe, das wäre komisch, wenn ich auf einmal der Vamp im Bett wäre. Mit dem zweiten Sexpartner war das dann von Grund auf anders, weil er nicht wusste, wie viele Männer ich davor hatte und wie mein Sexleben sonst aussieht. Das mag aber bei jedem anders sein.

Eine "alte" Freundin von mir, ist schon einige Zeit in einer Beziehung. Eigentlich ist die Beziehung gut und sie mag ihren partner aber dennoch hat sie das Bedürfnis mal jemand anderen zu treffen und die Nacht zusammen zu verbringen. Als Singles könnten wir das einfach tun, aber jetzt wäre das nur unter erschwerten logistischen Bedingungen und heimlich möglich. Und obwohl ich meine Partnerin wirklich sehr mag, fehlen mir solche Dinge. Das ist es was ich mit Freiheit meine.

Ich kann dieses Verlangen sehr gut nachvollziehen und ich möchte auch bei mir nicht ausschließen, dass ich es nicht mal haben werde. Aber darin liegt auch der Knackpunkt: Dieser Zeitpunkt liegt in der Zukunft und ist keiner, den ich jetzt schon fürchte oder bedenken muss. Ich muss mir deswegen keinen Druck machen, weil mein Partner grundsätzlich weiß, dass dieser Zeitpunkt auch kommen kann und wir darüber schon geredet haben. Deswegen fürchte ich diesen Punkt nicht, sondern ich lasse die Beziehung einfach mal laufen und erfreue mich dran, wie sie sich entwickelt. Ich persönlich denke, dass ich mit meinem Freund auch dann eine Lösung finden werde, mit der wir alle leben können. Wie gesagt, bei uns gibt es eine "utilitaristische" Beziehungspraxis: Wir machen das, was mit dem geringsten Übel und dem größten Vorteil für die Beziehung verbunden ist. Das ist momentan die Monogamie, aber das kann in späterer Zukunft dann durchaus auch etwas anderes sein.
 

Benutzer117428 

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Wie wichtig ist ihr Sex und wie wichtig ist es ihr, dass sie sich da noch entfaltet? In meiner ersten Beziehung, in der ich auch entjungfert wurde, war es mir z.B. unangenehm, dass mein Freund wusste, dass quasi alles, was ich im Bett "konnte" und erlebt habe, ich mit ihm erlebt habe. Ich hab's bei ihm nie geschafft aus mir richtig heraus zu kommen, weil ich mir gedacht habe, das wäre komisch, wenn ich auf einmal der Vamp im Bett wäre. Mit dem zweiten Sexpartner war das dann von Grund auf anders, weil er nicht wusste, wie viele Männer ich davor hatte und wie mein Sexleben sonst aussieht. Das mag aber bei jedem anders sein.

Also sie macht das schon gerne. Sie hat eigentlich noch nie "nein" gesagt wenn ich wollte und ich merke meist, dass sie auch will. Es ist aber schon so, dass für sie vieles ungewohnt ist und "komisch" (z.B. Sextoys). Sie könnte noch aktiver sein und sich weniger zurück halten. Ich weiß nicht ob sich das noch bei ihr ändert oder nicht. Mit ein Grund warum ich manchmal das Bedürfnis habe es mit einer Frau zu machen, die mehr Erfahrung hat und "weiß wie's geht".



Ich kann dieses Verlangen sehr gut nachvollziehen und ich möchte auch bei mir nicht ausschließen, dass ich es nicht mal haben werde. Aber darin liegt auch der Knackpunkt: Dieser Zeitpunkt liegt in der Zukunft und ist keiner, den ich jetzt schon fürchte oder bedenken muss. Ich muss mir deswegen keinen Druck machen, weil mein Partner grundsätzlich weiß, dass dieser Zeitpunkt auch kommen kann und wir darüber schon geredet haben. Deswegen fürchte ich diesen Punkt nicht, sondern ich lasse die Beziehung einfach mal laufen und erfreue mich dran, wie sie sich entwickelt. Ich persönlich denke, dass ich mit meinem Freund auch dann eine Lösung finden werde, mit der wir alle leben können. Wie gesagt, bei uns gibt es eine "utilitaristische" Beziehungspraxis: Wir machen das, was mit dem geringsten Übel und dem größten Vorteil für die Beziehung verbunden ist. Das ist momentan die Monogamie, aber das kann in späterer Zukunft dann durchaus auch etwas anderes sein.
Hört sich zunächst mal gut an. Ob das dann auch mit der Beziehung "normal" weiterläuft wenn das Verlangen nach jemand anderem stärker wird und Du ihm nachgibst wird sich dann zeigen.
Ich bin mir ziemlich sicher, sie würde das nie akzeptieren. Wenn ich das Bedürfnis stärker wird muss ich entweder die Beziehung beenden, das Bedürfnis versuchen weiterhin zu unterdrücken oder ihm heimlich nachgehen. Andere Alternativen sehe ich nicht.
 

Benutzer42813 

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Weißt du, meist steckt vor der Angst vor "Freiheit verlieren" etwas ganz anderes:

Die Angst, dass man in Wahrheit ein Langweiler ist.

Dann projiziert man diese Angst einfach auf den Partner: "Kann ja sein, dass ich ein Langweiler bin, für den die bloße Vorstellung von einem heimlichen Fick mit einer anderen Frau das größtmögliche denkbare Tabu ist, über das ich ständig nachgrüble, weil ich zu feige bin, die Dinge zu ändern, die mich wirklich stören (z.B. im Beruf) ... Kann ja sein, dass ich so langweilig bin, dass ich gar nicht wüsste, was ich anders machen würde, wenn ich auf einmal "frei" wäre (und zwar nicht nur von der Partnerin, sondern z.B. mit einem Hausboot auf dem Amazonas unterwegs, um Neues zu lernen und zu entdecken ...

Aber all diese Langweiligkeit ist doch nicht meine Schuld! Liegt ja nur an dem Partner, weil der mir die Freiheit halt nicht geben will! Sonst, wenn der Partner nicht wäre, wäre ich total interessant und total der wilde, aufregende Hengst, dem die Weiber die Bude einlaufen, weil er ja ach so interessant, männlich und ungewöhnlich herausragend ist!"

In wieweit diese Art des Denkens dann tatsächlich der Realität entspricht, muss jeder selbst entscheiden. Bestimmt ist es bei dir sowieso ganz anders. Jedenfalls gibt man so was üblicherweise nur sehr ungerne zu. Man sieht sich lieber als angeketteten Tiger voller Freiheitsdrang, der aus Liebe ein großes Opfer bringt. Das klingt viel nobler als "rückgratlose Nacktschnecke, die es eh nie bis in den Dschungel schaffen würde, sich aber in einem Schneckenhaus aus Selbsttäuschungen verliert".


Off-Topic:
Ich kam da jedenfalls heute drauf, als ich mit meinem Freund darüber diskutierte, dass ich im Frühjahr gerne alleine, nur mit Wanderrucksack, nach Frankreich will. Ohne ihn. Mal was Aufregendes erleben. Ich war der festen Meinung, dass er mir das eh nicht gönnt, so viel Freiheit, weil er mich ja bei sich haben will. Aber als er sich dann einfach für mich freute und mir die Reise gönnte - da merkte ich auf einmal, dass ich doch auch ziemliche Angst vor so einem Urlaub habe. Vielleicht - bin ich ja gar nicht die große, gefährliche Abenteurerin, für die ich mich halte, die nur durch einen ruhigen und häuslichen Freund davon abgehalten wird, die Welt zu erkunden? Vielleicht fühle ich mich so häuslich ja auch ganz sicher und mag es eigentlich?

Aber natürlich ist es viel einfacher, dem anderen die Verantwortung dafür in die Schuhe zu schieben, als selbst etwas zu ändern und sich der Angst vor der "Freiheit" zu stellen. Klar, ich werde keine ONS mit anderen Männern haben können, so weit reicht die Freiheit nicht. Aber ich bin tatsächlich frei, im Frühling alleine durch Frankreich zu wandern, in der Sonne zu sitzen und Rotwein zu trinken. Wenn ich mich denn traue - und nicht doch lieber in den sicheren vier Wänden bei dem Mann bleibe, dem ich so gerne unterstelle, dass er mir die Freiheit nicht gönnt und meine Feigheit daher nur seine Schuld bzw. ein ach so großes Opfer meiner Liebe an ihn ist ...

Ich selbst bin also auch nicht besser. Weiß Gott nicht. Ich bin ja auch bloß eine aus Liebe angekette Tigerin und keine faule Hauskatze. Ganz genau. Nur blöd, wenn einem der Blick in den Spiegel auf einmal so unangenehme Wahrheiten wie heute enthüllt ...

Aber "Freiheit" beinhaltet tatsächlich noch viel mehr als Sexualität. Wenn ein Mann in deinem Alter sich nach Freiheit sehnt, kann es auch Freiheit von etwas ganz anderem sein, nach dem er sich sehnt - z.B. die Ketten eines ungeliebten Berufes. Aber weil man weiß, dass man da eh nicht rauskommt, projiziert man die Sehnsucht nach Freiheit halt auf einen anderen Bereich seines Lebens, wo man zumindet theoretisch die Chance hat, rauszukommen - nämlich die Beziehung.

Es lohnt sich, über solche Dinge nachzudenken, finde ich.
[DOUBLEPOST=1357165909,1357165479][/DOUBLEPOST]Ach ja: Angst gebiert Heimlichkeit. Angst gebiert ein Leben, das nichts Halbes und nichts Ganzes ist und die Liebe, die wunderschön sein könnte, durch heimliche Affären zur Lüge macht - einfach, weil du dich nicht traust, einen Schritt weiter zu gehen. So was nennt man Torschluss-Panik. Ich hatte am Abend, bevor ich mit meinem Schatz zusammen gekommen bin, auch noch mal wild mit einem anderen Mann herumgeschmust, weil ich Angst vor der Tiefe einer richtigen und festen Bindung hatte.

So was kann man natürlich, wenn man sich selbst belügt, als "Vorliebe für fremde Haut" schönreden. Aber die Wahrheit ist doch, dass es Angst ist. Angst vor Tiefe und Angst vor dem, was echt ist und einen wirklich berühren und verändern könnte.

Angst. Keine Sehnsucht nach Freiheit. Freiheit ist etwas sehr Großes, sehr Gutes. Freiheit hat nichts, aber überhaupt nichts mit verlogenen kleinen Affären zu tun, die dich davor schützen, dich innerlich emotional voll und ganz auf deine Partnerin und ihre ganze Einzigartigkeit einzulassen. Freiheit ist die Freiheit, Entscheidungen zu treffen - und dazu zu stehen.

Lügen sind das Werkzeug von Feiglingen. Die nennen ihre Feigheit, ihre Angst vor Tiefe und vor Echtem vielleicht "Sehnsucht nach Freiheit" - aber echte Freiheit und die Kraft, zu den selbst getroffenen Entscheidungen zu stehen, haben solche Feiglinge nicht.

Ich würde mir gut überlegen, was für eine Sorte Mensch ich sein möchte. Das wäre mir viel, viel wichtiger als einmal verboten-aufregender Sex.
 
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Benutzer91095 

Team-Alumni
Also sie macht das schon gerne. Sie hat eigentlich noch nie "nein" gesagt wenn ich wollte und ich merke meist, dass sie auch will. Es ist aber schon so, dass für sie vieles ungewohnt ist und "komisch" (z.B. Sextoys). Sie könnte noch aktiver sein und sich weniger zurück halten. Ich weiß nicht ob sich das noch bei ihr ändert oder nicht. Mit ein Grund warum ich manchmal das Bedürfnis habe es mit einer Frau zu machen, die mehr Erfahrung hat und "weiß wie's geht".

So richtig passend hört sich das für mich erstmal nicht an.

Ich bin mir ziemlich sicher, sie würde das nie akzeptieren. Wenn ich das Bedürfnis stärker wird muss ich entweder die Beziehung beenden, das Bedürfnis versuchen weiterhin zu unterdrücken oder ihm heimlich nachgehen. Andere Alternativen sehe ich nicht.

Gut, das sind die klassischen Optionen. Ich frage mich, warum du auf einmal ein Problem damit hast. Ich meine, das wäre ja nicht deine erste (monogame) Beziehung, oder? Oder willst du bei dieser alles richtig machen und siehst sie schon als Frau an deiner Seite für den Rest deiner Zeit? Ich frage mich wirklich, warum du dir so viel Druck machst. Letztendlich kann eine Beziehung aus tausenderlei Gründe scheitern, u.a. auch von ihr aus. Momentan tust du so, als wäre sie sich sicher, dass sie dich vom Fleck weg heiraten möchte, aber du siehst dich damit in deiner Freiheit eingeschränkt, bist weniger in die Frau als mehr in die Idee verliebt, dass du langsam sesshaft wirst und jemand auf dich wartet, wenn du heimkommst. So richtige unhinterfragbare Lust mit der Frau deine Zeit und dein Leben zu teilen lese ich nicht heraus. Sie scheint dir passabel und von der Chemie her für dich passend, aber allzu von den Socken scheinst du nicht zu sein, wenn du dir jetzt so ernsthaft Gedanken drüber machst, was möglicherweise mal passieren könnte. Wer so viel Zweifel hat, sollte mMn keine Beziehung eingehen.
 
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