Beziehung mit einem Moslem

Benutzer104375  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,
ich bin seid 9 Monaten mit einem 13 jahre älterem (21/34) Moslem zusammen....eigentlich sind wir sehr glücklich, er hat mir am anfang erzählt das er Moslem ist aber abgesehen davon das er kein Schwein isst, nicht trinkt und so einige dinge für Teufelszeug hält waren da eig nie Probleme...
vor einiger Zeit kam er und meinte das er sich in letzter Zeit zu wenig mit seiner Religion befasse und das er auch glaubt wenn er das wieder ändert das er wieder ruiger und ausgeglichener wird...das war auch noch kein Problem...aber dann gings los:
-mein Zungenpiercing solle raus (verschandlung des eigenen Körpers?)
-nicht alkoholisiert nach hause kommen
-kein sex bis wir heiraten
-kinder sollen religiös erzogen werden
-er möchte gern eine muslimische Hochzeit

Ich habe nichts gegen seine Religion aber ich selbst bin ungläubig und auch so erzogen ich habe immer gesagt er kann machen was er will aber ich will ich selbst bleiben dürfen was auch einschließt das ich raus gehe wenn er betet (ist mir unangenehm) und weiter trinke denn ich feier gern mal und habe spaß und schrenke das wegen ihm sowieso schon ein und gehe fast garnicht mehr weg.
das mit dem sex passt mir natürlich auch nicht...man kann ja niht mit dem vollen Programm in eine Beziehung starten und nach 9Monaten auf einmal sagen "weil ich das so will ist das jetzt so" dann hätte er das von anfang an klar stellen müssen...mit den Kindern habe ich gesagt kann er ihnen die religion gerne vor leben aber ich will nicht das sie zur religion gezwungen werden ...wenn sie schwein essen wollen essen sie es! wenn sie wiederum mit ihm beten wollen...dürfen sie das auch...sie sollen eine Wahl haben...mit der Hochzeit habe ich zugestimmt wenn ich da keine religiösen texte sagen muss...das halte ich für heuchelei und wenn es den da oben gibt wird der das bestimmt nicht witzig finden...
bisher haben wir uns so auch geeinigt nur das mit dem sex hab ich ihm wieder ausgeredet ;-)
aber ich habe schon panik das er in ein paar monaten wieder ankommt und mich umkrempeln will...wer weiß was da noch alles kommm....wir fahren nächste woche zu meinem Dad (sehr gegen religion weiß nix von der Religion meines freundes) ich habe ihm gesagt das er da nicht beten kann das ist ein fremdes haus mit den Regeln meines VAters und er kann nicht erwarten das alle Menschen sein handeln in ihren eigenen 4wänden tollerieren...mein dad würde ihn wahrscheinlich raus werfen....
ist es denn so schwer das ich einfach will das ich ich selbst bleiben darf???
es heißt dann immer das er ja auch zurück stecken muss weil er duch die beziehung mit einer ungläubigen seine religion nicht richtig ausleben kann...
aber das hat er doch vorher gewusst???!!!
und vor einigen Monaten war das auch kein Problem wie es lief...
er ist auch immer sehr sehr bockig wenn ich mit Freundinen was trinken gehe....ich sage ihm immer wieder er kann seine religion ausleben soll er beten, nicht trinken, kein schwein essen usw...aber ich will sowas nicht machen (auf schwein verzichte ich zwar aber eher weil ich es eh nie viel gegessen hab) ich will nichts tun woran ich nicht glaube und meine ganze lebensführung umstellen

hat jemand erfahrungen?
wie findet man kompromisse?
ist es denn so schlimmm das ich ich selbst bleiben will?
ich brauche ein paar tipps und erfahrungen....
eine trennung ist ausgeschlossen...ich liebe ihn über alles und ziehe auch im sommer zu ihm und habe nicht vor ihn zu verlassen...sondern lösungen zu finden :smile:

danke....
 

Benutzer26398 

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eine trennung ist ausgeschlossen...ich liebe ihn über alles und ziehe auch im sommer zu ihm und habe nicht vor ihn zu verlassen...sondern lösungen zu finden :smile:

dann wird man dir leider nicht helfen können? Ich glaube eine für dich befriedigende Lösung ist ausgeschlossen! Gegen seinen Glauben wirst du nicht ankommen können - d.h. du bringst ihn nicht davon ab.

Davon abgesehen finde ich das du dir eure Beziehung bzw. wie er dich behandelt schön redest. Du beschwichtigst und siehst alles durch die "rosa-rote-Brille".

Wenn man es genau betrachtet schreibt er dir in jeglicher Hinsicht vor wie du dich zu verhalten hast etc. Du sollst dich ihm anpassen und auf seine Wünsche eingehen.

Das was du positiv siehst sehe ich hingegen als äußerst negativ! Du schreibst nämlich das er nicht von Anfang an so war. Das bedeutet für mich das er dich anfangs bewusst gettäuscht hat. Ihm war klar das er dir seine "Wertevorstellungen" nicht von heut auf morgen "beibringen" kann! Offensichtlich verlegt er das ganze darauf dich langsam aber fließend "Untertan zu machen" ohne das du es bewusst bemerkst.

Ich sehe langfristig eine sehr große Gefahr in eurer Beziehung - insbesondere was dich angeht. Dies ist kein "Moslem-Bashing" - allerdings ist sein Verhalten offensichtlich seinem streng ausgelegten Glauben geschuldet dessen Ausleben sich nicht mit "westl. Wertemaßstäben" vereinbaren lässt - jedenfalls nicht so wie er diesen Glauben auslebt!
 
R

Benutzer

Gast
Leider kann ich da auch nichts Positives beitragen, da ich schon mehrfach erlebt habe, wie sich eine Beziehung zu einem anfangs toleranten Moslem genau in diese Richtung ändert und das wurde mit der Zeit einfach immer schlimmer, bis die Frau quasi nichts mehr zu sagen hatte.

An deiner Stelle würde ich die Beziehung beenden, aber das möchtest du ja nicht...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Auch wenn du es nicht gerne hören magst: ich gebe der Sache nicht viele Chancen.

Sieh mal: er stellt ganz klar Anforderungen an dich. Du passt ihm nicht so, wie du bist: es ist ihm nicht genug, dass du ihm den Freiraum für seinen Glauben lässt, nein du musst selbst diesen Glauben praktizieren! Nicht in Form von Gebeten oder dergleichen, aber du musst dich seinen Geboten ebenfalls unterwerfen: Er will ganz klar, dass du dich den Anschauungen fügst, die für ihn religiöse Gültigkeit haben. Der Metallstift in deiner Zunge ist halt nicht mehr deine Sache, sondern das ist Verschandelung. In seinen Augen bist du unmündig, mit Alkohol umzugehen, so dass er da einschreiten will.

Dieser Mann wird dich dominieren wollen. Du kannst zwar temporär mit ihm drüber reden und Kompromisse finden, aber wenn du weiter eine Beziehung mit ihm führst, wirst du merken, dass er es immer wieder von Neuem anfangen wird. Da sind Reibungspunkte bei euch vorhanden, die sich nicht mal eben wegargumentieren lassen, da sie auf recht fundamentalen Ansichten (hier Religion) beruhen.

Dir bleiben zwei Möglichkeiten: du fügst dich ihm und schränkst deine persönliche Freiheit auf seine Kosten ein (was dich nicht auf Dauer glücklich machen wird) oder du bleibst konsequent, bietest ihm fortwährend in einer Beziehung die Stirn (was sehr nervenaufreibend ist), wirst aber das Gefühl nicht los werden, dass du ihm so nicht passt (was auch stimmt) und damit auch am Ende nicht glücklich werden. Ein Liebesverhältnis sollte niemals ein dauerhafter Kampf gegeneinander sein.

In Anbetracht der Tatsache, dass ihr auch erst 9 Monate zusammen seid und jetzt solche Konflikte auftreten, solltest du dir auch gut überlegen, ob das der richtige Zeitpunkt zur Generierung von Kindern ist (falls das auch zur Debatte steht - er scheint ja welche zu wollen).

Bitte sei sehr vorsichtig und verliere ich in dieser Sache nicht selbst. Du darfst diesen Mann gerne lieben, aber das sollte es dir nicht wert sein, dass du dich durch ihn am Ende selbst verlierst.
 

Benutzer37188 

Meistens hier zu finden
Da muss ich mich meinen Vorrednern leider anschließen und habe zu Fuchs und brainforce eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ich möchte auch zu Bedenken geben, dass eine muslimische Hochzeit höchstwahscheinlich heißt, dass du konvertieren musst. Das ist auch heute noch bei vielen katholischen Gemeinden so, dass dort kein Protestant mit einem Katholiken verheiratet wird und ich denke nicht, dass strenggläubige Moslems da eine Ausnahme machen.

Religion ist keine Sache, bei der man Kompromisse schließen kann. Ich spreche da ein wenig aus Erfahrung, weil ich mal mit einem gläubigen Katholiken zusammen war. Wenn es dem Partner genügt, "im stillen Kämmerlein" zu glauben, ist das kein großes Problem. Sobald der Partner wie in deinem Falle aber sein Leben (inklusive seiner Freundin) danach ausrichten will, gibt es da keine Kompromisse mehr. Religion ist kein Hobby, sondern eine fundamentale Lebenseinstellung. Die wirst (und sollst) du ihm niemals "austreiben", genausowenig, wie er dir seinen Glauben aufdrücken kann.

Ich bin niemand, der leichtfertig zu einer Trennung rät, aber in deinem Fall sehe ich da herzlich wenig Chancen, dass ihr miteinander glücklich werden können. Ihr werdet euch gegenseitig nur beständig einschränken und auf Dauer unglücklich machen.
 

Benutzer92892 

Benutzer gesperrt
Liebe DieHolly

Ich war mal mit einem Moslem zusammen.
Das war so eine Sache und eine recht lange Geschichte...
Er hat zwei Brüder beide älter, diese sind beide mit einer Frau von ihrem Land verheiratet, sie haben diese durch die Heirat zu sich geholt.
Mein Ex war aber gegen das, er wollte aus liebe heiraten, er fand das dumm einfach eine von seinem Land zu heiraten. Er hat auch seinem Vater gesagt, dass er mal mich heiraten will.
Die Religion war immer ein wenig im Weg in unserer Beziehung. Ich war nicht so wie die zwei anderen Frauen. Ich war nicht einfach für den Haushalt zuständig, ich sass nicht immer ruhig in einer Ecke und sagte nichts, das konnte ich nicht. Ich wollte auch eine Ausbildung machen, welches dann einige Jahre dauerte. So war für mich klar, dass ich nicht mit 23 ein Kind habe und eine Familie gründe. Sondern viel später oder vielleicht auch gar nicht. Und ich glaube diese Aussage schockte die Familie.
Mein Ex hat es akzeptiert, da er nicht so werden wollte wie seine Brüder.
Gut dann nach 2.5 Jahren haben wir uns getrennt, da ich nicht noch länger meine Zeit "verschwenden" wollte mit etwas welches keine Zukunft hatte. Leider so weh es auch tat.
Jetzt nach ungefähr 1 Jahren ist er verlobt und wird dieses Jahre im Sommer heiraten. Und halte dich fest es ist eine von unten die er dann nach der Hochzeit zu sich holt.

Ich gebe dir jetzt einen Rat, aus meinen eigenen Erfahrungen. Trenn dich am besten von Ihm, es gibt nur ganz ganz ganz wenige die sich anpassen können und es akzeptieren. Geniesse deine Zeit und vergeude sie nicht!

Wünsche dir alles Gute!!!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Genausowenig wie ich mir eine Beziehung zu einer ultrakonservativen Katholikin vorstellen könnte, kann ich mir eine Beziehung zu irgendwem anders vorstellen, der der Meinung ist seine Religion in den Mittelpunkt seines Leben stellen zu müssen. In diesen Mittelpunkt gehöre nämlich ICH.

Die Fakten hast du selbst sehr gut aufgezählt, falls da nicht (und das vermute ich ganz stark) noch viele viele andere Kleinigkeiten vorgefallen sind, die du hier erstmal bewußt verschweigst. Vielleicht kommen einige im Verlauf des Threads noch raus...
Du liebst ihn und er versucht dich so zu formen, wie er sich das als "richtig" vorstellt. Er liebt demnach nicht dich, sondern die Vorstellung, die er sich von Frauen macht. Dass diese Vorstellung wiederum von irgendeiner Religion geformt wurde ist fast schon nebensächlich.

Du fragst wie Kompromisse gemacht werden. Tja...da müssen beide willens sein etwas nachzugeben. Das ist aber nicht der Fall. Damit wird es also auch keine Kompromisse geben. Wenn du mit ihm zusammen bleibst und Kinder machst, werden deine Kinder indoktriniert werden und ende. Belogen hat er dich offensichtlich auch und nebenbei belügt er sich selbst. Entweder ich glaube ganz fest daran, dass ich in ein Himmelreich aufgenommen werde, wenn ich keinen Sex vor der Ehe habe, oder ich glaube das nicht. Das was er macht ist verlogen.

Tja...es bleibt wohl an dir hängen, ob du gelernt hast, dass Liebe nicht unendlich sein kann, wenn sie nicht auf echte Gegenliebe stößt...
 

Benutzer103901 

Öfters im Forum
Hallo, erst Mal herzlichen Glückwunsch, dass Du so glücklich bist .. ist ja prima, wie sich das anhört. Also er hat einige Vorgaben gemacht, einiges davon hat er zurückgenommen - Sex vor der Ehe, wie überraschend - Anderes kommt nach einer Weile wieder auf den Tisch, das ist doch richtig ?
Du hast die rosa Brille auf, da hilft es nicht viel, an Deinen Verstand zu appellieren. Ich würde Dir raten, so bald wie mögilch Kontakt zu seiner Familie zu suchen, und Dir dabei ganz genau anzugucken, wie Deine Zukunft mit ihm aussehen wird (denn genau das wird seine Familie Dir zeigen). Wirst Du akzeptiert als "Ungläubige" ? Haben Frauen Freiheiten oder ordnen sie sich komplett unter ? Würdest Du Dich wohlfühlen, wenn Du mit seinen Eltern unter einem Dach wohnen würdest, mit ihnen gemeinsam in den Urlaub reisen würdest ?
Genieß, was Du hast, aber versuch auch, nicht aus Liebe mehr Chancen hinein zu dichten als tatsächlich vorhanden sind .....
 

Benutzer104375  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
.....hmmm...ok mit so viel Antworten in diese Richtung habe ich nicht gerechnet aber auf jeden fall danke schon mal...
mir fällt es so schwer zu glauben das er denkt er könne mich irgendwann völlig umkrempeln er hat mich als aufgedrehte junge Frau in knapper Jeanshose, mit weitaus mehr männlichen Freunden als weiblichen, einer moralisch fragwürdigen Jugend und sehr freiheitsliebend und dickköpfig kennen gelernt....und ich habe meine Stellung zu jeglichen Religionen sehr schnell deutlich gemacht...
wie gesagt er hat ja bisher auch erstmal wieder akzeptiert das ich bei seiner Lebensplanung nicht mit spiele...ich hab ihm auch gesagt wenn er nur ein kind will wenn das religiös erzogen wird werden wir keine Kinder bekommen!!!
und er hat mit seiner exfreundin mit der er 10jahre unehelich zusammen war auch 2 kinder die nicht religös erzogen sind...er ist auch nicht von geburt an gläubig...seine Mutter ist deutsche aber sein Vater mit dem er aber kein kontakt mehr hat Moslem...er betont auch immer das er nie wollen würde das seine Freundin Kopftuch trägt und nicht arbeiten geht...und wenn er insgeheim so streng gläubig wäre würde ihm doch meine Berufswahl schon nicht passen (momentan 3 Lehrjahr altenpflegerin ab Sommer ausbildung zur Krankenschwester) da seh ich den ganzen Tag andere Männer und oftmals leicht bekleidet usw.
diesen zwiespalt verstehe ich bei ihm auch immer nicht...er ist eig. erst gläubig seid er 29 Jahre alt ist...seid der Trennung und der dazukommenden weiten entfernung zu seinen Kindern...er sagt auch immer das er mich nicht verlieren will und sich ja deswegen in der auslebung seines glaubens so einschränkt....hmmmm...nein wir wollen demnächst keine kinder das thema ehe und kinder kam nur mal so öfter auf den tisch besonders weil in unserem umkreis momentan sehr sehr viele Leute heiraten und Kinder bekommen ^^
...werd auf jeden fall über eure beiträge nachdenken...aber ich werde auf jeden fall das zusammen ziehen versuchen und uns eine chance geben...ist ja (blöd gesagt) nicht so als wenn wir in einem streng gläubigem Land leben wo nicht mehr raus komme...mir wird es ja immer frei stehen aus zu ziehen..also möchte ich bevor ich die beziehung weg schmeiße schon den schritt wagen und das richtige zusammenleben mit ihm probierne und sehen wie es sich entwickelt....bisher sehen uns nur am w-ende wohnen ne stunde zugfahrt außeinander.....
ist denn vieleicht jemand in der selben situation einer "mischbeziehung" ?
das mit der hochzeit wusste ich nicht also das ich zum glauben konvertierne muss (hätte ich mir allerdings denken können^^) ...damit hat sich das auf jeden fall erledigt...wiederum hat er gesagt er würde mich dann trotzdem standesamtlich heiraten auch wenn ich die muslimische hochzeit nicht will....
....schwierig alles...sehr schwierig...

---------- Beitrag hinzugefügt um 13:19 -----------

wenn ich mir das so durch lese hört sich das alles ziemlich beklopt, verwirrend und unlogisch an...selbst für mich selbst die in der situation drin steckt...
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
er ist auch nicht von geburt an gläubig

Niemand ist von Geburt an gläubig. Glaube ist Erziehung und wird durch die äußeren Einflüsse geregelt. Vielleicht war er ja viel mit Landsmännern zusammen und hat von ihnen die Religion beigebracht bekommt, da kann es dann schon zu einem späten Glauben kommen.

An deiner Stelle wäre ich sehr vorsichtig und würde jeden Versuch rigide
abblocken, bei dem seine Religion dein Leben auch nur im geringsten beeinflusst. Wenn dieser Kampf zu schwer wird, dann würde ich über eine Trennung nachdenken.
 

Benutzer6428 

Doctor How
wenn ich mir das so durch lese hört sich das alles ziemlich beklopt, verwirrend und unlogisch an...selbst für mich selbst die in der situation drin steckt...

Jup..genau das dachte ich auch gerade...
Das liegt vermutlich daran, dass du dir da jemand sehr labilen geangelt hast. Er hält sich an seinem Glauben fest, hat aber offensichlich nichtmal eine genaue Vorstellung was jetzt dazugehören darf und was nicht und schmeisst es alle paar Tage um. Damit bietet es wiederum keinen Halt. Für mich klingt er alles andere als stabil und du solltest dir genau überlegen, was er dir geben und bieten kann.

Kinder sollte er erst recht nicht erziehen, da er sich selbst noch nichtmal ansatzweise gefunden hat. Wäre er auch erst anfang 20 würde ich das nicht so kritisch sehen, aber der Mann ist fast 30...
 

Benutzer103901 

Öfters im Forum
er hat mich als aufgedrehte junge Frau in knapper Jeanshose, mit weitaus mehr männlichen Freunden als weiblichen, einer moralisch fragwürdigen Jugend und sehr freiheitsliebend und dickköpfig kennen gelernt.....

Du mußt dabei berücksichtigen, dass Du mit deutsch geprägtem Hintergrund aufgewachsen bist. Für Dich bedeutet es Freiheit, Unabhängigkeit, Stärke, wenn Du Dich mit männlichen Freunden umgibst, Dich aufreizend anziehst, Sex nicht abgeneigt bist .... das ist in Deinen Augen positiv belegt und in typisch westlicher Denkweise auch ganz eindeutig - allerdings für Jemanden, dessen Wurzeln im Islam stecken, wird eine so junge Frau wie Du möglicherweise etwas anders "gelesen" : es gibt keinen Vater / Mann, der über Dich wacht, Du bist zügellos, leicht formbar, Dir fehlen moralische Prinzipien (kannst also noch "zurechtgebogen" werden), Deinem Alter nach bist Du noch eher ein Kind, Du bist aufgeschlossen für Jemanden, der Dir zeigt, wo es lang geht im Leben ... - - wehret den Anfängen :schuettel:
 

Benutzer42813 

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Du mußt dabei berücksichtigen, dass Du mit deutsch geprägtem Hintergrund aufgewachsen bist. Für Dich bedeutet es Freiheit, Unabhängigkeit, Stärke, wenn Du Dich mit männlichen Freunden umgibst, Dich aufreizend anziehst, Sex nicht abgeneigt bist .... das ist in Deinen Augen positiv belegt und in typisch westlicher Denkweise auch ganz eindeutig - allerdings für Jemanden, dessen Wurzeln im Islam stecken, wird eine so junge Frau wie Du möglicherweise etwas anders "gelesen" : es gibt keinen Vater / Mann, der über Dich wacht, Du bist zügellos, leicht formbar, Dir fehlen moralische Prinzipien (kannst also noch "zurechtgebogen" werden), Deinem Alter nach bist Du noch eher ein Kind, Du bist aufgeschlossen für Jemanden, der Dir zeigt, wo es lang geht im Leben ... - - wehret den Anfängen :schuettel:

Verdammt, das ist schöner auf den Punkt gebracht, als ich das könnte...

Bitte lies dir das mal ganz genau durch!
 

Benutzer65532 

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Mich würde interessieren, warum er sich auf einmal intensiver seinem Glauben zuwendet.

- Hat sich etwas in seinem Leben verändert?
- Mit wem hat er Umgang? Sind das hauptsächlich gläubige Muslime
oder auch Andersgläubige?
- Welche Nationalität hat er?
- Geht er regelmäßig zum Freitagsgebet?
- Gehörst du auch einer Religion an?

Du musst nicht zum Islam konvertieren, um zu heiraten. Vorraussetzung für eine islamische Hochzeit ist allerdings, dass die Frau entweder Muslimin, Christin oder Jüdin ist. Wenn du Atheistin sein solltest, vergiss die islamische Hochzeit.

Ich würde mir an deiner Stelle so einen Schritt allerdings sehr gut überlegen und mir bis dahin sehr viel Zeit lassen. Außerdem solltet ihr mal intensive Gespräche führen und herausfinden, was ihm der Glaube auf einmal gibt und wie überzeugt er wirklich dahinter steht.
Er scheint da selbst gerade in einem Zwiespalt zu stecken.

Meiner Meinung nach stehen eure beiden Lebensstile in einem zu krassen Unterschied, um sie miteinander zu vereinbaren. Es geht hier um ein völlig unterschiedliches Werteverständnis.

Ich bin der Auffassung, eine Beziehung ist gut, wenn beide einander lieben obwohl sie so sind, wie sie sind. Eine Beziehung ist ideal, wenn beide einander lieben, weil sie so sind, wie sie sind. Aber eine Beziehung, wo mindestens einer der Partner vom anderen erwartet, dass er sich ändert, um ihn uneingeschränkt lieben zu können, geht meist in die Hose.

Ich habe mich auch lange zu afghanischen Männern hingezogen gefühlt und viele Moslems im Freundeskreis. Ich würde mich auch grundsätzlich als tolerant und aufgeschlossen bezeichnen und habe auch schon an islamischen Festen und Vorträgen teilgenommen. Trotzdem habe ich für mich beschlossen, dass ich keine ernsthafte Beziehung mit einem überzeugtem Moslem führen will.

Daher würde ich an deiner Stelle herausfinden, wie überzeugt er wirklich von den islamischen Grundsätzen ist und ob er das, was er im Glauben sucht, auch anderweitig finden kann. Wenn für ihn der muslimische Glaube der einzige Weg ist und du diesen Weg nicht wenigstens teilweise mitgehen kannst, sehe ich da keine großen Chancen, für eine gemeinsame Zukunft. Das solltest du also rausfinden.

Liebe Grüße

batida
 

Benutzer37188 

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das stimmt ja nunmal überhaupt nicht!:zwinker:
Tjoa, bei vielen Gemeinden in meiner Heimatgegend haben sich ältere Priester gegen derartige Trauungen gesträubt und sich geweigert, die kirchliche Trauung zu vollziehen. Ebenso wie sich hier einige dagegen verweigern, Kinder zu taufen, deren Eltern nicht in der Kirche sind o.ä. Muss also nicht überall so sein, ist in meiner Heimat allerdings nicht ungewöhnlich. War also kein allgemeingültiges Statement, aber es ist dennoch was dran. :zwinker:
 

Benutzer77857 

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peinlich, wenn man an irgendwelche überlieferungen glaubt die entstanden sind, bevors den buchdruck gab. stichworte: stille post. oder glaubt irgendwer hier daran, dass die frau aus der rippe des mannes geschaffen wurde?

religionen haben noch nie etwas positives zur völkerverständigung beigetragen. menschen, die ihr leben nach, von MENSCHEN gemachten religionen ausrichten, sind mir sehr suspekt.
 
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