Beziehung mit einem (freiwilligem) Feuerwehrmann

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich persönlich wäre eine Beziehung mit einem freiwilligen Feuerwehrmann: nix.

Ich kenne eine Großfamilie, da sind so gut wie alle (also gut 20 Leutchen m und w) "mehr oder weniger" bei der Feuerwehr - ist quasi Tradition. Die Frauen treten spätestens aus dem aktiven Dienst, wenn sie schwanger werden. Denn wenn es um die "Bereitschaft" geht, geht das mit Baby und Kindern einfach nicht mehr, dass man jederzeit abgerufen werden kann. Die Frauen arbeiten dann eher im Hintergrund und organisieren die kulinarischen Genüsse und Locations, wenn mal wieder unter den Feuerwehrlern gefeiert wird - was öfter vorkommt. Oder eben für die Infostände, die auf jedem Dorffest zu finden sind.

Ich habe da öfter mal Einblicke in die viele Zeit, die dieses Ehrenamt auffrisst ... Einsatzbesprechungen, Übungen, Fortbildungen usw. und die eigentlichen Einsätze sind natürlich auch gerade immer dann gehäuft, wenn man selbst mit der Familie mal in Geruhsamkeit feiern will - Stichwort: Weihnachten, Silvester. Dann muss der "Feuerwehrmann" des Hauses in die stets bereit zu stehende Schutzbekleidung springen, um wenige Minuten später in Richtung Einsatz unterwegs zu sein. Kommt aber auch außerhalb der Festtage in manchen Regionen ganzjährig so gut wie wöchentlich vor, je nachdem wieviel Mann bzw. Frauen die FW hat und wieviele Wehren es in der Umgebung gibt. Da dieses freiwillige Amt immer weniger Anhänger findet und mittlrweile nur noch wenige Leute bei der FW sind, ist auch oft sehr weit zu fahren - ob nun in die "Zentrale" oder zu den Einsätzen. Viele FWs werden dicht gemacht, mangels Mitglieder - dann heißt es eben zum nächsten Verein gehen - der 20, 30, 40 km entfernt sein kann ...

Für einen Partner, der diesem freiwilligen Einsatz für die Gemeinschaft nicht nachgeht, nicht gerade einfach ... also mich würde es wahnsinnig machen. Ich hasse nichts mehr, als wenn meine Pläne durcheinander kommen - ich stelle mich gerne auf geplantes ein, bereite mich innerlich vor und wenn ich dann alleine da stehe, werd ich sauer.

Um einen FF-Mann würde ich einen großen Bogen machen.
 
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Gast
Für mich persönlich wäre eine Beziehung mit einem freiwilligen Feuerwehrmann: nix.

Um einen FF-Mann würde ich einen großen Bogen machen.

Also... So Pauschal finde ich das ziehmlich "oberflächlich". Du stellst jeden Feuerwehrler als "Beziehungsunfähig" dar.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das es ein wundervolles Hobby ist, was riesig Spass machen kann und als Krönung tut man was gutes.
Die Kameradschaft untereinander geht auch weit über das "Feuerwehrleben" hinaus.
Und das kann im Privatenumfeld auch von Vorteil sein.

Aber es ist auch klar, das es sehr zeitaufwändiges Hobby ist, welches oftmals im falschen Moment die Aufmerksamkeit fordert.
Gerade was Einsätze zu Nachtzeiten, am Wochenende oder an Feiertagen angeht.

Meine Ex Freundin und jetzt Verlobte hat mich als Feuerwehrler kennengelernt. Es gab zwar Situationen in den sie wenig begeistert war das ich in Einsatz musste. Zum Beispiel an Weihnachten. Oder Nachts um 03:30 Uhr.
Aber sie hat's mir jedesmal verziehen.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Off-Topic:
Aber sie hat's mir jedesmal verziehen.
Wahrscheinlich meinst Du das Wort gar nicht so, wie es bei mir ankommt, aber wenn ein Partner Zeitaufwände und Abwesenheiten des anderen Partners ständig "verzeihen" muss, läuft in der Beziehung etwas gehörig falsch. "Akzeptieren", "das Beste daraus machen","(für) sich selber beschäftigen" sollten m.E. die Verhaltensweisen sein, damit so eine Beziehung auf Dauer funktioniert. Das impliziert auch, dass man sich mal ärgert oder gar sauer auf die Situation ist, sie sollte aber nicht in sauer-sein auf den Partner umschlagen.
 
B

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Gast
Off-Topic:
Wahrscheinlich meinst Du das Wort gar nicht so, wie es bei mir ankommt, aber wenn ein Partner Zeitaufwände und Abwesenheiten des anderen Partners ständig "verzeihen" muss, läuft in der Beziehung etwas gehörig falsch. "Akzeptieren", "das Beste daraus machen","(für) sich selber beschäftigen" sollten m.E. die Verhaltensweisen sein, damit so eine Beziehung auf Dauer funktioniert. Das impliziert auch, dass man sich mal ärgert oder gar sauer auf die Situation ist, sie sollte aber nicht in sauer-sein auf den Partner umschlagen.

So war's nicht gemeint. "Akzeptieren" trifft es besser ;-)
 
3 Monat(e) später

Benutzer164651 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo TE,
Ich weiß nicht wie aktuell dieses Them noch ist aber ich gebe mal meinen Senf dazu.
Mein Vater, mein Onkel und mein Cousin waren lange Jahre bei der FF. Mein Partner ist Berufsfeuerwehrmann.
Generell denke ich zuallererst kannst Du auf Deinen Freund sehr stolz sein. Er macht einen sehr ehrenwerten Job , opfert viel Freizeit und das unentgeltlich.
Ich kann Dich schon verstehen, dass es Dich nervt dass er so wenig Zeit für dich hat. Aber das bringt dieser Beruf bzw. dieses Hobby so mit sich. Feuerwehrmann zu sein ist eben nichts was man nur halbherzig machen sollte, oder nur an Sonnentagen. Dafür ist es zu wichtig das im Falle eines Falles genügend Kräfte vorhanden sind und sich diese nicht sagen " och nö, heute habe ich keine Zeit/Lust/ was anderes vor.
Aber es gibt gerade bei der FF viele die nahezu dafür leben und alles andere auch Familie dafür hintenanstellen.
Viele übertreiben auch regelrecht.
Weiß nicht woran das liegt aber es ist oft so.

Mein Papa war nicht so Gott sei Dank und ist wegen der Familie auch iwann ausgetreten. Aber meine Mutter hat so manchen Abend / Wochenende mit uns allein verbracht weil der Vater auf Übung war. Wir würden. Achtes so manches Mal aus dem Schalf gerissen weil der Alarm losging. Und mein Vater ist raus , hat die ganze Nacht gelöscht und ist morgens im
Büro erschienen.
Das hat mich schon stolz gemacht .
Macht nicht jeder.

Ok, meine eigene Story wird Dir vermutlich jetzt auch nix bringen. Mein Vorschlag deswegen wäre noch einmal das Gespräch mit ihm zu suchen. Mach ihm klar was Du von einer Partnerschaft erwartest aber komm ihm auch entgegen und erwarte nicht dass er sein Hobby , das ja anscheinend sehr wichtig für ihn ist, komplett für Dich aufgibt. Das würde er vielleicht aus Liebe zu Dir tun. Und es Dir irgendwann vorwerfen.

Evt kannst Du Dir an den Feuerwehrabenden was mit einer Freundin überlegen? Was für Dich tun?
Ggf. kann er Dir dafür an anderer Stelle Entgegenkommen? Gibt es da Möglichkeiten? Zum Beispiel an einem WE Feuerwehr und das folgende ist dann nur für Dich reserviert?
Aus eigener Erfahrungweiß ich dass es halt einige Verpflichtungen gibt. Regelmäßige Lehrgänge, Übungen, Geräte Überprüfungen etc. unter der Woche und ich am Wochenende.
Da kann er nicht einfach so mal wegbleiben..

Trotzdem verstehe ich deine Misere. Überleg dir gut ob du das auf Dauer akzeptieren kannst ohne ihm jedesmal eine Szene zu machen. Wenn nicht, wirst Du immer Frust schieben und Dir wünschen , er hätte ein anderes Hobby.
Rede mit ihm ohne Vorwürfe , ohne Gezänk.
Vielleicht findet ihr einen Kompromiss.
 
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