Beziehung mit depressivem Partner

Könnt Ihr Euch Beziehung mit Partner, der wg. Depressionen behandelt wird vorstellen?

  • ja: wenn ich schon vorher mit im zusammen war

    Stimmen: 10 26,3%
  • ja: wenn der Rest stimmt

    Stimmen: 8 21,1%
  • ja: bins ja selbst (manchmal)

    Stimmen: 10 26,3%
  • nein: das wäre ein Trennungsgrund

    Stimmen: 0 0,0%
  • nein: mit so jemandem würde ich nicht zusammen kommen wollen

    Stimmen: 4 10,5%
  • nein: habe Angst er zieht mich mit runter

    Stimmen: 2 5,3%
  • nur wenn es eine einmalige Episode ist

    Stimmen: 3 7,9%
  • nur wenn die Behandlung schnell anschlägt

    Stimmen: 1 2,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    38
  • Umfrage geschlossen .
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Off-Topic:
Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten von uns hier ihr Päckchen zu tragen haben und ab und zu Phasen haben, in denen es ihnen schlecht geht. Das bedeutet nicht, dass deswegen automatisch das Krankheitsbild Depression vorliegen muss. So wie der seelische Zustand von Mensch zu Mensch verschieden ist, haben die Leute auch unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff "Depression."
Das denke ich auch. Nur weil es einem mal nicht so gut geht, hat man nicht gleich eine Depression. Aber man weiß ja nicht, inwiefern manche hier wirklich depressiv sind, daher wäre ich damit vorsichtig.
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Aufgrund sehr schlechter und derber Kindheitserfahrungen mit einer psychisch kranken Mutter, versuche ich psychisch stark angeknackste Leute in meinem nahen Umfeld weitesgehend zu umgehen. Das heißt nicht, dass ich nicht hinter meinem Partner stehen würde, wenn dieser erkanken würde. Aber auf einen neuen Partner mit Depris o.ä. würde ich mich mit ziemlicher Sicherheit nicht einassen.
 

Benutzer53028 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Zumal ich auch weiß, wie schlecht es einem geht, wenn man glaubt, dass alles schlecht ist. Nur glücklicherweise bin ich da allein bzw. mit Hilfe von Freunden auch schnell wieder rausgekommen, die mich damals da wieder rausgezogen haben und mir sagten, ich solle mich nicht so hängen lassen. Richtig so.

Ich stimme erstmal Starla da vollkommen zu. Zumal es für einen wirklich Depressiven absolut kontraproduktiv wäre, ihm zu sagen, er solle sich zusammenreißen / nicht so hängen lassen, anderen geht's ja noch viel schlimmer und so weiter. Glaub mir, es ist kein gutes Gefühl, sowas zu hören. Zumal man selbst ja nichts dafür kann, und die Lebensumstände , in denen man sich befindet, KÖNNEN zu einer Depression führen, aber sie sind nicht zwangsläufig mit einer verbunden. So kann ein Kind in Afrika, das unter schlechten Bedingungen lebt, trotzdem fröhlich sein, und jemand, der scheinbar alles hat, depressiv.
 

Benutzer54769 

Verbringt hier viel Zeit
war und bin selber depressiv und glaube es wäre sehr schwer eine Beziehung zu führen wenn beide Partner sich ggseitig "weiter anstecken" bzw. "runterziehen". Vielleicht kann ich es mir vorstellen, wenn ich die Depressionen überwunden habe, dadurch stärker geworden bin und so besser weiss was in dieser Person vorgeht und ihr deswg auch besser zur Seite stehen kann.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:


Ich stimme erstmal Starla da vollkommen zu. Zumal es für einen wirklich Depressiven absolut kontraproduktiv wäre, ihm zu sagen, er solle sich zusammenreißen / nicht so hängen lassen, anderen geht's ja noch viel schlimmer und so weiter. Glaub mir, es ist kein gutes Gefühl, sowas zu hören.

Off-Topic:
Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber genau diese Einstellung wird von eher lösungsorientierten Menschen immer wieder mal vertreten, ohne die Tiefgründigkeit der Probleme von betreffenden Personen zu kennen. Auch hier im Kummerkasten kommt das öfter mal vor. Vor allem unverständlich ist es dann, wenn Worte wie "reiss dich mal zusammen" oder "lass dich nicht so hängen" mit dem Unwort "Selbstmitleid" in Verbindung gebracht werden.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Nein, könnte ich wohl nicht. Für mich wären jegliche psychiatrische Erkrankungen ein Grund, um mit der Person keine Beziehung einzugehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Depressionen, eine Essstörung oder irgendwas anderes geht. Das würde mich selbst viel zu doll belasten und das kann ich gar nicht gebrauchen.
 
W

Benutzer

Gast
ich würde hoffen, ihn durch liebe (zumindest verschafft mir liebe glücksgefühle..) und diese glücksgefühle wieder hoch zu ziehen, und da ich auch früher oft depressiv war und das überwunden habe, kann ich ihm vll helfen oder unterstützen. nur wenn es wirklich lange anhält und es absolut keine hoffnung mehr gibt, würde ich es nicht machen.
 

Benutzer30831  (31)

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Off-Topic:
Mir ist gerade aufgefallen, dass in fast jedem beitrag steht "da ich auch probleme in die richtung habe..."
liegt das daran, dass depresive menschen eher in so ein forum kommen, um sich ihre probleme von der seele zu schreiben? oder ist es so das dieser thread eher für depresive menschen interessant ist?



meine persönliche meinung : eine mischung aus beidem

Nein, das wird geschrieben, weil viele die Begriffe "depressiv" und "deprimiert" verwechseln.
 

Benutzer70314  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Eine Freundin von mir leidet an Borderline und weigert sich strikt, die Diagnose anzunehmen,, weil die Ärzte ja alle unfähig sind und sie ist natürlich kein Boarderliner. Mittlerweile hat sie einen Selbstmordversuch hinter sich und siehts immer noch nicht ein...

Von daher könnte ich mir nur vorstellen, mit jemandem zusammen zu sein, der depressiv ist, wenn sich derjenige in Behandlung begibt. Dann würde man ja zumindest nach einiger Zeit mal klitzekleine Fortschritte bemerken...

"depressiv" heißt für mich aber auch, dass jemand tatsächlich an der Krankheit an sich leidet und nicht ab und zu mal ein Stimmungstief hat.
 

Benutzer67864 

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(war jetzt nicht nur auf deinen Beitrag bezogen, BoeseLiz).
Selbst wenn, das ist immerhin deine Meinung und das finde ich gut. Zeigst einiges an Stärke hier, wirklich bewunderswert meines Erachtens nach. Aber tauschen möchte ich mit dir auch nicht. Ich kümmere mich ja gern um Menschen, helfe, tue und mache, meine Oma (und die kennt mich am besten aus meiner Family) sagt immer ich wäre sehr gutmütig und immer hilfsbereit. Ja stimmt soweit auch, auch wenn dies vllt. nicht aus vorherigen Beiträgen zu entnehmen ist. Mein einer Ex hatte echt ständig irgendein Problem an der Backe, hat sich immer mehr reingeritten (was auch mehr Dummheit war). Da hab ich gern geholfen, war ne Kleinigkeit im Gegensatz zu wahrlich depressiven Menschen. Finde ich toll, deine Einstellung, aber in dem Ausmaß wäre mir das zu viel.
 

Benutzer53028 

Verbringt hier viel Zeit
Gutmensch hin oder her, Depressionen sind selten etwas, von dem man munter in der Gegend rum erzählt. Entsprechend ist das eher etwas, das man während der Beziehung erfährt und ganz ehrlich, ich fände es sehr schwach, wenn man sich dann vom Partner abwendet, ohne es je zu versuchen. Depressive sind keine hilflosen, kleinen, armen Menschen, die nix zustande kriegen, sie haben nur schwere Zeiten. Ich habe selber leichte bis mittelschwere Depressionen und das seit unzähligen Jahren, aber ich habe diese und mein Leben sehr sehr gut im Griff und kriege sehr wohl einiges auf die Reihe und klöne auch nicht ununterbrochen über die böse, fiese Welt. Des weiteren habe ich einen schwer psychisch kranken Partner und nein, das ist nicht lustig und ja, das ist verdammt schwierig, und ja, ich wünschte es wär einfacher, aber ich wende mich nicht einfach von ihm ab und gebe auch nach x Rückschlägen nicht auf. Aber Menschen sind verschieden. Und ich kann sogar verstehen, wenn man mit so was nicht klar kommt, aber es nicht mal versuchen, hm ja ehrlich, das verstehe ich dann nicht. Aber vielleicht ist es für jeden Kranken besser, er gerät gar nicht erst an Menschen, die diesbezüglich voreingenommen sind.

da stimme ich mit deiner Auffassung 100%ig überein. Das mit dem schwer kranken Partner mal ausgenommen, aber das grundsätzliche.
 

Benutzer30831  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Und ich kann sogar verstehen, wenn man mit so was nicht klar kommt, aber es nicht mal versuchen, hm ja ehrlich, das verstehe ich dann nicht. Aber vielleicht ist es für jeden Kranken besser, er gerät gar nicht erst an Menschen, die diesbezüglich voreingenommen sind.

Da stimme ich dir zu.

Ich denke auch, dass es für viele, die gegen einen psychisch kranken Partner sind bzw. meinen, sie wären nicht im Stande (oder möchten es schlichtweg nicht), eine solche Beziehung zu führen, etwas mit Einschränkung zu tun hat. Denn das ist wirklich so. Man hat nicht mehr in allen Bereichen die Freiheit, alles zu tun. Mir fallen gerade keine konkreten Beispiele ein, aber ich merke das auch an mir und meinem Freund, manche Themen sollte man nicht berühren, vieles ist heikel, manches gefährlich. Das Risiko für Riesenstreit und Handgreiflichkeiten besteht bei Depressionen eher weniger. Aber auch dort muss man bereit sein, im Fall der Fälle Abstriche zu machen und dem Partner niemals Vorwürfe deswegen zu machen. Wahrscheinlich fällt das vielen Menschen schwer, denn es ist tatsächlich keine leichte Aufgabe.

Eine Freundin von mir leidet an Borderline und weigert sich strikt, die Diagnose anzunehmen,, weil die Ärzte ja alle unfähig sind und sie ist natürlich kein Boarderliner. Mittlerweile hat sie einen Selbstmordversuch hinter sich und siehts immer noch nicht ein...

Das ist oft so bei Borderline. Mein Freund hat auch Jahre gebraucht, bis er es sich eingestehen konnte. Gib nicht die Hoffnung auf!
 
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