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Benutzer232610 (43)
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- #1
Aus meiner Sicht gibt es folgende offene Beziehungsformen:
1. Pseudo-offen ("Schluss auf Raten" - nicht Teil der Umfrage)
Auf den Punkt gebracht:
Offenheit als Ausweichmanöver.
Die Beziehung ist innerlich bereits verlassen, die Öffnung dient als moralischer Deckmantel.
Nicht Freiheit – sondern Aufschub der Trennung.
Suche nach einer neuen Partnerin / einem neuen Partner, während die bestehende Beziehung bis zur faktischen Trennung weitergeführt wird.
Realität:
Keine Öffnung, sondern eine Exit-Strategie mit Sicherheitsnetz. Daher ist diese Antwort auch nicht in der Umfrage enthalten.
Endet fast immer in Trennung – häufig chaotisch.
2. Regelbasierte Öffnung
Auf den Punkt gebracht:
Freiheit innerhalb von Leitplanken.
Die Öffnung wird erlaubt, begrenzt und kontrolliert, um Sicherheit zu bewahren.
Die Beziehung bleibt der Referenzrahmen, die Freiheit ist nachgeordnet.
Realität:
Kann funktionieren, wenn: beide emotional stabil sind, die Öffnung kein Reparaturversuch ist
Scheitert häufig an: Regel-Inflation, Eifersucht trotz Regeln, dem Gefühl, ständig "falsch" zu handeln
3. Asymmetrische Öffnung
Auf den Punkt gebracht:
Freiheit für eine:n – Anpassung für den/die andere:n.
Die Öffnung ist formal einvernehmlich, emotional jedoch ungleich verteilt.
Stabil nur, solange das Ungleichgewicht bewusst getragen wird.
Realität:
Emotional hochriskant.
Funktioniert nur, wenn:
4. Freiheitliche, vollumfängliche Öffnung
(als eigenständige Beziehungsform in der Literatur kaum systematisch beschrieben)
Auf den Punkt gebracht:
Maximal frei wie als Single – bei gleichzeitig maximaler Loyalität im Herzen.
Freiheit wird nicht erlaubt, akzeptiert oder diskutiert. Sie wird geliebt.
Sie ist Teil des Partners / der Partnerin – Teil der Persönlichkeit.
Diese Freiheit ist einer der Gründe, weshalb sich beide ineinander verliebt haben.
Sie wird nicht als Risiko der Beziehung empfunden, sondern als ihr Ursprung.
Die Freiheit ist sogar die DNA der Beziehung.
Andere Beziehungen sind nachgeordnet – sofern sich beide immer wieder bewusst und frei für die Kernbeziehung entscheiden.
Realität:
Funktioniert nur bei:
Ganz konkret (gerne als Stichpunkte beantwortbar):
Und noch eine Frage zum Thema sexuelle Gesundheit:
Nicht gefragt:
1. Pseudo-offen ("Schluss auf Raten" - nicht Teil der Umfrage)
Auf den Punkt gebracht:
Offenheit als Ausweichmanöver.
Die Beziehung ist innerlich bereits verlassen, die Öffnung dient als moralischer Deckmantel.
Nicht Freiheit – sondern Aufschub der Trennung.
Suche nach einer neuen Partnerin / einem neuen Partner, während die bestehende Beziehung bis zur faktischen Trennung weitergeführt wird.
Realität:
Keine Öffnung, sondern eine Exit-Strategie mit Sicherheitsnetz. Daher ist diese Antwort auch nicht in der Umfrage enthalten.
Endet fast immer in Trennung – häufig chaotisch.
2. Regelbasierte Öffnung
Auf den Punkt gebracht:
Freiheit innerhalb von Leitplanken.
Die Öffnung wird erlaubt, begrenzt und kontrolliert, um Sicherheit zu bewahren.
Die Beziehung bleibt der Referenzrahmen, die Freiheit ist nachgeordnet.
Realität:
Kann funktionieren, wenn: beide emotional stabil sind, die Öffnung kein Reparaturversuch ist
Scheitert häufig an: Regel-Inflation, Eifersucht trotz Regeln, dem Gefühl, ständig "falsch" zu handeln
3. Asymmetrische Öffnung
Auf den Punkt gebracht:
Freiheit für eine:n – Anpassung für den/die andere:n.
Die Öffnung ist formal einvernehmlich, emotional jedoch ungleich verteilt.
Stabil nur, solange das Ungleichgewicht bewusst getragen wird.
Realität:
Emotional hochriskant.
Funktioniert nur, wenn:
- das Ungleichgewicht wirklich akzeptiert ist (z. B. Cuckold- / Cuckqueen-Dynamiken)
- kein unterschwelliger Groll entsteht
4. Freiheitliche, vollumfängliche Öffnung
(als eigenständige Beziehungsform in der Literatur kaum systematisch beschrieben)
Auf den Punkt gebracht:
Maximal frei wie als Single – bei gleichzeitig maximaler Loyalität im Herzen.
Freiheit wird nicht erlaubt, akzeptiert oder diskutiert. Sie wird geliebt.
Sie ist Teil des Partners / der Partnerin – Teil der Persönlichkeit.
Diese Freiheit ist einer der Gründe, weshalb sich beide ineinander verliebt haben.
Sie wird nicht als Risiko der Beziehung empfunden, sondern als ihr Ursprung.
Die Freiheit ist sogar die DNA der Beziehung.
Andere Beziehungen sind nachgeordnet – sofern sich beide immer wieder bewusst und frei für die Kernbeziehung entscheiden.
Realität:
Funktioniert nur bei:
- sehr hoher Selbstreflexion
- geringer Besitzangst
- echter innerer Freiheit beider
Ganz konkret (gerne als Stichpunkte beantwortbar):
- Wie liefen die Öffnungsgespräche ab – und was waren die größten Hürden bis zur tatsächlichen Öffnung?
- Was hat euch am meisten geholfen, das "Minenfeld" zu verlassen (Angst vor Ersetzen, Eifersucht, Kontrollimpulse etc.)?
- Woran habt ihr gemerkt/vermuten können, dass euer Partner/eure Partnerin grundsätzlich offen dafür ist – auch wenn er/sie sich nicht getraut hat, das Thema anzusprechen?
- Gab es in den Öffnungsgesprächen Streit?
- Was war das grösste Hindernis, welches der Öffnung im Weg stand? Und wie habt ihr dieses aus dem Weg geräumt
- Das erste Mal: Gefühle vorher, währenddessen und danach – was hat euch überrascht?
- Gab es eine größte Krise (falls ja: wodurch, und wie habt ihr sie gelöst)?
- Zeitrahmen: Wie lange dauerte der Prozess bis zur Öffnung (Wochen/Monate/Jahre)?
- Wie lange lebt ihr jetzt schon in eurer offenen Beziehung?
- wenn die Partnerin im Rahmen der offenen Beziehung von einem anderen Mann schwanger wird?
- wenn der Partner im Rahmen der offenen Beziehung eine andere Frau schwängert?
(Verhütung kann auch schief gehen!)
Und noch eine Frage zum Thema sexuelle Gesundheit:
- Wie geht ihr als Paar damit um, wenn eine sexuell übertragbare Infektion auftritt – insbesondere dann, wenn dadurch der/die Partner:in betroffen ist?
- Gab oder gibt es in solchen Situationen Ängste vor Schuldzuweisungen, Vorwürfen oder Vertrauensverlust – und wie geht ihr damit um?
- "Wenn ihr mehrere Häkchen setzt: Mit welcher Form habt ihr gestartet und mit welcher lebt ihr heute primär – und von wo kamt ihr?"
Nicht gefragt:
- Grundsatzdebatten "Pro/Contra offene Beziehung"
- Beiträge von Menschen, die nicht in einer offenen Beziehung leben
- Beiträge, bei denen die Öffnung in Trennung/Beziehungsabbruch endete (mir geht es um funktionierende Modelle)
- Details/Explizites zu sexuellen Praktiken (mir geht es um Prozess, Kommunikation, Stabilität)
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