Beziehung beendet, habe Angst dass es ein Fehler war

Benutzer180875  (26)

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Hallo, ich (m26) habe vor ein paar Tagen die 2 1/2 jährige Beziehung mit meinem Freund beendet. Wir waren von Anfang an sehr glücklich miteinander und ich konnte mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen. Leider hat sich in den letzten Monaten bei mir schleichend eine innere Stimme gemeldet, welche die Beziehung hinterfragt hat. Anfangs habe ich es unterdrückt, dann aber immer öfter darüber nachgedacht wie es wäre mich zu trennen und wieder Single zu sein. Woher diese Stimme kam weiß ich nicht genau. Mich anderweitig ausleben mit anderen Partnern möchte ich auch nicht. Meine Frieheiten hatte ich auch, das war mir sehr wichtig. Rat habe ich bei meiner besten Freundin gesucht und ihr auch erzählt wenn es mal Streit gab. Sie mochte ihn eigentlich sehr, jedoch hat sie durch meine Erzählungen dann meist nur die schlechten Seiten von ihm erfahren aber ich habe immer betont, dass auch ich Fehler gemacht habe wenn wir gestritten haben.
Es kam vor ein paar Monaten dazu, dass ich mich kurzzeitig für ein paar Tage getrennt habe. Ich habe diese Zeit genutzt und gemerkt, dass er mir zu viel bedeutet um ihn gehen zu lassen. Daher haben wir es noch einmal versucht. Zuerst lief es gut aber die innere Stimme kam schnell wieder und hinterfragte alles. Daher habe ich natürlich wieder Rat bei meiner Freundin gesucht und sie hat mich mit dem Gedanken zu trennen unterstützt. Jetzt habe ich eine Entscheidung getroffen und mich getrennt. Ich bin auch schon ausgezogen (wir haben über 1 Jahr zusammen gewohnt). In der Beziehung hat er alles für mich getan, ich hätte mir eigentlich nichts besseres vorstellen können. Daher frage ich mich woher dieser Drang kam mich dennoch zu trennen. Ich weiß nicht ob der Einfluss meiner besten Freundin ein Stück dazu beigetragen hat. Jetzt habe ich Angst den größten Fehler meines Lebens begangen zu haben. Ich bin ratlos und weiß nicht mehr weiter.
 
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Benutzer173437 

Öfters im Forum
So ganz objektiv gesehen, hast Du keinen aussagekräftigen Grund für Deine Trennung genannt. Außer Deine innere Stimme, die Dir scheinbar auch keinen Grund nennen kann?

Es kam vor ein paar Monaten dazu, dass ich mich kurzzeitig für ein paar Tage getrennt habe. Ich habe diese Zeit genutzt und gemerkt, dass er mir zu viel bedeutet um ihn gehen zu lassen. Daher haben wir es noch einmal versucht. Zuerst lief es gut aber die innere Stimme kam schnell wieder und hinterfragte alles.

Könnte es sein, dass Du es auf Dauer nicht erträgst glücklich zu sein?

Es gibt Menschen, die keine allzu gute Kindheit hatten und die aufgrund dessen, mit Glück nicht viel anfangen können, weil es kein vertrautes Gefühl ist.

Es ist logisch, dass sich Deine beste Freundin auf Deine Seite schlägt und möglicherweise kann sie gar nicht objektiv sein, da sie nur Deine Sichtweise kennt.

Was hat Dich also wirklich zur Trennung bewogen? Noch was besseres zu finden?

Dies würde Deine Angst erklären, dass Du gerade einen massiven Fehler machst. Man kann von einem anderen Menschen nicht erwarten, dass er so ein Hickhack über einen längeren Zeitraum mitmacht!
 

Benutzer180875  (26)

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So ganz objektiv gesehen, hast Du keinen aussagekräftigen Grund für Deine Trennung genannt. Außer Deine innere Stimme, die Dir scheinbar auch keinen Grund nennen kann?
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Ich glaube das ist einfach mein generelles Problem, dass ich mich schwer entscheiden und festlegen kann. Mir in manchen Situationen neben einer noch eine andere Option anschaue. Damit mache ich mich generell selbst sehr oft das Leben schwer.
Ich habe zu oft nachgedacht wie es ohne diese Beziehung wäre, ohne wirklich zu begreifen was mir dieser Partner gegeben hat.
Sollte ich mit der Zeit allerdings feststellen, es war doch die richtige Entscheidung, dann waren die Gründe (Meinundsverschiedenheiten, andere Einstellungen zu bestimmten Dingen) welche mich dahingehend unterstützt haben diesen Weg zu gehen doch nicht so harmlos wie es mir im Moment erscheint.
Ich muss mir einfach klar machen was ich wirklich will. Bevor ich in dieser Beziehung war, da war mir eigentlich sehr klar was ich will und von meiner Zukunft erwarte. Eigentlich war ich mir in dieser Sache immer sicher - eine feste Partnerschaft in der man sich vertrauen kann und so sein kann wie man ist - ich verstehe nicht wieso ich das vergessen habe
 
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Benutzer173437 

Öfters im Forum
Ich glaube das ist einfach mein generelles Problem, dass ich mich schwer entscheiden und festlegen kann. Mir in manchen Situationen neben einer noch eine andere Option anschaue. Damit mache ich mich generell selbst sehr oft das Leben schwer.
Ich habe zu oft nachgedacht wie es ohne diese Beziehung wäre, ohne wirklich zu begreifen was mir dieser Partner gegeben hat.
Das klingt für mich nicht wirklich nach Liebe.
Sollte ich mit der Zeit allerdings feststellen, es war doch die richtige Entscheidung, dann waren die Gründe (Meinundsverschiedenheiten, andere Einstellungen zu bestimmten Dingen) welche mich dahingehend unterstützt haben diesen Weg zu gehen doch nicht so harmlos wie es mir im Moment erscheint.
Wenn man zu unterschiedliche Lebenseinstellungen und Wertvorstellungen habe birgt das natürlich ein höheres Konfliktpotential, als wenn man ähnliche Ansichten hat und ähnlich tickt.
Ich muss mir einfach klar machen was ich wirklich will. Bevor ich in dieser Beziehung war, da war mir eigentlich sehr klar was ich will und von meiner Zukunft erwarte. Eigentlich war ich mir in dieser Sache immer sicher - eine feste Partnerschaft in der man sich vertrauen kann und so sein kann wie man ist - ich verstehe nicht wieso ich das vergessen habe
Es ist erstmal richtig, dass man sich in einer Beziehung nicht massiv verbiegen sollte, um dem Partner zu gefallen. Das wäre der falsche Weg.

Aber ich denke, dass eine gewisse Angleichung in jeder Beziehung stattfindet, sei es, dass man sich ergänzt und eben auch die Andersartigkeit des Partners toleriert.

Mal ein Beispiel aus meinem Freundeskreis: Er total ordnungsliebend und manche würden ihn für pedantisch halten. Sie die totale Chaotin, die sich scheinbar nur im Chaos wohlfühlt. Da gab es am Anfang der Beziehung natürlich ständig Streit, weil da Welten aufeinander prallten.

Irgendwann hatten beide keine Lust mehr auf diese Streitigkeiten, weil ihr Liebesleben darunter litt. Also haben sie sich zusammen gesetzt und nach einer konstruktiven Lösung gesucht.

Die Lösung sah dann so aus, dass sie ein eigenes Zimmer bekommen hat, in dem sie chaotisch sein darf.

Er guckt nie in dieses Zimmer, weil er bei Chaos ne Schnappatmung bekommen würde. Sie hingegen versucht im Gegenzug, ihr Chaos nicht auf den Rest der Wohnung zu verteilen ... und damit leben sie beide ganz gut.

Man darf in Partnerschaften auch kreativ sein. :grin:
 
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