Job Bewerbung um einen Arbeitsplatz, ich brauche eure Hilfe :D

Benutzer40130 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

ich möchte mich um einen Arbeitsplatz in einer Steuerberatungsgesellschaft bewerben. Ich bin noch in Ausbildung und mein Mitschüler hat da für mich nachgefragt, ich soll eine Bewerbung aufsetzen und sie ihm mitgeben.

Ich habe bisher folgendes verfasst:

edit

Also ich finde den ersten Satz irgendwie selber blöd, weiß aber ehrlichgesagt zugegeben nicht, was ich da anderes schreiben soll :hmm:
Was schreibt man denn da, wenn man nicht auf eine Stellenanzeige oder Telefonat verweisen kann?
Zum Thema meines Ausbildungsbetriebs hatte ich da auch erst noch stehen, dass es nicht meinem Interesse entspricht dort zu bleiben, aber da sollte man ja besser nicht schreiben, oder?

Danke schonmal für alle Tipps :smile2:
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich kenne mich damit nicht wirklich aus, aber bei deinem ersten Satz fällt mir auf: Positive Resonanz? Ja wo denn?
 

Benutzer40130 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne mich damit nicht wirklich aus, aber bei deinem ersten Satz fällt mir auf: Positive Resonanz? Ja wo denn?

Ja da bin ich mir halt nicht sicher ob man das so schreibt bzw. ob ich damit ausdrücke, was ich sagen will.
Die Kanzlei ist halt bekannt dafür, dass dort sehr professionell gearbeitet wird und dort ein sehr gutes Arbeitsklima herrscht.
 
M

Benutzer

Gast
Neuerdings lässt man den Einleitungssatz ja weg und schreibt gleich darauf los, was man gerade so macht. Ich finde zwar, es wirkt ein bisschen plump, aber die meisten Personaler werden die Einleitung wohl wirklich überlesen, weil unwichtig.

Du könntest ja im Abschnitt über Deine Soft Skills eine Überleitung zu der Kanzlei schaffen. Da fällt das dann auch eher auf. Ich steh' gerade ein bisschen auf dem Schlauch, was Formulierungen angeht, aber sowas in Richtung "Ihr Team wirkungsvoll unterstützen", "in Ihrem Hause gut einbringen" vielleicht?

Positive Resonanz ... hmm, ja. Ich weiß zwar, was Du meinst, aber wenn es keine Stellenausschreibung gibt und die Kanzlei ziemlich bekannt ist, dann werden die ja schon wissen, warum Du Dich trotzdem dort bewirbst - aus eben diesem Grund.

Und im letzten Satz fehlt nach "habe" ein Komma.
 

Benutzer98042 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Eine "Resonanz" ist eine Reaktion auf etwas. Das könntest du - würde ich aber nicht unbedingt tun :zwinker: beispielsweise am Ende des Anschreibens nutzen: "Über eine positive Resonanz und die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen."

Das, was du meinst ist vielleicht eher "nach meiner Berufsausbildung zur Steuerfachangestellten suche ich eine berufliche Herausforderung in Ihrer Kanzlei,die aufgrund der besonderen positiven und proffesionellen Ausstrahlung mein Interesse geweckt hat."
Vielleicht gibt es aber noch andere Gründe, warum gerade die Kanzlei? Das würde ich vielleicht noch miteinbinden
 

Benutzer87580 

Sorgt für Gesprächsstoff
Kannst du nicht dort anrufen, fragen ob sie derzeit jemanden suchen, ob du dich einfach initiativ bei ihnen bewerben kannst und dich darauf dann im ersten Satz beziehen?
"vielen Dank für das freundliche und informative Gespräch. Wie besprochen freue ich mich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusenden zu dürfen."
Sowas in der Richtung.

"Derzeit mache ich eine Ausbildung zur XY bei XY und werde diese vorraussichtlich im Juli 2012 sehr gut abschließen."
"Der Schwerpunkt meiner Ausbildung beschäftigt sich mit..."
"Dabei lag mein Tätigkeitsschwerpunkt beim selbstständigen...."



"Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Außerdem bin ich offen, aufgeschlossen und gehe gerne auf Menschen zu."
Das muss weg. Zu 0815, schreibt jeder rein. Besser wäre es, wenn du dir ein paar der Stärken herauspickst und mit Beispielen aus der Arbeit oder Ausbildung untermauerst.


"Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe..."
Weiß auch nicht, ob das so gut klingt. Vielleicht eher, dass du dich freuen würdest, dein Wissen einbringen zu dürfen und du stehst einem Gespräch jederzeit zur Verfügung.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also zuallererst würde ich an deiner Stelle einen persönlichen Kontakt zu der Kanzlei herstellen und das nicht über 3 Ecken machen und deinem Mitschüler mitgeben.
Dann hast du auch gleich eine prima Einleitung und kannst dich auf das entsprechende Telefongespräch beziehen und dich dann in der Bewerbung näher vorstellen. :zwinker:


Bewerbung um einen Arbeitsplatz als Steuerfachangestellte
Das "um einen Arbeitsplatz" würde ich weglassen.
Bewerbung als Steuerfachangestellte, das reicht. :zwinker:

Sehr geehrte Frau Bäker,

nach meiner Berufsausbildung zur Steuerfachangestellten suche ich eine berufliche Herausforderung in Ihrer Kanzlei, die durch die positive Resonanz besonders mein Interesse geweckt hat.
Wie gesagt, etwas schwammig als Einleitung. Und es fehlt eben die Aussage darüber, wie du überhaupt dazu kommst, dich in dieser Kanzlei zu bewerben.

Meine Ausbildung in der Kanzlei XX + partner werde ich voraussichtlich im Juli 2012 sehr erfolgreich abschließen.
Du wirst sie abschließen. :zwinker: Also kannst du das "voraussichtlich" ruhig weglassen.
Was meinst du mit sehr erfolgreich?

Es steht mir frei, anschließend weiterhin in fester Anstellung in der Kanzlei tätig zu sein.
Und warum willst du dort nicht bleiben? Bzw. warum erwähnst du es in der Bewerbung an die Konkurrenz?

In meiner Ausbildung erlernte ich schwerpunktmäßig die Bearbeitung von Finanzbuchführung, das Erstellen von privaten Steuererklärungen sowie die vorbereitenden Tätigkeiten zur Abschlusserstellung; auch in der Lohnbuchhaltung durfte ich erste Erfahrungen sammeln.
Statt "durfte ich Erfahrungen sammeln", würde ich "konnte" nehmen.
Ob man Finanzbuchführung bearbeitet... Da bin ich mir grade nicht sicher. :hmm: Irgendwie passt das Verb für mich nicht ganz.

Zudem war ich für die allgemeinen Büroabläufe wie z.B. Schriftverkehr, Erstellen von Rechnungen sowie zeitweise für Annahme von Telefonaten in der Anmeldung zuständig.
Das Wort "zudem" gefällt mir nicht so. Ich würde "darüber hinaus" wählen. :zwinker:
Und dann etwas mehr ausschmücken, etwas phantasievoller bitte. :zwinker:

In der Richtung:
Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den allgemeinen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Der tägliche Schriftverkehr, das Erstellen von Rechnungen und die Annahme und Weiterleitung von Telefonaten bereiten mir keinerlei Schwierigkeiten.

:zwinker:

Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Außerdem bin ich offen, aufgeschlossen und gehe gerne auf Menschen zu.
:hmm:
Ist offen nicht das gleiche wie aufgeschlossen?
Zudem würde ich das in der Bewerbung nicht unbedingt erwähnen. Das könnte man auch so verstehen, dass du eine alte Ratschtante bist. :grin: :grin:

Ich würde lieber noch dazu schreiben, dass du dich aufgrund deiner großen Lernbereitschaft und deiner schnellen Auffassungsgabe schnell auch in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten kannst.


Solltest du da nicht anrufen oder dich auf irgendwas persönlcihes beziehen, dann musst du eine Initiativbewerbung senden. Und dein Entwurf ist das bislang leider zu 95% gar nicht.
Eine Initiativbewerbung ist mit das schwerste und die muss nicht nur zu 100% überzeugen, sondern zu 500%.
Da muss dann viel mehr rein, also wie du zu dem Unternehmen kommst, warum du es für so toll hälst und warum sie überhaupt jemanden einstellen sollten. Denn offiziell suchen sie ja gar niemanden. :zwinker:
 

Benutzer94944 

Meistens hier zu finden
Bewerbungsschreiben sind nach einem bestimmten Prinzip aufzubauen. Das würde ich einhalten, Bewerbungstrends hin oder her.
Gib zur Einleitung an, dass der gute Ruf der Kanzlei, den Du über eine noch zu nennende Quelle in Erfahrung gebracht hast, Deinen Wunsch, dort zu arbeiten, ausgelöst und bekräftigt hat.

Ansonsten wurden ja schon gute und richtige Tipps gegeben.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Und warum willst du dort nicht bleiben? Bzw. warum erwähnst du es in der Bewerbung an die Konkurrenz?

Das finde ich eigentlich ganz gut, da sie damit aussagt: Ich KÖNNTE auch dort bleiben, MÖCHTE aber lieber in die andere Kanzlei. Begründet werden sollte es aber tatsächlich.



In der Richtung:
Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den allgemeinen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Der tägliche Schriftverkehr, das Erstellen von Rechnungen und die Annahme und Weiterleitung von Telefonaten bereiten mir keinerlei Schwierigkeiten.

Ich habe gelernt (auch für Vorstellungsgespräche): Am besten keine negativen Formulierungen, also nicht "bereitet mir keine Probleme" o. Ä., sondern lieber "fällt mir leicht". Sonst kann es passieren, dass beim Adressaten nur das Negative hängenbleibt.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich habe gelernt (auch für Vorstellungsgespräche): Am besten keine negativen Formulierungen, also nicht "bereitet mir keine Probleme" o. Ä., sondern lieber "fällt mir leicht". Sonst kann es passieren, dass beim Adressaten nur das Negative hängenbleibt.

Ich überlege grade, was du meinst... :grin:
Was ist denn das Negative in dem Fall? Ich steh irgendwie auf dem Schlauch, lerne ja aber auch gerne was dazu.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Ich überlege grade, was du meinst... :grin:
Was ist denn das Negative in dem Fall? Ich steh irgendwie auf dem Schlauch, lerne ja aber auch gerne was dazu.

In dem Buch, das ich dazu gelesen habe, wird das ganze "Nicht- und Negativ-Formulierungen" genannt (also eben so was wie "bereitet mir keine Schwierigkeiten" oder "Ich bin jemand, der nicht schnell ungeduldig wird") - diese können den Zuhörer verwirren, weil er sich das selbst noch mal "übersetzen" und in eine positive Botschaft umwandeln muss ("sie hat keine Schwierigkeiten - ah, es fällt ihr also leicht", oder noch besser beim zweiten Beispiel: "sie ist nicht ungeduldig - okay, also ist sie geduldig"). Daher sollte man lieber direkt und eindeutig sagen, was man eigentlich meint. (Wie gesagt, kommt nicht von mir, aber ich fand es schon ziemlich plausibel - noch wichtiger ist es sicher im Gespräch, wo das Gegenüber viel schneller mitdenken und reagieren muss, aber ich denke, man kann es auch schon im Bewerbungsschreiben anwenden.)
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Okay danke für die Erklärung. Ich versteh jetzt, was gemeint ist. :zwinker:
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also mein Mitschüler hat ja schon mit seiner Chefin explizit über mich gesprochen, sie hat ihm gesagt, dass er meine Bewerbung mitbringen soll. Also fände ich es etwas blöd da nochmal anzurufen und mich zu der Frau verbinden zu lassen, obwohl sie ja schon gesagt hat, dass ich Thomas meine Bewerbung geben soll.
:hmm:
Also ich finds eher blöd, dass die Chefin mit Thomas spricht anstatt mit dir. :grin:

Ich schreibe voraussichtlich, weil mir das damals beim Bewerbungstraining für die Ausbildung so beigebracht wurde, schließlich könnte man auch durchfallen :grin:
Theoretisch natürlich, aber davon gehst du doch nicht aus oder? :zwinker:
Außerdem ist es ein ziemlicher Widerspruch, dass du nur voraussichtlich bestehst, dann aber sehr erfolgreich. :grin:

Ich will dort nicht bleiben, weil die Kanzlei, um es mal harmlos auszudrücken, scheisse ist. Es geht dort alles den Bach runter, die Chefs handeln nur noch unprofessionell und auch Mandanten gegenüber unseriös. Engagierte Mitarbeiter werden m.E. nicht genügend gefördert und das Arbeitsklima ist eine Katastrophe, ich will dort einfach nur weg.
Ich erwähne in der Bewerbung, dass ich dort auch übernommen werdem würde, weil ich es für wichtig halte? Die müssen doch wissen, ob ich da bleiben kann, also ob ich in der Praxis auch gut arbeite oder aus welchem Grund die mich auch evtl. nicht übernehmen würden.

Ich will da aber halt nicht reinschreiben, dass die Kanzlei so blöd ist, weil man ja nicht schlecht über seinen alten Arbeitgeber sprechen soll in einer Bewerbung.. also muss ich es irgendwie á la "neuer Wirkungskreis" verpacken?!
So was in der Art dachte ich mir schon und das denkt sich vermutlich auch jeder Arbeitgeber, der deine Bewerbung liest.
Wenn du diesen Satz nur so allein und abgehackt reinschreibst, dann fehlt irgendwie der weitere Anschluss...

Und naja zum Thema Initiativ-Bewerbung verlasse ich mich ganz einfach mal ganz selbstsicher ein bisschen auf meine Leistungen :grin:
Welche meinst du denn? Ein Zeugnis kannst du doch noch gar nicht beilegen.
Und dass du behauptest teamfähig zu sein und die allgemeinen Bürotätigkeiten zu könnne... Also ich weiß nicht.
Wen soll das überzeugen? :ratlos:
Erst recht, wenn eigentlich gar kein Personal gesucht wird.

Sehr geehrte Frau Bäker,

nach meiner Berufsausbildung zur Steuerfachangestellten suche ich eine berufliche Herausforderung in Ihrer Kanzlei. Der gute Ruf Ihrer Kanzlei, den ich durch Gespräche mit Mitschülern aus der Berufsschule in Erfahrung gebracht habe, hat meinen Wunsch, in Ihrer Kanzlei tätig zu sein, ausgelöst und bekräftigt.
Also ehrlich gesagt gefällt mir diese Einleitung gar nicht. Ich muss sie schon 3x lesen, um sie inhaltlich überhaupt richtig zu verstehen. Also von wem hast du was gehört und wer hat dir welchen Ruf mitgeteilt usw.?
Das ist irgendwie viel zu kompliziert meiner Meinung nach.

Ich mach mal einen Gegenvorschlag:

Sie suchen eine verantwortungsbewusste und einsatzfreudige Mitarbeiterin, die schon nach kurzer Einarbeitungszeit selbständig und pflichtbewusst, die ihr gestellten Aufgaben erfüllt?
Ich stelle mich Ihnen als eine engagierte und zuverlässige Mitarbeiterin vor. Darüber hinaus besitze ich Teamgeist, bin kooperativ und bringe ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft mit.


Die Verbindung zu deinem Berufsschulkollegen würde ich im Anschreiben komplett weglassen.

Meine Ausbildung in der Kanzlei XX + partner mit Sitz in X werde ich voraussichtlich im Juli 2012 sehr erfolgreich abschließen. Es steht mir frei, anschließend weiterhin in fester Anstellung in der Kanzlei tätig zu sein, was jedoch nicht meinem Wunsch im Rahmen meiner beruflichen Zukunft entspricht.
Da würde ich aber noch ergänzen, warum es nicht deinem Wunsch entpsricht. WAs kann die neue Kanzlei dir bieten und die alte nicht? Ich würde das noch konkretisieren.
Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Aufgrund meiner guten Auffassungsgabe kann ich mich schnell auch in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten.
Ich würde mich freuen, mein Wissen und meine Motivation in Ihrer Kanzlei einbringen zu dürfen und stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Also den Schluss finde ich jetzt sehr viel besser. :smile: Ich hab in blau noch was ergänzt, was ich noch dazu fügen würde. :zwinker:

Was mir noch einfällt: Evtl. könntest du noch belegen, warum du teamfähig bist und warum du auch selbständig arbeiten kannst.
Also erwähne einfach, dass beides in deiner aktuellen Ausbildung gefordert wird bzw. du beides gelernt hast. Behaupten kann das ja pauschal jeder. :zwinker:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ok, dann zerpflücke ich Deinen letzten Entwurf auch 'mal. Aber Vorsicht, ich bin Pedant bei dem Thema:

Sehr geehrte Frau Bäker,
gut. Du hast einen persönlichen Kontakt dort (wenn auch über Dritte, aber sie weiß, daß Deine Bewerbung kommt), nutze ihn und sprich sie direkt an.
nach meiner Berufsausbildung zur Steuerfachangestellten suche ich eine berufliche Herausforderung in Ihrer Kanzlei
Nein, Du suchst in erster Linie keine Herausforderung (Bergsteigen oder Bungee-Jumping wären eine zu suchende Herausforderung), sondern einen festen Job. Da Du gerade Deine Ausbildung beendest, ist jeder Job eine neue Herausforderung.
Der gute Ruf Ihrer Kanzlei, den ich durch Gespräche mit Mitschülern aus der Berufsschule in Erfahrung gebracht habe, hat meinen Wunsch, in Ihrer Kanzlei tätig zu sein, ausgelöst und bekräftigt.
Eigentlich ganz gut der Satz, aber lass um Himmels willen die Pausenhof-Gespräche da 'raus. Entweder ist es in juristischen Kreisen oder in der Stadt allgemein bekannt, daß die Kanzlei einen guten Ruf hat, oder aber sie hat diesen Ruf nicht. Aber bitte kein Hörensagen von Mitschülern angeben, auch wenn es sachlich richtig ist. Das wirkt extrem unprofessionell und unreif. Viel bessser ist es, herauszustellen, daß Du Dich seriös über die Kanzlei informiert hast und deswegen genau dort beginnen möchtest.
Meine Ausbildung in der Kanzlei XX + partner mit Sitz in X werde ich voraussichtlich im Juli 2012 sehr erfolgreich abschließen.
Halb richtig. Du wirst sicher Deine Ausbildung beenden, aber voraussichtlich mit einer 1. Also: "Meine Ausbildung in der Kanzlei XX + partner mit Sitz in X werde ich im Juli 2012 voraussichtlich sehr erfolgreich abschließen." Du siehst den Unterschied?
Es steht mir frei, anschließend weiterhin in fester Anstellung in der Kanzlei tätig zu sein, was jedoch nicht meinem Wunsch im Rahmen meiner beruflichen Zukunft entspricht.
Sehr hölzern formuliert, aber auf jeden Fall muss das mit 'rein. Entspricht einer Bewerbung aus ungekündigter Stellung. Das ist weit besser als gekündigt worden zu sein. Wie wär's z.B. mit "Obwohl mir ein Angebot zur Übernahme vorliegt, möchte ich gerne meine berufliche Laufbahn an neuer Wirkungsstätte beginnen." (ok, der letzte Teil ist auch hölzern, aber es ist auch schon spät :zwinker:)
In meiner Ausbildung erlernte ich schwerpunktmäßig die Bearbeitung von Finanzbuchführung, das Erstellen von privaten Steuererklärungen sowie die vorbereitenden Tätigkeiten zur Abschlusserstellung; auch in der Lohnbuchhaltung konnte ich erste Erfahrungen sammeln.
OK, aber "Bearbeitung von Buchführung"? Klingt für mich auch falsch. Außerdem stört mich hier beim Lesen der harte Übergang des letzten Absatzes zu dem zitierten. Das klingt so nach simplen Abarbeiten aller notwendigen Punkte eines Anschreibens. Versuch da mal, in der Formulierung etwas "weicher" zu werden. Bezieh den Anfang eines thematischen Blocks auf das Ende des vorangehenden Blocks. Das liest sich dann weit flüssiger. Achja, und das Semikolon muss weg, da gehört ein Punkt hin.
Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den allgemeinen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Der tägliche Schriftverkehr, das Erstellen von Rechnungen und die Annahme und Weiterleitung von Telefonaten fallen mir leicht.
Lass das Letzte weg. Bei einer 22jährigen mit abgeschlossener Ausbildung sollte man automatisch davon ausgehen, daß sie ein Telefon halten kann. "Fallen mir leicht" klingt sehr kindlich, das ist aber Geschmackssache. Der erste Satz ist gut.
Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Aufgrund meiner guten Auffassungsgabe kann ich mich schnell auch in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten.
Würde ich fast unverändert lassen. Sind zwar die üblichen 08/15-Allgemeinplätze, aber sie weglassen wäre weit schlimmer. Ich würde nur "gute Auffassungsgabe" durch "schnelle Auffassungsgabe" ersetzen, ist aber auch persönlcher Geschmack.
Ich würde mich freuen, mein Wissen in Ihrer Kanzlei einbringen zu dürfen und stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Jein. Ich würde "Wissen" durch "Kenntnisse" oder "Fähigkeiten" ersetzen. Zu einer guten Mitarbeiterin gehören auch die Softsikills wie Loyalität, Kollegialität usw. Das hat per Definition nichts mit "Wissen" zu tun.
Ich weiß, die Diskussion hierüber trägt mitunter schon religiöse Züge, aber ich bin der Meinung, daß man schreiben sollte, daß man sich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen würde. Das ist einfach etwas netter als "zur Verfügung stehen" und zeigt eher Deine Motivation, genau bei dieser Kanzlei Dich vorstellen zu dürfen. Aber, wie gesagt, es kann sein, daß ich damit jetzt eine 2seitige Diskussion nur über diesen Satz hier auslöse.

Ganz allgemein würde ich, wie schon gesagt, die einzelnen Blöcke sprachlich mehr verbinden, so daß es nicht wie eine Stichwort-Ausformulierung aussieht. Aber insgesamt weit besser als Dein erster Entwurf.
Gib die Bewerbung auf jeden Fall Deinem Mitschüler mit (wenn er verlässlich ist). Das ist besser, als wenn eine Sekretärin den Brief aus dem Kasten holt und nicht richtig weitergibt oder in den Korb für Initiativ-Bewerbungen ablegt, irgendwo ganz weit hinten hinter den Prozess-Akten von 1979 bis 1981 :zwinker:
Du könntest so 2-3 Tage danach mal anrufen und ganz freundlich nachfragen, ob Deine Bewerbung heil angekommen ist. Das zeigt zumindest, daß es Dir wichtig ist.

Sie suchen eine verantwortungsbewusste und einsatzfreudige Mitarbeiterin, die schon nach kurzer Einarbeitungszeit selbständig und pflichtbewusst, die ihr gestellten Aufgaben erfüllt?
Ich stelle mich Ihnen als eine engagierte und zuverlässige Mitarbeiterin vor. Darüber hinaus besitze ich Teamgeist, bin kooperativ und bringe ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft mit.
Auch wenn ich Deine anderen Anmerkungen (mal wieder) richtig gut finde, würde ich das hier nicht schreiben. Das ist zu flapsig und persönlich. Kanzleien legen Wert auf eine Grund-konservative Haltung, da ist mir das zu "modern". Bei einer Werbeagentur oder einem Architekturbüro würde ich Dir zustimmen, hier aber würde ich es nicht so machen. Ist aber auch persönliches Bauchgefühl.

Mark11
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Sehr geehrter Herr X,

bezugnehmend auf unser freundliches Telefonat vom 01.02.2012 bewerbe ich mich hiermit bei Ihnen als Steuerfachangestellte. Der ausgezeichnete Ruf von XY als eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften hat meinen Wunsch, in Ihrem Unternehmen tätig zu sein, ausgelöst und bestärkt.

Wenn das TElefonat länger als 1 Tag her ist, dann würde ich das Datum auch dazu schreiben. Ansonsten heutiges oder gestriges, je nachdem.
Statt "bewerbe ich mich hiermit" würde ich schreiben "stelle ich mich Ihnen hiermit als Steuerfachangestellte vor".

Oder andere Variante:
Vielen Dank für das freundliche TElefongespräch. Wie vereinbart übersende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen und stelle mich Ihnen als motivierte und qualifizierte Mitarbeiterin vor.

Gefällt mir persönlich besser. :zwinker:


Schwerpunktmäßig beschäftigte ich mich in meiner Ausbildung mit der Bearbeitung von Finanzbuchführung, dem Erstellen privater Steuererklärungen sowie den vorbereitenden Tätigkeiten zur Abschlusserstellung.
Gefällt mir jetzt viel besser. :zwinker:


Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den allgemeinen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Der tägliche Schriftverkehr und das Erstellen von Rechnungen fallen mir leicht.
:smile:

Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Aufgrund meiner raschen Auffassungsgabe kann ich mich schnell auch in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten.
Hier gefällt mir nicht, dass es nur eine Aufzählung ist. Du zählst auf, was du angeblich kannst... :hmm:
Woher weißt du, dass du sowohl teamfähig bist, aber auch gut selbständig arbeiten kannst? Inwiefern musstest du beides schon unter Beweis stellen?
Erwähne doch ruhig, dass in deiner Ausbildung beides von dir gefordert wurde und du deshalb beides kannst. :zwinker:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Na, dann wolln mer mal :zwinker:

bezugnehmen auf unser freundliches Telefonat vom 01.02.2012 bewerbe ich mich hiermit bei Ihnen als Steuerfachangestellte. Der ausgezeichnete Ruf von XY als eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften hat meinen Wunsch, in Ihrem Unternehmen tätig zu sein, ausgelöst und bestärkt.
Da mir persönlich Deine Version zu gestelzt anhört und krava's Version mich auch nicht überzeugt (sorry krava, dabei hast Du immer so gute Vorschläge, ist auch eher mein persönliches Empfinden) versuche ich auch eine:

Kanzlei Verarsch und Söhne
Gerichtsstraße 11
12345 Kleinkleckersdorf

Unser Telefonat vom xx.yy.2012

Sehr geehrter Herr X,

da der ausgezeichnete Ruf von XY als eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften meinen Wunsch, in Ihrem Unternehmen tätig zu sein, ausgelöst und bestärkt hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusenden zu dürfen.

Meine Ausbildung in der Kanzlei X+ partner mit Sitz...


Ein Betreff (heutzutage ohne das Wort "Betreff"!!!) sollte immer rein, ein Anschreiben ist quasi ein Geschäftsbrief. Da steht dann schon das Datum. Außerdem mußt Du dann im Text auch nicht mehr Bezug auf den Betreff nehmen...

Meine Ausbildung in der Kanzlei X+ partner mit Sitz in X werde ich im Juli 2012 voraussichtlich sehr erfolgreich abschließen. Es steht mir frei, dort anschließend weiterhin in fester Anstellung tätig zu sein, was jedoch nicht meinen Vorstellungen im Rahmen meiner beruflichen Zukunft entspricht.
Eigentlich sehr gut, eine Kleinigkeit noch: die fett markierten Wörter kommen zu schnell aufeinander, wie wär's mit:
es steht mir frei, dort anschließend weiterhin in fester Anstellung tätig zu sein, jedoch sehe ich einerseits meine berufliche Zukunft in einem anderen Umfeld und möchte andererseits weitere Betätigungsfelder kennenlernen.
(Achtung: sollte es zu einem Gespräch kommen, wird dazu mit 100%ider Sicherheit mind. eine Frage kommen, also denk Dir da schonmal 'was Konkreteres aus)
Schwerpunktmäßig beschäftigte ich mich in meiner Ausbildung mit der Bearbeitung von Finanzbuchführung, dem Erstellen privater Steuererklärungen sowie den vorbereitenden Tätigkeiten zur Abschlusserstellung. Während meiner Ausbildung habe ich außerdem umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit Datev sowie Simba erworben.
Hier ist ein richtig harter Cut zwischen diesem und dem Absatz davor.
Sollte Dir mein Vorschlag oben gefallen, könntest Du so weiter machen:
Die Grundlagen hierfür habe ich im Laufe meiner Ausbildung erlernt, schwerpunktmäßig beschäftigte ich mich mit der Bearbeitung der Finanzbuchführung, aber auch xx und yy gehörte zu meinen Aufgabenbereichen. Deine Aufzählung klingt mir ein wenig so wie von jemandem, der schon eine mehrjährige Berufserfahrung hat. Du hast aber bisher "nur" eine Ausbildung, also hast Du nicht mehr als die Grundlagen erlernt. Alles andere wäre Hochstapelei und kommt bei Personalern überhaupt nicht gut an.
Sollte Dir Deine Version besser gefallen, dann baue es bitte trotzdem um, es kommt zweimal "Ausbildung" vor.

Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den allgemeinen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Der tägliche Schriftverkehr und das Erstellen von Rechnungen fallen mir leicht.
Erster Satz gut, zweiter solala. "fallen mir leicht" klingt etwas, hmm, weiß keinen Ausdruck dafür. Gegenvorschlag:
Darüber hinaus bin ich auch bestens mit den internen Abläufen in einer Steuerkanzlei vertraut. Zudem gehörte der allgemeine Schriftverkehr sowie das Erstellen von Rechnungen zu meinen täglichen Aufgaben, so daß ich sie bald selbstständig und routiniert erledigte.
(das "bald" könnte weiter unten die "schnelle Auffassungsgabe" ersetzen, siehe dort)

Ein hohes Maß an Lernbereitschaft gehört ebenso zu meinen Stärken wie Teamfähigkeit, Engagement, Flexibilität und selbständiges Arbeiten. Aufgrund meiner raschen Auffassungsgabe kann ich mich schnell auch in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten.
Ich kann kravas Vorbehalte verstehen, es ist aber auch schwer. Es sollte alles irgendwie rein, aber richtig formulieren ist verdammt schwer, da es zwangsläufig eine Aufzählung ist.
Hast Du ein Arbeitszeugnis von Deiner jetzigen Kanzlei? Sind da diese Punkte benannt? Wenn ja, dann beziehe Dich darauf. Z.B. so:
Mir wurde Teamfähigkeit und xx bescheinigt Außerdem ist "hohes Maß an Lernbereitschaft" und "schnelle Auffassungsgabe" sehr ähnlich. Ein guter Gegenvorschlag fällt mir jetzt auch nicht ein, aber mach die Aufzählung etwas kürzer oder baue Bindewörter ein (desweiteren, auch, sowie etc), dann bekommst Du mehr Sprache in die Sätze.

Ich würde mich freuen, meine Kenntnisse in Ihrem Unternehmen einbringen zu dürfen und stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Wie ich schonmal sagte, ich würde es anders schreiben, aber es ist so ein guter Abschluss.

Insgesamt aber ein gutes Anschreiben, das bestimmt über dem Durchschnitt liegt. Das perfekte gibt es sowieso nicht!
Achja, überarbeite am Schluß nochmal die Zeiten. Alles, was mit der Ausbildung zu tun hat, im Perfekt, alles Andere, was Dich beschreibt, im Präsens. Diese Vermischung kann schonmal zu Unschärfen führen.

Achja, noch was: diese Kanzlei ist international tätig? Dann solltest Du auf Sprachkenntnisse verweisen.

Mark11
 

Benutzer40130 

Verbringt hier viel Zeit
Danke schonmal für eure Vorschläge :smile:

Werde das Anschreiben heute Nachmittag noch entsprechend abändern und dann rausschicken und das mit den Englischkenntnissen ist mir zum Glück schon selbst aufgefalen.

Ein Zeugnis von meinem jetzigen Arbeitgeber habe ich leider noch nicht. Die wissen noch gar nicht, dass ich das Büro wahrscheinlich verlasse :zwinker:
 
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