Beteiligst du dich an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung?

Machst du bei der Verfassungsbeschwerde gegen die VDS mit?

  • Ja

    Stimmen: 32 42,7%
  • Nein

    Stimmen: 43 57,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    75

Benutzer75854 

Verbringt hier viel Zeit
Meine gesamte weibliche Fraktion meiner Familie wählt ebenfalls
ich will nicht persönlich werden.. aber unter "wählen" verstehe ich nicht gleich politisches interesse/politische kenntnis.
ich mein.. jeder kann wählen, die frage ist, wie genau man das konzept der partei kennt, die man wählt... (und ich weiß: ich kenne deine familie nicht, behaupte ich auch gar nicht..)
nur wie gesagt, mache ich mir um meine Daten keine allzu großen Sorgen, sondern ich glaube, dass es uns Menschen helfen wird.
inwiefern genau?
ich finde einfach, wenn man so eine klip und klare einstellung vertritt, dann sollte man sie rational und gut informiert (!!!) begründen können.
Zum einen ist da wirklich nichts, was ich verbergen muss. Jedenfalls kann ich an keine einzige Sache in meinem leben denken. Wenn ich telefoniere, dann laut und die Hälfte meiner Familie bekommt es eh mit. Wenn ich mich an der Uni unterhalte, kann es meinetwegen der gesamte Nachbartisch mitbekommen, wenn mich nach einer Nacht in einem Club jemand nach meiner Nummer fragt, dann gebe ich die Daten auch Preis und wenn ich im Zug sitze und laut über Sex laber, meinetwegen kann das die ganze Welt wissen.
diese einstellung meine ich einfach... hey, ich will dich jetzt WIRKLICH nicht persönlich angreifen, aber ich stelle einfach fest, dass viele frauen bei dem thema über den horizont "wenn mich jemand über sex reden hört, dann ist mir das auch egal!" nicht hinausdenken. ich finde das eine recht beschränkte ansicht, besonders im vergleich zu den männern hier, die sich scheinbar über das thema informiert haben und weniger auf der ebene "ICH habe nichts zu verbergen, also bin ich dafür" argumentieren, aber was solls...
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Off-Topic:
Moment mal, ich weiß jetzt immer noch nicht wie du auf „Ist mir völlig egal ? Der Staat? Was soll der denn damit? Haha“ geschlossen hast.
 

Benutzer42415 

Verbringt hier viel Zeit
in bezug auf den kritikpunkt der überwachung:
ohne kameraüberwachung in den ubahn-stationen (die ja auch massiv in der kritik gewesen ist) wären in den letzten wochen einige täter ziemlich sicher nicht gefasst worden. jetzt finden das natürlich alle gut, dass es so ist.
keine frage, die vorratsdatenspeicherung greift in viel intimere bereiche ein wie kameras auf öffentlichen Plätzen. aber sobald wir wirklich unmittelbar betroffen wären, sobald dadurch wirklich ein anschlag auf eine deutsche stadt hätte vereitelt werden können fangen wieder alle an zu schreien und keiner erinnert sich mehr an die kritik von gestern.
 

Benutzer42166  (37)

kurz vor Sperre
in bezug auf den kritikpunkt der überwachung:
ohne kameraüberwachung in den ubahn-stationen (die ja auch massiv in der kritik gewesen ist) wären in den letzten wochen einige täter ziemlich sicher nicht gefasst worden.
Wenn die Videos nach 24 Studen gelöscht werden würden, dann hätte man die Täter auch noch ergirffen. Man muss diese Dinge nicht ewig aufbewahren. Und alles über 48 Stunden ist bei mir auf alle Fälle "ewig".

#Hannes#
 

Benutzer80839 

Benutzer gesperrt
in bezug auf den kritikpunkt der überwachung:
ohne kameraüberwachung in den ubahn-stationen (die ja auch massiv in der kritik gewesen ist) wären in den letzten wochen einige täter ziemlich sicher nicht gefasst worden. jetzt finden das natürlich alle gut, dass es so ist.
keine frage, die vorratsdatenspeicherung greift in viel intimere bereiche ein wie kameras auf öffentlichen Plätzen. aber sobald wir wirklich unmittelbar betroffen wären, sobald dadurch wirklich ein anschlag auf eine deutsche stadt hätte vereitelt werden können fangen wieder alle an zu schreien und keiner erinnert sich mehr an die kritik von gestern.

Über 6 Jahre sind seit dem 11. September vergangen und in Deutschland gab es auch ohne Vorratsdatenspeicherung noch keinen Anschlag. Soweit ich weiß gab es einen dilletanten Versuch, der aber nach hinten losging und in einem weiteren Fall konnten Verdächtige vorher festgenommen werden. Wobei ich mich hier frage inwieweit das wirklich "Terroranschlagsversuche" gewesen sein sollen oder ob nicht vielleicht eher persönliche Motive hinter den Taten steckten.
Eine Vorratsdatenspeicherung in diesem Ausmaß braucht keiner in Deutschland und wenn ein Anschlag kommt, ja mei ... kommt der Großén Koalition vielleicht gerade recht, da kann man die Kampftruppen dann mit großer Zustimmung der Bevölkerung nach Afghanistan schicken. *duck*
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Off-Topic:
ich will nicht persönlich werden.. aber unter "wählen" verstehe ich nicht gleich politisches interesse/politische kenntnis. ich mein.. jeder kann wählen, die frage ist, wie genau man das konzept der partei kennt, die man wählt... (und ich weiß: ich kenne deine familie nicht, behaupte ich auch gar nicht..)

Für mich persönlich ist es eine Vorraussetzung die Wahlprogramme der in Betracht kommenden Parteien zu kennen bevor man wählen geht.


inwiefern genau? ich finde einfach, wenn man so eine klip und klare einstellung vertritt, dann sollte man sie rational und gut informiert (!!!) begründen können.

diese einstellung meine ich einfach... hey, ich will dich jetzt WIRKLICH nicht persönlich angreifen, aber ich stelle einfach fest, dass viele frauen bei dem thema über den horizont "wenn mich jemand über sex reden hört, dann ist mir das auch egal!" nicht hinausdenken. ich finde das eine recht beschränkte ansicht, besonders im vergleich zu den männern hier, die sich scheinbar über das thema informiert haben und weniger auf der ebene "ICH habe nichts zu verbergen, also bin ich dafür" argumentieren, aber was solls...

Oha, da kann wohl keiner mehr dein Frauenbild hinbiegen … so was erschreckt mich immer viel mehr als die Datenspeicherung. Und die Männer, natürlich, die wenden hier auch alle äußerst überzeugende und rationale Argumente an. Naja, habe mir jedenfalls den größten Teil, den ich für relevant halte durchgelesen und mich hat kein einziger Punkt von meinem Standpunkt abgebracht.

Es kann jeder wissen, wann und wo ich zu welchem Arzt gehe und was ich am Telefon mit ihm bespreche. Es gibt meldepflichtige Krankheiten, deren Meldung aus Peinlichkeit oft umgangen wird und ganze Epidemien in Kindergärten und Schulen ausbrechen. Von der Gesetzesänderung erhoffe ich mir Verbesserung. Ich bezweifele auch die Einschränkung der Presse. Aber angenommen, der Presse würden durch das Gesetz Informationen verloren gehen, bin ich mir sicher, dass sie in einem anderen Umfang neue hinzugewinnen. Die Überwachung nimmt doch nicht nur weg sondern ermöglicht auch.

Das Argument, dass es Kriminalität und Terrorismus nicht beeinflussen wird, zieht bei mir nicht. Ich glaube da an ganz andere Prognosen. Das fängt schon an bei Jugendlichen (unter 18), die sich für einen Club verabreden und reinkommen (Razzia), die beständigen Amsterdam Besucher, die die Grenze von den Niederlanden und Deutschland mal hübsch vergessen, sprich Zeugs wieder zurück nach Deutschland bringen, die sich sehr wohl über Internet und Telefon verabreden. Wenn Song- und Film-Downloader auffliegen, dann werden endlich wieder mehr CD’s und DVD’s gekauft werden müssen (Preissenkungen). [Die Liste lässt sich sehr weit fortsetzen]

Man behauptet, dass Ganze wird uns Unmengen von Geld kosten, aber das man z.B. Gammelfleisch Vertreiber auffliegen lassen kann und das wir dadurch auch Geld einsparen werden, daran will niemand glauben. Der Staat will Geld dadurch einnehmen, dass Daten an andere Staaten verkauft werden ? Go Globalisation ! Tja, dann bin ich wohl selbst im Urlaub nicht mehr sicher … Im Ernst, so ein globales Netzwerk an Daten wird uns im Endeffekt zu Gute kommen, mal abgesehen das erstens niemals genug Personen zur Verfügung stehen werden um alle Daten auszuwerten, das ganze aber zweitens Jobs schafft. Durch die Speicherung unserer Daten kommt die Forschung voran, in erheblich wichtigen Bereichen. Ganz andere Statistiken und Studien können vorgestellt werden. Auch bin ich Vertreterin des Sicherheitsargumentes.

Glaubst du (/ glaubt ihr) tatsächlich, dass deine (/ eure) Daten bis zur Legimitierung des Gesetztes nicht überwacht wurden ? Im Gegenteil, endlich nimmt das ganze einen offizielleren Rahmen an. „Früher“ konnte niemand (mit Ausnahme von George Orwell vllt) voraussehen, wie weit wir im Jahre 2008 sein würden. Es sind Maßnahmen nötig um unser gemeinschaftliches Leben zu regulieren.
 

Benutzer33504 

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Es kann jeder wissen, wann und wo ich zu welchem Arzt gehe und was ich am Telefon mit ihm bespreche. Es gibt meldepflichtige Krankheiten, deren Meldung aus Peinlichkeit oft umgangen wird und ganze Epidemien in Kindergärten und Schulen ausbrechen. Von der Gesetzesänderung erhoffe ich mir Verbesserung.
Na klar, die Vorratsdatenspeicherung befreit uns von Krankheiten und Epidemien. Das meinst du jetzt aber nicht ernst oder? :rolleyes:

Wenn Song- und Film-Downloader auffliegen, dann werden endlich wieder mehr CD’s und DVD’s gekauft werden müssen (Preissenkungen).
Warum? Was ist das denn für eine Logik?
 

Benutzer15353 

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@xoxo

Ich sag dazu nur soviel:

Du glaubst offensichtlich, dass die authorities nur aus Heiligen bestehen, die unser Bestes wollen.

Ich glaube das nicht.
 
2 Monat(e) später

Benutzer49892 

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Wenn man schon unsere Politiker in die Tonne treten kann, sitzen zumindest am BVG noch einige gescheite Leute...;

Und wie war das nochmal? Protest bringt eh nichts...??

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,542337,00.html

Und ich kann wirklich immer noch nur mit dem Kopf schütteln, dass hier einige naiv nach Big Brother schreien, weil sie meinen, nur so wäre ihre Sicherheit garantiert...mann mann...
 

Benutzer20202 

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Wenn man schon unsere Politiker in die Tonne treten kann, sitzen zumindest am BVG noch einige gescheite Leute...;
Das schockierende an der Sache ist aber doch, wie häufig in letzter Zeit Gesetze verabschiedet werden, die dann von Karlsruhe weitgehend eingeschränkt werden, weil sie so nicht verfassungsgemäß sind. Jeder Minister, der einen Gesetzesentwurf zu Papier bringt, der in weiten Teilen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, sollte doch eigentlich auf der Stelle entlassen werden, da seine Vorstellungen ja offensichtlich nicht mit den Prinzipien unseres Staates vereinbar sind. Und die Parlamentarier, die dem ganzen zustimmen sollten sich in Grund und Boden schämen. Ganz besonders peinlich ist es, wenn Abgeordnete der SPD aus Koalitionszwang einen Gesetz zustimmen, gleichzeitig aber erklären, dass sie davon ausgehen, dass das BVerfG das so nicht akzeptiert. Wer einem Gesetz zustimmt, bei dem er davon ausgeht, dass es so eigentlich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, hat im Bundestag eigentlich nichts verloren.
Ich frage mich, wann sich der Verfassungsschutz einmal mit Regierungen und Parlamenten des Landes beschäftigt.
 
T

Benutzer

Gast
zur Frage: Ich werde mich nicht daran beteiligen

zum erweiterten Topic: Ich würde es zum Lachen finden, wenn es nicht so traurig wär, dass der Staat sein eigenes Volk unter Generalverdacht stellt und sich im gleichen Atemzug über mangelndes Vertrauen des Volkes in die Regierung beschwert aber dem eigenen Volk nur so weit traut, wie die Mindestreichweite der schlechtesten ihrer Waffen ist....erst wird geschossen und dann wird gefragt: Freund oder Feind?

Desweiteren wird nur die Folge und nicht die Ursache bekämpft. Der Staat sollte sich mal fragen, warum Sie so viele Menschen nicht für unser gesellschaftliches System begeistern können.....
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Wenn man schon unsere Politiker in die Tonne treten kann, sitzen zumindest am BVG noch einige gescheite Leute...;

Und wie war das nochmal? Protest bringt eh nichts...??

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,542337,00.html

Und ich kann wirklich immer noch nur mit dem Kopf schütteln, dass hier einige naiv nach Big Brother schreien, weil sie meinen, nur so wäre ihre Sicherheit garantiert...mann mann...

Der konsequente nächste Schritt wäre jetzt, den Engländern zu folgen und generell keine Strafanzeigen bezüglich Internetkriminalität mehr entgegenzunehmen.

Jetzt bringt die Bekämpfung von Betrugsstraftaten nämlich gar nichts mehr.

Die Zeche werden wir alle zahlen, denn die geschädigten Unternehmen werden zum einen bei zunehmendem Schaden die preise erhöhen, zum anderen für alle Nutzer unangenehme Sicherheitsvorkehrungen treffen.
 

Benutzer49892 

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Die Zeche werden wir alle zahlen, denn die geschädigten Unternehmen werden zum einen bei zunehmendem Schaden die preise erhöhen, zum anderen für alle Nutzer unangenehme Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Das müsstest Du mir mal bitte näher erklären...
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Das müsstest Du mir mal bitte näher erklären...

Die Betrugsstraftaten im Internet steigen seit Jahren enorm an.
Damit meine ich nicht nur Ebaykleinkram, sondern Kreditkartenbetrug, Leistungsbetrug, Computerbetrug, Kontoeröffnungsbetrug.
Vernünftigerweise genügt wenigstens Phishing (Geldwäsche+Computerbetrug) den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichtes.

Die IP-Adresse ist da oftmals das einzige, wenn auch dürftige, Beweismittel.

Nimmt man die Möglichkeit, wenigstens diejenigen, die zu blöd sind die IP-Adresse zu verschleiern, dranzukriegen, können die Ermittlungsbehörden ganz einpacken.

Alle Leistungsanbieter im Internet werden so gezwungen, ihre Sicherheitssysteme zu erweitern, was erstens mehr kostet und zweitens oftmals unbequemer für die Kunden ist.
Heutzutage stellt ja sogar H&M schon Schufaanfragen bei Onlinebestellungen.
 

Benutzer49892 

Verbringt hier viel Zeit
Die Betrugsstraftaten im Internet steigen seit Jahren enorm an.
Damit meine ich nicht nur Ebaykleinkram, sondern Kreditkartenbetrug, Leistungsbetrug, Computerbetrug, Kontoeröffnungsbetrug.
Vernünftigerweise genügt wenigstens Phishing (Geldwäsche+Computerbetrug) den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichtes.

Die IP-Adresse ist da oftmals das einzige, wenn auch dürftige, Beweismittel.

Nimmt man die Möglichkeit, wenigstens diejenigen, die zu blöd sind die IP-Adresse zu verschleiern, dranzukriegen, können die Ermittlungsbehörden ganz einpacken.

Alle Leistungsanbieter im Internet werden so gezwungen, ihre Sicherheitssysteme zu erweitern, was erstens mehr kostet und zweitens oftmals unbequemer für die Kunden ist.
Heutzutage stellt ja sogar H&M schon Schufaanfragen bei Onlinebestellungen.

Danke, mir war wirklich nicht ganz klar, was Du meintest.

Aber für die Erhaltung wichtiger Grundrechte nehme ich auch gern Mehrkosten oder Unbequemlichkeiten bei der Beschaffung gewisser Güter in Kauf, wobei dieses auch nicht so ohne weiteres durchsetzbar, schliesslich regelt immer noch Angebot und Nachfrage den Preis.

Desweiteren meine ich es in der "Tagesschau" so verstanden zu haben, dass eine Ausnahme der Einschränkungen dann zulässig ist, wenn ausser über den Weg über die Vorratsdatenspeicherung kein anderer Ermittlungsweg möglich ist.
 

Benutzer20202 

Verbringt hier viel Zeit
Alle Leistungsanbieter im Internet werden so gezwungen, ihre Sicherheitssysteme zu erweitern, was erstens mehr kostet und zweitens oftmals unbequemer für die Kunden ist.
Heutzutage stellt ja sogar H&M schon Schufaanfragen bei Onlinebestellungen.
Dämliche Frage, aber was bringt H&M Vorratsdatenspeicherung und IP-Adresse, wenn die sowieso schon die physikalische Adresse haben, an die sie die bestellten Waren geliefert haben?
Und ich weiss jetzt nicht, was Du mit Kontoeröffnungsbetrug meinst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo online ein Bankkonto eröffnen kann, ohne dass die Personalien festgestellt werden, etwa durch Postident.
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Dämliche Frage, aber was bringt H&M Vorratsdatenspeicherung und IP-Adresse, wenn die sowieso schon die physikalische Adresse haben, an die sie die bestellten Waren geliefert haben?

Betrüger sind erfinderisch. Es gibt heutzutage Packstationen. Oder es gibt leerstehende Wohnungen auf deren Briefkästen man einfach einen Aufkleber mit dem entsprechenden Namen klebt. Dann holt man gegen Vorlage eines (gefälschten) Ausweises ab oder man fängt den Briefträger rechtzeitig ab.
Passiert jeden Tag en masse.

Und ich weiss jetzt nicht, was Du mit Kontoeröffnungsbetrug meinst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo online ein Bankkonto eröffnen kann, ohne dass die Personalien festgestellt werden, etwa durch Postident.

Doch, das kann man tatsächlich. Man braucht blos eine leicht zu fälschende Meldebescheinigung nachzureichen und einen gefälschten Pass vorzulegen.
Grundsätzlich erfolgen 99% der Kontoeröffnung online, den Rest erledigt man, in dem man kurz bei der nächsten Filiale vorbeischaut und einem Bankangestellten die Papiere kurz vorlegt. Der hat den globalen Überblick gar nicht mehr und aktzeptiert.

Der Bedarf an betrügerischen erlangten Konten ist enorm um die jeweiligen Gewinne aus der Internetkriminalität bar abheben zu können.
 

Benutzer24257 

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Novali, ich hab die Vermutung, du unterstellst der Vorratsdatenspeicherung ein Effektivität, die zumindest bei vielen anderen Leuten in Zweifel steht.

Vielleicht hilft ein Blick in dieses Gutachten: http://www.heise.de/newsticker/Stud...zt-der-Strafverfolgung-kaum--/meldung/105150/

Ob diese marginal höhere Aufkläungsquote einen starken Grundrechtseingrif rechtfertigt, liegt jetzt in der Entscheidungsgewalt des BVerfG. Und hier sind zumindest mit der Eilentscheidung schon deutliche Zweifel geäußert worden.
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Novali, ich hab die Vermutung, du unterstellst der Vorratsdatenspeicherung ein Effektivität, die zumindest bei vielen anderen Leuten in Zweifel steht.

Vielleicht hilft ein Blick in dieses Gutachten: http://www.heise.de/newsticker/Stud...zt-der-Strafverfolgung-kaum--/meldung/105150/

Ob diese marginal höhere Aufkläungsquote einen starken Grundrechtseingrif rechtfertigt, liegt jetzt in der Entscheidungsgewalt des BVerfG. Und hier sind zumindest mit der Eilentscheidung schon deutliche Zweifel geäußert worden.

Die Studie ist ein Witz. Sie stützt sich auf bloße Mutmaßungen, ohne über konkretes Wissen zu verfolgen.
Natürlich wird der allergrößte Teil aller Internetstraftaten eingestellt.
Das liegt aber nicht daran, daß der Beweiswert von Verbindungsdaten schlecht wäre, sondern schlicht und ergreifend daran, daß ein enorm großer Anteil an Straftaten aus dem Ausland erfolgt.
Und hier gelten eben gesetzliche Grenzen.
Die Briten zum Beispiel beantworten kein Rechtshilfeersuchen wenn der Schaden unter 10.000 Euro liegt. In den ehemaligen Ostblockstaaten zum Beispiel Rumänien, das Mekka der Hacker, braucht man gar nicht erst anfragen.
Gerade bei dem Phänomen Phishing hat man hier das Problem, daß der Computerbetrug generell eingestellt wird und nur die Geldwäsche verfolgt wird.

Bei vielen Taten aus dem Inland hingegen ist die IP-Adresse oft einziger Ansatzpunkt.

Ich bin durchaus gegen die Datensammelwut des Staates. Und ich freue mich diebisch darüber, daß es endlich der Musikindustrie nichtmehr möglich sein wird, durch Akteneinsichtsersuchen die Verbindungsdaten für Zivilprozesse zu bekommen.

Dennoch muß man sich eingestehen, daß die Bekämpfung der Internetkriminalität enorm erschwert werden wird.
 

Benutzer5066  (43)

Toto-Champ 2006
Und ich freue mich diebisch darüber, daß es endlich der Musikindustrie nichtmehr möglich sein wird, durch Akteneinsichtsersuchen die Verbindungsdaten für Zivilprozesse zu bekommen.
Da irrst Du Dich möglicherweise, so wie gestern schon viele andere.

... Bei der für Massenstrafanzeigen- und Abmahnungen gegen Tauschbörsennutzer bekannten Rechtsanwaltskanzlei Schutt-Waetke sieht man noch aus anderen Gründen keinen Anlass, die Strategie zu ändern: "Auskünfte eines Providers über die Identität eines hinter einer IP-Adresse stehenden Anschlussinhabers gegenüber der Staatsanwaltschaft werden von dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts nicht berührt", kommentierte Rechtsanwalt Timo Schutt...

Ausführlich nachzulesen im Heise-Artikel
http://www.heise.de/newsticker/Verf...cherung-sorgt-fuer-Konfusion--/meldung/105338
 
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