Beteiligst du dich an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung?

Machst du bei der Verfassungsbeschwerde gegen die VDS mit?

  • Ja

    Stimmen: 32 42,7%
  • Nein

    Stimmen: 43 57,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    75

Benutzer42415 

Verbringt hier viel Zeit
vermutlich wird jeder der da mitmacht gleich drangekriegt... :hmm:
das argument halte ich aber für haltlos.

ich könnte mir ohnehin gut vorstellen, dass das bverfG das gesetz als nicht vereinbar mit dem grundgesetz erklärt (eine andere frage ist, ob das gesetz trotzdem in kraft bleibt, da es meines wissens nach die umsetzung einer EU-richtlinie ist).

das argument der kritiker, dass der presse ohne elektronische kommunikationsmittel die informanten ausgehen und dadurch unsere demokratie in ihrem keim erstickt wird, halte ich für absolut übertrieben. die presse kommt auch auf anderem wege an ihre informanten.
auf der anderen seite meint man, die ziele der vorratsdatenspeicherung komplett entkräftigen zu können. die vorteile einer terrorismus- (und verbrechensbekämpfung) sind nicht von der hand zu weisen - nur weil es die deutschen noch nicht unmittelbar getroffen hat, sind wir mit unseren meinungen da sehr distanziert.
ich glaube viele leute plappern da einfach nur nach, was in diversen medien berichtet wird. damit will ich nur sagen, dass man auch deren argumente kritisch durchleuchten sollte.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Wenn ich eine eigene Adresse hätte würde ich es tun, aber da ich nicht weiß, was andere hier wohnende Personen darüber denken, lasse ich es.
 

Benutzer24257 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich eine eigene Adresse hätte würde ich es tun, aber da ich nicht weiß, was andere hier wohnende Personen darüber denken, lasse ich es.

Hä? Das versteh ich nicht. Es ist doch deine Entscheidung, wobei du mitmachst. :ratlos:
Edit: Ah...geht es um die Telefonrechnungen. Dann protokollie doch deine Verbindungen heir einfach so für uns. Besonders interessiert mich, mit wechen Ärzten du wie lange redest.
Edit2: wieder raus.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Hä? Das versteh ich nicht. Es ist doch deine Entscheidung, wobei du mitmachst. :ratlos:
Das stimmt, aber vielleicht gibt es Personen, die damit nicht in Verbindung gebracht werden wollen? Ich bin paranoid was Daten angeht...
@clocks: sowieso. Auf den Thread, ich hab deinen Beitrag nicht mal gelesen...
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Warum sollte man sich gegen so ein Gesetz wehren? Je mehr Daten gespeichert werden um so besser - je eher kommt man Verbrechern auf die Schliche.

Ich verstehe auch nicht warum vom jedem Menschen nicht Fingerabdrücke und DNA-Muster genommen und gespeichert werden - so wäre doch die Verbrecherverfolgung viel einfacher!
Hast du meinen (langen) Post gelesen? (der erste auf Seite 3)
Denkst du dann immer noch so über dieses Thema?
Ich bin einfach entsetzt, wie viele Leute den Ernst der Lage nicht erkennen und einen so großen Eingriff in unseren Rechtsstaat einfach so hinnehmen.

das argument der kritiker, dass der presse ohne elektronische kommunikationsmittel die informanten ausgehen und dadurch unsere demokratie in ihrem keim erstickt wird, halte ich für absolut übertrieben. die presse kommt auch auf anderem wege an ihre informanten.
Wie erklärst du dann den Zustand, dass die Presse in Belgien seit der Einführung der Vorratsdatenspeicherung kaum mehr Informanten mehr aus den kreisen von Vlaams Belang, bzw. den rechten flämischen Kreisen hat?!?
 

Benutzer65427 

Benutzer gesperrt
Auch wenn du persönlich nichts zu verbergen hast (was ich mir nur schwer vorstellen kann), ist die Vorratsdatenspeicherung ein großer Eingriff in die Grundfesten unserer Demokratie!
z.B. die Presse, die eine sehr wichtige Kontrollfunktion in einem demokratischen Staat hat, wird durch die Vorratsdatenspeicherung stark eingeschränkt:
Angenommen es kommt zu einem politischen Skandal. Im Normalfall gibt es einen Informanten, dieser meldet sich bei der Presse (was per Telefon oder Internet nun mal am einfachsten und schnellsten geht), die Presse verpflichtet sich, die Identität des Informaten geheim zu halten und berichtet über dieses Skandal.
Wenn es jetzt aber diese Vorratsdatenspeicherung gibt, ist die Anonymität eines Informanten nicht mehr gewährleistet, wenn er sich per Internet oder Telefon an die Presse wendet und muss sich unbequeme und langwierige Umwege suchen, die Presse zu informieren (wenn er überhaupt dazu bereit ist), um nicht die Gefahr einzugehen, wegen Geheimisverrats angeklagt zu werden.
Dadurch verliert die Presse massenweise Informanten und damit schlussendlich auch ihre Kontrollfunktion!


das soll wohl ein sehr schlechter witz sein oder?

ein informant der wichtige und richtige informationen hat brauch keine angst vor strafverfolgung zuhaben. aber scheinbar handelt es sich in deinem beispiel eher um informanten die firmengeheimnisse oder noch schlimmer geheimakten des verfassungsschutzes herausgeben und die menschen verdienen keinen schutz weil wer weiß an wen sie die informationen noch verkaufen außer an die presse.

so das wird jetzt wieder einige schocken aber egal
 

Benutzer24257 

Verbringt hier viel Zeit
das soll wohl ein sehr schlechter witz sein oder?

ein informant der wichtige und richtige informationen hat brauch keine angst vor strafverfolgung zuhaben. aber scheinbar handelt es sich in deinem beispiel eher um informanten die firmengeheimnisse oder noch schlimmer geheimakten des verfassungsschutzes herausgeben und die menschen verdienen keinen schutz weil wer weiß an wen sie die informationen noch verkaufen außer an die presse.

so das wird jetzt wieder einige schocken aber egal

wenn du jetzt noch einmal drüber nachdenkst, wer entscheidet, ob jemand angst haben muß, dann sollte dir eigentlich etwas auffallen. Das entscheidet man nämlich nicht zwingend selbst. Auch in Rußland gabs mal freie Presse (zumindest einen Ansatz davon). WEr hat entschieden, daß dem nicht mehr so ist? In Deutschland gabs Ende der 20er und Anfand der 30er auch na Art freie Presse. Wer hat da entschieden, daß sich das ab 1933 ändert? Das waren auch nicht die Presseorgane selbst.

GEsetze können sich ändern. Der Bürger kann alle 4 Jahre neue Vertreter wählen, die aber dann über diese 4 Jahre frei in ihrer Entscheidung sind, d.h. ein weiterer weisender Einfluß findet aus gutem Grund nicht statt. Aber eben auch deshalb bedarf es einer Kontrolle, damit eben nicht jeder macht, was seinen eigenen Nutzen maximiert.

Nehmen wir jetzt mal den allerschlimmsten Fall, den ich mir im Augenblick vorstellen kann: Eine NPD wird aus irgendwelchen Gründen an die Macht gewählt. Nun existieren ja diese Daten und auch diese tollen Vögel können dann rausfinden, wer vielleicht etwas gegen sie hat. Natürlich ist ein solcher Fall zum Glück nicht absehbar und es existieren noch weitere Kontrollinstanzen, aber ganz ausgeschlossen ist es dennoch nicht.
 

Benutzer66869 

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Ich beteilige mich nicht, weil meines Wissens das BVG nicht prüft, ob ein Gesetz einer bestimmten Anzahl von Menschen gegen den Strich läuft, sondern nur, ob es mit der Verfassung vereinbar ist. Dementsprechend dürfte es egal sein, ob nur eine Person die Beschwerde einlegt oder eine Million.
Unabhängig davon bin ich gegen die Vorratsdatenspeicherung.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich beteilige mich nicht, weil meines Wissens das BVG nicht prüft, ob ein Gesetz einer bestimmten Anzahl von Menschen gegen den Strich läuft, sondern nur, ob es mit der Verfassung vereinbar ist. Dementsprechend dürfte es egal sein, ob nur eine Person die Beschwerde einlegt oder eine Million.
Unabhängig davon bin ich gegen die Vorratsdatenspeicherung.
Ich teile zwar deine Meinung, dass dem BVG die Anzahl der Kläger egal ist (Wäre schlimm, wenn das anders wäre).
Aber trotzdem mache ich mit, weil auch unsere Politiker von dieser Klage mitkriegtn und die wird es evtl. schon beeindrucken, wenn sehr viele Leute dagegen sind.
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Aber trotzdem mache ich mit, weil auch unsere Politiker von dieser Klage mitkriegtn und die wird es evtl. schon beeindrucken, wenn sehr viele Leute dagegen sind.

Das geht denen am A... vorbei, das glaub mal.
Nun, ich bin sicherlich auch gegen massive Speicherung, Fakt ist aber, daß eine enorme Anzahl an Straftaten im Internet nichtmehr verfolgt werden kann, solange keiner Speicherdaten anliegen.
Und problematisch wird es nunmal wirklich bei der Terroabwehr.
Und das Internet ist nunmal das globale Kommunikationsmedium für Terroristen.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Nein, ich beteilige mich nicht an der Beschwerde! Der Grund wurde schon oft genannt, einer reicht!

Ansonsten bin ich mir noch nicht sicher welche Meinung ich in bezug auf die Speicherung haben soll:ratlos:
Die Speicherung bietet Vorteile aber auch Nachteile, ob die Nachteile für den ehrlichen Verbraucher überwiegen bin ich noch am überlegen.
Die Vorteile die sich durch die Speicherung ergeben werden aber wohl leider nicht genutzt werden. Denn wenn man die Daten sinnvoll auswertet dann könnte man die Kriminalität auf nahezu NULL reduzieren, übrig blieben einige wenige Straftaten von Einzeltätern.
Aber genau dieser Nutzen wird daraus nicht gezogen werden, es werden nicht die großen Verbrechen damit geandet werden, sondern der normale Verbraucher, der gegen das Urheberrecht verstößt oder ähnliches macht, man wird es dazu ausnutzen dem Bürger weiter das Geld aus der Tasche zu ziehen, die Großen werden aber weiter ihre Millionen verschieben und wissen wie man sich der Kontrolle entzieht.
Wer das geld hat, der holt sich dann eben ein Handy über einen ausländischen Anbieters, dank Roaming funktioniert es in D genauso gut, aber eine zuordnung wem das Ding gehört kann der Gesetzgeber trotzdem nicht machen.
Was passiert denn mit den millionen von PrepaidKarten, dessen besitzer entweder schon lange nicht mehr derjenige ist, der die Karte mal registriert hat, oder gar nicht erst registriert wurde?
 

Benutzer53832 

Benutzer gesperrt
Denn wenn man die Daten sinnvoll auswertet dann könnte man die Kriminalität auf nahezu NULL reduzieren, übrig blieben einige wenige Straftaten von Einzeltätern.

Naja... ich stimme Dir in allen Punkten zu... aber in jenem...
Es gibt auch mit Vorratsdatenspeicherung noch genug möglichkeiten, Anonym zu bleiben.
Nur ein Beispiel: 99% aller Phishing-Straftaten erfolgen über Bot-Netze. Selbst wenn man da die IP hat, selbst wenn dafür Daten hinterlegt waren, kommt man doch regelmäßig üb dern Zombie-Pc nicht hinaus.
Damit bleiben und das ist der aktuelle Stand der Dinge, bei Fällen von Phishing, die Haupttäter unerkannt und unbestraft, die Finanzagenten hingegen erwischt es regelmäßig. Für die werden aber keine Verbindungsdaten benötigt.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Naja... ich stimme Dir in allen Punkten zu... aber in jenem...
Es gibt auch mit Vorratsdatenspeicherung noch genug möglichkeiten, Anonym zu bleiben.
Nur ein Beispiel: 99% aller Phishing-Straftaten erfolgen über Bot-Netze. Selbst wenn man da die IP hat, selbst wenn dafür Daten hinterlegt waren, kommt man doch regelmäßig üb dern Zombie-Pc nicht hinaus.
Damit bleiben und das ist der aktuelle Stand der Dinge, bei Fällen von Phishing, die Haupttäter unerkannt und unbestraft, die Finanzagenten hingegen erwischt es regelmäßig. Für die werden aber keine Verbindungsdaten benötigt.
Genau das ist es ja...daher wird der Nutzen der ganzen Geschichte nicht wirklich groß sein.
Nichstdestotrotz halte ich es für Möglich die Kriminalität merkbar zu senken, allerdings nicht mit der Vorratsdatenspeicherung, dafür braucht es schon eine angemesse personelle und materielle Ausstattung bei der Polizei...
 
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