Bestie Mensch

Homo Sapiens : von sich aus gut oder böse ?

  • F - rücksichtslos, egoistisch, asozial ....

    Stimmen: 1 5,6%
  • F - mal so, mal so, läßt sich generell nicht sagen ...

    Stimmen: 5 27,8%
  • F - eigentlich hilfsbereit, sozial orientiert, gutherzig ... (mit Ausnahmen)

    Stimmen: 1 5,6%
  • M - rücksichtslos, egoistisch, asozial ....

    Stimmen: 2 11,1%
  • M - mal so, mal so, läßt sich generell nicht sagen ...

    Stimmen: 7 38,9%
  • M - eigentlich hilfsbereit, sozial orientiert, gutherzig ... (mit Ausnahmen)

    Stimmen: 1 5,6%
  • nee, noch anders .....

    Stimmen: 1 5,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    18

Benutzer103901 

Öfters im Forum
Über die Wiesenhof-Diskussion bin ich ganz fasziniert wie rasch man von einer eigentlich kleinen Überlegung zu tiefgründigen Fragen gelangt. Adam Smith, der die Idee der "unsichtbaren Hand" in der Marktökonomie entwickelte, vertrat so die These, dass ein Markt sich selbst regelt (mit Ausnahmen), d. h. dass zuviel staatliche Einmischung letztlich den Markt negativ beeinflußt - das Grundprinzip, nachdem auch heute noch Marktwirtschaft in Westeuropa und ganz besonders in den USA funktioniert.
Karl Marx wiederum ("Das Kapital") hatte so u. a. die Idee, dass man gar nicht genug planen kann, um bloß niemanden zu übersehen, der es verdient hat, vor der Ausbeutung durch böse Kapitalisten geschützt zu werden ; umgesetzt in die Praxis funktionierte das System in der ehemaligen Sowjet-Union nicht mal ganze hundert Jahre, bevor es wirtschaftlich und politisch steil bergab ging ...

Ich möchte jetzt gar nicht soo politisch werden sondern stattdessen lieber ganz unverblümt mal fragen, wie Ihr das das allgemein betrachtet seht :
Ist der Mensch von sich aus gut, im Sinne von : sozial, kooperativ, hilfsbereit ? Oder sind Menschen generell bösartig, rücksichtslos, egoistisch, so daß nur ein Bund von Regelungen und Gesetzen die Bestie Mensch in Schranken halten kann ?
 

Benutzer11128 

Beiträge füllen Bücher
Wie wärs mit einer Mischung?

Alle von dir genannten Eigenschaften sind per se weder gut noch böse, sondern in jeweils speziellen Situationen nützlich und in Extremen schädlich. Man kann da nicht einfach kathegorisieren.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Stimme dem Waschbären zu, mit dem Zusatz, wenn man prinzipiell eher vom "schlechteren" im Menschen ausgeht, wird man selten enttäuscht - höchstens mal positiv überrascht.

EIGENTLICH ist der Mensch individuell. Aber ein weiser Mann sagte mal:
"Oaner is a Mensch, mehra sans Leit und vü sans Viecha" die Wahrheit dieser Aussage ist mir schon mehrfach aufgefallen.
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
gute frage... geschätzt hält sich das wohl die waage.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ist der Mensch von sich aus gut, im Sinne von : sozial, kooperativ, hilfsbereit ? Oder sind Menschen generell bösartig, rücksichtslos, egoistisch, so daß nur ein Bund von Regelungen und Gesetzen die Bestie Mensch in Schranken halten kann ?
Ich denke die meisten Menschen haben da die Wahl. Häufig ist das meiner Meinung nach moralisch fragwürdige Verhalten einfacher, weswegen ist schwierig ist, immer "gut" zu handeln. Nichtsdestotroz hat jeder geistig gesunde Mensch die Wahl.
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Ich bin der Meinung, daß im Moment eine soziale Marktwirtschaft immer noch das bestmögliche Wirtschaftssystem ist. Allerdings nicht eine s.M., die nur auf politischen Lippenbekenntnissen beruht, sondern in der wirklich Ausgewogenheit herrscht in dem Sinne, daß einerseits ein freier Markt nicht unnötig behindert wird, aber andererseits der Staat auch dort eingreift, wo dieser freie Markt einer Gesellschaft entgegensteht, die auf sozialem Ausgleich und Chancengleichheit beruht. Das ist momentan - wie ich finde - u.a. in Deutschland nicht der Fall, und wird langfristig sowieso nur durch übernationale Lösungen erreicht werden können, die der nicht umkehrbaren Globalisierung Rechnung tragen. Letztendlich wird es immer Menschen geben, die nicht nur in der Lage sind, sondern auch versuchen, sich auf Kosten anderer zu bereichern, und dem muß man soweit wie möglich entgegenwirken - ohne aber eine Situation zu schaffen, in der individuelle Leistung nicht mehr Früchte trägt.

Off-Topic:
Was mich aber stört - und schimpft mich jetzt nicht einen unverbesserlichen Kommunisten, ich habe sehr wohl Zweifel, daß die von Marx erdachte Gesellschaftsform in der Praxis tatsächlich funktionieren würde. Aber ich finde es nervig, daß immer die DDR, die Sowjetunion usw. als Beweis dafür herangezogen werden, daß der Marxismus tatsächlich die falsche Lösung ist. Letztendlich handelt es sich immer um Diktaturen, in denen eine Elite sich durch Unterdrückung an der Macht hielt und durch Ausbeutung selbst bereicherte, und das ganze unter dem propagandistisch wirksamen Deckmantel des Marxismus/Sozialimus/Kommunismus. Bestes aktuelles Beispiel ist China, das sich immer noch Volksrepublik nennt, aber real in weiten Teilen der Wirtschaftspolitik radikalkapitalistisch agiert, wie es selbst in den USA undenkbar wäre
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Ich denke, der Mensch ist immer egoistisch, selbst wenn er altruistisch ist. Denn als soziale Tierchen haben wir begriffen, dass es sich gemeinsam besser durch die Welt kommen lässt als einsam. Gruppen sind immer stärker. Soziale Kontakte pflegen bedeutet also auch, mir selbst Gutes zu tun. Und das nicht nur, weil man es als befriedigend empfindet...es hat oft genug erhebliche Vorteile.

Letzten Endes sind wir doch immer nur Tiere, Säugetiere zwar und damit angeblich 'höhere Tiere', aber immernoch Tiere. Alles Gerede über 'gut' und 'böse' des Menschen ist bestenfalls ein Instrument zur Machtausübung und Manipulation oder gar eine Vereinfachung der Welt für diejenigen, die sich vor ihrer Komplexität fürchten. Und ein Teil unseres zugegebenermaßen sehr komplexen Sozialgeflechts.
Doch im Endeffekt wollen wir nur so angenehm wie möglich und so lange wie möglich überleben - als Einzelperson, als Art. Kein Gut und kein Böse, nur Verfolgung der eigenen Interessen.

Selbst Umweltbewusstsein geschieht aus Eigeninteresse, oder etwa nicht? :zwinker:
 

Benutzer106617 

Meistens hier zu finden
Der Mensch ist das einzige Säugetier, welches aus reiner Bosheit, Hinterhältigkeit, Habgier und anderen niederen Beweggründen Mitglieder der eigenen Rasse tötet.
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Naja, letztendlich läuft es darauf hinaus, daß egoistisches und soziales Denken langfristig nicht einander entgegenstehen, sondern (zumindest idealerweise) auf das selbe hinauslaufen. Klar ist das in der Praxis nicht immer so deutlich, aber wenn man sich Extrembeispiele ansieht...nehmen wir mal Länder, wo wir eine extreme Differenz zwischen arm und reich haben, bspw. in Afrika oder Südamerika. Da gibt es eben unglaublich reiche und mächtige Leute, die sich einen unfassbar hohen Lebensstandard leisten können. Den haben sie sich aber eigentlich damit "erkauft", daß sie sich in ihrem eigenen Land nur noch in ihrem hochgesichertem Reichenwohnbezirk oder gepanzerten Limousinen frei und halbwegs sicher bewegen können. Ich möchte mit denen nicht tauschen...
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Der Mensch ist das einzige Säugetier, welches aus reiner Bosheit, Hinterhältigkeit, Habgier und anderen niederen Beweggründen Mitglieder der eigenen Rasse tötet.
Oh, unterschätze da einige Affenarten nicht. Oder die Katze, die mit der verletzten Maus noch weiterspielt.
 
S

Benutzer

Gast
Ist es im 20 Jahrhundert nun trendy ein Gutmensch zu sein, oder sich so fühlen zu wollen?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ist es im 20 Jahrhundert nun trendy ein Gutmensch zu sein, oder sich so fühlen zu wollen?
Du tust ja so, als wäre es einfach, ein wirklicher "Gutmensch" zu sein (btw. ein ekelerregendes Wort, weil es zu 99% abwertend ist). Als Schlechtmensch lebt es sich doch deutlich bequemer bis auf die Probleme mit der Rechtfertigung :zwinker:
 
S

Benutzer

Gast
Du tust ja so, als wäre es einfach, ein wirklicher "Gutmensch" zu sein (btw. ein ekelerregendes Wort, weil es zu 99% abwertend ist). Als Schlechtmensch lebt es sich doch deutlich bequemer bis auf die Probleme mit der Rechtfertigung :zwinker:

Ich habe heute meinen ironischen :zwinker: Wollte damit aber nicht behaupten das es einfach wäre, denn wie sollte man auch ohne die restliche Gesellschaft leben sollen? Irgendetwas darin ist immer schlecht und nicht ehrenvoll. Ich finde das Wort ebenfalls grauenvoll aber es passt ziemlich gut hier her. Das mit der Rechtfertigung bekommt man auch in den Griff. Rechtfertigen tun sich nur die Menschen, die sich von anderen Leuten engegriffen fühlen und unter allen Umständen ihre Sichtweise als Richtig anerkennen wollen. :cool:
 

Benutzer106617 

Meistens hier zu finden
Oh, unterschätze da einige Affenarten nicht. Oder die Katze, die mit der verletzten Maus noch weiterspielt.
Ich hab ja nicht umsonst geschrieben "Mitglieder der eigenen Rasse"
Die Maus ist für die Katze eine Beute das ist der natürliche Jagdtrieb den auch Hunde haben. Die Affen töten sich nicht. Es sind Revierkämpfe und Kämpfe um Futter. Aber in 95% der fälle ist es so, dass dabei zwar Verletzungen auftreten, diese jdoch nicht tödlich sind.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich glaube, dass das Verhalten maßgeblich durch die Umgebung bestimmt wird. Wir hatten mal eine Vorlesung(sreihe) zum "Prinzip des Erstlächelns" mit einem Kurzfilm, den ich leider gerade nicht wiederfinde. Naja, anyways, wie man in den Wald hereinruft, so schallt es auch heraus - insbesondere bei Kindern.
Ich glaube, dass Menschen zutiefst egoistisch handeln. Immer. Aber häufig überschneidet sich dieser Egoismus mit dem Wunsch nach sozialer Akzeptanz, was dann zu ganz akzeptablem Verhalten führt. So beobachte ichs zumindest bei Kindern, an Erwachsene wage ich mich (noch?) nicht heran :grin:.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Oder die Katze, die mit der verletzten Maus noch weiterspielt.
Off-Topic:
[Klugscheiß]Das ist aber keine Bosheit, sondern, grad für junge Katzen, Training. Besonders am Anfang kriegen die noch nicht jede Maus, also müssen sie, wenn sie schon mal eine am Wickel haben, die Gelegenheit nutzen. Deswegen bringt die Katzen-Mutter ihren Welpen auch nach einer Weile lebende Beutetiere mit.[/Klugscheiß]
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Der Mensch ist das einzige Säugetier, welches aus reiner Bosheit, Hinterhältigkeit, Habgier und anderen niederen Beweggründen Mitglieder der eigenen Rasse tötet.
Aber mit wie viel Bosheit muss der Mensch dazu gezwungen werden, andere Menschen zu töten! Für den Krieg müssen Menschen zu Kampfmaschinen abgerichtet werden, und im Krieg werden sie von schlauen Politikern auf andere Menschen los gelassen und in Situationen gebracht, in denen sie zum eigenen Überleben töten müssen.
Gerade der Krieg zeigt doch, dass die Menschen eigentlich gar nicht so "schlicht böse" sind.
Aber oft geistig bequem und gedankenlos, und beeinflussbar.

Ich rede auch nicht gern vom "Menschen" in der Einzahl. Ich rede extra nicht von Gut und Böse, ich sage nur: Nicht alle Menschen sind gleich begabt andere Menschen als gleichwertig zu akzeptieren.

Aber ein weiser Mann sagte mal:
"Oaner is a Mensch, mehra sans Leit und vü sans Viecha" die Wahrheit dieser Aussage ist mir schon mehrfach aufgefallen.
Ein Komponist sagte einmal "Jeder Einzelne ein Esel. Das Ganze Gottes Stimme" (er meinte das Publikum)
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Um sagen zu können, ob ein Mensch "gut" oder "böse" ist, müsste man diese Begriffe erst mal genau definieren.
Deine Einteilung verschiedener Verhaltensweisen in "gut" und "böse" ist nämlich schon mal ziemlich willkürlich.

Deshalb halte ich von diesem Schubladendenken überhaupt nichts.

Mal ein Beispiel: Wenn ich ein Unternehmen gründe und damit viel Profit erwirtschaften möchte, handle ich erst mal egoistisch. - Aber gleichzeitig schaffe ich damit auch Arbeitsplätze, so dass mein Egoismus auch Anderen zu gute kommt.
Oder was ist, wenn ich sehe, dass ich in einer Gruppe Gleichgesinnter meine eigenen Ziele besser erreichen kann als alleine? - Ist das dann sozial oder egoistisch? Und damit "gut" oder "böse"?

Und auch beim Thema ungezügelter Markt vs. Planwirtschaft halte ich beide Extreme nicht für sinnvoll, sondern bevorzuge einen Mittelweg namens Ordoliberalismus: Der Staat gibt allgemeingültige Regeln vor, innerhalb derer sich der Markt frei entfalten kann und greift selbst nicht aktiv ins Marktgeschehen ein (z.B. durch Subventionen). - Damit einher geht die meiner Meinung nach sehr sinnvolle Vorstellung, dass ein völlig unregulierter Markt genau so wenig funktioniert wie eine Planwirtschaft, so dass wir ein Mittelding in Form eines dynamischen, freien Marktes mit seinen eigenen Regulierungsmechanismen (Angebot und Nachfrage) innerhalb eines festgelegten Rahmens brauchen.
 

Benutzer74907 

Benutzer gesperrt
Die Affen töten sich nicht. Es sind Revierkämpfe und Kämpfe um Futter. Aber in 95% der fälle ist es so, dass dabei zwar Verletzungen auftreten, diese jdoch nicht tödlich sind.

Woho
Dir ist jetzt schon bewusst das z.B. Schimpansen Kriege führen und es dabei absolut nicht um Revierkämpfe geht oder?

Und die töten sich dabei durchaus oft.
 

Benutzer18133  (42)

Verbringt hier viel Zeit
Ich möchte jetzt gar nicht soo politisch werden sondern stattdessen lieber ganz unverblümt mal fragen,
wie Ihr das das allgemein betrachtet seht :
Ist der Mensch von sich aus gut, im Sinne von : sozial, kooperativ, hilfsbereit ?
Oder sind Menschen generell bösartig, rücksichtslos, egoistisch, so daß nur ein Bund von Regelungen und Gesetzen die Bestie Mensch in Schranken halten kann ?
Der Mensch ist ein Räuber, intelligent, Einfallsreich, aber dennoch ein Räuber, ein wildes Tier, das sich durch selbstgeschaffene Religionen, damit einhergehenen Geboten und davon abgeleiteten Gesetzen selbst Fesseln anlegt und im Zaum hält; sich kontrolliert. Jeder von uns, ohne Ausnahme.

Natürlich werden viele kommen und sagen, "Nein, auf keinen Fall, so bin ich nicht" , aber denen sei gesagt - es ist so. Wir sind nur oberflächlich harmlos und haben uns, aufgrund diverser selbstregulierender "Mechanismen", unter Kontrolle, aber diese Kontrolle besteht ja nicht permanent; Alkohol zum Beispiel ist wie geschaffen, diese Selbstkontrolle aufzuheben, und wenn die betrunkenen Hochzeitsgäste vielleicht auch nicht wild randalierend durch die Gegend ziehen, so erzählen sie zumindest freimütig wie sie diverse Dinge sehen, und das ist auch nicht unbedingt schmeichelhaft.

Menschen "wie uns" gibt es erst knapp 200.000 Jahre, unsere genetische Anlage als Räuber beziehungsweise Jäger ist aber ungleich älter. Zivilisierte Gesellschaften, die über das miteinanderleben auf Stammesebene, egal ob regional oder nomadisch, hinausgehen existieren erst so um 10.000 Jahre. Unsere Vorfahren haben sich mit Höhlenbären und ganzen Armeen von Wölfen heftige Kämpfe geliefert, ums überleben. Diese Gewalt, dieser "Egoismus (besser du als ich)", diese Bereitschaft alles zu tun um am Leben zu bleiben, ist heutzutage nicht mehr notwendig, aber sie ist doch alltäglich, sie begleitet uns wie ein Schatten, ein düsterer Begleiter der auf die Gelegenheiten lauert die sich ihm zwei, dreimal im Jahr bieten, um aus seinem Käfig auszubrechen.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren